Indiana Tribüne, Volume 20, Number 340, Indianapolis, Marion County, 27 August 1897 — Page 1
. $ V rlC O k m oc s$ r l W -. Vw H Qssice : 5!o. 18 Süd Alabama Straße. Telephon 1171. Indianapolis, Indiana, Zreitag, den 27. August 1897. Jahrgang SO No. 340
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Restauration wirthschaft (MBnnerchor-Halle,) 337 Gst Wnshington tcnhs. Der Eröffnungstag wird in einigen Tagen besannt gemacht werden. F. n. Steinbart, Besitzer. Die Turn -Schule deZ
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beginnt wieder ein reues Schuljahr am 1. September Anm?ldungen roevten vom iurti' lehrer, Ö. O st e r h e l d, vor B.ginn des Unterrichts im Turnsaal entgegen genommen. Conzert und Ball gegeben von den MUWMMk-UUk!! : zum Besten der : Ausstehenden KohZengräber Montag Abend, 6, September 1897, TOMLINSON-HALLE. intritt 30 Cents. - Tomen frei. Su te U nion Mu sik. ZlrrangkmtntS,omitt: Ins. S. Bohmlk, Andrem FiScui. Eamutl 23. Lelle?. Srekutiv.komit: S?n. In. Coburn. ?en. Fred JCnefleT, n. John tt. 9tro, ,ron X. EUiolt. . W. Breuse. c!r. Ben. 7i- (Sresh. Prs. Elissel's 2 ßfofie Konzerte tägltch-2 Nachmittag und Abends, Rkgen oder Eonntnschein, Frl. Belle Parker, G'oZensolo, 9l4' Uhr. Frl. Tillie Vischoff, P:aro-Solo, 9)4 Uhr. FrlS. May McHenry und Anna BurroughS, Cornet-Solisten, 9 Uhr. Frl. Olga schmoll. Violinsolo, 10 Uhr. "Natures Beauty Spot." FAIR Jeden Nachmit. tag und Abend dieser lvoche. BAOTL Neilhoffer's bikühmte Wz? ü hk - Trupps, in deutschen u. enzlsch.n Gtsanzsvorträgen. Ostcndorls Conzcrtltapcllc Venefiz-Konzcrt für die Aio!in-V!rtuosin, f&Frh Olga Schmoll, am Dienstag Abend, 3. August, in KISSEL'S GARTEN. Ausgezeichnetes Programm. Eintritt . . 23 Cts. Nach dem Konzert: Tanzkranzchen. Editorielles. Die Amerikaner haben stets die Ansicht vertreten, daß eS etwas Befsereö undGrobartigereS als dieBundeS Verfassung der Ver. Staaten gar nicht giebt. Sie fangen aber doch bereits an zu bemerken, daß sie ihre großen Mängel hat. So schrieb kürzlich G W. Lmalley. Professor an einer öst. lichen University eine Abhandlung über diesen Gegenstand und er bemerkt darin : Früher mag eS paradox gewesen sein, jetzt ist eS aber nur die einfache Wahrheit, wenn man sagt, daß Amerika wahrscheinlich daS konservativste Land auf der Erde ist. Die besten Schrift stelle? räumen ein, daß die englische Verfassung in einigen sehr wesentlichen Punkten bei weitem demokratischer ist alö die amerikanische. Die englisch GtsetzkS-Maschine ist so eingerichtet daß sie auf einen äußeren Druck schnell und ziemlich sicher reagirt. Wird ein Knopf gedrückt, so erscheint eine neu Regierung; berührt .man einen an
deren, so wird die Konstitution g?ande?t.' In Amerika nützt daö Knopfdrücken nicht viel. Die Maschinerie versagt, oder reagirt erst nach längerer Zeit. Wir werden von einem Präsi-
denten regiert, der vier Jahre im Amte, bleibt. 3n dem Nepkäsentantenhau5, das für die zweite Hälfte der Amtsdauer deS Präsidenten erwählt ist, sitzt gewöhnlich eine Mehrheit der GegenPartei, doch danach fragt er nicht viel. Er wie sein Kabinet sind von den Abstimmungen des Kongresses unabhängig. Während daS englische UnterhauS im Falle einer allgemeinen Neuwähl sofort oder doch sehr bald zu tagen Pflegt, tritt das RepräsentantenhauS, dessen Wahl auf den November fällt, gewöhnlich erst, wenn nicht eine besondere Berufung erfolgt, im Dezember dcS nächsten Jahres zusammen." In der That, wenn man noch die Borrechte deS Senats, 'die Vetcgewalt deö Präsidenten und die Gewalt der Richter, Gesltze zu verwerfen, in Anschlag bringt, so muß man erstaunen über die außerordentlichen Schwierigleiten, mit welcher in dieser Republik die EesetzgebungSmaschi: erie arbeitet, Schwierigkeiten, die ihr in keinem anderen parlamentarisch regierten Lande entgegenstehen. Unser System erweckt den Eindruck, als beruhe eö auf der Anschauung, daß die Wünsche deö Volke sich stets in falscher Richtung bewegen und daß eS Zweck einer Regierung fei, der Erfüllung dieser Wünsche möglichst entgegenzutreten AlS die schlimmste EinschkSnkurg der gesetzgebenden Gewalt deS Volke bezeichnet Smalley die richterliche Äcfugniß über die Verfassungsmäßigkeit eines Gesetzes zu entscheiden Das ist ein Hemmniß," sagt er, über taS man nicht hinauskommen kann, wie es bei den anderen durch die Wahl eines neuen Repräsentantenhauses, eines neuen Senats und eines neuen Präsi denten mozlich ist. Die Stellen am höchsten Gerichtshof werden nicht durch Wahl besetzt. Der Präsident ernennt die Richter auf Lebenszeit. Sie sind keiner Gewalt, nicht einmal der öffentichen Meinung verantwortlich. Sie bilden in der Union die höchste Autoität, von der eö keine Berufung giebt. Ihre zwar sachlich begrenzte Gerichtsbarkeit umsaßt daö ganze Gebiet der Ver. Staaten. Hier haben wir da? einzige Beispiel in der Weltgeschichte, daß die Souveränität des Volkes, die n jeder anderen Richtung und über eder von ihr selbst übertragenen Macht u beschränkt besteht, sich einem Herrn nnter'zirft, den sie nicht selbsternannte, den sie nicht beseitigen und dem sie sich nicht entziehen kann. Ein einstimmiges Urtheil deö VolkeS, ein einstimmiges Votum deö HaueS und Senats und die Beistimmung deS Präsidenten kann kein giltiges Geetz schaffen, wenn dieseS Tribunal sagt, eS sei nicht Gesetz." Die Sache ist in der That lächerlich. Allein so sehr sich auch unsere Verfassung überlebt hat, dieses Uebel ist in der Verfassung nicht vorgeschrieben. Diese giebt mit keinem Worte den Richtern eine solche Gewalt. Diese Gewalt haben sich die Richter nach und nach angemaßt und sie ist durch Duldung zu Brauch und Gesetz geworden. Sie könnte durch eine einfache Gesetzgebung ohne Verfassungsänderung den Richtern wieder genommen werden. Allein so lange in unserem Linte daS Kapital die Herrschaft hat und die Arbeiter ihm politische Handlanger Dienste verrichten, ist an Abstellung dieses Uebelö nicht zu denken, denn die Kapitalisten werden das Mitt:l nicht beseitigen, vermittelst dessen sie das Volk beherrschen. ArahlNchicljlel!. Inland. Wetterbericht. Kühleres, schönes Wetter heute Nacht und Samstag. Höchste Temperatur innerhalb der letzten 24 Stun den 83 Grad, niedrigste 68 Grad. Vchissel'S Badeanstalt Wasser temperatur 82 Grad. tu Verfassungswidrig. PittSburg, Pa., 26. August. Richter MarcuS Wacheson erklärte heute daS sogenannte Alien Tax Law" für verfassungswidrig. Diefeö Gesetz wurde in der letzten Session der LegiS
lawr vow IJtnrfn.iurta angenommn und bestimmte, doß alle nicht naturalisirten Ausländer eine Steuer von drei CentS vro Tag bezahlen mühten, welüer Betg den auf solche Weise. Be-
steuerten von ihren Lohnen oder (SeHaltern direkt durch die Arbeitsgeber vorenthalten werden sollte. Diese Steuereinnabmen sollten in die Staatskasse fließen. ... Der Streik der Kohlengröber. Pittsburg. 2. August. Die Frauen und Kinder der Streike? spielten heute eine prominente Rolle in der Dcmor.ZZration gegen die arbeitenden Bergleute m frühen Morgen sammelte sich ein Dutzend oder mehr Frauen in dem Lager und marschlrte ml Fahnen und Bannern die Straße nach dem Turtle Creek entlang. Auf dem Wege trafen sie eine Anzahl Berglcute, die sich zur Arbeit begaben und bezrüßtcn sie mt Hohnruscn. Sie schimpften sie so au?, daß viele beschämt die Köpfe hingen. Die Frauen erklären, von nun an täglich eine Demor.stration veranstalten zu wollen. Die Streike? beharpte?, eö seien nur 15 Mann in Oak Hill Mine an der rbcit. De Armit und vier Deputy-Sherisss begannen heute mit dem Ausweisen der Familien der Z?lum ?reek Streike?. Die Aukwcisung wird fortgesetzt werden, bis alle Häuser der Gesellschaft geräumt sind. GuS. Datte, der Führer der Deputy.Sheriffs in Plum Ereek, vurde heut: von dem Anwalt deö SherisfS verständigt, doß er nicht gegen Bergleute einschreiten könne, die mit ein:? Kapell- an der Spitze marschirten Er kö.lne nur die aufhalten, die verachten, die ?lrbeiter einzuschüchtern. P.äsident Dolan sprach bor einer großen Versam'.nlung in Cläre Ridge, Wcsin.orcland Counth. Er sagte, er ei nach seiner gestrigen Verhaftung in McGovcrn vor Richter Mc3lva,ne erschiere?, kcr ihm sagte, er höbe den EinhaltLbefes.l nicht vahtz, und ihn entlassen. DaS nächste Cncampment. Vuffalo, 20. Aug. DaS nächste Eczmpment der Grand Army siidet übers J.zhr in Eincinnati statt. Der Mißwachö in Europa. Springfield, Mass., 26. Aug. 5ine eingehende Untersuchung bezügich der Ernte in Europa, welche daS Orange Iudd - Syndikat landwirthschaftlicher Zeitungen angestellt hat, zu dem der American Agr'culturist in New Jork, der Orange 3udd Farmer in Chicago und die New England Homestead in Sprinßsield, Mass., gehören, ergiebt, daß die Ernte dort sehr schlecht ausgefallen ist. Man schätzt. daß Europa von 300 bis 400 Millionen Bushel Weizen wird einführen müssen. Europas Weizeliernte in 1895,1894 und 1893 betrug durchschnittlich 1,500,000.000 Busbel. in dem Nothjahr 1891 nur 1.200.000.000. Die Ernte ist in diesem Jahre aber anscheinend noch geringer als wie 1891, daö ist aber noch nicht daS Schlimmste. Europa produzirt so viel Noagen wie Weizen, denn Roggen ist die Brodfrucht der Massen. Die Roggenernte der hauptsächlichsten Länder (Rußland, Deutschland, Zrankrelch, Oesterreich. Bulgarien, Rumänien, Italien, die Niederlande und Schweden) war durchschnittlich in den Jahren 1896, 1895, 1891 und 1893, 1.300.000,000 Bushel jährlich. In diesem Jahre ist sie nur K75.000.000. Schlecht sieht eö auch mit den Kartoffeln auS. Eö wer den r.ur etwa 1,650,000 Bushel Kar tssseln geerntet werden oder etwa 1, 000,000,000 Bushel weniger wie frü her. Europa'S SrnteauSfall beträgt gegenüber dem DurchfchnittSertrage : Weizen 300.000.000 Bushel, Roggen 325.000.000, Kartoffeln 1.000.000,000, zusammen 1,626,000.000 Bushel. Böse Zustände aus Cuba. ' H a v a n a, 26. August. 3n den hiesigen und anderen Hospitälern be sinden sich 40.000 spanische Soldaten und etwa 2000 werden alö Menstun sähig per Monat nach Spanien zurück gesandt. Die Krankheiten nehmen zu Auch der Gesundheitszustand der Stad ist nicht gut. Die offiziellen Berichte zeigen, daß die Sterblichkeitsrate für die mit dem 12. August beendete Woche 90 vom Tausend betrug. Daö Ge
schaft steht vollständig still. Die Sol-! stille, danr erhob sich ein furchtbares , baten werden nicht bezahlt und einEebrülle. Die Menge drängte brül-j Gefühl der Hoffnungslosigkeit herrscht . ler.d und schreiend vorwärts, und wäb-
unter Spaniern und Cubanern. Nie -
mand hat Zutrauen in den Erfolg von ten ergriffen wurde, bildeten die andeGeneral Woodfords Mission in Spa-.ren Truppen Spalier, um die Menge
nun. VluT eer ganzen ansei yerr,ozr Unthätigkeit. Die Insurgenten rüh ren sich nicht, mit Ausnahme kleiner Abtheilungen, die fouragiren. Meldüngen von angeblichen kurzlichen Engagements sind unbegründet. Den Ver. Staaten-Eonsuln auf der Insel ist Urlaub verwe gert worden und sie sind unzufrieden. Mehrere derselben find krank und wünschen temporäre Entlastung. Ausland. D e r Besuch aureö in St. Petersburg. Berlin, 26. August. Die in der Regel sehr gut unterrichtete Kölnische Zeitung" bemerkt bei Besprechung der Präsidentenreise, eö wäre doch nicht alle Gold, wag die französischen Diät er über den warmen Ton sagen, der bei Faure'ö Empfang durch Zar Nikoaus angeschlagen sein soll. 3m Gegentheil: Alö der Zar den Präsidenten empnng, war es ausfaulg, oap tfiuTt und der Zar eine geraume Weile chweigsam blieben. Dieö machte einen echt gekniffenen" Eindruck. Beim Verlassen deö Schisseö fiel allgemein daö ungewöhnlich ernste Aussehen deS Zaren auf. Dasselbe wurde gleich darauf durch eine unwillige Geberde unterbrochen, alö der Zn unter den französischen Reportern daö fichtliche Gedränge bemerkte, um näher an ihn und den Präsidenten heranzukommen. Der Zar war über diesen in seiner Nähe ungewohnten Mangel an Ehrerbietung so empört, daß er den Chef eine? Hauptquartier? auf'ö Schärfste dafür tadelte, daß dagegen keine Vorbereitungen getroffen waren. Paris, 25. Aug. Die französichen Zeitungen klagen, daß das Wort Freundschaft" der Grundton bei allen offiziellen Aeußerungen in Kronstadt und St. Petersburg war und daß der Ausdruck Allianz" nicht ein einziges Mal bei den Toasten oder bei dem Austausch von Komplimenten benutzt wurde. Der Soleil erklärt, daß die franzö-fisch-rusfische Entente nur Rußland nütze, welche dadurch im Stande sei, auf Deutschland einen Druck auSzuüben. Die Petite Republique behauptet, daß eö daö revolutionäre Frankreich ist, dem daS russische Volk zujauchzt. Der neue deutsche Gesandte. B er l in, 26. August. Die Norddeutsche Allgemeine Zeitung zeigt an, daß Dr. von Holleben, der preußische Gesandte bei Württemberg, für den Posten deö deutschen Botschafters bei den Ver. Staaten ausgewählt wurde, der durch Ernennung deö seitherigen Botschafters, Baron von Thielemann zum errelar veö NelchSschatzamteS, vakant geworden war. Herr vonHolleben war deutscher Gesandter in Chili und Japan, ehe ee im Jahre 1892 nach Washington kam. Er ist etwa 55 Jahre alt, von angenehmem Aeußern und litterarischer Bildung. Die Ermordung deö Präsidenten von Uruguay. Montevideo, 26 Aug. Ueber die Ermordung deö Präsidenten Jdiarte Borda ist Folgende zu melden : Montevideo befand sich im FesttagSschmuck zu? Feier der am 25. August 1895 erfolgten UnabhängigkeitSer klärung der Republik. Von den of fincllen Festlichkeiten war daö Te Deum in der Kathedrale die imposan teste. Präsident Borda hatte sich unter Begleitung deö CabinetS, der diplomatischen Vertreter anderer Länder und einer militärischen Eskorte in die Eathedrale begeben. Kurz Nach 3 Uh verließ er mit seinen Begleitern wieder daS Gotteöhauö. Vor demselben hatte sich eine große Menschenmenge ver sammelt, die den Präsidenten herzlich begrüßte. Er hatte nur wenige Schritte gethan, alö Arredondo auö der Menge trat und eine Pistole er hob. 3m selben Augenblick krachten zwei Schüsse. Die erste Kugel ging fehl, die zweite drang dem Präsidenten in die linke Brust und er stürzte rück wärtö in die Arme deö Bischo IS Soler. Einen Augenblick herrschte Todten
: rend Arredondo von mehreren Solda-
oavon abzuhalten, d e Leicbe de Vra. Ndenten mit Fußen zu treten. Die lauten Ordnungsrufe der Offiziere blieben unbeachtet, und während die Volksmenge drängte und kämpfte, gaben die O siziere, in der Befürchtung, daß auch die Leben anderer Beamten bedroht feien, den Befehl, die Menge zurückzudrängen. Die Soldaten gingen mit gefälltem Bajonett vor, und eö gelang ihnen, Platz zu schaffen, nachdem viele Personen verwundet und mehrere getödtet worden waren. AlS er niedergeschossen wurde, befand sich der Präsident auf dem Wege zu einer Truppenrevue, welche die Feier schließen sollte. In der ganzen Stadt erregte der Mord die größte Aufregung. Nach der Ermordung und während die Begleiter deS Präsidenten sich noch über seine Leiche beugten, entstand eine Vorwärtsbewegung der Volksmenge, ud, um den Präsidenten zu schützen, griff seine militärische Eökorte die Menge an und trieb sie zurück. Der Mörder ist Arelino A??edondo, ein Armeeossizier. Er ist ein Uraguayer und erst 27 Jahre alt. Er ist ruhig und gefaßt und erklärt, er sei mit seinem Erfolge zufrieden. Arredondo, der jetzt scharf im Gesängniß bewacht wird, wurde nur durch personlichen Haß zu dem Morde deranlaßt. Er erklärt, er habe keine Mitschuldigen und sei bereit, die Folgen seiner That zu tragen. Jose Cuestos, der Präsident deS Senats, wurde von der Deputirtenkammer zum interimistischen Präsidenten ernannt. Er entließ sofort alle CabinetSmitglieder, mit Ausnahme deö Generals Luiz Pcrez, der an der Spitze deö Kriegsdepartementö bleiben wird. Die Stadt ist ruhig, aber im Lande wird weiter gekämpft. - 4 Tch!VfSNachrichten Angekommen in : Bremen: Trave" von New Jork. Neapel: Werra" von New Sork. London: Mississippi" von New Aork. P l y mo u t h : Fürst Biömarck" von New Jork. N e w A o r k : Scotia" von Neapel, Havel" von Bremen. m ni m Allerlei. 51 rani uu d qe vro chen. ist James S. Parsons, der vor zehn Iahren nach Unterschlagung von $100,(XX1 bis $150,000 von Hartford, Erntn., entflohene einstige Präsident der verkrachten Contmental Life Jnsurauce Company, dieser Tage zu den Seinen nach Windham Centre zurückgekehrt. Krankheit und Sore hat sein Aeußeres bis zur Unkenntlichkeit verändert. Er leidet an einer unheilbaren Magenkrankbeit. die ig sehr kurzer Zeit seinen Tod herbeiführen dürfte; die ihm noch verbleibende kurze Lebenssrist y,Nt er. unbeläsiigt von den Gerichten, bei seiner Zfam'ilie verbringen zu könmn. Er i f r.'rji .il .:n. o ! IM !Cn in eer Hl0llU)enzcil mciicu rn Canada und zuletzt in Boston aufßehalten und war auf die Unterstützung seitens seiner hiesigen Freunde angewiesen. D i t ..W. L.MeeseHeirathsAssociation von Laporte. Jnd, die einzige ihrer Art in den Ver. Staaten, n i rt-rt'i.ff.t ri in i:i flU ZiWJ AlllglicOer slari, I,l iuuu, ?orporirt worden. Sie ist die Sch'öplllMMMl? tmd ewie wird Hood's Sarsapar'lla als liiutEeiniger anempfohlen. Seine grossen Kuren sind lurch gereinigtes Blut vollbracht Kuren er ScrGleln, Flechten, Hautkrankheit, Rheumatismus, Neuralgie, Katarrh, Nervosität, Nerven schwäche. Es kurirt wenn anderes nutzlos iss weil es D KalKn) 17 die Wcrzel der Krankheit trifft und jede Spur von Unreinheit ausscheidet. Tausende zeuge für vollkommene Kuren von Blut-Krankheiten durch Hood's Sarsanarilla. obgleich sie durch das Fehlschlagen von anderen Medizinen ent tnuthigt waren. frfl Sarsaparilla Ist die beste In der That die einzige wahre blutreinlirende Medizin. Nur von C. I. Ilood & Co., In Lowell, Mass., präparirt 1; sechs für $5. jt r:nÄ. sind die einzigen PÜ-t nood s Pillen ?Q mit Hoor tsila zu nehmen. 25c. Bl Uen Drogmlatea,
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Kopfweh.
kkeuralgia und hcstle NerdoM. z? r-L'Af-t-. 2eH ich achtzehn Jahr: alt toir 613 ;u d:r Z.it S Cts ich von Tr. MileS Stärkungsmittel hörte, litt ich an opsschmerzen. heftiger Nervosität und schwacher Verdauung. Mit der Zeit erzeugte sich auch Herzkrank heit. Ich wurde von mehreren Aerzten behandelt, je doch ohne Linderung zu erhalten. Heftiges Herzklopfen, mit Schmerzen in der linken Brust, kurzer Atem und Ohnmachtssälle machten mich deS Lebens müde. Ich besorgte mir Tr. Miles' estorative tXervine und New Heart Cure und nahm diese abwech selnd nach den Anweisungen ein. Besserung stellte Dr. MUe!8 sich sofort ein und machte N..vl1 solche Fortschritte, daß ich wervine binnen sechs Monaten sechs kestores und dreiszig'xfund an Gewicht H ttU unahm. Alle Schmerzen am leailN .... Herzen sind fort und ich bin Völlig frei Von aller Nervösitüt. Iran SharleS Knapp. EX German St.. Lulle FaZIS. VL ZI . 7. Nov. 1895. Dr. MleS' Rernedies werden von allen Avotdcfern unter aewlsser Garantie verkauft. Liirtt ht k. Flasche gar keine Beflernng. so wird da eld zurück stattet. Teutsche Buch mit Befchrnbuna des Her - M v w ot . w . . " icn uiu) vn Llrrven rono au verlangen srel zuge chickt. DR. MILES MEDICAL CO Elkhart, Ind. inng oes Viel), yjkzh, oer rcahicno 1 ei nes Wirkens bisher 1200 Paare sicher in den Hafen der Ehe - gebracht hat. Zweck der Association ist Ermuthiauncs zum Heirathen; die Statuten setzen auf das Vergehen der Entmutigung oder Verbot einer Heirat!) die Strafe des ilusschlusses. Dieser Tage fand in Auburn eine NeunZon der 1200 Paare statt, an welcher an üOOQ Personen teilnahmen. Thatsache ist. datZ keine einzige der von Meese vollzogenen Ehen gelost wurde. Agent ZItrchyosf öon oe ologischen Departement in Wshington berichtet, das; die Zink - Ger.'innung in den Ver. Stcrten in-d:r ers!kN Halste des laufenden Jahres sich auf 44,413 Tonnen bezifferte. Nach diesem Ergebnis sei pro 189 1 eine entere Produktion als in den vzraufg:o.angencn Jahren zu erwarten. Dif Zink - Förderung für das erste Halbjähr vertheilt sich aus die verschi'denen Staaten wie folgt: Oststaaten ?,SG6 Tonnen. Südstaaten 1305, Jll'ilois 16.669, Jndiana 1385 und ZZanws 13.532 Tonnen. In den Ostftaaten war die Produktion im Verglich zu demselben Zeitraume im Vorjahre um mehr als 600 Tonnen geringer. Dteolontsallon russischer Juden inCalifornia wird sich, wie zuverlässige Nachrichten aus San Francisco besagen, als ein Fehlschlag erweisen; schon vor Allem wegen Mangels der nöthigen Geldmittel. In einer in genannter Stadt abgehaltenen Versammlung orthodoxer Gemeinden wurden ganze $100 für Colonisationszwecke zusammengebracht. Daraus geht untrüglich hervor, daß die californi. fchen Glaubensgenossen nichts weniger als gewillt sind, den Colonisationsplanen opferfreundig entgegen zu kommen. DieGründe hierfür liegen auf Hand. Einestheils ist der Zeitpunkt für ein derartiges Unternehmen, recht unglücklich gewählt. Man glaubt, und zwar mit Recht, das Hemd liege näh:r als der Rock, und die Linderung der Noth der Einheimischen habe den Vorrang vor der Unterstützung zweifelhafter Experimente. Anderntheils erfreuen sich die russischen Juden bei ih ren Glaubensgenossen keiner besonderen Sympathie. Sodann wird erwogen. daß die Cvlonisten in der Regel keine erfahrenen Ackerbauer und den Anforderungen unserer eigenartigen Verhältnisse nicht gewachsen sind. Ue berhaupt hat man selbst im eigenen glaubenstrcuen Laqer kein rechtcsVertrauen in die russischen Brüder. Der New York Store. (Etablirt 1853.) Agenten für Bntteritks Muster. Crimped Crnft Brotpsannen machen daö süßeste, schönste, leich. teste Brot. Jedermann sagt so, der sie probirte. Um sie einzuführen verkaufen wir sie morgen zu 19 Cents und geben einen Laib Brot mit jeder Pfanne, welche verkauft wird. Neues Bafement. 7ü3 IHH ü
CiA- l-AVc -VJ rfsV & 4-ir g,. . Mwi I &wpßf i Jy yp- 1 j o3f :t"7 l rnkmim UMAMMM vl . -s - - - v i- -m - ys WA'ME- .
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hat sechs Monate gelagert. Es ist echtes Lagerbier, völlig ausge golircu, schmaShaft und gesund.
Vier, welches seit gestern auf dem Markt i,t, setzt die Gahrung in dem Magen fort natürlich nicht zum Besten des Magens. Echtes Bier braut die ndianapolis taing Bottlwg Dept.
icbil. szr. D c r Seelisberger See (Eanton Ur!) ist gänzlich ohne Fische. Die Eagc g?hk, von Zeit zu Zeit erscheine in den dunklen Fluthen des Sees ein Ungethüm, das die Ursache sei, daß der Cee keine Fische berge. Der Seelisberger See soll nunmehr mit Fischen bevölkert werden. Auf Gesuch der Urner Regierung hat das eidgenössische Departement des Innern den Fi-scherei-Erperten Delachaux in JnterlakcN bcauftraat. die Verbältnisse des Seelisberger Sees hinsichtlich der Fi Iche zu untersuchen. Ä o r vcm P o l z e i r r ch t e r in Southwark stand eine Frau, die so sanft sprach, daß Niemand ein Wort verstehen konnte. Sie wurde aufgefordert. laute? zu sprechen, cs schien ihr ober physisch unmoich, dieser Aufsorderung zu solqen. Der Richter, der seine PJpPenh?!mcr- kennt, lächelte und fragte: ..Sind Sie verheirathct?" Die Zeugin tpu' ein ,.Ja". ' Sprechen Sie immer in so sanftem Ton zu Ih rem Mann?" sur.r der Richter mit cmschmeichelndem Zzn fort. 0 nein," war die Aiit:??rt. 4'e ein Lächeln begleitete, daö ticf blicken ließ. Wohlan." so lai.'!c'c der Spruch des weisen Salomo. dann sprechen Sie jetzt gerade so laut, als ob Sie Ihrem Gemahl eine Gardinenpredigt hielten." Die Zeugin meinte zwar: lieber Herr, ich möchte das lieber, nicht thun!" aber sie war fortan verständlich genug. E i n merkwürdiges Dorf ist die Ortschaft Klein-Klessow bei Lübbenau. Sie hat nur vier Hausnummern mit zusammen vier Familien aufzuweisen. Von den vier vorhandenen selbstständigen Wirthen bilden drei die Ortsbehörde; einer ist Gemeindevorsteher, die beiden anderen sind Schöffen. Nur ein Bauer bildet mit seiner Familie das Publikum. Ein Gasthaus ist in Klcin-Klessow nicht vorhanden, während Groß-Kles sow. das nicht viel größer ist,' zwei Gastwirthschaften und Schankgerechtigkeiten besitzt. Weil bei gleichzeitiger Ausübung des Schankgewerbes von beiden Wirthen der Ertrag sehr gering wäre, so wechseln sie sich Jahr um Jahr darin ab. In der Sylvesternacht um 12 Uhr erfolgt die Uebergabe an den zuständigen Wirth und alle Gäste müssen in die Nachbarschänke wandern. DieWäscherinBarbara D o v r i n in Miskolcz ist noch verhältnißmäßig sung. hat aber schon viele Widerwärtigkeiten mitgemacht. Am ersten Weibnacktstaae des voriaes
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Jüyres feuerte ver Arunnenmeister Samuel Schwarcz. mit dem sie in gemeinschaftlichem Haushalte gelebt, aus einem Revolver fünf Kugeln auf sie ab. Man konnte die Kugeln aus ihrem Leibe nicht entfernen, dennoch kam sie nach fünf Monaten auf. Unlängst hatte sie mit dem Tischlermeister 'EU chael Szlakovsky einen Streit, und dieser feuerte zwei Schüsse auf sie ab. Auch diese beiden Kugeln stecken in ibrem Körper. Die Dovrin befand sich aber dabei ganz wohl und ging ihrer Arbeit nach. Kürzlich gerieth sie mit ihrem Bruder in Streit. Dieser brachte ihr mehrere gefährliche Stiche bei. Nun liegt sie schwer krank im Spitale. Taubheit kann nicht gcbc.lt werden durch lokale Applikationen, weil sie den kranken Theil deö Ohreö nicht erreichen können. Eö giebt nur einen Weg, die Taubheit zu kuriren, und der ist öurch konstitutionelle Heilmittel. Taubheit wird durch einen entzündeten Zustand der schleimigen Auskleidung der Eustachifchen Röhre verursacht. Wenn diese Röhre sich entzündet, habt ihr einen rumpelnden Tcn oder unvollkommenes Gehör; und wenn sie gan geschlossen ist, erfolgt Taubheit, uns wenn die Entzündung nicht gthodrn und diese Röhre wieder in ihren gehörigen Zustand versetzt werden kann, wird daö Gehör für immer zerstört werden; neun Falle unter zehn werden durch Eatarrh verursacht, welcher r.t&IJ alö ein entzündeter Zustand der schlcimigen Oberflächen ist. Wir vollen einhundert Dollars für jeden (durch Eatarrh verursachten) Fall von Taubheit gebe, den wir nicht durch Einnehmen von Hall'S Eatarrh Kur heilen können. Laßt Euch umsonst Cirkulare kommen. F. 3. Eh en ey k E, o , ' Toledo. O. X7 Verkauft von allen Apothekern, 75e. Versuchen Sie eine Echacktel Ca8ca?er, der feinste, jemalö angefertigte Leber - und Eingeweide - Regulirer. Leisen Sie an Verstopfung odkr Unverdaulicbkeit, nehmen Sie Ca5caret Candy Cathartic, Heilung garantitt, 10, und 25 Cents. Theodor Reyer, Ochatmeiste?, August Dopperc. tIpe,ial, rr.t) etaatS-gen
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