Indiana Tribüne, Volume 20, Number 338, Indianapolis, Marion County, 25 August 1897 — Page 1
00 st rC M HO AX US A A Cst r Vk w-v w S V Office : No. 18 Süd Alabama Straße. Telephon 1171. Indianapolis, Indiana, Mittwoch, den 25. August 1897 Jahrgang 20. No. 338
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Lditorielles
Ueber den Crämer-Fall verlau- Revelstoke per Bi.hn, wo ich den Sutet in letzter Zeit sehr wenig. Herr O. perintendenten der großen Minen in
F. Wegen von Seattle, der sich Cra- der Nahe deö Canoe Flusses, 100 Metmer in so aufovkernder Weise ange- len nördlich gelegen, zu treffen hoffe,
nommen. ist im fernen Nordwesten auf ' I der Suche nach einem Zeugen, Namen Jack Quincv Derselbe ist Prospector und wa es beikt. einen solchen ,u sucken. darüber aeben einige intereskante Stellen aus einem Briefe Auf. schluß, den Wegener an die Wacht am : vnr,yor, ss,inin ttVK l MbV ... w, . schrieb. Darin heißt eö : ..Und nun noch Etwa? über meine Reise. Erfolge. Ich kam von West, Kootenav in großer Eile ca. 400 Meilen weit hierher, weil ich dringende Nachricht erhielt, daß Quincy im Anfang 3uni hier gewesen wäre. Da ich keinen Grund zur Bezweiflung der Richtigkeit dieser Information hatte, so gab ich mir 3z Wochen lang hier alle Mühe, Näheres zu erfahren, aber vergeblich, wie auch gar nicht anders zu warten ist. ES führen von hier au viele Weae bis an die Gebirge. Dann ' reiht sich Berg an Berg und Schlucht an Schlucht, nach Süden zu 150 Mei. len weit, nach Westen 80 Meilen, nach Osten 90 Meilen und nach Norden bis ,u dem nächsten Städtchen. 180 Mei. w I len. Die Berge find meist bewaldet und wild und steil, dabei aewöhnllch von 6000 bis 8000 juß hoch über dem Meereösvieael. und bilden eine groß, artige Wildniß. Natürlich giebt eö da keine Straßen, Hausnummern oder Wohnungsanzeigen, noch nicht einmal Pfade. Der Prospektor klettert, be. laden mit seinem ..Blanket". Zelt und ca. vierwöchentlichen Provisionen über Berg und FelS, durch Bäche und ströme, um Spuren von gold- oder silberhaltigem Erz zu finden, ein Mensch kann rathen oder gar wissen, wohin er geht. Er weiß e selbst nicht, Ein Stückchen Stein, daö günstig auösieht, lenkt seine Schritte hierhin oder dorthin. Die Spur eineö solchen Prospektors in den Gebiraen ,u verfolgen, ist un. möglich, ohne daß man ihm eine Anzahl Geometer mit aus den Weg gäbe, die alle seine Bewegungen mit Kompzß und Maßkette geometrisch feststellen und täzlich darüber Bericht einsenden müß. ten. Dennoch wurde von Crämer vor seinem Prozesse verlangt, daß er dem Sheriff genau angeben sollte, wo in fc.n K&,y.m,ur,n fhi srt schlimm sind wie diese . hier), Jack VhH VUVVUVt' VWVIIUVII l V fc kVV.I Quincy als Prospektor beschäftigt wäre.. Zu dem Zwecke erlaubte der Richter ihm neun Tage Zeit. Und weil der unglückliche Mann diese UaMöglichkeit nicht möglich machen konnte, entschied erst daS Unter- und späterhin auch daö Obergericht, daß der Gefan. gene im Stahlkäsiz deö County.Ge fängnisseS sich nicht die rechte Mühe gegeben hätte, seinen Alibi-Zeugen im Auge zu behalten und in da Gericht I zu bringen, und so ward er denn proz?ssirt und vexurtheilt, und da Ober. I gericht verweigerte ihm einen neuen Prozeß. I Ich bin mehrere Male von hier aus in' Gebirge gegangen, am Wild Horse Creek hinauf, wo, wie e hieß, Quincy sich aushalten sollte. Ich schlug, so weit der Pfad reicht, meine Anschlagzettel auf und kletterte an mehreren der Ne. I b.llßchen herum, in der Hoffnung. Prcspet'inrö zu treffen, die Quincy kennen wollen. Eö war harte Arbeit, 10 bis 20 Me.len auf die Art per Tag zurückzulegen, n.'t einem Stück Brod und Käse alö einzige Mahlzeit; denn! Wirthshäuser giebt'ö in den Gebirgen auch nicht, und viel mit sich schleppen! mag man nicht Die Arbeit war ver. geblich, hat mich aber dennoch nicht entmuthigt. Ich gehe nach Norden zu: zuerst 50 Meilen biö Conal Flqt mit einem Frachtwagen (in einer Wolke von Staub). Die langsame Fahrt giebt mir Gelegenheit, überall an Hauö, Riun und Baum meine nack Quinct, forschenden Anschlagzettel anzunageln, ' In Canal Flat, daö am Columbia See liegt, auö dem der Columbia Fluß entspringt, beabsichtige ,ch, mir em kleines Ruderboot zu bauen, wie daö hier häufig gethan wird, um billig zu fahren. Weine Reise geht dann auf dem Columbia Fluß 130 Meilen nach , yttrt a-unsKA
Min, Distrikt?, hnn da ,n?nkal?ö kerlnun. da fi? nn?Z RmK h,N Ri9!fiV Mt nnh ?aA ftf r.
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Boot nach Beaver. Dann vtrd daö Boot per Eisenbahn nach Nevelftoke!
gesandt, und ich kekre untern?egS in
den Minen bei Zllicillewact ein, in denen viele Leute schaffen. Dann nach der mir Nachricht auS jener Gegend zu bringen versprochen hat. Von Nevel. stoke soll meine Reise wieder per Boot den Columbia zluß und Acron Lake hinunter, ca. 160 Meilen bis nach Trail gehen, so daß ich alle an jenem See gelegenen Minenplähe besuchen kann, in denen ick nock nickt früber - , - r , , i , nachgeforscht habe. Von Trail ist eö ein paar Stunden Fahrt nach Roß land, meinem kanadischen Hauptauar. tier. Wohin dann, weiß ich noch nicht." ArchllillGilljlel!. Inland. rxr a x. I XBCiictocnq . Schöne? Wetter heute Nacht; wärmere. ,cyones ener am onner,!ag m. tf m m, sr A 1 1 I ,. . . i Vocylle Temperalur mneryatv oer leg. ten 24 Stunden 82 Grad, niedrigst, 59 Grad. Ochissel'S Badeausta!t Wassertemperatur 82 Grad. . r a a I ?)er Prozeß z5Ulgerl. Chicago, 24 Aug D.ö Pro. zeßvekfahren gegen den Wurstfablikanten Adolph L Lütgert, welcher an. gtklagt ist. seine Frau ermordet zu haben und bereits etira drei Monate in Untersuchungshaft gesessen hat, wurde gestern rm Knminalgericht vor Richter I . . . . I Tuthtll begonnen. Sowohl die Vertreter der Anklage wie die Vertheidiger erklären, daß mindesten tausend zum Geschworenendienst qualisizirte Bürger I. werden vernommen werden müssen, ehe eö gelingen wird, eine Jury zusammen zu bekommen. Die Anklage behauptet, daß Lütgert seine Frau in .seine Schlaskammer im Fabrikgebäude gelockt und dort erdrosselt habe. Die Leichesoll dann in einem Bottich durch eine Lösung von Potasche vernichtet und die Rückstände in dem Feuer unier den K.sseln der Fabrik verbrannt worden sein. Diese Theorie wird durch ein Experiment be. kräftigt, daS die Vertreter der Anklage mit einer Leiche angestellt und wobei sie die Leiche durch eine PotascheLösung fast vollständig vernichtet hahtn I Die Vertheidiger, welche behaupten, daß ein Beweis dafür, daß Frau Lüt gert wirklich todt ist, nicht erbracht worden ist und erbracht werden kann, werden nachzuweisen suchen, daß daS Experiment mit der Leiche nichts beweise, weil dazu eine Leiche genommen worden sei, die bereits mehrere Tage alt gewesen sei. und daß mit einer frischen Leiche daS Experimknt nicht gelungen wäre. l e r n e C i n i g u n g. . P i t t b u r g, 24. Aug. Die Ver. I suche zu einer Einigung zwischen den Grubenbesitzern und den Streikern find! fehlgeschlagen. Erstere bestanden zuerst darauf, daß bi zur Erledigung durch ein Schiedsgericht letztere zum alten Preise (64 Ct. per Tonne) arbeiten sollten, dann erklärten sie sich bereit 7 Ct. zuzulegen, aber diel Streiker bestanden auf 69 Cent. Sie sagen, weniger reiche nicht zum Leben auö. Darauf ließen sich die Grubenbesitze? nicht ein. Diese hielten nachher eine Conferenz unter sich ab und erklärten, daß sie ihre Gruben unter allen Umständen wieder in Betrieb setzen werden I Zu m K o h l e n gr äb e r - Stre ik. TerreSaute.24.Aua. Euaen Debö hat einen Aufruf un die Sozialdemokratie und alle Freiheitölie. benden" erlassen. Er nimmt darin Bezug auf die auf den 30. August nach St. Louiö berufene allgemeine Arbeitereonvention ,um 5ikkke der ttilke für i u " w i - I die streikenden. Kohlengräber. Er spricht darin über die Regierung durch Einhaltöbefehle und sagt zum Schlüsse : Unter der Herrschast der Geldmacht ist I die Arbeit ausgebeutet worden biö an den Punkt deö Verhungern. ES ist notorische Thatsache, daß die ameri. fanischen Grubenarbeit in der ver-
l f t. . ...Ufa. ot.. n. xr.. ,
.VtkWMV WHtVIH) MUH morden. (Dieö geht aut die Lerscherung de? Grubenbesitzer, daß sie
ihre Gruben wieder eröffnen und wenn dazu Gatling-ttanonen nöthig seien.) Die Schrecken von Sibirien sind nicht furchtbarer. Zedeö Atom amerikanischer Mannheit sträubt sich dagegen.
Richter spielen durch Usurpation der Gewalt die Rolle von Tyrannen, sie haben die Verfassung ausgewischt, daö I rw m v p m . rr C . Necyk oer Proze,strung ourcy Ve,cymo. rene vernichtet, freie Rede und sriedliche Versammlungen uxterdrückt und unsere Republik in Despotismus der wandelt. Sie sind deö VerratheS schuldig und sollten gezwungen werden, vor dem v FsrumeineöbeleidigtenVotteöNechen schaft zu geben. Der Kampf ist unö aufgezwungen worden, wir sind ihm auögewichen bis zur Grenze der Sklaverei. Lasset ihn uns nun aufnehmen, wie ihn unsere Väter in 1776 aufgenommen haben." Eugen V. DebS. P e r l e n f u n d e in Arkansak. Little Rock, Ark, 24 August Neue Entdeckungen werthvoller Perlen . - . M .m - ,n tzseen und lusjen von Arkansa ha ... . - . . . . - den lt durch frühere Funde derselben Art hervorgerufene Aufregung stark vermehrt und heute puddeln Tausende von Menschen ln den Gewässern deö Staates umher, um nach Perlen zu suchen. Die letzten und sensationellsten j. . m m . Funde wurden tm ÄtkansaS-gtuß und den Creeks. Seen und Bayouö ,n der Nahe von L.ttle Rock gemacht, wo Per len im Werthe von tz10 bi tz800 gesunden wurden. Hunderte von Mensalen arbeiten an den Sal,ne, Wylte und an. deren Flüssen und eö werden sehr werlyvolle Funde gemeldet. m t r " i ejtern wurven aus, unoe . lm Tourche Flusse gemacht und auch dort hm strömen Hunderte von Menschen Em Correspondent der Arkansaö Ga . & m. m zelle, ver vle Angelegenyeu genau un. versucht hat, sagt, eö gebe 37 Strome im Staate, dle reich an Perlen von be. deutender Größe seien. Eö hat sich jetzt gezeigt, daß m Verlause einer tm Jayre i9ö am Mytte Oliver ang stellten Vermessung von Mitgliedern der VermessungSgesellschast Perlen im Werthe von Z5000 gesammelt wurden. Die letzten Funde scheinen die Behaup. tung zu bestätigen, daß noch nie vorher so viele und so große Perlen gesunden wurden. Solche von 30 big S0 Gran werden gar nicht selten in Händen von Farmeröjungen gesunden, die zum Zeit vertreib nach Perlen fischen. Die ge. fundenen Venen baben einen RosaI Schimmer und find sehr fein. Die G. A. R. in B uffal o. . Buffal o, N 1 , 24. Aug. Von Tagesanbruch biö zur Dunkelheit und vom Zwielicht bis zur Mitternacht schwoll die große Versammlung der G. A. R. größer und größer an. Daö Wetter konnte' nicht besser gewünscht werden. Die große Armee hat diesmal mehr Mitglieder gestellt, alö je vorher an einem Encampment Theil nahmen, und dasselbe kann auch von der Asso ciation der Ex. Kriegsgefangenen, dem Marine-Veteranen- und der Frauen Hüls. Eorpö gesagt werden. .Vom frühen Morgen bi spat in die Nacht war an der Main Str. ein anhaltende und ununterbrochenes Marschiren von Posten zu sehen. Dutzende derselben hatten Kapellen bei sich und nur wenige rückten ohne Musik ein. Die Hauptereignisse deö Tageö wa ren die Ankunft deö Präsidenten. Mc Kinley, in Begleitung deö Kreiösekre tärö Alger und deö Gouverneurö Black vön NewJork ; daö dem Präsidenten heute Abend gegebene Banquet und die Paraden Ex -Kriegsgefangener und Marine. Veteranen am Morgen. 3m Laufe deö Tageö fanden mehr alö 80 Corpö-Brigade-Regiment und Com-Pagnie-Reunionen statt. Die Marine-Veteranen, Er-Kriegö gefangenen, Wamen der G. A. N. und die Association der Nurseö hielten ihre Conventionen, und eö wurden diele Empfange von den und sur d:e Damen der Hilsö. Association 'geben. Eine . . . , ahrt aus dem See an der 2000 Da men Theil nahmen, war eine der schönM" er dielen Unterhaltungen. . Ausland. Ein Doppelmord. Berlin, 24. Aug. Die mehr T MHUtl WlUt jV I X Mwfi y rvtit t)l imi M, A Jahre alt, sind in ihrer Wohnuna e. 'mordet aufgefunden worden.
Die beiden Frauen verkehrten fast
gar nicht mit den Nachbarn und lebten in größter Abgeschlossenheit. Seit Anfang August waren weder Mutter noch Tochter von den Nachbarn lebend gesehen worden. Seit mehreren Tagen drangen üble Gerüche auö dem Keller deö Hauseö, No. 35 Königgrätzer Straße, daö von den beiden Damen bewohnt wurde. Die Nachbarn machten der Polizei hiervon Mittheilung und man machte sich so fort daran, die Thüren deö Hauseö zu erbrechen. DaS Innere der Wohnung bot em erschreckende Bild. Alle Schubladen der Schränke waren geleert und der Inhalt lag auf dem Fußboden zerstreut umher. 3m Keller fand man eine große Kiste, angeblich sür den Versandt von Schuhen bestimmt, welche mit Sand gefüllt war, und welche die schon stark, verwesten Leichen der beiden Frauen enthielt. Al Thäter ist ein gewisser Josef Goenezi verdächtig. Derselbe ist verschwunden. . Die Polizei nimmt an, daß sich der Mörder zur Ausübung seiner scheuß. lichen That eineö Schuhmacherhammerö bedient hat. Die Leichen konnten nur mit Anstrengung in" die Kiste gepreßt worden sein, und zeigten überall Quetschungen und Verstümmelungen. Goerczi, der angebliche Mörder, ist auö Oesterreich gebürtig, und Schuhmacher von Prosession. Er hatte im Monat Juli verschiedene Arbeiten sür die Mivionärin Schultz gethan und schien in gutem Ansehen bei ihr zu stehen. Er hatte sich dadurch bei den Frauen einzuschmeicheln gewußt, daß er ihnen sür daö Erdgeschoß ihreö Hauseö eine hohe Miethe offerirte; er beabsichtigte vorgeblich, dort einen seinen Schuhladen' einzurichten. Alö s. Zt. die Rachbarn, nachdem die Damen seit ein paar Tagen nicht mehr gesehen worden Warennachfragen anstellten, erklärte Goenczi, die beiden Damen seien nach Italien gereift; doch wurde ihm der Boden bald zu heiß und er verschwand. Die Polizei hat bestimmt ermittelt, daß Goenezi nach Amerika geflüchtet sti Er soll sich am 17. Aug 'via Engand nach New Jork eingeschifft haben. gerner hat die Polizei festgestellt, daß Goenezi noch drei Wochen nach der Ausführung deö Doppelmordeö in dem Schulischen Hause wohnte.' Der Mör. der ist ein kleiner, schmal gebauter Mann mit schwarzem Haar und scharem Blick. Er ist ungefähr 40 Zahre alt. Daö Vermögen der beiden Frauen wird auf 53,000,000 geschätzt. Wie viel Goenezi mitgenommen hat, ist nicht bekannt. Der Kampf zwischen Deut. schen und Tschechen. B erlin, 24. Aug. Die deutschen Abgeordneten haben in einer Besprech. ung der Situation in Prag beschlosen, die Einladung deö österreichischen Minister. Präsidenten, Grafen Badeni, ur etwaigen Festsetzung eine neuen Auögleichöprogrammö einmüthig abzu. ehnev. So lange in den Gegenden Böhmen, in welchen die Tschechen in der Majorität sind, Mord und Todtchlag herrscht, so lange ist an einen Ausgleich nicht zu denken. Von den etzten Vorkommnissen in Pilsen und Asch liegen folgende Schlachten"-Be-richte vor. 3n Pilsen sind gestern im ganzen 33 Verhaftungen vorgenommen und vier Personen verwundet worden, drei durch Bajonettstiche und eine Dame, welche überritten wurde. In der Nacht von Sonntag auf Montag be ging der TscZechen-Pöbel weitere grobe Excesse, trotz aller polizeilichen Vor sichtö- und Verhütung. Maßregeln. In der Druckerei der Pilsener Zeitung" warf der Mob die Fenster ein und drohte, daö Gebäude zu demoliren, so daß ein Militärposten zum Schutze jeneö aufziehen mußte. In Asch haben sich die Deutschen gestern trotz deö Massenaufgebot von Gendarmen nicht davon abhalten las sen, gegen den versuch tschechischer und badenischer Vergewaltigung entschieden zu Protestiren. Die Mehrzahl der Hsiuser, in welchen Deutsche wohnen, zeigte die schwarz, roth, goldene Flagge, überall sah man Kornblumen, hörte man die Wacht am Rhein". Die 160 requirirten Ccndarmen mußten, da ihnen sonst, keine Unterkunft gewährt wurde, im Gebäude der BezirkshauptMannschaft . eampiren. Sogar daö agerfiroy wurde ihnen an anderer Stelle verweigert.
NeurchillilesArzens
geheilt durch Dr. Mileö' emecttes. 4f ?au CidleY von TorYngton. Conn litt gerade an solcher Verbindung von Krankheiten ali Tr. MUeZ in seiner umfangreichen Erfahrung und Untersuchung gesunde hat. das; sie auS Entkrastung bei Nervensystems entsteht. Herr JaS. B. Cidley schreibt am 25. Oktober 1895: .Meine Frau wurde mit Neuralgia deS Herzen. uervSser Erschöpfung und Le berkrankheit befallen. Wenngleich von zwei Aerzten behandelt, wurde sie dennoch von Zeit zu Zeit schlim mer. biS sie vor der Thür de Tode stand. Ich gab ihr dann von Dr. MileS' Nerviae nd New Cure Dr. sliles - or tk, Nert und sie besserte Hcart Cure wunderbarlich von der Zeit an. dafz ich sosort die Aerzte entliefz. lestores eit 6l und schläft gut und l ... thut ihre eigene Hausarbeit. Iieairn.... Wir tt Heilmittel Dielen tn unserer Stadt empfohlen, und allen ist dadurch geholfen worden.' Tr. Mile Itemedle, werden von allen Nvotbckern unter gewisser Garantie verkauft. Wirkt die erste Flasche gar keine Besserung, so wird das Geld zurück' erstattet. Deutsche Buch über Herz und Nerven wird aus Verlangen frei zugeschickt. DR. MILES MEDICAL CO., ElkLart, Ind. Trotz deö Verbotes der Abhaltung deö Volkötageö haben die Einberufer doch ihr Programm entw 'ekelt. Die Massen zogen über die Grenzenach der bayerischen Ortschaft Wiedenau. Dort redeten die Reicköratböabaeordneten Karl Zro (Deutschnational) und Dr. Schueker (Deutschfortschrittlich) und der Bürgermeister von Asch, Schindler. Die Gendarmen gingen dreimal mit gefälltem Bajonett auf die auö Bayern zurückkehrenden Massen loö, ohne daß indessen Blut floß Später am Abend pasfirten eine Reihe Gewaltthätigkeiten auf beiden Seiten. , Die Reichsdeutschen haben ein wirk' sameö Mittel gefunden, den Stammekgenossen in Böhmen im Kamps ge. gen die Tschechen zu helfen. 3n die. len Städten, namentlich Sachsen, ist ein Boycott über alles tsckecbiscbe Bier erklärt worden. ..- Die indischen Unruhen. Simla, 24. Aug. gort Maude, welches gestern von den rebellischen Afridiö angegriffen wurde, steht in Flammen. Die Garnison zieht sich, gedeckt durch Artillerie. Feuer, zurück. Die zum Entsatz herbeigeeilten Colon nen wurden am Kbvler.vab durck starke Abtheilungen der Afridiö auf. gehalten. Ein zweistündiges Vombardement zwang die Rebellen, sich auö ihren gedeckten Stellungen zurück. zuziehen, wodurch eö den indischen Truppen gelang, sich mit der Garnison von Fort Maude in Verbindung zu setzen. Fort Sadda, welche? gleich. fallö attakirt wurde, war im Stande die Argriffe der Afridiö abzuwehren. Die Beulenpest. Bombay, 24. August. Neuesten Depeschen zufolge ist die Beulenpest in der Stadt Pronah und Umgegend wieder auögebrochen. .- Wer einen Eatarrh heilen will, muß mit dem Blut anfangen. Höod'ö Sarsaparilla beseitigt die Ursache dieseö Uebelö und heilt Katarrh dadurch, daß sie daö Blut reinigt. Hood'ö Pillen wirken milde aber rasch und sicher aus die Leber und den Magen. 25. Der " New York Store. (Etablirt 1853.) Nur noch drei Tage ui 25 bis 50 Prozent Reduktionsverkaufs von . - Sommer - Schuhen. Sicher dürfen Sie diesen Verkauf nicht versäumen. mi m m mm
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