Indiana Tribüne, Volume 20, Number 330, Indianapolis, Marion County, 17 August 1897 — Page 1
O A $0 AÖr O rN AVrsS W s kS " AOi s1 iyj vv y W V w x y OW' y Office : No. 18 Süd Alabama Strafte Telephon 1171. Indianapolis, Zndiana, Dienstag, Jen 7. August 1897. Jahrgang 30 No. 330
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Editorielles. Die Zahl der Irrsinnigen, die im Jahre 1850 in den Ver. Staaten lebten, betrug nach dem damaligen Census 15.610. Zehn Jahre später, 1860 also, war diese Zahl aus 24,042 angewachsen. Im Jahre 1870 zählte man bereits 27,432 und biö 1880 machte die Jrrsinnigen-Zisser den entsktzlichen Sprung auf 91.959. Beim letzten CensuS. dem von 1890, war die Zahl der Wahnsinnigen in den Ver.
tasten auf 106.485 angewachsen, wovon 53,473 männlichen und 53.012 weiblichen Geschlechts waren. 3m Jahre 1850 betrug die Gesammtbevölkerunz der Ver. Staaten 23,191,876; bei der letzten Zählung in 1890 62,622,250. Während die Zahl der Einwohner sich also in den letzten vierzig Jahren noch nicht einmal verdreifacht hat, ist die Zahl der Wahnsinn:gen um nahezu das Siebenfache gestiegen. Im Jahre 1850 kamen auf eine Million Einwohner 673 Wahnfinnige. 1890 betrug diese Zahl 1700. Fragt man, waS die Ursache dieser Steigerung ist, so giebt der CensuSbericht hierauf die Antwort: die industriellen Staaten haben die größte Zahl der Irrsinnigen. Je höher die betrefsenden Staaten industriell entwickelt sind, desto größer auch die Zahl der Geisteskranken. Je weniger Industrie, je geringer diese Zahl. Charakteristisch ist weiter, daß auch hier, wie in anderen Ländern, die Durchschnittszahl derGeisteökranken in den großen Städten durchweg größer ist, als in den kleinen Städten und den ländlichen Bezirken, bezv. in den Staaten, in denen die großen Städte gelegen sind. Während im Staate New Jork die DurchschnittSzisser 2976 beträgt, kommen in der Stadt New Jork 3884 auf eine 'Million Einwohner. In den Städten pulsirt das moderne Leben mit seinem ruhelosen Haften nach Erwerb stärker alS in den ländlichen Bezirken. Hier ist die große Industrie konzentrirt, die mit ihren Krisen und wirthschaftlichen Störungen aller Art die Existenz untergräbt, die eö für die Massen immer ungewisser macht, ob sie morgen überhaupt noch eine Existenz haben. Hier wüthet auch die Konkurrenz am stärksten unter dem Unternehmerthum, auch dessen Existenz un sicher machend. Die Kulturmenschheit liefert unS das Schauspiel deS furchtbarsten DaseinS- und JnteressenkampfeS ; sie theilt sich in. zwei Lager: auf der einen Seite die, denen das fieberhafte, wahnwitzige Jagen nach Gewinn auf Kosten der Wahlfahrt, der Gesundbeit, deö LebenS ihrer Mitmenschen die höchste Aufgabe ist; aus der anderen Seite die Masse der Armen und Enterbten, welche diesem Treiben sich zum Opfer bringen müssen, um nicht zu verhungern. Alle gesellschaftlichen Einrich tungen sind der privilegierten Sucht unterworfen, möglichst schnell ohne eigene nutzbringende Arbeitsleistung Reichthümer zu sammeln. Prosperität deö Kapitals," d. h. Profit aus den Früchten fremder Arbeit, daS ist die Parole, welcher die herrschenden Jnteressenrichtunge folgen. Der Tanz um daS goldene Kalb ! Fehlschlagende geschäftliche Speku
lationen, betrogene Hoffnungen, führen
zu Wahnsinn und Selbstmord. I
Ehrlich strebt so mancher kleine. Schlimmer Verdacht. Mann, durch eigene Krast sich eine ge- j London, 17 August. Der Bersicherte Lebensstellung zu verschaffen, liner Correspondent der Daily Mail"
Aber erbarmungslos tritt ihn die wirthschaftliche Anarchie zu Boden. DaS Ende ist nur zu oft Wahnsinn, Selbstmord. Den Proletarier packt gar zu oft das Elend in seiner furchtbarsten Geflalt seine Arbeit, kein Brot für sich und die Seinen. Er wird vor die furchtbare Wahl gedrängt : Verbrechen oder Tod ! 3K eö ein Wunder, daß mit der Entwicklung unseres wirthschaftlichen Systems Irrsinn und Selbstmord in stets steigenden Maße zunehmen ? ArOWrilhlen. Inland. Wetterbericht Schönes Wetter heute Nacht und Mittwoch. Höchste Temperatur innerhalb der letzten 24 Stunden 69 Grad, niedrigste 54 Grad. Ochissel'ö Badeangalt Wassertemperatur 82 Grad. in Ein Sensationöprozeß. Chicago, 16. Aug. 3n diesen Tagen wird in Chicago ein Mordprozeß beginnen, der mehr a!ö gewöhnlicheö Aussehen im ganzen Lande erregen dürfte, der Prozeß gegen den der Ermordung seiner Gattin angeklagten deutschen Wurst-Fabrikanten Adolph Lütgert. 3n der amerikanischen Criminalgeschichte ist kaum ein ähnlicher Fall vorgekommen. Nur der Prozeß Prof. Webfter'ö, wegen Er. mordung Dr. Parkman'ö, läßt sich ihm an die Seite stellen. Wenn eö nämlich schon nicht leicht ist, alle Spuren eineS Mordes zu verwischen, so ist eö noch veniger leicht, daö corpus delicti zu vernichten. Prof. Webster hatte beinahe Erfolg, indem er kleine Stückchen deö Fleisches feines OpferS, einS nach dem andern verbrannte und so den ganzen Leichnam zerstörte; allein er wurde doch überführt, indem in der Asche einige mit Gold gefüllte Zähne gefunden wurden, die von dem Zahnarzt alS Dr. Parkman'S ident,sizirt wurden. 3m Lütgert-Prozeß wird der Staats anwalt nachzuweisen suchen, daß Lütgert seine Gattin im Erdgeschoß seiner Fabrik ermordete und dann ihre Leiche mittels Pottasche zu einem Brei zerkochte, eine Prozedur, die AnfangZ für unmöglich gehalten wurde, die aber doch in den Bereich der Möglichkeit gehört. Denn der StaatSanwalt ließ vorige Woche von zwei Chemikern die Leiche eines Verstorbenen in derselben chemischen Lösung, deren Spuren man in Lütgert'S Kellergeschoß gefunden, kochen, und siehe da, in drei Stunden war nichts mehr übrig als eine dickliche, dunkle Flüssigkeit. Die Stelle der mit Gold gefüllten Zähne im Webfter-Prozeß nehmen im Lüt-gert-Fall einige in dem Kochapparat gefundene goldene Ringe, die der grau Lütgert gehört hatten, ein. Sicherlich wird dieS einer der sensationellsten Mordprozesse werden, die in unserem Lande vorgekommen. Erzbischos Pursell'S Nachlaß. Cincinnati, 16. August. .Die Kreditoren des verstorbenen Erzbifchofs Pursell'S erwogen heute den Vorschlag von H. N. Hossman, eine? der 6 Bürgen deS AsfigneeS 3ohn B. Mannix, sich mit 60 Prozent zu b?gnügen. Mannix ist mit Hinterlassung großer Unterschlagungen verschwunden. Jeder Bürge haftet mit $50,000 und Ex.Gouverneur Headley hat schon bezahlt. HoffmanS Offerte wurde abgelehnt. Elf Kostganger vergiftet. T ren ton, N. S., 16. August 3m Kosthause von George HibbS an der nördlichen Warrenstraße wurden gestern Abend elf Personen vermuth lich beim Abendessen vergiftet, aber durch schnelles Eingreifen von Aerzten noch glücklich geretten. Man glaubt, daß daS Gift sich im Brode befunden hat, da HibbS, der einzige, der nicht er krankte,davon nichts genossen hat. Schon vor Monatsfrist kam ein ähnlicher Vorfall in dem Hause vor, der aber gleichfalls glücklich verlief.
Ausland.
sagt, daß starker Verdacht gehegt werde, daß die Entgleisung deö Hamburger Schnellzuge? am Samstag Abend, wodurch zwischen Celle und Uelzen drei Passagiere getödtet und dreizehn verletzt wurden, durch ein Verbrechen herbeigesührt wurde, obwohl die genaue Ursache der Entgleisung noch nicht entdeckt ist. Nur sechs Stunden früher war der kaiserliche Zug, auf welchem sich der Kaiser Wilhelm und die Kaiserin Augusta Victoria befanden, über dieselbe Stelle gefahren und die Polizei glaubt, daß ein Versuch gemacht wurde, den kaiserlichen Zug zu zerKören, daß aber die beabsichtigte Wirkung durch eine Verrechnung verspätet wurde. Nachricht von Andre e. Berlin, 16. Aug. Die Vossische Zeitung" veröffentlicht eine Depesche von Hammerstst, Norwegen, welche sagt, daß ein Matrose deS Schiffes Atken" zwischen dem Nordkap und Seven JSlandö, an der Nordküste von Lapland am 22. Juli eine Taube schoß, welche eine Botschaft an das Astenbald", Stockholm, trug. Die Botschaft lautet: 8? Grad passirt. Gute Reise. Nordwärts. Andrer." Zum Tode verurtheilt. Madrid, 16. August. Michael Angiolillo, der Mörder deS Premier CanovaS del Castillo. wurde heute von dem Kriegsgerichte in Vergara schuldig befunden und zum Tode derurtheilt. Angiolillo wird innerhalb deö GefängnisseS garrottirt werden. Vergara. 16. August. Beiden Prozeßverhandlungen gegen Angiolillo waren ungefähr200 Personen anwesend. Die Umgegend deS Gefängr.isseö war Angesichts der Gewißheit, daß die Todesstrafe dem Kriegsgerichte folgen werde, fast menschenleer. Angiolillo saß, stark gefesselt, zwischen zwei Genödarmen und dicht vor den Richtern. Auf einem nahe stehenden Tische lagen sein Revolver und anderes Zeugenmaterial. Der Präsident des Tribunals verlas die Aussagen von Augenzeugen deS Verbrechens, worauf die ' geschriebene Erklärung deS Gefangenen verlesen wurde. Angiolillo sagte im Verlaufe seiner Erklärung, daß er im Oktober 1885 von Foggia abfuhr und sich nach Marseille und Barcelona begab, wo er den Namen Jose SantoS annahm. Anfänglich habe er nicht die Absicht gehabt, ein Anarchist zu werden, in Coronina aber habe er Interesse für die anarchistischen Lehren gefaßt und sich nach Marseille zurückbegeben. Nach seiner Ausweisung auS jener Stadt sei er nach Belgien und London gereist, wo er seine meiste Zeit in der Gesellschaft von Anarchisten verbrachte. AlS am 4. Mai in Barcelona die Hinrichtung von fünf Anarchisten wegen Theilnahme an dem Bombenderbrechen auf die FrohnleZchnamöprozefsion stattgefunden habe, hätte er die Idee gefaßt, den Premier CanovaS ermorden zu wollen. Ohne einen Genossen gesucht zu haben, habe er sich nach Madrid begeben und seinen Beschluß ausgeführt. Lieutenant Gorria, den daS Gericht zum Vertheidiger deö Gefangenen ernannt hatte, argumentirte, daß fein Klient geistesgestört sei und appellirte er sehr stark an die Milde der Richter. Angiolillo stellte daraus daS Gesuch für sich selbst sprechen zu dürfen. DaS Gesuch wurde bewilligt. - Der Gefangene dankte dem Lieutenant Gorria für seine Anstrengungen, zu beweisen, daß er, Angiolillo, keine Mitverschworenen gehabt und kein Mitverschworener jenerMänner, welche daS Bombenattentat auf die FrohnleichnamSprozesfion in Barcelona begingen, gewesen, und an keinen geheimen anarchistischen Verhandlungen theilgenommen habe. AlS er begann, anarchistische Theorien zu erklären, unterbrach ihn der Gerichtspräsident und drohte, ihm das Wort zu entziehen, wenn er fortfahre, solche Bemerkungen zu machen oder irgend eine Sache zu berühren, die mit dem Prozesse nichts zu thun habe. Angiolillo fuhr fort, über Politik und die Kriege auf Cuba und den Phi Tlhta?wn nt sh CTN. n.XCfc..i i rr,"H 9m ifn(H4i iuivitt l sagte.
Alles diese Hat mit Ihrem Ver-
brechen nichts zu thun." Ich muß mich rechtfertigen", antwartete Angiolillo. Der Präsident erwiderte: DaS ist keine Rechtfertigung ; noch mehr, Sie können in der Weife keinen Menschen überzeugen." Der Angeklagte begann auf'ö Neue, der Präsident erklärte aber den Prozeß für beendet und befahl, daß der Gerichtösaal geräumt werde. Nachdem der Gefangene in seine Zelle zurückgeführt war, beriethen die Richter eine Stunde und verkündeten darauf daö Urtheil. - Allerlei. Die Pfirsich-Ernte in Hunterdon CountyN. I., wird dieses Jhr auf ' 750.000 bis 1.000.000 Körbe geschätzt. In Warren County soll sie noch gröber werden, und in Esse? und Somerset County erwartet man je Ü0.000 Körbe. Es hieß kürzlich.die Pfirsiche seien durch Hagel vernichtet worden. Der Hagel hat aber nur in einigen Obstgärten' in der Umgegend vonWhitehouse und Fairmount Unheil angerichtet. Einem jungrn Mann mit einer stark aetrübten Vergangenheit, dem 32 Jahre alten Ungarn Rado Gyula. in New Jork. oder, wie er des magyarischenNimbus entkleidet, eigentlich heikt. Julius Roth, ist s gelungen, eine hübsche, junge Deutsch - Amerikanerin. die Tochter höchst respektabler, wohlhabender Eltern, als Braut heimzuführen. Im Civilstands - Bureau wurde von Pastor Franz Schneider die von ihm vorgenommene Trauung von Julian M. Rado mit der 22 Jahre alten Carrie Ewald aus Jersey Ctty angemeldet und dadurch wird daS neueste Unternehmen dieses Hochstap lers bekannt. Julius Rado, der von einer angesehenen israelitischen Familie in Buda - Pest abstammt, kam vor ungefähr drei Jahren nach New York, kurz nach dem Palitschek - Skandal, und führte sich als Baron Radvenszky ein, angeblich in specieller Mission von hm auswärtigen Amt in Wien Hierher gesandt, um die Affaire Palitschek ZU untersuchen. Er wurde in der öfterreich - ungarischen Colome jedoch bald erkannt, zumal das Ungarische Poli-zeiblatt-unter'm 4. November 1894 einen Steckbrief wegen Betrugs veröffentlichte. Frl. Ewald, die junge Frau des Windbeutels, ist die Tochter deS Pappdeckel - Fabrikanten Ewald in Jersey City, und die Verehelichung erfolgte jedenfalls nicht mit Zustimmung der Eltern, da diese Erkundigungen über Rado eingezogen und die. Wahrheit über dessen Vorleben erfahren hatten. Die Vorführung söge, nannter lebender Bilder durch das Kinetoskop. den Kinematographen, Veroskop und wie die Apparate alle heißen mögen, ist seit ein paar Jahren eine Glanznummer im Programm der Musikhallen und Variete - Theater geworden. Die Zeit ist nicht mehr ferne, daß man im Theater nach dem Leben aufgenommene Schlachtenbilder in voller Bewegung vov sich sieht; der Preiskampf in Carson City ist ja bekanntlich auch auf solche Art verewigt worden. Derselbe Mann nun. welcher die Schlägerei zwischen Corbett und Fitzsimmons der Nachwelt erhielt, hat Aufnahmen von einem Zuge der New Yorker Feuerwehr veranstaltet, wie sie zu einer Brandstätte eilt. An der Südseite der Ost 67. Straße, gerade vor dem Feuer - Hauptquartier stand die Camera mit den meilenlangen Films". Ein regelrechter. Alarm wurde abgegeb:n.der Photograph schte den Apparat in AkNon und dann ging's los: Zu allererst sauste Chef Bonner mit seinem feurigen Renner an der Linse vorbei, neben ihm saß Chef Gicquel vom ersten Bataillon. Dann kam in eigener Kutsche Departementschef Sheffield mit seinem Kutscher, ebenfalls im schnellsten Galopv daher. Nun folgte donnernd und rasselnd, von drei kräftigen Gäulen gezogen, die Mannschaft vorschriftsmäßig in Helm und Gummirock adjustirt. an den Riemen hängend, Haken- und Leiterwagen No.16, ein prächtiger Anblick und wahrscheinlich der GlanzPunkt der ganzen Vorführung. Endlich nahte mit Poltern und Klingen die qualmende, blitzblank geputzte und im Sonnenlicht leuchtende Dampfspritze der 39. Compagnie, mit brausendem Hurrah von der zahlreich Vi sammelten Menge begrüßt. Den Schluß machte der simple Tender, und damit war die Aufnahme eineö zur Brandstätte eilenden Feuerzuges beendigt. In Gemaß'heii mit einem vom Congreß während der letzten Sitzung erlassenen Gesetz ist mit der Ausgabe der neuen Stempelmarken für Spiritussen in Flaschen begonnen worden. Diese Marken tragen den Namen des Fabrikanten, das Datum der Herstellung des Getränk und da? Datum des Abfüllens auf Flaschen. Die Marken garantiren die Qualität und das Alter der" verschiedenen Schnäpse und werde, von Bu.ydesbe-
mten ausgeklebt. Dieses neue Verfahren hat zum Zweck, daß der Export von Spiritussen in Flaschen ermöglicht wird, was bisher noch nicht versucht wurde. Jetzt ist es möglich, die Rückvergütung für den Jnlandzoll zu erlangen, was bisher nur geschah, wenn Spiritussen in Gebinden ausgeführt wurden. Amerikanische Waaren waren aus diesem Grunde von fremden, besonders südamerikanischen Märkten, ausgeschlossen. Der Amerikaner, der auf Reisen ist. wird infolge dessen bald im Siande sein, überall seine Marke Whiskey zu erhalten, wi, wenn er zu Hause wäre. Alle Getränke müssen mit der Steuermarke versehen werden am Tage der Abfüllung auf Flaschen. Für die Marken berechnet die Regierung nichts; sie giebt sie nur aus, um das Alter und die Qualität zu garantiren und betrügerische Nachahmungen zu verhüten. Vier Beine auf dem Altar des Vaterlandes geopfert zu haben, rühmt sich der Veteran Oscar Sherwood in Ellmgwood's Corner. Me., und doch bezieht er nur Pension für ein Bein. Der alte Knasterbart machte im Geniecorps den Feldzug gegen Mexico mit und bei Vera Cruz wurde er gefangen genommen, nachdem er einen Schuß durch das rechte Bein erhalten hatte. Am folgenden Tage wurde dasselbe oberhalb des Knies amputirt und der Mann blieb im Hospital zu Vera Cruz, bis diese Stadt von General Scott besetzt wurde, worauf seine Ueberführung in die Heimath erfolgte.- Dort ließ er sich bald ein künstliches Bein anfertigen und er lebte in stiller Zurückgezogenheit auf seiner Farm, bis der Bürgerkrieg lusbrach und er abermals' Dienste nahm. In der ersten Schlacht von Bull Run stürzte Sherwood von einem Protzkasten und sein künstliches Bein wurde zermalmt. Nachdem er ein neues Bein erhalten, kam der Mann wieder zu seinem Truppentheil und in dem Gefecht bei Fair Oaks wurde dieses dritte Bein von einer Kugel, die das Pferd unter seinem Leibe t'ödtete, zerschmettert, sowie sein anderes Bein bei dem Falle nicht unerheblich verletzt. Nachdem letzteres geheilt und das künstliche Bein wieder durch ein neues replacirt wav, stieß Sherwood zu seinem Truppentheil, während dieser an der Belagerung von Petersburg Theil nahm. Dort wurde sein viertes Bein durch eine eiserne Casemattenthur zerschmettert und abermals war der Mann hoi-s de cornbat. Im Jahre 1865 wurde Sherwood ausgemustert und kehrte in seine Heimath zurück, wo er seitdem lebt. Ein schwerer Unglücksfall ereignete sich anBord des TorpedoVersuchsschiffes .Friedrich Karl, welches auf der Eckernförder Bucht mit Torpedoschießübungen beschäftigt war. Beim Einschieben eines Torpedos in das Lancirrohr setzte die treibende Maschine zu früh an; der Propeller gerieth in Rotation, und drei Mann, welche den Torpedo am Hinteren Ende hielten, wurden durch die Schläge derSchraube verwundet. Am unglücklichsten kam der Torpedoheizer Mickeler davon, dem beideHände zerschmettert wurden. Dem Matrosen Franz Neß wurde die linke Hand abgeschlagen und eine Nippe gebrochen, während Oberheizer Schröder an der linken Hand leicht verwundet wurde. EininDanzigwohnender Kaufmann, der von seiner in Altona wohnenden Ehefrau geschieden ist, ließ die der Ehe entsprossenen und ihm zugesprochenen 4 Kinder durch den Gerichtsvollzieher abholen, um sie zu sich kommen zu lassen. Die Kinder, von denen das älteste 18, das jüngste 8 Jahre zählt, wurden durch den Gerichtsvollzieher auf ein schiff gebracht, um durch den Kaiser Wilhelm Canal nach Danzig zu reisen. Im Brunsbütteler Hafen wurden dieKinder dann auf ein nach Danzig bestimmtes Schiff gebracht und dem Capitän übergeben. Kaum hatte der Gerichtsvollzieher den Rücken gewendet, so schlichen sich die vier Geschwister vom Dampfer und kehrten nach Altona zurück. Dadervergangene milde Winter in der Schweiz fast kein Eis erzeugte, kamen die Bierbrauer und Hoteliers in der letzten heißen Zeit in nicht geringe Verlegenheit. Im Berner Oberland wußten sie sich zu helfen. Sei! längerer Zeii sieht man fast täglich große Lastwagen, mit Lawinenschnee beladen, von der Grimselstraße kommen. Jeden Monat mußte der Schnee weiter oben geholt werden. Im heißen Juli war er nur noch auf der Grimsel zu haben, wenn man ihn bequem holen wollte. Bekanntlich läßt sich die schwere, weiße Masse nicht weit führen. Vierbrauer Michel in Meiringen hat seit Frühjahr zwei Lastwagek für die Schneefuhr auf der Straße. Ein Hotelier in Meiringen ließ einen Eisenbahnwagen voll Eis beim Grin-
delwaltgletscher brechen. Er dürfte ihm lbcuer aekommen sein. in Ss lohnt sich, Hood'S Sars t . in r r laparrua zu georaucoen. er remem Blut braucht Ihr keine Angst zu haben vor Grrvpe, Lungenentzündung, Diph. teritU ooer Fieber. Hood'S Pillen sind von den auöe. sachtesten Pflanzen sorgfältigst zube. it,et.
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