Indiana Tribüne, Volume 20, Number 328, Indianapolis, Marion County, 15 August 1897 — Page 5
n Zllle Teutschen trinken
Seebach's Thee. (Deutsche Schweizer Kräuter.) dx i,skitigt Grivve. reinigt Blut. Magen. gulirt di, Leber, stärkt di Nieren, btsördert Stuhlgang: ttsondn grauen zu inixschlt. Pstft,i 50c. zenten .-langt. B. Seebach. $mi, Jll. m A. L. Lockridge, Eigenthümer. Jce Cream jeder Art. Telephon 1765. 12, 1 und 1 5. (Saft Bit., resttllr'-kn merdin prompt nach alle Thkilea der Etadt abgeliefert. McCullough & Reinhard, Nechts-Anwklte Zimmer 303 305 Indiana Trust Gebäude. Telephon 1017. tB- Serr Reinbard mpsiehltsich bsonder dem deuljchea Publikum. WALTER FRANZ, Zahn-Arzt, No. 90 Ost Market Straße. Cosfin Block. Zimmer 43. Office-Stunden: 9bi,12Dm.. 1ii,SNm., 7biZ9 Uhr Abend. Sonntags von 10 Uhr Vm. bis 2 Uhr Nm IFoTm.3m.tl;ffa1te Saloon u. Billiard-Hall o.92 Oft Washington Str. IoKn Meiltter, 3.ltrith.Tiltr Papageien Cubaner 84 00 pro Stück. SüdAmerikaner. Mexicaner zu den billigsten Preisen. Junge Spottvögel zu $2.30 Aquaria's, Goldsikche. Käfige, Futter etc. C. F. Klepper, Summ 433 Maffachuselts Avenu. zwischen Vermont und i'iidjigan Snaße. 833 Massachusetts 3lve. roohnt der : : Schwoba Schuttes : : Conrad Heesz, bei dem man immer etwas gutes zu trinken und zu rauchen findet. : Lunch : giebt es den ganzen Sag. Güuüige Anlage V für Ersparnisse. ' Turner Bau- und Spar-Vcrcin bezahlt halbjährliche Dividende füi Summen von $1.00 und auswärts. feine vorzügliche Gelegenheit er. wordene Gelder anzulegen. Positiv keinen Verlust kini Austritt Versammlung jeden Samstag ?lbent Deutschen HauS. Mcere Auskunft zu erhalten von : lbert 1S. Metzger. Präsident, rmin Bodn. EekretZr. (Smti v. Lieber. SchvmiNn. Acrgcrt Dich Dein Äuge 1 reibe e nicht ant, und roerse ti nicht vcn Dir jonder menoe Dtch an tfcüfi:y f H7TCD a r, -T yPsntx-'y Xit.UiNDsrZ 770 - OPTICIAU'O K.PDOLST. DNI$OM H053. IMDIANAPOUS-IND. loomanXu für Deine Luge da5 nZtbige (Mol fertigt. Lünkttcke lugen werden &tmtxt ttnatuir. s t i a c n erden n4 den Itbtn Itfeibrbtn den Luze an QC Cincinnati Züge ! 0. H. &D. R, R, Abfahrt IndianapolisAbfahrt S40Bm , 7SSm . I0 45Bm , Z45M , 4 4y)lm 7 o:jirn Ankunft Cincinnati. Ankunft 7 308m I!?vm 225Jm , 6 VONm , 7 45 m I mim Danton Züge, C. H. & D. N. N. Abfahrt Ankunft Indianapolis Dayton bfahrt 3 408rn . ?I0 4SÜM , Z45ra , 4 45?;m , T Oi-)lm Ankunft 7 40?M i 25NM 6 Wlm 7SSNM 11 omm Zoltio & Detroit Züge. C. 5l fc v. R. II. Abfahrt Ankunft Ankunft Jnd'vlS : Toledo : Detroit bfahrt 10 458m nk'ft6 4SÄM Hilfst 840Rm 7 VSM m uuern iSB ) Anizenommen Sonntags. Ticket. Office : Union Station und No. 2 West Washington Straße, Ecke Neridlan.
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Essener öchreibednef des Philipp
Sauerampfer. Ceryright 1897 rd Ccmia PreM & PUte Co. Mein lieber Her? Redaktionär! i Ich stn immer inoch nit ehbel mei Gedanke uff Peh!per auszudricke, I mei Händ is noch ang gemjcherd, awwer den Kar lie. den Lausbub loß ich nie nit mehr schreibe. Scbald mei Eis Widder in e diesente Schehp Ware, do hen ich gelese. was er an Jhne gesqnwwe gehabt gchott un das nachste war, daß ich en emol de Dost auZ sei Pehntie gekloppt hen. Heit loh ich die Lizzie, was mei Aktie iö, instett von mich schreiwe. Ee Hot mich geprammist. daß Ee mich gar nit men tschcne wollt. Ich eckspeckte, daß ich in e Woch odder zwei Widder ahlreit sin un selbst zu das Schreiwe tende kann, bikahs zwische Sie un mich, die W:m menfohks ihr gcschreibsel is nit was ich gleiche, es geht nicks iwwer en Hiemehl Schreibebrief womit ich verbleiwe Jhne Jhrn liewer Philipp Sauerampfer. Mein allerwehrtester! Es ist gut genug, ich hen mein Hoßbend, den Mister Sauerampfer, geprammißt, sein Nahm gar nit zu mentschene, awwer ich kann nit annerscht, ich muß. Schon for e lange Zeit zurück duht mein Hoßbend, der Mister Sauerampfer, die größte FamillieSiekrets in das Pehper pobblische un Fonn aus mich mache. Ich sin e dichsente un riespecktebbel Lehdie un gleiche auch nit, immer in das Pehper erumgeschmiert zu werde. Die Leit, wo mich kenne, off Kohls, die glauwe kei Wort von mein Hoßbend, den Mister Sauerampfer sei Sache, awwer es Hot lattse Piebel, wo nit die Ehr hen mit mich ekwehnted zu sein un die glauwe oss Kohrs alles. Well, ich sage, Jhne. der Philipp is auch Nit so ohne, der hat s hlnntg die Ohre. Ich duhn ganz un gar nit abscheckte, wann er zu den Wedesweiler geht, awwer ich gleiche nor nit, wann en Mann e Pick aus sich macht. Der Mensch ls doch kee Suhr. Der Philipp muß jeden. Dag sei Peintcher hen un dann wird awwer biseids deß noch jede Tschehns benutzt, noch een odder zwei in den Saluhn zu packe. Owends off Kohrs, do muß er zu den Wedesweiler un schon um ebaul ffins Uhr do start er mich for das Sopper zu battere. Er schreibt Jhne immer so viel iwwer mich, daß ich en tiese und schakriniere, awwer was ti m i ch duht. jees, do Hot er kei Wort zu sage. Do mißt mer e Natur wie e Schof hen, wann mer das all stende wollt. Auch' mit mei LahdschbißneZ do Hot er Jhne schon manche Lei gesagt. Es is jo e Fäckt, ich belange zu e Nomber von Sasseutehs un halt? auch e paar Affisses. Was kann ich awwer derfor, daß ich immer ans Sick Kammittee epeunted werde. Mel Lahdschschwestern wisse gut genug, daß Nremand Sickbenefltt knegt, wann ich's helfe kann. Wisse Se, ich gehn die Sach uff de Battem, ich mache mei Wissitts, wann mich Niemand ecks peckte duht un tfö kann mer mehr sehn. als an e differente Zeit. Es Hot näm uch Leit. wo denke, wann se e Lahdsch tscheune dehte. dann könnte se einige Zeit krank werde, well nit so lang, als ich ebbes zu sage hen. Well, wann ich do alle Woch zweimal in die Mietunge aehn un an zwei Tage zu mei KrankeWissitS tende un dann okkehschenellie zu en Entertehnement tende bei de Weg, se juhse mich zu einigem, wo eb des bei zu schaffe is ich denke, sell is doch enihau nit zuviel für e Frau, wo. in jeden Rispeckt zu en Mann ihr Duttie duht und der Mister Sauerampfer Hot kei Recht, deßhalb Hinsches an mich zu trohe. Wann lckiwwerHaupt emol verzähle wollt, was er for fuhlische Geschichte macht un wie er da Geld zum Fenster enaus werfe duht, dann dehte Se alle Ohre, Auge un Naslöcher uffreisse. Een Stlckche solle Se awwer doch wisse. Ich sage Jhne, ich hen mich sellemol geärgert, daß ich blau und schwarz an mein ganze Korper for Wuth sin geworde. Ich hen en nämlich schon früh im Spring qebattert, mich Geld for e neies Bannet zu gewwe. Do hätte Se emol sehn solle, wie er angestellt Hot. Er sagt. ich deht ihn ruinire mit meine Eckspen ses un wann ich so fortmache deht, dann könnt er m sei alte Dage noch decke gehn. Er wollt gehn un mich selbst en neie Hut lause, es könnt ebbes steilisch sei und gut gucke und könnt dieselwe Zeit doch schiep sein. Well, ich hen kei Wort gesagt. Er ist fort und am Obend kam er Widder heim un Hot biseids den Hut noch en Duft gehabt. Ich hen mich den Hut betracht un hen laut lache gemißt. Hot mich der Fühl e Schehp von vor zwei Jahr zerick gebracht. Bei Tschinko, ich hen drin geguckt, wie e Schkehrkroh, odder als wann mer e Ehnigoht en Blockhut uffsetzte deht. Un dabei Hot er drei Dahler un siwweunneinzig Cent derfor als en Bahrgen bezahlt. Sehn Se, den Weg sin die Männer! Wie er mich in den Hut gesehen Hot do sagt r, es wär e verdollte Schehm, en Mann so for sei käsches Geld zu behumbugge. Ich will dich ebbes sage, Lizzie'che". Hot er gesagt, jetzt gehst du hin un läßt dich en Hut mache, ecksäcktlie wie du's aleickst. die Bill bezahl ich.- Wisse Se. die einzige Zeit, wo mit den Philipp noch e diesentes Wort, zu spreche is. wann er en Duft bot. Er is dann effrehd ich deht kicke und do is er mit allem was ich will, einverstande. . For den Riesen seh .ich 's auch manchmal
ganz gern, 'wclnrfr e wenig gut stehlt. Well, auch diesmal, do hen ich einiges
gedahn, for ihn zu pliese, ich hen en so gar gefragt, ob er nit noch e wenig zu den Mister Wedesweiler gehn wollt. Do Hot er mich en Kiß gewwe un sagt, ich war die beste Frau an die ganze Welt. Ich geb jo nit so arig viel drum, awwer dieselwe Zeit gleicht mer doch, wann en Mann ebbes von ei m denke duht. Schuhr genug. Hot er sich auch reiteweg rettig gemacht, for zu den Wedesweiler zu gehn. Er Hot sich auch den Kie von die Dohr eingestoche. bikahs er sagt, er wollt mich Nit m mein Schlof uffwecke. Wie er fort war, do sin ich gleich bei die Milliner gange un hen mich en Hut geordert. Ich hen mich e weißes Lehkhorn Schehp ausgepickt, hen mich e ganz Basket voll Roses und Pappies un Bergettminatts ausgepickt, off Kohrs auch Ribbens un Pluhms un hen die Milliner gesagt, se sollt mich den Hut for de Sonntag fickse. bikahs mer hen en Entertehnement gehabt. Ich hen arig gut gefiehlt un hen mich gefreit, wie e Kidd for Krismes. Ich sin schuhr, mei Fremde duhn for Neid boßte, wann se mich m den Hut sehn. De annere Dag war Samstag und der Philipp Hot sich e Känn voll rothe Pehnt gefickst un is an das Ruhf von die Frontpohrtsch gekleimpt un Hot gestart die Wasser-' schpauts e Koht Pehnt zu gewwe. Die Dinger war'n alliwwer gerostet un wär'n schuhr gespeult worde.wann mer nit derzu getend hätt. Well, ich war'n froh, daß der Philipp, so viel kämmen Senz gehabt Hot. Es war so ebaut Dinnerteim, do is die Milliner komme, for mich mein Hut zu bringe. Ich sin schnell an dieFrontpohrtsch geronnt un hen das Mädche den Hut aus die Backs nemme losse. for daß die Rehbersch sich ärgern sollte. Ich sage Jhne, der Hut war auteseit. Der Philipp Hot noch immer an das Ruhf gesosse, awwer, wie er gehört Hot. daß e Viehmehl Mädche da war, do Hot er sei Neck purtinier gebroche for iwwer die Edsch von das Ruhf erunner zu gucke. Er Hot unner alle Zirkumstenzes die junge Lehdie sehn gewollt un in sei Eckseite ment puscht er gege sein Pehntpatt UN was wer'n Se denke, die ganze Pehnt fällt uff mein neie Weiße ecköpensife Lehkhorn Strahhät. Off Kohrs. war der ganze Hut roth gepehnt un ich hen nit dran denke könne, ihn zu wehre. Die Lehdie Hot mich die Bill gewe un was denke se. der Emmaunt war $15. Ich hen gefiehlt, als wann ich den Mister Sauerampfer, wo mein Hoßbend is. von das Dach erunner hätt werfe könne. Sehn Se, so Sache derzählt er Jhne nit, awwer wann ich Widder emol e Tschehns hen, dann will ich Jhne emol Drppche uffdecke. Mit 5)ändschehk un Rispeckt Missus Lizzie Sauerampfer. Eine unangenehme Ucberraschung. Erzählung von G. Biencck, Jedermann, der sich in der Laqe befindet, sich jenseits des Ocean ein neues Heim begründen zu mustcn, pflegt dies aus ganz besondern Gründen zu thun. Der meinige war ein ganz außergewöhnlicher gewesen. Und da dies die letzte Nacht sein wird, die ich auf meinem heimathlichen Boden vcrbringe, und wir uns vielleicht nie mehr begegnen werden, so gestatten Sie mir wohl, Ihnen ZU erzählen, was mich veranlaßt hatte, vsr einigen Jahren nach NeU'Holland, wie man den kleinsten unserer Kontinente zu nennen beliebt, auszuwandern." Der Sprecher, ein Herr Johannes M., mit welchem ich mehrere Tage lang :n ein und demselben Hotel logirt und den ich als einen liebenswürdigen und gebildeten Menschen kennen gelernt chatte, fuhr fort: ..Bor vielen Jahren, als ich Hauptsächlich infolge der so ungünstigen kommerzicllen Konjunkturen mich eines Tages gezwungen sah, mein Ladcnge'chäst durch gerichtliche Liquidation zu schließen, nahm ich auf der Gütcrcrpedition der Eisenbahn eine diätarische Beschäftigung an. Der einseitige, trockene Burcaudicnst sagte meinem lebhaften Temperament, an Selbstständlgkeit gewöhntem Wesen auf die Dauer nicht zu. und als nach wenigen Monaten durch das Hinscheiden einer alten Erbtante mir wieder etwas Permögen zugefallen war. beschloß ich, der englischen Sprache ziemlich mächtig, nach London zu gehen und mir dort eine meinen Fähigkeiten entsprechende Enstcnz zu suchen. Es glückte mir denn auch, in einem großen Handelshause als ötorrespondcnt unterzukommen. Mein Salair war anfangs noch gering bemessen, doch bald hatte ich mir das Bertrauen meiner Vorgesetzten erworden, ich avannrte von Jahr zu Jahr, und als ich mich eines Tages wieder auf einem grünen Zweige befand, dachte ich daran, mich nach einer Lebensgefährtin umzusehen. Nicht lange dauerte es, so hatte ich das Weib meiner Liebe gefunden. Tafselbe war ein junges, kaum zwanzigjähriges Mädchen, welches Grace Smith hieß und dessen nähere Bekanntschaft ich auf einem Tanzkränzchen machte. Tie semmelhaarige, blauäugige, zartgebaute Grace war ganz mein Fall. Rasch hatte ich Gegenliebe gefunden und einige eifrige Nebenbuhler dabei siegreich äus dem Felde geschlagen. Ich bat Grace welche mit ihrem Batcr in einer der besten Straßen der Metropole eine gut ausgestattete Wohnung theilte, mich Letzterem vorzustellen, und die Gelegenheit sollte nicht lange auf sich warten lassen. Mr. Smith war ein Mann in der Mitte der Fünfuaer. und sein schwarzes Haupthaar war bereits stark melirt $x war von hoher, hagerer Figur, und in seinem ganzen Wesen lag eine ge wisse Aengstlichkeit, welche, ich muß eö gestehen, mich keineswegs sympathisch
berührte Seine Stimme klang weich, und alles, was er sprach, betonte er besonders. Er begrüßte mich sehr wohl wollend, und während wir uns die Hand gaben, musterte er mich mit seinen kleinen Luchsaugen - vom Wirbel bis zur Sohle. Grace mußt: eine Flasche Ale auftragen, Mr. Smith rauchte eine Mcerschaumpfcife und fragte mich, ob ich ebenfalls ein Verehrer des Tabaks
ici. ilcachvem ich dies verneint und Grace uns allein gelassen hatte, ward ich nach dem Zweck meines Besuches gefragt. Als Mr. Smith hiervon Kenntniß genommen, fragte er mich, ob ich keine Schulden habe. Auch dies konnte ich mit gutem Gewissen vernein ncn. Mr. Smith versicherte mir alsdann, daß er gegen die beabsichtigte Verbindung nicht das Mindeste elnzuwenden habe, und ich möge die Vorbercitungcn dazu unverzüglich in Scene setzen. Er fügte noch hinzu, daß ihn seine Geschäfte den ganzen Tag. ja manchmal ein oder zwei 29ochen vom Hause fernhielten, er sei ein armer Mann, welcher sich gar kümmerlich durch Leben schlagen müsse, doch sei eö ihm gelungen, etwas zu ersparen, so daß er im stände sei, seiner Tochter eine Mitgift von einigen hundert Pfund Sterling geben zu können. Hocherfreut und innig beglückt verließ ich nach einem Stundchen meinen Schwiegervater in spe wieder und hatte Grund genug, nur das Beste von ihm zu denken. Cd dies auch in umgekehrte Weise der Fall gewesen, hieran zweifelte ich nicht im Mindesten. Als ich einige Tage später mit meiner kleinen, süßen Braut auf einer AbendPromenade begriffen war. fragte ich: age mir doch, meine Liebe, welchen Beruf hat denn eigentlich Dein Bater ?- Er reist für eine grc.e Firma der Eity." gab mir Grace zur Antwort. doch wein ich nicht genau, in welcher Branche. Oftmals ist er zwei bis drei Wochen zu Hause, dann ebenso lange wieder avwejcnd. Ist letzteres der Fall. dann fitze ich mit meiner Wirthin zusammen und plaudere rnii ihr. Ich dachte mir bei dieser Auswge nichts weiter und vermochte auch von dritter Seite über Mr. Smith nichts zu erfahren. Drei Wochen später fand unsere Hochzeit statt. Mr. Smith hielt Wort und deponirtc für seine Tochter zweihundert Pfund bei einer Bank, wie mich das betreffende E heckbuch überzeu gen konnte. Grace berührte es unangenehm, daß ihr Bater geschäftlich verhilidert war, den Eeremonien bcizuwoh ncn. Nachdem wir von einer kleinen Reise zurückgekehrt waren, bezogen wir unser neues SMim, das m nächster Nähe mei nes Geschäftes gelegen war. Grace war oft ungehalten darüber daß wir so wenig von ihrem Bater zu sehen belamen. Hier und da kam er auf einen Sonnabend Abend auf eine Stunde zu uns, und dann hatten wir ?,n wieder für eine längere Zeit gesehen. Auch mir kam es auf die Tauer sonderbar vor. daß mein Schwiegervater sich so unsichtbar zu machen wußte, und allmühlich mußte ich auf den Gedanken verfallen, daß etwas dahinter stecken müsse. Was aber konnte dies fein? Auch Grace konnte eö sich nicht wohl erklären. Als wir ungefähr ein Jahr lang vcrheirahtct waren, empfing Grace eines Morgens ein dringmdes Telegramm von ihrem Bater. Ich war in meinem Bureau, und eine halbe Stunde später war Grace zu ihrem Bater geeilt, welchcr sie in größter Ungeduld erwartete. 'sch wollte Tr nur sagen, mein liebes .ind," sagte Mr. Smith zu seincr Tochter, indem er sie mit zärtlichen blicken bctracht.-te, dazz ich eine lange Reise antreten muß und nicht sobald zurückkommen werde wie sonst. Ich gehe nämlich nach Anierika und werde Wohl vor Jahresfrist kaum wieder ZU' rück sein können." Nach Amerika? (;, Bater!- Das jvar alles, was Grace zu erwidern vormochte. Mr. Smith sagte dann noch zu seinem Kinde, daß er vor seiner Abreise uns eine lnzahl theurer Andenken zu verehren gedenke. Er ging in sein. Schlafzimmer und kehrte mit einem kleinen eisernen Kistchen zurück, das Grace niemals vorher gesehen hatte. Er entnahm dem Kistchen zwei schwersilberne Armleuchter, aus welchen der Buchstabe S." eingravirt war Diese Leuchter.- so erklärte Mr. Smith, 'stammen noch aus besseren Tagen unsrer Familie und haben einst meinem guten Großvater gehört. Bon heute an sollen sie Dein Eigenthum sein. Grace." Die anderen Gegenstände bestanden aus gutem Silbergeschirr, und Grace war nicht wenig überrascht, auf so reiche Weise plötzlich beschenkt zu werden. Die Leute können ja denken. Du habest die Sachen gekauft, um Deinen Hausrath zu ergänzen, sagte Mr. Smith, indem ein eigenthümliches Lächeln seine welken Mundwinkel umspielte. Dann küßte er seine Tochter mehrNlals auf Wangen und Mund, sagte ihr, daß er ihr sofort schreiben und seine Adresse senden würde, sowie er drüben angekommen sei und entließ sie nach einem sehr langen und rührenden Abschiede. Grace. welche ihren Bater sehr liebte, weinte flch die Augen aus, dah sie ihn so lange vermissen solle. Mit den vielen hübschen Geschenken schmückten wir unser kleines, bescheidenes Heim und freuten uns über ihren Besitz. Achtundvierzig Stunden später, all Grace allein zu Hause saß, ihren schmerz b'rei.'s überwunden hatte und ein Lied zu ihrer Handarbeit sang, warh )e durch heilige Jilppsen an der Haus tlzürc aufgeschreckt. Als sie die Thür öffnete, standen ihr zirci Männer gegenüber, welche sie in schroffster Weise grüßten, Die erste Frage der Beiden war nach mir, und als es bien. daß ich mich in meinem
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Geschäfte befinde, erklärten sie. daß sie den Austrag Hütten, eine Haussuchung bei uns vorzunebmen. Als sie sich dann in unserm Wohnzimmer befanden, wurde ihre Aufmerksamkeit sofort, auf die neuen Silbersachen gelenkt. surfen wir Sie fragen. Ml siSM., auf welche Weise Sie in den Besitz dieser Gegenstände gelangt sind?" pMein Batcr hat mir sie am letzten Dienstag Morgen zum Geschenk gemacht. ehe er nach Amerika abgefahren ist I lind wie nennt flch Ihr Herr Ba ter?" Jarcd Smith. Er wohnte Wilton Terrace Num mer 19. BaönsburgZJa. mein Herr!Es ist unsere Pflicht und Schuldig kcit", sagte jetzt der eine der Männer, davon in Kenntniß zu setzen, daß Mr. Smith, alias James Simpson und Träger von emem halben Dutzend anderer Namen, gestern in Liverpool verhaftet worden ist an Bord eines nach Ncw-or! segelnden Tampsers.Berhaftet und weshalb?" schrie Grace auf, O. wir haben mindestens sechs Schuldposten auf sein Conto zu schreiben. Während der letzten Jahre war er Mitglied einer der raffinirtesten Diebesbanden des Landes. Wir haben schon lange nach ihm gefahndet, und nun haben wir ihn endlich erwischt." Noch ehe der Agent ausgesprochen hatte, war meine arme Frau ohnmächtig auf einen Stuhl gesunken.' Eine Stunde später erschien! ein Fremder in meinem Geschäfte und wünschte mich zu sprechen. Draußen wartete in einem Cab ein anderer Beamter in Uniform, Nachdem man mir die Mittheilung gemacht hatte, daß ich mich im unrechtlichen Besitze zweier massiv silberner Armleuchter befände, welche aus einem großen Diebstahle herrührten, forderte man mich auf, zum nächsten Polizeibureau mitzufah ren und dort eine Erklärung abzugeben. Nachdem ich letzteres gethan, ohne jedoch die Wahrheit beweisen zu können, wurde mir befohlen, so lange hier zu verweilen, bis Mr. Smith von Liverpool zurückgebracht worden sei. Und ich hatte das Vergnügen, inzwi schen eine Reihe von Nächten im Untersuchungsgefängniß zu verbringen. An einem Sonnabend Morgen ward ich meinem höchst ehrenwerthen" Schwiegerpapa gegenübergestellt. welcher bestätigte, daß die Leuchter in meinen Besitz gelangt seien, dabei ohne weiteres bekennend, daß dieselben im Hause einesLord gestohlen worden waren und daß es einfältig genug von ihm gewesen sei, den auf denselben eingravirten Namen ihres Besitzers 'nicht ausgelöscht zu haben. Daraufhin wur de ich sofort wieder in Freiheit gesetzt. Meine in Smiths Nytizhuch vorgefundene Adresse war die Veranlassung geWesen, daß man mich polizeilicherseits citirt hatte.- Die Folge der furchtbaren Erschütterung, welche meine arme Grace erlitten, waren eine langwierige Krankheit, welche die Genannte jedoch glücklicherweise überstehen sollte. Mit den zweihundert Pfund, von welchen noch etwa die Hälfte, übrig geblieben war (die andere wär für diverse Anschafsungen für meinen jungen Haüöstand aufgegangen) bestritt ich die Kosten der Vertheidigung. Das Ende der traurigen Affaire war. daß mein Schwiegervater zu einer langjährigen Gefängnißstrafe v'rurtheilt. Wald, doch ehe noch die Hälfte derselben verflossen, durch den Tod erlöst ward. Als Grace wieder vollständig hergestellt war. vertauften Wir unsere Möbel und wander-
W sechs Monate gelabt. Es ist echtes Lagerbier, völlig ausge gohren, schmaöhaft und gesund.
Bier, welches seit gestern auf dem Markt ist, setzt die Gährung in dem Magen fort natürlich nicht zum Besten des Magens. Bin braut die ottliug Dept. ten nach Ncu-Holland aus. woselbst wir liebe, gute Verwandten hatten, welche uns bereitwilligst mit Rath und That unterstützten. Ich hatte anfänglich die Absicht, mein Domizil wieder nach London 'zu verlegen, doch da dies Grace's Wünschen widersprach, so hatte ich meinen Plan wieder aufgegeben. Der Himmel steht allen Denjenigen bei, welche schuldlos und gottessürchtig bleiben, mag es sein, wer es wolle, meinte Grace. Und wer könnte ihr wohl Unrecht geben? Jetzt kennen Sie meine Geschichte. Leben Sie wohl, mein lieber Gefährte und bewahren Sie mir ein freundliches Andenken!" Hier endete die Erzählung ! des Herrn Johannes M. Die Mitternachtsstunde war längst vorüber. Und da unsere Cigarren erloschen und wir müde und schläfrig waren, so wünschten wir uns gegenseitig gute Nacht, und schieden von einander. Eifersucht. Von Paul A. Kirstei?. Da war die kleine Grethe Braut, Als sie der Hans zuerst geküßt! Da hat sie ihm ins Aug' geschaut. Und dachte: Gar zu gern ich müßt', Ob auch der Glanz und Strahl darin So treu und echt wie Herz undSinn?!Vorbei war'n fünfundzwanzig Jahr. Sie saßen beid' im Silberpreis, Ein stilles, froh zufried'nes Paar Und flüsterten von Treue leis. Nur sie, sie dachte weit zurück: .Ob einst wie heute echt sein Glück?!" Erst als der Tod sie ließ allein. Als heilig aufbewahrt sie fand ' Andenken an ihr Liebessein, Aus frühster Zeit, die sie verband. '. . . Da wurd's nach seinem Tod ihr klar. Daß glücklich er und treu ihr wgr. Das Höchste. Was, Jh, habt den Meyer aus Eurem Vea.etaria nerclub ausgestoßen?- Ja, der Frechling hat bei einer Generalversammlung unseren Präsidenten Rind Vieh genannt!" Durch Elektricität. Neffe (der mit seinem Onkel vom Lande ein sehe elegantes Restaurant besucht): Siehst Du. Onkel, jetzt drücke ich auf diesen Knopf, und dann kommt das Essen." Onkel: Na, und dann?" Neffe: Dann drückst Du auf den Knopf hier und bezahlst." Frauenlogik. Mann: Heute bin ich dem Verschonerungsverein beigetretenl" Frau: Ach, das ist hübsch! Jetzt wirst Du mich ab hoffentlich auch nicht mehr länger mit dem alten, unmodernen Hut herumkaufen lassen!" Y Aus der Schule. Lehrer: Zu den Untugenden und Lastern 'gehört auch die Trunksucht . . . Mädchen, weißt Du auch schon, wohin dies führt?" Schüler nach längerem Besinnen, plötzlich); Die führt in'ö Wirthshaus. Herr Lehrer!" Gute Antwort. Alte Kokette (hochmüthig): Sie haben mich geküßt und wollen sich wohl gar nicht entschuldigen?" Herr (der die Dame in der Dunkelheit verwechselt hatte, bei Licht): Pardon das ist ja gar nicht zu entschuldigen k Akkeö nur halb. Xantippe (zu ihrem Gatten, der spät Nachts in stark angeheiterte Zustande heimkehrt): Du Lüdrian, kommst Du mir jetzt erst und so nach Haus? :Halb zu Tod babe ich mich . Deinetwegen ja schon geärgert!" Mann,:.' Aber Min na? Wat kann ick dafür, daß Du all .nuhglb. fckiRT
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Hümonstlsücö Ueberraschung. Er: Ich bin ruinirt Alles ist verloren:" Sie: Da hätte ich Dich ja wirtlich aus Lielx geheirathet!" Neues Wort. Der junge Künstler kommt wohl oft zu Ihren Gesellschaften?" O ja, der hat sich bei uns ganz einpianistet." Aus die Füße gefallen. Heirathsagent: . .also nehmen Se de Laura!" Aber die ist doch schief!" Ja, aber 'n geraden Charalter hat se?" Hochmodern. Freundin: Wie gefiel Dir denn Deine neue Gnädige bei der Vorstellung?" Dienstmädchen: Gar nicht die hat mir nicht mal eine Cigarette angeboten !" Kühne Sprache. Unteroffizier: Kerl, solch melancholisches Jesicht wie Sie, müfsen einst die ollen Saurier jemacht haben, als sie anfingen in die Kreide zu jerathcn!" Unverzeihlich. Lieutenant (zu einem Fräulein, die von einem Civilisten verehrt wird): Aber mein Fräulein, wie können Sie an einem Menschen Gefallen finden, der nicht einmal beim Gehen die Knie durchdrückt!" Echt weiblich. Gatte (mit feiner Frau im Theater sitzend): Nimm doch Deinen Hut ab. die Leute hinter Dir können ja nicht sehen." Gattin: Nein, ich behalte meinen Hut auf, ich will nicht übersehen werden." Er kennt sie. Frau (deren Mann eine gruselige Geschichte erzählt): Aber Männchen, höre auf, ich bekomme schon eine Gänsehaut !" Etwas vollkommneres könnte ich mir gar nicht denken Durch eines von Beiden verursacht. Die Blase hat den Zweck, als Urinbehält zu dienen uno als solcher ist sie keinen Krankheiten ausgesetzt, außer den beiden folgenden. Die erste entsteht durch unregelmäßige Thätigkeit der Nieren und die andere entsteht durch achtlose lokale Behandlung anderer Krankheiten. Hauptsächliche Ursache Ungesunder Urin aus ungesunden Nieren ist die Hauptursache von Blasenkrankheiten, deren Schmerzen einen Lebensüberdruß hervorrufen. Die Gebarmutter wurde, geradeso wie die Blase für einen Zweck erschaffen und wenn sie nicht belästigt wird, so erkrankt sie nicht, außer in besonderen Fällen. 3n natürlichem Zustande ist die Gebärmutter ziemlich nahe hinter der Blase gelegen und darum werden Unregelmäßigkeiten, Krankheiten oder Unannehmlichkeiten, die sich in Nieren, Rücken oder Blase' bemerkbar machen, zuweilen für Frauenkrankheiten oder Gebärmutterschwächen gehalten. Man begeht leicht einen Irrthum, den man ebenso leicht vermeiden kann, wenn man den Urin untersucht (siehe Pamphlet). Die milde und außerordentliche Wirkung von Dr. Kilmerö Swamp-Root, daS große Nieren-, Leber- und Blasen-Heilmittel, ist bald bemerkbar. Seinen wundervollen Kuren wird die höchste Anerkennung gezollt. Brauchen Sie eine Medizin, so sollten Sie die Beste gebrauchen. 3n allen Apotheken 60c und $1. Sie können eine Probeflasche und Pamphlet, beides frei per Post versandt, haben, wenn Sie die tägliche Tribune" bei Einsendung Ihrer Adresse an Dr Kilmerö Co.. Binghamtsn, N.J., mitschicken. .Der Herausgeber dieser Zeitung garantirt die Echtheit diesem. Offerte.
