Indiana Tribüne, Volume 20, Number 321, Indianapolis, Marion County, 8 August 1897 — Page 4

Zndians Tribüne. Erscheint Taglich und EonntagS.

Die tägliche .TrtdKne kostet durch denXrlge i enti per Woche, die onntagS-.rrlbüe'I Xcxtf per Woche. Beide lusasm 1 et ,K 65 Cents Vr,t. Per Peft Kerhalb dn Stabs ,s,schiZt i orabe,hlns V pti fJar. OffUti 10 CÜD Vlatzsma StraKe. Indianapolis, 3nd., 8. August 1897. Sannttijjs - pitai. Ich sehe, daß die Masonic Mutual Benesit Association verklagt worden ist. ES ist eine jener Gesellschaften, Kelche nach der Weise der geheimen Orden ihre Mitglieder nach dem sögenannten Asseßment - Plane versichern. Ich weiß nicht, wie die vorgenannte Gesellschaft gerade jeht finanziell steht, aber sie wird ihrem Schicksale, unterzugehen, ebensowenig entgehen, wie andere Gesellschaften und Orden, welche nach gleichem Plane arbeiten. Meistens wird da? so gemacht, daß den Hinterbliebenen eineö Mitgliedes eine bestimmte Summe 51000 oder $2000 bezahlt und dafür eine Auflage von $1 oder $2, je nachdem von den Mitgliedern erhoben wird. DaS ist eine ganz ehrliche Prozedur. Was aber nicht ehrlich dabei ist. daS ist der Umstand, daß um Mitglieder zu gewinnen, den Leuten der Glaube beigebracht wird, daß sie im Laufe der Zeit bloß etwa 5300 oder 5100 einzuzahlen haben, um ihren resp. Familien 51000 zu sichern. Leichtgläubig nimmt man daS hin, ohne zu überlegen, daß Niemand 51000 für empfangene 5100 auSbezahlen kann, ohne zuzulegen, daß also eine solche Gesellschaft nur dann Jedem 51000 auszahlen kann, wenn Jeder 51000 einzahlt. Allerdings wird behauptet, daß stets Mitglieder, welche bereits eine Summe einbezahlt haben, wieder abfallen ehe sie sterben, und daß daS einbezshlte Geld den anderen Mitgliedern zugute kommt. Aber gerade darin liegt die Täuschung. Denn erstens wird dieser Gewinn weit überschätzt, und zweitens treten Mitglieder meist auS, wenn nach Iahren die Mitgliedschaft älter geworden ist, die Zahl der Auflagen größer wird und damit bei Vielen Zahlungsunfähigkeit eintritt. Niemand aber weiß bei seinem Eintritt in die iesellschafk, ob daS nicht gerade ihn einmal treffen wird. Zwar wird behauptet, daß durch den stetigen Eintritt jüngerer Leute die Gesellschaft ihre Zahlungen aufrecht erhalten kann, aber auch daS ist Täuschung. Denn erstens erreicht der Zuzug junger Leute immer einmal seinen Höhepunkt, und dann werden auch diese jungen Leute einmal alt, so daß der Zuzug junger Leute in ftetS steigender Progression statlsinden müßte, um für immer eine für die Aufbringung der Summe genügende Mitgliederzahl zu haben. Das ist aber nickt der Fall. So kommt für alle diese Orden und Gesellschaften einmal die Zeit, da die Geschichte nicht mehr klappt. Dann wird ezperimentirt, schließlich die Versicherungssumme heruntergesetzt; daS kam sich dann je nach Umständen noch fünf, zehn, fünfzehn oder mehr Jahre hinziehen, aber einmal muß der Zeitpunkt kommen, da eS gar nicht mehr geht. DaS Uebel bei diesen Gesellschaften liegt darin, daß die Einzahlungen gering sind, so lange die Mitglieder jung find und zahlen können und daß sie wachsen, wenn die Leute älter werden. nichts mehr verdienen und also auch nicht zahlen können. Wenn diese Orden und Gesellschasten künftig nicht auf einer BasiS arbeiten. ähnlich den Plänen guter VerficherungSgesellschaften, dann werden sie sämmtlich zu Grunde gehen. Bei jeder Lebensversicherung kommt eS vor, daß Versicherte früh sterben und daß die Hinterbliebenen eine Summe bekommen, weit größer als die vom Verstorbenen einbezahlte Summe. Dieö ist nur möglich, weil Versicherungögesellschaften Zinsen auö einem Reservefond beziehen und weil langlebige Mitglieder mehr bezahlen, alö die Versicherungssumme beträgt. Wie aber für jede Mitglied eine bestimmte Summe herauskommen soll, wenn jedes weniger als diese Summe bezahlt, daS fertig zu bringen, dazu gehört ein Hexenmeister. Wenn diese Gesellschaften und Orden von allen neuen Mitgliedern eine bestimmte Zahl von Jahren eine oder mehrere Eztraauflagen erheben und daraus einen zinstragenden Reservefond bilden würden,, dann wäre ein Einkommen da, daS nicht auS den Taschen der Mitglieder kommt und die größere Zahlung müßte von den Mitgliedern nicht im hohen Alter, sondern in jüngeren Jahren, wenn daSMitglied arbeitsfähig und verdienstkräftig ist, geleistet werden.

So lange das nicht geschieht, ist die BasiS dieser Orden und Gesellschaften keine ehrliche und zuverlässige, denn alle müssen früher oder später einmal an dem Punkt ankommen, wo eS einfach nicht weiter geht. Der Plauderer.

jii theure Diva. Humoreske von Gustav Heick. .Ich habe an den Rabenonkel geschrieben. Otto, wirst sehen, in ein paar Tagen find wir im Besitz von zwanzig Mark." Das sieht Dir 'mal wieder ähnlich, Letter Fritz! Wie tonntest Du so UNüberlegt handeln? Erstens weißt Du. daß Onkel Nabenow fuchswild werden kann, wenn er angepumpt wird Du kannst Dich aus eine nette Abkanzelung gesabt machen und dann wie lumpig. zwanzig Mark!" .Anpumpen? Lump? Vetter Otto, alle Achtung vor Deiner jungen Weisheit, aber wer sagt denn, daß ich den Rabenonkel angepumpt habe? Und die zwanzig Mark find die Einleitung gewissermaßen dasEntree zu dem, was kommen wird." .Ja, aber was hast Du denn wieder für einen Streich ausgeklügelt? Ich hoffe, daß Du mich aber aus dem Spiele lässest, ich möchte nicht gerne bei dem Rabenonkel in Mißcredit kommen." Siegesficher lehnte fich Fritz, die langen Beine mit Behagen von fich streckend, in den Stuhl zurück, mit überlegenem Lächeln drehte er sein kleines Schnurrbärtchen. Nun wollen wir über die Sache nicht weiter reden, bis Du den goldigen Erfolg vor Augen siehst und Du meine Genialität neidlos anerkennst." Es war in einem Restaurationsgarten feineren Styls. der Univerfitätsstadt N.. wo fich die beiden Vettern zum Frühschoppen niedergelassen hatten, Vetter Fritz wie immer untern!? mungslustig - fidel. Vetter Otto in etwas mehr gedrückter Stimmung, denn der Erste war noch weit entfernt, und der lederne feuer- und diebessichere miniature Taschentresor ließ tief blicken, ohne etwaö anderes als eine trostlose Leere zu zeigen. Einige Tage später. Unser Fritz fitzt bereit? an seinem Stammtische im Restaurationsaarten und schaut finnend in den tiefblauen Himmel und das grUne Blättergewirr der alten Kastanienbäume hinein. Endlich erschien auch Vetter Otto. .Aber warum so sinnend?" fragte er nach der ersten Begrüßung. .Ich mache Studien über die Farbenharmonie in der Natur. Siehe dieses tiefe Blau des Himmels, dieses satte Grün des Kastanienlaubes und dieses goldige Gelb des Bieres Poefie und Prosa auf's Schönste vereint. Goldiges Gelb da fällt mir ein" und er griff gleichmüthig in sein Billettäschchen, entnahm diesem zweiZehnMarkstücke und legte eines dann vor Otto auf den Tisch. .Was soll das heißen?" .Brüderlich getheilt. Es ist die Hälfte der vom Rabenonkel gesandten zwanzig Mark, das Entree, rote ich Dir sagte." .Nun wird mir die Sache aber zu toll, so laß doch endlich einmal loö was Du denn gemacht hast, und was für Streiche Du noch machen willst." .Ganz einfach; höre den Brief, den ich Mbenonkel schrieb wortgetreu, soweit ich ihn noch weiß: .Lieber Onkel. Du kennst ja meine Diva," die dänische Dogghündin, leider muß Wj " Du hast ja überhaupt gar keinen Hund." .Das thut ja nichts zur Sache, aber unterbrich mich niö)t. .Leider muß ich mich von diesem treuen Thieie trennen, denn die würdigen Stadtväier haben eine Hundesteuer von zwanzig Mark beschlossen, eine solche Ueberbürdung kann ein Student der Rcchtswis senschaften jedoch nicht gutheißen und ertragen, und so muß tch denn das werthvolle Thier abschaffen. Aber wie? Infolge der hohen Hundesteuer kauft hier kein Mensch einen Hund, und da habe ich mir gedacht, ob Du. lieberOnkel. die Diva nicht zu Dir N5hmey Willst." Du weißt doch, daß der Onkel Hunde nicht leiden mag," unterbrach Otto wieder den Vortragenden. .... nehmen willst. Es ist mir zwar sehr hart, das klug Thier man kann mit ihm sprechen wie mit einem Menschen weggeben zu müssen, jetzt wo ich mich von ihm trennen soll, erkenne ich erst recht, wie theuer es mir ist, aber ich weiß keinen anderen Rath. Vielleicht weißt Du einen! etc. Dein treuer Neffe Fritz." .Und darauf schickte er Dir zwanzig Mail für Hundesteuer?" .Ich bewundere Deinen Scharfsinn, Otto.". Most Mothers Know It. v Babies are always ßuffering srom flatulency, wintUcolic and griping, which, by distcndinj thelr little bow ,cls, makc thcm draw up their tlny legs j

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Mit erhabener Ruhe knivpste ffntz die Asche von seiner Cigarre und fuhr in gelassenem Tone fort: .Das war der erste Streich, und der andere folgt sogleich. Ich lasse dem Onkel einige Tage Ruhe, dann erhält er einen zweiten Brief. Ist es nicht gegen alle Rechtsordnung, einen reichen Onkel zu besitzen, der keine Kinder hat und fich seinem ftudirenden Neffen gegenüber als Harpagon. als rechter Rabenonkel zeigt? Ich fühle die Mission in mir. ihn von dieser rechtswidrigen Idee zu heilen." Als ob er den Sieg schon errungen, streckte er die langen Beine von sich, steckte die Hände in die Taschen und sah Otto mit einem fragend triumphi, renden Blick an. .Du hast große

Dinae vor. erwiderte Otto, nun sei nerseits im aroßen Phlegma, ich denke mir. daß der Rabenonkel sich doch so leicht nicht von Dir über's Ohr hauen . r ITV C. Tl. .läßt, und van icylienncy u oer izx M. , r . Tl..? l. feilte, oder lagen wir. eieimie 011.1. ch Herr Rabenow, von der Vetter und Nichtenschaar kurzweg Rabenonkel genannt, ein behäbiger Gutsherr mit freundlichem, gutmüthigem Gesicht, faß behaglich in seinem Wohnzimmer im Sessel und rauchte eine lange Pfeife. Seine Gemahlin, geb. Löwe, brevi manu die Löwentante genannt, im Gemüth und Gesichtsausdruck das pasendste Seitenstück zum Rabenonkel, aß auf dem Sopha und strickte. Es var so still friedlich im Zimmer; in langen Wolkenstreifen zog der duftende Tabakrauch durch den Räum,, und um die Stille so recht eindrucksvoll zu machen, summten ein paar Fliegen ihr träumerisches Baßliedchen. Und Herr Nabenow sann und sann. Bums! donnerte es plötzlich wie ein Kanonenschlag in den stillen, tiefen Frieden. Erschreckt fuhr die Löwentante in die Höhe, daß die Stricknadeln ihren Händen entfuhren und klirrend zu Boden fielen. .Aber Mann, wie kannst Du einen so erschrecken! Was ist denn los?" Herr Rabenow war mit seinem Sinnieren zu einem Resultat gelangt und schloß die Gedankencalculation mit einem Faustschlag auf den Tisch. Er hatte einen offenen Brief neben sich auf dem Tische liegen, in den er von Zeit zu Zeit einen Blick geworfen hatte. .Der Junge hat mich angeführt, je mehr ich darüber nachdenke, desto klarer wird mir die Geschichte und halblaut las er den Brief zum wer weiß wievielten Male durch: .Lieber Onkel! Ach die Schlechtigkeit der Menschen! Ich glaube, ich habe es Dir schon mitgetheilt, daß meine gute Diva vor einiger Zeit fünf Junge geworfen hat so reizende Thiere, und geht da nun ein so schlechter Mensch hin und macht den Steuerleuten Anzeige von diesem frohen Ereigniß. Natürlich ist ein Hundesteuerzettel von uns mal zwanzig Mark d:e Folge dieer schwarzen hai. Hundert Mark ür Hundesteuer! ÄaS bleibt mir anders übrig, als die Hunde zu ersaufen. Mit rauher Hand, aber thränenden Auges mußte ich das zarte Familienband zerreißen; ich binde die jungen Hunde an eine Kordel und wandere mit ihnen zum Wasser. Da aber erkenne ich erst, weich' gefühlvolles Herz ich habe es war mir nicht möglich die armen Thiere umzubringen. Da kommt mir ein rettender Gedanke! Der gute Onkel nimmt sie Dir ab, so dachte ich mir, und wirklich, lieber Onkel, Du könntest noch ein Geschäft damit machen. es sind werthvolle Thiere ..." Und wieder schlug Herr Rabenow mit der Hand aus d'cn Tjfch, daß es schallte. .Dieser Schlingel! Und er weiß doch, daß ich Hunde flicht ausstehen magl" .Ja, darum hast Du ihm doch die hundert Mark geschickt, weil Du halge warst, er möcht, Dir die Hunde auf den Hals schicken. Warum ereiferst Du Dich nun so gegen ihn!" Wett ich mich von dem Jungen habe anführen lassen. Aber," fuhr er fort nj blinzelte vergnügt mit den Augen, denn iym war plötzlich ein rächender Gedanke gekommen. ,nun will ich Dich in eine Patsche brlngen, nnn Herr Studiosus, daß Du nicht ein, o!) guß weißt. Frauchen," sagte er dankt, meinst Du, der Fritz hätte nur einen einzigen Hund? Keinen hat er, sage ich Dir,' seinen Onke schröpfen wollte er, aber das will ich 'mal versal zen!" .Das wißt Du doch nicht sicher, es nicht dennoch N"?hr ist mit den Hunden." Die Löwentante befürchtete schon, es möchten ihrem Lieblingsneffen, denn das war der Fntz, einige Ungelegenhelten erwuchsen. Herr Rabenow aber sagte nichts; er sah wieder behaglich in seinem Sessel Und sann und sann; dann legte er sich Briefpapier zurecht und nahm Feder und Tinte. Herr Rabenow schrieb. Der Tabakrauch bildete seine zerrissenen Wolkenstreifcn wieder zusammen. fei Fliegen begannen ihr eintöniges Brummlied wieder. Die traumhaste Rübe war im Zimmer wieder herge stellt. , . , Sch'ön, daß Du kommst," sagte Ftttz zu seuvem eben rn sein Zimmer eintretenden Äett Otto, .Du kannf, mir etwas behülfljL n .Was giebt es denn, 'mein -Lieber, hoffentlich etwas Vernllnftige ' ' Lies 'mal diesen Brief! Otto nahm den Brief in Empfang, setzte sich und begann zu lesen: Lieber Fritz! Dein Bxief hat mich gerührt und gefreut ; gerührt über das Schicksal Dei,ner Hundsfamilie gefreut habe ich mich, daß Du ein so gutes, weiches Herz in Dir entdeckt hast. Aber ver'geblich hast Du Deinen Onkel nicht angerufen, ich habe mich mitErfolg um den Verkauf der Hunde bemüht. Mein toqart). .der .Putsbesitzei Äitschmeier

auf'Gut Zitschhelm.'Nisenbahnstatton

Y. hier hast Du schon die Adresse will Deine Diva mit den Jungen nehmen, den Preis sollst Du bestimmen und die Thiere gleich per Bahn an seine Adresse absenden. Mit herzlichem Gruß Dein Onkel." Mit einem gewissen Gefühl der Befriedigung. daß seine Voraussagung eingetroffen, sagte Otto: .So. da sitzest Du hübsch in der Tinte, habe ich doch Recht behalten, daß Onkel so leicht nicht anzuführen fei. Und was nun? Fritz sah seinen Vetter groß an. aber der Schalk und übermllthiae Lust blitzten ihm aus den Augen. .Daß man den Brief so auffassen konnte. habe ich gar nicht 'mal aedacht der Onkel hat sich gerade ganz in meine Hände gegeben; er ist nun unrettbar verloren. Denn daß Du weißt, es giebt weder einen Freund Zitschmeier noch ein Gut Zitschhein, ich bin zum Glück m der Gegend von A. genau onentlrt. .Was willst Du denn nun begin nen?" Otto sah Fritz ganz verständ nißlos an. .Nun, die Hunde absenden! Wir gehen jetzt nebenan zum Schreinermeister Spähn und bestellen eine Hunde Versandtkiste; diese Kiste wird dann hübsch mit Stroh locker gefüllt., so daß Hunde darin sein könnten, und dann per Bahn an Herrn Zitschmeier befördert." Fritz entwickelte diesen Plan mit der harmlosesten Miene von der Welt. Otto machte ein dummes Geficht dazu und sagte, m der schwachen Hoffnung, Fritz von diesem sonderbaren Plane abzubringen: .Die Sendung wird doch wieder zurück kommen. .Soll fie auch," erwiderte Fritz. Und so kam es auch. Nach zehn Ta gen kam die Sendung zurück, weil Adressat nicht zu ermitteln war. Herr und Frau Rabenow saßen gemüthlich bei'm Morgenkaffee. .Ich bin doch gespannt," sagte Ersterer, .wie Fritz fich aus der Affaire ziehen wird; er läßt immer noch Nichts von fich hören. Ich hatte doch gar zu gerne sein verblüfftes Geficht gesehen, als er meinen Brief erhielt." err Rabenow rieb fich vergnügt die Hände bei dem Gedanken, seinen lustigen, übermüthigen Nesfen einmal in die Klemme gebracht zu haben. Da kam der Postbote und brachte die Briefe und Zeitungen. Ein ungewöhnlich großer Brief mit der Adresse von Fritz' Hand erregte sofort Herrn Rabenow's Aufmerksamkeit. Er war doch ein wenig unsicher geworden, als er den Brief öffnete; er entnahm dem Couvert einen Eisenbahnfrachtbrief, eine Rechnung und Fritz' Brief. Dann begann er zu lesen. Die gute Löwentante guckte ihrem Manne über die Schulter und las mit. Das Schreiben aber lautete:' .Lieber Onkel, da hast Du mir aber einen großen Kummer und Verlust bereitet. Vertrauensselig, wie ich nun einmal bin, versende ich die Hunde wohlverpackt in einer Kiste (fiehe einliegende Rechnung über zwöjf Mark) per Bahn an die mir angegebeneAdcesse. Wie aber erstaunte ich, als die Sendung mit dem Vermerk zurückkommt: .Adressat ist nicht zu ermitteln" (fiehe einl. Frachtbrief über Frachtauslage für Hin- und Rückfracht etc. dreiundzwanzig Mark.) Geradezu überwältigend aber war mein Schmerz, als ich die Kiste öffnete die Hunde waren sammt und sonders todt verhungert. Meine Feder sträubt fich. meinen Schmerz über diesen Verlust zu schildern; dabei ist der materielle Verlust auch nicht gering. Die Diva ist unter Freunden einhundertundfünfzig Mark werth, die fünf Jungen mindestens dreißig Mark pro Stück, und das hast Du . . .. doch ich wjll Dir keine Vorwürfe machen 14 Hier schaute Frau Rabenow auf. fie zerdrückte eine Thräne in ihrem Auge und sah ihren Gatten vorwurfsvoll an. Der aber legte fich in seinen Sessel zu? rück und that, wa? er In der Diva-An gelegenheit schon manchmal gethan hatte er sann undsann. Allmälig nahm seine sinnende Miene einen fröhfichen Ausdruck an. .Löwentante. Löwentante!- sagte er. .der Junge hat fljch turirj zwar das mit dem Frachtbriefe, den rr zur Beweislieferung beifügte, kann ich mir nicht erklären. doch er muß mir Aufklärung darllber machen." .Aber Mann, was giebt es da zu la$fn. ich verstehe Dich gar nicht." Doch Herr Rabenow sehte fich eilendS an seinen Schreibtisch, als jkönnte die Diva mit ihrer Nachkomsnenschaft wieder lebendig werden, und schrsebi .Lieber Neffe, anbei sende ich Dir die dreihundertfünfunddreißig Mark. Db sollst durch Deinen Onkel keinen Kerlust erleiden. Das ist mir eine theure Diva geworden. Doch wenn Du 'mal wieder in Geldverlegenheit bist, so schreibe es lieber geradeaus Deinem Zttabenonkel." Unter zwei Herren. Ein sonderbarer Ort in seiner Staatsangehörigkeit ist das Torf Wol torf auf der preußisch-braunschwcigischen Grenze. Wie Moresnct bei lachen gehört das Tors zu zwei verschiedenen Ländern, zu Preußen und zu Braun Zchrveiq. Dementsprechend besteht auch He MAyncrscyalt oltorses aus preutzzjche,; und vraunschwclgischcn Staat-angehöriZe. Pei der Volks zählung 1895 waren von feigen 716 Seelen 475 preußisch und 243 braunschweigisch. Tie Häuser dieser Woltorfer liegen nun innerhalb des Torfes, nicht etwa m zwei verschiedenen Theilen, linem preußischen und einem' braun schweigischcn, beieinander, sondern fie nnd bunt durcheinander gewürfelt: das Nämliche ist mit den AckerLücken der

Mne nervöse Frau. Frau John Carpenter, Perry, Okla., sagt: Ich nahm eine Flasche Pe-

runa und spurte große Erleichterung davon. Ich konnte jede Dosis, die ich nahm, bis nach meinen Fingerspihen gehen sühlen. Ich litt stark an nervösem Kopfweh und mein Nervensystem war vollständig zerrüttet. Ich fühlte mich sg diel besser. nacyoem ,cy eine Flasche genommen hatte, daß ich damit aufhörte, doch nehme ich jetzt wieder Peru-na und kann ich dasselbe allen nervösen Leuten bestens empfehlen." Jede grau, welche eine reguläre Patientin von Dr. Hartman zu werden wünscht, kann das thun, indem sie ihren Namen, Adresse, Symptome und ihre frühere Behandlung einschickt. Dieö ist eine Gelegenheit, welche keine krankliche Frau unbenutzt vorüber gehen lassen sollte. Dr. Hartman wurde durch seinen Erfolg in Behandlung von Frauenkrankheiten berühmt. Seine Erfahrung in diesen Angelegenheiten ist eine große. Die Korrespondenz ist strikt vertraulich Ohne geschriebene Zustimmung deS Patienten werden keine Zeugnisse publizirt. Dr. Hartman verläßt fich in solchen Fällen hauptsächlich auf Pe-ru-na. Schickt um ein freies Buch. Adresfirt : The Ve-ru-na Drug Manufacturing Co., ColumbuS, Ohio. 5al5. die sich fast schachb'retiartig, hier preußisch, dort braunschweigisch, durch einander drängen. Um das verworrene vild vollständig zu machen, giebt es noch gemeinschaftliche, dem ganzen Dorf gehörige Grundstücke, die noch heute unter der gemeinschaftlichen Hoheit bei der Landesregierungen stehen. Dazu kommt der den preußischen und braun schweige? Woltorfern ebenfalls gemeinsam gehörige große Wald, der aber unter Aufsicht eines preußischen Försters steht. Tas Torf, eine Station an der Lahn von Braunschwcig nach Hannover, besteht also in der That aus zwei Ge liicindcn. Ter preußische wie der braunschweigische Antheil hat seinen iigenen Ortsvorsteher, der preußische jwci, der braunschweigische eine eigene ttncipe. Jeder Theil hat seine bcson )cren Hausnummern nach den verschieöcnen Brandkassen, hier werden für Lraunschwcig. dort für Preußen Steu:rn gezahlt nnd Rekruten ansgehobcn u. s. w. In den gemeinschaftlich abgehaltenen Gemeinderathssitzungen filhri bald der preußische, bald der braunschweigische Ortsvorstcher den Lvrsitz. Tie Gemeindeabgaben find so geregelt, daß drei Fünftel auf die oreußischcn, zwei Fünftel auf die braunschweigischen Bewohner entfallen. Tie Toppelgemcinde besitzt indeß nur eine Kirche. Tas Torf ist sehr alt; es erscheint schon 1170 als Walthorpe lWalddorf) in den Urkunden. Wahrschcinlich haben nicht Verträge, sondern alte Gebräuche daran mitgewirkt, daß )ie Höfe und Felder jetzt so bunt durch Einander liegen. Mormonismus. Fritz then: Mama, was ist das Mormonen?" Mama: "Mormonen, Fritzchen, find eine Sekte, bei welcher ein Mann dreißig, vierzig Frauen heirathen kann." Fritzchen: Ach Gott, ich Gott, das muß ja schrecklich sein!" Mama: .Wie meinst Du das, Fritzchen?" Fritzchen: 9?rni denk' Dir nur. wenn man da von dreißig, vierzig lNama's Haue kriegt!" -Ein Beweismittel. Richter (zum Klager): Wie wollen Sie beweisen, daß die Ohrfeige, die Ihnen der Angeklagte gegeben, gar so kräftig war?- .Ich bitte Herr Richter. der Angeklagte ist Claqueur !" -Benutzte Gelegenheit. VttMi via, Tantchen. Kur qut anae schlagen?" Tante: 0, ich bin eine ganz andere geworden!" Neffe: Da kann ich also annehmen, daß Du mir einen kleinen Pump nicht abschlägst?" Eigentlich wahr. Tischler: Sie find eigentlich ein glücklicher Mensch". Schuhmachermeister: Wieso denn?" Tischler: Na, je mehr Ihre Werke mit Füßen getreten werden, desto zufriedener können Sie doch sein." Benutzte Gelegenheit. Arzt: Wie Sie trinken Bier? Ich hatke oocy Jyrer Frau streng anbefohlen " Patient (vertraulich): Halten Sie's Maul, Doktor. Die Alte ist ja nicht zu Hause!" ' Wie man es macht ! Hüllen Sie eine Flalcke oder ein aemöbn licheS Wasserglas mit Urin und lassen Sie es vierundzwanzig Stunden stehen ; bleibt in Satz, )o zeugt da von emer ranlyett er Nieren. Wenn Urin Flecken macht, ist lies ein positiver BemeiS von Nierenkrankheit. Zu starker Wajserdrang oder Schmer itn im Rücken ist' ebenfalls ein Zeichen, daß Nieren und Blase In Unordnunglind. WaS thut man dagegen? Ein Trost ist eS u wissen, daß Dr. Kilmer' Smamp'Noot, das große Nieren,Heilmittel, Schmerlen im Rücken. Nieren. Leber. Blase und sonstigen Theilen, welche in Verbindung . i r, ... . m a r. . r. f9t! vamil liegen, roegmmrni. geui unjaig kett be WasserhaltenS und brennenden Schmerz beim Wasserlassen, oder Folgen, die durch den Genuß oon Llquören, Wem oder Bier entstehen und enthebt Sie der unanae nehmen Nothwendigkeit während der Nacht oft durch Wasserandrang aufstehen zu müssen. Die milde und außerordentliche Wirkung von Smamp.Root stellt sich bald ein. 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