Indiana Tribüne, Volume 20, Number 321, Indianapolis, Marion County, 8 August 1897 — Page 10
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BON - BONS
VERSTOPFUNG IN ALLEN UiBü APOTHEKEN mtt einer ntenittcit; von der unlere ehrsamen Hausfrauen sich keine Vorstellung machen. Die Elle eines jener schreiend bunten' Vattiststoffe, mit denen sich die schwarzen Schönen mit Vorliebe befassen,' kostet 15 Cents; unter Jammern und Klagen bietet der Käufer 1 Cents. Und nun geht's in buntem Wechsel, bei welchem sich die besten Charakterstudien machen lassen, in die Höhe mit dem Preis, und der bewegliche Käufer, der unaufhörlich von seinem Ruin spricht, bildet einen in der That schreienden Gegensatz zu dem Deutschen, der allem Ansinnen auf rebajo" ein stoisches no Senor entgegensetzt. Schließlich einigt man sich dann auf einen Nachlaß von Cent, und in Frieden trennen sich die aufgeregten Parteien. Eine Jndianerfamilie aus einem der Pfahldörfer tritt ein und vertheilt sich in ihrer ganzen Stärke. Vater, Mutter, zwei große Kinder ud zwei kleine nackte Vabies. im ganzen Store, hier mit bewunderndem Ah" und sehnsüchtigem oZala- ein buntes türkisches Taschentuch musternd, dort einen eleganten Damenhut aufprobirend und dabei immer bereit. Kleinigkeiten, die sich in der weiten, indianischen Tracht so schön verbergen lassen, mitgehen zu heißen. Aus dem Comptoir, wohin die Ankunft des Wigwams gemeldet wurde, kommt Verstärkung für die Verkäufer; hier und da steht Einer an einem unbeobachteten Plätzchen, um. wenn eine der Schönen sich gegen das siebente Gebot vergehen will, an sie heranzutreten und sie mit der ruhigsten und natürlichsten Liebenswürdigkeit von der Welt zu bitten, die Kleinigkeit wieder herauszugeben, die da eben verschwunden sei. Einer' so freundlichen Bitte können auch diese indianischen Kinder nicht widerstehen, mit einem naiven Lächeln und bedauernden Blick lassen sie sich das schöne Gut abnebmen. das sie beinahe so billig gehabt hätten. Endlich hat sich der weike Vtalle . der. emaedenk ruhmrei cherer Vorfahren in den ewigen Jagdgründen, sich semeö stolzen, arlstolratiscden Wesens- beslelklat. sur em orangegelbes Stück Drill entschieden. das den beiden Bables zur künftigen Folie ihrer jugendlichen Schönheit dienen soll. Nach langem Feilschen und nicht, ohne daß das eine der Kinder erst einmal vollständig in daZ Zeug eingewickelt worden wäre, wodurch die Waare natürlich nicht befcr wird. Ist man einig geworden, bezahlt seine Schulden mit unglaublich schmierigen Kuvfermünzen und strebt dem beimischen Wigwam zu. In bunter Folge . rr.d -5 rr;i i cm roeajicu u oas no im xjaarcnrauni. um erst am spaten Nachmittag emer Gewissen Stille zu weichen, die benutzt wird, um die Trümmer vom Schlachtselde des Waarenaustausches zu veeitigen. Tim Comvtoir find inzwischen emlae Geschäftsfreunde aus dem Innern angekommen; Don Alciwades. Don Mlauel. Dvn Ulisses. Don Ackilles treten ein; so unscheinbar, ja ärmlich sie äuF. . e r . r 1 . Bcnicg er'qemen, 10 oeoeinenoc Grundbesitzer sind diese Hacenderos" meistens; der Werth ihrer Plantagen beläuft sich fast stets auf Hunderttausende, und da lassen sie sich denn auch nichts abaeben. Was das Leben in den Tropen bieten kann.das setzen diese verkappten Crosusse dem Besuazer vor, der Sonntags zu emem von ihnen hmausreitet, um dort den Taa zu verbringen. Da geht es nie ohne Sect, Roederer und Ellquot ab. auch fehlt nie die arokte Delicatesse. echtes deutsches Bier, noch dazu auf Eiö, sowie die feinsten französischen iamne. ein solcher Taa zahlt, was materielle Genüsse anbetrifft, nie zu den verlorenen. Die geistigen Darbietungen stehen freilich Nicht auf gleicher Hohe, aber das ist auck nickt zu verlanaen. das uner schövflicke Tbema. das Geschäft, läßt kaum etwas Anderes aufkommen, und dann, in Volitik mischt sich em 7?rem der. kurzwea Aleman . d. lz. eulscher, aenannt. überhaupt nicht. Es kommt aber auch noch eme zweite Sorte von Geschäftsfreunden aus dem innern, um im Store zu kaufen. Das sind die Tenderos", d. b. Leute, die nur ein Waarengeschast besitzen, aber keme Httwida", und daher auch nicht so vermöaend sind, wie die Ersteren. Sie werden mit derselben Höflichkeit vom Principal begrüßt, obgleich oft ein Gauner erster Sorte darunter ist. der nach südamerikanischer Mode stur misch umarmt, aus den Nucken ge klopft und ein Mal über das andere .mein theurer, aeuebter freund ge nannt wird, dem man sein Hauö und Alles. waS darin ist, zur Verfugung stellt- und der gleichzeitig im Store mit den Worten, deutsch natürlich, em geführt wird: Passen Sie auf, der Ker st eh t wie ein Nabe." Auf diese Weise hat man die beste Gelegenheit. Sckausvieler zu werden, den betreffenden Ebrenmann oftmals ,?aoallero", amigo mio" zu nennen und gleichzeitig ein Auge auf sein, Finger zu haben. 5lm Comptoir herrscht indessen dun teL Leben. Mit Musikbealeituna. an ders thut eö der General und Stadtcommandant nicht,hoch zu Rotz, schtm mernd und strahlend in der Goldsticke i seiner Uniform, hält er vor dem Haust und begibt sich m da onzp
lolr. um mtt dem wentaer aolvslroken
den, aber nichtsdestoweniger recht mackhaen deutschenKaufmann zu con fernen, über Stadtangclegenheiten, Politik und sonstige Dinge, bei deren Durchführung er des meistens thatkräftigen Beistandes seitens der Fremden allerdings entbehren muß. er zieht jedoch ganz befriedigt von dannen. nachdem er sich versichert hat, daß man seinenAbstchten wenigstens nicht femolich gegenüberstehe. Nach kurzer Pause von 11 iz Uhr. in der der Principal mit den Deutschen oben frühstückt, während die Venezuela zu diesem Zweck ihre .atoS" aufsuchen, brmat em aluhend heißer Mittag die Fortsetzung der Ar beit. Die Sonne steht jetzt tm voyevunkt ibrer Macht. Tihx hält nichts. kein Eis, keine noch so fest verschlossene Thür, keine Leinwand mehr tand, sie dringt überall durch und legt sich mtt läbmender Gewalt auf die Glieder. Wer sich ihr jetzt unbedeckten Hauvteö auch nur eme Viertelstunde aussetzt. kann ncker sem. am Abend htvenrank darniederzuleaen und nach 24 Stun den daö Zeitliche zu segnen. Kein Mensch lakt sich auch zu dieser 3: draußen sehen. Maracaibo gleicht einer Todtenstadt. Der arme Europaer besonders leidet schwer; der Sckweik fließt ihm m Strömen uber's Gesicht und hindert fast jedes Arbeiten. Auch diese Stunden iedoch gehen vorüber, die Kraft der Sonne wird schwacher, und damit gewinnt dieThatigkeit wieder die Oberhand. Jetzt kommt ein kleiner Jndianerjunae; stumm wie ein Fisch bietet er seine Waare an. einen wunderbar schönen Junten Papagei, dessen einzigeSprachlentunaen m emem Schatz lener klanavollen Schimpfworte besteht, die der spanischen Sprache so sehr zur Zierde gereichen. Auch Gllrtelthiere und Waschbären führt der Sohn des großen Falkenauge- mit sich; er läßt sie ganz harmlos in dem weiten Raum umherlaufen, um sie dann unter dem Hallos, des aesammten Personals wieder einzufangen. Schließlich nimmt man dem kleinen Menageriebesitzer ein Gürtelthier ab, um ihn los zu werden. unemaestanden wohl auch, um emen guten und billigen Braten zu haben. Der Taa. das ist die Thätiakeit im Geschäft, neigt sich um 5 Uhr demEnde zu. In fast grauer Färbung, unscheinbar, als schäme sie sich ihrer verHeerenden Thaten, guckt die Sonne in's Meer und verwandelt fast ohne Dämmerung den Taa in Nacht. Am tropischen Nachthimmel erstrahlt das Kreuz des Südens m semer wunderbaren Reinheit. Einige Stunden widmet der junge Deutsche nun noch der Erholuna von der Arbeit; er besucht den deutschen Club, um seiner Vorliebe für Villard- und Clavierspiel oder Lektüren Nahrung zu geben oder einmal wieder sich in reeller deutscher Politik zu ereifern. Oder er 'reitet auf semem Vferde zu einer Tertulia , Abendgesellschaft, hält da vor den veraitterten offenen Fenstern, an denen leise und graciös die Damen lehnen. und huldigt der Mmne; wenngleich es heißt, daß unsere kühlen Deutschen dies Spiel nur als Mittel betrachten, um die Landessprache noch besser zu lernen. Bald mackt sich aber die Müdiakeit mit Macht aeltend. Einer nach dem Andern wandert nach Hause.denkt dort ..;.rYi.x . ' . c:j :i picuciaji nuaj einen 'augcnuuu um Sehnsucht an sein liebes Deutschland, c r rn .3 ;n rrv in ocm 10 Zllieies anoers in. juann kriecht er hinter sein Mosquitonetz und m die Hangematte und wieder ist em Tag aus dem Leben eines Deutschen in den Tropen vorüber. Sienst' Won Rene Ghik. I. l?me leuchtende, lauwarme Sevtem bernackt. bizarres Mondlickt durch leich te Nebel hmdurch. Noch dröhnen Die Schienen im kleinen Bahnhof von Ver dies von den Bewegungen der Maschine auf der Drehscheibe. Obaleick der Bahnhof nur einem fast dörflichen Städtchen zuaehörte. zählte er doch zu den besuchtesten Stationen der Linie ParlZ-Brest, als Knotenpunkt verschiedener Bahnen,- dle sich hier ver einiaten. Bis in die Nacht hinein dauerte der strenae Dienst, für welchen ein einziger Bakmvorstand einaesebt war. neben den niedeien Bediensteten und einem Gehilfen, der ihm bei den unwichtigeren Obliegenheiten zur Hand aina. Eben hatte es xm aeschlaaen. Den stopf in d'e Hände begraben, hockte Herr Tesdree. der Baynvorstano. vor seinem Pult. Plötzlich fuhr der Mann aus dem ihn übermannenden Schlummer iah m die Höhe, als wenn der Geist fortgefahren hätte zu wachen und seiner Pflicht zu aedenken! Er fuhr sick mehrere Male mit der Hand über seme Stirn, deren Adern kick bervortraten. Dieser Kopsschmerz, der mich gar Nicht mehr verlaßt, sagte er m klagenw ... r-... cm:. ..'s iti in - v a vem :ion. iie vlki uqr es oennt 10 Uhr fünf! fünf!" Er erkob sich eilend?. Wii ba bae schlossenen Augen lief er hinaus und prallte bemaye wider seinen Gehllsen: 5Zua 3 nach Brest? Sie haben das Abfahrtssignal gegeben, Mahant? -Aber da steht er!" Ja, Herr Tesdree, Ich wollte Sie eben benackrichtiaen. Ich komme vom Semaphor, Ande ist krank, es ist ein Ersatzmann genommen worden. Gut. Wir haben zwei Minuten Verspätung.Der ua kielt vorn. 3lm Hinter arunde unterschied man schattenbaft weitere 5üae. die theils zur Abfahrt bereit standen, theils rangirten. Alles war eingestiegen, er führte die Pfeife zum Munde und keuchend machte sich die Maschine auf den Weg in der hellen WM-
Seit vierunSzwanzig Stunde war
der Bahnvorstand schon auf den Füßen. Auster den etwa achtzig Zügex,, welche in diesem Zeitraume durzufahren pfleqen, hatte er seit zwei T'aoew durch die D?anöver zahlreiche MititrtranS. Porte ztf überwachen, die thn der weni gen Stunden beraubten, welcre er sonst genoß. Unfähig, einen Gedanken , zu fassen. drückte er seinen schmerzenden Kopf an' eine Glasschi'lce, er war dem Umsinken nahe. Geht's m besser ," erkundigte sich Mahant respektvoll im Vorübergehen. Es ist auch zu viel!, Sie sollten Hilfe verlangen." Ja. vielleicht." Da durchzuckte eine Erinnerung den umnebelten Geist, mit sichtbarer Unruhe eilte Dcsdree aus (Geleise. .Mahant? Nummer 4 von Brest Bon Brest kommend?" Ter Andere, ein großer einfacher Mann auS dem Vollie. lief mit zittern den Handen zu ihm: ..Ja. ia, Sie haben Depeschen? eine Nachricht, Herr Deödrre? .Nein!" .Er ist nicht eingetroffen! Er war noch nicht eingetroffen!" Sie hielten sich an den Händen gefaxt, um nicht zusammenzubrcchcn unter der Wucht des Unglücks. ,0r war nicht emgerrossen und Nummer 8 ist abgefahren!" stammelte der unglückliche Bahnvorstand. Beide waiidtcn imwlllkttrlM ihre Blicke auf die langen, regelrechten Schienen, sollten ihnen un 0cit zwi' schon Hecken und Gräben bis dahin, wo schrecklich, nnabwcndVar, auf dem glei chcn Gleise zwei Züge, mit Menschen dicht beseht, einander entgegenbrausten! O! gräßlich! M amini, es kann nicht scn!" .Es ist nicht Ihre Schuld, Herr Tcsdrce. Man kann nicht mehr ver langen als die Kräfte " ,Tie Pflicht. Mahant! Ich habe meine Pflicht verletzt!" Wie wenn ihm dieses Wort neue Kräfte verliehe, raffte er sich auf. Wir haben eine Maschine unter Dampf. Geh. sie soll vorfahren mit Güterwagen und Ätroh für die Verwundeten." Er schwankte und streckte abwehrend die Hände aus gegen die Schrcckensbilder, die mit Gewalt sich ihm aufdräng ten. .Verstehen Sie. Mahant? Auch den Verbandkasten. Sie werden mich vertreten." .Wo wollen Sie hin? Ich beschwöre Sie. in Ihrem Zustand Ihr Platz ist hier!" ANem, ich weiß, was ich thun muß! Sperren Sie das Geleis und wachen Sie! Schnell, schnell, die Maschine und telegraphirt!" Während Mahant den Befehlen nachkam. begab sich DeSdrce zitternd vor Verzweiflung, die Treppe hinauf in seine Privatwohnung. Erst stand er eine Minute vor der Thür still, um d'.e Herrschaft über sich zu gewinnen, dann drang er leise in daö Vorde'rzimmer ein und schlich mit großer Vorsicht tnS zu einem kleinen Möbel, dessen Schieblade er etwas entnahm, das er in seine Tasche gleiten Iicl;. Jekt öffnete er eine zweite Thür. Es war das Schlafzimmer, traulich durch eine Nachtlampe erhellt. I::, Bett schlief ruhig athmend F:au Dejdrcc, ein Bild friedlichen Glücks. Si. schien etwa 25 Jahre zu zäh.en und besaß überreiches blondes Haar, ihi Kopf mit dem leicht gebogenen Arm ruhte auf der goldenen Jluth. Zu Füncn des Bettes schlief in emci Wiege mit zurückgeschlagenen Vorhän gen ein süß träumendes Kind, der Anmuth und rosigen Gesichtsfarbe nach wäre es das verjüngte Ebenbild der Mutter gewesen, doch hatte es das schwarze Haar vom Vater. Tesdree verharrte regungslos tm Nahwen der Thür, mit allen Krästen nahm er das Bild der glücklichen Zukunft in sich aus und weinte stumm und leiden schaftlich. Ein paar Minuten, Ewigkelten, ver flössen so! Er schien Abschied zu nehmen mit seinen schlanken zitternden Händen, dann eine gewaltige Anstrengung leise, wie er gekommen, zog er sich wie der zurück. Als er die wartende Maschine bestieg. zeigte sein Gesicht eine geisterhaste Blässe. Die Bediensteten griffen an ihre Mützen. Steigen Sle nur auf, Herr Desdree!" sagte Mahant. Wir stehen zu Ihnen, wir bemitleiden und vertheidi aen Sie!" .Dank, m'lne Freunde, Dank! Sle werden es morgen sagen, morgen erst meiner Frau " Ter Lokomotivführer wartete, Des dree stieg auf und der Zug rasselte da von auf dem SchreckenSgeletse, das bald vom Tod gesperrt sem würde. Krampshast vornübergebeugt saß der Bahnvorstand auf seinem Platz, immer näher rückte die Entfernung heran, seit sam deutlich jeder Gegenstand m der nebligen Mondnacht! II. Und plötzlich durchtönte die Nacht ein dumpfer, furchtbarer Lärm. .O, Gott! Gott!" .Herr Tesdree war auf die Knie ge sunlen und barg, außer sich, den Kops m seinen Händen. 'Muth. Herr Tesdree!" agte der Heller tief beweLt, während der Loco Jedermann sagt so. CaScareti Candy Cathartie, die wundervollste medizinische Satdeckung des Zeitalters, angenehm und ersrl schend im Geschmack, wirkt sanft und sicher aus Nieren, Leberund Singewei de, dal ganze System reinigend, ent fernt Erkältung, kurirt Kopsweh. ftie ber, anhaltende Verstopfung und Un Verdaulichkeit. Kaufen und versuchen Sie eine Schachtel von . C. Scheute ; 10, 25, und 50 Cent, verkaust und Heilung garantirt von allen Upotheken,
mottvsuyrer nacyvenkend vu Eeschmtn digkeit müßigte: ES kann nicht mehr weit sein," murmelte er. Vordem Tunnel glücklicherweise." Verschiedene Krümmungen hindcrten den Ausblick. Nach einigen Secunden, als der Weg wieder frei vor ihnen lag. thürmte sich ein Berg von Wagen und Material auf der Strecke. Die beiden Maschinen beherrjchten die ganze Verwüstung, noch fauchend, noch blitzte das große rothe Auge, während Dampf und springende Funken die drohende FeuerSgefahr verriethen. Der Bahnvorstand stieg ab. Eine übermenschliche Energie hatte sich 'seiner bemächtigt. Groß, in die Uniform eingeknöpft, sehr blaß unter der weißen Kappe, so schritt er mit nervöser Raschheit vorwärts, die Kopfschmerzen waren verschwunden, der Verstand arbeitete mit seltsamer Klarheit. Mit einem Blick vermochte er zu übersehen, dafc die
Katastrophe doch nicht so schwer sei, wie jeme Verzweiflung eS ihm vorgeL2ukelt. Die kridn ni-nmniiiisnki--? datten wohl bremien können und ln den Wagen hatten die nicht sehr zahl eichen Insassen zumeist schlafend oben auf den Bänken gelegen. Doch aab eS Todte zu beklaaen. und Andere waren ernstlich verletzt. Die Ucdr'.gcn betheillgten sich, nachdem der erste Schreck vorüber, an den Rettung?arbeiten, rissen die versperrten Thüren aus. ln denen blaffe, blutende Menschen auftauchten. Mit Gefahr seines Lebens hatte sich Herr Desdree dahin gestürzt, wo zwi fchen den ausrecht stehenden Maschinen und den geborltenen Dampfleffeln das Feuer wüthete! ualeich ertheilte er kurze, klare Befehle, von einem inneren rang bejcelt. .Über den er sich selbst nicht Rechenschaft abmkn vermochte. Eine Stunde verstrif in unausaesetzten Mühen. Ter Schrecken hatte ein wenig nachgelassen. Man fand sich wieder. - Die ersten vier Waaen des 5uaes 4 hatten schließlich Feuer aefanaen. und die gelben und purpurnen Flammen beleuchteten wie unaebeure tackeln die Zerstörung umher. Bon Einem zum Anderen ama die Kunde, daß nun Alle aeboraen seien bis auf einen Heizer, der unter seiner Maschine lebendig begraben lag. .,Zst der Bahnvorstand da, der von Berdies?" bemerkte ein Passagier. ,Jhm soll ia das aanze Unalück zum schreiben sein!" ..DaS wem man nickt. md &te sicher, daß es sich so verhält? Er war bewundernswertb. eine Kühnheit, eine Todesverachtung! Da, sehen Sie " Aber wo will er hin? Das ist Wahnsinn!" Beim Schem der klammen erklomm der Vorstand mit Händen und Füßen entschlossen die Maschine des Zuges 8.Fast ganz aufrecht stand sie da, wie nach einer gewaltigen lebten Anstrenauna. nesendast zeichnete sich der Sckatten gegen die helle Nachtlandschaft ab. Er erschien oben, allen Blicken, die ängstlich auf ihn gerichtet waren, sicbtbar. Einen Augenblick blieb er regungsloö, wie um nochmals den Schre cken auf sich einwirken zu lassen, die Verzweiflungsschreie, die er gehört. Langsam führte er die rechte Hand an die Schläfe man bemerkte den Metallglanz des Revolvers. Bevor noch Jemand herbeizueilen vermochte, war der Schuß losgegangen. Doch eine Hand hatte sein Handgelenk erfaßt und die Waffe abgelenkt. Hin ter ihm erhob sich eine schreckliche Er scheinung, blutend, kohlschwarz, mit versengten Haaren: der Heizer, welchen man verloren geglaubt, und dem es gelungen war, sich zu befreien. Die Kugel hatte die Stirn nur gestreift, das Blut strömte über das bleiche Ge sicht deS Beamten. Laß mich, laß mich sterben, Denain!" Er versuchte zu ringen, den Revolver zu fassen! Doch Denain. der Heizer, war ein Herkules ; jetzt staud er oben auf der Maschine. Er brachte ihn herunter. Zusammengekauert auf der Böschung sitzend, redete der Unglückliche kein Wort, während das Blut auf seine Brust niedertropfte. Tenain kniete vor ihm und betupfte die ungefährliche Wunde mit einem Taschentuch. Warum hast Du mich nicht sterben lassen? Mein Blut für die Todten . . " Wir wir wissen, daß eS nicht Ihre Schuld ist, Herr Tesdree! und dann, da unten, die Frau, der Kleine?" Dank, Denain. Ah, sie wieder sehen! Ist'S möglich?Er empfand, daß sie ihm verziehen, all diese Leute um ihn herum, und weinend sank der Bahnvorstand an die Brust seines RetterS. Zufall. Nur nicht unbedacht Auf den Zufall schelten. Denn er hat's nicht selten Wirklich aut macht. Darum hübsch gemächlich Werft ihm ja nichts vor: Er ist unbestechlich Und er hat Humor. , m m m Der zärtliche Gatte. Sie: .Meinst Du. daß ich wieder hei. rathen soll, wenn Du einmal stirbst? Er: Meinetwegen !" Sie (weinend): O und das sagst Du so gleichgiltig ?!" Er: Aber Mali, ich kann doch nicht einen Menschen bedauern, den ich gar nicht kenne!" 15 tne Muster gatt in. Er: Aber Kind Du wirthschaftest ja schrecklich mit dem Gelde." Sie: Laß mich doch, es ist ja auch mein Wirth schaftsgeld." Standesgemäß. Neugeadelter Kommerzienrath: Nu', wie hast De geschlafen, de erste Nacht als Frau Baronin?" Kommerzienräthin: .Nu', wie werd' ich geschlafen haben vornehm!"
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