Indiana Tribüne, Volume 20, Number 299, Indianapolis, Marion County, 17 July 1897 — Page 1

c 0 i 00 AC T sVT rlC kS KV f$ W J W W W l iV ov V Office : No. 18 Süd Alabama Straße. Telephon 1171. Indianapolis, Zndiana, Sa.nstag, öen 7. Juli J89?. Jahrgang 20 No 299

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(Lditorielles Der deutsche demokratische Club beschloß die Kandidatur ThomaS Tag gSktS ZU Unterstütze, Uttd Per? VitXXl hard hielt eine Rede, worin er dieser Unterstützung kräftig daS Wort redete. So weit, so gut. Aber Herr Reinhard sagte etwaö in seiner Rede, waö entschieden falsch ist. Er sagte : Kein guter Demokrat verläßt seine Partei wegen ihm mißliebiger Prinzipien oder nicht genehmer Nominationen." Wa Nominationen betrifft, so mag daS unserthalben Geltung haben, waö aber Prinzipien betrifft, so ist daS eine traurig reaktionäre Anschauung. Sie erhebt zum Hauptzweck der Politik nicht daS Prinzip, sondern die Partei. Für Politiker, für welche die Partei bloß das Mittel ist an die Aemterkrippe zu kommen, mag daS ja seine Nichtigkeit haben. Jür daS Volk aber ist die Partei, oder sollte sie sein, daS Mittel zur Ausführung bestimmter Prinzipien und wenn sie diese Prinzipien aufgiebt, hat sie für den, der diesen Prinzipien huldigt, keinen Zweck mehr. AlS die republikanische Partei in den Siebziger Jahren sich von den kemperenzlern inS Schlepptau nehmen ließ, sielen die Deutschen massenhatft von ihr ab. Hätten sie vielleicht auch sagen sollen, kein guter Republikaner verläht seine Partei wegen ihm mißliediger Prinzipien ? Wenn Zeder unter allen Umständen immer fest zur Partei hielte, ohne Rücksicht auf Prinzipien, dann müßte jeder politische Kampf auffhören, denn eine einmal in der Macht befindliche Partei könnte dann nicht mehr derdrängt werden. Wie wäre ein Fortschritt, eine Besserung der Verhältnisse möglich, wenn eö nicht L-ute gäbe, denen daS Prinzip und die Wohlfahrt deS Volke? - hoher stehen als die Partei ? Welche Ursache hätte eine Partei sich überhaupt um daS Wohl deS Volkes zu kümmern, wenn sie nicht fürchten müßte jene unabhangigen Elemente zu verlieren, welchen daS Interesse deS Volkes höher steht als daS der Partei ? Ohne diese Elemente käme die Welt in tausend Jahren nicht einen Schritt vorwärts. Von diesen Elementen allein hängt der Fortschritt ab. Berufspolitiker und Aemteriäaer mögen immerhin ohne Rückficht auf Prinzipien zu ihrer Partei halten. DaS ist ihr Geschäft. Davon leben sie. Der einsichtsvolle freie, unabhängige und fortschrittlich denkende Mann dagegen hält fest an seinen Grundsätzen, so lange er dieselben für richtig erkennt. Er opfert seine Grundsätze niemals der Partei, sondern macht eS gerade ui.igekehrt. Gerüchtweise verlautet, daß Japan und Spanien eine Ossensiv-Al-lianz gegen die Ver. Staaten zum Schutze von Cuba und Hawaii geschlössen haben. An der Nachricht ist wohl schwerlich etwas Wahres. ES ist indeß nicht unmöglich, daß daS Gerücht mit ganz bestimmten Absichten in Umlauf gesetzt worden ist. Japan besitzt eine bedeutende Kriegsflotte, welche der amerikanischen vollständig ebenbürtig, wenn nicht überlegen ist Für die Vertheidigung unserer ausgedehnten Küste ist unsere Flotte absolut nicht ausreichend und bei der Beschaffung einer größeren Anzahl von KriegSschiffen gäbe eS so manchen guten Millionen-Joö. Die Annexion Hawaiis wäre ein ganz sträfliches Beginnen. DaS Co mite, dem die Angelegenheit vom Senate überwiesen wurde, hat allerdings die Annezion empfohlen, .aber wir hoffen, daß die Sache im Plenum durchfällt. Denn der Annexion wer den auswärtige Verwickelungen fol gen. so sicher, wie daß zwei mal zwei vier ist, und riesige Ausgaben fpr die Beschaffung einer großen Kriegsflotte wird das Nächste sein. WaS geht unS Hawaii an? Mögen sie sehen, wie sie dort zurecht kommen, und wenn die Abenteurer, welche dort eine Regie rung ausgesetzt haben, sich nicht halten können, so mögen sie zum Kuckuck gehen ! i , , Kürzlich ist in Wien die berühmte Schauspielerin Charlotte WalZer g; fiorben. Der Papst, ließ der Leiche derselben seinen Segen" übermitteln Einst war eS anders ! Noch vor 200 Jahren wurden Schauspieler nach ihrem Tode auS religiösen Gründen" in

ungeweihter" Erde begraben. Als z. B. der berühmte französische Dichter

und Schauspieler Moliere 1663 in Paris starb, weigerte sich die eistlichkeit, ihn in sog. geweihter Erde beizusetzen. Der König von Frankreich mußte sich in'S Mittel legen. Er frug u. A. einen Kirchenfürsten, wie tief der kirchliche Segen reiche, und als er die Antwort erhielt : sieben Fuß tief, sagte der König, so soll Moliere einen Fuß tiefer begraben werden. So geschah'S. . (Freid) Tliii)tiiüssjiii1jlfii. Inland. Wetterbericht. Schönes Wetter heute Nacht und am Sonntag. Höchste Temperatur innerhalb der letzten 24 Stunden 75 Grad,- niedrigste 64 Grad. MM Bessere Geschäfte. Washington, 1. Juli. Der Bericht über den Export und Import der Ver. Staaten, welcher gestern vom statistischen Bureau veröffentlicht wurde, zeigt, daß die Einfuhr und Au fuhr von Waaren, mit Ausnahme uo.i Gold und Silber, im Monat Juni größer gewesen ist, als seit vielen Iahren. Besonder? war die Ausfuhr sehr bedeutend. Seit 1892, als die Ver. Staaten enorme Massen Getreide in Folge der Mißernte in Europa verschifften, hat kein so großer Export stattgesunden. Verglichen mit 1896 zeigt die Ausfuhr im gerade endenden Fiskaljahre eine Zunahme von 170 Millionen Dollars. !' Armer Prinz. Newgork, 16. Juli. Prinz Euie Wha, der Erbe der Krone CoreaS, welcher sich gegenwärtig in den Ver. Staaten aufhält, soll seines Lebens nicht sicher sein. Angeblich ist er hierher gekommen, um seine Studien zu vollenden, doch scheint eö, daß er ledigich sich hier aushält, um Meuchelmörd:rn, welche ihm in seiner Heimath daS Lebenslicht auöblasen wollten, zu entfliehen. Selbst hier fühlt er sich durchauS nicht sicher und die Leute seiner Imgebung sind bis an die Zähne bewsffaet. Auch die Geheimpolizei von San Francisco, Washington und New Jork soll um seinen Schutz bemüht ein, obwohl dieses im Hauptquartier in Abrede gestellt wird. in , Behauptet noch immmer seine Unschuld. San Francisco, 15. Juli. Rev. Hugh Lamont, ein Onkel der unglücklichen Blanche Lamont, für deren Tod Theodore Durrant am Galgen büßen soll, besuchte denselben im St. Quentin Gefängniß. Herr Lamont agt, daß, wenn er auch überzeugt sei, daß Durrant der Mörder seiner Nichte ei, dieser doch auf ihn den Eindruck gemacht habe, daß er unschuldig sei. Wenn er das Verbrechen begangen habe, so spiele er die Rolle eines unschuldig Verfolgten ausgezeichnet. Durrant sagte dem Geistlichen, daß er unschuldig sei und fest glaube, daß noch vor seiner Hinrichtung der wirkliche Mörder entlarvt werden würde; er bedauerte, daß er an der gegenwärtig in San Francisco tagenden Versammlung der Mitglieder der Christian Endeavor" Gesellschaft nicht Theil nehmen könne. fM ii. Merkwürdige Justiz. Chicago, 16. Juli. Zum vierten Mal in 2 Monaten fand eine Jury im Criminalgericht ChaS. W. Spalding, den (?r-Schatzmeister der Univerfität von Illinois, nicht schuldig der Unterschlagung der Endowment Bond? deS Institute?. Heute, wie früher, rcttctc daS Wort Absicht den Ange klagten. Die Instruktionen deS Rich terS an die Jury lauteten dahin, daß wenn sie nicht sicher seien, daS Spal ding Unterschlagung beabsichtigte, sie ihn freisprechen müssen. Die Geschworenen erklärten nach Abgabe deS VerdictS. daß während kein Zweifel darüber obwalte, daß Spalding unterschlug, Zweifel darüber herrsche, ob er beabsichtigte zu unter schlagen und ftc hätten nicht! thun kön nen alS ihn frei zu sprechen. Die Jury nahm y Abstimmungen vor. 3n der ersten waren 7 für Ueberführung für Freisprechen. ES schweben noch 25 andere Anklagen gegen Spalhing und er wird pzeiter prozesßrt werden.

Alaöka'öNeichthümer

Seattle, Wash., 16. Juli. Die Alaska Development Co. wurde hier gegründet, um die kürzlich in Südost Alaka von R. E. Johnston von LoS sn A m ll ji... .t( W r.Tt.f . Gatoö entdeckten Kohlen- und Oelfel der zu entwickeln. Der Bericht, den auSgesandte Experten abstatteten, zeigt, daß die Entdeckung zu den wunderbarsten gehört, die jemals gemacht wurden. Die Oelfelder liegen wenige hundert Fuß vom Fluthwasser, 350 Meilen westlich von Zuneau. ES wird glaubhaft versickert, daß das Oel direkt auS dem Oelfelfen sickert und an vielen Plätzen mit einem Eimer geschöpft werden kann. Die umliegenden Kohlenlager sind einfach unerschöpflich. ES sind schon 30,000 Fuß Röhren in Pittöburg bestellt worden, und sobald dieselben hier ankommen, sollen sie mit Material zum Herstellen von TankS nach den Feldern gesandt werden. Ein prominenter Oelmann hat daS nöthige Capital zum Bau einer großen Raffinerie am Platze garantirt. DaS Oel ist von der besten Qualität und in der Quantität unerschöpflich. -i Selb stm o rd eineS reichen ManneS. Atlanta, Ga., 16. Juli. Emanuel Rich. Mitglied der Firma M. Rich & BroS., eineS der größten El-lenvaaren-und Möbelgeschäfte der Stadt, schnitt sich heute Morgen um 7 Uhr in seiner Wohnung den HalS ab. Am Samstag Abend war er von New Jork zurückgekommen, und erschien am Sonntag sehr niedergeschlagen. Am Sonntag Nachmittag machte er bereits einen Selbstmordversuch, der aber vereitelt wurde. Heute Morgen entwischte er seinen Wärtern und eS gelang ihm, die Luftröhre mit 4 schnitten mit einem ftumpfen Obstmesser zu durchschneiden. Herr Rich war in Geschqftßkreisen deS Süden? und auch in New Aork, wo er seine Einkäufe machte, sehr bekannt. Er war einer der prominentesten und reichsten jüdischen Bewohner AtlaxtaS. Eine Untersuchung ergab, daß sich Rich 36 Mal in HalS und Brust gestochen hatte. Ein Stich durchbohrte daS Herz, ein anderer traf die Haltschlagader. Rich war ein Ungar und 49 Jahre alt. ."i Traurig e i Ende eineS Goldsuchers. Baue ou ver, B. C., 16. 3uli. Ueber daS traurige Schicksal eines deutschen Goldgräbers, RamenS Ben Wrede, hat man jetzt hier endlich NähereS auögefunden, und leider bewahrheitet sich die von Vielen gehegte Meinung, baß er in dem wüsten Mlca County elend verschmachtet sei. Vor ungefähr zwei Jahren verließ er Vancouver und gab derzeit an, daß er sich nach den Goldfeldern von Mica Co. begeben und dort bleiben werde, bis er als reicher Mann zurückkehre. Zuletzt hörte man von ihm brieflich am 10. März 1896. Eine Bande von Sikinefe-Jndianern hat vor Kurzem daS Lager, in welchem Wrede lebte, aufgestöbert und dort die Leiche desselben gefunden. Durch Briefe und Dokumente, welche an derselben gefunden wurden, wurde sie als die deS Wrede identifi,irt und die Freunde wurden benachrichtigt.. Wrede kam vor Jahren nach Victoria, wo er ein Hotel eröffnete und seiner Zeit viel Geld verdient haben soll. -.4 Ausland. Folgen der Vorgänge in Eger. Wien. 16. Juli. Nachdem sich die erste Ausregung Hber die Vorfälle in ?ger einigermaßen gelegt hat, iß jeder deutschdenkende Mann jetzt daraus be dacht, den bei der Affaire in die Ge walt der Polizei Gefallenen zur Seite zustehen. Sämmtliche deutschen Ad vokaten der Stadt haben sich freiwillig erboten, bei dem bevorstehenden Prozeß die Vertheidigung der Verhafteten kostenlos zu übernehmen. UebrlgenS dürsten die Porfarnmnisfe an der Grenze noch ein diplomatische Nachspiel haben. AlS nämlich mehrere uniformirte bayerische Bahn- und Zoll, beamte den Kordon pasfiren wollten um sich nach dem Bahnhos zum Die? zu begeben, wurde sie vo,n tschechischen Polizisten insu,ltixt und it Säbeln a.ngegrigen. Hoffentlich erhalten di rohen Patrone den wohlverdienten Lahn,

ShermanS Schreibweise

gefälltihnennicht. ' pfangen. Auf den Straßen bildeten L o n d o n, 16. Juli. Staatssekretär ! die Truppen Spalier. Die distinguirSherman'S Seehundönote an das bri-j ten Besucher wurden in den Palast ge-

tische Auswärtige Amt ist heute daS I t- r. m, . . Tagesgespräch. Man hätte dem wür eigen alten Herrn in Washington gar keine so energische Sprache zugetraut und ist oder stellt sich empört darüber, daß er den Herren im Auswärtigen Amt unumwunden zu verstehen gegeben hat, was er von ihrer SeehundsPolitik denkt. Im Auswärtigen Amt selbst freilich regt man sich nicht sonderlich darüber auf, denn dort ist man dickfellig, wie ein Elephant. Die Vorschläge der amerikanischen Regierung in Betreff der Robbenschlag-Differen-zen werden dort alS raisonable" betrachtet und die Theilnahme an der angeregten Konferenz in Washington als selbstverständlich zugesichert. In gleich'm Sinne hat sich der hier weilende kanadische Marineminstkr DavieS auSgesprochen. In gewaltigem Gegensatz zu der kaltblütigen Haltung im Auswärtigen Amt steht der Ton, welchen bei Besprechung der Sherman'schen Note die Londoner Presse anstimmt. Plakate mit weithin lesbaren Worten wie Der a'tnerikanische Adler kreischt gegen England," Der Löwe wieder in den Schwanz genknissen" sind vor den BursauS der Londoner Nachmittagspresse angehestet. ' In einem Jankee - Unverschämtheit" betitelten Artikel schreibt der Globe": Die Erinnerung an die impertinente Botschaft ClevelandS steigt in unS auf beim Lesen der insultirenden Botschaft, welche Sherman der Oeffentlichkeit übergeben hat. Der Ton dieser Botschaft weicht nicht bloö ab von der Sprache der Diplomatie, sondern er verstößt wider die einfachsten Gebote der Höflichkeit und Wohlerzögenheit. England wird Lord SaUSbury beistimmen, wenn er auf die Note ShermanS nicht reagirt und gar nicht dergleichen thut, als ob er sie empfangen hätte, denn auf solche Ungezogenheiten reagirt kein anständiger Mensch. Will er jedoch Notiz davon nehmen, so ist die einzig mögliche Antwort, daß er dem Botschafter Hay seine Pässe zustellen und ihm sagen läßt, er möge sich möglichst geräuschlos bei Zeiten verziehen." Die Pall Mall Gazette" ist nicht so sehr über Ton und Inhalt der Sherman'schen Note empört, als darüber, daß dieselbe der Oeffetlichkeit übergeben wurde. Die Westminster Gazette" sagt in Betreff der etwa? unangenehmen" Note : ..Seebunde fvielen in der amtr iranischen Politik ebenso eine Rolle, wie Silber ES ist traurig, daß SeeHunde die Handhabe zu einer Demonstration der amerikanischen Regierung gegen England werden." m .1,. Die FriedenSunterhandluNgen. C o n st a n t i n o p e l, 17. Juli. Tesik Pascha, der Minister deS Aeußeren, theilte heute den Botschaftern mit, daß der Sultan die Forderungen der Mächte im Prinzip anerkenne und bereit sei, ihre Ansichten über die Frie-denS-Bedingungen entgegenzunehmen. SS wird sich bei der morgigen Conferenz zeigen, was die Annahme' bedeutet. Da der Grobvener den Zorderun gen der Mächte opponirt und noch im Amte ist, werden weitere Schwierigketten erwartet, obgleich gemeldet wird. daß de Sultans rascher Entschluß durch ein writereS peremptorifcheS Telegramm des Czaren veranlaßt wurde. Empfang eineö japanischen Gesandten. London, 16. Juli. Der Correspondent der Pall Mall Gazette" in Madrid sagt: DaS bemerkenSwertheste Ereigniß der spanischen Hofsaison in San Sebastian war bis jetzt d-r Besuch dt, Fürsten Takeheito. deS ja panischen außerordentlichen Gesandten. der gekommen war. um dem KSnia Alsonso den japanischen Chrysanthe mum - Orden zu überreichen. Man schreibt dem Besuche besondere Wich ttgkeit zu. Der Gesandte wurde von der Königin-Regentia und der Regie rung mit großer Herzlichkeit empfan gen. Fürst Takeheito, der von dem MarquiS Jto begleitet war, wurde it vollem OtaatSpomp von de Herzog v$n Tetnan, dem Minister deS AuS

1 wärtiaen. und allen Sokbeamten em.

' leitet, wo die Königin-Regentin und . .... . ein alanttndeS Gefolae ht mtt boben Shrenbezeugungen empsing. Bankette, Bälle und andere Complimente folgten und die Kriegsschiffe in der Bai waren reich dekorirt. Der Herzog von Tetuan versichert, der Besuch sei nur ein Höflichkeitsbesuch und ohne politische Bedeutung, doch möge eine japanische Gesandtschaft in Madrid etablirt werden. ES heißt, die Ver. Staaten beobachten die Vorkommnisse sehr genau. Die Ballonfahrt nach dem Nordpol. Tromsoe, Insel Tromsoe, gramark, Norwegen, 16. Juli. Der Dampser Swenöksund, der hier von Spitzbergen eingetroffen ist, meldet, daß Herr Andree, der Nordpolfahrer, am Sonntag Nachmittag um halb 3 Uhr in seinem Ballon aufgestiegen ist. Die Auffahrt wurde unter günstigen Umständen ausgeführt. Der Wind war gut und Alle waren wohl. SchisfS'Nachrichten. Angekommen in : Bremerhaven: Havel" von New Jork. Genua: Werra" von New Aork. Southampton: Spree" von New Lork. Liverpool: Nomadic" von New Jork. Der.französiscyeÄerein gegen den Mißbrauch von Tabak hat sich an den Unterrichtsminister Nambaud mit der Bitte gewandt, dem Verein sein Augenmerk zuzuwenden und in das Schulprogramm ebenso wi den Mißbrauch des Alkohols auch den des Tabakrauchens aufzunehmen. Der Minister erwiderte, daß. wenn auch aus dem Tabakrauchen Gefahren entstehen, diese doch nicht derart seien, daß sie in solchem Grade wie der AlkoHolismus die Gesundheit benachtheiligten. Eine neue Anwendung der Röntgen Strahlen wird in Frankreich geplant. In Paris fanden nämlich auf dem Zollamte Ezperimente statt, um mittels RöntgenStrahlen importirte Produkte zu veri: ficiren. Diese Versuche ergaben po sitive Resultate und versprechen eine baldige praktische Anwendung bei Zollrevisionen. Ein specieller, leicht hantirbarer Apparat wird es ermöglichen. mit einem raschen Blicke den Inhalt eines Gepäckstückes zu besiimmen und die Entdeckung von Schmugael zu erleichtern. In den mkisten Fällen werden somit die Reisenden der Mühe überhoben sew, ihre Gepäcksstücke zu öffnen. Eine unbescholtene junge Frau Namens Clavreul aus der Gegend von Laval hat aus Aberalffuben eine Mordthat begangen. Sie konnte seit acht Tagen nicht schlafen und war fest überzeugt, daß eine achtzigjähnge Wlttwe Vrocherie sie behext habe. Um den Zauber von sich nehmen zu lassen, begab sich die Clavreul zu der Alten, welche wahrscheinlich erklärte, sie wisse von nichts und könne nichts thun; denn in ihrer Verzweiflung erwürgte die Behexte" ihre Nachbarin und stellte sich dann selbst dem Gerichte. E S lohnt sich, Hood'S Sarsaparilla zu gebrauchen. Bei reinem Blut braucht Ihr keine Angst zu haben vor Grippe, Lungenentzündung, DiphteritiS oder Fieber. Hood'S Pillen sind von den auSaesuchteften Pflanzen sorafältikst ,ubereitet. Der New York Store. lEtablirt 18530 Agenten für Buttericks Muster, Bei unserem großen Basement -Verkauf :: yente :: Graue fiemische Steln-Rruge mlt deutschen Inschriften. 23c das Stück. mim m s

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