Indiana Tribüne, Volume 20, Number 289, Indianapolis, Marion County, 7 July 1897 — Page 1
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A0 st rlr Vs K M fvO ' Ul J w w w W x y v Office : No. 1s Süd Alabauta Straße. Telephon 1171. Indianapolis, Indiana, Mittwoch, öen 7. Juli 8Z7. Jahrgang 20. No. 89
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Gditorielles.
AuS den großen Städten deö Landes liefen auch heute wieder Berichte über zahlreiche Sonnenstiche und Hitzschläge, viele davon mit tätlichem Aukgange, ein Und nun werden wir wieder daS traurige Schauspiel eineS Kohlengräberstreikö haben. Die Leute gehen an den Streik zu Tausenden, ohne gut organisirt zu sein, ohne eine gefüllte Kasse zu haben. Wie sie daS lange aushalten, wie sie den Streik gewinnen können, ist einstweilen nicht ersichtlich. Aber eö ist offenbar ein Kampf der Verzweiflung. DaS Leben der Kohlengräber ist nicht anderes als ein langsames Verhungern, und verhungern kann man auch, ohne zu arbeiten. Unsere vielgerühmte Kultur ist eine Farce, so lange es noch Menschen giebt, die trotz angestrengter Arbeit nicht die zur Beschaffung eineS behaglichen LebenS ausreichenden Mittel hben. . Daraus, daß in den lltzten Iahren der Nolylage iit rvetken oes Patentamtes um 7 Prozent zugenommen haben, wird wieder auf den alten Sutz eremplisizirt: Noth macht erfinderisch" mit dem Hintergedanken, man dürfe daS soziale Elend nicht auS der Welt schaffen, wenn derElsindungSgeist nicht den Krebsgang gehen solle Noth mcht erfinderisch" mag im Alltagsleben seine banale Nichtigkeit haben, auf das moderne Industriewesen trifft eö kaum zu. Wenn man sieht, wie sich da Hunderte von armen Teufeln mit werthlosen Erfindungen abquälen, dann wird man den Satz besser variiren : Noth macht ersindungSfüchtig." DaS moderne Erfinden" wird nicht in den Hütten der Armuth besorgt. (N 9. VolkSztg ) - ES mag sein, daß von Allem, waS bezüglich korrupter Handlungweise in Verbindung mit der Beschaffung deS Telephon-Alarmsystemö für die Stadt, gesagt wird, kein wahres Wort ist. Es ist nichts Neues, daß wenn verschiedene Gesellschasten sich um eine derartige Sache bewerben, die Agenten der erfolglosen Gesellschaften über Budel" schreien, man würde aber doch fehl gehen, wenn man die gegenwärtigen Behauptungen und Gerüchte gänzlich unbeachtet ließe. Einige derselben find zu bestimmter Art, als daß man nicht untersuchen sollte, ob eS sich um Verleumdung einerseits, oder um Schurkerei anderseits handelt. Der Agent einer Gesellschaft behauptet mit Bestimmtheit, daß ein StadtrathSmitglied sich ihm genähert und sich, in allerdings etwas indirekter Weise erboten habe, seiner Gesellschaft den Kontrakt für $5000 zu verschaffen. DaS betreffende StadtrathSmitglied ist bis jetzt nicht genannt worden, da aber der Verdacht auf jedes StadtrathSMitglied fallen kann, so müßte eö. sollte man wohl glauben, allen Denen, die eö nicht waren, daran gelegen sein, jeden Verdacht von sich abzuwälzen. DaS Publikum ist heutzutage in solchen Dingen außerordentlich mißtrauisch und eö ist im Allgemeinen gewiß Veranlassung genug zu Mißtrauen vorhanden. Mir haben eö in Amerika glücklich so weit gebracht, daß man jedem Gesetzgeber, jedem Stadtrathömitglied, jedem Beamten zutraut, daß er sich bestechen läßt. Man kann sich daher darauf verlassen, daß die Behauptung, daß eö bei Vergebung des Kontraktes korrupt zugegangen sei, geglaubt werden wird, so lange daS Gegentheil nicht bewiesen ist. - MWGWll. Inland. Wetterbericht. WarmeS, schönes Wetter heute Nacht und am Donnerstag. Höchste Temperatur innerhalb der letzten 24 Stunden 95 Grad, niedrigste 75 Grad. Ochissel'S Badeanstalt Wassertemperatur 88 Grad. Der Streik der Kohlengröber. Pittöburg, Pa., 6. Juli. Der Befehl zum Streik, welcher vom National Erecutivrathe der vereinigten Pkinenarbeiter von Amerika erlassen
war. wurde heute von 10,000 bis 15,
000 der 21.000 Kohlengräber dcö Pittöburg - Distriktes befolgt. Der große Kampf hat jetzt in Wirklichkeit begonnen. Während eö sicher ist, daß mindestens zwei Drittel der Minenarbeiter ihre Werkzeuge bei Seite gelegt haben, sind dennoch genügend Arbeiter thätig, um die Chancen der Streike? zu gefährden, wenn die Arbeitenden heute nicht schnell zum Streik veranlaßt werden. Präfident Dole behauptet vertrauensvoll, daß diese? gethan werden kann. Die Minenbefitzer dagegen behaupten, daß der Streik keinen Erfolg haben kann. In den O. 3. P. Minen von Roßville weigerten sich die Streiker zu arbeiren und die Minen wurden gefchlossen ; Herr 3. W. Steen, der Eigenthümer, heftete aber eine Notiz an, daß er in Zukunft die 09c Rate bezahlen werde. ES ist nicht wahrscheinlich, daß die Beamten der Streik den Leu ten erlauben werden zu arbeiten, ehe eine Majorität der Arbeiter anerkannt haben. In West Virginien befolgten die Minenarbeiter den Befehl zum Streik zu langsam. Eine heute Abend eingelaufene Depesche sagt, daß ein allgemeiner Streik im Staate nicht wahrscheinlich ist. Unter den Minenbesitzern und Kohlengräbern PennsylvanienS herrscht die Anficht, iaß West Virginien im Stande sein to'xxbj den Bedarf an Kohlen im jFalle eines verlängerten lrerrö zu decken, und daß die dortigen Minenbesitze? die' Arbeiter zufrieden stellen werden, damit sie an der Arbeit bleiben, wie sie 1894 gethan haben. ' C o l u m b u ö, O 6. Juli. Prä sident Ratchford. von denVer. Minenarbeitern, ist mit dem Fortschritt deS Streiks sehr zufrieden und betrachtet die Aussichten alö entschieden günstig. 'A u S demBundeSsenat. Washington, . 3uli. Also morgen, vor Vertagung der Sitzung deS Senats, soll die endgiltige Abstimmung über die Tarifbill stattfinden. Am Schluß der heutigen Debatte wurde ein dahin lautendes Uebereinkommen getroffen. DaS Uebereinkommen lautet dahin, daß die Debatte morgen nach 1 Uhr fortgesetzt und das endgiltige Votum über die ganze Bill vor Vertagung der Sitzung stattfinden soll. Während deS heutigen TageS wurde über die Anti-Trust Frage debattirt und daS Amendement des Senators PettuS, welches dem Zuckertrust derbieten sollte, Zucker importiren zu dürfen, wurde mit 33 gegen 20 Stimmen abgelehnt. ' 's Convention d e S L e h r erde rein ö. Milwaukee, WiS, 6. 3uli. Der nationale ErziehungSrath, welcher vor den nationalen Lehrerinnen zusammentritt, hielt heute Morgen seine erste Versammlung unter guter Betheiligung ab und hörte einen Bericht deö Vorsitzenden W. H. Bartholomew über die Hochschulen und ihre Aufgaben und einen Bericht deö Comites für Sekundär-Schulen. Der Erstere beruhte auf Untersuchungen über Hochschulen in 46 amerikanischen Städten. Am Nachmittag hielt Herr 3ohn Derry von der Chicagoer Universität einen Vortrag über daö ästhetische Element in der Erziehung. Auch Bundeöcommissär W. P. Harris und Fräulein Mary E. Nicholson, Hauptlehrererin der Normalschule in 3ndianapoliö, besprachen daS Thema. tz ll i Straßenbahnunglück. Pittöburg. 6.3uli. Ein elekirischer Waggon deö 5. Avenue Zweigeö wurde am Fuße deö Scho Hill unlenkbar und rannte auf einen andern Waggon. Daö Unglück ereignete sich kurz vor 11 Uhr und wurde einer der mit Passagieren gefüllten Waggonö vollkommen zerstört. Eö wird berichtet. daß drei Personen getödtet und 18 verletzt wurden. IH Unfall der alten grau McKinley. Danton. O.. 6. 3uli. Wahrend deö Besuche ihreö SohneS.deS Präsidenten, that heute die tz3jährige Frau McKinley auf der Veranda ihres Hauseö einen Fall und. verletzte sich dabei an der Stirne oberhalb der Augen. Sie war zvgr im Stande, sich selbst zu
erheben und daö auö der Wunde flie
ßende Blut abzuwaschen, aber der Präsident sandte sofort zum Arzt, und dieser fand die Verletzung so tief, daß er sie nähen mußte. ES sieht nicht auS, als werde die Verletzung schwere Fol gen haben. Nachmittags besuchte der Präsident ein Picnic der Privatschule der grau Buckingham EntsetzlicheTragödie. LoSAngeleS, Cal., G. 3uli. W. Person, ein früherer Angestellter der Santa ge Eisenbahn, welcher in letzterer Zeit beschäftigungslos war. versuchte seine 8 Jahre alte Tochter zu tödten und beging darauf Selbstmord. Er erzählte dem Kinde, daß eö seine Mutter, die gestorben ist, wieder sehen werde, wenn eö mit ihm zusammen Gift einnehmen werde. Er veranlaßte daö Kind, daß eS Karbolsäure einnahm und trank dann selbst davon. Er hatte einem Freunde einen Brief geschrieben, in welchem er die That erzählte. Der Brief wurde 12 Stunden früher alö erwartet abgeliefert und jener Freund, Ball mit Namen, eilte nach Person'S Wohnung, wo er den Mann in den letzten Athemzügen liegend fand. Daö Kind wurde nach dem Hoöpital gebracht und wird wieder hergestellt werden, obwohl seine Zunge und Speiseröhre stark verbrannt sind. Die Kleine erzählte, daß sie ihrem Vater sagte, sie wolle nicht sterben, sie hätte aber doch daö Gift eingenommen, weil sie geglaubt, sie müsse dem Vater gehorchen. Ausland. Deutschlandische Politik. Berlin,. Juli. Mit der größten Gemüthöruhe und unirschütterlichen Sicherheit sehen die Regierung, Herr v. Stumm und die Kreuz Zeitutig" der Zukunft deS Vereinsgesetzes in der Form, wie eö nach Annahme im Herrenhause an daö Abgeordnetenhaus zurückgehen wird, entgegen. Nach Ansicht der obigen ist überhaupt garnicht mehr daran zu zweifeln, daß ein Theil der Nationalliberalen Umfallen" oder doch von der Abstimmung fernbleiben wird, so daß dieses Sozialistengesetz thatsachlich in Kraft treten werde. Die nationalliberale Magdeburger Zeitung" erwidert darauf, daß die Na-tional-Liberalen sich lieber auf allen Vieren zur Abstimmung schleppen würden, als zur Erfüllung dieses frommen Wunsches beizutragen. Die Zuberficht deö Herrn v. Stumm dürfte jedoch hierdurch nur wenig Beeinträchtigung erleiden. Noch immer wettert die Kölnische Zeitung" über die gerfahrenheit der Zustände und zieht mit ungewohnter Schärfe gegen daö Junkerthum zu Felde. Sie erkennt in den Junkern die bösartigsten Umstürzler, deren Trachten nichts weiter als die Revolution von Oben" sei. Dieselben machen auch nach Anficht deS Rheinischen BlatteS Preußen zum Gespotte der ganzen Welt. Wenn in Berlin nicht bald zur Umkehr geschritten wird, so werden die ReichStagöwahlen deS nächsten Jahres ein vulkanischer Auöbruch deö Volközorneö sein und sich zu einem GotteSgeeicht über die Junker gestalten". Bei seinen Betrachtungen über die Lösung der Krisis kommt der VorwärtS" zu der Ueberzeugung, daß daS Darwinsche Gesetz vom Survival of the Fittest" in Deutschland aus den Kopf gestellt sei, da dort nur die Unsähigen vorankommen. Mit Bezug auf die Ernennung deö Generals z. D. von Podbielöki zum Generalpostmeister sagt daS Blatt ironisch : Jeder Soldat tragt bei uns ein Minister-Portefeuille im Tornister." Uebrigenö glaubt der Vorwärt : Man muß mit der Wahrscheinlichkeit rechnen, daß der Beschluß deS Herrenhauses betreffs der VereinsNovelle auch vom Abgeordnetenhause ratisizirt und somit in seiner antisozialistischen Form Gesetz wird." Die Kreuzzeitnng iH ihrer Sache yoch nicht ganz sicher, sie sieht sich bemüßigt, die Nationalliberalen mit dem Bannfluch zu bedrohen, falls sie eö sich einfallen lassen sollten, im Abgeordnetenhause gegen daö vom Herrenhause Verbesserte" Vereinögesetz zu fiimmen und dasselbe dergestalt U Fall zu bringen.
chisfö. Nachrichten.
. I Angekommen in : ' Eherbo'ugb, 6. Juli. Der .'Dampfer Spree" deö N. D. Llohd ist jnoch nicht angekommen. Man dermuthet, daß die Maschinerie einen Un fall erlitten hat. N e w 3 o 1 1 : Elhsia" von Neapel; QTm Üa.! 1. u Df.i..i.. m . uiuuuu von vIlllöllow: ..zoremerhaven" von Antwerpen. Philadelphia: Pennsylvanra" von Antwerpen. M o V i l l e : Ethiopia" von New Sork. Amsterdam: Edam" von New Jork. Glaögow: Mongolian" von New Jork. allerlei. Daß Arrestanten gecen Bezahlung von Strafen protestiren, kommt in Polizeistationen täglich vor, daß aber ein Gefangener darauf bestand, eine Eztra-Strafe für seinen Ankläger zu bezahlen, war in den Gerichtsannalcn bisher wohl nicht verzeichnet. 'Dieser merkwürdige Fall hat sich im südlichen Polizeidistrikt von Baltimore zugetragen. Robert H. Petry gerieth mit seinem NamensVetter Georg P. Petry in einer Wirthschaft in Streit, und da Robert dem Georg bedeutend überlegen war und überhaupt mehr Kampflust an den Tag legte, veranlaßte Georg P. Petry seine Verhaftung. In der Polizeistation lieferten sich die beiden Petrys geaenseitig eine Redeschlacht, welche Polizeirich'ter Caulk nur mit Drohungen unterdrücken konnte. Schließlich straste der Polizeirichter Robert H. Petry, welcher augenscheinlich den Streit provocirt hatte, um $2.45. Damit war indessen Robert nicht zufrieden, sondern er wollte unbedingt auch 52.45 für Georg Petry bezahlen. Das wollte sich aber Letzterer auch nicht gesollen lassen und nun nickte auch ' er mit Geld hervor und wollte zum Gaudium aller Anwesenden eine Strafe bezahlen. ?die ihm gar nicht auferlegt war. Ja, es bedürfte sogar großer Ueberredungskunst seitens der Polizei, Georg Petry zu veranlassen, sein Geld zu behalten. Erne für geschredene tsatten, welche in den Gerichten zu Dakota von den Ehefesseln befreit wurden, interessante Entscheidung wurde von der Appellations - Instanz der New Yorker Supreme Court im Erbschaftsstreit der Hinterbliebenen Edward C. Kimball's. einer am 9. November vor. Js. gestorbenen Börsenmaklers, gefällt. Nach dem Todestage wurden die Mutter des Verschiedenen und rhr Schwlegersohn John S. Jamek vom Nachlaßrichter Abbott als Testamentsvollstrecker einaesetzt. Dieselben hatten beschworen, daß Kimball nicht verheirathet gewesen sei. Am 17. Dezember meldete sich eine Frau, welche angab, die Wittwe des Verstorbenen zu sein. Sie nannte sich Maude Kimball und verlangte, daß sie als Nachlaßverwal terin eingesetzt werde. Ihren Angaben gemäß hatte sie sich mit Kimball am 29. Juni 1895 trauen lassen und lebte mit ihm bis zum Z.Januar 1896. An diesem Tage reiste er nach Easton, Penn., und sie kehrte in da Haus ihrer Mut' ; zurück. Die Mutter Kimball's ab i. daß rbr Soyn sich veryelratyet habe. Die Ehe sei jedoch nicht legitim gewesen, da die Frau sich am 12. Mai 1885 mit einem Manne amenö ni,L flermrn verkeiratkiet und Nickt . -y V . Vv w- ": V -w - y w hen Gesetzen des Staates gemäß von demselben geschieden worden sei, wie sie vorgab. Der Nachlaßrichter wies hierauf die Ansprüche der Wittwe ab und dieselbe apvellirte. Die BerufungsInstanz hat die Entscheidung desNachlaßrichters bestätigt und Nlcyter Goodrich begründet rneselbe wie folgt: Die Scheidung besteht nicht zu Recht, da dem beklagten Gatten, welcher im Staate New Nork wohnhaft war, keine Vorladung zugestellt und er bei den Verhandlungen nicht zugegen war. a "Vr" 7 r V . e e tl n AUlen eri cyoy rcy oer Professor an der Hochschule für Bodencultur. Dr. Martin Wilkenö, geboren in Hamburg 1834, ein hervorra, slender Begründer der Wissenschaft!! chen Thierzuchtlehre und anerkannte sandwirthschaftliche. Autorität. Er lebte bis 1859 als praktischer At in emer Vaterstadt Hamburg, bewirthchaftete von 1801 bis 1871 das Ritergut Gogarth in Schlesien und wurde 1872 an die Wiener Hochschule' für Bodencultur berufen, wo er eine sehr fruchtbare fachwissenschaftliche Thätigkeit entwickelte. Gleichwohl wurde er bei den Auszeichnungen, die anläßlich der Eröffnung des neuen Hochschulpalastes den Professoren jüngst verliehen wurden, völlig übergangen, weil er sich durch eine Schrift gegen die Uebertreibungen der Wettrennerei und. Distanzreiterei die Ungunst aristokratischer Sportkreise zugezogen hatte. Zu diefer Kränkung kam die Furcht vor einer Hehirnkrankheit, welche die Abnahme seines Gedächtnisses und seiner geistitzen Fähigkeiten in ihm erweckte. Ejn Dienstmädchen trat vor einigen Tagen in London vor Gelicht,. peil- s:e von idrer Herrschaft
Herzkrankheit geheilt.
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3sfn ei wohlbekannter Prediger nach jähre CV langem Leiden an Herzkrankheit, geheilt wird. vmmt es un nicht wunder, dah er diese Thatsache zum Nutzen anderer bekannt macht. Ebrw. 51. D. Smith. 10 Fulton Str., Baltimore. Md.. schreibt uns: .Jahrelang litt ich an einer heftiaen venkrank. heit. Ich gebrauchte Dr. Miles' New Heart Cure nÄ mein Herz ist jetzt in bester Ordnung, ürzlich Wurde ich von andern Krankheiten heimgesucht. Ich verspürte Summen, ein schmerzhafte Gefühl an meinem Ober vnd Hinterkops. Wenn ich fünfzehn Dr, Miles Minuten la wurde ich schier i . wild; in meinen Beinen der ucariwure müt tin 3icfifn . ReStOreS Zucken, so daß ich nicht stillt HWh Atzen konnte. In diesen Ver neaiUl .... Izälwissen besorgte ich mir und gebrauchte Dr. Mile' Retorative Nervlne und tte Folgen wann wunderbar. Ich empsehle Ihre WMel allen Leidenden. Dr. MileS' Remedle tnrrh.n vinn ff. s. unter gewisser Garantie verkaust. Wirkt die erste micoe gar reine eiierung, so wird da Geld zurück erstattet. Deutsche Buch mit Beschreibung de Her. en und der 9t&en tnirh aus l.ri, .-.. ,7.. schickt 1 v fluy' DR. MILES MEDICAL 00., Elkhart, Ind. Lohn beanspruchte, der ihr. wie sie behauptete. zukam; sie war ohne Kllndigung entlassen worden. Der Grund war: Das Dienstmädchen benutzte die Küche als ein Sprungbrett für die Literatur. mit anderen Worten: sie schrieb. Sie ist 3 Weib der neuen Generation- im Souterrain; sie schrieb und sie las Novellen. Und natürlich fand sk zwischen dem Beiden nicht so viel Zeit, um die Küche zu reinigen und was dergleichen Beschäftigungen mehr sind. Ein fortgesetztes Hin und Her entwickelte sich zwischen ihren Pflichten im Haushalt und der Erledigung ihrer Schreibarbeit, die den verlockenden Titel führte: Die Rache des Grafen". Das dichtende Küchenfräulein leugnete vor Gericht nicht, daß sie sich mit der Literatur beschästige. Vor Allem legte sie den Nachdruck auf ihr Recht zur SelbstentWickelung. Und das Gericht ging, wenigstens zum Theil, auf ihre Förderung ein nd bewilligte ihr, wenn auch nicht die zwei Monate Lohn, die sie verlangte, so doch einen, zum Nachtheil der Herrschaft. Und jetzt kann sie ungehemmt an ihrer Novelle arbeiten, wenigstens so lange das Geld reicht. Auch hat sie schon mit einem Verleger abgeschlössen, und die Welt erwartet ihre Rache des Grafen- mit athemloser Spannuna. AufVeranlassunaseiner in New Nork wohnenden Frau ist der frühere Lokomotivführer Otto Wolfs aus Berlin, der vor einigen Tagen auf vem Dampfer Anvalusia gelandet war, nach Deutschland zurückspedirt worden. Die Frau behauptete, ihr Mann sei irrsinnig und sei schon drei Mal tn emem Jrrenasyl gewesen. Dreimal habe er versucht, sie zu erwürgen, weil sie ihn dabei awefaßt. wie er das Dienstmädchen küßte. Jhies O . s IjC.i . L I- i T ' r? . r r ccucii iiii mcqr lieber, jei jie segnen, lich nach Amerika geflohen und habe bei ihrem Bruder Unterkunft gefunden. Lasse man ihren Mann landen, so werde er sie sicher umbnnaen. Auf Grund dieser Angabe ordnete Hülfscommissär McSweeney die Rücksenduna des Mannes nach Deutschland Wer einen Catarrh heilen will, muß mit dem Blut anfangen Hood'S Sarsaparilla beseitigt die Urscche dieses Uebels und heilt Katarrh dadurch, daß sie daS Blut reinigt. Hood'S Pillen wirken milde aber rasch und sicher auf die Leber und den Magen. 25. Der New York Store. lEtablirt 1853.) Agenten sür Buttericks Muster. Seidene Sonnenschirme -für mi st einer der größten BargainS unseres JahreöverkausS. Einige haben farbige Borden, andere sind marineblau, andere gemustert und wieder andere habe rosa Streifen. $j.85 Sonnenschirme sie gehen alle zu 77c. i.lH 1
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