Indiana Tribüne, Volume 20, Number 285, Indianapolis, Marion County, 2 July 1897 — Page 2
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Zzzdians ÄVibüns.
Crschewt Taglich und SouutsgZ. Die tZ,U4e XzUfl&c kostet durch Un XtHtt J dcnt per Joch, fei eowtaft!tr(5fl'l fitxtl perOoche. Bitte uftvMtl5til Sentl prt. Vtt Vft uierhalS h Cttbt sfi in BoitmiftwWvig V p Ia,r. Mo,, 10 C& Nlabama QttaJe. Indianapolis, 3nd.. 2. 3ull 1897. Ein adsHeuliche? $Udö& Sofia. K Juni. ' 2Jton kann nicht sasen. bafl Öulga ?i5N ein Land ist. dcrö'sich durch rasendere Häufigkeit von Mo?dthatcn pervorthut. WaS aber an Hukganschen Verbrechen daö (ZigmthUmNche tö urit es vor anderem Landern auSzchnei, ist die Rolle, die tyer Me Wächter der öffentlichen Ordnung bei solch ßfcr brechen spielen. Cf steter hatte ßeßai den Fürsten Alexander und auch aegm den Fürsien Ferdinand sich verschworen; Minister. Ofsiciere, Polizei und Geistlichkeit hatten den FUrften Alezander gestürzt; der Mord de Finanz. Ministers Veltschew scheint nicht ohne Mithilfe wenigstens eine Gendarmen möglich gewesen zu sein;, die ßrn dung Stambulow's, die Untersuchung gegen die des Mordes Berdäcktigen, erweckte sehr ernste Zweifel in die un varteiische Ausübung deö Polizndsei stes; bei der nealkchen Ermordung deö beliebten Schriftstellers Aleks Konstan. tinow scheint die Hoffnung aus weitgehendste Nachsicht der Polizei in der Untersuchung gegen die Mörder eines OppositionSmanneS ihre Roll gespielt zu haben, und dem Allen nun durch das widerliche Verbrechen gegen eine junge ungarische Sängerin die Krone aufgesetzt worden. Ein Leibzardo Rittmeister, sein Bruder, ew Polizei commissär, ein PolizeiprÄfect der zweiten Hauptstadt und früherer Ooscou-rier.-schliehlich ein frühner Palast, gendarm. jetzt Stadtpolizist von Phllippopel, das sind die Haudipeefonen des letzten Verbrechen. Man kann sich gegen den Gedanken wehren, daß die LebensatmosphSr dieser Leute schon lange vergiftet gewesen fei, der Gedanke kehrt trotzdem zurück -und vertieft sich. Schließlich hat 'ftdeS Land die Polizei und di Ordnung, die es verdient. DaS Opfer der Mordthat. Anna Simon, war früher Sängenn in Peft. Rittmeister Boitschew, eis junaer, hübscher Officier. wuhte fU nach Sofia zu locken und machte sie hier zu sei. ner Geliebten. Er eckte tief in Schulden, ein Ausnaymesall in dem bulgarischen Heere, dessen Osftciere meist schon im Hauptmannörana sich ein Hauö erspart haben. Um sick anS den Verlegenheiten m retten, veschli'h e- nach abendländischem Muster reich zu heirathen. ES fand pch auch eine gebildete, in Graz erzogene junae Bulgarin, deren Vater, der ÄarnisonSPope von Sofia, nach längerem Handeln die erforderlichen 100.000 Francs vergeben wollte. Verlodung. UuSzad-' lung der Mitgift. Hochzeit. Jnzwt. schen wurde Anna Simon, die Äutter eines hübschen Mädchens von 3 Jat ren war. vertröstet. ES wäre to eines Scheidung möglich, si würde nie Der-, gessen werden. Aber Anna Simon,' die in der letzten Zeit von dem Kitt, meiste? sehr vernachlässigt und oufr Mitleid von seinen Kameraden mit kleinen Unterstükungm versehsn wör. den lvar, scheint in die Versprechunaen kein Vertrauen gesetzt zu jabn. Sie Itftte dem Rittmeister schon früher ge sagt, daß ihr Vater später in der Lag sein werde, ihr eine Mitgift u geben; sie habe niemals Anderen gehört, son. dern nur dem Rittmeister allein, als dessen Frau sie sic betracht auch wenn der Segen der Knche sedle. Nach der Hochzeit mit der Tochter deö Popen er. schien Anna eines TaaeS bei der jiin gen Frau deS Rittmeisters. .' Sie brachte ihr Töchterchen mit unv derlangte, daß die Frau sich scheihen lasse, da sie selbst die Frau deö RittmelperS sei. Ein VerglftungSveisuch der tunam Bulgarin war die Fol dieseS Austritts. Bald darauf würd Anna von dem Rittmeister aufgefordert,' nach Philippopel zu gehen, wo sein Bruder,' ein Polizeicommissär, kür sie sorgen werde. - In Philippop! kam eS au ei. nem othzuchtsverfuch durch' esen Bruder. Plötzlich war Anna doN gu ten Muthes und erzäblte idrenBekcmnUn, der Rittmeister habe lhr geschrie den, sie möge an einem der nächsten Tage Abends 9 Uhr an die Maritzabrücke einen auf sie wartenden Wagen besteigen, der sie auf ein kleines Acker, cut des Rittmeisters führen werde. Dort solle sie vorläufig, bleiben,. in Kurzem werde sich AlleS nach ihren Wünschen regeln lassen. Ungeachtet der Warnungen ihrer Bekannten begab sich A,iN5. Simon an die Brücke, um ' die Reise anzutreten, von der sie nicht zu. rückkehren sollte. -vo-Ihr Verschwinden wurde zunächst von Bekannten dem österrekchisch.un. .garischen Eonsulat in Philippovel gemeldet, worauf mit lebhaftem Widersireben die Polizei vonPhilippopel eine Art Untersuchung begann. :bir damit endete, dgk dem Eonsulate ein Telegramm aus Wien gezeigt wurde, das Anna Simon unterzeichnet meldete, es gehe der Absenderin gut und nächstens werde sie zurüKehrrn. Dfc öffentliche Meinung schien HuirfrriV higt, obgleich sie den bestimmten Ver. dacht ausgesprochen hatte, die Oer.schwundene sei von dem Rittmeister gemordet worden. Inzwischen' arvei-. tete die Wiener PoZUei. um den Absende? des mit dem Namen von Anna Simon unterzeichneten2elegramm zu ermitteln. Dies gelang auch,-; und als Absender stellte sich der Sohn eine - . PHUippcpeler Bahnbeamten' her. auZ. Das Telegramm war aber nicht n. seiner Hand geschrieben, und er ab a-ch ohne Weiteres zu, datz er eö aus Philippopel mit der Bitte, eS in Wien aufzugeben, erhalten habe. Auf die sehr energischen Schritte de2
österreichisch . ungarischen Vertreters ta Sofia und auf ausdrücklichen firen. aen Befehl des Ministerpräsidenten Dr. Stoilow wurde die Untersuchung durch einen von Sofia entsandten Be amten wieder aufgenommen, und in wenigen Tagen Nur daS Dunkel aelich. tei Der Kutscher der Droschke No. 90 wurde plötzlich ermittelt, nachdem der Polizetpräfed von Philippopel. Nowilitsch. ein früherer österreichischer Unteroffkier, seines Amtes enthoben worden war. Dieser Nutscher entpuppte sich als verkleideter Gendarm. AIS er verhaftet wurde, rief ihm daS Volk in den Straßen zu: Sage die Wahrheit, sonst wird man dich im Gesängnib verschwinden lassen, damit die Mörder keine Mitwisser haben!" Der Gendarm befolgte diesen Rath und legte ein umfassendes Geständnih ab. Er war durch feinen Borgefetzten No wilitsch veranlaßt worden, mit dem Wagen No, 00 Abends 0 Uhr an der MaritzabrUcke zu warten und Anna Simo äuszunebmen, um sie zum Vckergute deS Rittmeisters Boitschew zu fahren. Anna erschien pünktlich und bestieg den Wagen. Kaum lagen die letzten Häuser der Stadt tsmter ihnen, als plötzlich Nowilitsch und Boitschew austauchten und in den Wagen sprangen. Ihr Opfer versuchte nun, sich zu retten, doch vergeblich. Man hielt ihr mit Gewalt eine Flasche Chloroform vor daS Gesicht, und bald war sie ohnmächtig. Die Leiche wurde entkleidet, mit Steinen beschwert und in die Maritza geworfen. Ein Bündel Kleider nahm Nowilitsch mit sich. Es cheint, dab diese Darstellung richtig st, denn in dem Brunnen deö von Nowilitsch dewohntm Hauses sind diese Kleider bereitö gefunden worden. Es heißt, daß die Mörder die Wahrheit de, Angaben deö Gendarmen zugegeden haben. Die Leiche ist wegm der Ueoerfchwemmuna. noch nicht aufgefunden worden.' Nowilitfch und Rittmeiper Boitschew wurden auf eigenen Antrag auS dem Dienste entlassen und befinden sich hinter Schloß und Riegel. DaS ist der Thatbestand, BulgarienS Polizei hatte schon unter Stambulow ein langes Sündenregister. Der Prügel herrschte. Hiebe mit demSandsacke spielten eine aroße Rolle bei den Untersuchungen, der junae Tüsektschiew. Bruder deö der Ausführung deS über Stambulow verhängten Straßenmordes angeklagten Tüfektschkw. wurde im Gefängniß zu Tode gefoltert. Diesen Stücken mittelalterlicher Justiz und ihrer Rache re!yt sich der Mord der Anna Simon würdig an. Das Uebel sitzt sehr tief, ein ganzeg System wird durch diesen Mord beleuchtet. Mögen sich dke Bulgaren mit ihm abfinden. Unsers Pflicht ist. die Thatsache festzustellen. Als der elegante Rittmeister der Leibgarde ver. hastet werden sollte, hofften leine Kameraden er werde sich durch eine Kugel der Schande entziehen. Umsonst, siegesgewih wanderte er in die Hast, und man sagt, daß binnen Kurzem alle Verhafteten glücklich entflohen sein werden. ' Unmöglich ist daS bei den hiesigen Verhältnissen nicht, unmöglich ist es auch nicht, daß die Polizeiverbindüngen auch auS dem Gefängnisse heraus noch weit genug reichen, um die Leiche verschwinden zu lassen. Dann werden alle Aussagen widerrufen und der Vertheidiger hat ew leichtes Spiel, seine mit Orden fürEioH und Militärverdienst behangenen edlen Clienten gegen so ungeheuerliche Anschuldigungen in Schutz zu nehmen. - Interessant lst noch daß Boitschew bet der Entführung deS entthronten BattenbergeiS als Junker mit geladenem Gewehr aus dem Bocke des WagenS gesessen hat. Sonst hörte man nichts NacktheillgeS übe? ihn, und auf dielen' Reisen deö Fürsten Ferdinand hat xt diesen als Leibgarde- und Ordonnanzofficier begleitet. Der Polizeipräfect Nowilitsch trat 2879 als Wachtmeister in die mobile Gendarmerie von Oftrvmelien ein. Später war er .Hofcourier" tn Sofia, dann trat er in die Polizei zurück. WaS den Mann, der als Wachtmeister in Philippopel 1831 sich um die Verhinde rung der Flucht deS HauptmannS Ufa tiS. Mörders der Mutter deS Generals Skobelew sehr verdient gemacht hat, bewegen konnte, an der Ermordung der Ungarin thetlzunehmen,' ist und bleibt ein Räthsel. Um Geld scheint eS sich nicht gehandelt zu haben, denn Anna Simon soll ihre Ansprüche schließlich aus 2000 Francö M Erziehung ihrer und Boitscyew'ö Tochter herabgemin-dert'haben'Mit-weniaer als 2000 Francs aber einen Mörder zu kaufen, wird, auch hier wohl unmöglich fein! Arfna Clmön -war ein auffallend hübsches Mädchen; sie soll in gewissem Sinne. einen guten Ruf gehabt haben und ihrem Geliebten treu gewesen sein. Bedeutung hat der Fall für die Ca pitulationen. die völkerrechtlichen Besttmmungen. die den fremden Staatsanaehörigen die Eonsulargerichtöbarkeit und die Einmischung derConsulate tn die Thä!igkeit bulgarischer UnteriuchungS??vnv?' Gerichtsbehörden lchern. Gewiß gibt eS auch hier vorreffliche Richter, deren Sprüche überall unanfechtbar rwären. aber es fehlt
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oTt d tbw ttüuit Nleverer Organe, ohne Rücksicht auf persönliche. Vortheile oder Nachtheile, auf politischen Partei, zank und mögliche Bloßstellung höher stehender und vielvermvgender Leute, auszutreten. . Auch in dem vorliegen den Falle beklagt man sich von amtlt ar österreichisch . ungarischer Seite, übn anfänglichen Mangel an gutem Willen, und die öffentliche Meinung, selbst unter den Bukgaren,' aeht dahin, daß. wenn die Ermordete eine Bulga rin gewesen wäre, Leibgarde und Po lizei um kein würdiges Mitglied ge kürzt worden wären. Wenn unter kok chen Bedingungen von allen Staaten, und auch von dem, der die Selbststöndigkeit der Balkanstaaten zu feinem obersten politischen Grundsatze m der Orientfrage erhoben hat. an der Aus rechterhaltung "der Eapitulationen durchaus festgehalten werden muß so ist das nur natürlich, und die Bulaa ren wissen,- wem sie daS zu danken- ha den. : ' ' ' --
Oie Luftschtss'Kataftrophs in Ver ttn. Nachdem erst vor etwa Jahresfrist der Erfinder eines Flugapparats, der Ingenieur Lilienthal, in der Nähe von Berlin verunglückt war, ist, wie bereits telegraphisch gemeldet, der Ingenieur Dr. Wölfert mit seinem Gehilfen beim Aufstieg seines lenkbaren Luftschif. fes" auf entsetzliche Weise um'S Leben gekommen. Beide Fälle haben große Aehnlichkeit mit einander. Damals wie jetzt glaubte der glückliche Erfin. der- das Problem endlich gelöst zu haden. Beide wähnten sich nach lang jährigen, kostspieligen Versuchen am Ziel, und beide fanden den Tod gerade bei dem Aufstieg, der zeigen sollte, daß das Werk gelungen. Der Ingenieur Dr. Wölfert, der stch seit Jahren mit der Erfindung eineö lenkbaren Luftfchiffes beschäftigt und auch auf der vorjährigen Berliner Ausstellung von keinem Erfolg begleitete Versuche mit einem solchen gemacht hatte, war durch ein Eonsortium, mit einem Herrn von Tucholka an der Spitze, den er für sein Project zu interessiren wußte, pekuniär in die Lage versetzt worden, ver schiedene Verbesserungen an seinem Lenkapparat anzubringen und einen neuen Probeaufstieg seines Ballons zu veranstalten. Dr. Wölfert fetzte sich zu diesem Zweck mit der Luftschifferabtheilung in Schöneberg in Verbindung, welche nach längeren VerHandlungen sich auch bereit erklärte, gegen ein Entgelt von 850 Mark die Füllung fcs Ballons, die etwa 1000 Kubikmeter an Wasserstoffgas erforderte, zu übernehmen und denselben zur Auf fahrt fertig zu stellen. Die Erfindung deS Dr. Wölfert, für die sich auch Kaiser Wilhelm lebhaft interessirte, bestand zunächst in einer eigenartigen Ballonconstruction, wodurch dem Ballon die Form eineS fallenden Regentropfen?, nämlich länglich vorn abgerundet, hinten fast spitz auskaufend, gegeben wurde. Andererseits hatte Wölfert einen theilweise aus Aluminium gearbeiteten Benzinmotor hergestellt, der dicht unter dem Ballon in einer viereckigen Bambusrohrgondel stand und vorn eine große Schraube aus Aluminium be wegte. Diese sollte die Lust gewissermaßen einsaugen, damit ver Ballon auch gegen den Wind getrieben werden könnte. Die Richtung wurde durch ein zwei Meter im Geviert großes, hinten an der Gondel angebrachtes Steuer, das auS Bambusstäben und Leinwand angefertigt war, geaeben. Der Ballon war fchon fünf Mal vom Hofe der Luftfchifferkaferne aufgestiegen, und alle? war stets gut gegangen. Da der Erfolg einer erneuten Auffahrt unausbleiblich schkn, hatte man zu derselben die Vertreter deS Kriegs ministiums und der Lustschifserab? theilung, sowie der fremden Gesandtschaften eingeladen. Kurz vor 7 Uhr Abends waren die letzten Vorbereiiungen zur Auffahrt getroffen, und. Dr. Wölfert und der ihn begleitende Mechantker Robert Knabe hatten in der Gondel Platz genommen.' Großes Befremden erregte eS selbst bei demLaiew' Publikum, dem eben noch streng daS Rauchen verboten worden war, daß aus dem in der Mitte der Gondel untergebrachten achtpferdekräftigen Bin-' zinmotor, der mit 30 Liter Benzin gefüllt war, wiederhollt fußhohe Flammen emporstiegen, und ein Fachmann rief entsetzt: Mein Gojt. das muß ja ein Unglück geben!" ein ÄuSspruch, der sich wenige Minuten später auf däS Furchtbarste bewahrheiten sollte. Dr; Wölfert aber und die anwesenden. Of-. ficiere, unter denen sich auch der Commandeur der Luftschiff Abiheilung Major Nieber befand, schienen der Sache kein Gewicht beizulegen. Punkt 7 Uhr ertönte daö Commando LoS' die Schraube setzte sich im Bewegung und zuerst langsam, dann schnell und schneller stieg der Bcllon in die'Hvhe. Bereits zu Beginn der Ausfahrt zeigte sich, daß das Steuer nicht sungirte. Augenscheinlich war es auf der rechten Seite gebrycken und hing flügellahm herunter. Trotzdem stieg der Ballon bei fast vollständiger Wtofc stille, sich nach dem links gelegenen BahnhofögebäudeTempelhof wendend, von den Blicken der zahlreichen Zuschauer aufmerksam verfolgt, ansckeinend nur bis zu einer mäßigen Hohe. Er drehte sich mehrmals um ' seine' Achse und machte, über dem BahnHofsdamm fchwebend, den Eindruck, als wolle er nun die Rückfahrt 'nach dem Aufstiegplatze antreten, die alS Beweis für die Lenkbarkeit gelten soll-' te. Da plötzlich ertönte auS de, Menae' ein weithin schallender Schrei deSEnr-. setzens. AuS der oberen Settk'' deö' Ballon?, schoß ein Feuerstrahl und der Koloß stand in Flammen. Ei war jra Nu von oben bis unten in eine Fseuersäule verwandelt, und sank, während daS Flügelrad rapid weiter arbeitete zur Erde nieder. Als nun schwarzgelbe Rauchwolken aufstiegen, kam Leben in die anfangs vor Schreck' 'ge' lahmten Massen, und alles stürmte über das Feld der UnglUcköstStte zu. Die Reste deS VallonS waren unweit deL.RinabbofeS Tempelhos fn'der
Nähe elneS'Älmmerplaeö yeruntergefallen, dessen Schuppen 'u brennen ansing, abee sofort gelöscht wurde. Da Unglück Vdii sich nur so erklären. das) 'Dr. Wölfert, der aus de, Gondel .verabredete Leichen iQaft, daß er von seinem augenblicklichen, ia acht Minuten erreichten Standpunkt über dem Tenlvelhofer Bahnhos ' nach der Aussahrtftelle zutückkehren volle, den HoiD? zu stark angestrengt hat, um ein mvgkichst gÜnstiaeS Urtheil Übe, seine Erfindung herbeizuführen. Dabei 'dürsten tts Unken. die bei den in Weißglühhitze Erfolgenden Benzinezplofionen entstanden, entweder eineEx plosion deö'MotorS herbeigeführt oder aber die Ballonhülle dircet in Brand gesetzt haben. - . Ein schrecklicher Anblick bot sich den an der UnglückSstätt. Ankommenden dar. Unker W wenigen rasch gelöschten brennenden Ballonfttzen lagen in' der BambuSrohrgondel neben ' den
Trümmern des MotorS di, gräßlich derbrüttnten rind ! verstümmelten Leichen der beidenGondelknsassen, die kurz vorher die ganze Katastrophe spielte sich in 8 Minuten ab in Fülle der Kraft und Gesundheit inmitten der Menge geweilt hatten, welche jetzt ihre fast unkenntlichen, furchtbar' entstellten Leichname." Umstand Die Gesichter waren" total verbrannt, die Leiber aufgerissen und ebenso wie die unteren Gliedmaßen. kolossal aufgetrieben. Ein Arm deS eintn' Todten war ausgeris sen; er lag w' einiget .'Enisernung von dem Körpers ' Eigenthümlicherweise war die Kleidung der beiden Aerunglückten gänzlich unbeschädigt 'geblieden. Auch der Höhenmesser war intact: er zeigte an.' daß der Ballon bis auf 1000 Meter' aestieaen war. Der Umfang' der Katastrophe hätte noch fürchterlicher werden können, wenn die Explosion erfolgt wäre,' als der Bal lon noch von "24 ' Mannschaften der Luftschisfer Abtheilung rnedergehal jcn wurde. Deutschlands Außenhandel. ,,l Die endgiltigen Zahlen über den auswärtigen Handel Deutschland's im Jahre 1L90. werden Im zweiten Vier teliahröheft zur Statistik - deS.'Deut schen" ReickS ' vervffenUtcht. .Die Werthsberechnunaen' beruhen aus den von der Sachverstanvigen - Tommts sion für 1896 ermittelten 'Handelöwer tben. väbrend die dorlSufiae Ende 5ka nuar veröffentlichte. 'ffeststelluna . deS deutschen' Handels noch aufGrund der 1895tr' EinbeiiSwertbe 'erfokat war. Die Abweichungen die sich hieraus er gebend sind, nicht gerina., denn ' der Werth' de? deutschen. Ausfuhr nach' der endgiltigen Feststellung um 122 MM. Mark Köberlst. als nach der.vorlaufkgen, während de. Einfuhr stch um IS Mill.' Mark niedriger gestellt, hat.. Wie rr' r r i i ' r ' . i . ' v?mfuyr velrug im loaenamucn vsccialhindel 364,102.67(1 Döppelceniner im Werthe von 4.l7.9S1.v00 Mark, die Ausfuhr. 257.193.7S6 Doppelcen! ner im Werthe von 3.753.822,00a Mk. Wir stellen die. Zahlen . der, Vorjahre den diesjährigen gegenüber: Einfuhr: Tonnen - Werth in Mill. M. 1886 16.944.869 ' ' 2944,8 1887 19.386666 ' 3133.7 1883 21.867.627 3435,8 1889 26.611.896 4087.0 1890 ! 28.142.803 4272,9 . 1891 ' 29.012.719 4403,4 1893 ' 29.509,912 4227.0 1893 ' 29,815,557 4134.1 1894 j 32.022,502 4285.5 1895 ; 82636.97Q' 4246.1 1896 : 36.407.510 ' 4553,0 Hiernach hat sich die Einfuhr in 10 Jahres dem Gewichte nack mehr mals derdovelt. dem Werthe nach ist sie'um 1613.2 MM. Mark oder um'53 ProLent gestlea.'n. Seit dem Vorjahre be trug die Zunahme 3,87 Mill. Tonnen und 8.1.v Mill.' Mark. FUr die AUSfuhrergeden sich folgende Zahlen:" ' ; 1 Tonnen Werth in Mill. Pk. . rr 4 e . Aon , 0rp ' . JlööO ' JAö2iZÖO ÖUOX,Oi 1887 ! 19,495,689 8190,1 ' ' 1883 -20.740.Ä84 $352.6 ,. 1389 18.292.587 3256,4 " 1890 ; 19.305.081 8409,5 1891 ; 20,139,370 3339,7 1893 ! 19.891.615 3150.1 1893 : 21,361,544 8244,0 1694 j L2M3.71S L051.5 - 1895 23,829.658 8424.1 1896 120,719,870 3753,8 . 'Die AuSfybr ist hiernach in lOJahren um 6.3MM. Tonen ' oder 7Y2.5 Mill. Märkigefileaen'. -Der Werth der AuSfübr war nach stetem Schwanken im Javre 18Ö4 vieder'auf den niedrigsten Standpunkt des Jahres 1386 zu. rückgegangen,' bat sich also seitdem 'um Über .700 MM.'gesteigert.' Unter der Wirkung der neuen Handelsverträge jst' hiernach die Einfuhr "um 272.5 Mark h.dex' 6.4 .Procent ' die Ausfuhr dagegen 703,3 Mill. Mark oder 23.0 Vrocent geftiegekc Die Passibität derHandelsbilanz (Ueberschuß der Auösuljr-uber. die EinsuhrX. 'die - ini Jahre lyse 1234 .Mill.' Mark betrug, ist im Jahre 1896 aüf 804 Mill. Mark zurückgegangen.: ! '' f 'r: s'r"r j Um.dty setnex Fürsorge anvertrauten 'Zöglingen einen sichern Sufluchtsplatz bet etwaigen- Sturmge hren bieten zu können,' läßGröf. A' Q. RasheLrüstdeni des MadchenseminarS in Sbermän. TeräÄ. unter dem Turnsaal des 'Instituts ein .Cyclon-' t. . bm m.r.iti -nt .r. . ' oaus aus lonoen ia)enyyiz- oaucn. Daö( Cyclonhau,' dessen Länge. 50 Z5uß beträgt, bei einer' Breite .von. 1 und. einer Tiefe von 6 Fuß. erhält Wände auS dieu Elchenplanken' 'und das auf mächtigen Balken ruhendeDach d'ettebi ebenfalls aus solchen Blanken, Wenn ei.-r Gesahr' drohender Siürm MauzM können die Zöglinge deö Jnstituts'in M .CyclonhauS-retiren, ohne in'S Freie gehen zu müssen DäS Prof. Nafh'S Vorsicht durchaus am Platz ist. erhellt aöS detThatfache. daß lein Institut sich höchstens 100 Yards von der Bahn des verheerendenCyclonS befand, der sm Ift Mai 1896 inTeraS furchtbare ' Oerheerungen ' anrichtete und dem - in einem Einzigen Orte' 85 Menschenleben üm'Ovfer fielen.
Le Jnlautc.
Eine Urgroßmutter, die erst 53 Jahre zählt, gibt eS tu dem Ort, Frtendship,Me.' ' Aus dern y!li,n sßineS PferdeS wurde ein ' Angestellter der VWo, .Mine bet Cripple Creek, Col., RamenS. Cd. Robinson, vom Blitz getroffen und augenblicklich getodtet. Sein 18 Jahr alter Sohn, de, hinter ihm . fcrßv kam unverletzt davon, wührenb daS Pserv ebenfalls getroffen war und baw darauf verendete Dsm Thurm von Babel will, der Architekt George Sage in Rey Fort mit ' einem Gebäudecoloß. daö 59 Stockiverk erhalten soll und dessen Herstellung 15.000.000 kosten dürfte, Concurrenz machen. Dfc Fundamente deS HaufeS. daS 700 Fuß hoch irl die Luft ragen wird, werden 50 Fuß tief gehen, um die ungeheure Last tragen zy können. Wp,ed vte Eelektrtker TeLla in unserem Land und Marconi l England sich mit dem Problem des TelegrapbirenS ohne Draht beschäftigen, hat die kubanische Junta dasselbe längst gelöst. Ein Blick auf die Siegeödepeschen, die Tag für Tag in gewissen anglo amerikanischen Blättern zur Veröffentlichung gelangen, beweist diese Behauptung. Infolge der bevorstehenden Erhebung deS Zolles aus Thee sind in letzter Zeit colossale Bestellungen auf Thee gemacht worden. Man schätzt, daß zur Zeit 12 Millionen Pfund unterwegs stnd. Während im April deö Vorjahres 1,571.682 Pfund $u $165777 imvortirt wurden, belauft sich die gleiche Monatöziffer diefeS ZahreS auf 4.627,995 im Werthe von $488.333. Elend umgekommen stnd auf dem Wege nach den Goldfeldern im Innern von Alaska die Prospecto-ren-Böttcher, Blackstone und Molinque. Die Unglücklichen wurden beim' Ueberschreiien eines Gletschers voiv einem Echneesturm überrascht pnd kamen vor Hunger und Frost um. Böttcher ' hatte ein Taaebua) geführt und genaue Angaben über ihre Irrfahrten gemacht. Neben seiner Leiche lag die seines HundeS. Z u e i n e m T o d t s ch k a g führte die w'ütbende Eifersucht, welche seit einiger. Zeit zwischen den Landschönen Alices Trotter und Mary Capehart in Plg Point, Ba., bestand. Während die Mädchen auf W. H. Kirn'S Farm mit 'dem Pflücken von Bohnen beschäftigt waren, kam eS zwischen ihnen zu Thätlichkeiten, und Mary hieb mit ihrem Korbe derart auf Alice ein, daß letztere als Leiche auf dem Platze blieb. Mary wurde verhaftet und nach Sufsoll in'S Gefängniß gebracht. .In einem alten Rock hat eine Lumpensortirerin x BellowS ssällö Vt., ein Vermögen gefunden. Bei der. Arbeit, bekam sie einen zerisse nen' Kittel in die Hände und im Futter eingeniht entdeckte sie ein Packet mit Papiergeld. Sie steckte das Geld ein. hörte sofort zu arbeiten auf und lebt jetzt, komfortabel zu North Walpole in einem hübschen Hause, daS zu erbauen sie ihr Fund ermöglichie. Auf welche Summe sich derselbe belief. will sie Mk sagen. Jnder Nähe von üa Porte. Ind., jst Patrick Huncheon. der reichste Grundeigenthumsbesitzer im nördlichen J'ndmna, im Alter von 70 Iahren gestorben. Er war weit und breit wegen . seiner Ercentricitäten bekannt und wohnte mit seinem Bruder, Beide waren Zunggesellen, während 30Jahre unter, etnem Dache, ohne mit ihm zu sprechend und starb, ohne das Schweiaen aebrochen zu haben. Er war einer der Gründer von La Erosse in demsel-ben-County. Sein Verinögen wird auf ungefähr $1.000.000 geschätzt. Einen Brief, der ihm vor 32 Jahren in Point Lookout zur Be-stellung-übergeben war, wurde dieser Täge'yon.John H. Hughes in Cedar iZrove,- Orange County, Va., zur Post gegeben und an den Adressaten, der in Anson! County ansässtg ist.' richtig bestellt. ' '.HugheS fand den Brief, den er pollstöndig vergessen 'hatte, beim Durchsehen alter Papiere, und va er auf. ein? Anfrage erfubr, daß der Adressat noch am Leben ist, sandte er daö Schreiben mit 32jahriger Verspätuna ab. :" In Boftop will ein Mann dem alten Juviter dinier die Schliche gekommen sein und die Kunst des Blitzeschleudernö wieder' entdeckt, ha ben.. Seiner Ansicht nach wird man inden.Zukunftökriegen die Artillerie entbehren 'können und einfach nach antiker' Mode mit Donnerkeilen" kämpfen. Vorläufig scheint der Bostoner. allerdings noch mit dieser seiner Ansicht' allein dazustehen. .JstParkerödurg. W. Va.. ist John Mooöman, bekannt unter : denl Namen .Petroleum - Rl.echex?,. pon ?i? nem' Zuge überfahren und auf der Stelle getödtet worden. Der Maim w.qr über 7.0 Jahre alt und täub; er befaß ein großes Vermögen, welches cr Sich dadurch verdiente, daß er mit Gcchick ' diejenigen Stellen anzugeb:n wjlßte,.wo man mit Erfolg nach Petroleum bohren konntet 1 Ein .Statistiker hat bcrechnet, daß durchschnittlich tn iedem Mre .'dreißig Mllkonen Dollars mit iSrbinNen, die . stemd Aristokraten deirathen.'aüs dem Lande gehen. Die burchschMtl!che':Zahl der Erbinnen giebtStajistiker nicht an, sie ist ubriaenH'apch. nicht wichtig, . da die .Plebejerinnen- .schließlich doch nur alö ein sehrlästiger, aber leider unverineidlicher Theil deö'BargainS- mit in ven aus genommen werden. Fünf Kanonen im Gewicht pott 263,000 Vwnd wurden auf den der Veütter.Llnle gehörigen Schooner ChärleöD Hall in New wrk verladen und zwar aehen drei nach Fort Pensacoka. zlvelnach Fori.Mor- ... wi X. ; ' m . qt m womit.- eoer öcdub aus den ewaliigen Seschlltzrohren kostet Onel Sam :Unt wshlgezählten $1600. DaS Schauspiel: der Einschiffung der moderen,' ie' $40.000 kostenden Ge. fchütechatteeine große Zahl Neugieri$trj&zn&' ". '..:: " ; :
Zlluölaude. Jn.Ry bei Rouen erschoß der Gendarmerie Wachtmeister Grass m au, sein Tierchen und dann Lonyt. der 'Sieger von Marathons, der daS Fußwettlausen der 1896er ' olympischen Spiele in Atben gewann, sitzt als Deserteur, im Gefängniß. 2t Held soll dank seiner flinken Bein, vor den türkischen Truppen ganz besonders schnell üuögerissen sein. Hn PartS wurde dieser Tage eine antediluvianische Eiche versteigert. Dieser Riesenbaum, der 55,000 Kilogramm wiegt und 31 Meter Länge bei 9 Meter Umfang an der Basiö aufweist, war vor mehreren Jahren in der Rbone aufgefunden worden und wurde sammt dem Fahrugs. daö ihn nach Paris gebracht, für 4300 Francs verlaust. ' Ein fchwe, er Unglücke fall ereignete sich auf der in der Werfte bon 2wer gelegenen - Ziegelei der ftcc!6tZ anonyme des travaux T)yle et Baealnn. Ein im Bau begriffen Schornstein stürzte ein. Dke dabei beschäftigten Maurer wurden fchrecklich verstümmelt. Drei waren auf der Stelle todt, die übrigen fünf starben bald nach, dem Unfall. Im Melbourne? .Prinkeß'S Theaire- brach jüngst Feuer auS und eS entstand eine große Panik. Der Alarm war noch kaum ausgebrochen, alö ein. fetter Bürger mit rothem flopf, athemlos und zerzaust, als ob eben zehn Kühe Ball mit ihm gespielt hätten, mit einem Sprung vor der Kasse stand nd den noch nichts ahnenden Kassirer anbrüllte: .Theater in Feuer, schnell mein Geld zurück!- - In Schodnica (Galizien) sind von den Naphthagruben Arbeitern antisemitische Excesse veranstaltet worden. Die Arbeiter überfielen die jüdiscben Häuser, zerstörten zwanzig derselben und mißhandelten jüdische Passanten, von denen viele verwundet wurden. Es entwickelte sich daraus ein wahrer Straßenkampf. bei welchem
em Ärveller getödtet wurde. Erst als Mllitär bei Drohobycz herbeigeeilt um, ivuroe vie vcuye hergestellt. .7-"st wird e S i n Elbafeld zur aericktlicken ßntri, dung kommen, ob der Ausdruck vaeriandsiofer Geselle- eine Beleidigung st oder nicht. In der Hitze einer poli. tischen Debatte, die zwischen einem Marineschwärmer und einem Mitgliede der Friedensgesellschaft daselbst stattfand, schleuderte der erstere seinem tr . . i Gegner o,e Worte tn's Gesicht: Sie sind ja ein vaterlandsloser Geselle!Daraufhin hat der Friedensfreund die Vrivatklaae erboben. ' I n London ist ein Hotpttal eröffnet worden, in dem Wundm. Geschwüre etc. mit Sauerstoffgas behandelt werden sollen. Der Erfin der dieses neuen Systems der Wund behandluna ist Dr. George Stoker; sie besteht dann, daß die afficirten Theile der Aktion des Sauerstoffgafes aus gesetzt werden, wag wahre Wunder wirken soll. D Wunden werden mit einem Behälter umschlossen, der mit inv WOifÄurtn M nt nslHSn Ffotl-n V. LJ ilt VV 0 VIVII MVIVIrll aus SauerstoffaaS und gereinigter Luft besteht, gefüllt ist. Der Doktor soll durch Beobachtung von Zulukrie gern auf die neue Behandlung gekom men sein. Sie schleifen ihre Verwun deten, wo möglich, auf hohe Berge und erponiren dort die Wunden der.remen Bergluft. Das Spital soll zugleich als Schule zur Verbreitung de neuen Behandlung dienen. Die Riesengruppe deö Bildhauers Dalou .Der Triumph der Republik", deren Gypsmodell schon vor zwölf Jahren auf der Place de la Nation in Paris aufgestellt war. ist nunmehr für den Guß bereit. Die Gruppe war vor 15 Jahren von dem Pariser Gemeinderath bestellt worden und nach dreijähriger Arbeit hatte der Künstler das Gypsmodell serttg. das etwa 100,000 Franc gekostet hatte. Der Gemeinderaty bewilligte 120.000 Francs, um dem Künstler eine kleine Entschädigung zu gewähren. Etwas voreilig entschied sich der Gemeinderath für den Wachsguß, der aber nach neunjährigen fruchtlosen Versuchen unh Ngch Ausgaben von mehr als 6Q,00Q Francs wieder ausgegeben werden mußte, da der Sandguß allein für eine derartige Colossalgruppe geeignet ,st, Da das Modell aber durch den Wachs guß beschädigt worden war, mußte Dalou sast alle Theile desjeiben neu anfertigen und hat diese Arbeit nun mehr glücklich beendigt. Der Guß wird auf rund 250.000 Francs zu stehen knmmen. so daft der Triumvb der Republik- schließlich eine halbe Million kosten durste. Nach einem sehr bewegten Leben starb dieser Tage ein einst viel genannter Veteran von 1870, der 63jahrige Streckenarbeiter Klatt in Ruda' Anfangs der 1860er Jahre stand Klatt als Unterofsicier in Grauden, in der Comvaanie des viel ge? nannten Hai7ptmanns v. Besser. Wie bekannt, kam es durch die .ommanoofübruna deö Sauvtmanns, der wahnfinnig war, dazu, daß die Csmpqgnze die Befehle des ompagniesuy nicht ausführte. Btele (olvalen wurden zu iangen estungsnrasrn, nwj, als -W d Rädelsführer. ZU.neun zehnjähriger Festungsstrafe verurtheilt. Hauptmflnn v. Better wuroe oev uvmznandöS enthoben. Als nach den Siegen von 1870 viele Gefangene hegndigt wurden, wurde auch Klatt in Freiheit gesetzt, nachdem er nahe, an 7 Jahre verbüßt hatte. Jm.LandwebrVerhältniß stehend, wurde er aber gleich wieder zu seinem Regiment als Gemeiner eingezogen und that sich .in Frankreich in verschiedenen Kämpfen so hervot. daß ihm bald wieder die Tressen verliehen wurden. Nach dem Feldzuge fristete er alö .Arbeiter sein Dasein. Von Gichi und Nheumatitzmus geplagt, vielleicht .in Folge-deö Aufenthalts in den engen Kasematten, war er lange Wochen bettlägerig. Eine Wittwe mit unerzogenen Kmdern in kümmerlichsten Verhaltnissen überlebt den Veisjorbenen.
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