Indiana Tribüne, Volume 20, Number 284, Indianapolis, Marion County, 1 July 1897 — Page 1

o s 1 H v sf A kS sx & l l W W W ,y iyy O Office : No. 18 Süd Alabama Straße. Telephon 1171 A n 1 ' A .1 3 Indianapolis, Indiana, Donnerstag, öen 1. Juli 1897. Jahrgang 8V. V No. 81

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Frenzel Irotheirs, R. i Wcft Washington Strafte, (Mercliants National Bank.)

Ein europäische? Departement. Wechsel, Ereditbriese und Poftanwei sungen auf alle Städte Europas. SchiffSscheine nach und von Europa. An und Verlaus ausländischen Geldes.

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Lditorielles. 3n PittSburg hat dieser Tage ein Richte? eine städtische Verordnung für ungiltig erklärt, welche bestimmt, daß Kontraktoren für städtische Arbetten nur Union Mitglieder beschästigen sollen. 3n der Begründung heißt eS : Indem die Kontraktoren darauf beschränkt werden, eine bestimmte Klasse von Arbeitern zu beschäftigen, ohne Rücksicht auf die Qualifikation derselben, wird der freie und offene Mitbewerb verhindert." Aehnliche Entscheidungen wurden kürzlich in Eleveland und in Reading abgegeben. - Merkwürdig : Wenn ein Geseh zu Gunsten der Arbeiter erlassen wird, daS die Wirkung haben könnte, den allgemeinen Mitbewerb zu beeinträchtigen, dann ist daS Gesetz ungiltig, wenn aber ein Gesetz zu Gunsten von Kapitalisten und Monopolisten gegen Trusts, also zum Schutze deS allgemeinen MitbewerbS erlassen wird, dann ist daS Gesetz auch ungiltig. Die Freiheit der Kapitalisten und die Freiheit der Arbeiter ind eben zwei verschiedene Freiheiten. gerner : Weun der Gemeinderath von London od?r Paris einen Kontrakt mit einer solchen Bedingung abschließt. dann ist daS ein bindender Kontrakt, in Amerika aber sagt in einem solchen Falle der Richter daß ein Kontrakt kein Kontrakt sei. Dafür ist unser Land daS freieste auf Erden: weniastenS agen diele Leute so. Die N. I. VolkSzeitung" ver. öffentlichte gelegentlich der kürzlichen Lynchereien einen Artikel, durch rvelchen gezeigt werden sollte, daß die Ursache deS häufigen LynchenS nicht daS beleidigte RechtSgefühl oder die Unsicherheit der Justiz sei, sondern daß sie dielmehr in GemüthSrohheit und Mordlust zu suchen sei. Zu diesem Zweck führt daS Blatt den Nachweis an, daß in keinem Lande der Welt auch nur annähernd so diele Mordthaten vorkommen, wie in 'dem unsrigen. Alö der Statistiker, sagt daS Blatt, deS letzten CensuS (1890), welcher sich mit den Mordthaten in den Ver Staaten zu befassen hatte, das Material vor sich ausgebreitet sah, kam ihm offenbar ein Grauen an, und er veruchte, als patriotischer Amerikaner die Schuld an dieser Mord-Hekatombe der Einwanderung zuzuschieben. Aber wenn er auch nur die Mordthaten der Eingeborenen zählte, immer waren eS noch deren so zahlreiche, daß kein europäischeS Land damit in Konkurrenz treten konnte. Er ging also weiter und zog alle diejenigen Mörder ab, die zwar hier geboren, deren Eltern aber Eingewanderte waren. Vergebliche Müh'! Die amerikanischen Mörder überragten noch immer an Zahl die europäischen. Eine neue Subtraktion! Zur Einwanderung wurden bei derselben alle diejenigen Eingeborenen gerechnet, von deren Eltern auch nur EmeS eingewandert war. ES blieben also nun als ächte, unverfälschte, hörne rnade Mörder, von amerikani schen Eltern geboren, in amerikanischer Umgebung aufgewachsen wieviele Übrig 7 Nun, noch so viele, daß kein europäischeö Land Heranreichen kennte, ntt Ausnahme deS mörderischsten : nä-

lich deS südlichen Theile? von Italien (nicht etwa daS ganze Italien), wo die Bevölkerung am unwissendsten und meist auS Leidenschaft rasch mit dem Messer bei der Hand ist. Angesichts

dieses, trotz aller Knisse und Pfiffe noch so ungeheuerlichen Resultates wird jeder logisch Denkende zugeben müssen, daß, soweit die Mord-Instinkte in Betracht kommen, der Einfluß deS AmerikanerthumS auf die Einwanderung ein verderblicher war, nicht umgekehrt." Im vorigen Jahre sinh in den Ver. Staaten weit über 10,000 Morde vorgekommen. Und waö ist daS Urtheil der Presse über diese grauenhafte Thatsache ? Sie beklagt, daß AngesichtS derselben nur 250 Hinrichtungen stattfanden ! DaS ist ihrer Weisheit letzter Schluß. Wenn also täglich 30 Hinrichtungen-stattgefunden, wenn die Zeitungen Gelegenheit gehabt hätten, täglich eine Eztra-AuSgabe nur für die, mit schönen Bildern versehenen Berichte über die in den verschiedenen Staaten staatgehabten Erwürgungen, resp, elektrischen Ermordungen zu veranstalten, dann, ja dann werden die Kultur und Moral Triumphe feiern. Wir, unserseits dagegen, haben die Ueberzeugung, daß die Todesstrafe im Verein mit einer sensationellen Presse die größere Zahl der Mordthaten, zumal der Lynchmorde verursacht. Artthllllichlchleli. Inland. Wetterbericht. Regenschauer heute Nacht; schönes Wetter am Freitag. Höchste Temperatur innerhalb der letzten 21 Stunden 91 Grad, niedrigste 70 Grad. (Zchissel'S Badeanstalt Wassertemperatur 83 Grad. . AuS dem Bundes Senat. Washington, D. E , 30 Juni. Infolge der heutigen schnellen Arbeit an der Tarisbill scheint die lange Debatte im Senate ihrem Ende entgegen zu gehen und die Schlußabstimmung über die ganze Bill nahe zu sein. Zwei wichtige Vorschriften, die bezüglich deö NeeiprocitätSvertragS mit Hawaii und der Zoll auf Kohlen wurden heute erledlgt. Betreffs Hawaii wurde die Fassung der Hauöbill angenommen, daS bedeutet, daß der ReciprociiälSv rtrag mit Hawaii vollkommen bestehen bleibt. Senator Turpie, von Indiana, hielt eine läagere Rede für eine Erbschastöfieuer von 2 Prozent. Er griff dabei geichzeitig die republikanische Tarisbill, die er als compound larceny" bezeichnete, heftig an. Er sagte, daß ein Drittel der Bill eine KriegSerklärung gegen Frankreich, Deutschland und den Continent Europa'S sei. Wir hätten hoffnungsvoll auf den Handel mit Südamerika gehofft, diese Bill aber mache eS fast zu einem strafbaren Verbrechen, Handel mit den Völkern der südamerikanifchen Republiken zu treiben. Die Erbschaftssteuer wurde von der Minorität in gutem Glauben als ein Mittel für Einnahmen empfohlen. DaS New I orker Mordgeheimniß. New Sork, 30. Juni. Neun Männer identifizirten heute die derstümmelte Leiche, welche in zwei Bndel gepackt an zwei Stellen der Stadt gefunden worden war, als die deö Wm. Guldensuppe, eines Masseurs im Murray Hill Bade. Alle Angestellten deS genannten BadeS und Dr. I. S. CoSby, welcher die Bäder öfters gebrauchte identifizirten die Leiche. Frau Nack, eine Frau, mit der Guldensuppe zusammengelebt haben soll, wurde als die Person identisizirt, welcher daS bunte Wachstuch, in welches die Theile eingepackt waren, als sie gefunden wurden, gehörte. Hermann Nack, der Gatte deS WeibeS. wurde verhaftet, aber später wieder entlas sen, weil feine Unschuld an dem Ver brechen nachgewiesen wurde. Zwei Knaben fanden beim Schvim men im Wallabout Basin, nahe dem Brooklyn Marinehofe, zwei männliche Beine, die in Wachstuch eingewickelt waren. Man glaubt, daß die Beine die nech fehlenden Glieder Gulden suppe's sind. Frau Nack, die ihren Mann derssen hatte, um mit Guldensuppe zu

sammen zu leben, hatte am Donnerstag mit dem Ermordeten einen Streit wegen angeblicher Untreue. Sie ist jetzt im Polizeigefängniß und wird deö Mordes angeklagt werden. Detektivs

durchsuchten heute ihr Zimmer und fanden in einem Versteck Stücke roth und gelben Wachstuchs. Als daS Weib verhaftet wurde, bereitete sie sich vor, nach Europa zu reifen. Sie stammt auö Bayern, ist 28 Jahre alt und ein stark gebautes Weib mit entschlossenen GesichtSzügen. Sie hatte noch einen zweiten Liebhaber, der unter dem Namen Fred" bekannt ist, aber nicht gefunden werden kann. Man glaubt, daß er an dem Verbrechen theilgenommen hat. D i e Demokraten von Ohio. EolumbuS, O., 30. Juni. Die Demokraten nahmen die von dem Comite empfohlene Platform an und erklärten sich in ihrer StaatSconvention für Silberfreiprägung. Ferner nahmen sie folgende Resolution gegen die Trusts an : Wir erklären hiermit alle Trusts als feindselig und gefährlich für die Interessen deö Volkes und alö stehende Bedrohung gegen den Fortbestand un serer freien Institutionen und verlangen die strengste Durchführung aller gegen die Trusts gerichteten Gesetze und den Erlaß weiterer Gesetze, die zur endgiltigen Untudrückung derselben nothwendig erscheinen mögen." Eine Resolution wurde auch angenommen, ln welqer vle josornge nerkennung der Republik Cuba als Akt der Gerechtigkeit für eine nach Freiheit ringende amerikanische Nation verlangt und gegen die Handlung deS Senators Hanna, indem er für Verwerfung der Denkschrift stimmte, die dem Kongresse zu Gunsten der cubanischen Patrioten von der Legislatur deS Staates Ohio einstimmig eingereicht war, prolkjtlrl wno. Aucy vlefe vlesolution wurde angenommen. --- Mutter und Tochter beaehen Selbstmord. O w e n S b o r o, Ky . 1. Juli. Frau Pauline Weitmeier und ihre Tochter. Fräulein Pauline Weitmeier, begingen in letzter Nacht Selbstmord durch Einnahme von Karbolsäure. Beide hatten sich hübsch gekleidet und wurden heute Morgen von Nachbarn todt gesunden. Auf einem Tische lag neben zwei Gläsern, welche Karbolsäure enthalten hatten, eine Notiz, welche sagte, daß. sie so, wie sie gefunden würden, begraben zu werden wünschten. Mutter und Tochter betrieben zusammen eine Färberei und befanden sich in guten Umständen. Frau Weitmeier hat einen Bruder, Dr. Hengler, der ein prominenter Arzt in Patterson, N. I ist. Ausland. DaS V e r e i n g e s e tz. Kein P a r s i f a l. Berlin, 30. Juni. Wenn daS Herrenhaus die VereinSgesetz-Novelle in einer der Regierung genehmen Form wieder herstellt, so wird die Vorlage noch einmal an daS Abgeordnetenhaus zurückgehen. So hat bekanntlich der preußische Minister deS Innern grhr. v. d. Recke erklärt. Nun hat ja die Commission sich für die Zedlitz'sche Fassung deS SozialistengesetzeS entschieden, und da hat eS denn den Anschein, alö ob die Regieruvg hiermit nicht so ganz einverstanden wäre. Doch die Antiken am Leipziger Platz find bockbeinig. Die Mehrheit deö Herrenhauses erklärt, sie werde überHaupt nicht mit in die Plenarberathung deö Vereinsgesetzes eintreten, wenn nicht die Regierung vorher bündig erklärt, daß sie die Fassung der Commission acceptirt. B e r l i n, 30. Juni. Daö Oberhauö deö preußischen Landtages Pasfirte heute die neue VereinSgesetzvorläge in der verstümmelten Form, in der sie von dem Unterhause angenommen war, aber mit einem Zusätze, daß Ver eine, in welchen anarchistische oder so ztaldemokratlsche Bewegungen, oder Bewegung zum Umsturz der bestehen den StaatSorganisation und Gesell schaff, oder Vorbereitungen für die Trennung eines Theiles deS TerritoriumS deö Staates vom Ganzen gepflegt werden, alö für die öffentliche Sicherheit gefährlich betraejtet werden

sollen und von der Polizei ausgelöst werden können. Amerika wird sich den Genuß deö Wagner'schen Parfifal vorläufig noch versagen müssen. Walter Damrosch hat für daö Aufsührüngörecht eine Million Mark geboten. Frau Cofima Wagner hat indessen selbst dieses hohe Anerbieten zurückgewiesen. Die Friedensunterhand. lungen. Lon d o n, 1. Juli. Der Wiener Corrcspondent deö Daily Ehrsnicle" sagt: Kaiser Nikolaus hat dem Sultan .einen weiteren Brief geschrieben, in welchem er demselben räth, die Friedenöunterhandlungen durch Aufgabe von Forderungen, die Griechenland unmöglich erfüllen kann, zu beschleunigen. Als Resultat dieses Briefe hat, der Sultan die Bedingungen der Mächte angenommen und bleiben nur noch Elnzelnheiten zu schlichten." Glückliche Reise. Pariö, 30. Juni. Präsident Faure informirte heute daö Kabinet, daß er vom Zaren einen Brief erhalten hab,, in welchem dieser die Freude auödrückte, die eö ihm bereiten würde, Faure in seinem Schlosse Peterhof empfangen zu können.. Faure fügte hinzu, daß er beschlossen habe, Mitte August nach Rußland abzureisen. Och!VfSNachriHten. Angekommen in : NewAork: Servia" von Liverpool; Havel" von Bremen; Megantic" von Rotterdam. Queenötown: Rhynland" von Philadelphia. Boulogne: Spaarndam" von New Jork nach Rotterdam. Sotthampton: St. Louiö" von New Ioek. Liverpool: Scythia" von Boston. Bremen: München" von Baltimore. Allerlei. in neue Gesellschaft von Neligionsfanatikern, die sich in Homestead. Oklahoma, vor Kurzem aebildet, hat in der kurzen Zeit ihres Be. stehcnS bereits zwei Menschenleben auf dem Gewissen. Die Geseuschast nennt sich .True Followers''. ihre Mitglieder i ind ausnahmslos warmer, darunter auch eine Anzahl Deutsche, welche früher Baptistengemelnden angehörten. B Woäzenfrist erkrankte ein Kind von John Geiger, einem Mitglied der Secte, am Keuchhusten und erstickte, da die Eltern und andere Gemeinde Mitglieder es für sündhaft hielten, einen Arzt zu Rathe zu ziehen. Wenn Gott wünsche, daß daö Kind am Leben bleiben solle, werde er für dessen Genesung Sorge tragen, behaupteten die Leute. Die Fanatiker veranlaßten in voriger Woche auch die schwer kranke Frau deö Farmers I. F. Eubankz zum Anschluß. Sie stellte die Ärztliche Behandlung in, wurde getauft und dann versammelten sich die Nachbarn im Krankenzimmer, wo dieselben, Tag und Nacht auf den Knien liegend, für die Genesung der Frau beteten, We niae Tage später wurde die Unglücksiche begraben. Dieses Treiben der Secte, zu deren Glaubenssätzen es auck gehört, daß sie am Sonntag keinerlei Arbeit verrichten noch Nahrung zu sich nehmen dürfe, dagegen volle 24 Stun den, von Mitternacht biZ Mitternacht, heten müsse, hat unter dem dernünfticen Theil der Bevölkerung einen wahren EntrUstungösturm entfesselt. Wahrscheinlich wird die nächste Grand Jury angegangen werden, die Leite? der Secte wegen Todtschtags in Anklagezustgnd zu versetzen. -Hahen Sie eine blaue Karte? Das ist augenblicklich die stereotype Frage, welche ein Washing ioner Zeitungs Correspondent an den anderen richtet. Die blauen Kartenspielen nämlich eine wichtige Rolle; Herr I. Addison Porter. Pridatsekre tär des Präsidenten, hat dieselben er funden, um einen Unterschied zwischen solchen Zeitüngkcorrespondenten, de. nen er daö Privilegium deS unmittel baren Zutritts in seine distinguirte Mhe gestatten will, und solchen, die nicht derartig bevorzugt werden sollen, Vi machen. Und eine solche ÄuSschließung ist eö thatsächlich, waö die blauen Karten" bewirken, denn der fette Nigger, welcher die Thüre Porter'S bewacht, nimmt keinen anderen mehr an; nur die blaue Karte" hat CurS. Um bizarrer erscheint diese sftktiri? Ex-.. clusivität des Wvatsekretär a& Präsident 2jeKtnttv selb)! sehr zu '! y' 1 ' . f"l 1C Tl V 5 ßUnMist; wwei; höherem Grade altz irgend e'.ner sesner, VorgMav. .

O. F. Päpke, TLtTijjsxc&nn:und PiMiö'Waaren stets frisch zu billigen Preisen. Den feinsten Thee und frisch gebrannten Raffee. MarkebauS, nördliches Ende EinausderGefangenschaft in Afrika zurückkehrender Soldat wurde in Neapel im Besitze von 20 Tausendlirescheinen gefunden, von denen einige mit Blut befleckt waren. Bei. dem darüber angestellten Verhör kam heraus, daß der 'Mann als Verwundeter der Verthcilung von Geld und anderen gefundenen Gegenständen bei einem Trupp von Abessiniern anwohnte. Als er sah. daß diese die Billets als werthlos verbrennen woll ten. überredete er sie, es seien wunderthätige Heiligenbilder, die zum Verbinden der Kranken verwendet würden. Es gelang ihm so. die Billets zu retten und sie. nachdem sie ihren Dienst aethan hatten, für iick zu bekommen. Ein Grand mit Äieren war die Veranlassung, daß der Cigarrenmachcr FerdinandSchröder in Berlin. Zttaut Straße öl wohnest, erhebliclze Brandwunden erlitt. Schröder spielte mit Bekannten in der Wo.)nung seines Freundes in der Äölke Straße in Weißens Skat; 'er hatte seit einer Stunde kein Spiel gemacht und mußte bei mehrfacher Erwähnunz seines voraussichtlichen pekuniären Verlustes regelmäßig auck noch den Spott seiner Mitspieler über sich erqc ln lassen. Endlich bekam das Splel eine Wendung. Schröder hatte den Stuhl umgedreht, war auch für kurze Zeit hinausgegangen und hatte nun wirklich einmal einen geschlossenen Grand mit Vieren. Mit großer inne-' rer Unruhe wartete er. auf den Moment, daß die schadenfrohen Mitspieler, die auch jeder ein Spiel hatten, still würden. Jetzt sollte der Racheakt ginnen. Nach einer kurzen Pause, in der Schröder seine demnächstigen Opfer ironisch mitleidig betrachtete, spielte er unter dem Ausruf Grand schwarz den ältesten Jungen aus, schlug dabei aber so gewaltig, auf den Tisch, daß die Petroleumlampe umfiel. Schröder erfaßte dieselbe, aber schon in demselben Augenblicke explodirte sie. Der eben noch so glücklufyi brannte am ganzen Körper. Nachdem das Feuer in der Wohnung gelöscht war, mußte Schröder, dem der rechte Arm und die rechteHand besonders schwer verbrannt waren, ein Krankenhaus aufsuchen. In Hamburg hat eine erschütternde Familientragödie ihr:n Abschluß gefunden. Aus der Außenalster wurde die Leiche einer Frau in reiferen Jahren gelandet, deren Gesicht Spuren Einstiger großer Schönheit erkennen ließ. In der Todten wurde die Wittwe Flora Helvers, geb. Großmann, erkannt. Als die Verstorbene kaum 16 Jahre alt war, konnten die schwachen Eltern sie nicht mehr zügeln, das Kind wollte durchaus Sängerin werden, und die Eltern mußten sich schließlich fügen. Flora ließ sich ausHilden, um dann, da sie sonst kein En gagement finden konnte, Chansonette zu werden. 1882 verließ sie die Bretter und heirathete in Magdeburg einen jungen Kaufmann Namens Helvers. Zehn Jahre lang war Flora Helvers ihrem Gatten eine zärtliche Ehefrau und ihrem einzigen Kinde, eine gute Mutter. Als im Jahre 1892 daö Kind plötzlich von der Diphtherites dahintcrafft wurde, fand man wenige Tage pqter am Grabe desselben die Leiche eines Vaters, der inzwischen bankerott geworden war. Diese Schicksalsschlüge waren für die unglücklicheFrau kaum überwindbar, und es bedürfte erst eines mehrmonatigen Aufenthalts im. Krankenhause, um die gebeugte Gattin und Mutter dem Leben zu erhalten. Um sich ferner durchzuschlagen. mußte Frau Helvers wieder zur Bühne gehen, wo sie unter angenommenem Namen nochmals Triumphe feierte, sich aber aleichzeitig einem so ausschweifenden Leben ergab, daß sie sich schließlich in nervöser Ueberreiztheit am Todestage ihres Kindes ertränkt bat. Coroner Brayton ist ersucht worden den Inhalt deö Geldschrankeö der verstorbenen Lulu Kopp, alias Ward, an sich zu nehmen. Die Berwandten hoffen darin Diamanten zu finden, die der Verstorbenen gehörten und biö jetzt noch nicht gefunden werden konnten. Wenn ihr ein guteö Mittel haben wollt Euer Blut zu reinigen, die Nerven zu stärken und die Conftitution zu kräftigen, gebraucht Hood'S Sarsaparilla. Gebraucht un Hood'ö. Hood'öyillen heilen Brechreiz, .MÄ , ! udttduliökeit. dem und

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