Indiana Tribüne, Volume 20, Number 280, Indianapolis, Marion County, 27 June 1897 — Page 4
Fndiana Trivüne
Erschein Täglich und SountagS. Die tägliche .Tribüne' kostet durch ben Xrljet i dtntl per Woche, die ontag?,rri'b2e'S ifcxti per Woche. Beide ,usr?en 15 Stint der 55 ent per 7t,t. Per Poft Serhald lt Ute ngeschickt in orie,lHlS V pn JaHr. Osfui 18 üd labama QtraSe. Indianapolis, Ind., 27. 3uni 1897. SonntttßS JJsauÖerei. Ich war einmal in einer Gesellschaft (deutsch heißtö party), da war eS sehr sei und da ging eö sehr nobel zu. Die Damen alle in feinen Toileiten und auch die Herren geschniegelt und gebügelt und mit steifen Krägen so hoch, daß sie fast biö an die Ohren gingen. Und da saßen sie aus Stühle und plauderten mit einander, imtritt zu zweien 'oder dreien. Dann würde SiScream herumgereicht und Kuchen, und nachdem die Leutchen ge gessen und noch ein Biöchen geplaudert hatten, gingen sie nach Hause. Ich war mehr alö sroh, als die Geschichte u Ende war, denn ich hatte mich entsedlich gelangweilt. Ein ander Mal wieder war ich in einer Gesellschaft, da warS nicht so fein, das' heißt eS war dieselbe Klasse Leute da, aber man hatte nicht so große Toilette gemacht. Da gab'S Kaffee und Kuchen. Man bekam einen Teller, eine Serviette und eine Tassr. Dabei mußte man Balancirkünste üben, denn et blieb Einem nichts übbrig, als Teller und Tasse auf den Schooß zu stellen. Selbstverständlich durfte man sich nicht rühren, und keine überflüssige Bewegung machen, denn man will doch nicht so ungeschickt sein, und den Teller zerbrechen und den Kaffee verschütten. Den Kaffee trank ich so schnell eS ging und den Kuchen würgte ich rasch hinunter, um auS der unbehaglichen Situation zu kommen Alö man mir nochmals einschanken wollte, bekam ich einen Todschrecken und ließ eS nicht zu. ES schien mir, alö ob die anderen Herren, , welche dabei waren, sich gleich unbehaglich fühl ten die unbehagliche Situation verdarb auch die Stimmung und der Abend verlief sehr ungemüthlich ... Ich weiß nicht, ob besonderes Talent dazu gehört, es einer Gesellschaft ge müthlich und behaglich zu machen, oder nicht; wenn aber, so ist dieses Talent sehr selten. Wenn CesellschaftSabende in amerikanischen Kreisen meist kläglich langweilig verlausen, so ist dieS begreiflich. Wenn man den ganzen Abend nichts zu genießen bekommt, als SiScream, daS den Menschen im 3nnern schon kühl erhält, oder wässerige Lemonade, welche die kühle Tempera tur noch weiter abkühlt, so braucht man sich weiter nicht zu wundern, w:nn auch die Stimmung kühl und wässerig bleibt. Wenn aber in deutschen Kreisen, bei denen die Speisen sud stantiellerer Natur sind und der per lende Trank im Glase wohl selten fehlt, die Stimmung eine flaue bleibt, so ist, wenn nicht die Gesellschaft selbst, ganz sicherlich der Gastgeber Schuld. Eine wohlige, fröhliche Stimmunfl kann nur dann in eine Gesellschaft kommen, wenn der Gastgeber eS versteht, seinen Gästen so entgegen zu kommen, daß sie sich zu Hause fühlen. DaS wird aber niemals der Fall sein. wo steife AnstandS- und Höflichkeit formeln ' beobachtet werden, eS wird niemals der Fall sein, wo die' Gätte viel bedient werden, ws man daS und jenes herumreicht. Da wird sich der Gast immer fremd fühlen. Entweder man jejfe sich zu einer be stimmten Zeit zu Tische, oder man . stelle Speise und Trank so auf, daß Jeder der Anwesenden Zugang dazu hat und ungenirt nach eigenem Belicben zuqreifen kann. Und dann über lasse man 'die Gäste sich selbst, warte nicht viel auf, biete nicht viel on. ache sich im Gegentheil wenig bemerkbar und animire womöglich die Säfte durch daS eigene Beispiel zum tüchtigen Zugreifen, gleichsam als t man selber Gast. Je größere LevegungSfreiheit 'die "(safte Haber, je mehr sie fühlen, daß sie sich gehen lassen können, ohne befürchten zu müssen. zu mißsallen, je weniger sie sich beob achtet, berücksichtigt und bedient füh len, je mehr -man sie sich selbst - überläßt, ihnen gestattet und Gelegenheit , giebt, ihre eigene . Unterhaltung zu , 'wählen' und jii een und zu trinken .'ene eS ihnen selber beliebt. ieöo woh. stt treiben sie sich fühlen und um desto erfslgreicher wird die "party" sein. -Der gewöhnliche Fluch der Gesellschaf ten, die Langeweile, wird sich da nie einstellen. . v D e r.Y l a'ub e r'e r. . Meerschaumpfeisen, lange deutsche pfeifen, Cigarrenspitzen bei Wm. 1I?chs, 189 Oft Oashwgton Cfe .
Der ZZrautring. Von Gustav JrYannes Krauff. . Graf Otto Rothenfur'th, ein schlanker, junger Mensch von siebzehn Iahren, saß am Fenster des Bibliothekzim mers und hatte ein Buch in der Hand. Aber er las nicht. Mit aufgeregt hin und her irrenden Blicken sah e: bald zum Fenster hinaus in den winterlich kahlen Park, bald nach der Thüre. Da näherten sich draußen auf dem Corridor rasche, leichte Schritte. Der Jüngling sprang auf und eilte dem schönen Mädchen entgegen, das in der sich öffnenden Thür erschien. Fräulein Walter !" Ich habe die Gedichte gelesen, die Sie mir so heimlich auf mein Zimmer schmuggelten," sagte das Mädchen mit klangvoller Stimme, und komme, wie Sie sehen, zu der erbetenen Unterredung. Womit kann ich Ihnen dienen, Herr Graf?" Sagen Sie mir," bat Otto stockend, ob . . . ob Sie glauben, daß ich Talent habe." Die Gedichte haben mir sehr gut gefallen." saate das Mädchen einfach,
und ich glaube, Sie werden später. wenn Sie erst die nöthige Wt Yaven Großes und Gutes leisten." Das Gesicht des jungen Mannes leuchtete vor Freude. Dann bitte ich Sie inständigst," rief er mit bewegter Stimme, suchen Sie es bei meinem Vater zu erwirken, daß er mich Germanistik studiren läßt, statt dieses 3uS, das ich tolle!" Mit könnte ich das?" fragte das Fräulein verwundert, ich bin ja nur die Erzieberm Ihrer chwe tern. Jch habe aber sonst Niemand, an den ick mich wenden könnte." antwortete der Jüngling verzweifelt. Sie rr cr . , (.(.! 1 1 M!., nJtCN ja, japa vcncyi. mu yuuimu dem. Mama . . ." er stockte einen Augenblick, auf Mama kann ich nicht rechnen, sie versteht auch zu wenig davon. Mir selbst hat er's Ichon avge schlagen, so sind Sie meine einzige Hoffnung!" Eine äußerst schwache, Herr Graf! warf das Mädchen ein. Sagen Sie das nicht! Ihr Vater war Papas Gouverneur, Sie selbst besitzen sem ganzes Vertrauen ... ver suchen Sie es doch wenigstens!" Versuchen will ich's ja," antwortete - . - . JL, ... i i . ii. Fraulem Watter, uno vas gicicg ieyi; e r" c...rrr. IJC aoer für cenuryoig larni iuj mu;i vui aen." Der Jüngling faßte stürmisch ihre . . , i. Hand und lutzle it zwei-, oreimai. .Dank tausendfachen Dank!" Danken Sie mir noch nicht." sagte die iunae Dame, indem sie ihre Hand erröthend zurückzog. Noch habe ich ja nichts ereicht. Aus Wiedersehen! , Sie eilte hinaus, als fliehe sie vor einer Gefahr und Otto sah ihr mit vegeisterten Augen nach. .Du Liebe. Gute ..." Der Schloßherr, eine echte Cavaliergestalt mit geistvollem Gesicht und leicht erarauendem Haar, empfing Fräulein Walter anders als sonst. .1? ox cn.r 'l 1 5 s.: UINC vx.il JOCjangcnycii tug in tnm Ton, so weit bei Leuten von Welt Be fangenheit möglich ist. Die junge Dame fühlte das. Es scheint, daß Sie mir etwas zu saa.en haben, Herr Graf?" fragte sie. ehe sie auf die Sache einging, die sie beraesuhrt hatte. Allerdings. Ich wollte eben Sie zu Mir bitten lassen, um m einer wich tigen Angelegenheit mit Ihnen Rückspräche zu nehmen. Bitte. Fräulein Walter setzte sich auf den ihr angebotenen Armstubl, das schöne. klare Antlitz dem Sprechenden erwartunasvoll zugewandt. Es handelt sich da um eine heikle Sache , , . Haben Sie etwas von un serem Brautring gehört?" Ich habe ihn sogar gesehen." antwortete Fräulein Waltx. Ein schönes, altes Stuck. Kennen Sie auch die Sage, die sich daran knüpft? Ja die Herren von Rothenfurth tragen ihn bei der Trauung. Ginge der Ring aber verloren, so wäre das Glück des Hauses dahin. Es müßte verarmen oder gar aussterben. Dieser Ring nun," sprach der Graf langsam, die Augen fest aus das Geficht des Mädchens heftend, dieser Ring ist seit einigen Taasn ver schwunden." .Ah!" Verschwunden . . wiederholte der Graf und fuhr langsam fort: Die Gräfin glaubt an dieSage, die um das alte Stück spielt, und ist dem Wahnsinn nahe vor Verzweiflung und Reue darüber, daß sie auf den Ring nicht besser Acht hatte. Das ist das Unwohlsein, das sie seit dem letzten Mittwoch, dem Tage der Entdeckung des Abganges, an das Zimmer fesselt. Sie sitzt und grübelt und gräbt in ih- , ,, , Most Mothers Know lt. T Ladies aro always suiTering srora flatulency, wind-colic and griping,' which, ty distcnding their little beweis, rnake thern draw up their tiny lega and cry sor pain. To relicve the infant of thia discomsort, cxpel the wind, soothe bis little beweis and induce rc freahing slumber, give Dr. John W. Bull's Baby Syrup, a most eflicacious, jet harmless medicino for all baby dis,örder8, "I have used Dr. Bull's Baby Syrup for -eight years. It has given perfect satisfacÜGa every tirae. I would not bewithout it in theouse. It is the best remedy in the market for bb.ies. 3Irs.Barney Trockey, Bay CityMich.V Dr. John W. Bull's Baby Syrup costs '25' cents at all dealers. Bemember, ask for Dr. JohnW. Bull's Baby Syrup. Zu Haben bei : John D. Sauld, 201 Jndiana Ave. I. Q. Lrya, Jllinoi & Jackson Court.
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rem aufgeregten Gehirn nc etmne runacndZe cren Fingerzeig geben - -k . m r cv . y In könnten, den ganzen ag. es cacyis nUr Yrtr,n Alles sckläit. suckt sie das Zimmer neben der Bibliothek, in welJ . r I L riS , chein der Schrank mit Dem amlilcnschrnuck steht, hundertmal durch. Ich fürchte für ihre Gesundheit." Entsetzlich!" leuszib, oas zunge Mädchen, das längst von seinem Sitze ' , . .. itc t.n.ti emvorae cyneul war. uno oeiicqi eine ' . m c . . 1 nu Muthmaßung, exn vtzoaqu Der Graf nickte. Der Ausdruck peinlichen Berührtsews in seinem Gesichte verstärkte sich. Ja. antworltte er zogern o. le arme Frau hat sich eine 5zypothese zu.' rechtgemacht, die anzunehmen fast ebenso unmöglich ist, als sie zu widerlegen. Ihr Verdacht richtet sich gegen Sie. mein Fräulein." Unmöglich. Herr Graf!" Die Antwort klang durch das Zimmer fast wie ein Schrei. Hoch aufgerichtet stand die Erzieherin da. ihr Gesicht war blaß, die Augen glühten, die weiße Hand griff, zur Faust geballt, mit nervösem Zucken in die Falten ihres Kleides. Ich muß dringend bitten, keine Erregung in unser ruhiges Gespräch hineinzutragen," entgegnete der Graf mit Betonung. Ich verstehe, daß die Sache Sie angreift, mir das können Sie glauben! ist sie ja auch nicht gleichgültig sie ist mir peinlich, sehr peinlich " Ich verlange . . . stieß das arme Mädchen langsam hervor, ich verlange . . . . unter Anklage gestellt zu werden. Der Untersuchungsrichter " wird die Untersuchung Mangels jeglichen Beweises einstellen," ergänzte der Graf. Das Gelegenheitsvcrhältniß allein, in dem Sie sich unleugbar befunden haben, ist ja kein Beweis. Was aber haben Sie davon, meineBeste ? Eine abgeschnittene Ear riere, einen bemakelten Namen, denn Sie wissen ja, so etwas bleibt garstig hängen auf Einem. Ich aber habe die moralische Verantwortung, die Tochter meines alten Lehrers, meines Freundes, durch eine unbeweisbare, wider mein besseres Gefühl erhobene Anklage zn's Unglück gestürzt zu haben. Gelegenheitsverhältniß . .?" fragte das bedauernswerthe Geschöpf tonlos. Leider," bejahte der Graf. Das letztemal hatte die Gräfin den Ring, heute vor acht Tagen, in den Händen, als sie unter dem Schmuck etwas suchte. Sie wissen, jenes Zimmer hat nur den emen Eingang durch die Blblw thek. Meine Frau wurde plötzlich weg gerufen, für einen Augenblick nur; in der Bibliothek saßen Sie. lesend da nahm sie sich nicht erst Zeit, die Sachen erst wegzuräumen. Im Verübergehen bat sie. Sie möchten darauf achten, daß Niemand von der Dienerschaft das Kassenzimmer betrete. Als sie zurück kam, um Sie von Ihrer Wache zu er lösen, räumte sie Alles hastig zur Seite ohne nachzusehen, und als sie das nächstemal mit dem Schmuck zu thun hatte, fehlte der ?jing." Den muß nun natüllich ich gestöhlen haben," sagte Fräulein Walter bitteren Tones. Das ist ja ganz klar, so furchtbar klar .... oh!!" Sie sank in den Armstuhl zurück, in dem sie früher gesessen hatte, und schlug die Hände vor das Gesicht. Der Graf ging, sich räuspernd. einigemal durch das Zimmer. Dann blieb er Plötzlich vor der ' in ' verzweifelter Haltung Kauernden stehen. Sie sehen also, was bei der Untersuchung für Sie herauskäme. Ein häßlicher, untilgbarer,, schleichender Verdachts der Sie überall verfolgen Ivürde, wie Ihr Schatten. Darum kann ich Ihnen den Gefallen nicht thun." Sie gab keine Antwort. Bleibt nur die Frage zu erörtern," fuhr der Graf in mißbilligendem Tone fort, was zu geschehen hat. Meine arme Frau ist so aufgeregt, so gegen Sie eingenommen ich hm! ich glaube au die Sache nicht, weil ich nicht an sie glauben will, aber anzenehm kann ich mir auch unseren Verkehr künftig nicht denken. Sie selbst müssen es wie eine Qual empfinden, länger hier unter uns leben zu sollen, ich denke also, sie reisen ab. Ein glänzendes Zeugniß, daß hnen eine neue Stelle eröffnet, soll nicht fehlen, und die übliche Abfertigung will ich so reichlich bemessen, daß ..." Da wurde die Thür aufgerissen und hereinstürzte mit rother Stirn und blitzenden Augen, Otto: Das darfst Du nicht thun, Papa", schrie er fast in seiner Aufregung, Fräulein Walter fortschicken, unter so einem schmählichen entehrenden Verdacht " Du gehst augenblicklich auf Dein Zimmer!" befahl der Graf mit kalter Stimme, obwohl ihm der Zorn roth in die Schläfen stieg, später werde ich Dich fragen, wie Du dazu kommst, an meiner Thür zu horchen." Otto wollte zornig widersprechen, aber Fräulein Walter schnitt ihm das Wort ab. Gehen Sie - gehen Sie. Herr Graf. Sie können mir ja nicht helfen. Das kann Niemand gehen Sie." Als die Thür sich hinter Otto geschlössen hatte, wandte sie sich mit einiger Fassung an den Schloßherrn. Ihr Herr Sohn hat nicht horchen wollen. Ich kam in seiner Sache zu Ihnen er wollte wohl dabei sein und da hat er durch Zufall gehört . . . Ich werde reisen, heute noch, oder mor gen. Um das Zeugniß bitte ich. das Geld muß ich ablehnen . . . Für Ihr Wort.. daß GU an meine Schuld nicht glauben, danke ich Ihnen von ganzem Herzen. Es ist so schonungsvoll und ich Ihre Dienerin, Herr Graf!" . .
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Sie eilte aus dem Gemache, in wel chem der Graf höchst verstimmt zurück blieb. Otto hatte IxnBefehl. auf sein Zim mer zu gehen, vielleicht gar nicht gehört, jedenfalls nicht befolgt. Wie ein Rasender war er hinausgestürmt in den winterlichen Park. In semer jun an heißen Seele stürmten die Gedan ken wie der Föhn im nächtlichen Wald. Er haßte semen Vater mit semer kublen Vornehmheit, seine Mutter mit ih rem aristokratischen Aberglauben, sich ftlber haßte er. daß er der Sohn die scr Eltern war ... er haßte die ganze UütU, in der ein solches Unrecht aesche hen konnte, ohne das Sonne und Sterne zu reden anfingen und die Bäume sprachen und für die Unschuld zeugten! Nur sie allein, die Arme, Verfolgte, stand leuchtend in seinen heißen Gedanken wie eine Göttin, Ehrfurcht, Mitleid, rasende kindische Liebe übergössen die Vision mit ihren Flammen. Er wollte mit ihr gehen, mit ihr hinaus in die Welt. Er war ja ein Dichter. Gedichte wollte er schreiben. Romane. Novellen um Geld, um rothes Gold ... und das rothe Gold und den Ruhm ihr schenken, sie bc schützen. Dann kam ihm ein andererGedanke Erst müßte er den Ring finden, ja, das mußte er zuerst, und ihn seinen Eltern vor die Füße werfen, ehe er hinauszog m die Fremde. Er lief aus der Tiefe des Parkes, in dem er herumgeirrt war mit seinen Gedanken, zurück gegen das Schloß. Da lag's im rothen Sonnenschern und die Fenster zu den Zim mern seiner Mutter. derGräfin. blink ten nicht, sie standen offen. Sie konnte nicht genug Luft haben und schlief Winter und Sommer bei offenen Fcn stirn. Auch die Fenster des Kassenzirnmers waren geöffnet, wie immer. Ob da nicht Einer ? Aber nein, an der glatten Wand konnte Niemand empor zum ersten Stockwerk. Da flog krächzend ein Nabe über dem bloßen Kops des Knaben hm . . . Halt! Ein Rabe es sind so viele im Park ... auf allen Tannen nisten sie . . .'. stand nicht im Brehm, daß sie gerne glänzende Sachen steh len? Nur guten Muths, du Süße, du Arme, wir holen deine Ehre aus dem Rabennest herab und wär's an den Himmel hinaufgebaut oder zwischen die silbernen Hörner des Mondes hm ein, der da so blaß am sonnigen Hirn mel steht! Er stürzte zurück in den Park, auf die Gruppe majestätischer schwarzer Tannen zu. die zornig ihm entgegen rauschten, als wollten sie ihn wehren, hinaufzubringen m ihre Wipfel. Den Rock warf er von sich und kletterte an der ersten hinauf, immer hoher und höher. Schaaren der schwarzen Vögel kreisten mit übeltönigem, zörnigem Krächzen um sein Haupt, er achtete ihrer nicht und kletterte höher, immer höher, höher. Wie em Elch kätzchen schwang er sich von einem knarrenden Ast zum andern. Er fand Nester ohne Zahl; die ersten zerriß er in seiner Leidenschaft, später fuhr er nur gierig zitternd hinein, um. kerne Zelt zu verlieren. Nichts, mchts! Und die Sonne sank, und die Raben krächzten immer lauter, und nichts! Herr Gott im 5)immel droben, laß mich stürzen! Laß die Raben mir die sts,sn nit2 Viprn .(Srntht finrfpn' WUJVU UU j WV Vt.4f V MV4V4I Aber den Ring laß mich finden, den Ninq!" . Und er fand ihn, hoch oben aus der höchsten Tanne, in einem Astwinke! hing das große Nest. Der Baum ächzte zornla unter der Last des kühnen Knaben. die Raben stießen wüthend nach seinem Haupt in dem Nest aber blinkte und glänzte etwas und leuchtete wie Karfunkel, den letzten Sonnenstrahl wiedcrspicgelnd Die gierige Hand zerfetzte das Ge nist und dann ging ein wilder Jubel schrei durch die dunkelnde Luft. Juchhei! der Ring!" Ein wilder Schmerzensschrei folgte. Em großer Rabe stieß nach dem Gesichte des Menschen, der ihm .seinen ItM Bequemlichkeit und Wissen schaft. (frei per Post gesandt.) Sehen Sie für vierundzwanzia Stunden ein gewöhnliches Wasserglas mit Urin gefüllt bei Seite, bleibt ein Satz, so zeugt daS von einer Krankheit der Stieren. Wenn Urin Flecken macht, ist dieS ein positiver Beweis von Nierenkrankheit. Zu starker Wasserdrang oder Schmerzen im Rücken ist ebenfalls ein Zeichen, daß Nieren und Blase in Unordnung find. WaS tbut man dagegen? Ein Trost ist eö zu wissen, daß Dr. Kilmer'S Swamp - Root, daS große Nieren - Heilmittel, Schmerzen im Nucken, Nieren, Leber, Blase und sonstigen Theilen, welche in Verbindung damit stehen, wegnimmt. Es heilt Unfähigkeit deS WasserhaltenS und brennenden Schmerz beim Wasserlassen, oder Folgen, die durch den Genuß von Liquören, Wein oder, Bier entstehen und enthebt Sie der unangenehmen Nothwendigkeit wahrend der Nacht oft durch Wasserandrang aufehenzu müssen. Die milde und außerordentliche Wirkung von SwampRoot stellt sich bald ein. Es ist bekannt für seine wunderbaren Kuren der schlimmsten Fälle. Von den Apotheken sür 60c und $100 verkauft Schreiben Sie um eine Probeflasche und Pamphlet, erwähnen Sie den Namen der täglichen Tribüne dabei und wenn Sie Ihre volle Adresse an Dr. Kumer & Co.. Brnghampton, N. I , senden, so wird Ihnen Obige? frei durch die Post zugesandt. Wir aarantiren für die Echtheit dieser Oferte.
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Im lieblichen Alter von 1 Jabrcn. ES giebt eine Schönheit, die hohem Alter eigen ist. Es giebt auch eine Schönheit, welche dem mittleren Älter und der voll entwickelten Frau eigen ist. Cvenso giebt eseineSchönyeit, die nur Kinder und Mädchen be-sitzen.DieSchön-heit aber, welche hauptsächlich von Dichtern besun. gen und vor. Künstlern be wundert wird, ist die. weibliche Schönheit, die dem cllter von 16 Jahren eigen ist. Zu jeder Zeit deö Lebens ist Krankheit ein lchlimmer East, doch am allerschlimmsten, wenn ein Mädchen in diesem Alter krank und sie dadurch um dielen eigenartigen Reiz beraubt wird, der von ihr in diesem Alter ausgehen sollte. Diese Erfahrung machte Frau F. M. Badgett von 819 New Straße, Knozville, Tenn., als sie ein Mädchen war. Sie schreibt: AlS ich 16 Jahre alt war, litt ich an weiblicher Schwäche der schlimmsten Art und hatte jeden Heller ausgegeben, um kurirt zu werden. Ich hatte viele der besten Aerzte probirt, doch keiner konnte mir helfen. Ich gab bereits alle Hoffnung auf und glaubte, daß ich an der Schwindsucht sterben würde. Schließlich empfahl mir meine Lehrerin Pe.ru-na und lieh mir das Geld, um solches zu kaufen, da ich selbst keines mehr hatte. Ich nahm Pe-ru-na und eS kurirte mich. Ich bin jeht eine gut entwickelte und gesunde Frau und verdanke dies Pe-ru-na. Ich hatte mehrere Jahre an Frauen-Schwäche gelitten und bin überzeugt, daß ich jetzt nicht mehr leben würde, wenn eS nicht für Pe-ru.na gewesen wäre und empsehle eS daher allen Leidenden." Schickt für Dr. HartmanS neuestes Buch, speziell für Frauen geschrieben. Kostenfrei verschickt von The Pe-runa Drug Manufacturing Company, Columbus, Ohio. Schatz rauben wollte; er yacrie tym den scharfen Schnabel in die Wange und Otto stürzte. Schwer auffallend stürzte er von Ast zu Ast durch den krachenden Baum. Zuerst folgte jedem Aufschlagen em gellender Schmerzens ruf, dann hörte man nur den Körper fallen, die Aeste brechen .... dann em doppelt wuchtiges, dumpfes Auffallen Verstörte Leute suchten den Par ab. an ihrer Spitze Fräulein Walte und der Graf; sie kamen zu den Tan neu. Da flog ihnen ein schwacher Ru aus dem Gestrüpp entgegen. Sie leuchteten mit der Laterne hin, denn hier war es schon finster. Da reckte sich ein blutiges Haupt empor und eine zerschundcne Hand streckte sich den Na henden entgegen. Das blutüberronnene Gesicht aber lächelte selig, und auf der sich öffnenden Hand lag ein Schimmern und Leuchten Der Ring!" schrie Fräulein Walter. Herr Graf, der Ring!" Die Diener trugen auf rasch improvisirter Bahre zwei Besinnungslose schloßwärts. Mit wankenden Schritten. wie em Trunkener, folgte der verzweifelte Vater. Am kleinen Finger seiner Rechten blinkte und glomm der Brautring derer zu Rothenfurth. E i n Spekulant. Hausfreund: Was wurdest Du dazu sa gen, Oscar, wenn ich eine von Deinen Schwestern heirathen würde?" Oscar: Geben Sie mir einen Nickel, und ich sage Ihnen, welche die. beste von allen ist.Hausfrauenkniff. Er; Warum hast Du denn bei dem Amts richte? so sehr über Deine neue Köchin geschimpft. ich dachte, Du seiest recht zufrieden mit ihr? Sie: Aller dings, aber wenn ich sie lobe, dann fischt sie mir die Frau Amtsrichter wieder weg! Eine amüsante Gesellschaft. Ist die verwittwete Amts? richterin wirklich eine so vorzügliche Gesellschafterin, wie man sich erzahlt? O, ja! Die ist ja schon zwei Mal wegen verleumderischer Be'e'.dinng b'strast worden! BeimHeirathsvermittl e r. Dame: Paßt der Herr auch betreffs der Größe einigermaßen zu mir?" HeirathZvermittler; Hm, sonst Ware er ja eigentlich etwas zu groß für Sie..... aber glücklicherweise hat er einen Buckr.l!" Abgeführt. Kaufmann: Sie ersparen sich Wohl gar nichts?" Student: O doch." Kaufmann: Ei, was?" Student: Uebrflüfsige Fragen." Kleiner Irrthum. Gatte: Sieh' mal Frauchen, da habe ich Dir eine Büchse russischen Kaviar mitgebracht." Gattin: Aber Männchen, dieser Unsinn. Du weint dock, ich verstehe kein Wort russisch." Aufrichtig. Kommerzien. rath: Sie wollen heirathen und besitzen weder Vermögen noch austrägliche Stellung?!" Brautwerber: Wenn ich das alles hätte, dann brauchte ich ja gar nicht zu heirathen!" Ei t ii ch t i g e r V e r t h e id i a e r Können Sie mir den RölbisJntralt als tüchtigen Vcrtheidiaer cmvfclen?" .Gewiß! Der be. stellt in schwicriqcn Fällen ein Dutzend Weiber ji:nr Miiwcwen in den Luschzi'crraum!" ' Ein moderner S ch w i ec t x v a 1 1 x. Schwiegervater: Mein N.ocr Schwiesicrsthn. Sie dürfen nicht. lädier so vttschwenderisch wirthscoaflen!" Sck'wieaersohn: Aber ich werde doch Ihren Kredit nicht schädiaen! '
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