Indiana Tribüne, Volume 20, Number 277, Indianapolis, Marion County, 24 June 1897 — Page 1
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Editorielles. Als Grund für den Abschluß deö Vertrags zur Annezion Hawaiis giebt der Präsident dringende politische Nothwendigkeit" an. Der Vertrag wird wahrscheinlich bis zur regelmäßigen Sihung deö Kongresses zurückgelegt werden. Wo bleibt da die dringende" politische Nothwendigkeit? Verträgt eö sich mit dem Prinzip deS SelbstbestimmungSrechteS der VSlker, daß wir Hawaii annektiren, ohne daß die Bewohner darum gefragt werden ? Schickt sich für das freieste Volk auf Erden" ein solcher Handel", wie er zur Zeit beabsichtigt wird. Selbst als Napoleon der Dritte Nizza annektirle ordnete er ein Plebiscit an. Selbst wenn der ganze Einfluß der französischen Regierung dabei geltend gemacht wurde, so wahrte doch selbst der Kaiser die Form. Heutzutage verhandelt man doch nicht Völker wie Viehheerden. Ohne Zweifel ist ein großer Theil des Enthusiasmus bei dem 3ubiläum der Königin echt. Denn, abgesehen davon, daö der Engländer IN Durchschnitt sehr loyal ist und an einem Königehause hängt, kann man die Liebe für die Königin wohl dem Imstande zuschreiben, daß sie wahrend hrer ganzen NegierungSzeit die tradiionellen Rechte deS Volkes nicht anastete, sich möglichst wenig um Regieungsgeschäfte kümmerte, sondern nach nglischem Brauch ihre Minister und und daS Parlament regieren ließ. Wollte ein englischer König oder eine englische Königin sich eine EinMischung in die Regierungögeschäste erlauben, wie sieder deutsche Wilhelm sich gestattet, so würde daö wahrscheinich in kürzester Zeit zu einer Revoluion führen. Es gehört mehr Zeit und auch mehr guter Wille dazu, alö wir besitzen. um die Verschiedenheit der Interessen in den Tarifsätzen speziell in Bezug aus den Zuckerzoll zu verstehen. Wenn man übrigen? bedenkt, daß noch vor wenig Monaten sowohl der Präsident, wie der Staatssekretär sich entschieden gegen die Annezion Hawaii? au?sprachen, daß auf Hawaii Rohrzucker in großen Mengen produzirt wird, der sämmtlich nach den Ver. Staaten geht, daß derselbe gegenwärtig unter einem Gegenseitigkeit?vertrag zollfrei eingeht, daß gegenwärtig die ausgedehnte Fabrikation von Rübenzucker in den Ver. Staaten mit großer Energie angestrebt wird, ui.d daß die Tarifbill gerade vom Eongresse berathen wird, so liegt wohl der Gedanke sehr nahe, daß der Annexion?vertrag in sehr enger Verbindung mit dem Zuckerzoll steht. Apropo? de? dem preußischen Landtage vorgelegten neuen Verein?und Versammlung?gesetze? deröffent lichte Bebel eine Brochüre, worin au? dem Lande, dessen Bewohner helle sein" eine Anzahl polizeilicher Be gründungen für Versammlung?-Aus lösungen mitgetheilt find. Viele derselben sind so merkwürdiger, komischer Art, daß wir e? un? nicht versagen können, hier einige derselben mitzutheilen.
Eine Bauhandwerker-Versammlung in Glauchau wurde untersagt, weil die Anmeldung nicht vom Einberufe?, der mit der Feder nicht gut Bescheid wußte, sondern von einem Schriftkundigeren geschrieben war.
Ein Vortrag über Göthe'ö ZZsust" wurde dem Leseberein in Werdau unersagt, weil dieses Thema hinreichend Anhalt" biete, daß allgemeine soziale und politische Fragen erörtert und gegen bestehende Gesetze und und gegen die Gesellschaftsordnung aufgeregt werden sollte. In Thekla verbot die Amtshauptmannschast eine Versammlung, wo über die Behandlung der Säugling?- und Kinderkrankheiten gesprochen werden ollte, wegen dringender Gefahr für die öffentliche Ruhe, Sicherheit und Ordnung in gesundheitlicher Hinsicht. I3n OelSnitz wurde eine BergarbeierVersammlung, die unter freiem Himmel abgehalten werden sollte, auS dem Grunde verboten, weil auf dem betreffenden Terrain keine Bedürfnißanstalten vorhanden waren. 3n Aldorf eine ebensolche Versammlung von Teztilarbeitern, weil nicht zwei Aborte vorhanden waren. 3n Burkhardtöhof vusil eine Tez-ilarbeiter-Versammlung unter freiem Himmel wegen angeblicher FeuerSgeahr dem Verbote. In einer Buchbinderversammlung in Dresden verlangte der überwachende Polizeibeamte vom Vorsitzenden, ein Redner solle seine Darlegungen unterbrechen, da er (der Polizeibeamte) wegen eineS nothwendigen menschlichen Bedürfnisses einmal hinunter gehen müsse. Und eS geschah also. Alö der Polizeibeamte herauskam, setzte der Redner seinen Vortrag fort. Diese Beispiele genügen. Sie zeigen, wie man trn anoe der Dichter und Denker, speziell im Königreiche Sachsen daö Verein?- und VersammungSrecht handhabt, und wie sindig die Polizei ist, und wie lächerlich sie sich vor der ganzen Welt machen kann i tto Schisse! -trcr' , ff FRMWH Uz, ääm fi i it i -orv i Mit tiefem Bedauern melden wir unseren Lesern den Tod de? Herrn Otto Schissel. Er starb letzte Nacht nach längerem Leiden. Mit ihm schied einer unserer charakterfesteste, prinzipientreuesten freisinnigen Deutschen au? dem Leben, und sein Scheiden ist nicht nur für seine Familie, sondern für Alle, welche mit ihm in Berührung kamen, ein Verlust. E? ist nahezu ein Vierteljahrhundert her, daß Schissel nach Jndianapoli? kam und die Stelle eine? Turnlehrer? im Sozialen Turnverein antrat. Zugleich arbeitete er al? Schriftsetzer in dir Druckerei de? Telegraph". Anfang? der Siebziger Jahre gründete der vor Jahren verstorbene Eharle? Liziu? die Jndiana Deutsche Zeitung", ein Wochenblatt, dessen Zweck hauptsächlich die Bekämpfung der Temperenzbestrebungen war. Da? Blatt ging 1876 in die Hände de? Herrn Carl Henrici über, der e? taglich erscheinen ließ. E? bezahlte sich jedoch nicht, Henrici stellte die tägliche Ausgabe ein und ließ da? Blatt wieder wöchentlich erscheinen. Bald nachher verließ er Indianapolis und Franz Goldhausen gab da? Blatt noch eine Zeit lang heraus, woraus sein Er scheinen längere Zeit unterblieb, bi? Herr Schissel e? ankaufte und einige Jahre lang herau?gab. Von ihm kaufte e? dann der gegenwärtige Be fitzer de? Blatte? und verwandelte e? wieder in ein Tageblatt, den Namen desselben in Jndiana Tribüne" um ändernd. Herr Schissel war somit ge wissermaßen der Vorgänger de? gegen wältigen Besitzer? der Tribüne" in der Herausgabe derselben. Trotz seiner bescheidenen Leben?stellung wußte Schissel sich durch seine Biederkeit und unbeugsame Geradheit
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bie Achtung Aller in den Kreisen zu verschaffen, in denen er sich bewegte. Er war einer von den seltenen Menscheu, die wegen ihre? bescheidenen und doch zugleich bestimmten Austreten? sich die Freundschaft Aller erwerben, welche mit ihnen in Berührung kommen. In seiner freisinnigen Anschauung wankte er niemal?, er huldigte nach jeder Richtung hin radikal fortschrittlichen Grundsätzen, namentlich auch in der sozialen Frage und hatte ein warme? Herz für da? arbeitende Volk. Ehre seinem Andenken !
ArllhlNchilhlen. Inland. Wetterbericht. Gelegentlicher Regen, vielleicht Stürme heute Nacht, schöne? Wetter am Freitag. Höchste Temperatur innerhalb der letzten 24 Stunden 82 Grad, niedrigste 64 Grad. Der Protest Japan?. Washington, 23. Juni. Der Protest Japan? gegen den Hawaii Annectirung? - Vertrag wurde heute m Senat?-Comite für au?wärtige Angelegenheiten entgegengenommen. Derselbe wird für bedeutender gehalen, al? e? anfänglich schien und da? Comite traf besondere Vorkehrungen, um die Veröffentlichung der Berathung zu verhindern. Der Protest wurde fast al? Ultimatum von Seiten Japan?, daß der Vertrag nicht vollzogen werden dürfe, betrachtet E? ist kein Protest gegen die Form de? Vertrag?, wie in gewissen Kreisen, besonder? im Kabinet McKinley?, behauptet wurde, andern ein Protest gegen den Vertrag elbst. Der Vertrag wurde an ein Sub-Comite verwiesen mit der Instruktion, die ganze Frage zu unteruchen und dem vollen Comite Bericht zu erstatten. Hanna'? Convention. T o le d o, 0 , 23. Juni. Nachdem gestern der Kampf um da? Amt de? Vorsitzer? de? republikanischen Staat?Committee? zu Gunsten Cha?. F. W. Dick?, de? Candidaten Mark Hanna?, und die ganze Hanna Slate" gtsikt" war, trat die republikanische Staat?Convention heute Morgen um 10 Uhr zu den üblichen Geschäften zusammen. Der Bericht de? Comite? für Beglaubigungen wurde angenommen, wie berichtet war und zwar ohne Oppofiion, denn derselbe machte keinen wesentlichen Unterschied in der Conttolle der Convention, die überwältigend in Händen Hanna? lag. Die temporäre Organisation wurde für permanent erklärt. 3n der Platform, welche angenommen wurde, bekennt sich die Convention zu der St. Louiser Platform ; sie spricht Sympathie für die Cubanischen Patrioten au?; lobt da? Nichtsthun de? Präsidenten McKinley in der Cubafrage ; sie spricht ferner .Hoffnung für Ratistzirung de? Hawaii Annektirung?vertrage? au? ; tadelt die Weise, in der Präsident Cleveland da? Civildienst gesetz ausrecht erhielt ; verlangt einen hohen Raubzoll auf Wolle; lobt Bushnell über den Schellenkönig und verpflichtet die republikanische Partei für Unterstützung der Crwählung Mark Hanna'? zum V, St. Senator. E? wurde darauf folgende? Ticketnominirt; Gouverneur, Asa S. Bushnell; Lieu tenant-Gouverneur. A. W. Jone?;Su preme-Richter, Jacob F. Burkett; At torney - General, Frank Monnett; Staat?-Schatzmeiste?,Samuel Champ bell. Hanna versprach, für einen republikanischen Sieg in Ohio sorgen zu wollen. 9 Fusion der Demokraten, Populisten und SilberRepublikaner. DeSmoine?, Ja., 23. Juni. ES waren etwa 1000 Delegaten anwesend, al? der Staats. Vorsitzer M. F. Healy die demokratische Staat?-Convention don 3owa hier heute zur Ordnung rief. Fred. A. White, von Keokuk, wurde zum temporären Vorsitzer erwählt und hielt derselbe eine vortreffliche Anspräche. Da? Entfalten eine? Portrait? Wm. I. Bryan? und jede Nen nung seine? Namen? wurde mit stur mischem Jubel begrüßt. Heute Abend vertagte sich die demo kratische Staat?-Convention, nachdem sie ihre Arbeit vollendet. Die alliir-
ten Conventionen der Silber-Repu
blikaner und Populisten und die demokratische Convention einigten sich auf eine Platform, in welcher Freisilber die Hauptidee ist. Ein gemeinschaftliche? Ticket wurde von den drei Parteien aufgestellt und besteht da?selbe au? 2 Demokraten, 2 SilberRepublikanern und 1 Populisten und wird da?selbe auf den offiziellen Stimmzettel al? demokratische? Ticket gestellt. m ,, m Ausland. Bötticher bleibt. Berlin, 23. Juni. Im wiedereröffneten Reichstag richtete Abgeordnete? Richter eine scharfe Jnterpellation an die Regierung bezüglich der Lage der Dinge. Minister von Bötticher antwortete im Namen der Regierung : E? herrscht weder innerhalb der Negierung noch de? Ministerium? eine Krisi? und ich muß Sie bitten, die Thränen, welche Sie über mein angebliche? Scheiden zu vergießen bereit waren, bi? zu einer späteren Zeit auszusparen." Nachdem er die? gesagt hatte, verließ er da? Ha5 und unmittelbar darauf gingen auch Nichter und die meisten anderen Abgeordneten, welche gleichzeitig Mitglieder de? preußischen Abgeordnetenhause? find, und begaben sich in die Sitzung de? letzteren. , Da?Verein?gesetz und die Nationalliberalen. Berlin, 23 Juni. Wahrend im Reichstage vergeblich eine Klärung der Situation gefordert wurde, wurde im preußischen Abgeordnetenhause da? Schicksal der Maßnahme, welche die Trübung mit herbeigeführt hat, der Verein?gesetz - Novelle", entschieden. Laut. Artikel 107 der preußischen Verfassunz mußte über die Vorlage, al? eine Abänderung der Verfassung, noch einmal abgestimmt werden. E? handelte sich um den Torso, welcher von der ursprünglichen Vorlage durch die Kürzungen der Commission übrig geblieben und in der Sitzung vom 31. Mai im Abgeordnetenhause angenommen worden war. Heute mußte die Entscheidung fallen, und die Nationalliberalen hatten sie in der Hand, stimmten sie gegen die Vorlage, so war auch der Torso umgebracht und damit die Gefahr beseitigt, daß da? Herrenhau? die ursprüngliche Fassurg der Regierung wiederherstellte und damit die Geschichte von neuem beginne. Die Nationalliberalen haben sich indeß auch diesmal nicht zu solch entschieden Haltung aufschwingen können. Vergeben? rang Eugen Richter in die Nationalliberalen, kurzen Prozeß zu machen ud da? Ganze zu verwerfen. Gerade die Unsicherheit der innerpolitischen Lage machte ein entschieden?? Austreten de? AbgeordnetenHause? nothwendig. Ob grhr. v. d. Recke, der geistige Vater de? Monstrum?, noch im Herbst Minister sein werde, wäre zweifelhaft. Wa? Miquel, der Mann der Zukunft, wolle, sei unbekannt, und er sollte eigentlich herbei eitirt werden, um Rede und Antwort zu stehen. E? half alle? nicht?. Die Nationalliberalen gingen mit den Conservativen. Der Führer der Freiconservativen, Frhr. v. Zedlitz und Neukirch, erinnerte an die Bielefelder Rede de? Kaiser? und verlangte eine nationale Politik strotz der Verblendung de? Reichstage?." Diese Aeußerung erregte einen ungeheuren Tumult. Minutenlang dauerte der Lärm, in welchem sich Zischen von der einen und Bravorufe von der anderen Seite mischten. Eugen Richter ruft : Feigheit" und erhält dafür vom Präsidenten v. Köller einen Ordnungsruf. Am ruhigsten bleibt wieder der Centrum?führer Dr. Lieber. E? sei unnöthig, den Reich?tag gegen Frhrn. v. Zedlitz zu vertheidigen. so beschwichtigte er den Sturm. Dann wird die Vorlage in der von der Commission geänderten Fassung, der Torso" angenommen. E? ist alle? vergeblich gewesen. ni Wer einen Catarrh heilen will, muß mit dem Blut anfangen. Hood'? Sarsaparilla beseitigt die Nrsache diese? Uebel? und heilt Katarrh dadurch, daß sie da? Blut reinigt. Hood'? Pillen wirken milde aber rasch und sicher auf die Leber und den Magen. 25.
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Angekommen in : Southampton: St. Paul" von New Lork. Rotterdam, Veendam" don New Jork. Kopenhagen: Georgia" von New Jork nach Stettin. Liverpool: Wae?land" von Philadelphia. - allerlei. Das Bezirksgericht in Newal verurteilte die Arbeiter Birk. Kellmann und Multuff, welche den Grundbesitzer Killing. dessen Frau und vier Kinder ermordet, beraubt und das Wohnhaus desselben angezündet hatten, zu lebenslänglicher Zwangsarbeit in den Bergwerken Sibiriens. Die ersten fünf Jahre müssen die Verurtheilten Tag und Nacht an ihre Karrtv. jtschi2idet bringen. Der von Tanger in Vre men angekommene Dampfer Cinfra" hat drei der französischen Fremdenlegion entflohene junge Leute gelandet, welche sich vor einigen Jahren ihrer Militärpflicht durch Auswanderung entzogen hatten. Nachdem eS den drei Abenteurern im Anfang dieses Jahres geglückt war, ihre Flucht aus der Fremdenlegion zu bewerkstelligen, wandten sie sich hilfesuchend an die deutsche Gesandtschaft in Tanger, welche die hartgeprüften Deserteure mit dem Dampfer Cintra" zurückbefördern ließ. In Bremen wurden sie sofort der Militärbchörde überwiesen. DerMinisterdes Innern Barthou hat viele der Personen, die sich beim Rettungswerke bei dem Bazarbrande in Paris ausgezeichnet haden, empfangen und ihnen, nachdem er eine Ansprache an sie gehalten, Denkmünzen verschiedener Kategorien überreicht. An der Spitze der Liste stand der Polizeicommissär Mouquie, der zum zweiten Male die goldene Rettungsmedaille erster Klasse erhielt; diese wurde auch dem Stallknecht Edu ard Trosch und dem Turnlehrer Weber ertheilt. Dfc goldene - Rettungsme. daille zweiter Klasse erhielten acht Personen, vier Männer und vier Frauen, unter den letzteren die Gattin des Bankiers Jules PorgeS, welch ihre Wohnung als Ambulanz eingerichtet hatte. Außerdem wurden 70 silberne Medaillen größtentheils an Arbeiter und Dienstboten vertheilt. Auch eine barmherzige Schwester befand sich unter den so Belohnten. Dem Kutscher Eugene Georges ist das Ritterkreuz der Ehrenleaion verlieben worden. zver Ä g en r Moses B o denheimer in Mannheim wurde am 24. März 1897 vom Landgericht Mannheim wegen Betruges im wiederholten Rückfalle zu 3 Monaten Gesängniß verurtheilt, weil er die Tramwaybahn um 10 Pfennig geschädigt hatte. Er war bisher abonnirt bei der 8ocl6t6 anonyme de trainway de Mannheim a Ludwigshasen. Am Tage nach Ablauf des Abonne ments bestieg er einen TrambaHnwagen der gedachten Link und erklärte dem Schaffner, der ihm einen Fahrschein geben wollte, er sei abonnirt. Der Schaffner ließ sich dadurck tauschen und glaubte es. Als aber ein Controleur kam, zog er es vor, schleunigst abzuspringen; er lief auf einen Vorübergehenden zu, mit dem er sich in eine Eifrige Unterredung einließ. Zu seiner Vertheidigung gab er an.er habe ganz vergessen aehabt. daß seine Karte abgelaufen sei; daö hastige Abspringen begründete er damit, daß er einen Geschäftsfreund, den er gesucht, gerade habe vorübergehen sehen. In einer Revision gegen das Urtheil rügte er. die Lociötö anonyme etc. besitze keine Corporationsrechte, sie könne daher auch nicht, wie das Urtheil ausführe, als die Geschädigte figuriren. Das Reichsgericht verwarf die Revision. Für eine etwaige Umarbeitung seines Romanö D!e Könige im Ezil" hätte Alphonse Daudet sehr dankenswerthen Stoff durch den eben erfolgten Tod einer spanischen Jnfantin in Paris erhalten. Sie lebte zwar nicht in der Verbannung, gehörte aber ganz der depossedirten Gesellschaft an. die uns Daudet fo unterhaltend schildert. Es handelt sich um die Jnfantin Jsabella von Bourbon, Schwester des König Franz von tffsisi, der seit sechsundzwanzi? Jahren Epinay bewohnt, während seine Gemahlin, die Ex-Köntgin Jsabella. in dem PalaiS de Castille der Avenue Kleber zu Paris haust. In ihrer Jugend ward die Insantin von dem polnischen Grafen Gurowski entführt, einem der schönsten Männer seiner Zeit; aber ihre Ehe war sehr unglücklich; sie trennten sich. Ebenso unglücklich war die Heirath ih rer Tochter mit dem Vicomte de Tran, coso; die zweite verehelichte sich angeblich mit einem Polen. Sie selbst sagte sich von ihrer Familie log und lebte in einem gewöhnlichen Gasthof der Cite d'Antin. Dort zeichnete sie sich durch große Fülle im Essen und Trinken auö, besaß schon im Anfang jedes Monats keinen Heller mehr, obgleich ihr Bruder, der König, ihr monatlich 5000 Franc? zukommen ließ. Anaeb- ! lich verschleuderte sie ihrGeld an Hilfs. t bedilrftige.
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