Indiana Tribüne, Volume 20, Number 273, Indianapolis, Marion County, 20 June 1897 — Page 9

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per Schwerenöther. Gon Paul Vlisj. Waldburg ist ein hübsches kleines Städtchen in der Mark Brandenburg. Die Häuser dort sind so zierlich, klein und gemüthlich wie wohl kaum in eine? anderen Stadt von COOO Seelen. Aus dein Marktplatz, umsäumt von grünen Lindenbaumen, steht das tathhaus, und ganz versteckt unter uralten Kastanien und Weißbuchen träumt das verwitterte altersgraue Ziirchlein. Der kleine Ort macht den Eindruck, als sei er noch gänzlich imberührt geblieben von der sortschrei tcnden Cultur dc zu Ende gehenden Jahrhunderts. Wenn aber auch das äußere Gesicht deZ Städtchen ein altmodisches ist, so Kat dcü die Einwobnersckaft. wenigstens die Elite der Gesellschaft, eine durchaus moderne Pkzrzsioanomie: Da gibt es z. V. einen akademischen lIin7 bettelnd aus den itudirten Leuten des Ortes, dort wird die Fahn der ftunst und der Wissenschaft hoch, gehalten, und zwar so hoch, daß sich die äußerst anregenden und unterhal tcnden ..Äbende" meist bis in den krcfc len Morgen ausdehnen, denn die Her r . . l. y. er . n v if.n ren sino aue jeijr ouruig uno inniseiu Da qibt es ferner den mit Recht so beliebten Frauen-Verein", in dem sich die sogenannten gebildeten Damen des StädtÄens zusammenfinden, um über das Wohl der ärmeren Bevölkerung zu berathen und nebenbei auch zu erfahren, was im Orte Neues sich ereig-. ne: yat. jDa gibt es serner das stets so interessante 'Lesekränzchen" der jungen und noch jüngeren Damenwelt, in der man sich nach Kräften amllsirt und nach bekannten Vorbildern zu medisiren sucht. Dann mbt es einen Vllraerverein. drei Gesanavereine. vier Kegclclubs, drei Turnvereine, Zwei '!ltyletencluvs, drei Äereiue sur iinel Fisch- und Vogelzucht und endlich so aar einen Verein der Kablköpfe". In das beschauliche Dasein dieser guten Leute fiel plötzlich die Bombe einer Neuigkeit, die nahezu geeignet war, die Nuhe sämmtlicher Einwohner zu stören: ein neuer Ar?t beabsichtigte, sich im Städtchen niederzulassen! Seit Menschengedenken war etwas Derartiges nicht vorgekommen. Wozu auch so etwas? Alle Welt schlug die Hände zusammen. Ein Arzt war vollständig genug gewesen, und gottlob gab es wenig Kranke im Ori. Wozu nun also noch einen zweiten? Man stritt sich herum, was daraus werden sollte, und manches böse Wort über den neuen Doctor wurde laut. Plötzlich aber änderte sich die Simeinen. . Irgend iemand batte der ftrcrn Aost Meisterin im Geheimen anvertraut, daß Uz neue Doctor ein bildschöner unverheirathcter Mann sei. dak er ein immenses Vermögen besäße, bei der Garde gedient habe und m dem Ruf stände, ein kleiner Schwerenother zu sein. Das stimmte die gute Postmeisterin nachdenklich. Sie batte eine beiratbsfähige Tochter, und deshalb beschloß ste, von NUN an sur den i neuen Arzt Stimmung zu machen. Es aeschah auch, und Zwar so nack drücklich, daß bereits in wenigen Tagen alle elt von dem neuen Ankömmlina nur in Tönen des höchsten Lobes sprach; es gab eben noch mehrere yelratyfay?ge Tochter 'mit hosfnungs reichen Müttern in dem Städtchen : ganz im Geheimen aber flüsterte man sich zu: Haben Sie denn schon gekört? Er soll ja ein arger Schwerenöther sein!" Endlich war der heißersehnte Tag da, an dem der Neuling seinen Einzug hielt. Man steckte die Kövfe zusammen, sprach dies und das der eine war enttauscht, der andere begeistert, lnteresjlrt aber waren sie alle. Doctor Fritz Schwallach war mit einem Schlage der Löwe des Tages. Als er dies wahrnahm, rniiftte er heimlich lächeln, er that aber nichts dagegen, sondern spielte den yakmlosen Menschen, der von alledem nichts sah und hörte. Er machte seine Besuche bei den Honoratioren und maß gebenden Leuten des Städtchens. wurde von allen Seiten mit offenen Armen empfangen und bekam so viel Einladungen, daß er garmcht mehr zur Ausübung seiner zu erhoffenden Prazis hätte kommen 'können, wenn er aue mtt Fettlicyketten hatte besuchen wollen. Nur Einer kam ihm ein wenig kühl entgegen: der alte Arzt. Viun, lieber Herr College, sagte der alte öerr. .Sie finden ia allerorten offene Arme hier, da kann es Ihnen bei dem guten m der Ihnen voran gangen ,st, doch nicht fehlen. Sie werden schnell Ihr Glück hier machen. Fritz verstand Wohl die leise Ironie dieser Worte, aber er hütete sich, nä her darauf einzugehen, und empfahl sich bald darauf. . DaZ Glück blieb dem neuen. Doctor hold. Bereits in der ersten Woche be kam er drei Pattenten und wurde Hausarzt bet Vostmeisiers. In der zweiten Woche stellten sich plötzlich bei der Frau Steuersecretär die alten Athembeklemmungen wieder ein, na kürlich rnuftte der neue Doctor km. men.. der denn auch bald Sl&fcitf, schaffte, und nach sechs Wochen roar ver alte oc:or o gut wie vergessen, denn Jedermann war darüber einia mm. rs van oer neue Ärzl neben seinem gedie genen sonnen und Wi en ein wirk lick seiner Mann war. der nfomnla sich erlaubt hätte, derartige Grobheiten au saaen. wie es der alte Arzt soM

gethan hatte. Er war der Liebling des

ctädtckenö aeworden. XJie imaniw fanden ihn gesellschaftlich und am Stammtisch als einen Unterhalter ersten Ranges, dem der Viu oes um nen Schwerenöthers mit Recht vorangegangen war, und die amen laqcn in ihm Nicht nur den lNiereanien Mann, der so viel schon erlebt hatte, sondern aucy den yeiraiyssayigen Mann, der alle gute Qualitäten eines Mustergatten hatte; denn bekanntlich i ' , f. . ri . sCftrnnn. werden diejenigen vie ucjicu m ner. die ihre Jugend genoen yaoen. so calculirten sie. I . . . . M Der alte Arzt hatte sicy zuruagezo gen. er grollte nicht, er lächelte nur. er kannte die Welt. So verging ein halbes Jahr. Der .neue Doctor". wie er allgemein genannt wurde, konnte zufrieden sein. V .. , m Er hatte eine sehr gute Praxis oeiommen und war noch immer der interessanteste und begehrteste Mann in den Gesellschaften. Nur eines schasste ihm oft ein heimliches Unbehagen: daß man ihn immer wieder zwang, etwas aus seinem interessanten Borlebenzu erzählen; anfangs hatte ihn das ja riesig amllsirt, und er hatte den guten Leuten am Stammtisch derartig tolle Geschichten erzählt, daß man ihn na hezu mit Ehrfurcht ansah; als man aber immer mehr von ihm verlangte und er, um seinem nun einmal beste henden Ruf nicht zu schaden, immer neue Abenteuer ersinnen mußte, da wurde ihm die Sache schließlich zu fade, und er beschloß, die Situation zu ändern, er dachte an eine Heirath. Schwer fallen konnte ihm das doch gewiß nicht, er brauchte ja nur zuzu areifen, es boten sich ihm ja Allerorten Gelegenheiten dazu, aber er wollte auch sicher gehen, und deshalb wählte er sehr sorglich. Nach langem Suchen und genauem Erwägen fiel seine Wahl auf Fräulein Frieda Beckmann, die einziae Tochter des reichen AmtmannS. Sie war ein hübsches und kluges Mädchen, hatte aber, obgleich sie schon 25 Jahre zählte, noch keinen Freier gehabt, und zwar deshalb nicht, weil sie in dem Ruf stand, zu herrisch und rechthaberisch zu sein. Auch der Doctor hatte dies wohl gehört, aber eö hielt ihn nicht ab, trotz dem um daS hübsche und reiche Mädchen anzuhalten, denn er traute sich die Kraft zu, dies wilde Mädchen zu zähmen; -auch vertraute er seinem guten Ruf, der ihn ja als einen Frauenbän diger bekannt gemacht hatte. Er hielt also um das schöne Mäd chen an und bekam das Jawort von Tochter und Bater. Zufrieden lächelnd erzählte er die Neuigkeit am Stammtisch. Zuerst gab es natürlich im Stadt chen eine allgemeine Enttäuschung, denn jede Mütter hatte auf ihn als Freier gerechnet, endlich aber fand man sich mit der Thatsache ab und tröstete sich damit, daß er doch nur Eine hei rathen konnte. Nun aber war Jedermann darauf begierig, ob es dem Doctor wohl gelingen werde, sich das Recht im Hause zu wahren, denn obwohl man ihn für einen in jeder Beziehung erfahrenen Mann hielt, so zweifelte man doch an seiner Kraft und Zähigkeit, denn das Fräulein Braut galt eben als durchaus zanksuchtig und herrschbedürfhg. Aber man täuschte sich auch Hierin wieder. Die Ehe war schlechterdings musterhaft. Anfangs zwar hatte daS Frauchen versucht, ihren Willen durch zusetzen, der Doctor aber hatte ihr dies gleich zu Anbeginn der jungen Ehe ab gewöhnt und zwar mit Liebe und Witz, bis sie einsah, daß er ihr wirklich über legen war und sich von der Zeit ab willenlos seinen Wünschen und An Ordnungen fügte. Das trug natürlich nur dazu bei, das Ansehen und die Würde des Doc tors in dem Städtchen zu mehren und ihm immer neue und gute Eigenschaften anzudichten, so daß sein' Einkom men blühte und zunahm. Eines Tages kam Besuch in's Haus des Arztes und zwar ganz plötzlich, unangemeldet. Es war ein Jugendfreund des Doctors. ein lustiger fescher Mann in den besten Jahren. Al$ der nach einigen Stunden seiner Ankunft mit der jun gen Frau allein war, sprach er zu ihr: Nun sagen Sie mir nur, gnädige Frau, wie haben Sie es angestellt, daß aus unserem Fritz so ein flotter Kerl geworden ist?" Ganz erstaunt fraate Frau Frieda: Sie sprechen von meinem Mann? Ja, der war doch nie anders! Der ist hier eher solider geworden als das Gegen theil; als er hier ankam, ging ihm ja bereits der Ruf eines argen Schwerenöthers voraus Jetzt lachte der Freund laut auf. Fritz ein arger Schwerenöther!? Das ist einfach gottvoll! Nie ist er däS ge Wesen, gnädige Frau! DaS gerade Gegentheil sogar, war er! 'einen Trauerkloß nannten wir ihn stets!" Sprachlos sah die junge Frau ihn an, sie begann daS Spiel zu durch schauen, mit dem ihr Mann damals sich hier eingeführt hatte, über sie war doch klug genug, sich mit keinem Worte zu verrathen. -. Als der Freund wieder abgereist war, stellte sie ihren Mann zu? Rede, was an der ganzen Sache nun eigentlich wahr sei. " Und da antwortete der gute Fritz mit einem etwaö verlegenen Lächeln : Ja, liebes Kind, e ist wahr, ich habe Euch allen hier damals ne kleine Eo mödle vorgespielt,. aber nicht ich hatte sie beabsichtigt, sondern sie wurde mir hier geradezu aufgezwungen; ' irgend ein Spaßvogel . muß jene erste Nach richt über mein Borleben hier verbrei tet haben, und als ich ankam und sah, mit welchem Interesse man darauf wartete, meine Abenteuer kennen zu lernen, da gab es für mich kein Zurück mehr, wenn ick nickt meine Stelluua

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preisgelxtn wollte, da fädelte ich eben tapfer drnauf los. bis ich alle Welt von meiner Abenteuern überzeugt hatte. Man wollte es ja eben nur so haben . . . . , m m Vcvor das Licht vcl löscht! Won J. Daldcn. : Bist Du fertig. Lola? ' ' Das Zimmer, in welches diese Worte im Flüsterton gerufen werden, ist ei nes der gemüthlichen Fremdenzimmer auf Schloß Hohenthal. Sofort, Mama! Sie steht dicht vor dem schmalen Pfeilerspiegel, der ihre Gestalt von Kopf bis zu Füßen wiedergiebt. Weiße, bläulich schimmernde Seide schmiegt sich um ihren vollendeten Wuchs und setzt sich in breiter Cour schleppe über den Teppich fort. Dte alte Dame, im einfachen schwarzen Seidenkleide, tritt langsam näher. Sie hebt, das Lorgnon dicht vor die Augen, prüfend und langsam gleitet ihr Blick an der Tochter auf und nie der. . ' Du siehst -blaß aus, Lola ... wie eine Braut! - Aber es kleidet Dich güt! Was sind daö für Blumen?" Maiglöckchen. Mama!" Lola führt die weißen Blüthen an die Lippen und lächelt, jenes undefi nirbare, bestrickende Lächeln, mit dem sie Herzen zu erobern oder zu brechen weiß! ' Leo sprach doch von Rosen, wenn ich nicht irre Dort liegen .sie!" das junge Mädchen zeigte auf den Tisch in der Mitte des Zimmers. Ein , Strauß lose gebundener weißer Rosen duftet dort in verschwenderischer Fülle. Du wirst diese Rosen tragen, Lola! Du mußt! Leo würde das gerade zu als ein Nein ansehen und mit Recht!Mag er! . Leute von seiner Art muß man nicht verwohnen! Die Uhr auf dem Kaminsims holt auS zum silbernen Schlag. Wir müssen hinuntergehen, Ma rna!" ?ln einer Biertelstunde, nicht eher. mein Kind! Leute von seiner Art muß man nicht verwohnen, Du bast ganz recht damit indeß spanne oen Bogen nicht zu straff! Solch eine Chance bietet sich Dir nicht wieder! And dann, Du bist nicht mehr jung. Lola, wenn Du auch heute sie alle überstrahlen wirst, die Schönheit ist kein beständig Gut!" .Du bist nicht mehr iuna!Das Wort klingt höhnend in ihr fort, während sie langsam die weichen. dänischen Handschuhe überstreift. Ganz dicht, ganz nah biegt sie vlöj lich das hlasse Gesicht an das Spiegel glas. ! ?tn den graublauen Auaen. leucktet es auf, triumphirend, siegesgewiß, die rothen Lippen geben die köstlichen Pet lenzähnchen frei und ein Heller, kurzir Lachtön, zittert durch den hohen Rauns! Ihre Gestalt reckt sich höher auf. der Kops mit der dunkeln Haarsulle bieg! sZik ttrts Jn Vin Wnr?n iuy vvii wtuuv.t i .So wollte ich Dich haben!" klingt es zärtlich neben ihr. Nun laß uns hinuntergehen! Die Stunde vor einem Souper! An den mächtigen Girandolen-zucken die niedrigen Flammen. Noch herrscht jenes gedämpfte Helldunkel über dem weiten Saal, aus dem nur hier uno da geheimnißvoll ein Krystallkelch leuchtet oder der matte Glanz des edel sten Metalls. Noch ist die Lust nicht durchzogen von Wein und Speisenduft, von dem Athem emer erhitzten, plaudernden Menge, nur das Aroma der Treibhausblüthen schwebt über den endlosen Tafelreihen. Die Thüren zu dem anstoßenden Wintergarten sind weit geöffnet. Eine - feuchtwarme, düftgetränkke Luft herrscht unter den Fächerpalmen und blühenden Orangerlen. Und hierher hat sich Lola Barren thin geflüchtet aus der schwülen At mosphäre des Saaleö, aus dem Bannkreis der wiegenden, schluchzenden Wlzermelodie!.Also hier muß, ich Sie. suchen! Wissen Sie auch, daß dieser göttliche Schlittschuhläufer" mir geHort, Baroneß? Langsam, wie aus einem Traum erwachend, hebt sie den Blick. Der sonnige Liebreiz auf ihrem Ge sicht weicht einem spöttischen Lächeln. ' .Wirklich?" Nachlässig öffnet sie die Tanzkarte. ein.slüchtiger Blick auf das unleserliche Bleistift-Gekritzel und sie erhebt sich von der niedrigen Bank aus Bambus geflecht. ' .Auf ein Wort. Baroneß!" Die Stimme des Mannes vor ihr. mu der brüten .vierschrötigen Figur, dem farblosen Dandy-Gesicht klingt eigenthümlich velegt. . . lirri-t ibn um Kopfeslänge, A Bcautiful Cornplexion. If you are suflering irorn povertj of blood, blood disorders, ecrofula, boils, carbunclc?, eruptions, pimplcs, and baye a bad cornplexion. Dr. John W. Bull's Pills are tho best consütutional remedy that can be employed. They aro a persect purifier and enricher of tho blood; a tonic of supreme qualities.: They. "will fortify tho feystem, tnaldng it impenetrable ' todiieake, and givo glow ö the cheeks and color to the complexion. ;Dr.a3uirsPill3(C0in a box) costbut 25 cents; trial box, 10 Cents, at all dealers, or by mail. A. C. Meyef & Con Baltimore, ild. Some dcalci may try to substitüte some ordinary cathartic pills; don't be deceived; ask for Dr. JohnW. Dull's Pills, the only. genuine, and take no other. Rü haltn Bei i John D. öaulb, 201 Jndiana Ave. I. W. rhan, Illinois & Jackson Court.

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wie sie da neven iom negi, oie schleppe ihrer RoSe lässig im Arm. so unendlich vornehm in Haltung und Ausdruck und so -unsagbar hochmüthig. Nun? - fragt sie halblaut mit dem weichen Timbre ihrer biegsamen Stimme. Sie haben meine Nosen vergessen. Baroneß! Ich nehme an aus raune: uno ich ueve d:e lapriZioten ffrauen, besonders wenn ihnen , die Schönheit das Recht dazu verleiht! j Aber ich bin nicht gern ein Spielball dieser Launen. Nein, Baroneß Barrenthin, daö bin ich nicht Er athmet tief auf und drückt daö buntseidene Taschentuch an dte ergrauten Schlä-1 sen. Ich verstehe Sie nicht. Herr Gras!" Sie verstehen mich sehr wohl, Varoneß! Sagen Sie mir nur ein Wort, ein einziges, kleines Wort nur! Darf ich hoffen?Da ist die Frage, die sie erwartet hat, daS glänzende Ziel ist erreicht! Sie braucht ja nur die Hand zu heben, nur einen Laut zu sprechen! In die gnine Stille, die sie umgiebt, drängt sich wieder die schmeichelnde Walzer melodte wie ein lockendes, jubelndes Liebeslied! Unheimlich groß starren die Augen des Mädchens an ihm vorüber in den feinen Sprühregen der Fontäne, die unablässig ihre glitzernde Wassergarbe gegen das Kuppeldach sendet. Mit schrillem Akkord reißt die Mu sik plötzlich ab und jetzt erst öffnen sich Lola'S Lippen!" . ' . Sie dllrfen es!- " Ich danke Ihnen, Lola! Ich werde mir gestatten, morgen Vormittag Jhrer Frau Mutter meine Aufwartung zu machen!" und er eht ihre Hand an die Lippen, deren Wärme das weichs Leder ihres Handschuhs durchdringt. 5 Auf morgen, Mama! Jcy bin zu müde zum Plaudern!" damit ist Lola hinter der Thür ihres Zimmers verschwunden. Zu müde zum Plau dern und zu wach zum Schlafen! Träge brennen die Kerzen in den hocharmigen Leuchtern des Toiletten tisches. ein süßlich herber Duft füllt die Luft. Dort liegen die Rosen, die sie heute vergessen haben soll aus Laune, welk hängen sie die Köpfe! Die Gluth im Kamin ist beinahe er loschen, nur hier und da glüht und glimmt eZ noch unter der weißgrauen Asche. Sie wirft aus dem'Holzvorrath eine Handvoll Tannenzapfen auf den Nost. aufmerksam haftet ihr dunkler Blick an den rothen Pünktchen, die unter der Asche glühen. Wird noch einmal die Flamme auZ ihr emporschlagen? Und in ihremHerzen bebt eine Fragk auf: Liebt er mich noch?" Ein harziger - Brandgeruchs steigt auf. ein graues Wöchen, dann ein knisternder Funke folgt und jetzt zun gelt ste empor eine helle, lodernde Flamme! Und in dem goldenen Schein bl'ibt sie stehen m ihrem weißen Kleid, die Hände gegen das Herz gepreßt, als wolle sie einen Jubelschrei ersticken! Er denkt an mich er liebt mich! Q Du thörichtes, Du räthseloolles Menschenherz! Du läßt Dich nicht verleugnen und nicht bestechen durch Glanz und Ehrt und Macht! Und einem Fremden hatte sie da? Recht darauf geben wollen?! Nein, Graf Leo! Und taus:nd mal nein!" Ihre Gestalt richtete sich höher auf. als stünde sie schon in diesem Ailgcn. blick dem Kampfe gegenüber, der mor gen ihrer wartet! Wie aus weiter Ferne schmeichelt sit sich empor, die bestrickende Walzermelodie. und wie aus einem Rahmen löst sich die Gestalt des Mannes, dem ihr Herz und ihre ganze Liebe gehört. So deutlich steht er vor ihr in dem dunkeln Mantel, den Kragen hoch empor geschlagen, die blauen Augen in die ihrigen geheftet. Sie glaubt daö Klatschen des Re aens aeaen die Scheiben zu boren, ge nau wie an jenem Abschiedsabend, während daS Gellen der Bootspfeife zur Eile mahnt! Wann kehren Sie zurück?" daö sind ihre lebten Worte gewesen. Wann, Baroneß?" Wenn ich auf fremdem Boden erreicht habe, wo zu hier andere erkoren sind! Jene Glückskinder, denen ein glänzender Name oder der mächtige Mammon die Steine und Hindernisse aus dem Wege räumt! Ich besitze dies alles nicht! Aber dennoch sage ich .'iicht nur: Leben Sie wohl, Baroneß ich sage vielmehr auf Wiedersehen! Fest ruhen ihre Hände ineinander und fester noch ihre Blicke! Hinter ihnen aus dem strahlend erhellten Saal hallt Musik die graziösen Melodien des Schlittschuhläu fers! Unser Walzer, Baroneß!" und in die halblaut geslüsterten Worte gellt zum dritten Mal das Signal der Bootspfeife. Leben Sie wohl!" Ihre Hände lösen sich, um sich noch einmal fest ineinander zu schließen, dann steht sie allein im Sturm auf der regennassen Terrasse des StrandHotels. Wird sie immer so allein stehen, dem Sturm des Lebens preisgegeben? Immer? Aus der glimmenden Asche schlägt noch einmal die. Flamme auf. Keller, leuchtender denn vorher! Ihr Glanz leuchtet wieder aus ihren Augen und in ihrem Herzen jubelt es: Er lehrt mlr zurück und ich will, ich muß auf ihn warten!" 7-Nach mit tags - Berg n üg e n.' Wohin, Schönwitz?" Promenade. Komet spielen, Damenschweif nachziehen!"

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