Indiana Tribüne, Volume 20, Number 273, Indianapolis, Marion County, 20 June 1897 — Page 10
pxn?-T3sn
1 . w
m
nSsJKURIEREM VERSTOPFUNG Iv. if Trrfti i i AifrM
2550
m imiiii i i n i k w .
jst.. , . 1 ,zknklll vonBerflopsunq zu kuriere, oder dn LkanspniZ wird ur2ck Uslllttt naranttert Ilffit a?e nd kin ideale, Lartrm.ttel. Proben und BüchltM lt.
! ' Man adssin STERLING KEMEDY CO., f Offene Volkssprache unv gesunder V!eu schenverftand von Tr. . B. yoote. enttjäU Capitel über Ursachen und Berhu tuna von Krankhktt. Privat Lektüre für Männer nnd ftraucn, LlufsävesürJuna und Alt über eheliche Glück, geschlechtliche rschöpfuna und deren Wiederhernelluna. Seiten mitLvu tl lustrrationen u. 6 in pracht vollem Farbendruck aus geführten arten. Nebst Anhang von über 2U Rezepten. Populäre Ausgabe, Preis 11.50 v orto frei versandt nach m fei i 'T! ii wy: i i j C' liJiM I iiteift t.!"!ir7 'MtkAM mpfaug deö Betrage?. I deutscher oder englischer Sprache. . Nurray vill Publishing Co.. 129 Ost s. Strabe. New Bork. TVätlge Agenten gegen hoben Rabatt gesucht. Dr. I. Bühl er, 120 Gst WcCnrty Ltr. Sprechstunden: 3 biS9Uhr Vorm.; 2M83 U)r ?!achm.; 8 613 9 Uhr AbendS. Telephon 1446. Sprechstunden: Sonntsgk nui Vormittag!. C C. EVERTS, Deutscher Zahn , Arzt. No. 8 Nord Pennsylvania Str. a S wird auf Wunsch angewandt. Dr. (5. 9L Schaefer, Srzt und ühirurg, ). 1202 Madison Ave., nahe MorriS Str., .frühere Nummer 4?0. Sprechstunden: 9.3 Udr Morgen, A-4Uhr Nachmittag. 7 9 Uhr Abend. Telephon 2S2. Dr. THEO. A. WAGNER Vo. 9 Nord Delaware Qtt Sprechende : 10 Utr Vorm.: 1 4tUx a.: Sonntag: XlO Xil tttzr ,rm. EZT Telephon 848. Dr. I. A. Suteliffe, fA.ifriöt n aliiickli, Klick mit mundä, etlichen fallen und mit Geschlecht und Urtnkrankhetten. No. 95 Ost Market Straße. Offtce.Stundrn: 9 bi 10 Uhr Borm. bi Ndr Nachm. Sonntag ausgenommen. Tele Phon 911. gin danköarer Fatient, der seine voNständkge Hellunq von schwerem Leid einer in einem Doktorbuch angegebenen Arzenei ver n m ist, hur iini da Nelke ?tteft an seine fw'ini 0 -wf - ii----- - i - - - leidenden Mitmensche verschicken. Ueber nt slehu,,g und Heilung von rankdeiten giebt diese vorzügliche TLiitxl genauen Aufschluß, auch enthält . u. ,., ; in i.fc.r Vkatdek, emacht werden tn jy f v. n w . wx Ifinnen. ttDdrelnr: Frirate Clinic Di?pensary, West llth Lt.. New York. N. X. z 1 i)(T niiQtnbfttunb ist für U llent auch bet A. G. Brandt, 3t Co., 73 Süd Pennsylvania Strafze, Jnd,anapolt, Ind.. ,n yaven. 5 . W ? i t ,M ijkÄ Injektion. t Eine permanente Nur 5 der HartnScklgsten JSlle von Sonorrtzea und . Sleet. garanlrt in von I bi 6 Xogen; (ei der veyandtumg otoifl. unv on ttc j ekelnden 9teiultaU bei Sinnedmen ven Su 2 bebe. Kpida ober SanbelSl. I. Ferr & C. (rou1 Nachfolger), pVkr, Hai. er. 4 kauft von allen Truggift. 2 ämtäMim sin Lwnde werden GonaniSa und Ausslu an den uirn vrgane burdi CuntAliW?Oti uracbobnt ohne UnbequemlichKlien. Prei I J5JTTJ 1 ftf h.i all. V v W V. O. Cos 2081. ew Dorf. Denkewalter Springst Spencer, Jndiana. VanaiariUNI, neivp lr Milchkarort, Höhenluftkurort. Kinderhetlstätte und Leidenden besten em. sohlen. Prospekte . . i ik.ifx. (T . M -1 1 n .1 1 grati. lbe COAST Lm to MACKINAC TO MACKINAC DETROIT PETOSKEY CHICAGO 2 New Steel Passenger Stearners The OreatMt Perfection ret attalned ta Bot Constructlon Luxuiioas Eqaipmcat Artist ic n ... M P11I.I a?..!furnlsoin;. uecortuoa na cuwwoi ocrvica, uriiicr th hiarhest defiree of 4X)nF0RT, SPEED AND SAFETY. rmti Ti ta Wfu Rrrwrm Toledo,DetroitMackinac PETOSKEY. THE 8OO,' MARQUETTE, AND DULUTH. LOW RATES to Pfcturcsque Mckifte mnd Retarn. inciuamgr iieais na wnu. rrwra Cleveland, $i8; 1 rom Toled, 15 1 tma Detroit, J13.50. rvrav pvfnino Between Detroit and Cleveland .k riMMlti wtfli T?f1fAt Tmlni V''uucviiuy , t x- v t . so ail point Kait, South and Sonthweti and at Detroit ior au poinu isoirn ana nonam. Suadai Trip June.Jaly, Auflast and Sptbar Oaly. rurov niv RfTwrrM Cleveland, Put-in-Bay Toledo Seod for XHustratcd Pamphlet. Addreaa A. A. 8CHANTZ, . p. a.. OBTBOIT, MIO. Tts Esteit m tiwffi;! StCCZi I. C3
rMIl
5J l.yWi. J EBMi 'WD ; (a 2?
if
P 6fe-C
Ö
l-TAKE THE
m xw&
APOTHEKEN Chicago, Montreal, CanM oder New Yort 244 Die drei Schmiede. Gon Th. Groß. Es war to Huf- und war ew Gold Und auch ein Schmied von zarten. Retnun; (2 n Mägdlein aber wunderhold, Die wa, daö Ziel von ihren Träumen. Der Hufschmied sprach: .Um'ö lievs Brot Für Weib und Kinder alle Tage Mein Eisen schmieden, glühend roth. Will ich mit starkem Hammerschlage.DerReimschmled sprach: Nimm meine Hand ! Ich will in alter Dichterweise Erfüllen manchen dicken Band Mit lauter Liedern, Dir zum Preise!Der Goldschmied sprach: An Haupt unv Leib Mit güldenem Geschmeide schmücken Will ich dereinst mein schönes Weib -Da spricht die Maid mit süßen Blicken: So, zwischen Eisen und Papier Schon bin ich mit der Wahl im Rek. nen Dein Antrag will, o Goldschmied, mir Als gold'ner Mittelweg erscheinen Die blonde Margherita. Von C. Fahriw. In Capri wars, im Vorfrühling des letzten Jahres. Ich war ganz allein auf dem Wundereiland, wie mirS fchien. Denn es waren noch so wenige fremde dort, daß sie sich kaum gegen seitig stören konnten, zumal mir kamen die paar Engländer nicht zu Gesicht, da ich in Anacapri wohnte. ' Sie hatte mir schon manche toteresfante Auskunst gegeben, darunter traaische Liebesgeschichten leidenschaftlich ster Art, die sie alle mit einem Gleichmuth vortrug, als gehöre es zu den Selbstverständlichkeiten, wenn sich eine Angiolina oder Annunziata von den Felsen tos blaue Meer stürzte. Und eben wegen dieser Erzählerkunst schätzte ich sie auch sehr hoch und beschloß, sie über ein Haus zu befragen, das mich sammt seinen Insassen lebhaft interessirte. Dieses Hauö stand als eines der letzten desxStädtchenS hart an der Straße, dicht an die steil aufragenden Felsen gescheQegt und war mit unfehl bar ausfallendem, künstlerischem Geschmack ausgestattet. Das Allersch'önste daran aber war em junges MadcheN, das in einer Ecke des Balkons zu leh nen pflegte und weit in die Ferne hin ausschaute. Sie stand beinah ledesmal dort. wenn ich vorbeikam, und jedesmal bedauerte ich dann, kein Maler zu sein. um dies liebreizende Bildchen festhalten zu können. Sie war anders als alle übrigen Capreserinnen, schlanker, zarter und vor allem blond. Und dies nordi. sche schimmernde Blond, das in schweren Flechten das zierliche Köpf, eben umschloß, bildete einen ganz eigenartigen passenden Rai)men zu d.em wie au altem Elfenbein gefchnit tenen, echt italienischen Gesicht mit den vrettiidngen, schwarzen Flammenaugen, der römischen Nase und dem vollen, etwas schwermüthig herabgezogenen Mund. ' Eines MoraenS stand die Sauötbür der Villa weit offen, und ich blieb unwillkürlich siehem In einer Ecke des Hofes saß im Schatten eine alte Frau, die Salat putzte; sie schien eine Dienerin zu sein, und ich trat näher mit der ' . Milyen vrage: ob es wohl erlaubt ri c 3 n. in, vas aus uayer zu oelracylen'F Da sprang dre Alte auf. als bätte ich einen Äaubanfall versucht. Heftig gestikulirend erklärte si, mir. nie und nimmermehr dürfe daS Hauö Fremden gezeigt werden; der Herr sei so eigen, und wüjde furchtbar böse werden. wenn ic gegen ,em erool lcy Yl. ...I,, MI . ' n 7 r v , J mocyie eniicyuioigen, aver eö sei .im II II M I . JJOSBlDlie : ' I ' Bt hatte mich während dieser eilia und ängstlich hervorgesprudelten Rede wieder aus die Strake urückaedränat unv isljioB jetzt ohne weitere Formali 121 VI- . , " V - V rnicii ctc ausiyur. Merkwürdige Leute!- murmelte ick. todignirtdarüber.mich so einfach an die usl geatzt zu seyen. Und am selben Tage noch fragte ich meine Padrona uoer senes Haus aus und erhielt als bald bereitwillig den ausgiebigsten Ve scheid. E un Mylordo. sagte sie. ldamit meinte sie denBesitzer des Hauses, und die Alte, die Sie gesehen haben, ist leine j,rau. .WaS?- rief ich. .Unmoatick! diese f I . C I AM . J - 1 vrau, oic oa mil Magvarvett btschas ttgt war, eine Lady?" Die Wirthin bestätigte nickend. Aber wie geht das zu?Ei, gar so wunderbar ging eS nicht zu. . . ö)ie Eamelita, die Alte dort, ist noch nicht vierzig. AIS ich schon er wachsen war, lief sie noch barfüßig hinter ihrem Esel her, um Fruchte aus dem Garten an den Strand zu brm en. . . O, sie war sehr niedlich damals. die Carmelita. 3st so hübsch wie jetzt
ihre Tochter ist, die Margyerila, nur daß sie schwarze Locken rund um das Gesicht hatte und nicht solch gelbes Heiligenhaar. Eines Tages kam der Mylordo. der ein Maler ist, und verliebte sich in Earmelita. Das Verlieben nützte aber nichts bei der Kleinen, denn sie war
klug und wußte zu rechnen wie alle Capreserinnen. Und so kam es, daß er sie heirathete. Aber seht Ihr. Herr, das ist gerade, als wenn ein Frosch und eine Lerche sich heirathen wollten: es paßt nicht! ES paßt auf keine Weise. . . Nicht lange, so war der Rausch des retchen Engländers verflogen und er mag sich damals oft genug vor die Stirn geschlagen und die Stunde verflucht baben. da er die schwarzäugige Uarmelita kennen gelernt. . . Zu ändern wars nun nicht mehr. Abschütteln konnt' er sie nicht wieder. Schlecht behandeln aber konnte er sie wenigstens und daS hat er denn auch redlich geihan feit zwanzig Jahren. .Sie war ihm zu dumm, verneyt Ihr, Herr, zu dumm! Ihr bischen Schönheit war schon nach dem ersten Wochenbett dahin, und so hat sie denn nach und nach immer bescheidener werden müssen, sie und auch das tttnv. denn auch für die kleine Margherita hatte der Vater nichts übrig.Wie?" rief ich ungläubig aus. das schöne Kind sollte er nicht liebhaben? Euer Wort m Ehren, Padrona, aber das kommt mir doch ganz und gar unwahrscheinlich vor. Es ist auch unglaublich. Margherita ist jetzt das schönste Mädchen von .Capri, aber ihr Vater hat nicht mehr Herz für sie als für einen Spatzen auf dem Dache. Kein Wunder auch, da er ja fast niemals hier ist. Und nun hat das arme Mädel gar zu allem anderen Leid auch noch ihren Liebeskummer zu tragen! Sie hat da einen pittore kennen gelernt und den soll sie nun nicht heirathen, weil er ein armer Teufel ist, oder weil er kein Lord ist was weiß ich!" In diesem Augenblick wurde die Alte abgerufen und ich blieb mit diesen schließlich doch noch ziemlich unvollstandigen Nachrichten meinen Gedanken überlassen. Zu meinem Interesse war nun auch noch meine Theilnahme mit dem schönen, schwermüthig blickenden Mädchen getreten. Am nächsten Tage führte mich mein Weg wiederuman der Villa vorbei, und diesmal war mir das Glück günstig: ich traf gerade vor dem Thorweg einen Bekannten aus München, den Professor Dohrmann, der mich heiter und lärmend, wie es feine Art war, begrüßte. Nicht lange dauerte es, so waren wir nach Austausch der ersten persönlichen Erkundigungen im Gespräch über dies göttliche Italien- im Allgemeinen und das allergöttlichste Capri im Besonderen, daö er schon seit semer Studienziel fast alljährlich zu besuchen pflegte. Natürlich fragte ich nun auch ihn, ob er die seltsame Villa und ihre Insassen kenne. Freilich kenn' ich sie , rief er, eö ist daS hübscheste und barockste Stückchen der Insel, sowohl was das Haus als was den Besitzer betrifft." Ah! fagte ich neugierig, Sie kennen den hartherzigen Lord?" Er sah mich schräg an und lachelte. Hartherzig? Du lieber Himmel, wer dem guten Alverstsn das nachsagt . . aber Sie kennen wohl seine Geschichte?" Ja , sagte ich, man hat mir seine Geschichte erzählt, und ich muß sagen, daß sie mich empört. Und ich berich tete ihm, was mit über das Schicksal der beiden Frauen bekannt geworden war. Bedächtig hatte der Professor sich den mächtigen braunen Vollbart durch die Finger gleiten lassen. ES hat alles seine zwei Seiten, ueder Tinterfresser", sagte er bann, indem er mir auf die Schulter klopfte. Sie können sich doch denken, daß der Mann sein Lebenlang unter der enormen Dummheit zu leiden hat. die er da in seiner Jugend beding. Eme total ungebildete Capresenn zur Frau zu haben, daS ist wirklich kein Vergnügen ! Aber dennoch ist der gute Alverston kein verbitterter Menschenseind geworden. Geizig mag er ja sem, darüber weiß ich nichts Genaues. . .- Und seine Grausamkeit der Tochter gegenüber?" fiel ich ein. Ist nur Vorsicht. noch dazu Vorsicht im Interesse des jungen Dürer (daö ist nämlich der vielverheißende Name des Bewerbers), der nickt auch wie er mit einem schonen Caprikinde unglücklich werden soll. Aber Wissen Sie waö? Der Lord ist heut angekommen, und ich habe jeder Zeit Eintritt in seine Villa. Wenn Sie wollen, nehme ich Sie heut Nachmittag mit.Jm Weiterschreiten theilte er mir mit, daß der junge Hans Dürer im letzten Winter meyrere Bilder verkauft habe und daß man mit einiger Uebertreibung vielleicht den Lord bei der Eitelkeit packen könne. Meine Begeisteruna für diesen Gedanken steckte ihn schließlich einigermaßen an und wir sannen einen regelrechten Kriegs- und Operationsplan aus, nach dem wir vorgehen wollten. Als wir am Nachmittag die kleine Villa betraten, empfing uns der Lord, ein Mann von etwa vierzig Jahren. mit einer nachlässigen Herzlichkeit, die ihn wohl als Künstler, durchaus aber nicht als steifen Englander lernt zeichnete. Ohne meine Anwesenheit im Minde sten störend zu finden, ließ er es zu. daß der Professor von Maraberita sprach. Diese selbst ward ebensowenig I sicktbar wie ibre Mutter: sie wurde
niemals gezeigt", weiw SesUcy im
Hause war. Sie brauchen sich vor meinem Freunde hier nicht zu geniren, Alverston. sagte der Professor, er bat Ihre Tochter gesehen und natürlich auch schon auf diesem mittheilsamen Eiland Ihre Lebensgeschichte erfahren, denken Sie sich aber, daß er zufällig den zungen Dürer kennt. . ." Ah! sagte der Lord ungläubig. Sie scherzen wohl? Nichts liegt mir ferner, Mylord. Hören Sie selbst eine Kritik, die sein neuestes Bild in der Berliner Äusstellung erfahren hat. Zufällig kam die Zeitung heute bei mir an.Und nun holte ich aus meiner Tasche eine Nummer des tonangebenden Kunstblattes hervor und las ihm in improvisirter Uebersetzung eine bombastische Verhimmelungskritlk über ein Bild vor. in der übrigens Alles stimmte bis auf den Namen des Malers! Zum Glück fragie mich der Lord nichts weiter, und da er fast garnicht deutsch verstand, verlangte er auch das Zeitungsblatt nicht zu sehen. Eine ganze Weile schwieg er und starrte in sein Glas Vermouth; augenscheinlich schmeichelte ihm der Gedanke, einen so berühmten Schwiegersohn besitzen zu können. Wissen Sie", sagte ti endlich, ich habe ja gegen den Mann garnichts; aber ich bin überzeugt, daß mein Tochter. d!e eine ganz echte Capreserin ist und von mir wahrhaftig nur du Haarfarbe besitzt, daß diese den gen Künstler unmöglich auf die Dauer glücklich machen kann! 1 Ich war erstaunt, daß Jemand in erster Linie das Wohl seiner Schwiegerkinder und nicht das seiner eigenen im Auge haben konnte. Ihm schien das auch nicht zu entgehen, denn er fuhr gelassen fort: Sie wundern sich wohl über mich. Aber es ist nun einmal nicht anders, ich empfinde für meine hübsche Tochter garnichts. rein garnichts. was ein Vater für sein Kind empfinden soll. Und warum? Weil sie eine echte Capreserin ist. wie ich schon sagte. . . Wenn Sie wüßten, was diese schönen Mädchen für häßliche Frauen werden! Und dann sie wissen ja nichts, sie sind to tal ungebildet." Jetzt erlaubte ich mir die Bemerkung, daß er das doch bei seiner eigenen Tochter selbst verschuldet habe. Er lächelte eigenthümlich. Bei Margherita? Oh. sie hat Unteiricht gehabt; ich glaube, sie kann einen richtigen italienischen Brief schreiben. Auch spricht sie ja etwas englisch und deutsch. . ." Nun. ist das nicht Bildung genug für HanS Dürer? Er liebt sie doch nun einmal, wie sie ist!" Er kennt sie eben nicht. Auch ich liebte Carmela, als sie so jung war, aber das ist nur ein Rausch, der vergeht. . . Wenn Margherita auch nur ein bischen von meinem Charakter hatte, wenn sie sich wehren, sich gegen mich auflehnen wollte gleich hätte sie ihren Willen; ich sähe doch dann, daß ein englischer Kern in dem Mädel steckt! Aber dieses sklavische, wortlose Fügen, ich bitte Sie! Und das soll eine unüberwindliche Liebe sein?" Wir stritten noch eine Weile hin und her. ohne bei dem sonderbaren Kauz weiterzukommen, der ein Tyrann war, nur weil man ihm nicht dieZahrn wies. Der Professor und ich wechselten einen Blick des Einverständnisses. Und am nächsten Vormittage, während Alverston einen Ausflug machte, schlichen wir uns wie die Räuber zu seinem Kinde und predigten ihr Rebellion. Margherita", sagte der Professor, liebst Du Deinen Hans wirklich und willst ihn heirathen?" Sie legte die kleinen braunen Hände innig zusammen. Oh so sehr!- sagte sie. so sehr gern!" Nun, dann bleibt Dir nur eines übrig. Margheritella, Du mußt ausreißen." Ausreißen?" sagte sie verwundert. Nun ja,' fortlaufen! Nach München reisen zu Hans Dürer!" Aber aber aber ich habe ja kein Geld!" Jch borge Dirsoviel Du brauchst; folge nur meinem Rath Dein Vater sagt dann gleich Ja." Das junge Mädchen ward plötzlich weiß bis in die Lippen. j Er wird mich ermorden, wenn er mich einholt.- ' Unsinn! Wer hat Dir denn diese Furcht in den Kopf gesetzt?" Die Mutter. Sie selbst fürchtet sich sehr vor ihm." Die Mutter, das ist etwas anderes". sagte kühn der Professor. Willst Du lieber hier in Capri Dein Leben vertrauern als einen Streich wagen?" Da flammten ihre Augen auf, und ein energischer Zug legte sich um die feinen Nasenflügel. Nein, nein, per Dio! Wenn ich nur Geld habe, will ich ihm schon zeiam, daß ich auch einen eigenen Willen besitze. . . Und Ihr wollt mir also wirklich das Geld borgen?" Jedermann sagt so. Cascarets Candy Cathartic, die wundervollste medizinische Entdeckung deS Zeitalters, angenehm und erfrischend im Geschmack, wirkt sanft und icher auf Nieren, Leber und Singeweide, "das ganze System reinigend, entfernt Erkältung, kurirt Kopsweh, Lieber, anhaltende Verstopfung und Unverdaulichreit. Kaufen und der. suchen Sie eine Schachtel von C. C. C heute; 10, 25 und 50 Centö. Ver kauft und Heilung garantirt von allen Apotheken.
sofort, wenn u es willst." Mein, danke, nicht sofort. Erst muß ich es dem Hans schreiben. Und die Mutter nehme ich mit, .Professor; ich würde sie nie hier allein lassen bei dem wüthenden Babbo." Leider riefen mich in den nächsten Tagen Depeschen in die 'Heimath zurück, so daß ich die Entwicklung der Dinge nicht mehr abwarten konnte. Im Mai jedoch erhielt ich von dem Professor aus München den folgenden Brief: ' Lieber Tintenjünger! In aller Liebe und Ehrerbietung vermelde ich Euch, daß hier gestern die feierliche Hochzeit des Johannes Dürer mit der schönen Capreserin Marghe-
rita Concetta Alverston stattgefunden hat und zwar unter dem Vorsitz des stolz- und glückstrahlenden wohledlen Lords. Das Teufelsmädel hat meinen leichtsinnigen Rath befolgt und ist mit meinem Gelde durchgebrannt! ! Allerdings to Begleitung ihrer Mutter und unter meiner hohen Oberaufsicht, denn ich reiste eine Tagereise vor ihnen her und achtete drauf, daß alles mit rechten Dingen zuging. Aber nöthig hätte ichs nicht gehabt, den das kleine Ding hat doch mehr Rasse in sich, als der gute Alverston geglaubt hatte. Wie eine junge Königin trat sie dem vor Glückseligkeit halb verrückten Dürer entgegen und gab ihm ihre leere kleine Hand, als verschenke sie damit ein Reich. Hat mir wahrhaftig imponirt, das Mädel! Nun, ich spielte meine Rolle als Negisseur und Ehestster zu Ende und telegraphirte umgehend den Lord herbei. Und jetzt, da das Eis gebrochen war, fanden sick vlöklick Vater und Tockter tm schönsten Einvernehmen zusammen! Die alte Carmela kehrt beut nachCapri zurück, um das Haus für das junge Paar bereit zu machen. Sie bleibt natürlich wer sie war.' Und fo hat sich AlleS zur allgemeinen Zufriedenheit gelöst und eingerichtet. Freilich, die Margherita-Concetta ist eben doch keine ganz echte Capreserin. Denn mit einer solchen den Versuch zu machen, würde ich keinem noch so idealen Schwärmer wünschen; selbst Ihnen nicht, derSie mit Ihren Schreiberaugen das romantische Haus auf Capri mitsammt seinen Insassen in so verklärtem Lichte geselln haben. . . Uebrigens war ich Trauzeuge. Und damit Sie nicht zu neidisch in Ihrem grauen Berlin werden, verspreche ich Ihnen, dafür zu sorgen, daß zur ersten Kindtaufe nach Capri Sie als Pathe eingeladen werden sollen. Bis dahin Gott befohlen! Ihr alter Dohrmann, Heirathsvermittler und Farbenreiber. P. 8. Das junge Epepaar läßt grüßen." m Humoristisches. Schmerzhafte Begrün du n g. Sie haben aber schrecklich lang an dem Zahn gezogen!- Schau'n S' was ich mach', das mach' ich gründlich!" Im Concertsaal. A.: .Die Musik verflacht immer mehr ; finden Sie nicht auch. Herr Nachbar?" B. (brummend): Ja, und's Bier wird auch immer schlechter!" Aus dem Tagebuch ein er D a m e. Alle diese Sorgen hatten meineGesundheit stark angegriffen; in zwei Jahren war ich um wenigstens sechs Monate gealtert." Erkannt. Mann: Ich bin ordentlich froh, Weibchen , Du siehst seit einiger Zeit so gesund aus. . ." Frau: Ach geh', das sagst Du ja nur. weil die Badesaison wieder ansängt." Plausibler Grund. Polizist: Warum hast Du nicht gleich Lärm geschlagen, dummer Junge. als Du das Feuer sahst?" Mäzchen: Es war ja das Schulhaus!" EinreinlichesMädchen. Madame: Aber Anna! Dieser Tisch ist mindestens sechs Wochen nicht abgestäubt worden!" Mädchen: DaS ist doch nicht meine Schuld. Ich bin erst zwei Wochen bier!"
CJ)Zo
Unsere Anzeige bürgt dafür. ZedeS Versprechen ird gehalten. Wir zeigen, warum BelllS Räder die flcherffen und besten sind.
17
Warum also zahlen. Präsident McKinley fährt unser Rad. Ebrenbafte Arbeit ! Wegen selneS WertbcS7gekauft. Wenn Sie Ihr Geld für ein Bicycle ausgeben, so wollen Sie daS-Beste. Schönste. Schnellste, kurz den höchsten Werth für Ihr Geld : DaS beißt BelliS. Prüfet 5Sllss und nufst dns Bests! : : : :
eiiis
Umzugs 100 Nttdcr $85;00 Nad
EZj
cy.fn
TO;4 ezIMWM
51 " il k f
$29.00 : : Kaffa : : $29.00
Andere Uäder
Unser Mitthskontrakt läuft am 1. Juli au und wir offerircn Ihnen tie Chance ShreS Lebens. Alle? mit Diskonto belauft, solange der Verkauf währt. Wer zuerst kommt mahlt zuerst" So gehen Sie hin und thun dekgleichcn. 38 nud 60 Nord Pt,,sylvZnka Str.
i'iifi. ! n. rrp !& liUWMK - MM Sir ! !' -.-.: - '
i'ji a
limnsumtm..
vy U , iu mj "'i -fe
Frenzel irofiiers, . 1 Wcft Washington Strafte, (Merchants National Bank.)
Ein europäisches Departement. Wechsel, Creditbriefe und Postanweisungen aus alle Städte Europas. Schiffsscheine nach und von Europa. Anund Verkauf ausländischen Gelde?.
MJULiJJLJ O
Agenten verlangt :: fttr eine neue Karte nun :: Deutschland "1, Ver. Staate. 48 Soll x 36 Soll. 11 schöne Lnrben. Auf schwerem Papier mit Stöcken zum Aufrotten.
Schicke $1.00 für Muster und Bedingungen. IKanuI McISfolly T., CHICAGO, ILX,
EHHÖHll
Sehen Sie es im so ist es so.
75 kostet ein '97
XXT Das Beste Ist Bellis! "C3
c
yole
Offiee und Laden: : : No. 35 : : Süd Pennsylvaniastr. Schottisch Rite Gebäude.
- Verklmf !
r: && '96 Modell wird vorkaust z 35 ud $40 Soffst. ss3 ms bitten um Ihren Besuch um Ihnen zu Rodel GLVLSLHH iiiiii'i 9) . ) ij&iKiJä ) CSSÄSJ- .
llK
v t-4
Co
