Indiana Tribüne, Volume 20, Number 272, Indianapolis, Marion County, 19 June 1897 — Page 1
o W v AA rfC W t K? liY sM rfv ix V y y ly W w w u IV x O OV i Office : No. 18 Süd Alabama Straße. Telephon 1171. Indianapolis, Indiana, Samstag, itn 1.9. Juni 8)7. Jahrgang 20. No. 7 2 v i
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Editorielles.
AuS ColumbuS, wo die LegiSlatur des Staat?) Ohio tagt, ging kürzlich folgende Nachricht durch die Zeitungen : Die große Schlacht der Ohloer Millionäre ist bereits im Gange. Der Millionär Mark Hanna will einen vollen Termin als Bundessenator haben. Der Millionär Asa Bushnell will weiter Gouvernör bleiben. Die bevorstehende Konvention der Rlpublikaner wird durch Trusts und Korporationen beherrscht werden. Eine Woche später werden die Demokraten ihren Convent haben. Abermals werden die Millionäre da sei. Der Zeitungöbesiher John R. McLean, Millionär, wird den Convent beherrschen. Dann ist da Paul 3. Sorg, Fabrikant in Middleton, werth 15 Millionen Dollars. Er will auch Senator werden. John H. Thomas, Millionär in Springsield, bewirbt sich um den Posten. Thomas Johnson, Millionär in Clevelayd. ist sein Konkurrent. L. E. Holden, Silberminenbesiber und Millionär in Eleveland, ist ein weiterer Kandidat. John W. Bookwalter von Springsield ist ein weiterer Millionär und Aspirant. Calvin S. Brice, der Eisenbahn-Millionär, dürfte ebenfalls im geeigneten Moment hervortreten. Die Demokraten, welche Senator für Ohio werden wollen, haben zusammen 76 Millionen Dollars. Wenn sie, wie wahrscheinlich, ein Pool" bilden, um Hanna zu schlagen, so wird eS eine Budel-Tampagne geben, wie Ohio noch keine gesehen hat. HannaS Agenten geben schon seit Monaten große Summen in Distrikten aus. welche sicher Republikaner erwählen. McLean'S Agenten haben dasselbe in den demokratischen Distrikten gethan. Welche Seite auch gewinnen mag: sicher ist, daß Ohio dieses Jahr einen weiteren Millionär in den Senat schicken wird." DaS ist ein erquickliches Bild, wie da und dort die Mitglieder der erhabensten gesetzgebenden Körperschaft der 33eif gewählt werden. Denn so geht eö nicht in Ohio allein. Wa heute aus Ohio gemeldet wird, war gestern in New Fork und Pennsylvanien da und mag morgen auS Michigan oder Wisconsin gemeldet werden. ES ist immer dieselbe Geschichte, bemerkt dazu daS Phil. Tagblatt" : Der private Reichthum ist daran, der amerikanischen Republik daS Schicksal der römischen zu bereiten. Man braucht bloß die Namen zu ändern und die Geschichte deS letzten Jahrhunderts der Smifchen Republik paßt ganz auf die der amerikanischen der letzten dreißig Jahren, nur daß eS jetzt mit der Untergrabung viel schneller geht. DaS Beispiel RomS wird indeß wohl schwerlich so weit stimmen, daß auS der Republik ein Kaiserreich wird. WaS in Rom nicht gelang, die Sewalt auS den Händen der Patrizier und der Nobilität zu nehmen und sie in die Hände deS Plebs, deS BolkeS zu legen, daS wird in unserem Lande kommen, nur darf man daS Wort PlebS nicht in dem ungerechtfertigten odiösen Sinne nehmen. In dieser erhabensten gesetzgebenden Versammlung" finden sich Männer, die seit Jahrzehnten Mitglieder sind, in dieser Zeit scheinbar kein anderes Einkommen hatten, als ihren Gehalt und trotzdem Millionäre wurden. Ueber das Wie ?" schweigt die Geschichte. Da braucht man sich weiter nicht zu wundern, wenn eS schon im Bundessenat so ist, daß eS dem Straßenbahnkönig FerkeS in Chicago gelang, die Legislatur von Illinois zu kaufen, und sagen wir eS offen, wie eS scheint, auch den Gouvernör. Die öffentliche Korruption hängt zusammen mit der Ansammlung von Riesenreichthümern, mit der Sntwick lung der Korporationen. Sie ist unter heutigen Verhältnissen thatsächlich un vermeidlich. AlleS Predigen, alleS Deklamiren, alle ZeitungSschreiberei wird und kann daran nichts ändern, so lange die Zustände die mühelose An sammlunq von Reichthümern durch Ausbeutung möglich machen. Der StaatSanwalt wird dem nächst Schritte thun, um Händler vor Gericht zu bringen, welche Waaren verkaufen, die in aukwärtigen Gefäng nissen hergestellt sind.
Imhlillllyttlhlezl.
Inland. Wetterbericht. Schönes Wetter, vielleicht kurze Gewitter heute Nacht; schönes Wetter morgen. Höchste Temperatur inner halb der letzten 24 Stunden 89 Grad, niedrigste 67 Grad. Ochlssel's Vadeanaalt Wasser temperatur 84 Grad. Was der Staatssekretär denkt. Washington, 19. Zuni. In Anbetracht deö UmstandeS, daß falsche und irreführende Angaben über Sekretär Sherman'S Stellung zum Hawaiischen AnnezionSvertrag von Walhing ton auS verbreitet wurden, erklärte der Sekretär heute der Ass. Presse, daß er im Ganzen gegen das Annektiren ent fernt liegender Territorien durch die Ver. Staaten sei, daß er aber die Lage der Hawaiischen Inseln in Folge der Ansprüche Japan? aus diese Inseln für exceptionell halte. Deshalb billige er den Vertrag, der Hawaii in den Besitz der Ver. Staaten bringe, eS aber nicht zur Aufnahme als Staat berechtige. Hl' Der nordamerik. Sanger bund. Cincinnati, 18. Zuni. Herr 3. Hanno Deiler auS New Orleans, der Präsident deS nordamerikanischen Sängerbunds, und andere Vertreter der Vereinigung von auswärts conferirten heute Abend mit den hiesigen Vereinen über die Arrangements für das nationale Sängerfest, welches im Jahre 1899 in Cincinnati abgehalten werden soll, und mit welchem gleichzeitig daS fünfzigjährige oder goldene Jubiläum deS Verbandes gefeiert wird. Die Berathungen werden bis zum Sonntag fortgesetzt werden. ES wird ein Comite ernannt werden, welche? dem nordöstlichen Sängerfest in Philadelphia am nächsten Montag beiwohnen und die betheiligten Vereine zur Theilnähme an dem Feste in Cincinnati einladen soll. Der deutsche Sängerbund mit 90,000 Sängern soll gleichfalls eingeladen werden. Man erwartet die Betheiligung von 10,000 Vereinssängern, abgesehen von Tausenden anderer Gäste. Den Direktor für die Feier deS goldenen Jubiläum? haben die Cinclnnatier Vereine zu erwählen. Da? Erdbeben in Indien. Calcutta, 19. Juni. Fast die ganze Provinz Assam ist durch daS Erdbeben verwüstet worden. Die Zerstörung ist entsetzlich. Die GerichtSgebäude, SchatzamtSgebäude, Gefängnisse und Hospitäler sind eingestürzt. Der Schaden an Nahrungsmittel - Vorräthen ist enorm. Die Ernten sind größtentheilS ruinirt und eS steht starker Mangel an LebenSmitteln zu erwarten. Der Verkehr ist stark gehindert, da viele Straßen total zerstört wurden. C? machen sich weitere Stöße geltend und die Befürchtungen find um so größer al? auch neue Stöße au? Bengalen gemeldet werden. Starke Regengüsse vermehren den entständenen Schaden. m , Ausland. Der preußische MinisterKuddelmuddel. B e r l i n, 19. Juni. Die Klärung de? innerpolitischen Kuddelmuddel?, die endgültige Entscheidung darüber, wer von den Ministern bleibt, wer geht, ist wahrscheinlich doch noch einmal verschoben worden. Der Kaiser reist nach Bielefeld, Helgoland, Köln, zur Enthüllung de? Kaiser Wilhelm Denkmal?, von dort tritt er die Nordlandreise an und dann begiebt er sich zum Besuch nach St. Petersburg. Da? alle? nimmt ihn Wochen in Anspruch. Die Blätter ziehen au? diesem ausgedehnten Reiseprogramm de? Kaiser? den Schluß, daß thatsächlich schon alle? im Engeren Krei?" ent schieden sei, der Rücktritt de? Staat? sekretär? von Bötticher. die Entkleidung deS gürken Hohenlohe? aller Aemtern, welche mehr al? Ornament find, die Beförderung de? Finanzminifter? Mi quel. Für die große Allgemeinheit, für das Volk, dürfte aber der Zustand der Schwebe und Ungewißheit noch neun Wochen andauern. Bestimmt ist nur der Rücktritt Holl
mannS und der Amtsantritt ContreAdmirals Tirpitz als Marie-StaatS-sekretär. Der stattgehabte Wechsel ist heute offiziell im ReichSanzeiger" bestätigt. Vice-Admirsl von Hollmann
ist a la Suite de? Seeofsizieröcorp? gestellt und der neue Staatssekretär vorläufig aus Urlaub gegangen. Die Vertretung führt Contre-Ad-miral Büchsel, Vorsteher der milltärischen Abtheilung deö ReichSmarineamt?, weiter. Der Kaiser enthüllt ein Denkmal, redet und dernichtet die Sozialisten. Bielefeld, Westphalen, 18. Juni. Kaiser Wilhelm und Kaiserin Augusta trafen heute hier ein und wurden von dem Prinz. Regenten von Lippe und seiner Gemahlin und dem Geheimrath Hintzpeter, dem früheren Erzieher de? Kaiser?, empfangen. Der Bürgermeiste? überreichte Seiner Majestät einen Liebeöbecher. Bei der Entgegennahme deSselbe ermähnte der Kaiser alle Anwesenden gegen alle revolutionären Tendenzen zu kämpfen und trank dann auf daS Wohl von Vielefcld und Westphalen. Von Köln auS, wo er eine Statue Wilhelms 1. enthüllen wird, wird der Kaiser eine Fahrt auf der Nordsee antreten und mehrere Punkte in Norwegen berühren. Anfang? August wird er den Zar in St. Petersburg besuchen. Köln, 18. Zuni. Der Kaiser und die Kaiserin von Deutschland kamen von Bielefeld hierher und wurden von dichten Volksmassen enthusiastisch empfangen. Der Ceremonie der Enthüllung der Statue von Wilhelm 1. wohnten viele Würdenträger bei. Der Bürgermeister von Köln hielt eine Ansprache, in der er den Majestäten für ihre Anwesenheit bei der Feier dankte und auf ein vom Kaiser gegebenes Signal wurde die Umhüllung von dem Monument gezogen. Dies war daS Signal für einen Artillerie-Salut und für ein donnerndes Hoch von Seiten der Zuschauer. Bielefeld, 18. Zuni. Zn seiner Rede auf Schloß Sparenberg erklärte Kaiser Wilhelm, nachdem er auf daS Wohl von Bielefeld und Westphahlen getrunken, er habe frischen Muth für einen neuen Kampf geschöpft, der gerade im Lande entstanden sei, ein Kampf zum Schutze nationaler Ar-1 beit und zum Zurückweisen aller seindlichen Bestrebungen. Er sagte : Die strengste Strafe gebührt dem, der seinen Nachbar verhindert, freiwillige Arbeit zu leisten." Die Spanier ärgern sich. Madrid, 18. Zuni. Premier Canova? ist Willen?, der Wittwe de? Dr. Rui? $40,000 zu zahlen, wenn die Ver. Staaten keine offiziellen Anspräche erheben. Da? Bekanntwerden dieser Thatsache hat heftige Opposition beim Publikum erregt, die von der Presse Madrid? angefacht wird. Die Zeitungen tadeln die Regierung, weil sie zugab, daß Dr. Ruiz ermordet wurde, aber noch diel heftiger, weil sie die? eingestand. Sie sagen, Spanien winde sich unter der eisernen Presse der Vankee?. Der Zmparcial erklärt bitter, weder Cuba noch 100 Cuba? wären die bittere Demüthigung werth, der im Namen der Nation da? CanovaS Cablnet Spanien mit beklagenSwerther Häufigkeit unterwerfe. Die Anerkennung der Ansprüche stelle Spanien alö Nation unter die Mauren, denn dieser Zahnarzt, für dessen Tod eine so enorme Summe gezahlt werden solle, sei nicht von ungebildeten Eingeborenen und Halbwilden, sondern von Beamten der Regierung Ihrer katholischen Majestät ermordet worden. DaS jetzige spanische Verlangen nach Wahrheit in Betreff CubaS, dem schon die furchtlose Angabe entsprochen, daß die militärische Lage hoffnungslos sei, würde jetzt auch durch da? erste definitive Zugeständniß der Grausamkeit beantwortet. Die Handlungen der spanischen Beamten werden weniger beklagt, wie ihre Enthüllung, während da? Zugeständniß derselben Angst macht. Wenn ihr ein gute? Mittel haben wollt Euer Blut zu reinigen, die Nerven zu starken und die Conftltution zu kräftigen, gebraucht Sood'S Sarsaparilla. Gebraucht uun Hood'?. Ho od'? Pillen heilen Brechreiz, Kopfschmerzen au? dem Magen und .., . r i unveroaunqrelr.
chisfö. Nachrichten.
Angekommen in : Hamburg: Phönicia"von New 3ork. New Jork: Britannic" von Liverpool; Fürst Biömarck" von Ham bürg. Liderpool: Germanic" von vuto Vorr. allerlei. Champion walz evin" im Muckerstaat Maine ist Fräulein Vessie McGraw in Livermore Falls. Auf emem dleser Tage abgehaltenen Ball War für diejenige Dame, welche ohne Unterbrechung am längsten walzen Würde, ein goldener Ring als Preis ausgesetzt und 12 Paare nahmen an dem Wettkampf, der um 12 Uh? 30 Minuten früh begann. Theil. Ein Paar nach dem anderen fiel ab und um ö Uhr 43 Minuten gab Frl. Bessie
atn mit lyrem Tanzer George E. Hall erschöpft den Kampf auf. Fraulein Bessie McGraw tanzte noch 2 Minuten länger, worauf ihr untev roßem Jubel der Ring überreicht wurde. AlsderbekannteZauberkünstle? Prof. Herrmann plötzlich starb, waren seine Passiva größer als seine Activa, doch schien für seine Wittwe durch eineLebensversicherungsPolice im Betrage von Z10.000 gesorgt zu sein. Nun hat sich aber die betressende Gesellschaft in Connecticut geweigert, die Summe auszubezahlen, da sie, wie man sagt, kein Certificat von dem Arzt erhalten habe, welcher den Professor der höherenMagie zuletzt behandelte. Dieser war jedoch plötzlich auf der Reise aus dem Leben abberufen worden und hatte sich überhaupt nicht in ärztlicher Behandlung beunden. Der Fall ist ein eigenartiger, und sollte die Gesellschaft den Proceß gewinnen, so werden die Versicherten gut daran thun, sich auf alle Fälle einmal im Jahre behandeln" zu lassen. . JndenVesitzvonzwei jungm Walfischen ist jetzt das New Forker Aquarium gelangt. Dieselben wur-, den im Golf yon St. yawrence gesanpen und sind vorläufig noch ganze Babies .Er" ist ein schmutzig welder Bengel von 10z Fuß und seine Zukünftige, wie's sich so gehört, um einen ganzen Fuß kleiner, oafür aber interessant dunkelhäutig. Wenn die Thierchen nicht den Masern oder dem Scharlach zum Opfer fallen, kann's mit der Zeit noch Walfisch . Schocke geben. Aber trotz ihrer Jugend üben die neuen Ankömmlinge bereits eine große Anziehungskraft aus. Alte Liebe rostet nicht, wie das folgende Geschichtchen beweist. Im Jahre 1860 war der damals 39 Jahre alte James W. Fortune in Hinton, Pa.. mit der 19jähriaen Adalaide McCovmick verlobt, doch kam es kurz vor der Hochzeit zu einem ernsten Zerwürfniß. in Folge dessen Fortune nach dem Süden ging. Als der Bürgerkrieg ausbrach, trat er in das Heer der Conföderirten und machte mit demselben den ganzen Krieg mit. Kürzlich kehrte er in seine alte Heimath zurück, söhnte sich mit seiner alten Flamme wieder aus und untev allgemeiner Betheili grng fand dieser Tage die Eheschlie ßung des bejahrten Paares statt. Zudenverschie denen tranSpacisischen Kabelprojecten ist ein neueS hinzugekommen: der Plan mehrerer Capitalien in Tokio nämlich, ein Tei legraptenkabel von San Francisco über dleSandwich - Inseln nach Jokohama zu legen, ein Unternehmen, daZ nach der Voranschlag für tz11,00y.000 ausgeführt werden kann. DaS Aktiencapital soll zur Halste in den Ver. Staaten aufgebracht werden, während die andere Hälfte zum größten Theile in Japan, der Rest aber in Hawaii plazirt werden soll. Selbstverständlich rechnen die japanischen Spekulanten mit Bestimmtheit auf Subsidien von den Regierungen in Washington und Tokio. Einen schweren Verlust hat die Wissenschaft durch den Tod deS Professors Alvan G. Clark erlitten. der im Alte? von nahezu 65 Iah. ren i.n Cambridge, Mass., einem Schlagfluß erlegen ist. Alvan G. Clark wurde am 10. Juli 1832 in Fall River geboren. Nach Absolvirung der Volksschule trat er in das Geschäft seines Vaters, deS Optikers Alvan Clark, ein. deö ersten Amerikaners. der größere achromatische Linsen fabricirte. Später associirte er sich mit seinem Vater und die Firma hieß dann Alvan Clark & Son. Als Mitglied dieser Firma verfertigte der Sohn viele berühmte Lmsen, darunter den Chicagoer Refractor, die Linse im Marine - Observatorium zu Washington (26 Zoll Durchmesser), den Refractor für das Kaiserliche Observatorium in St. Petersburg (30 Zoll Durchmesser), wofür er die russische Ehrenmedaille erhielt. Im Jahre 1886 vollendete er den Refractor für die Lick - Sternwarte, mit 36 Holl Durchmesser, damals die größte Lmse der Welt. Sein letztes großes Werk war die Linse sllr daS NerkeS-Teleskop. die unlängst nach Chicago gesandt wurde, beute die größte der. Welt. '
Eine unerhörke' That hat die Bewohnerschaft des Ortes Truwau bei Neichenau in größte Aufreguna versetzt. Im Monate März wur-
j de in der Ortskirche ein Einbruchs- ! dieSstahl verübt, seit diesem Tage wer- , den nun die werthvollen Kirchengerathe allabendlich in Slcherhelt gebracht. Nun drangen Nachts, wahrscheinlich dieselben Thäter, abermals in die Kirche ein und da sie nichts Werthvolles zum Wegtragen vorfanden, schichteten sie beim Hochaltar sämmtliche Fahnen auf einem Haufen zusammen und steckten sie in Brand. Nicht nur die Fahnen, auch eine schöne im reinsten gothischen Style erbaute Kanzel, sowie die Altarbilder, darunter ein altes Oelgemälde, sowie wertvolle Statuen wurden ein Raub der Flammen. Die Hitze und der Rauch waren so enorm, das Niemand die Kirche betreten konnte. Auch die neue On;u sowie sämmtliche Seitenaltäre unV tci gesammte kirchliche Schmuck fr rmmrt. Zllon oen Tvalern nr.; i;:,n leider keine Spur. Ein trauriges Geschick hat den aus Ostpreußen stammenden Arbeiter Hermann Rirsching betroffen. rv r l f jr . , rI "? 121 vesano ncy mir 1 einer civiayrigen Frau und zwei Kindern im Alter von zwei und vier Jahren aus der Wander schaft von Berlin nach dem Mecklenburgischen. Strapazen und Entbehrungen aller Art mußten die Armen auf diesem Weae erdulden, oft bildeten die Pilze des Waldes die einzige Nahrung. Als die sich Leute in der Stadi Grabow näherten, befielen plötzlich heftige Krämpse das jüngste Kind und bald lag es als Leiche m den Armen der Mutter. Gegen Abend, nuv noch etwa eine halbeStunde Wegs von Gra. bow. wurde auch die Frau von starkem Unwohlsein befallen, welches sie zwanq. sich in einem Wäldchen an der Chaussee niederzulegen. Aber der Austand der Frau verschlimmerte sich rmmer mehv und mehr, und in der Nacht machte sich der Mann auf. um Hilfe zu suchen. Er and aber keine und kurz nach seiner Rückkehr verschied auch sein Weib. Als Todesursache wurde der Genuß giftige? Pilze festgestellt. In geungener'Weise isl eine der ersten Nürnberger Lebkuchen. fabriken über s Ohr gehauen worden. Die Fabrik erhielt von einem Hamburger Hause eine große Bestellung auf Lebkuchen für ein überseeisches HauS. Bedingung war: 23 Procenx billiger zu liefern, als die Fabrik in Nürnberg im Kleinen verkauft. Da die Bestellung groß und sofortige Baarzahlung zugesichert war, so entschloß sich der Fabrikant, den Auftrag unter den gestellten Bedingungen auszuführen. Wie erstaunte er aber, als bald darauf seine eigenen Lebkuchen m emem Bazaraeschäfte am Orte bedeutend billiger verkauft wurden, als von ihm selbst! Seme Kunden liefen m den Bazar und schimpften weidlich über sein theueres Zeug. Er ging zu Gerichte und klagte über unlauteren Wettbewerb, aber überall auch beim Ber. ein zum Schutze für Handel und Gewerbe Nürnbergs hieß 'es: es sei nichts zu machen; unlauterer Wettbewerb ist'S auch nicht. Des Fabrikanten Nachforschungen hatten das mteressante Ergebniß, daß seine für die überseeische Reise wasserdicht verpackten Lebkuchen vom Spediteure im Auftrage deö Hamburger" Hauses direkt in den Bazar in Nürnberg gefahren worden waren. Das Veranügungsetablissement Schloß Weißensee war der Schauplatz eines gräßlichen Unglücks. Dort producie sich der Kunstschütze Georg Krüger, welcher nach Zielstücken schoß, die ihm seine Braut Bertha Witte darbot. Auf dem Programm figurirten beide als Nisg und Mr. Cryger, Champions os the world. Der Kunstschütze Hatte seiner Partnerin bereits einen Apfel aus den Fingern und mit gestrecktem . Arm einen zweiten vom Kopfe geschossen. Er wollte ihr nunmehr rückwärts über die Schulter mit Hilfe eineö Spiegels einen Apfel vom Haupte schießen. Die Büchse knallte, lautlos sank Miß Cryger zu Boden, und das Publikum klatschte lebhaft Beifall, wähnend, daß eS sich um einen besondern trick" handelte. Als man aber einen Blut, ström aus einer Kopfwunde der Dame sich ergießen sah. sprang man ihr schnell zur Hilfe, doch gab die Unglückliche gleich darauf ihren Geist auf. Die unglückliche Gehilfin des Kunstschützen war ein Fräulein Bertha Witte aus Berlin. Der Kunstschütze, Georg Krüger, ist ein geborener Berliner. Als tüchtiger Büchsenmacher war er früher in der Ludwig Loewe'schcn Gewehrfabrik thätig und hatte die neuen Gewehre einzuschießen. Da er sich hier als trefflicher Schütze bewährte, faßte er denEntschluß, sich der Specialitätenbühne zu widmen. Etwa 2 Jahre bereiste er die Hauptstädte Frankreichs, Spaniens, Portugals, zu, meist von seiner Braut, deren Mutter in Berlin in der Kleiststraße wohnt, begleitet. Hundert Mal und öfter hatte Krüger seine Fertigkeit producirt und gerade bet seinem ersten Auftreten in der Heimath mußte er rn seinem Berufe seine Geliebte todten. Die Mutker des Mädchens wurde vor wenigen Wochen von einem Schlaganfalle getroffen, unter dessen Folgen sie noch jetzt zu leiden hat .
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