Indiana Tribüne, Volume 20, Number 271, Indianapolis, Marion County, 18 June 1897 — Page 1
0 O rCV 0 r1 o ( W tfT 1$ 1 Hs w l IVo y y w v yy o o A V Office : No. 18 Sud Alabama Straße. Telephon 1171 Indianapolis, Indiana, Freitag, öen 8. Juni 189?. Jahrgang 30 No. J571
A A.
A- Jt
' 7V
i
WMwoodTIicat;.T TU YrZfsnung dZ neuen Qommer.TheaterZ ersolgt am Montag, den W. ?uni 3)7. Zur Aufführung gelangt : Fassion's Slave;9 unter Mitwirkung von FLORENCE HAMILTON und anderen guten Krästen. WZhrend der Zivischenakte produziren sich die BaudevilleZ: :The Magnets." rO- Preise 10c. 20c. 30c. Sitz können jetzt in der Big Fonr TIcket-Z7fftce reservirt werden. varrN Zcbber. Manager. P. S. ?Ic?cleZ werden mehrend der Vorstellung um, sonst aufbewahrt.
Eissel's Garten I 12. - Saison 12. 2 Erosze Conzerte täglich 2 Jede Nachmittag und Nbeud. Qb Regen der Esnnenschein. HD AMEN - APELLE 12 vorzügliche Künstlerinnen 12 r ede Dame eine säblq Solistin. Unter Lei tung der jugendlichen 'Liolin-Lirtuosin lga LchmoU, 14 Jahre alt. Fair Nord JllinoiZ Str. und Fall Grctl. Gin auserwählter Familien Platz. Jeden Abend Musik von OstcrnloiTs Orchester :: von Solisten. Importirte und einheimische deutsche. Delicatkssen aller Arten. Fahrräder kostenfrei aufbewahrt. : : : Alle Sorten : : : Schuhe wie sie das Wetter benöthigen für Frauen, Kinder u. Männer, in größter Auswahl und zu den billigsten Preisen bei HL MODE, 93 Ost Washington Straße. ßET RubberS in großer Auswahl. Die nn Jtfl arion Trust :: C03IPA5Y :: nhnrnt Dpvnren von $1 und auswärts entgkge und zahlt Internen. Depositen können in voll zurückgezogen erde, ein Strafgelder der ebühren. Die Sicherheit der Dtpostten wird durch ein rundkapital und persönliche Verpflichtung der ktten'Inhaber zum Betrage von $6CO.0OO aaran tirt. Nähere Auskunft wird bereitwilligst ia ihrer Office rtherlt. Südost Ecke Monument Platz und Market Straße. SchirmDächer und Zelte. Zelte zilvermikthen lEbcrhavtlt K C. 0 Süd Capitol Adk. fäeorge Merrraaira bJhMzsA im!m--SsichenbsftattsV, Ofsice : 26 Süd Delawareftr. tSlle : 120, 122, 124, 123, 128 Oft Pearlstr Teleshoa 11. Offen Tag und Nacht. Gunstlge Anlage für Ersparnisse. o o CL? nxncx Ban- und Spar-Vcrcin bezahlt halbjährliche Dividende für Summen von $1.00 und aufwärts. Eine vorzügliche Gelegenheit er wordene Gelder anzulegen. Positiv leinen Verlust beim Austritt. Versammlung jeden Samstag Abend Dentschen Hang? Nähere Auskunft zu erhalten von : Ibert . Metzger, PrSftdent. Armin Boh.iekrUr. Carl . Lieber, Schab,iftn.
Bank
-
'K 0.
- '-JvvirTi
- jt 'x i. i .-
' I
Editorielles. ES scheint unS, daß Herr gaure, der Präsidont der französischen Republik sich sehr lächerlich gemacht hat und daS ist in Frankreich ein Verbrechen. Das Bombenattentat, daS auf ihn verübt wurde, ist so sicher polizeiliche Mache, wie daß zwei Mal zwei vier ist. Herr Faure ist spießbürgerlich angelegt und bei der Masse deS Volkes wenig beliebt. Er geht demnächst nach Petersburg um deu Zar zu besuchen und dazu ist ein bischen Glorienschein sehr nützlich. So ein Attentat zeigt doch immerhin die Wichtigkeit der angegriffenen Person. Da Napoleon der Dritte dieses Mittel zur Pcvulansirung seiner Person etwaS sehr stark aukgenüht hat, so muß eS heute schon mit großem Geschick angewandt werden, eS als echt gelte. Im gegenwärtigen Falle aber ist man sehr ungeschickt zu Werke gegangen. ES erfolgt eine Ezplosion, die nicht den geringsten Schaden anrichtet und gleich darauf findet Jemand die Bombe und einen Revolver. Das Publikum hält ihn für den Attentäter, schlägt aus ihn ein, Polizei kommt hinzu und man entdeckt in ihm einen Geheimpolizisten, welchem die persönliche Ueberwachung des Präsidenten anvertraut ist. Auf dem Revolver sinket man allerhand Inschriften, wie z. B. Tod dem Präsidenten! Die Anarchisten pflegen natürlich immer erst ihre Waffen mit Inschriften zu dersehen ! Erwischt wurde Niemand und einige Zeitungen meinten die Sache sei ein schlechter Spaß. In der That ein sehr schlechter Die Sache war sehr plump und ungeschickt angelegt. - Gegen die Annezion Hawaiis durch die Ver. Staaten sollte von allen Seiten auf Heftigste protestirt werden ES ist nicht ersichtlich, welcher Nutzen unserem Lande auS dem Besitz dieser, zweitausend Meilen draußen im stillen Ozean liegenden Insel unserem Lande erwachsen kann, wohl aber ist ersichtlich, daß die Aufrechterhaltung deS Besitzes unS ein schmähliches Geld kosten und unS viele Unannehmlichfeiten bereiten wird. Wenn die Amerikaner, welche sich dort niedergelassen und sich der Regierung bemächtigt haben, nicht im Stande sind, die Regierung zu führen, was geht eS unS an? Unser Land ist groß genug auch ohne die Sandwichs Inseln, und die Annezion würde bloß zu unangenehmen Verwicklungen mit andern Ländern führen. Jetzt schoz hat Japan gegen die Annexion protestirt. Die Zahl der Japanesen auf Hawaii ist eine sehr große und Izpan hat einen besonderen Vertrag mit Hawaii, dessen Vortheile es nicht aufgeben will. Die Bevölkerung der Insel besteht auS Verhältnißmäßig wenig Weißen. Die größere Zahl der Bewohner sind Kanaken, (die Urbevölkerung) Chinesen und Iapanesen. Diese Leute alle zu Bürgern der Ver. Staaten zu machen, wird nicht angehen. ES wird also eine Kolonialregierung geschaffen werden müssen. DaS bedeutet die -Aufrechterhaltung einer gewissen militärischen Stärke und vielleicht die stetige Anwesenheit eineS oder mehrerer Kriegsschiffe. Da aber liegt wohl deS Pudels Kern. ES muß da eine Menge Aemter geschaffen werden, von einem Gouvernör abwärts, eS giebt Chancen für obenteuernde Politiker, ähnlich wie sie die Kolonialpolitik anderer Länder geschassen, und daS ist bei der großen Menge ämtersuchender Nichtsthuer nicht zu verachten. Der Umstand, daß der Vertrag gerade jetzt, gelegentlich der Besprechung deS ZuckerzolleS vorgelegt wird, ist vielleicht auch nicht ohne Bedeutung. Auf Hawaii wird eine große Menge Zucker erzeugt. Dieser Zucker geht sämmtlich nach den Ver. Staaten. Wir wissen im Augenblicke nicht, wie ClauS SpreckelS mit dem Zuckertrust steht und wem von Beiden die Zuckerpflanzungen auf Hawaii gehören, aber einerlei, sobald Hawaii annektirl ist, wird der Hawaiische Zucker zollfrei eingelassen werden, und darauf ist eS doch wohl zumeist abgesehen. Hinter diesem AnnezionSvertrag stecken abenteuernde, und kapitalistische und monopolistische Interessen und man sollte allgemein dagegen prote stiren.
WWnlhkll.
Inland. Wetterbericht. Kühler, mit Gewitterregen heute Nacht, schönes Wetter am Samstag. Höchste Temperatur innerhalb der letzten 24 Stunden 86 Grad, niedrigste 69 Grad. Schissel'S Badeanstalt Wassertemperatur 84 Grad. Der Annexionövertrag. Wa s h in q t o n, 17. Juni. Senator Daviö, Vorsitze deS Comites für aaSwärtigeAngelegenheitensagteheute, daß daS Comite sich mit Erwägung der Angelegenheit nicht beeilen werde, damit alle Parteien und alle Ansichten zu Gehör gelangen können. , , AuS dem Con g re ß. Washington, 17. Juni. DaS Haus verharrt in absoluter Unthätigkeit. Der Senat setzt die Erwägung der Tarisbill fort. Zwanzig Seiten derselben, nämlich die Zölle aus Spirituosen, Weine und Getränke, sowie auch aus sabrizirte BaumwoLwaaren wurden erledigt. Bezüglich deS von den Republiknern vorgeschlagenen WeinzolleS erklärte Senator Best, daß derselbe ein Verbot der Einfuhr sei und da? Volk gezwungen würde, entweder Californier Weine, oder gar keinen Wein zu trinken. Senator Best beantragte auch, den Zoll auf Mineralwasser zu streichen und diese auf die Freiliste zu stellen, weil viele Patienten, welche nicht, wie die Millionäre der Ver. Staaten, die Mittel hätten, europäische Heilquellen zu besuchen, derselben nothwendig bedurften. Dennoch wurde der Antrag verworfen und die Einfuhr noch durch die Vorschrift verschärft, daß die Bezeichnung deS Inhalts importirter Flaschen in daS GlaS geblasen sein müsse. . Sie protestirt. Washington, 17. Juni. Königin Liliuokalani legte heute bei dem Staatssekretär einen Protest gegen den Anneiionövertrag nieder. Sie sagt darin, daß der Vertrag ein Unrecht an ihr und ihrem Volke sei, daß die 1500 Amerikaner, welche die Herrschaft an sich rissen, dies nur durch Hilfe amerikanischer Marinesoldaten konnten, daß die Eingeborenen und alle übrigen Bewohner der Insel gegen die Annexion seien, daß das Volk nicht in der Sache befragt worden sei, daß daS den Häuptlingen erblich gehörige Land unter der Bezeichnung Kronländer einfach genommen worden sei, daß der Vertrag alle ihre, der Königin, Rechte ignorire und ihr nicht einmal wie der frühere Vertrag ein JahreSgehalt auösetze. Der Protest schließt mit folgenden Worten: Ich ersuche den Senat der Vereinigten Staaten den Vertrag nicht zu ratisiziren und flehe dieses große und gute Volk, von welchem meine Vorfahren die chriüliche Religion erlernten, seine Vertreter darin zu unterstützen, daß sie gerecht und im Einklänge mit den Prinzipien der Väter der amerikanischen Nation handeln. Dem allmächtigen Vater und Herrscher deS Weltalls, Ihm, der gerecht richtet, unterbreite ich meine Sache. Liliuokalani." Verhindertes Eisenbahn verbrechen. S t. L o u i ö, 17. Juni. In voriger Nacht wurde der Versuch gemacht, nahe Salem, JllS., einen Passagierzug der B. & O. . W. Eisenbahn anzuhalten. DaS Verbrechen scheiterte aber an der Angst eineS der Räuber, welcher den Sheriff von dem Plane der Bande be nachrichtigte. Der Sheriff begab sich mit einem Aufgebot von Männern nach der Stelle bevor der Zug eintraf. Er fand die Geleise mit Balken blockirt. Beim Erscheinen deö Beamten und seiner Leute, entfloh die Räuberbande und die meisten der Schurken entkamen, trotzdem der Sheriff und seine Assi stenten aus dieselben feuerte. Einer der Räuber wurde angeschossen, gefan gen und liegt jetzt im Gefängniß von Salem im Sterben. An dem Verbrechen betheiligten sich drei Männer und zwei derselben, dar unter der Geschossene, wurden gefan gen. Die Räuber sind Bewohner von
. '
Salem und waren als .rohe Subjekte bekannt. Abe Tweed, der geschossene Räuber, war auf Parole auS dem Zuchthause von Ehester, JllS., entlassen. Thomas Schumacher, der andere gefangene Schurke, ist ein Ezstrafling deS StaatözuchthaufeS von Jndiana. Die Gefangenen wurden nach Salem in'ö Gefängniß gebracht. Tweed kann nicht am Leben erhalten werden. Beide Räuber gestehen, daß sie beabsichtigten, den Zug zu berauben, stellen aber in Abrede, daß sie die Absicht hatten, den Zug zu entgleisen. Sie sagen sie häten nur die Beraubuug der Insassen der 6 oder 7 Schlafmaggonö beabsichigt. Die Zugbeamten sind der UeberM, 0 m. r t m m zeugung, oap ver sug enrglelft oxt Böschung hinab geworfen und ein großer Verlust an Menschenleben entstanden wäre, wenn derselbe aus die, auf den Geleisen aufgehäuften Hindernisse gestoßen wäre. B a h n zu g in den Fluß g efahren. Chicago, 17. Juni. Ein Zug der Milwaukee & St. Paul Bahn lief heute Abend um 10 Uhr an derKingSbury Straße, nahe der Bahnstation in der unteren Stadt, in den Fluß. Die Polizei glaubt, daß nur wenige, wenn überhaupt irgend welche, Menscheneben verloren gegangen sind. ES stellte sich später heraus, daß sechs Personen verletzt wurden; keine derelben werden sterben. Ihre Namen sind: Elmer Goshorn, Bremser, Veretzungen an der Seite und Armen; Frank G. Cleveland, Ingenieur, recheS Bein verletzt; Wm. E. StevenS, Vormann, innerliche Verletzungen; Geo. Upchurch, Passagier, leichte Veretzungen, 3. M. Merkely, an der Brust verletzt; Unbekannter, leichte Verletzungen. -m Zum Schützenfest nach Nürn berg. N e w I o r k, 17. Juni. Mehr als 1000 Mitglieder deö Schuhen. CorpS auS allen Theilen der Ver. Staaten egelten heute an Bord deö Dampfers Augusta Victoria" nach Europa ab Inter denselben befinden sich diele Amerikaner, welche sich an dem internationalen Preisschießen, daS am 4. Juli in Nürnberg beginnt, betheiligen wollen. Die unabhängige Schützengesellchaft von New Jork sandte eine Delegation von 50 Schützen, an deren Spitze der Schützenkönig GuS. Zimmermann steht. ES befand sich eine riesige Menschenmasse am Dock, um die Schützen abfahren zu sehen. DaS Fest in Nürnberg wird 8 Tage dauern. Die Schützen werden 'auch an Preischießen in anderen deutschen Städten heilnehmen. Verhängnißvoller MoSquitostich. N e w I o r k, 17. Juni. Carmine Lepre, ein 42 Jahre alter Schuhputzer, wurde vor einigen Tagen von einem Moöquito in die Hand gestochen. Er kratzte die Stelle, bis sie blutete und eS trat Blutvergiftung ein. Gestern Abend benahm sich der Paient so' auffällig, daß er nach der Jrrenabtheilung deö Bellevue Hospials gesandt werden mußte. ES ist dieseö der erste WahnfinnSfall, der durch einen MoSquitostich verursacht wurde. Blitzschlag. Champagne, JllS., 17. Juni. Heute Morgen um 1 Uhr wurde daS Gebäude der naturwissenschastllchen Abtheilung der Universität von Jllinoiö vom Blitz getroffen und daö prächtige HauS, die Möbeln und Apparate zur Summe von Z7ö,000 geschä digt. Die Wiederherstellung wird sofort begonnen werden. Das Erdbeben in Indien. Caleutta, 17. Juni. Entsetz liche Berichte über daö Erdbeben vom Samstag kommen auö Assam. In Shi long ist Alles dem Erdboden gleich ge macht. Ein Zuchthausinspektor wurde getödtet und in öffentlichen Gebäuden und dem Bazar sind viele Leute umge kommen, aber Näheres ist darüber nicht zu erfahren. In Gauhati sind alle amtlichen Gebäude versunken und alle Landstraßen find durch tiefe Erdriss unterbrochen. Die Bahn ist in jener Gegend verschwunden, und in Goal para zerstörte eine Hochfluth den Baza und alle anderen Gebäude, und die
ganze Umgegend ist mit tiefen Erdrissen bedeckt. Viele Gebäude sind in Dhubri zerstört, wo sich daö glußufer senkte und weite Strecken überschwemmt wurden. f. r. .1 fO V T. ... rm
" Oliven egenoen nno viele Menschen umgekommen. Von vielen betroffenen Distrikten hat man noch keine Nachricht, da alle Verbindungen unterbrochen und die Landstraßen durch tiefe Erdrisse durchschnitten sind. Simla, 16. 3uni. Der Bericht, daß alle Gebäude in Shilong zerstört sind, bestätigt sich. Herr McCabe, der dortige britische Hülföcommissär, wurde durch ein einstürzendes HauS erschlagen und die englischen Frauen und Kinder haben große Entbehrungen zu ertraqen. Die Ortschaften Sylhet und Cherrapungi sind dem Erdboden gleichgemacht und ganze Dörfer sind versunken. Der Schaden ist so groß, daß man in mehreren bevölkerten Distrikten einen Nothstand fürchtet. Wenn man Bomben finden will, braucht man bloß welche zu legen. Paris, 17. Juni. Der Eclair" berichtet heute Morgen, daß im Laufe deö letzten Monatö in Paris vier Bomben oder Höllenmaschinen aufgefunden worden find und daß verschiedene Haussuchungen vorgenommen worden sind, wenn der Präsident Auöflüge unternahm. Paris, 17. Juni. Eine Bombe wurde heute Nachmittag gegenüber der Strapburg'Statue auf der Place de la Concorde zur Explosion gebracht, doch richtete sie keinen Schaden an Die Polizei konstatirte Blutsvuren auf dem Boden in der Nähe der Statue und sie hat die Personalbeschreibung von zwei Mannern, welche man unmittelbar nach der Explosion auö der Gegend der Statue hat forteilen sehen. BlS Mitternacht waren keine Veristungen erfolgt. Ausland. Politisches auö Deutschland. Berlin, 17. Juni. Wie der Funke m Pulversaß hat Dr. Miquel'ö Rückkehr gewirkt. Wer geht, wer bleibt ? Daö find die Fragen, mit denen sich dieolitische Welt die Köpfe zerbricht, und welche Anlaß zur Ausstellung aller nur möglichen Hypothesen geben. Heute Morgen hieß eö, Baron von Marschall würde als daö Karnickel deö Tausch. Prozesses mit Handelöminister Brefeld von der politischen Bühne abreten, letztere? wegen der verunglücken Börsenreform". Die Berliner Neuesten Nachrichten nehmen an, eS handle sich bei der ganzen Frage darum, dem Dr. Miquel einen wirksameren Posten als den eineS preußischen Finanzministers zu geben. Er soll ähnlich wie Fürst Stolberg 1878 jetzt Vice-Kanzler, außerdem aber auch Reichsschatzsekretär werden und somit zu gleicher Zeit den Grafen Psadowkki und Minister Böticher ersetzen. Mit einer solchen Arbeitskraft wie derjenigen MiquelS an so hervorragender Stelle, meint daö BiSmarckblatt, wäre Aussicht vorhanden, daß die großen Fragen, vor denen daS Reich steht, endlich gelöst würden; ebenso wäre eS mit dem ewigen Dreinreden" deS Reichstages vorbei : Die Regierung würde, sich nicht mehr vor dem Reichstage effaciren lassen." Daß MiquelS Ernennung auch von Anderen in diesem Sinne aufgefaßt wird, ' beweist Eugen Richters Freisinnige Zeitung," welche sagt, die Ernennung Miquel'ö bedeute Sturm. Der Kaiser hat die Einladung deö Comites der Hamburger Garten-Auö-stellung, dieselbe mit seinem Besuche beehren zu wollen, mit der Begründung abgelehnt, seine Zeit sei biö zum Schluß der Ausstellung schon vollständig besetzt. Man weiß, daß der Kaiser ein großer Blumenfreund ist, so hat daö Gerücht, er habe die Unterlassung eineö Kaisertoasteö in Hamburg Übelgenommen, natürlich weitere Nahrung gefunden. Wieder ein Beweis deö engherzigen Bureaukratiömuö, der die hiesige Po lizei beherrscht. Verschiedene Freunde der im größten Elend zurückgebliebe nen Wittwe Knabe, deren Mann mit Wolssert bei der neulichen Explosion deö Luftballons umkam, hatten eine Sammlung für dieselbe eröffnet und ungefähr 8 Mk. zusammengebracht, die
MrchillkiesHerzen geheilt durch Dr. Milcö' Remedies.
fm ! M: i U, m!l:!ll,V,nilHi!iV;J!;!,;!m liciui,M.imiLuiiiiiU''iii''iiii'i Jtföt Cidley von Torrington. Con litt gerade -S, an solcher Verbindung von Krankheiten al Tr. Mile? in seiner umsangreichm Erfahrung und Untersuchung gesunde hat. daß sie auS Sntkrafwng de Nervensystem entsteht. Herr JaS. B. Cidley schreibt am 25. Oktober 1835: .Meine Frau wurde mit Neuralgia deS Herzen, nervöser Erschöpfung und Le berkrankheit befallen. Wenngleich von zwei Aerzte behandelt, wnrde sie dennoch von Zeit zu Zeit schlimmer. biS sie vor der Thür de Tode stand. Ich gab ihr dana voa Dr. Mile' Nervlne and New Cure Dr. slileS ,0r the Heart und sie besserte H . , Wunderbarlich von der Zeit an. neun. Vstire hotifnfnH !.. .m. Restores Health.... Sie ifzt u,d schlaft gut und thut ihre eigene Haukarbeit. Wir haben Ihre Heilmittel Vielen in unserer Stadt empfohlen, und alle ist dadurch geholsen worden.' Dr. Milei TtemnrflfeN trt.rh.n hnn TT.n 9rntfiVm. unter gewisser Garant verkauft. Wirkt die erste Flasche gar keine Besserung, so wird da eeld zurück. erstattet. Denttck, 9nK fch.r ISm itnt mir l " " V " O w w auf Verlange fm zugeschickt. DR. MILE3 MEDICAI4 CO., Elk&art, Ind. Polizei jedoch konsiszirte diesen Betrag, weil für die Kollekte die Erlaubniß deö Oberpräsidenten von Berlin fehlte. Der sozialistische Arme Eonrad" ist heute von der Polizei konsiSzirt worben, well daö Blatt Herweah'ö Zukunftölied im Wortlaut brachte. Auch so em Pröbchen bornirter Polizeifürsorge. m VchlffS-NachrlHien. Angekommen in: ' N e w A 0 r k : Trabe" von Bre. men; Bremen" von Bremen. P l y m 0 u t h : C olumbia" von New Jork nach Hamburg. Bremen: Havel" von New Jork; Dresden" von Baltimore. Liverpool: Belgenland" von Philadelphia. m in Wer einen Eatarrh heilen will, muß mit dem Blut anfangen Hood'S Sarfaparilla beseitigt die Ursache dieses Uebels und heilt Katarrh dadurch, daß sie daö Blut reinigt. Hood'S Pillen wirken milde aber rasch und sicher aus die Leber und den Magen. 26. - CZT Die Newö" hat in ein Wespennest gestochen. Gestern behauptete sie, daß sämmtliche Stadtrathömitglieder Freikarten auf der Straßenbahn bekommen hätten und daß nur Herr Ohleyer dieselbe zurückgeschickt habe, die übrigen hätten sich bestechen lassen. Nun hat aber eine ganze Anzahl Anderer die Karte ebenfalls zurückgeschickt und eö stellt sich heraus, daß die Newö" sich gar nicht die Mühe gegeben hatte, sich darüber zu informiren. Selbstverständlich sind die betr. Stadtrathömitglieder hoch entrüstet, wozu sie ja auch ein Recht haben. Der Umv ?rk Store. lEtablirt 1853.) Agenten für Butterlcks Muster. Der größte Waschstoss : Bargain des Jahres. : 5250 Yards CordedJaconet Sie kennen diese Waaren. Standard 2ic Qualität zu 6ic die Yard. Mittlerer Bargaintisch. ffi : ii Sonn niTJ? Äriyij uUuuA?? jfc. YKATC f 1 mWt li Inlm mt.nlvmi ntno..friihM mtt mma wnw,an wh, i.wHI wortt IndMtriouly, m " " wwm nHV.w'w. mrmj CTS.. will IM. !h. JlMtU. !TMinlAMt at whUk Wna f nr la thrw tomiM,whrvr ttoj will I, famlah irwm , ,, mun "toiBwT for bm aalM. MccMafWlMabov. Ruilyaad qaiok mwmmwmmm m mmm wmw wwimv. w , miki nTMIIIT. H ha, atnad? laa! 0 prortdH wtta plu,tm btm b-r wh. tra Mkiaff or MM ilWNik lt.NXW .1 M M, .j a T-m 4-n wm ...
I,"M,III!!,,I,,
'WiTifltS
f MMä rfßm i MM 8 a ;A iXSmW MM
ia .
m
I
I
crairi, rgyyr.s.t'S
Anser
V!er
(ÜXjM
hat sechs Monate gelagert.
Es ist echtes Lagerbier, völlig ausge
gohren, schmaöyaft und gesund.
Vier, welches feit gestern auf dein , , Markt ist, setzt die Gälzrung in dem Magen fort natürlich nicht zum Besten des Magens. Echtes Bier braut die ndianapolis üreiving U. Bottling Dept.
-SS. Stroh-Hüte! : - Großer Verkauf Samstag
98c
Ueber 100 Dutzend stehen zur Auswahl das feinste Geflecht und die
neueste Mode im Markt. Andere Häuser würden Sie Bargainö nennen zu $1.50. Vergessen Sie den Platz nicht !
im 01 NO. U dtst V) Peter
mamm
tP
(
J
f Jahre fordauernden Erfolges zeugen für den Fortschritt deS fflltlT Waverley Fahrrades. Fahrer und Sachverständige sind er-
! staunt über die geschickte Arbeit deS 1897 Waverley. ES
nimmt die oberste Stelle der ersten Klasse Fahrräder ein. Die
BearingS find nach einer neuen Methode gemacht, und absol:
vollkommen. ES kann nicht für weniger verkaust werden wie
Letztjährige Waverleh'S gaben allgemeine Zuftiedenhcit. Sie waren so gut wie irgend ein Rad und besser wie die meisten. Wir sahren fort dieselben zu fadri zum Der Preis dieser Ktasse probirt und für gut befunden wurde reduzirt aus $60. Wir stellen dieselben her ohne Ankauf von neuen Maschinen. Kalo loge frei.
INDIANA BICYCLE CO.,
DeutfHe
Feuer-Verstcheruugsgesellschaft von "ITpo cP "P sanac. auptoffice : ft7k Süd Delaware Str., Indianapolis, Ind. Die älteste BerficherungS-Sesellschaft mit 42jährigem ehrenhasten Bestände Solid ! Oicher l Villig ! CapitalQlOOfiOO. Beserve-Fond $270,000. OersiZnt auJ cm 0:5'd-tt:losica uud O.ur'tI52dtt! !j
l'kooclorv OtslO.??'7.t. I?en- Ecliniidt, C:!:. Oswald Ccidcanlicr-r. C:l:::z.
M?
: Slroh-Hute! r
i i rLW n i i
7
ÄT fiO
Y M HY. Wash. Stfr. F. Balz, Geschäftsfülzrer. t aoer.ey. vjg s S10 Indianapolis, Ind.
?k
Thcodc? Royc?, CÄtr.ti?er, Auju-t B3pcrr. Crr;J-!x:C!-::Cn:t,
