Indiana Tribüne, Volume 20, Number 268, Indianapolis, Marion County, 15 June 1897 — Page 1

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o rlC KVO oo o ff A A km u k W l IV o v Office : No. 18 Süd Alabama Straße. Telephon 1171. Indianapolis, Indiano, Dienstag, öen 15. Juni 189?. Jahrgang 30, No. aos

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Editorielles. Nun da (Zouvernör Tanner von ZllinoiS die infame Bill betreffs Straßenbahnkorporationen unterzeichnet hat, sehen die Illinoiser erst ein, waö sie an Altgeld gehabt haben. Unter seiner Administration hätte ein solch schmählich korruptes Verfahren nicht vorkommen können. 3eht wird sich Herr Ie,keS auch noch den Chicagoer Stadtrath kaufen und dann die Ausbeutung fünfzig Jahre länger betrei-

ben. Und das läßt sich daS Volk geallen ! Eine alte Wahrheit sagt: IedeS Volk hat die Regierung und die Gesehgebung, die eS verdient. Unsere Straßenbahn-Angeleg'n-heit ist durch die sich strikt einander gegenüberstehenden Entscheidungen zweier Gerichtshöfe sehr interessant geworden. Gewiß interessant ist eS, daß trohdem die Gesetzgebung eine ErHebung eines höheren Strafgeldes als 3 Cents strafbar macht, trohdem der höchste Gerichtshof deö Staates da Gesetz für verfassungsgemäß erklärt hat, dennoch weiter fünf Cents bezahlt werden müssen. Da? lassen sich die Leute ruhig gefallen. DaS ist aber noch lange nicht daS Jntenssanteste an der Situation. DaS Interessanteste st die Entscheidung unseres Staatsobergerichteö und der Widerspruch zwischen den Entscheidungen der beiden Gerichtshöfe. Wir glauben nicht, daß das Staatsobergericht vor zwanzig oder fünfundzwanzig Jahren ebenso entschieden hätte. Daö Geseh, um das eS sich handelt, ist anwendbar auf alle Städte, welche nach dem Census von 1890 mehr als 100.000 Einwohner haben. DaS Gericht sagt, wir haben nicht im Censuö nachzusehen, wie viele solche Städte es im Staate giebt, ob eine oder mehrere. Dieser selbe Gerichtshof hat mehr als einmal entschieden, daß daS Gericht von dem offiziellen Census gerichtlich Kenntniß nimmt. Darnach hätte das Gericht wohl finden müssen, daß daSGesetz lediglich sürZndianapoliS gemacht war. Allerdings, da daS Gericht entscheidet, daß die Legislatur in diesem Falle auch daS Recht gehabt habe, e'n Spezialgesetz zu erlassen, so hat der erwähnte Einwand an sich nichts zu bedeuten, aber früher hätte daS Gericht wohl auch diejen Punkt nicht entschieden in dieser Richtung ausgelegt. ES zeigt sich hier der erfreuliche Um stand, daß die StaatSgerichte mehr oder veniger in solchen Dingen unter dem Einflüsse der öffentlichen Meinung stehen und daß sie sich demselben nicht entziehen können. 3n solchen Ange legenheiten, wo daS Volk ohne Unter schied der Klassen den mächtigen Tranö portgesellschasten gegenübersteht, dürf ten sich die StaatSgerichte wohl meist aus Seiten deS Volkes befinden. Daß da, wo die besitzende Klasse den nicht besitzendenden gegenübersteht, auch die StaatSgerichte dem Einflüsse des Be fitztS unterworfen sind, daS haben die Entscheidungen deS Illinoiser Ober gerichteS durch Nullisizirung verschie dener Gesetze, namentlich deö Ver boteS deö Trucksystems (Lohnzahlung ii Waaren) gezeigt. . Waö aber die Entscheidungen der Bundesgerichte' betrifft, so haben sich

diese in allen Dingen als durchwegs volksfeindlich gezeigt. Wir glauben, daß in nicht sehr serner Zeit sich ein großer Haß gegen die

Bundesgerichte entwickeln wird. Das'terstühte, welcher den Muth gehslt

Volk wird mit instinktiver Sicherheit fühlen, daß in den Bundeörichtern seine größten Feinde zu suchen sind. Auf Lebenszeit ernannt, gute Gehalte beziehend, sind sie dem Volkseinflusse entrückt, kennen sie bloß daS Recht, daö in den Büchern steht. Sie fühlen den Pulsschlag der Zeit nicht und ihre Rechtsprechung wird zur Unrechtsprechung Es mag ja richtig sein, daß die Wählbarkeit der Rechter und die Auf. stellung der Richterkandldaten durch politische Parteien ihre Schattenseiten hat, ja ohne Zweifel ist daS richtig. Aber die Art und Weife, wie unsere Bundeörichter ernannt werden, scheint bei unseren Verhältnissen noch viel schlimmere Wirkungen zu haben. Da wird daö Recht. daS ein lebendiger, sich entwickclnder Organismus fein soll, zu einer todten Maschine, die mechanisch nach bestimmten Regeln zu Gunsten des BesiheS in Bewegung gesetzt wird. Der lebendige Volkskörper bedarf eineS lebendigen Rechtes, eine RechtSfprcchung nach vetsteinerten Normen wird mit der Zrit gefährlicher als gar eine. ES ist nicht unmöglich, daß zwischen den Staatsgerichten und den Bundesgeeichten noch große Konflikte entstehen. Die Bundeörichter werden immer arroganter, suchen ihre Macht immer weiter auszudehnen, sie werden sich zum Bollwerk der Reaktion und des MonopoliSmuS entwickeln, und die Zeit wird kommen, in welcher sie daS Recht, ihr Recht als Werkzeug zur Unterdrückung volköfreiheitlicher Bestrebungen anwenden werden. IrllhlNlhlicljlell. Inland. Wetterbericht. Schönes Wetter mit gelegentlichen Regengüssen heute Nacht und am Mittwoch. Höchste Temperatur innerhalb der letzten 24 Stunden 90 Grad, niedrigste 70 Grad. Sind wieder am A n n e cti - re n. Washington, 14 Juni. Gleich ach Rückkehr deö Präsidenten nach Washington soll dem Ver. Staaten Senat ein Vertrag für die Annectirung Hawaii'S unterbreitet werden. Der Vertrag wurde ausgearbeitet und in allen Einzelheiten anerkannt, bevor der Präsident und Sekretär Shcrman nach Nashville abfuhren. ES wird gesagt, eö herrsche kein Zweifel darüber, daß der Präsident allen Bestimmungen deö Vertrag? zustimmte. Auö dem C o ng r e ß. Washington, 14. Juni. Im Senate fand heute während der Debatte über den Zuckerzoll ein scharfer Wortwechsel zwischen Senator Hoar, von Massachusetts, und Senator Tillman, von SüdCarolina statt. Letzterer bemerkte, daß Zeitungsleute von hohem Rufe über ihrer NamenSunterschrift die Beschuldigungen erhoben hätten, daß Mitglieder des Vcr. St Senats durch Spekulationen in Zuck raktien sich bereicherten Daö Volk verlange daher, daß diese Beschuldi gungen widerlegt und die Ankläger, wenn sie die Unwahrheit sagten, bestraft würden. Daö Volk wünscht zu wissen, wie eö kommt, daß der amerikanische Senat die Zuckerfrage nicht berühren kann, ohne besudelt zu werden. Senator Tillman behauptete, daß der Ver. St. Senat so lange, wie er die erhobenen Beschuldigungen nicht untersucht habe, als verurtheilt vor dem Volke dastehen werde. Senator Pettigrew sprach lange Zeit für sein Amendement, Artikel, welche durch Trusts kontrollirt werden, auf die Freiliste zu stellen und griff die großen Trusts heftig an. Er sagte. eS sei eine sehr schwierige Frage, wie die gegenwärtige Regierung durch die Trusts und für die Trusts" beseitigt werden könne. ES gäbe Trusts in Kohlen. Zucker. Oel, GlaS, Stahl, Chemikalien, Töpferwaaren und in allen anderen großen Stapelartikeln. Eö könne keine Tarifbill erfolgreich sein, wenn sie nicht die Rechte und Vertheidigung deö Volkeö gegen die

Trusts wahre. Der jährliche Gewinn

deö Zuckertrusts allein beliefe sich aus 519,000.000 und er sei froh, daß r in der lehten Campagne einen Mann unhabe, den Trusts zu oppomren. , Schweizer Sängerfest. Eleve land.13. Juni. Beidem hier stattgefundenen Schweizer Sängerfeste gewann der Schweizer Mannerchor von Cleveland den ersten Preis, der Helvetia Männerchor in Toledo den zweiten, der Schweizer Männerchor in Pittöburg den dritten, der Grütli Sänger-Club, Akron, den 4 , die Helvetia, ColumbuS, den 5., und der Schweizer Männerchor auö Detroit, Mich , den 6. Preis. mAusland. ReichötagSnachwahlen. Berlin, 14. Juni. Bei der Reichstagsnachwahl in Wiesbaden ist Stichwähl zwischen Freisinnigen und Ultramontanen nöthig. 3n Königsberg, wo srüher die Sozialdemokraten erst in der Stichwahl siegten, errangen sie diesmal den Sieg im ersten Anlauf. in Wird Miquel Kanzler? B erlin. 14. Juni. Die plötzliche Zurückberufung des Dr. Miquel, des Finanzministers, von Wiesbaden nach Berlin, welche Kaiser Wilhelm heute persönlich vollzog, hat Sensation erregt. ES herrscht sogar daS Gerücht, daß er Hohenlohe, den Reichskanzler, ersetzen oder zum Viee-Kanzler gemacht werden soll. Vielleicht Polizeimache. P ar iö, 14. Juni. Die Zeitungen dieser Stadt stimmen heute darin überein, daß der gestrige angebliche Versuch, den Pläsidenten gaure zu ermorden, entweder ein Spaß, oderie That eineö Wahnfinnigen war und daß daö sogenannte Verbrechen so arrangirt gewesen, daß Niemand dadurch hätte verletzt werden können. Tod einer Tragödin. Wien. 14. Juni. Charlotte E. Wolter, die große deutsche Tragödin, starb hier heute nach langer Krankheit. allerlei. In nicht mißzuversteben der Weise las Magistrat Wentworty vom Essex Market Polizeigericht in New Jork mehreren Knüppelgardisten, welche, dem ekeln Gummlkauen sroynend. durch ihr Schmatzen die VerHandlungen störten, die Leviten. Wenn Sie rncht ohne Gumnn , so meinte der Kadi, fertig werden können, dann sollten Sie lieber Ihre Amtsschilder abgeben und mit anderen Kindern auf der Straße Marbel spielen . D:e Blauracke waren sicht lich betroffen und entfernten schleunigst den Schluz . Ein furchtbarer Stierkämpf wurde neulich Nachts auf einer Weide des Farmers W. C. Lynne bei Lezington, Ky., beobachtet. Der Kampf wurde von zwei Jerseybullen, Lynne'ö Eigenthum, begonnen, und elz ein Zuchtstier des Richters Mullian von einem anstoßenden Weideplatz oen Kampf sah, brach er einen Zaun nieder und ging mit den Hörnern auf die Thiere los. Von der anderen Seit: brach ein Bulle des Lieut.-Gouv. Alford in die Umzäunung und zwei heitere Stiere folgten. Der Kampf 'war gräßlich anzuschauen. Die wüthenden Thiere, welche sich mit ihren Hörnern zerfleischten, bluteten auö zahlreichen Wunden und stießen ein wahrhaft unnatürliches Brüllen aus. BeraebenS versuchte eme AnzaylFarm arbeiter die kämpfenden Bullen zu trennen, die Leute mußten schließlich froh sein, sich selbst in Sicherheit drin gen zu können. Am folgenden Morgen lag ein Bulle todt da und die anderen hatten so araßllche Wunden davonge tragen, daß sie erschossen werden muß ten. 7,uelnem1kanvalöien Auftritt kam eö im Gericht zu Jersey City. Unter den Geschworenen befand sich ein gewisser Joshua Limerick, der schon öfters wegen Betrunkenheit verhaftet war und mit einem respectabeln Affen erschien. Während der Verhandlungen wurde er von emem anoeren Vejchwo renen. Edward Conaer, geneckt. Con aer zupfte an Limerick's langem Haar, bewarf ihn mit Papier-Ballen und stach ihn mit Nadeln. Plötzlich sprang der Geneckte auf und schlug den neben Conger sienden Geschworenen JameS Moore, den er für seinenPeiniger hielt, mit seinem schweren Spazierstock der art auf den Kopf, diß Moore Hören und Sehen verging. Der Richter bemerkte dies, rief Limerick heran und enthob ihn vom Geschworenendlenst.

Ein Herr Läng auö Berlin machte den französischen Krieg bei dem Vrandenburgischen Füsilier. Regiment No. 35 mit. Nach Beend!gung deS Feldzuaes bezog das Regiment als ein Thett der Occupationsarmee die Champagne. In Epernay, wo das 3. Bataillon stand, gestaltete sich der Verkehr mit der Bevölkerung zuerst recht schwierig. Die feindliche Stimmung fchlug jedoch zum Bessern um, als bei einer großen Feuersbrunst die - Brandenburger wacker und mit Erfolg eingriffen. Dem Füsilier Lang glückte es, eine Dame den Flammen zu entreißen. Die Gerettete sowie deren Angehörige wollten die muthige That durch eine größereGeldsumme belohnen, was jedoch von dem Soldaten abgelehnt wurde. Die französische Familie vergaß ihn aber nicht, als er zur Entlassung gekommen war. Vereits dreimal besuchten Verwandte der Geretteten Herrn Lang in Berlin, wo er in bescheidenen Verhältnissen als Tischler lebt und überbrachten ihm werthvolle Geschenke. Vor einigen Tagen erhielt er die Nachricht, daß die von ihm aus dem Feuer geretteteDame im Alter von 66 Jahren verstorben ist und in ihrem Testamente die Vestim mung getroffen hat, daß ihm außer einigen Werthsachen die Summe von k0.000 Francs ausgezahlt werden soll. Ein Mordversuch ist in Nouen an einer barmherzigen Schwesier von einem früheren Sträfling Namens Habemon verübt worden. Habemon hatte sich in diese barmherzige Schwester während der Abbüßung sei' ner Strafe in dem Gefängnißspita!

verllevt, oyne vafe die e irgend eme Ahnung davon hatte. Nach seiner Entlassung fand er nx Paris Beschäftigung und traf dort mit einem Manne zusammen, der mit ihm in demselben Gefängnisse gesessen hatte. Seine erste Frage war. ob sich die Schwester noch dort befinde. Auf die bejahende Antwort ließ Habemon seine Arbeit im Stiche und begab .sich sofort nach Nouen. Dort wurde er von der Polizei aufqeqnffen, weil er im Besitze eines Revolvers sich befand. Die Polizei erkannte in ihm emen vielfach vorbestraften Verbrecher und vom Gericht wurde er .wegen Tragens verborgener Waffen mit Gefängniß bestraft. Nach Verbüßung dieser Strafe kehrte er wieder nach Rouen zurück, wo er der barmherzigen Schwester auflauerte. Als diese mit der Oberin ausging. schritt Habemon auf sie zu und mit den Worten: Kennen Sie mlch noch?" gab er zwei Schüsse aus einem Revol ver auf die Schwester ab. Die Schüsse trafen. . Unter lautem Geschrei flohen die beiden Nonnen, Habemon verfolgte sie und gab noch drei weitere Schüsse ab. Mit vieler Mühe konnte man sich des Wahnsinnigen bemächtigen. Die Verletzungen der Schwester sind glücklicherweise nicht derart, daß man für ihr Leben furch tet. Habemon sagte vor dem Polizeicomissär aus, friß die Liebe allein ihn zu diesem Sm?:tte verleitet nabe. hiesiges. Klnd verbrannt. Hattie Baker, das dreijährige Töchterchen von Wm. Baker, eines an der Three Notch Road, drei Meilen von der Stadt wohnenden KontraktorS, spielte gestern mit Streichhölzchen. Sie setzte dabei ihre Kleider in Brand und lies dann Hilfe rufend zu ihrer Mutter. Diese versuchte mit ibren Händen die Flammen zu löschen, aber eö war ihr nicht möglich, obwohl sie sich die Hände schmerzhast dabei verbrannte. Ein Onkel warf einen Kübel voll Wasser über die Kleine und löschte die Flammen, aber sie war so schlimm verbrannt, daß der schnell herbeigerufene Dr. Storch keine Hoffnung geben konnte, da sie von Kopf biö zu Fuß geröstet war. Sie starb gegen ö Uhr gestern Abend und wurde heute Vormittag beerdigt. (Zentral Labor Union. Die Central Labor Union hielt ge stern Abend ihre Versammlung in ih rem neuen Quartier, im dritten Stock über Pearsonö Musikladen, ab. Die Eisengießer berichteten, daß die Disse renzen mit der Home Brauerei geschlichtet seien und baten um Aushe bung deö Boycotts. Dieses wurde be schlössen. Die Bäcker-Union erhob Klage ge gen den Bäcker Herrmann an Ost Washington Str., der einen Nicht Union Arbeiter beschäftigt und die Unionleute auö feinem HauS gewiesen haben soll. Die Sache wurde an daö Beschverdeeomite verwiesen. Daß eö unter den Delegaten auch noch ruhige Köpfe giebt, zeigte sich, alö daö Beschverdeeomite den Bovcott ' Über v. F. Purskll verhängen wollte,

der in seinem Geschäft Klempner und Mosaikarbeiter beschäftigt. Die Mosaikarbeiter gründeten kürzlich eine Union und Pursell will sich nicht zwingen lassen seine Leute zu entlassen und

Unionleute anzustellen. Daö Beschwerdecomite wurde beauftragt die Sache friedlich beizulegen. Ueber die Schneidersirma Frenk & Birk wurde der Boycott verhängt. Daö Beschwerdecomite scheint sich in Arbeit halten zu wollen. ,, m Vergiftet. Der Tod des am 17. Mai in der Nähe von Bloomsield plötzlich gestor benen Farmers Grant Heath hatte zu dem Verdacht geführt, daß der Mann von feiner Frau vergiftet worden sei. Er hatte am Tage seines Todeö geäußert, daß er noch nie so bitteren Kaffee getrunken habe, alö am Morgen deö 10. Mai, von welcher Zeit an er krank gewesen ist. Die Frau und ihr Liebhaber, Marion Lay, wurden verhastet und der Magen, die Leber und die Nieren deö Verstorbenen dem StaatSphyfikuö, Dr. 3. N. Hurty, zur chemischen Analyse zugeschickt, der gestern 1.0953 GranS Arsenik feststellte. Kisselö Garten. Daö Wiener Damenorchester in KisselS Garten wurde Sonntag durch eine Einladung erfreut, eine Spazierfahrt durch die Stadt in der neuen elektrischen Kutsche zu machen. Die Damen benutzten die Gelegenheit und wurden noch mehr für Indianapolis eingenommen. Die freundliche Aufnähme, welche ihre Leistungen bei dem hiesigen Publikum finden, trägt ohne Zweifel dazu bei, daß Indianapolis ihnen so gut gefällt. Die kleine Dirigentin sieht auch streng darauf, daß tüchtig geübt wird und die Proben nicht ausfallen. wDer kleine Stavtherolv. Herr Karl Schneider feiert heute seinen Geburtstag. Salzfluß tritt oft auch bei kaltem Wetter, die innere Hand ergreifend und andere Körvertheile Hood'ö Sarfaparilla, der große Blutreiniger heilt Salzfluß. Hood'ö Pillen wirken borzüalich nach der Mahlzeit und kuriren Kopfweh. 25. Die Schlußfeierlichkeiten der Industrieschule fanden gestern Abend im Auditorium deö Schulgebäudeö statt. Sechsundzwanzig Schüler und Schülerinnen graduirten. Prof. F. A. Fetter hielt eine Ansprache über Bildung und Fortschritt" und Hanö O. Stechhan hielt die Abschiedörede. CCT Der Board os Trade erwählte gestern folgende Beamte : Präsident H. E. Kinney. Bice-Prafident Albert Sahm. Schatzmeister John Osterman. Regierungö'Komite 3. C. Adamö, A. A. Joung, E. B. Martivdale, I. W. Murphy, William Scott. B. B. Minor, R. S. Fester, Sam B. Sweet. Edward Hawkinö, I. F. Wallick und William H. Schmidt. CZT Polizist Roß verhaftete gestern zwei Mädchen. Rosa Davis, 429 429 S. Delaware Str. und Lucretia Cook, 86 Downie Str. unter der Anklage der Trunkenheit und den Schuhmacher Hermann Hoffman, 429 S. Delaware Str., der sie mit den Getränken regalirt hatte. Hoffman stellte Bürgschaft, aber die Mädchen mußten die Nacht auf der Polizeifiation zubringen. 3n der heutigen PolizeigerichtSverhandlung erhielt Hoffman 65 Tage Arbeitshaus im Ganzen und die Mädchen je U Strafe zudiktirt. In Anbetracht der großen Jugend der Mädchen suöpendirte jedoch der Richter die Strafe für dieselben. CZ? Frau Apolina Gedig wurde gestern Nachmittag um halb 5 Uhr an der Washington Str., westlich von den Big Four Geleisen von einem Straßenvaynwagen umgerannt und am Kopf, der Brust und dem linken Bein verletzt. Sie wollte die Geleise vor einer herannahenden Car kreuzen und bemerkte dabei nicht, daß sich eine Car von der entgegengesetzten Richtung näherte. Dr. Eisenbeiß nahm die Frau in Behandlung und obwohl die Verletzungen an und für sich leicht sind, können sie doch von schlimmen Folgen begleitet sein, da Frau Gedig schon 55 Jahre alt ist.

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