Indiana Tribüne, Volume 20, Number 263, Indianapolis, Marion County, 10 June 1897 — Page 1
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. ! w ArAAr O k A s$ l IVo vvy o W V v w x v Office : No. 18 Sud Alabama Strahe. Telephon 1171. Indianapolis, Indiano, Donnerstag, den 0. Juni 189?. Jahrgang 30, No. 63
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Editorielles. Eine Zeitung rieth kürzlich dem Präsidenten, sich'von den New Jorker Banken jagen zu lassen, was in der Kaba-Avgtlegenheit zu thun sei. Del Rath war überflüssig, denn daS geschuht so wie so. Wenn eS auch vielleicht nicht die New Jorker Banken find, so mögen eS die Zuckerimporteure, oder die Cigarrenfabrikanten oder sonft Geschäftsleute sein, welche ein Interesse daran haben, daß die Regierung unthätig bleibt. Daß vom Standpunkte der Menschlichkeit dem mörderischen Kriege in unserer nächsten Nachbarchast ein Ende gemacht werden sollte. daran denkt kaum Jemand. Gelegentlich der Lyncherei in lkbana konnte man zur Entschuldigung agen, daß daS Volk eine Zuchthausstrafe für keine aiequate Sühne des Verbrechens der Nothzucht, begangen von einem Neger an einer Weißen ansieht. Waö will man aber zu der Lyncherei sagen, die gestern in Maryand vorkam ? Der Neger wurde vor den Richter geführt, bekannte sich schuldig und wurde zum Tode verurtheilt. ES war nicht die geringste Aussicht für hn vorhanden, dem Galgen zu entchlüpfen. Dennoch bemächtigte der Pöhel sich seiner, schlug ihn halb todt, hängte ihn auf und schoß ihm einige Kugeln in den Leib. Wir zweifeln nicht, daß in solchen Fällen daö sinniche Moment eine große Rolle spielt, aber davon abgesehen, welch anderes Motiv ließe sich finden, als die reine Mordlust ? 3m Allgemeinen zeigt sich die nachtheilige Wirkung deö individuellen Eigenthums an der Mutter Erde von hr ernsten Seite, in New Lork aber ist ein Fall vorgekommen, worin sie sich! von ihrer komischen Wirkung zeigt. Vorgestern starb daselbst ein Mann, Namens Joseph Richardson. ein Vermögen von etwa zwanzig Millionen Dollars hinterlassend. Derselbe wohnte n einem Hause, welches im Volksmund daS "spite house" (RachehauS) hieß Dieses HauS war vier Stockwerke hoch, 104 Fuß tief und fünf, sage und schreibe fünf, Fuß breit. Erwägt man, daß die Mauern doch auch eine gewisse Dcke haben müssen, so kann man sich eine Vorstellung von den Zimmern dieses HauseS machen. Dieser Richardson besaß nämlich ein Grundstück, daS in einer Breite von fünf Fuß die LkLington Avenue entlang lief. Der Besitzer deö GrundstückeS nebenan wollte bauen und wollte die fünf Fuß an der Ecke kaufen, wodurch er auch die Straßenfront an der Lezington Avenue' gehabt hätte. Richardson verlangte 55000 dafür, der Andere wollte nur .$1000 geben. Er meinte, mit dem fünf Fuß breiten Streifen Grund sei doch nichts anzufangen und so habe er praktisch doch die Straßenfrant. Aber er hatte seine Rechnung ohne die Ezzentricität RichardsonS gemacht. Dieser baute einfach ein fünf Fuß breite? WohnHauS und bewohnte dasselbe fünfzehn Jahre lang. Selbstverständlich muß ten auch entsprechende Möbel für die drei bis vier Fuß breiten Zimmer extra gemacht werden. Ueber die Verrücktheit des ManneS, der ein solches HauS bewohnte, mag
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UtUit lUUlil, UVV VtV wt tjutttt , jo etwas möglich machen, sind nicht zum Lachen. Sie geben nicht minder Veranlassung zum Denken, als Ereignisse ernsterer Art, denn die Macht dcS Besitzes zeigt sich hier wie dort. VrOMicsjlttl. Inland. Wetterbericht. Regenschauer, vielleicht leichte Gewitter heute Nacht und morgen; wär mer. Gestrige Temperatur innerhalb der letzten 24 Stunden 71 Grad, niedrig5 56 Grad. Million är-T öch t er im Senat. Washington, 9. Juni. 3m Senat ging eS heute lebhaft zu. Viele Reden wurden gehalten und wenig ge,han. Von Seiten der Demokraten wurden die Parteigenossen, welche für Hochzoll gestimmt hatten, nicht schlecht mitgenommen. Um 12:15 Mittag? wurde die Tarissrage wieder aufgenommen. Eine besonders energische Rede hielt Senator Millö von t. Seit zwei Monaten bemühe sich der Senat, sagte er, im Interesse der gro ßen Trusts zu arbeiten, nun wolle er deS vergessenen ManneS, deS Steuer zahlerö, gedenken. Er erklärte die Bill für Raub am armen Mann und sagte, daß der Tag deS Gerichtes fern men werde. Die Massen unrecht er hobener Steuern kommen denen zu gut. die ihre Töchter wie gemästete junge Kühe inS Ausland schicken, um sich einen Titel zu erobern. Dann werden sie verhandelt alöPrinzcsfinnen, Herzoginnen, Gräfinnen und sonstige innen". Hier ist der Eongreß,.der dazu daS Geld aufbringt, und wenn sich das amerikanische Volk solches gefallenließe, sei es nicht zur Selbstregierunz fähig. Sen. MlllS legte daraus eine Tabelle vor, welche zeigt, in wessen Taschen der Nutzen flösse. Unerwünschte Patienten. Pittö burg, Pa,9 Juni. Vor einigen Tagen wurde von Baltimore berichtet, daß sich im dortigen Hospitale Fräulein Mary Sanson, die von Allegheny, Pa., nach jener Stadt gekommen sei, als Aussätzige bksiade. Die ÄesundheitSbehörde von Baltimore hat nun beschlossen, die gefährliche Patientin nach Allegheny zurück zu schicken ES wird hier gesagt, daß der Ausführung deS Beschlusses von Seiten der Alleghenyer Gesundheitöbehörde stnker Widerstand geleistet werde. Der Gesundheitöbeamte McLaughlin von Allegheny sogt, die Kranke würde in Alleghery nicht angenommen werden, und er glaubt, eS sei möglich, ihre Zulassung in den Staat Pennsylvania zu verhindern ES scheinen zwischen dem Staate Maryland und Pennsylvania Verwicklungen dadurch zu entgehen. G ou vernör B u s h n e l l hatSchuld. E o l u m b u S, O., 9. Juni Eine Spezialdepesche von Urbana bringt die Erklärung deS Sheriffs McLain über daS, waS sich in der Nacht, als in llr bana der Neger gelyncht und mehrere Personen von der Miliz getötet wurden, zwischen ihm selbst und dem Gouvernör Bushnell, der sich in Wooster bei einem Bankette emüsirte, ereignete. Der Neger wurde am vorigen Freitag Morgen gelyncht und der Sheriff sagt: Am Donnerstag Abend teltgraphirte ich dem Gouvernök Bushnell, weitere Truppen hierher zu senden Später am Abend, grgen 11 Uhr, rief mich der Gouvernör per Telephon auf Ich theilte ihm mit, wie die Lage h'er war und der Gouvernör sagte mir darauf : Ich glaube nicht, daß Sie alle Jh nen zu Gebote stehenden Mittel er schöpft haben und kann nichts für Sie thun, bis Sie daS gethan haben. Ich werde für den Augenblick keine Truppen nach Urbana senden." Nachdem die Miliz auf daS Volk geschossen hatte, machte ich dem Gou vernör sofort Mittheilung davon. Er antwortete bald darauf, daß er der Compagnie A.. von Springsield der farbigen Compagnie jener Stadt den Befehl ertheilt habe, sofort hierher zu kommen. Ich setzte mich sofort mit Capt. Bradbury, von Springsield, dem ' i. n . i. X v m.e.Lf n -fi er uvuvimvi cn eeyz cuacui
hatte, oder mit dem er wenigstens über
die Sache verkehrt hatte, in Verbindung, und ersuchte ihn, der Compagnie von Negern nicht zu erlauben, hierher zu kommen, weil durch deren Anwesenden m ltrvana ctn via enramor anef ii t brechen könne. Ich ersuchte ihn, seine eigene Com pagnie hierher zu bringen, welche auch später kam und Captain Lradburh meldete sich bei der Ankunft seiner Compagnie bei mir persönlich. ' ' Weder Captain Bradbury noch , ich selbst wurden, soweit ich in Erfahrung bringen konnte, durch irgend einen Dritten, der sich im Gespräch mit dem Gouvernör für meine Person auSgege ben haben soll, getäuscht. Wären geeignete Militärkräfte hierher gesandt, als ich zuerst darum ersuchte, dann glaube ich fest, daß daS unglückliche Ereigniß jenes schrecklichen Morgens, daS ich so tief bedaure, derhindert worden wäre." hui Der Brauer Congreß. B u s s a l o, N. S , v. Juni. Et waren 350 Delegaten anwesend, als der Präsident, Herr Leo Ebert, von Jronton, ., die Jahreö - Convention der V. St. Brauer Association zur Ordnung rief. Präsident Ebert hielt seine ZahreSanrede, in welcher er nicht nur der, von den Republikanern beabfichtigten Biersteuer, sondern auch der in der Dingley - Bill vorgeschriebenen Zollerhöhung auf Hopfen, Gerste, Malz und ReiS opponirte. E. William Bergner, von Philadelphia, Vorsitzer der TrusteeS, verlas den Bericht seines CommiteS, in welchem eine Uebersicht über die Thätigkeit in Washington gegeben wurde. Der Vericht gab viele treffende Stünde 'an, weöhalb die Steuer auf Bier nicht erhöht werden sollte. Die gerösteten Mönche. V a n e o u v e r, B. C., 9. Jnni. Weitere Erkundigungen bei den Ossi zieren des Dampfers Hupeh" ergeben, daß die 25 katholischen Mönche von den Rebellen aus den Philippinen und nicht von den. spanischen Truppen ermordet worden sein sollen. Die Nachricht stammt von einem Bewohner dn Znsel 3lo-Jlo und soll von einem Konsul bestätigt sein. Die Schandthat wird als ein Racheakt für die von den Spaniern verübten Grausamkeiten betrachtet und es heißt, man habe die Unglücklichen wie Spanferkel auf Bambusstäbe gespießt und über langsamem Feuer geröstet. DaS Spießen soll bei Lebzeiten der Opfer auSgeführt worden sein. Der Hupeh" ging, ehe er hierherkam, von Hongkong nach Zlo-Jlo und kurz vorher soll sich die Schandthat in der Nähe von Manila ereignet haben. . Ausland. E in Opfer der Soldatens ch i n d e ? e i. Berlin, 9 Juni. Allgemeines Aufsehen und eine erbitterte Stimmung hat der auf einem UebungS maische plötzliche Tod deS Einjährigfreiwilligen Linnemann vom 1: hesfischen Znfanterie-Regiment No. .81 (Frankfurt a. M ) verursacht. Der Freiwillige meldete sich während deS Marsches als marschunfahig. Der im Commando befindliche Premier-Lieu-tenant v. RoqueS wollte die Meldung nicht gelten lassen und tadelte den Freiwilligen wegen angeblicher Schlappheit. Linnemann marschirte weiter und stürzte bald darauf, vom Hitzschlag getroffen, todt zu Boden. Eine sofortige strenge Untersuchung deö Falles ist angeordnet und Lieut. v. RoqueS. Zweitältester Premier deS Regimentö, vorläusig in Arrest genommen worden. . Der Kaiser will nach Jerus a l e m. B e r l i n, 9. Juni. Wie nunmehr osfiziel bekannt gegeben ist, wird der Kaiser im nächsten Jahre sich nach 3erusalem begeben, um der dann stattsindenden Einweihung der Erlöser-Kirche beizuwohnen. Am 31. Oktober 1893 wurde unter der Protektion . deö Kaisers der Grundstein zu dieser deutschen evangelischen Kirche in Jerusalem gelegt. Sine Stadt in Gefahr. Berlin, 9. Juni. Rondzin, im Kreis attowitz, Regierungsbezirk . ist ' !.. m .c lt. - J".. rs r x. n ju octnnicn. Vlss a?? rkk
Stadt, welche vollständig durch Koh
lengruben unterminirt ist, wird eine immer kritischere. Viele Häuser sind durch Senkung dem Einsturz nahe, viele andere außer diesen geräumt. Die Zahl der obdachlos gewordenen Familien ist im steten Steigen begrif fen. Eine Abtheilung Pioniere ist nach dem mit völligem Untergänge be drohten Orte unterwegs. Bahnunglück. Gene da, N. S 10. Juni. Heute Morgen um 5:30 stieß eine Rangir Maschine mit einem Frachtzug auf der Lehigh Valley Bahn zusammen, wobei ein Mann getödtet und zwei schwer verletzt wurden. Bauernaufstande. Budapest. 9. Juni. In den Gemeinden Nadudvar und Alpar fanden Bauernaufstände statt. An beiden Plätzen waren die Gensdarmen gezwungen, auf die Ruhestörer zu feuern. ES wurden 2 Bauern getödtet und 40 gefährlich verwundet. 21 Agitatoren wurden verhastet. General MileS' Bummeltour. Rom, 9. Juni. General Nelson A. MileS von der amerikanischen BundeSarmee, stattete gestern dem italienischen Kriegsminister, Generallieutenant Pelloux, einen langen Besuch ab und hat in Neapel auch daS Puzzloli - Artillerie - Arsenal besucht. Heute reifte er nach London ab, um der Feie? deS Jubiläums der Königin Victoria beizuwohnen. allerlei. I N bei Gondel seknes LustschiffeS bewußtlos, aufgefunden wurde der Assistent am koniguchen Meteorologischen Institut in Berlin, Prof. Berson. der in einem Versuchsballon aufgestiegen und in der Nähe deö Dorfes Kl. Gänsen bei .Stolp i. P. gelandet war. Nachdem der Luftschiffer mit Hilfe der herbeigeeilten Landbevölkerung wieder zu sich gekommen war, begab er sich nach der nahe gelegenen Bahnstation Muttrin, von wo er, nach Verladung des BallonS. wieder nach Berlin zurückkehrte. Der Ballon hatte die Höhe von 6000 Me tern erreicht, während die größte Kälte 33 Grad C. betrug. Bei Drammen (Norwegen) brach Nachts auf dem im DrammenSfjord belegen. Holm, auf dem Sägewerke, Papierfabriken u. s. w. einen umfangreichen Betrieb ausüben, ein sseuer aus, daS sofort einen großen Umfang annahm und großen Schaden an Gebäuden. Vorräthen u. '. w. anrichtete. Die vier Kanonenchüsse, mit denen ein Brand auf die cm feuergefährlichen Holm angekün)igt wird, brachten alle Einwohner auf die Beine. Der Fjord war in der hellen Nacht mit Booten besät. Die durch die Flammen entwickelte Hitze war fürchterlich. Fünf Schiffe im Fjord geriethen in Brand, zwei davon, darunter ein ziemlich großer Dampfer, brennten vollständig nieder, die drei -irveren Fahrzeuge verbrannten zum Tbeir. t ' 5ln unserem gesegneten TLande sind die meisten Gesetze nur da zu da, um übertreten zu werfen, uno wer durch ihre Maschen zu -schlüpfen versteht, ohne daran hängen zu bleiben, gilt als smart". Freilich fordern viele Gesetze auch förmlich zu ihrer Uebertretung heraus. Kürzlich hat die Legislatur des Staates Californien ein Gesetz angenommen, welches die Wiederverheirathung Geschiedener vor Ablauf eines Jahres nach erfolgter Scheidung verbietet. Wie diesem Gesetz, ein Schnippchen geschlagen wird, beweist folgender Vorfall. Dieser Tage ersuchte ein angesehener Bür. aer von San Francisco, William N. Hathaway, in der dortigen City Qall um einen Srlaubnißschein ur Verheirathung mit Frau Martha R. Talmage nach. Da die Dame erst vor einigen Monaten schieden ist, mußte die Licenz verwelgert werden. Indessen,- so rieth der hilfsbereite Clerk, .daö brauckt Sie nicht zu stören, Herr Hathaway. Sie können sich außerhalb der Jurisdiktion des Staates überall in die Ehefesseln schmieden lassen. Sie können nach Nevada geyen over iq einen Scklevvdamvfer miethen und einen .Geistlichen mit zur See nehmen. Niemand kann ?lbnm das verwehren. öerr üatbaway war befriedigt und wäblte daö Letztere. Er miethete das seefeste Boot Bigilant", nahm die Dame seines Herzens ein paar Meilen weit in dieSee hinaus und Pajtor Jo sevb Rowell von der .Marinerö'" Kir che vollzog an Bord die Trauung. Die Liebe überwindet Alles , sog unter Umständen widerwärtige StaatSgeZee. ; .
I n San Francisco lebt zur Zeit der Farm-Arbeiter Wm. Hastings, welcher soeben eine merkwür. dige , Erbschaft von $73,000 gemacht hat. Vor 16 Jahren kannte er eine
iMagd, die im Dienste erkrankte. HastingS lieh ihr $200, um sich kunren zu lassen; sie ging dann nach Australien. heirathete dort einen reichen Scfiisfsrheder, worauf sie HastingS sein Darlehen zurückzahlte. Der ann hörte seitdem nichts-mehr von der Frau, bis er dieser Tage benachrichtigt wurde, daß sie ihm $73,000 hinterlassen habe. Mit brennenden Kleidern und theilweise gelähmt wurde der 17 Jahre alte Claude ClodiuS aus Walla Walla unweit der Stadt an einem Zaune hängend gefunden. Der Bursche wurde auf dem Heimwege vom Fischen von einem schweren Gewitter überrasckt und um schneller unter Dach und Fach zu kommen, kletterte er über einen Zaun. Dabei wurde er vom Blitz getroffen, der seine Kleider in Brand setzte und die Angelschnur derartig um seinen Halö wand, daß er beinahe strangulirt wurde. DeS Burschen Körper zeigte Brandmale, als hätte er auf einem glühenden Rost gelegen, aber er war noch am Leben. Einen erneuten Versuch wollen die Behörden deS Territoriums Oklahoma und die Bundesbeamten macken, um der Polygamie unter den Indianern ein Ende zu bereiten. Namentli huldigen die CheyenneS sowie ArapahoeS der Polygamie und nach der Ver'erung des Major A. C. Woodson haben die meisten Mitglieder dieser Stämme von zwei bis fünf Weiber. Die Rothhäute wollen ihre Extrafrauen nicht aufgeben, weil sie wähnen, daß daö Gesetz, durch welches die Polygamie verboten wird, nicht von den Bundes-, sondern von den Territorialbehärden erlassen ist. Jetzt werden sogar schon bei Begräbnissen BicycleS benutzt. Ein Leichenzug, in welchem die meisten Trauernden per Zweirad dahinfuhren, konnte in Elizabeth. N. I., gesehen werden, als Frau Jane Rea beerdigt wurde. Die Radfahrer, welche dem Leichenwagen, den zehn Kindern der Wittwe und anderen Verwandten vom Trauerhause nach der Kirche und von da nach dem Friedhofe folgten, mußten jedoch vor dem Friedhof absteigen, da der Superintendent die Radfahrer auf eine Regulation aufmerksam machte, welche Bicyclefahren auf Kirchhöfen verbietet. Alle Nadfahrer hatten schwarze Crepe-Schleifen an der Leitstange. Mit einem mächtigen Adler hatte der Farmer A. T. Willoughby. der unweit von Ridgeley. Md.. ansässig ist, einen erbittertm Kampf zu be stehen. Als der Mann ein Gehölz passirte. stürzte sich der Raubvogel mit solcher Schnelligkeit auf ihn, daß er sich des Angriffs kaum zu erwehren im Stande war. Willoughby schlug nach dem Adler mit einem Stock, den er in der Hand trug, traf aber nicht und zum zweiten Mal wurde er angegriffen. Diesmal zielte er besser und mit einem wuchtigen Hiebe betäubte er den Adler, dem er dann vollends den Garaus machte. Der Adler maß zwischen den ausgespannten Flügelspitzen 6 Fuß 9 Zoll und vom Schnabel bis zum Schwanz L Fuß 10 Zoll; seine Krallen warm über 2 Zoll lang. Dem Hungertode nahe wurde die 28 Jahre alte Frau Mary Brosch in New York auf der Straße gefunden. Kraftlos taumelte die Unglückliche dahin, um schließlich ohnmächtig zu Boden zu sinken, so daß ein Polizist sie anfänglich für betrunken hielt. Der Mann überzeugte sich indessen bald eines Besseren und ließ die Bedauernswerthe in einer Ambulanz nach dem Bellevue Hospital bringen. Dort stellte es sich heraus, daß die Frau thatsächlich dem Verhungern nahe war. Sie erzählte in unzusammenhängender Weise, daß sie seit mehreren Tagen keinen Bissen gegessen und die letzten zwei Wochen in Hausgängen und unter Treppen geschlafen hatte. Ihre Kleider waren zerlumpt und voller Ungeziefer. Der Arzt erklärte, eS wäre ein: schwierige Sache, d gänzlich erschöpfte Frau am Leben zu rhalten. Ochisss. Nachrichten. Angekommen in : QueenStown: Majkstic" von New Jork nach Liverpool. New Sork: Nordland" von Antwerpen; Kaiser Wilhelm II." von Genua; Teutonic" von Liverpool. Baltimore: München" von Bremen. Liverpool: Catalonia" von Boston. Plymouth: Lahn" von New Lork nach Bremen. Rheumatiömuß im Rücken, in den Schultern, Hüften, Aenkeln, Elbogen oder Handgelenken ensteht durch zu viel Saure im Blut. Hood'ö Oarsapanlla Hellt NheumatiSmuö. Hood's Villen sind die beste Ubführ-und Leber-Medizin für Fai-
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