Indiana Tribüne, Volume 20, Number 262, Indianapolis, Marion County, 9 June 1897 — Page 1

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i . c A ' ...i X . o f 0 O 00 fi KV l5 w ly W V w l IVo y yv V Office : No. 18 Göt Osötoaa (Ztrasze. Telephon 1171 Indianapolis, Indiano,' -Mittwoch, öen 9. Juni 1897. Jahrgqng 20, No.

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WildwoodllieatT Zt Eröffnung fcil tütn Comm',7,Thtatnl erfolgt am Montag, den . ?uni 1897. Zur nfführung gelargt :

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Dem' Congreß liegt eine Bill vor, wonach eine Tans-Commission von sieben Mitgliedern ernannt werden soll. Dieselbe soll alle Steuerund Zollfragen prüfen, dem Präsidenten alljährlich Bericht erstatten, und nöthige Aenderungen empfehlen. Sie soll ferner daö Recht haben mit Zustimmung deS Präsidenten die Erhebung bestimmter Zolle und Steuern zeitweilig einzustellen. Cö wird behauptet, daß diese Einrichtung der unaufhörlichen TarifAgitation ein Ende machen und in dieser Beziehung vernünsligere Gesetzgebung und größere Stabilität derselben schassen würde. Vielleicht, vielleicht auch nicht. Die Wahrscheinlichkeit ist für das nicht. Denn so lange die Tarissrage der tock in trade der republikanischen Partei ist, so lange dieseloe daö einzige Steckenpferd ist, dat sie zu reiten versteht, liegt eö im Interesse der Partei, die Agitation derselben rege zu halten. Die Jllinoiser Legislatur hat nun doch eine Bill pasfirt, welche den GaS-, Straßenbahn- und anderen Gesellschaften lange Lebensdauer sichert und jede Einmischung der Stadtbehörden in die Preisberechnungen unmöglich macht. Die Bill, welche daö Volk den Korporationen auf Gnade und Ungnade übergiebt, liegt jetzt dem Gouvernör vor, eS giebt aber nur Wenige. welche zu hoffen wagen, daß er sie nicht unterzeichnet. Man stellt jetzt schon Vergleiche zwischen Tanner und Altgeld an, welch Letzterer sich sei nen Augenolia oe onnen oane, oen Freibeutern einen dicken Strich durch die Rechnung zu mache.' Nun geht durch durch die Zeitungen ein Jammer und ein Nothschrei über die in der Legislatur herrschende Korruption, denn daß die Legiölatur einfach gekauft war, daö bezweifelt kein Mensch. Indeß, all daS Raisoniren und Schimpfen ist zwecklos, denn :ö wird nicht besser, sondern noch schlimmer werden. . Wo durch Ausbeutung deö Volkes von Seiten Einzelner oder Korporationen unermeßliche Reichthümer angesammelt werden köanen, tritt die Korruption mit unauöbleiblicher Nothwendigkeit auf. Die Wirkung in diesem Fälle ist genau dieselbe, wie in einem deivotls regierten Lande, wo die Ausbeutung statt durch allerlei geschäftliche" Manipulationeu, durch Gesetz und Gewalt statt findet. elv uno Maqr nnoen immer Werkzeuge, 5üv ttcy viel Geld oder viel Macht in einer Sand befindet. eS hg-selbe. Der korrupte Beamte findet sich in Rußland, wie in Amerika, der BodIN ist in beiden Ländern für daS Gedeihen der Korruption gleich günstig. Wenn die Gesetze und Einrichtungen eines LandeS derart find, daß dieselben die Ansammlung großer Reichthümer bei gleichzeitig fortschreitender Werarmung der VolkSmassen möglich machen, so muß nothwendiger Weise zur Aufrechthaltung dieser Gesetze und Einrichtungen der so erworbene Reich tbum sick wieder die nötbiaen Merk 1 ' 0 r , a 1 v . . r tUQt schaffen. Uttd büS ist j spiklend leicht. Warum sollten in einer Zeit, in welcher ohne großes Kapital die Führung eines eigenen Geschäftes kaum mehr möglich ist, in welcher der Kleinbetrieb durch den Großbetrieb, I daS Kleinkavital durci daS Grokkavi tai. täglich mehr an die Wand gedrückt wird, in der eS Ueberfluß an physischer und geistiger Arbeitskraft, und daher zahllose problematische Ekistenzen gikvl, nq nicji cn0)cn nuvrn, oeren Ehre und deren Gewissen käuflich find? In der That, man kann sagen, daß die Käuflichkeit Regel, die unverrück bare Ehrlichkeit und Prinzipienseftig keit Ausnahme ist. Kann sich daS ändern, so lange die wirthschaftliche Organisation bleibt. wie sie ist 7 Nein l So lange daS leitende wirthschaftliche Prinzip daS des Kapitalismus mit Profil- Divi denden- und Rentenjagd ist, wird eS nicht besser, sondern schlimmer werden. Wetterbericht. Schönes Wetter heute Nacht; wärmer und wolkig mit Regenschauern am Donnerstag Nachmittag. Höchste Tem peratur innerhalb der letzten 24 OtunI k m l t.W u2VI.n. ei 1v VfU IV xDlIAVf Hlt-HgUC V V(dt

ArOillchrM.

Inland. Der Z u ckerz oll. Washington, 8. 3uni. Der republikanische CaucuS, welcher heute abgehalten wurde, beschloß für alle Zölle, welche die Tarisbill vorschreibt, einmüthig zusammen zu stehen. DaS Finanz-Sommite wurde inftruirt, einen neuen Zuckerzoll zu berichten. Der neue Zoll, welcher von den Republikanern empfohlen werden wird, ist sol gender Zucker über 16 holländischen Stan. dard in Farbe, Tank bottomS, Rohrsyrup, Melada, Molasse, nicht über 7S Grade, lc per. Pfund und für jeden weiteren Grad 3 -100c mehr für daS Pfund. Zucker über 16 holländischen Standard und aller rasfinirter Zucker 1 95-100c per Pfund; MolasseS über 40 Grade und nicht über 66 Grade, 3c per Gallone; MolasseS 66 Grade un, darüber, 3c per Gallone. Jede Art Zucker, welche daS Produkt von Ländern ist, die Exportprämien auf Zucker bezahlen, sollen bei Einfuhr mit einem weiteren Zoll in Höhe der bezahlten Prämien belastet sein. Feuerwerk-Explosion. E h i c a g o, 8. 3uni. Ein Zündholz, welches in der an der Ecke der Van Buren und Halftead Straße geegenen Feuerwerkfabrik von M. Shure sorglos fallen gelassen worden war, verursachte heute Abend wenige Minuten nach sechs Uhr eine furchtbare Ezplofion. Viele der Arbeiter waren zum Glück kurz vorher ach Hause gegangen, sonst wurde der Verlust an Menschenleben ein sehr großer gewesen ein. Dennoch aber Kurde eine Anzahl von Arbeitern schlimm' verletzt und trafen fliegende Raketen und Leuchtkugeln auch mehrere Personen, welche in Straßenbahnwaggons oder auf dem Seitenwege der Straße vorbeipafsirten. Die Gewalt der Ezplofton war so groß, daß nahezu alle Fenster in dem Straßengevierte zerstört und das Shure Gebäude, welches ein vierstöckigeö HauS ist, stark beschädigt wurde. DaS HauS stand sofort nach der Esplofion vom Keller bis zum Dache in Flammen. Shure erleidet einen großen Verlust, der auf 160,000 abgechätzt ist. Ein Mann, der auf der Straße 400 SardS weit von der Brandstätte in ein Ladenfevster schaute, wurde von einer Rakete im Rücken g troffen und siel besinnungslos zu Boden. Er wurde nach einem Hospital gebracht, bevor man seinen Namen erfahren konnte. Die meisten der Verletzte werden in wenigen Tagen wieder im Stande sein, arbeiten zu können. m ,, m Ausland. Der Sprach streit in Oefterreich. Berlin, 8 Juni. Wie aus Wien gemeldet wird, ist Kaiser Franz Joseph einer Rücknahme der Svraöverordnung für Mähren und Böhmen, um welche in verschiedenen deutschen Protesten gebeten worden iS, durchaus abgeneigt. Er wünscht indeß, baß durch eine Revision der Regierungsverfügung ein möglicher Ausgleich zwischen Deutschen und Ezechen erzielt wird. Vielleicht wird der Juftizminifter, Gras GleiSbach, welcher sich durch einen Angriff gegen die deutschen graetionea die Abneigung dieser in hervorragendem Maße zugezogen hat, zurücktreten. Das soll dann das Opfer sein, mit welchem man die Deutschen besänftigen will. Blitzschlag und Explosion. München, 8. Zuni. Der Blitz schlug heute in ine, drei Meilen von Rosenheim gelegene Pulverfabrik und 11,000 Pfund Schießpulver explodirten. Thüren an Häusern und Kirchen, ungefähr anderthalb Meilen von Ro senheim wurden aus den Angeln ge rissen, große Bäume wurden mit den Wurzeln aus der Erte gerissen und 11 Häuser wurden beschädigt. Trotz der furchtbaren Gewalt der Explosion gingen keine Menschenleben verloren. IIIH Siegreichbeendeter Streik. Wien, 8. Zuni. Der Streik der Ktrak-babnana?stkllt?. ntlFitr fiA ..r-'-"--7'. D-r--..-, "-7- l"Tl auf alle Linien dieser Stadt erstreckte,

wurde hexte geschlichtet. Die 5ompag.

nien machten den Streiker große Zu geständnisse. , Die Einmauerungs Fana tiker. St. Peter bürg, 8. JunK Eine Untersuchung der Euimaueruvg Tragödie in der NaSzkolaiki-Sekte zu Tirnoska bei TitaSpol in Süd-Nuß land, ergiebt, daß Fedor. Kovaloff, welcher seine grau und mehrere andere Familien - Angehörige, sowie ein Dutzend sonstige Mitglieder der Sekte eingemauert bat, nach wie vor der m . Ueberzeugung lebt, daß er ein gottgefälliges Werk gethan, indem erdie Seele der Betreffende gerettet chat, welche man zum orthodoxen kitus zwingen wollte.. i gedor Kovaloff hatte eine lZöne Priesterin zur Seite, die Wittwe Vera Makavegera, mit dem Ordenns,men Schwester Bitalia"; diese, welche-sich mit einmauern ließ, war die Anstifteein der Sache. Letzte Zahr, als der Census aufgenommen wurde,, estimmte sie die Mitglieder der Sffte der Behörde die Personalien-Angajen zu verweigern, weil sie, die SeZte, demnächst vor Gott zu erscheinen We. Die Polizei arretirte die ganze Gesellschaft, ließ sie aber wieder laufen, hl sie sah, daß sich die Leute todtsägen wollten. ? ' Die Regierung wird den Mot ßowaloff nicht prozessiern, sondern itt Irrsinnigen" in ei Kloster verbannen, obscho er, außer jene? sinn SeelenheilS"-3dee, keine Spuren von Verrücktheit zeigt. '. 'I Die türkisch.griechische An gelegenheit. ' 4 London, S. Zuni. Die FriedenjUnterhandlungen scheinen keine großen Fortschritt? z ach? und efittn Abend herrschte in Athen große Unruhe, die durch die scheinbar znverläsfige Behauptung, daß die Unterhandlangen gänzlich zusammenfalle wärden, verursacht war. Die Minister, welche darüber befragt wurden, hatten keine bestimmten Nachrichten offiziellen Charakter und drückten die Hoffnung au, daß der Bericht unbegründet, sei. Au guter Quelle verlautet, daß die Mächte jetzt versuchen, die Türkei zu veranlassen, allgemeine Friedensbedivgungen z unterzeichnen und die Einzelnheitea späteren direkten UnterHandlungen zwischen Griechenland und der Türkei zu überlassen. Diese Nachricht wird in Athen als ein Treubruch der Mächte und AuSlieserung ' Griechenlands an die Onabe des Sultans betrachtet. Kenner der Situation in Athen glauben, daß Griechenland vielleicht noch für seine Existenz z kämpfen haben wird. Es wird schon berichtet, daß die Türken, im Agrapha -Distrikte veiter vorgegangen find, mehrere Dörfer besetzt haben und veiter ans die Stadt Agrapha vorangehen. Griechenland hat bei den Mächten gegen diesen Bruch des Wassenftillftandes proteftirt und Oberst TosanadoS, der Kriegsminister, hat sich nach Lamania begeben. " Premier Ralli, velcher den Griechen in der Stadt New öork den Dank der Regierung für fünf Kanonen übermittelt hat, sagte : Die Regierung vergißt nicht, daß der Waffenstillstand kein Friede und daß eS die Pflicht der Regierung ist, auf alle Fälle vorbereitet zu sein." Es wird behauptet, daß Tevfik Pascha an Samstag in der Sitzung des Minifterrathes erklärte, daß der Scheik-Ul-Zslam ein getva erließ, in welchem er erklärte, haß Errungenschaften, die mit Aufopferung ottomanischen Blutes gemacht, nach den ottomanischen (Zesetzen nicht aufgegeben verden können. Wenn dieses wahr ist, dann wird es große Ueberredungskunft erheischen. den Sultan zu veranlassen, Thessalien zu räumen. Dazu kommt - noch das Gerücht, daß Bulgarien die formelle Forderung gestellt hat, baß Maeedo nie, mit Ausnahme der Provinz Adrianopel, eine selbftregierende Ad miniftration erhalten soll. London, 9. ?s?i. Sine Depesche des Daily Chroniele" von Con ftantinopel sagt, es herrsche das Ot rücht, daß vährend der Sitzung der griedenseonferenz eine stürmische Szene stattfand und daß Deutschland durch Obstruktion die lebhaste Ent rüftung der Naj(-'.:N der OotscZafter hnsussordertt.

Schiffs. Nachritten.

Angekommen in : Antwerpen: enfington" von New Sork. Bremen: Spree" von Nev vork. (Allerlei. In England giebt eö einen weitverbreiteten Volkskalender H Moore's Almanach-. Seine Veliebtheit verdankt er nicht zum Wenig. sten seinen Vrophezeiunaen für das laufende Jahr. . Es ist eine merkwürvige Thatsache, daß Old Moore" das jüngste große Pariser Vrandunglück. trotzdem dev Kalender schon im von gen Jahre herausgegeben worden ist. Aiemncy genau voryergeagk hat. Die Prophezeiung lautet wörtlich: .Fast mit Sicherheit werden wir in den letzten Tagen deS April eine Nachricht von einem furchtbaren Feuer in Paris hören, welches viele Menschenopfer derschlingen wird, während eine Schaar Banditen unter den Trümmern Beute zu machen suchen wird." Den Tod deS Herzogs von Clarence hat Old Moore" auf den Tag vorausgesagt. Der Untergang der .Victoria" stand deutlich vorausgesagt in seinem Kalevder, nur irrte sich der Alte um eine Woche, öld Moore" verachtet den Sxirtu 115 n u besitz' cber p.ach sein ? Aussage Eingebungen, welche ev sich selbst nicht zu erklären weiß. AlS vor 36 'Jahren die KriegSfurie in unserem Lande wüthete, wohnte unweit von BlackSburg, Fork County. S. C., ein junger, strammer Farmer Namens John Starns, auf den eS die Recrutirungsofficiere abgesehen hatten. John aber fühlte nicht daS Zeug zu einem Kviegshelden in sich und naym ReißauS in die Wälder, nachdem, er sich mit einem Schießprü gl sowie Munition versehen hatte. Da er die Schlupfwinkel im WaldeZdicklcht besser kannte, als die Soldaten, kennten letztere ihn nicht erwischen und derFlüchtling lebtein einer elenden Hütte schlecht und recht von Jagd und Fischfang. ' Der. Krieg erreichte sein Ende, allein StarnS blieb in dev Wal. deSeinsamkeit, da er an dem ungetan denen Leben Gefallen gefunden hatte. und noch heute haust er in seiner elrn den Hütte, in welcher Nicht emmal ein Ofen zu finden ist. Seine Verwand ten haben ihm zu wiederholten Malen die Mittel zu einem komfortablen Leben angeboten, allein Starns will von derartigen Offerten nichts wissen. In der ganzen Gegend heißt er der .wilde . tf äi U 1 , Z0YN Viarns , zv aozx txuaxi, .niaji so verdamm! wild zu sein, wie gemein, hm angenommen wird . Die reiche Serie ärgernißerregender Skandale in der Kirche deS hl. Grabes zu Jerusalem ist wieder um ein Capitel vermehrt worden. Diesmal sind eS. wieder die schismatischen Griechen, die den Streit anfachten. Die Franziskaner hatten eine große Orgel von der Firma Rieger in Jagerndorf zum Geschenk erhalten und wollten das neue Werk tn der Grabkirche auf einer ihnen gehörigen Galerie, ausbauen. Die eifersüchtigen Griechen hoben, beim Pascha Klage wegen Verletzung deS Status quo. Der friedliebende Gouverneur wieö die Klage ab und beauftragte den Orgelbauer, unbekümmert fortzuarbeiten. Nun appellirten die ergrimmten Grie. chen nach Stambul. während gleichzeitia der französische Consul seinen Bot. schafter inConstantinopel mit Jnstructtonen im Sinne der Franziskaner versah. Der Orgelbauer wurde von den Griechen gröblich insultirt und mußte' durch einen Kawassen des Lster-reichisch-ungariscyen Consulats geschützt. 'werden. Das sind Beispiele christlicher Liebe,, und Eintracht, die ans die Türken einen wahrhaft erhebenden Eindruck machen müssen! E S i st z w a r e i n e a l t e Geschichte; aber ihr eigenartiger Schluß macht sie mittheilenswerth. Er war sehr reich und sie sehr arm, und Beide liebten sich inmg; aber die reichen Ellern wollten das arme Mädchen nicht zur Schwiegertochter haben. Dolores Serra heißt die Unglückliche und die Geschichte spielt in Nules (Provinz Castellon). Um dennoch ihren Wunsch verwirklichen zu können, spielte DoloreS mit ihren ersparten neun Pesetas in der 5!otterie. in der Hoffnung, daß das Glück ihr hold sein würde. Ihre Erwartung sollte sich erfüllen; denn auf ihre Nummer siel die höchste Prämie. ' Voll Freude eilte sie zu den El. lern ihres Liebsten, um diesen ihr glücklich Geschick mitzutheilen. Aber zur selben Zeit kam ein Bote in daö Elternhaus mit der Nachricht, daß der Sohn vom Pferde gestürmt sei und sich in der Nähe deS Dorfes m einem sehr bedenklichen Zustande befinde. Die Eltern und die Braut eilten nach der betreffenden Stelle, um einen Todten zl5finden. In ihrer Verzweiflung zerriß Doloreö die Lotteriebillette mit den Worten.'daß sie da Geld jetzt nicht mehr brauche.- Nur mit Mühe könnten sie wieder zusammengestellt werden. Die Trauer um den geliebten Todten hat die arme Dolores so beeinflußt, daß sie in diesen Tagen in ein llyptt treten ist. . ...

Herzkrankheit geheilt.

JMftftttt ein wohlbekannter Prediger ach jahn iZ ngem een an Herzkrankheit, geheilt wird. tnrnrnt tl nnl nicht kmnoer. fcaft er diese lhatsacht zum Nutzen anderer bekannt mackt. brw. 51. Emith. 1045 Futton Str., Zvitimore. Md., schreibt unZ: .Jahrelang litt ich an eine, heftigen Herzkrank, heit. Ich gebrauchte Dr, ZRütT New Nrt Cure und mein Her, ist jetzt in bester Ordnnva. RüxiliA wurde ich von andern ravkHeitm heimgesucht. Ich rerspnrte ein Summen, cm schmerzhafte! Gefühl an meinem Ober und Hinterkops. Wenn ich snnfzeh Or. Aliles' Miauten lal wnrdt ich schier . r,.m wild; tu meinen eine ver. neari uure ,,4, i ,.. .v Rcstores Lücke, so daß ich nicht stille fitzen konnte. Ja dies ver haltnMen besorate ich mir und Health.... gebrauchte Dr. Milel' etrtlv evl, und die Folge waren wunderbar. Ich emVfedl, Sbu MUtel allen Leidenden. Dr. Miler Kralli wirk, ton Äfft hnf. unter gewisser arantte verkaust, örrkt die erste Flasche gar keine Besserung, so wird daß Seid urück erstattet. Deutsche Buch mit Beschreibung bei Her ln " aufvtn wno anj vgen rrn luge chlckt. DR. MILE3 MEDICAL 00H Elkhut, Ind. hiesige Claude 2. Mattherzb ur.it gestern in Muneie auf die Anklage der Fälschung verhaftet. Er hat Checks auf die A. Metzger Agentur gefälscht Mucbo'S- Ciaarrenlaben beiindet ZiS in No. 199 OS Washington Otr Der Souvernör parolirte gestern Wm. R. Smith, der 1695 in Pikr Co. wegen eines mörderischen Angriffs zu drei Jahren Zuchthaus verurtheilt wurde und begnadigte Martha B. Hickman, die in Muneie ein KosthauS führte und gestohlene Waaren entgegen nahm. Ihr Straf termin war ein Jahr. ' Leiden Sie an Veritovfuna oder Unverdaulickkeit. nebmen Sie Cag. caret Candy Cathartic Heilung go rantirt, 10 und 25 Cents. DaS Cxekutivkomite der Indianapolis Conzert Association beschloß gestern ein Zwanzigerkomite zu ernennen, um weitere fünfzig Mitglieder zu erlangen. Etwa fünfzig Geschäftsleute find der Vereinigung schon beigetreten. Der Beitrag ist tzlö und bei hundertMitgliedern ist derGesammtbeitrug $1500, wofür wöchent lich drei Freikonzerte gegeben werden sollen. Es lohnt sich. Sood'S Garsaparilla zu gebrauchen. Sei reinem Blut braucht Ihr keine Angst zu haben vor Grippe, Lungenentzündung, Diphteritiö oder gieber. yvvv V ri4(.t IUV WM VIU UUV))t' suchteften Pflanzen sorgfältigst zubereitet. Ärt rtX'Ä QTTTM fi.k t.. Kam O M Der Mann, welcher sich geftern in MoranS Hotel erschoß, hieß Iameö A. Richardson und wohnte in Greensield bei seinem Schwiegersohn W. W. Webb. Seine zwei Söhne, welche einen Buchladen in Mattoon haben, nahmen die Leiche mit dorthin zur Beerdigung. Sein Schwiegersöhn, welcher ebenfalls von Greensield hierher kam, ist der Ansicht, daß Richardfon geistesgestört war. Der New York Store. (Ctablirt 1853.) Agenten für Butterlcks Muster. Grenadine Moire... ein ausgezeichnetes wasch bares Fabrikat für Blousen etc die 2z (yualität für "2ic die Aaid. Qestzang. t 'Jl s

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