Indiana Tribüne, Volume 20, Number 259, Indianapolis, Marion County, 6 June 1897 — Page 9

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Inviana Trwkne,

Ellaae. Jenenstr und Sichtenhainer Ztter Von D. L. O. Brandt. Wer innert sich nicht der Scene in Hanne-Nüte". in der der alte, weißhaarige Pastor bei der Erinnerung an Jena und seine Jugendzeit alle Amtswürde veraibt. mit einer Bohnenstange Terzen und Quarten wie vor alter Zeit schlägt und dem in die goldene Frne ziehenden Jüngling zu aln Abmahnungen vor dem tollen SauZ und Braus das Schlußwort nachruft: Min Sähn, ich würde doch nach Jena gehen!" Und so schlagen heute noch bei dem Worte Jena" tausend Kerzen Köher. die Tage seliger Burschenschaft tauchen aus, die Augen blitzen in der Erinnerung an manchen Schelmenstreich, und waren sie auch etwas wild, die Jenenser Semester, missen möchte sie doch keiner. Jena ist die deutsche Hochschule, die sich vielleicht am allermeisten ursprüngliches Leben bewahrt hat, trotz aller Eisenbahnen; der Strom modern-blasirten Lebens kann sich nicht so ungehindert durch die engen Pforten des aattya les mit seinen weißleuchtenden Kalk felsen ergießen, und zu den Eigentbümlickkeiten Jenas gehört auch das Weinbier. Licktenbainer heißt es im Export, in Jena sagt man schlankweg Weißbier, denn nur besonders ausgepichte Kehlen und feingeübte Zungen können unterscheiden, ob der kühle Trank aus Lichtenhain, Ziegenhain, Wöllnitz oder Ammerbach stammt. Es sind alles Namen von gutem Klang und waren es besonders zu der Zeit, als fast in jedem eine filia liospitalis die jugendlichen Herzen höher schlagen und die Kehlen horribile dictu schneller trocken machte. Datz oas Weißbier seinem Namen Ehre machte, kann man nicht behaupten, denn von jungfräulicher Weißheit, von goldiger , f , n . r. . Nlaryeii i leine pur: uu, öiuu aelb flieht es in die Kanne, der Geschmack ist rauchig, der Schaum aber sahnig und köstlich milchweiß. Uno seiner wenia einladenden Farbe wegen versteckt tl sich auch in wohlgepichter Holzkanne, die die Thurmger gar z:?r. lich mit farbigen Hölzern auslegen. Ehedem ein Kind der Scholle und nur denen bekannt, die es in der Helmaty geprobt hatten, nahm es die wanderlustige Studentenschaft mit nach Osten und Westen, Norden und Süden, und so kennt heute zum mindesten jeder civis acadcrnicus das Lichtenhainer. Und so war 5 denn kein übler Ge danke von Tr. Horst Hosfmann. seine Geschichte zu schreiben, zudem es gar keine gewohnliche Biergeschichte hat, sondern zu den Auserwählten zählt, deren Schicksale len national-Lkono-mischen Gourmands mit Wohlbehagen verfolgt werden. Nicht immer war Jena die Stadt des Gerstensaftes; vom 13. bis 16. Jahrhundert baute man an den Han gen des Saalthales Wein, und dieser muß bedeutend besser gewesen sein. als der Kieo" und Krollo", der heute von der Unstrut stammend, dem dur stigen Studio die Löcher .in den Strümpfen zusammenzieht. Jena und die umliegenden Ortschaften lebten vom Weinhandel und der Wemaus fuhr. Nicht dreißig Bürger gibt es, besagt eine Eingabe des Magistrats aus dem Jahre 1553, die soviel Arth land hätten, um für ihre Haushaltung d:e Jahrkost zu bauen. Die übrigen müssen, was sie aus der Bearbeitung der Weinberge lösen, für von außen eingeführtes Getreide abgeben." Eine andere chronikalische Notiz aus dem Jahre 1672 besagt: Weinberge sind umb Jena weiland so gemein gewesen, das man darüber des Akkerbaus dergessen hat. Bor 72 Jahren ist auf dem Wege aus Jena nach Lichtenhagen kein einziger Ahrakker, sondern eitel Weinwachs zu sehen gewesen Die besten Weinberge aber besaßen seit dem 14. Jahrhundert die drei Jenenser Klöster. Also Jena, mitten in dem ackerbaugesegneten Thüringen, eine weinausführende und getreideeinführende Stadt! Bier wurde zwar für das ört. liche Bedürfniß auch gebraut, aber alles trank mit Vorliebe Wein, der auch für das bessere Getränk galt, denn in der Dienstanweisung für einen Prediger des Michaelisklosters in Jena heißt es, daß jeder Probst, so er den Fleiß und Gehorsam des Predigers erkennt, ihm alle 5lagc, da er geprediget hat, zu mittag über Tisch ein Viertel Weins schicken solle; wenn das Kloster aber keinen eiqenen Wein im Keller habe, wegen Abfalls", solle sich der Prediger am Biere begnügen lassen. Allmählich jeoocy gingen der Weinhandel und damit der Weinbau zurück. 1558 klagt der Ratb der Stadt bei den Fürsien darüber, daß der Weinbau weniger lohne, da Städte wie Eisleben, Querurt, Mannsfeld und andere, die sonst Wein von Jena bezogen, nun selbst inen stattlichen Weinwachs hätten und auch zum Verkauf kelterten. Die Hauptursach. weshalb dasBier von nun an zu seinem Rechte kommt, ist die Gründung der Universität. Seitdem 1543 die ersten Studenten, meist biergewohnte Norddeutsche, in Jena einzogen .schreibt Dr. Hoff, mann, wurden weit größere Anforderungen an die Brauthätigkeit gestellt. Die Biernachfrage wuchs, proportional der schnell steigendeZahl der Immatrikulationen, von Jahr zu Jahr und konnte in der ersten Zeit, oftmals nicht befriedigt werden' Im ersten Jahre des Bestehens der Universität, in dem 171 Schüler eingeschrieben wurden-, braute man insgesammt 9600 Eimer Bier. Die Stu-

denten hatte 1566 schon dtt Zahl 1000 erreicht; in der zweiten Hälfte des dreißigjährigen Krieges sinkt sie bis auf etwa 400. steigt aber in der Mitte des 17. Jahrhunderts wieder auf 2000 und hielt sich auf dieser Höhe; in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts sind zeitweilig 3000 Studenten gleichzeitig immatrikulirt. Seit dem siebenjährigen Kriege nimmt die Frequenz zwar stark ab; 1770 etwa sind noch 500 Studenten in Jena; 17901800 ca. 900; 1819 sinkt die Anzahl wiederum infolge der Studentenverfolgungen. so daß sie 1830 bis 1860 bis auf 350 450 zurückgegangen ist. Immer aber ist es der Brauer, der dieSchwankungen in der Anzahl am empfindlichsten merkt. Von Anfang an haben die Studenten am liebsten das Dorfbier getrunken. den Dorfteusel", da das Stadtbier. in derStudentensprache Klatsch" genannt, zeitweilig, z. B. Ende des 17. Jahrhunderts, so schlecht war, daß man die Abneigung begreiflich findet. Besonders beliebt war das Eospedaer Bier, wegen seines reichen Malzgehaltes mit dem Namen Menschenfettbelegt. Anfangs des 18. Jahrhunderts kamen wöchentlich gegen 1000 Eimer Dorfbier in die Stadt. Um 1800 werden jährlich 3040.000 Eimer Vier verschenkt; heute beträgt der Gesammtconsum 38.000 Hektoliter. Besonders scheinen die Jahre 1847 49 auf den Durst in Jena gewirkt zu haben, - denn eine einzige städtische Brauerei braute in diesen Jahren 3866. 4035 und 4512 Hektoliter, gegen 2906 im Jahre 1785 und 2941 im Jahre 1863. Wie unglaublich groß der Konsum in früheren Jahren gewesen fein muß. erhellt aus der Angabe, daß um 1800 auf den Kopf der Je-

nenser Einwohnerschaft 411 LiterBier im Jahre kamen, wahrend 1893 nur noch 225 Liter auf den Kopf entfallen und der Gesammtbierconsum in Deutschland nach einer Berechnung vom Jahre 1883 100 Liter pro Kopf betragt. Das wirthschaftsgeschichtlich Jnter essanteste an der Entwickelung in Jena ist, daß sich mit der Gründung der Universität, das Braugewerbe unter einer urwüchsigen, schwerfälligen genossenschastlichen Organisation hob in Stadt und Land, also zu einer Zeit, wo es in Nord- und Mitteldeutschland fast gänzlich in Verfall gerathen war und daß, wahrend es -fast überall umgekehrt gewesen ist, die ländlichen Brauereien hier den städtischen bis beinahe auf den heutigen Tag eine fast vernichtende Eoncurrenz bereiteten. Während andernorts in Deutschland das Land noch bis ins 18. Jahrhun dert hinein zur Aufnahme städtischen Gebräus gezwungen wurde, brauten die Dörfer um Jena fchon feit 1543 fast alle für den Handel, schenkten selbst Bier in Wirthschaften und führ ten eS nach Jena ein. Auch der Kunst des Bierbrauens waren zunächst die Mönche kundig, deren Beispiel in der Bürgerschaft aber eben erst von dem Augenblicke an nachgeahmt wurde, da die Studenten eingezogen waren. Der Bierverbrauch der Professoren und Studenten wurde zunächst durch allerlei landesherrliche Privilegien geschützt, die sich z. B. bis auf den heutigen Tag erhalten haben Das im Eonvicte verschenkte Bier war vom Zehnten befreit; die Professoren dürfen fremde Biere einlegen und an Universitäts - Mitglieder abgeben; 1558 wurde den Universitätslehrern gestattet, im Brauhause des ehemallgen Paulinerklosters sovielBier steuerfrei zu brauen, als für ihren Hausbedarf und ihre Tischgenossen gebraucht wurde. Und infolgedessen sagt Dr. Hoffmann, übten viele Professoren das Schankgewerbe im großen Stile aus. zumal es vielfach üblich war. daß die ProsessorenStudenten in Kost und Logis nahmen . Diese Zustande fuhrten bald dahin, daß die sächsische Regierung gegen das Zutrinken und Vollsaufen" einschreiten mußte und man späterhin. Anfangs des 18.Jahr Hunderts die Credite festsetzte, die den Studenten von den Wirthen gewährt werden durften. Die Tischwirthe sollten bis zu 10 Reichsthalern, die Kellerwlrthe bis zu 5 Gulden Bier credi tiren; auf den Dorfschenken und den Mühlen durfte überhaupt nicht gepumpt" werden. Ursprünglich (nach den Jenenser Statuten von 1404) war die Brauund Schankberechtigung abhängig von der Steuerzahlung des Bürgers und seiner Wehrhaftigkeit. Für das Recht, ein Mindestquantum brauen zu dürfen. mußten 10 Schillinge Geschoß, ein Schilling Wachegeld zur Bestreitung des städtischen Wachdienstes bezahlt werden und der Bürger mußte den Besitz einer genau vorgeschriebenen kriegerischen Ausrüstung nachweisen: vnde der sal habin syn harnaschs eyn drabe aeswerrn. roi ist erin sove. etrn A Mother's Darling. Sjnipathy is best shown when prao tlcally applied. Therefore, when your baby U sussering frorü summer com. plaint, diarrhcea, or dysentery, shovr practip al eyrapathy by giving him Dr. John W. Bull'8 Baby Symp. Mrs. R. II. Chappell, Ilomeville, VaM is very emphatic in her commendation of thia wonderful remedy. She says: "I think thcre is no mcdicine liko Dr, Bull'a Baby Syrup sor bables. I would as Eoon think of raising them without bread to eat, as to dispense with Bull's Baby Syrup for them." This efficacious remedy is indispensable to mothers; it is sold by all dealers for only 25 cents a bottle. Take no other preparation, but buy DrJohn W.BulPs Baby Syrup; nothing eise can tako its place. stu Haben bei: Ins. D. Gauld, 201 Jndiana llve. I. 3. Ört; an, JUinvls 4 Jackson teure.

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vanczir. ihn koUir, eynen eisenhut, czwene blechhanczken. eyn swert adir eynen spiez.- 1537 haben sich die Berechtigungsverhältnisse schon wesentlich verschoben. Das Braurecht ist jetzt in der Stadt sowohl als aus den Dör fern an den HauSbesitz gebunden und der Magistrat von Jena setzte je nach dem Ausfall der Weinernte, das jährlich zu brauende Bierquantum fest. Einestheils war also die Forderung der Wehrlxlftigkeit gegen die Förderung des Jmmobilbesitzes zurückgetreten (der Harnisch mute aber immer noch vorhanden sein), anderntheils strebte m'n eine künstliche Negulirung Zwischen Wein- und Bierconsum an." Die Brauverhältniffe waren schon in gewisser Weise geregelt, die Malzmengen vorgeschrieben, die technischen Einrichtunaen überwacht. Es wurde von den Bürgern entweder im eigenen Hause oder in einem der zwei städtischen Brauhäuser gebraut. Auch' der Malzhandel war durch Einrichtung ciner städtischen Brauerei monopolisirt. In der ersten Hälfte des 18. JahrHunderts nahm, wie wir gesehen, der Besuch der Universität stark zu, aber in demselben Maße fast wurde das Bier schlechter und die Einfuhr der Dorfbrauereien größer. o oaft der Biersteuerertrag von Jena um 4 5000 Thaler zurückging und die Ne aierung begreiflicherweise alle An strengungen machte, dem Uebel zu steu ern. Man verbot den Städtern, auf die Dörfer zum BZertrinken zu gehen, und belegte die Dorfeinsuhr mit einem Passiergeld von 2 Groschen sur denEl mer, wogegen aber die Bürgerschaft selbst protestirte, ein Beweis, wie unentbehrlich schon diese Einfuhr für den Jenenser Consum geworden war. DasDorsbier wurde übrigens zu dem selben Preise verkauft, wie dasStadt bier; man forderte 1709 für daS Maß einfaches Bier 3 Pfennige, für Doppelbier 4 Pfennige. 1793 war der Preis um einen Pfennig gestiegen und 1805 abermals. Der Anfangs ganz aenossenschaftli che Charakter der Braugemeinschaft in Jena wurde im Laufe der Zeit und vor Allem, als die Stadtordnung An sangs oes lv. Jahrhunderts emer Aenderung unterworfen wurde, verwischt; die Stadtverwaltung erlangte einen größeren Einfluß, zumal sie ja auch die neuen Brauhauser, Malzhau ser. Darrgebäude u. s. f. angelegt hatte. Die Benutzung dieser Elnrich tung wurde durch das Loos geregelt, und dem Relhebrauen entsprach auch da Relheschenken. Die Stadtverwal tung ließ das Brauwesen durch einen von ihr gewählten Brauherrn beauf sichtigen und die Braugemeinschaft wählte auch ihrerseits einen Brau Herrn", den kaufmännischen Leiter der Genossenschaft. Für den technischen Betrieb sollte man einen Braumeister an. Zu zedem Gedräude sollten 12 Je naische Sckeffel Malz. 3 Scheffel Hop fen und 1 Klafter Holz verwandt und aus jedem Scheffel Malz mindestens 4 Eimer Bier herqestellt werden. Die Bezahlung der Beamten erfolgte nach der Anzahl der Gebräude. Der Mül ler erhielt für ein Gebräude 8 Gro schenk der Darrmeister 1 Reichsthaler, worin die Berpslegungsgelder emge schlössen waren, der Braumeister und die Knechte 21 Gr. Lohn, 16 Groschen für Verpflegung. 1 Groschen für Licht und 3 Groschen für das Abfüllen, zusammen 1 Reichsthaler 17 Gr. Der Brauhrr durfte jährlich 2. die Viertelmeister zusammen 4 Gebraude pfan nengeldfrei brauen. Neben den beiden Braugenossenschasten bestand die aka demische Brauerei, für die Professoren, k.1 - t m"i .. w v. vie umociinai tioi uno iyre Beamten, wo das Brauwesen ähnlich wie dort gehandhabt wurde. Der Besuch der Universität ging &r4 wie schon bemerkt, seit dem siebenjährigen Kriege Itark zurück und tn gleicher Weise der Bierconsum. der zudem zu 77 Procent vom Dorfbiere bestritten wurde, und so hatte trotz vielfacher Veränderungen der Brauordnungen das Gewerbe doch ijti c ; . t . r - c i ma)i oic ocuen Heuen, uno vie allen Zeiten kamen auch nicht wieder, denn der Kaffee und Branntwein machten dem Biere das Leben sauer, sonst konnte die Aerbrauchszlsser des Bieres pro Kopf nicht von 411 Liter im Jahre 1785 aus 162 Liter im Jahre 1863 aefunken sein. Einen kurzen Aufschwung nahm das Jenenser Brauwesen allerdings nochmals Anfangs des 19. Jahrhunderts, wo es gelana. die Ein fuhr stark zurückzudrängen, es verlor aber immer mehr von seiner genossenschastlichenSelbststandigkelt und wur de Verwaltungssache des Stadtrathes. Die genoz'enschastllche Organisation war außerdem, zumal in der Hand ei ner Behörde, nicht der freien Unternehmung gewachsen und so wurden denn die finanziellen Verhältnisse der Braugemeinschaft, soviel man auch an ihrer Verfassung laborirte. immer schlechter, bis endlich 1881 die Ablösung der alten Rechte erfolgen konnte und nun die städtische Brauerei zwar immer noch Eigenthum der Stadt ist und von ihr verwaltet wird, aber doch nach rein kaufmännischen Grundsätzen und mit Hilfe der neuesten Erfahrungen der Technik, und diese Ablösung hat mit einem Schlage die Unternehmung rentabel gemacht. Das Brauen des sogenannten Lichtenhainer Bieres in den Dörfern der Umgegend Jenas stellt, wie schon erwähnt, ein Monopol dar. Das Bier ist ein obergäriges Weißbier, das dem Rauthmalze zum Theil seinen eigenartigen Geschmack verdankt, zum andern und größten aber dem Wasser. das dem Quellhorizonte zwischen dem Muschelkalk und dem Buntsandstein entströmt. All; Versuche, anderswo, auch in der Stadt Jen'a selbst. Weißbier zu brauen, sind mißlungen. Die Art deö Brauenö ist ursprünglich of fenbar primitiv gewesen. Die Bauern brauten in ibren Käufern den HauZ-

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trunk .'ind kleine Mengen 'für den Aösatz in nächster Nähe. U.m 1725 wurde die Abschaffung des, Kesselbrauens und die Anlage von Brauhäusern und . ' ' arryaui.-.rn angeordnet. Da die Tranksteuttn ctnc sehr ergiebiqe Finanzquelle waren, wie man nach den mitgetheilten Oufmien bemessen kann, die ehedem in Jen a verbraucht wurden. o luiic man na lurllch zu verhindern. oan vie urger und auch die Bauern ihren Durst an. Orten löschten, wo Steueruntersch'.eif getrieben werden konnte, oder die außerhalb derLandesgrenze lagen, nnd statuirte schon Mitte des 14. Jahrhunderts ein Bannrecht,' ohne es allerdings in voller Scharfe auszubilden. Die Städter sollten kein m I -. , . r r 1 . c . iv lei vvii uui.en ovlen ooer zum .rlnken aus der Stadt gehen mit einigen Ausnahmen für vier Dörfer. Wer in den gebannten Dörfern geschäftlich zu thun hatte, sollte dort einen Trank wohl nehmen dürfen, aber tx war gebalten, vorher oder nachher dem Bür germeisterAnzeige zu machen und seine Entschuldigungsgründe vorzubringen. Die Eonzentranon des Braugewerbes in Brauhäusern geschah aus dem Grunde, um die gebrauten Quanten und ihren Verbleib besser controlliren zu können und dem Winkelkneipew Unwesen" zu steuern, denn die Winkelkneipen waren nicht privilcgirt und hinterzogen die Steuer. Das Quantum des jährlichen Ge bräus contingentirte jede Gemeinde für sich. Ueber die Gute war nur vor, geschrieben, daß vom Schesfel Malz nicht mehr als drei Eimer Bier gebraut werden sollten. Der Ort. in dem sich eine ländliche Braukommune am frühesten und vollendetsten auöbil dete, war Lichtenhain, wo feit 1570 das Braugewerbe betrieben wurde und wir 1756 60 Brauberechtlgte vorfin. den, deren Gerechtsam?- auf Hausoder Gundbesitz ruhten. 1756 erhielt die Gemeinde eine Brauordnung, die auch hier das Reihebrauen einführte. den technischen Betrieb und dieSteuer Verhältnisse ordnete, sowie die Strafen festsetzte; z. B. sollte daö .Pantschen' damit gesühnt werden, daß die Ge meindeältesten das schlechte Bier auS trinken mußten. Die Braufolge ging einmal unter den durch HauSbesitz. das andere Mal unter den durch Grund besitz Berechtigten um. Die jährlich Produktion deS Ortes betrug 1750 84000 Eimer. Bon den Zustanden des Brauwesens in den übrigen Dorfern wissen wir nur wenig. Bon 1833 an. wo die Thüringischen Staaten dem Zollverein benraten, tnt wickelte sich in Licherchain ein starker Erporthandel, der schon bis Alten bürg und Leipzig Beziehungen suchte, so daß 1848 14.500 Eimer Bier gebraut wurden. Dadurch wurden die Bauern übermüthig und brauten in der Folge immer schlechteres Bier, so daß der Absatz wieder .schnell sank und die Regierung, um ihreSteuer besorgt. eingriff. deren Maßnahmen zwar auch fruchteten, mehr aber noch die Anlage von Schienenwegen im Saalthale, die Lichtenhain. Ziegenhain und Wöllnitz zu neuer Blüthe brachte. Heute ertreckt ich die Aussuhr des .Lichten hainer über ganz Deutschland und 1894 wurden tn den drei Orten 14.595 Hektoliter Bier gebraut. Die alte Brauverfassung auf genossenschaftlicher Basis ist in ihren Grundzügen auch heute noch gültig und hat trotz ih rer großen Mängel, vor allem was die kaufmännische Behandlung anlangt, die in der Hand der Gemeindevorsteher liegt, dank der Monopolstellunq des Produktes die Eoncurrenzstürme der freie?. Unternehmung bisher noch nicht qefuhlt. Allerdings gibt es schon in Lichtenhain. Wöllnitz und Aiegenhain private Trauereien, und eS ist abzuse ken. daß auch diese Neste alter Wirth schaftsverhältnisse dem , modernenGeist u:i::r.:ezen rccroen. Äpothekerslilage. O alte Pillenherrlichkeit. . Wohin bist du entschwunden? Nie kehrst du wieder, goldne Zeit Der pulver-gläubigen Kunden. Vergebens spähe ick umher. Rezept für Tropfen gibt's nicht mehr: V tenim, Serum, Serum, 0 quai mutatio rerum! Den Fliederthee bedeckt der Staub, Lakritzen werden trocken. Die Salbe ward des Rostes Raub, Das Oel fing an zu stocken. Vergessen ist 'das Terpentin, Salmiak und Eisen und Chinin; 0 Serum, Serum, Serum, 0 quae mutatio rerum! Wo sind sie, die vom Salicyl Nicht wankten und nicht wichen. Die gurgelten nach altem Stil Und sich mit Jod bestrichen? Die Aether sich gelegt auf's Haupt Und an Rhabarber noch geglaubt? O Serum, Serum, Serum, O quae mutatio rerum! Da spricht mit finstrem Amtsgesicht Der Doktor heute trocken: Mit Höllenstein kurirt man nicht. Ob Diphtherie, ob Pocken, Ob Schnupfen, ob Delirium: Es gibt nur ein Spezifikum": O Serum, Serum, Serum, O quae mutatio rerum! Allein der Apotheker kann Vom Serum nicht bestehen. Je mehr es schlägt bei Anderen an. Wird's ihm an's Leben gehen. Die Andern macht's vielleicht gesund. Ihn selber richtet es zu Grund; 0 ierurn, jerurn, jerum, Wo bleibt der nerrns rerum?! Erklärt. Hausarzt: Sit behandeln mich auffallend schlecht in letzter Zelt, gnadige Frau?- Haus srau: Das beruht auf Gegenseitlgkeit. Herr Doctor.-

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