Indiana Tribüne, Volume 20, Number 259, Indianapolis, Marion County, 6 June 1897 — Page 10

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BON - BONS VERSTOPFUNG. IM ALLEN APOTHEKEN Selvflverg'lfiung des Körpers. Der erste Enthusiasmus,, der die Entdeckungen der jungen Bakteriologie bealeitete, vergaß über dem Studium der ZZorm und der Lebensbedingungen der kleinen Parasiten die Frage, wie denn die Wirkung auf den menschlichen Körper zu Stande komme. Man begnügte sich mit der Thatsache, daß bei den Wundkrankheiten Rose, Starrkrampf. Hospitalbrand , bei den Ironischen und akuten Jnfektionskrankheiten Tuberkulose, Typhus, Diphtherie, Lungenentzündung, Aussah ect. sich regelmäßig bestimmte Bakterien (Spaltpilze) finden wenn ?:an sich eine nähere Entsteh'ungsursache der krankmachenden Wirkung überhaupt vorstellte, so dachte man wesentlich an die mechanischen Folgen der Anwesenheit von so vielen Millionen fremder Körper im Organismus. Es wurde aber bald klar, daß diese Erklärung nicht ausreichte. Es kamen Erscheinungen zur Betrachtung von so blitzschnellem Verlauf, daß sie nur mit den Wirkungen der schwersten Gifte zu vergleichen waren, die das Leben zerstören. Und sehr bald konnte auf der ganzen Linie der Beweis erbracht werden, daß die Kleinpilze echte Giftpilze sind, daß sie schädliche chemische Stoffe absondern, die den Organismus vernichten. Wieder war es ein brachliegendes Grenzgebiet, diesmal das zwischenBioloaie und Chemie, das der Pflug der Naturforschung, ausgehend von dieser Anregung, umzubrechen begann. Und wie immer in solchen Fällen, kamen die neu gewonnenen Erkenntnisse nicht dem Sonderfach allein, zu dessen Bereicheruna sie erarbeitet worden waren, zu ute. sondern sie warfen ein neues Licht auch auf längst scheinbar durchgeackerte Gebiete zurück. Diesmal kamen die Fortschritte der biochemischen Forschung der alten Korngin deS arztlichen Wissens, der inneren Medizin, zu gute. Sie wurde so bereichert, daß beute die Selbstvergiftung des Korvers" das moderne Thema der klinischen Forschung darstellt. Unter Gift versteht die Wissenschaft einen Stoff, der in bestimmter Menge bestimmte Organismen zu schädigen oder zu zerstören geeignet ist, wenn er auf bestimmten Wegen in sie eindringt. Es gibt kein Gift schlechthin. Die unschädlichsten Stoffe können in sehr großen Mengen giftig wirken, z. B. reines Kochsalz auf den Menschen; die furchtbarsten Gifte können in sehr kleinen Mengen ganz unschädlich sein, so die Blausäure im Bittermandelwasser; die furchtbarsten Gifte können ganz unschädlich bleiben, wenn sie auf bestimmten Wegen in den Körper gelangen. So z. B. wirkt Schlangengift nur von Wunden aus. Die Kaffern, die aus dem schrecklichen Gift der Puffotter ein Pfeilaift bereiten, kosten das Gebräu ungefährdet. Um daö alles noch mehr zu verwickeln, kommt hinzu, daß auch noch zwischen den verschiedenen Jndivtduen derselben Art gegen dieselben Mengen giftiger Substanzen große Verschiedenheiten der Giftempfänglichkeit bestehen, die Verschiedenheit der angeborenen und der durch Uebung erworbenen Disposition. Tauben sind z. B. gegen das für Menschen furchtbare Gift der Belladonna, Igel gegen Schlangengift unempfindlich; und was für eine Giftigkeit die Uebung zu geden vermag, weiß jeder Raucher, der mit heiterem Grauen an seine ersten Rauchversuche zurückdenkt. Wir können uns diese gistfeste Disposition erworben oder angeboren nicht anders vorstellen, als daß der Körper sich ggen Schädlichkeiten, die ihn wiederholt trafen, Schutzmaßregeln geschaffen hat durch Anpassung. . Diese Anpassung kann Erwerb der ganzen zoologischen Art sein, die sie schon als Erbgut aus der Geschichte ihrer EntWicklung mitgebracht hat, dann nennen wir sie angeboren ; oder sie kann Erwerb der Individuen sein: dann nennen wir sie erworben. Was für Fremdgifte gilt, gilt auch von allen den Giften", die im Körper selbst entstehen. Alle Substanzen können nur schädlich wirken, wenn sie in einer' Menge entstehen, welche die Schutzvorrichtungen nicht zu beseitigen vermögen. Das kann der Fall sein, wenn die imKörper geblideteGiftmene größer ist, als sich gehört; wenn'zweitens eine normale Menge der Substanz auf zu schwache Schutzvorrichtungen trifft, und andererseits, wenn sie auf ungewöhnlichen Bahnen in den Körper eindringt. Leben ist Stoffwechsel. Fortdauernd nimmt der Körper fremde. Stoffs tlon. außen' auf, verändert sie chemisch, baut, aus ihnen seine Zellen auf oderer zeugt aus ihnen durch Verörennung die ihm zum Leben nöthige Wärme. Was er nicht verwenden kann und waö in ihm selbst durch Altersmörschheit abgestorben ist, daS scheidet er wieder nach außen ab. Vicundertfach sind die Stoffe, die Während jener chemischen Umsetzung sich, einer nach dem andern, -bilden. Bringt doch jedes RahrungZmitlel andere Stoffe oder diei gliicherStoffe in anderer 'Verbindungen daö chemische Laboratorium deS KörverH.b!nein. Cit

werden alle den gleichen letzlen Verbrennunqsstadien zugeführt: zu Kohlensäure die stickstofflosen, zu Harnsäure und Harnstoff die stickstoffhaltigen Nahrungsmittel, lber bis sie dergestalt zu Asche" geworden sind, müssen sie wie Proteus durch unzählige Verwandluncen hindurch: und. man kann saaen, daß nahezu jede dieser Stufen für den Körper zum Gift werden kann.wenn die Schutzvorrichtungen versagen. Wenn man diese Dinge genau verstehen will, so hat man sich klar zu machen, daß das Heiligthum des menschlichen Körpers zwei Vo'rhöfe und ein Allerheiligstes- hat. Die Vorhöfe sind Lunge und Darmkanal. Sie liegen zwar im Innern des Körpers, sind aber doch noch nicht sein Innerstes. Sie dienen dazu, die nöthigen Nahrungsstoffe an die Schwelle des Allerheiligsten" zu schaffen; aber es führt von ihnen aus keine offene Thür hinein, sondern nur verschlungene, enge. dunkle Wege. .Lunge und Magendarmkanal sind im Verhältniß zum eigentlichen Lebendigen in uns, dem Säftekreislauf, und dem durch ihn regulirten Zellenstoffwechsel noch immer Außenwelt, sozusagen nur Einstülpungen der äußeren Haut, aus der sie ja auch ursprünglich entstanden sind. Stellt man sich streng aussen Standpunkt, daß der Stoffwechsel recht eigentlich erst beginne, wenn die Nahrungsstoffe von den Vorhöfen aus in den innersten Kreislauf aufgenom men sind, so gibt es nur zwei Klassen von Selbstvergiftung. Die erste tritt ein. wenn im Stoffwechsel selbst Substanzen gebildet werden, die giftig wirken, weil sie für die normalen Schutz Vorrichtungen zu massenhaft gebildet wurden: die zweite, wenn die SchutzVorrichtungen so geschwächt sind, daß sie den Körper nicht mehr vor den gewohnlichen Mengen zu hüten im Stande sind. Als drittes käme in Betracht die Bildung anormgler Substanzen; jedoch ist es nicht sicher, ob deraleichen auch bei den schwersten Krankheiten vorkommt. Es handelt sich wohl immer um die Verzerrung physiologischer Vorbilder, d. h., es wcrdm Stoffe, die auch im gesunden Körper vorkommen, im kranken nur übermäßig gebildet. Wenn man aber, wie das meistens geschieht, Darmkanal und Lungenraum als Inneres des Körpers gelten läßt, dann gibt es auch SelbstVergiftungen, , die darauf beruhen, daß Giftsubstanzen, die in dieser. VorHöfen schon fertig gebildet sind, in den inneren Kreislauf aufgenommen werden. Beginnen wir mit dieser letzten Gruppe, so gehören dahm zunächst alle übelriechenden Gewebskrankheiten der Lunge: Brand, Ausdehnung der Bronchien, "manche Formen der Tuberkulose. Hier werden im Vorhofe, im Lungenraum selbst schädliche Gase gebildet: Schwefelwasserstoff, Grubengaö etc. Ist diese Gasbildung stark genug, so werden die Dünste in den inneren Kreislauf aufgesogen, und jetzt erst erkrankt oder stirbt der Patient an Selbstvergiftung durch Kloaken-aas.-V Genau dasselbe ist der Fall, wenn in dem andern Vorhofe, dem Magendarmkanal, ein dort gebildetes Gift zur Aufnahme in den inneren Kreislauf gelangt. Unsere Nahrungsmittel bestehen bekanntlich nur aus Wasser, Salzen. Eiweiß. Fett und Kohlehydraten. (Mehlstoffen. Zucker). Wasser und Salze sind im Allgemeinen durchaus harmlos, fast ebenso das Fett, das zwar ranzig werden kann, von dem wir 'aber Giftwirküngen nicht kennen. Aber die Eiweißstoffe können Uicht in Fäulniß. die Zuckerstoffe leicht in Gährung übergehen, dabei entstehen unter Umständen äußerst gistige Substanzen, die so lange unschädlich bleiben, als sie Nicht' in das Allerheiligste eindringen. Wenn das aber geschieht, dann ist die Selbstvergiftung" da; das geschieht regelmäßig, wenn die Deckzellen des Kanals 'irgendwo verletzt sind, z. B. nach starken Katarrhen, durch Blutunen etc. Ferner kommen solche Vergiftungen leicht ann zu Stande, wenn die Beweglichkeit des Darmrohrs stark herabgesetzt ist. Denn wo gährende oder faulige Massen lange mit einer Stelle der Darmwand in Berührung bleiben, da leidet schließlich die Deckschicht und wird undicht, und auch ohne das ist es leicht verständlich, daß solche Massen eher faulen oder verjähren und daß von ihnen giftige Substanzen eher in den inneren Kreislauf aufgesaugt werden. wenn sie 96, als wenn sie nur 24 Stunden im Darmkanal verweilen. Die schwersten vom Darm ausgehenden Vergiftungen sind die aus Diätfehlern beruhenden Krämpfe undSommerdiarrhöen der Kinder. Heute hält man vielfach auch die häufigen Gemüthsverstimmungen de? Hypochonder, der Neurastheniker (Nervösen) für Selbstvergiftungen von dem meist bei diesen Kranken sa' sehr trag arbeitenden Darm auö; auch die Bleichsucht der jungen Mädchen und viele Neuralgien, namentlich die Ischias, glaubt man so erklären zu müssen, nicht ohne Grund: denn die Heilwirkung kräftiger Lazirmittel auf lle diese Leiden ist allbekannt für unsere Betrachtung stel. sew sie une aewattsame Entgiftung des

.KÄPerß.1?arj wie-'das auchvon plötzNch'en 'MweißäuSbrüchen gilt: Wer N?nfi nicht-, daß,' bei vielen schweren In. fektionserankheilen ' der kritische Schweiß" das eiste Zeichner Gene sung ist, z. B. bei Lungenentzündung: er entgiftet" den Körper. In die' zweite Klasse gehören dieje nigen Gifte, die im inneren Kreislaus selbst gebildet und nicht genügend un schädlich gemachs-werden. Und zwar sinv hier wieder zwei Gruppen zu un. terschetden7 Die erste betrifft Sub standen, die im inneren Kreislauf selbst

in andere unschädliche Stufen weiter verbrannt werden sollten, aber als Giftstoffe erhalten bleiben, die z'.veite solche Substanzen, die aus dem inneren Kreislauf nach a.'ßen hin abgeschieden werden sollten, aber zurückgehalten werden.

Zur ersten Gruppe gehören zwei der allerbekanntesten Krankhc iten, die namcntlich die Lebemänner' zu befallen pflegen: die Zuckerharnru hr und die Gicht. Dort findet sich weit mehr Zucker, hier weit mehr Harnsäure im inneren Kreislauf, d. h. d.:n Säften und -den Zellen selbst, als mit der Gesundheit verträglich ist. Bei.'ze Stoffe gehören zu den norma'.rn Stufen des Stoffwechsels; dasür. daß sie-, statt in weitere Modifikationen übergeführt zu werden, in ihrer giftigen Natur-ver-harren, macht man heute meist die Leber verantwortlich. Sie ist als ein riesiger Filter im Körper eingelagert, den alles venöse Blut passtren muß, das vom Darm kommt, ehe es zum Herzen gelangen kann; in diesem Darmblut ist aller Zucker vorhanden, in den die in den Körper aufgenommenen Mehlstoffe bekanntlich verwandelt werden; er bleibt in der Norm in der Leber; wird der Filter aber undicht, so tritt der Zucker massenweise in's Blut und erzeugt den qualvollen Durst, den Hunger, den rapiden Gewebszerfall der Diabetiker". Ebenso scheint die Leber hauptsächlich die aus dem Nahrungseiweiß entstandene Harnsäure in Harnstoff überzuführen; fällt diese Funktion aus. so ist Gicht, Ueberschwemmung des Körpers mit Harnsäure, die Folge. Während es sich hier um vorwiegend mechanische Filterwirkungen zu handeln scheint.bei denen allerdings chemi sche Processe stark betheiligt sind, handelt es sich bei andern Drüsen um die directe Erzeugung chemischer Gegengifte, die im innern Kreislauf selbst normale, aber schädliche Substanzen binden und zerstören. Das beste Beispiel einer Selbstvergiftung durch deil Fortfall einer solchen Schutzvorrichtung ist die Krankheit der Kropfoperirten. oder solcher Kranker, deren Schilddrüse (Kropfdrüse) vollständig entartet ist. Solche Kranke bekamen früher so lange man das Leiden nicht zu heilen wußte eine unförmliche, dicke Haut, wurden langsam, phlegmatisch, zuletzt stumpfsinnig und starben rettungslos. Es handelt sich um eine Überschwemmung des Organismus mit dem Schleimstoffe, dem Mucin. Dieses, ein normales StoffWechselprodukt, wird bei Leuten mit gesunden Schilddrüsen durch einen in diesen gebildeten Stoff, ein echtes Gegengift, zerstört, der wahrscheinlich sehr viel Jod enthält. Diese Annahme wird dadurch bewiesen, daß man jetzt die Kranken hcrstellenlann, wenn man ihnen thierische Schilddrüsen oder ein aus, ihr gewonnenes Arzneimittel verabreicht, und ihnen so die rettendeSubstanz einverleibt. Die Schilddrüsenbehandlung" ist eines der grünsten Blätter im Lorbeerkranz der medizinischen Forschung. Wenden wir uns jetzt zu denjenigen Selbstvergiftungen, die dadurch entstehen. daß eine bestimmte Klasse der Schutzvorrichtungen gegen Stoffwechselgifte versagt, nämlich zu denen, die bestimmt sind. Gifte nach außen abzuführen, kurz zu den Abfuh?nstalten des Organismus. Es sind ihrer Hauptsächlich drei: die Lunge, die Nieren und die Haut. Dazu tritt Speicheldrüfe und Darm für einige untergeordnete Zwecke, namentlich aber als Ersatzmittel für die andern Organe, wenn diese versagen. Die Lunge hat die Aufgabe, den Organismus, wie sie ihn mit Sauerstoff versorgt, so auch von dem Sauerstofs wieder zu befreien, nachdem er sich mit dem Kohlenstoff der Nahrung und des Zellleibes im Proceß der Verbrennung (Wärme - Erzeugung) zu Kohlensäure vereinigt hat. Jede Einathznung saugt Sauerstoff in die Lungenbläschen. jede Ausathmung führt Kohlensäure in die Atmosphäre zurück. Der Sauerstoff verdrängt aus dem Blutroth der Blutkörperchen die Kohlensäure und treibt sie hinaus, um seinerseits in den Geweben seine belebende Arbeit zu leisten und als Kohlensäure zurückzukehren. Wird dieser Austauschploceß gestört, so ist eine schwere Selbstvergiftung die Folae. .Denn die Kohlensäure, so ungiftlg sie m starker Verdünnung 70 giftig ist sie bekanntlich in concentrirterer Form. Dann entsteht bei Herz-, Lungen- und Nierenkrankheiten so gut. wie bei Bergkrankheit und Luf'tmangel Erstickender, Ertrinkender, Gehängter jene Blaufärbung der 5aut. iene iaaende ' Atbemnotb, der sine bollbommene NnnnheU . sehr leicht erreichbar. Viele Männer erfahre erzählte Leiden, verschwenden ihr Geld für nutzlose Arzeneien. I I und nur durch Mangel an tin richtige Mittel I I steigen in' frühzeittge Grad berad. Qitt ist I I t tülU tut lle Ichwach Manne. 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fuhren, dann treten ebenfalls schwere Selbstvergiftungen auf.. An SelbstVergiftung durch Behinderung der Hautathmung sterben Menschen, deren Körper stark mit Brandwunden bedeckt ist. starben jene unglücklichen Kinoer. die man mit Firnis und Goldschäum überzogen hatte, um sie als Engel" auszustellen. Und schwere elbstverglstung durch Ausfall der Thätigkeit des vornehmsten Entgiftungsorgans. der Niere, sind die trauriaen Erscheinungen, die das Krankkeitsbild der Nierenentzündung been den. die Uraemie und die Krämvfe junqerMütter. die sogenannte Eklampsie. Was es für Heilmittel dagegen gibt? Keine Medikamente! Die Versuche, den Darm zu d:sinficiren", sind V r v '" lazon liaglicy gei. Heitert; wieviel aussichtsloser ist es. mit Heilmitteln in das ungeheuer verwickelte, zarte Werk des inneren Stoffwechsels eingreifen zu wollen! Die beiden gewaltigen HeilMittel, die der Mensch überhaupt hat, schützen ihn und heilen wohl auch noch die Selbstvergiftung: Diät und Gymnastik. Maßvolle, reizlose Nahrung, Mas; vor. Allem mit Alkohol, Nikotin ud Arzncigiften; vernünftige Uebung aller Ziorperorgane. des Gehirns und der Muskulatur, für alle Schreib t'jcharlcüer ein gesunderSport, das sind die Heilmittel unserer kranken Zcit. Psirsichvlüihc. Bewundernd schau' ich auf die Pracht Rosiger Pfirsichblüthe. Ueber jedes Zweiglein gern Sprech' ich: Gott behüte. Daß der Frost, der Tolpatsch, nicht All' die Lust verderbe. Unter Hagelschauern nicht, Was so schön ist. sterbe. Aber, wenn die Liebste käm' Wär' das ein Entzücken! Schnitt' ich ab den schönsten Zweig, Sie damit zu schmücken. Flöcht' ihn in ihr braunes Haar Schau', ein Märchcnwunder! Wär' ich Maler, malt ich's gleich: . Frühling" schrieb' ich drunter. S i e g h a f t e T a k t i k. Lieutenant: Gestern schöne Unbekannte geseh'n! Wahrhaft blendende Erschei. nung!" Junge Dame: Das läßt mich sehr kalt!" Lieutenant: Versich're Ihnen, meine Gnädige: Unbekannte sah wirklich entzückend aus, beinahe phänomenal, bei " Junge Dame (unterbrechend): Die Geschichte intercssirt mich absolut nicht!" Licute- :,:: beinahe so phänomenal wie Sie. meine Gnädigste!" fünfte Dame: Aber, bitte, so beschreiben Sie mir doch endlich di? interessante Unbekannte ein wenig! Wer mit Wohlthun aufhören kann, ist nie ein Wohlthäter gewesen. Acngstlich. Sie: Papa hat aestern gesagt, wenn wir uns verbei. rathen, dann wird er die Hälfte der Wohnungseinrichtung bezahlen." Ev (ängstlich): Ja. aber mein Gott, wer vezahlt denn vie andere Halftee" Jedermann sagt so. Cascaret Candy Cathartic. bis wundervollste medizinische Entdeckung deö Zeitalters, anaenebm und erfrischend im Geschmack, wirkt sanft und ichcr aus Nieren, Leber und Elngeweide, das ganze Svstem reiniaend. entfernt Erkältung, kurirt Kovfweb. Lieber, anhaltende Verstopfung und Unvereaullchrelt. Kaufen und ver suchen Sie eine Schachtel von CCC heute; 10, 25 und 50 Cents. Verkaust und Heilung garantlrt von allen Äpotbeken. MML

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