Indiana Tribüne, Volume 20, Number 251, Indianapolis, Marion County, 29 May 1897 — Page 1
o xh Cs AS sO O A 00 sVC WO k(vs l5 Mi! n iii üi i ov ly w v o o w V Ofsice : No. 18 Sud Alabama Straße. Telephon 1171 Indianapolis, Indiana, Samstag, öen 2g. Mai J89?. Jahrgang 30, No. 51
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Lditorielles In dem am Mittwoch von unö erwähnten Berichte deö New Aorker CommissärS für Arbeitöstatistik wird
ausgeführt, daß im Freien Stellenvermittlungö - Bureau" 918 offene Stellen angemeldet wurden; diesen gegenüber standen 8010 Bewerbungen von Beschäftigungslosen. Unter letzteren war beinahe jeder Berufözweig vertreten, vom Pastor bis zum Tagelöhner, vom Schullehrer bis zum Hausdiener. 60 Prozent der Gemelbeten hatten während der letzten drei Jahre keinen steten Posten, obwohl sie arbeitsfähig und willig waren, zu arbeiten. Von den 801) Personen, die sich im Freien StellenvermittlungS-Bureau" meldeten, waren 6458 Männer und 1582 Frauen, 3236 waren Amerikaner, 4801 Ausländer, von letzteren 3661 Männer und 1110 Frauen. Der Vereinövorsteher sagt, eS sei besonders schwer, für Frauen im Alter von über 35 Jahren Stellungen zu finden, da Nachfrage nur nach jüngeren Frauen vorhanden ist; bei Männern scheint die Altersgrenze, welche Beschäftigung verschließt, das vollendete 15. Lebensahr zu sein. Der Vorsteher deö Vermittlung?Bureaus schließt seinen Tericht wie olgt: ES ist nicht wahr, daß Alle, die arbeiten wollen, Arbeit finden können Wie der Zustand der großen Massen zu verbessern ist, daß diese nicht gänzlich dem Glend verfallen, ist eine Angelegenheit, welche werth ist, von den Geehgebern deS Staates und der Nation in Erwägung gezogen zu werden." Wir finden hier zwei Zugeständnisse, welche von schwer wiegender Bedeutung sind: ersten?, 'iaß Arbeitsuchende, welche in gewisses Lebensalter überschritten haben, eS besonders schwer finden. Stellen zu bekommen und und zweienS, daß eS nicht wahr sei, (waS ja vielfach behauptet wird) daß Alle, welche arbeiten wollen, Arbeit finden önnen. Mit Selbstverständlichkeit geht daraus hervor, daß eine sehr große Zahl von Arbeitern, sobald sie daö mittlere ManneSalter überschritten haben, keine Arbeit finden können. Eine Erklärung dafür ist nicht nothwendig. Jeder wird begreisen, daß ein kräftiger junger Mann einem äleren. naturgemäß schwächeren Manne vorgezogen wird, waS bei überfüllte ArbeitSmarkte diele der älteren Leute gänzlich von der Arbeit ausschließt. Mit anderen SLorten : der Mann, der Jahrzehnte hindurch sich abgerackert und seine Kraft verbraucht hat, wird unters alte Eisen geworfen,' wenn er gerade keinen menschenfreundlichen Arbeitgeber hat, der ihm, wie' einem alen Gaul das Gnadenbrot giebt Die Bemerkung deS CommissärS, daß die Frage, wie eS zu verhindern ei, daß die Massen ganz dem Elend verfallen, werth ist von den Gesetzgebern in Erwägung gezogen zu werden, möchte man in jedem anderen Lande für höchst überflüssig betrachten; hierzulande ist sie eS nicht. Thatsächlich kümmern sich unsere Gesetzgeber gar nicht darum, und wir haben gelegentich der Botschaften von Präsidenten und Gouvernören darauf hingewiesen, daß diese wichtigste aller Fragen gar n'.cht erwähnt wurde. ES ist ja auch für die Wohlhabenden gar zu unangenehm, immer an diese böse Sache erinnert zu werden, und die Gesetzgeber find zu sehr mit dem Wohle der Korporationen und Millionäre beschäftigt, als daß sie Zeit hätten, sich um den Plebö zu bekümmern. Laß sie be!teln geh'n, wenn sie hungrig sird! "M Diiis)(iiiiri)iirij(eii. Inland. Wetterbericht. Wärmeres, schönes Wetter. Höchste Temperatur innerhalb der letzten 21 Stunden 66 Grad, niedrigste 11 Grad. Aus dem Eongreß. W a s h i n g t o n, D. ., 28. Mai. Nach einer Periode langen Schweigens verblüffte Senator Tillman von Süd Earolina heute wieder einmal seine College mit einer Rede, die dramatisch und sensationell war. Vorher reichte er eine Resolution ein zur Einsetzung eines Spezial-ComiteS, welches unter
suchen soll, ob eS wahr sei, daß Senatoren die Erwägung der Tarifbill im Comite zu Spekulationen ausnutzten. Bei der Befürwortung der Resolution sehte Herr Tillman alle Nücksich-
ten bei Seite und bediente sich so deut licher Ausdrücke, wie sie selten in den Hallen deS Congresseö gehört werden. Er forderderte seine College aus die veröffentlichten Anklagen deö EpekulirenS von Senatoren zu untersuchen, und, wenn waht befunden, den Senat von den Persönlichkeiten zu reinigen, die ihn geschändet. Herr Aldrich antwortete Herrn Tillman und stellte Alleö in Abrede. Die Tillman-Resolution wurde dann an daö Comite für lausende Ausgaben deS Senats verwiesen. In der Berathung der Tarifbill wurde beträchtlicher Fortschritt gemacht. Dreizehn Seiten wurden erledigt. Wird natürlich auch freigesprachen werden. Washington, 28. Mai. Der Prozeß Zohn E. Searleö', deS SekreärS der American Sugar Refining Co., folgte heute dem deö Präsidenten Havemeyer, der gestern auf Anordnung des Richters Bradley freigesprochen wurde. Die Regierung legte ihren Fall ganz kurz vor, worauf die Verheidigung i Befolgung der auch in dem Havemeyer - Fall angewandten Taktik beantragte, der Richter solle Freisprechung anordnen. Man nimmt allgemein an, daß Richter Bradley den Antrag der Vertheidigung gutheißen wird. Die Ueberschwemmung lN El Paso, TexaS. El Paso, Tex,23. Mai. Ueber 500 obdachlose Familien, oder 2000 Personen, befandrn sich heute Morgen n den Straßen El Paso's und suchten nach einem Unterschlupf. Ihre Möbel; Kleider etc. waren in den Hauptstraßen der Stadt ausgestapelt. In verletzten Nacht fuhr daS Wasser fort zu steigen und ehe der Tag anbrach, hatte S den Theil der Stadt an und um die San Antonio Straße erreicht, wo die prominenten Leute wohnen. Nach 11 Uhr gestern Abend verbreitete sich die Fluth über sechs weitere Blcckö. Die TerzS Pacisic Bahn hatte einen Damm ausgeworfen, um ihr Geleise in der Nähe deS RundhauseS zu schützen und derselbe Saute daS Wasser zurück in die St. Antonio Straße. Eine Anzahl Häuser wurde überschwemmt und eine Ueberschwemmung von Hunderten der schönsten Wohnhäuser der Statt stand bevor. Prominente Bürger, die in der Gegend wohnten, bewaffneten sich unter Führung deS ZollCollektorö DaviS mit Winchesterbüchsen, durchschnitten den Damm und ließen daö Stauwaßer ab, daö nun von der San Antonio Str zurücktrat. Vom Fort Bliß kam heute eine Truppe deö fünften Cavallerieregimentö in die Stadt, um daS Eigenthum der Obdachlosen zu bewachen, daS in den Straßen aufgestapelt war Der städtische Gtsundheitörath trat heute Morgen zusammen und ernannte ein Comite von Aerzten, um die Leitung eine? Hospitals zu übernehmen, daS für die Obdachlosen und Kranken etablirt wurde. Obttst Van Valgah von Fort Bliß lieh der Stadt 53 Zelte, und BürgerComite? waren heute mit Wagen an der Arbeit, um LebenSmittel zur Vertheilung unter die Nothleidenden zu sammeln. Mindestens 100 von den 500 überschwemmten Familien besinden sich ohne die nöthigen Lebentbedürfnisse. Der Stadtrath hat die Vertreter von TezaS im Stadtrath ersucht, um eine Bewilligung von $10,000 nachzu suchen. DaS Kriegs - Departement wurde um weitere Zelte gebeten. m in m Ausland. Willem erleidet wieder eine Niederlage. B erli, 28. Mai. Der Reichstag hat sich gestern vertagt, um dann am 22. Juni wieder zusammenzutreten. Eine Reihe Blätter giebt der Ansicht Ausdruck, wenige Tage hätten genügt, um AlleS zu erledigen und die Session zu schließen. Der Mitregent" Lieber, wie die BiSmarck-Presse den Cen trumSführer nennt, habe aber verlangt, daß der Reichstag nochmals tage. Damit der Reichstag für den Fall eineS Wechsels im Kanzleramte auf dem
Posten sei, so heißt eö im Centrums
laecr. WaS diesen eventuellen Wechsel anbelangt, so deutet der Hamburgische Correspondent" an, daß Minister v. Miquel bereit sei, den Kanzlerpcsten anzunehmen. Ironisch fügt daö Blatt hinzu : Allerdings reicht unter den obwaltenden Verhältnissen nicht aus, daß man auf dem Gebiete der Finatvzen eine schöpferische Kraft und im Allgemeinen ein Staatsmann ersten Rangeö ist, um Reichskanzler zu werden." Dieser Ausfall deö Hamburgischen Korrespondenten" gegen den Kaiser erregt um so größeres Erstaunen, als man gewohnt ist, daß Blatt als halboffiziell zu betrachten. Wie aber auch die Stellung deö Fürsten Hohenlohe beschaffen sein mag, soviel steht fest, daß daS persönliche Verhältniß zwischen dem Kaiser und dem Reichskanzler ein ungetrübtes ist. Der Kaiser hat sich bei Onkel Chlodwig" für einen Theil deö Sommers als Gast auf dessen Besitzung Aussee im Salzkammergut angemeldet. Noch gilt eS für den Reichskanzler, die Schwierigkeiten, welche durch die Einbringung der Verein?-gesetz-Novelle im preußischen Landtage und die Annahme deö VereinS-Noth-gesetzeS durch den Reichstag geschaffen find, zu beseitigen. Jedenfalls kein leichte Stück Arbeit. Der Bundesrath hat daS Nothgesetz einstweilen an einen Ausschuß aus seiner Mitte verwiesen. Jedenfalls will man erst daö positive Schicksal der VereinS-Novelle im Landtag abwarten. Deren Ablehnung ist ziemlich sicher. Der zum Sozialistengesetz umgkB wandelte Antrag der Freiconseroatiden, dahin gehend, daß daS Gesetz bloß auf Soziallsten Anwendung finden solle, ist, wenn auch mit kleiner Mehrheit auch verworfen worden, .worüber die gesammte Äechte ebenso verwundert, wie betrübt war, während die Linke in Jubel ausbrach. Die Nationalliberalen haben erklärt, sie würden alle sreiconservativen Compromiß - Vorschläge" ablehnen. ES kann demnach die Verwerfung der ganzen Vorlage, oder wenigstens der anstößigsten Theile derselben mit Sicherheit erwartet werden. ES sieht böse sürdenKönig GeorgoS auS. Athen, 28. Mai. ES sind hier umfassende Maßregeln zum Aufrechterhalten der Ordnung getroffen worden. Neben der Politti- und Gen-darmerie-Force ist eine Bürgergarde aus den vertrauenöwerthesten Bewohnern gebildet worden. Der Minister deS Innern ist entschlossen, alle antidynastischen Bewegungen aufS Strengste zu unterdrücken. Der Umstand, daß die Kriegsschiffe, die vor Phalerum liegen, bereit sind, im Falle deS Entstehens von Ruhestörungen Truppen und Geschähe zu. landen, hat die Revolutionäre abgehalten, eine Demonstration zu machen. London, 29 Mai. Der Correspondent der Morning Post sagt : Heute (Freitag) erhielten die Botschafter die Nachricht von ihren betreffenden Gesandten in Athen, daß die Lige der königlichen Familie von Griecheniand jetzt kritisch ist König Georg ist faktisch im Palaste barrikadirt und eö wird gemeldet, daß er Vorkehrungen trifft, Athen zu verlassen, um der Volköwuth zu entgehen. Die Beziehungen zwischen dem König und dem Premier Herrn Ralli find sehr gespannt und die allgemeine Lage ist sehr ernst Der Prozeß bei Attentäters. Rom, 28. Mai. Pietro Acciarito, der Eisenarbeiter von Artegena, in der Provinz Udine, der am 22. April den Versuch machte, den nach dem Renn platz fahrenden König Hubert zu erstechen, wurde heute zum Prozesse vor geführt. Der Gerichtssaal war überfüllt und unter den Anwesenden befanden sich viele Damen. 3m Verlause seines VerhölS machte der Gefan gene heftige Ausfälle gegen die beste benden sonalen Verhältnisse. Er erklärte, er habe allein und auS Verzweif lung gehandelt, wie eir. Selbstmörder. Zweck seines AttentateS auf den König sei gewesen, den Vertreter der im Wohlsein lebenden Klasse zu treffen. Sein Dkt sei unüberlegt gewesen, denn andernfalls würde er eine Bombe ge. werfen haben.
D ampfer. Passage
von
i G3ETZ8ER ntur,
Odd FellowS 9tf)äubt$ Ecke ochisfö. Nachrichten. Angekommen in: New' Sork: St. LouiS" von Southampton; Lucania" von LiverPool; Normannia" von Hamburg. Rotterdam: Amsterdam" von New Jork. Bremerhaden: Saale" von NewJork Hamburg: Palatia" von New öork. Queenötown: Campania" von New Bork nach Liperpool. allerlei. :;rn Eou:errain eines vornehmen Clubhauses zu Boston war eine. Quelle entdeckt worden, der reines Wasser in Ueberfluß und mit großer Kraft entsprudelte. Einige Clubmitalieder glaubten in dem Wasser heilkräftiqe Mittel gefunden zu haben, und indem man bereits die Frage er woq. ein Etablissement zum Sammeln und füllen des Wassers in Flaschen zu errichten, stellte man eine Verbindung mit dem Abzugscanale her, so daß Monate lang Wasser verschwendet wurde. Schließlich wurde die Stadt glerunq mißtrauisch, und angestellte Untersuchungen ergaben nun, daß das Wasser einer gewöhnlichen LeitungSröhre entstammte, welche ern Loch be kommen batte.. Die .Quelle- wurde hierauveTstopst. undrClubsJ4 nun zur Bezahlung des von ihm benutzten Wassers herangezogen werden. Zufolge einer Verfü gung des Großherzogs von SachsenWeimar sind von Beginn des diesjähngen Wintersemesters an Frauen al? ordentliche ZuHörerinnen an der philosophischen Facultät der Universität Jena zugelassen. Es stehen ihnen dieselben Rechte zu. w:e den mannlichen Studierenden. DieablderSachsen-. ganger aus West-Preußen ist in auf- j fallend rascher Zunahme begriffen. Allem aus den Kreisen Schwetz und Neuenburg sind in diesem Jahr nahezu 8000 Personen nach dem Westen gezogen. Im Jahre 1896 waren es etwa 3000. 1893 und 1894 nicht ganz 2000. In manchen Walddörfern sind nur Kinder, Greise und Greisinnen zuruagebUeoen. Unter hohen militari(chen Ehren und großer Betheiligung eitens der Lissaboner Bevölkerung wurde dort das Haupt des aus der Insel Timor gefallenen portugiesischen Hauptmanns Camarra bestattet. Derselbe hatte aus der genannten, zur Sundagruppe gehörenden Insel an der Spitze seiner 150 Mann starken Abtheilung einen verzweiselten Kampf czegen eine fast zwanzigsacye uebermacht zu bestehen, wobei er getödtet wurde und sein Leichnam in die Hände i r ' . r of '-in O" . oer Heinot jlci. um nacuiicn ugr gelang es jedoch den wenigen überle benden Vtzrtugiesen, in das Lager der Eingeborenen einzudringen und wenig . Ä . i y r . r .r. nens nocy vas yaupi ryrcs grattc? verstümmelten Führers den Cünnibalen zu entreißen. Dasselbe wurde ein. halsamirt. in die von dem Officier b?s zum letzten Augenblick vertheidigte Fahne gewickelt und darauf in einer Urne nach Lissabon gesandt, wo die Bestattung in Gegenwart des Kriegs und Manne - Ministers, sowie des gesummten Ofsiciercorps auf dem Centralfriedhofe stattfand. D i e l e tz t e U l m e rS ch a cht e r ist dieser Tage auf der Donau nach Wien abgefahren. Die einst so bedeutende Beförderungsgelegenheit von Waaren auf dem Wasserwege hat in den beiden letzten Jahrzehnten weMg Nutzen mehr abgeworfen und ist mit dem Tode des Schiffsmeisters und früheren Stadtraths Hailbronner, der sie nur mit Opfern weiterbetreiben konnte, eingegangen. Eine Anzahl Schaulustiger hatte sich zur Abfahrt auf der Adlerbastei eingefunden. Mit der Ulmer Schachtel", einem plumpen. vorne spitz, rückwärts breit aus laufenden Holzschiffe, ähnlich den weiter unten auf der Donau noch üblichen Zillen, verschwindet wieder ein Rest von der' Romantik des alten DonauVerkehrs. Eine solche Schachtel, wie sie die Fahrt von Ulm nach Wien ehedem machte, war in früheren JabrHunderten mit Waaren aller Art belc.. den, barg an Bord oftmals die ganzen Familien der Schisssleute und wurde, wenn sie nickt etwa unterwegs an einem der berüchtigten Strudel gescheitert war. nach der Ankunft im Donaucanal von Wien zerschlagen, um alö Brennmaterial verkauft zu wcrden.
und nach
uroM ! "wi Washington und Pennsylvania Straße. Aon einem i cyreckNcyen Unglück wurde die Familie des Mühlenbesitzers Joh. Böhmer von Sägmühle bei Kreussen betroffen. Die Frau Böhmer war zum Aufschütten des Getreides in die Mühle gegangen, während ihr Mann im Zimmev mit einem Kunden vnhcndelte. Als dem Manne das lange Ausbleiben seiner Frau auffällig wurde, auch glaubte er Rufe gehört zu haben, sah er nach und fand nur. noch den greulich zerquetschten Leichnam (Gehirnmasse lag neben anderen Theilen am Boden umher) seiner Frau. Allem Anscheine nach war die Müllerin dem laufenden Mühlsteine zu nahe gekommen, von der treibenden Eisenstange an den Kleidern erfaßt und bis zum Stillstand des Werkes im Kreise umhergeschleudert worden. Die Frau hinterläßt eine zahlreiche Familie. Ein eigenartiger Unglücksfall hat sich dieser Tage auf der süd norddeutschen Verbindungsbahn Seidenberg - Reichenberg - Turnau ereignet. Bei einem Abends gegen 7 Uhr von Neichenberg abgegangenen Güterzuge riß plötzlich die Verbindung zwischen Lokomotive und Tender. Infolge des plötzlichen heftigen Rucks wurden der Lokomotivführer und der Heizer von der Lokomotive hinabgeschleudert, wobei Ersterer überfahren und getsdtet, Letzterer sehr schwer verledt wurde. Die von dem schweren Lastzug befreite Lokomotive raste nun führerlos mit geradezu unheimlicher Geschwindigkeit weiter, durchfuhr die Station Langenbruck mit Windeseile und prallte dann kn der Nähe von der 1 1! r - Station Reichenau-emf eineir entgegen kommenden Güterzug. Beide Mafchi nen wurden stark beschädigt,Menschenleben sind zedoch glücklicher, weise nicht zu beklagen. Der losgerissene Gllterzug konnte trotz des starken Gefälles yyn den Bremsern zum Stehcn gebracht werden, so daß weiteres Unglück vermieden wurde. JnZürichistderFabrikant Robert Landolt - Trümpeler, ein Mann Ausgangs der Vierziger, der die Leitung der Actiengesellschaft Reishauer'sche Werkzeugfabrik" inne hatte.' von dem 42jährigen technischen Zeichner Rudolph Peter, aus demKanton Zürich stammend, ermordet wor. den. Als Herr Landolt Morgens kurz vor 8 Uhr den Promenadeweg am Platzspitz längs der Limmat hinabschritt, um sich nach dem Geschäfte zu begeben, lauerte ihm Peter, der früher in der Werkzeugfabrik angestellt war und den täglichen Weg Landolt's wohl kannte, im Gebüsche verborgen auf und erschoß hinterlistig den ahnungslos Dahinschreitenden mit einem Cavalleriekarabiner. Der Schuß, der die Brust Landolt's durchdrang, hatte dess,n sofortigen Tod zur Folge. Nach der That entfernte sich der Mörder in der Richtung gegen den Bahnhof zu, wo er von einem Polizisten, den zwei Promenadegärwer von derUnthat verständigt hatten, verhaftet werden konnte. Gerüchtweise verlautet, daö Motiv der That se! Rache, doch weiß man im Geschäfte des Ermordeten von keinerlei Differenzen, die Landolt mit dem Mörder gehabt bätte. Tin dem zwei Stunden von der österreichischen Stadt Steyr entfernten großen Dorfe Sierrnng wurden dieser Tage wichtige Funde gemacht. In zwei Bauernhäusern befinden sich unter den Hauskellern künstlich geschaffene Hohlraume, sögenannte Erdstalle'; einer davon, der letztere, ein Labyrinth von Gange und Höhlen, welche durch platte, fast kreisrunde Schlupflöcher in Verbindung zu einander stehen, scheint prähistorischen Ursprungs zu sein. Hiefmarken an den Innenflächen kennzeichnen die menschliche Arbeit. Im ersten Crdstall. in dem sich Lichtnischen und Sitznischen hefindm, vermuthet man eme Wohnoder Cultusstätte heidnischer Priesterinnen oder Priester, die möglicherweise der einst heidnischen germanischen Bevölkerung angehörten. Der Name Sierning" in der alten Form mit der Nachsilbe nicha" trägt die Bezeichnung d:r Flußgö binnen. Nichen (Nixen) und ist daher germanisch. In Sierning wurde ferner ein Gräberfeld entdeckt, auf welchem mehrere Skelette, sowie eine Urne aus schwarzem Thon ausgegraben wurden. Letztere hält man für prähistorisch oder spätrömifch. Weiter wurde ein prähistorisches Beil auS Serpentinstein dort gefunden. Wer einen Catarrh heilen will, muß mit dem Blut anfangen. Hood'S Sarfaparilla beseitigt die Ur sache dieses Uebels und heilt Katarrh dadurch, baß sie baß Blut reinigt. Ho ob's Pillen birken milde aber rasch und sicher ans die Leber cni d
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