Indiana Tribüne, Volume 20, Number 210, Indianapolis, Marion County, 18 April 1897 — Page 3
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Eine internationale Ehe
Von WadameZZlgot. (2. Fortsetzung.) Pierre hatte die Gewohnheit, sehr oft nach Schluß des Geschäfts die fünf "V - -. i m - ' -1 . . ' 1 -treppen in Di ynic Brocyant hinan zusteigen. Solang Raoul in die Amerikanenn vernarrt war, saß er oft ein paar Stunden neben Miettes Krankensruhl und ließ sich ihre Besorgnisse mittheilen, denn Miette sprach sich gegenüber dem ami Pierre, wie sie ihn nannte, frei und offen aus, da sie gewiß war, bei ihm Verständniß und Theilnahme zu finden. Wie jedermann war auch er gütig und sanft gegen sie? in ihrer Nähe ronrde seine rauhe Stimme leise und weich, und er ging mit bereitwilligem Entgegenkommen auf alle ihre Gedanken, ihre kleinen Verschwörungen und Pläne für ihres Bruders Glück, auf ihre drollige Entrüstung über die Welt im allgemeinen und denHängeausschuß, der sein Talent nicht anerkennen wollte, im besonderen ein. In ihrer völligen Unkenntniß des Lebens und ihrer naiden Bewunderung für Raoul hatte sie sich in ihrem geschäftigen Gehirn einen Roman ausgesonnen. und sie kam in ihren endlosen Unterhaltungen mit Pierre immer zu demselben Schlüsse: da Raoul tlnt von den Amerikanerinnen, denen er Unterricht ertheilt hatte und mit denen er so plötzlich in lebhaften und vertrauten Verkehr getreten war, offenbar liebte, warum sollte er sie nicht heirathen und glücklich, reich und berühmt werden? War nicht ein großer Maler ebenso viel, als eine hergelaufene Silberprinzessin? Als Raoul aber plötzlich seine Besuche bei den reichen Amerikanerinnen einstellte, stürzte Miettes Luftschloß zusammen, und als Pierre ihr einmal den Figaro" mitbrachte, worin die bevorstehende Vermählung des Fürsten von Cavalmonte mit der Erbin eines Drittcls einer unermeßlich reichen Silbergrilbe. Miß Miriam Sanford, mit Pauken und Trompeten angezeigt war, da wurde ihr alles klar, und Miette, die niemals etwas andres gekannt hatte, als milde, zarte Empfindungen, haßte diese Fremde von Grund ihres Herzens. Und nun steckten sie und ihr Freund die Köpfe zusammen und schmiedeten Pläne zu Raouls Bestem, während dies:? sich nicht träumen ließ, daß diese beiden liebevollen Verschwörer seine geheimsten Gedanken und Leiden kannten und entschlossen waren, einen Versuch zu seiner Heilung zu machen. Das Bild wurde schließlich doch noch zur Zeit fertig, aber als die große Anstrengung vorüber war, verfiel Raoul wieder in seine Ruhelosigkeit und fein krankhaftes Brüten. Alle Maler kennen die geistige und körperliche Abspannung, die gegenEnde März auf die Aufregung der Ueberarbeitun'g so'gtl Die meisten von ihnen fliehen hinaus, gleichgiltig. wohin nach Italien oder Spanien, wenn sie Geld haben, aufs Land, wenn sie nicht reich sind. Auch Raoul sehnte sich nach Feld und Wald, mochte dieser auch noch kahl sein. Ein kurzer Zeitraum herrlichen Frühlingswetters war gekommen, die Welt zu erfreuen, die Sonne schien heiter und sprengte die Knospen der Kastanienbäume, daß diese in einem grünen Schimmer prangten. Ach, wenn er nur'forrgchen könnte! Aber seine Kasse war sehr mager bestellt, und wie bescheiden auch die Pensionspreise in irgend einem abgelegenen Oertchen sein mochten, sie mußten doch bezahlt werden. Ferner ließ er Miette nie gern längere Zeit allein, obgleich er wußte, daß Hermance treu für sie sorgen würde. Diese war eine Art Dienerin, oder vielmehr entfernte Verwandte, die stets mit ihnen gelebt und nie einen Pfennig Lohn genommen hatte. Sie erhielt Nahrung. Wohnung und Kleidung und vor allem Liebe was bedürfte sie weiter? Eines Abends blieb Pierre, um an dem sehr einfachen Mahl seinerFreunde theilzunehmen, und rauchte nachher seine Pfeife an Raouls Seite, während Miette beim Lichte der Lampe ihre Seidenfäden ordnete. Was für prächtiges Wetter!" rief Verschwörer Rr. .1. Man glaubt im Mai zu sein, statt im April." Da diese geistreiche Bemerkung keine Antwort hervorrief, fuhr Pierre fort: Da thut es mir nur leid, daß ich kein Bauer bin. wie mein Großvater. Ich habe eine ordentliche Sehnsucht nach dem Hause, dem einzigen Erbtheil, das ich von ihm erhalten habe. Erinnert Du Dich noch, Raoul. wie wir als Jungen zur Heuernte hingingen? Und haben wir nicht tüchtig mit zugcgrisfi?" Ja, ich entsinne mich erwiderte Raoul träumerisch. Die Heumacher stehen mir noch vor Augen, die Frauen mit ihren großen Strohhüten oder buntcn Kopftüchern, die Männer in Hemd ärrneln, und dann die Ruhe im Schatten eines Baumes während der heißen Mittagszeit. ) ja, ich erinnere mich." Das oäbe ein hübsches Bild meinte Miette leise. Ach, ich glaube, wenn ich einmal aufs Land könnte, wirkliche Bäume, wogende Getreidefelder und bunte Blumen sähe, ich würde glücklich sein ach. so glücklich." Und wie reizend es im Thale der Cher-lse ist! Unser Dorf liegt ziemlich weit vcn der nächsten Eisenbahnstation; wenn das nicht wäre, ginge ich oft hinaus ur.b verlebte meine Sonntage dort. Ich habe das alte Haus ziemlich im stand efcaltm, denn es schwebt mir imnier'ror, als ob ich meine alten Tage dort verleben oder mich dahin flüchten möchte, wenn ich vollends ganz zu Grunde gerichtet bin. Es ist freilich sehr fönttich, aUt hübsch geräumig; und dann ist da die alte Scheune das gäbe ein famoses Atelier!" v So? Meinst Du?"
Raoul hörte jetzt mit mehr Interesse zu, und Miette sah ihn gespannt an.' Hör' mal. alterJunge", fuhr Pierre fort, als ob ihm ein neuer Gedanke gekommen wäre, was meinst Du, wenn wir alle zusammen dahin gingen? Warum könntest Du nicht ein Bild aus dem Bauernleben im Freien malen? An Modellen könnte es Dir nicht fehlen. Ich würde dafür sorgen, daß die Scheune in Ordnung gebracht wird, und dann wäre es möglich, unsre? lieben Miette Sehnsucht, wirkliche Bäume und wirklichen Weizen zu sehen, zu befriedigen. Ihr könntet draußen blei den, bis Euch das schlechte Wetter wieder nach Paris treibt. Sechs Monate in guter, reiner Lust bekämen dem Kinde ausgezeichnet, und Du hättest Zeit, ein sehr großes Bild zu malen, und ich würde sehr oft .blau machen' und Euch besuchen. Das Haus ist einfach, aber gesund, und wir stammen ja alle drei von Bauern ab." Unmöglich. Wie sollte Miette hinausgeschabt werden? Es war ja die reine Thorheit. Aber jeder Einwand stieß auf eine muthige Entgegnung, für jede Schwierigkeit war eine Lösung bereit. Lebensbedürfnisse waren für ein Butterbrot zu haben. Hermance würde schon für Miette sorgen, Raoul und Pierre könnten sie leicht in den Wagen tragen sie war ja nicht schwer, das arme Ding! Sie in ihrem Rollstuhl aus der Küche dem großen Raume, der gleichzeitig als Kliche und Wohnstube diente in den alten Garten oder sogar in die Felder oder bei hei ßem Wetter in das nahe Wäldchen zu fahren, war eine Kleinigkeit. Es wäre zu herrlich!" murmelte die
Leidende mit qeschlossenen Augen, als ob sie Feld und Wald schon sähe. Raoul blickte bald den einen, bald die andre an. Er ahnte halb und halb, daß alles zwischen ihnen abaekartet sei. daß sie sich verschworen hätten, ihn fortzubringen, um ihn zu verhindern, in den Straßen umherzuwandern, too er der goldhaarigen Erbin begegnen konnte. Und wenn auch? Hatte er sich nicht nach dem Landleben mit seiner gesunden Einfachheit und seiner reinen, frischen Lust gesehnt? War es nicht schon immer ein Lieblingsgedanke von ihm gewesen, einmal wirkliche Bäume in wirklichen Feldern zu malen? Ach, wenn er in diesem neuen Leben nur die letzten Monate vergessen könnte! So ließ er sich denn überreden, und nachdem er einmal zugestimmt hatte. konnte er die Abreise kaum erwarten; womöglich sollte sie schon morgen früh angetreten werden. Er hatte einen kleinen Auftrag bekommen, die Jllustration eines Buches für den nächsten Weihnachtsmarkt. Diese Arbeit konnte er auf dem Lande ebenso gut ausfuhren, als in der Stadt, und da ihnen das Leben dort beinahe nichts kosten wurde, konnte das vom Verleger gebotene bescheidene Honorar vielleicht hin-reichen. Sechs Monate, ohne für den nächsten Tag sorgen zu müssen, das war herrlich! Der Umzug wurde so rasch und mühelos bewerkstelligt, und Miette er-. trua lit intüt so aut. daß sich beide junge Männer darüber wunderten, waturn ihnen der Gedanke nicht schon früher gekommen sei. Pierres Bentzthum war em altes. verwittertes Bauernhaus, aber die große Küche war ein prächtiger Raum mit einem ungeheuren Kamm und Bänken zu beiden Seiten, gang wie in der guten alten Zelt. Der Garten war rum gar entzückend, die Gegend ringsum mit ihrer Abwechslung von Berg und Thal wunderschön, und ein Wäldchen ganz in der Nähe. Raoul mach sich mit einem Z:mmermann an die Arbeit, und bald war die alte, halbverfallene Scheune in ein hübsches Atelier verwandelt, wo er bei schlechtem Wetter arbeiten konnte, aber seine Absicht war. so viel als moalich in der freien Luft zu malen. Für verdüsterte. liebeskranke Männer gibt es nichts GezundereS. als schwere korperliche Arbeit, und Raoul handhabte Sage und Hannner, als ob er me im Leben etwas andres gethan hätte. Es dauerte nicht lange, und er sang und pfiff bei seiner Arbeit und kam mit ungcheurem Hunger zu den Mahlzeiten. Unsägliches Glück erfüllte MiettesHerz. als ihres Bruders Auzen wieder hell leuchteten, und sie fein fröhliches Lachen horte. . Sie war selig in dem Gedanken, daß sie ihn geheilt habe sie und ihr Freund Pierre. Und sie selbst? Wenn es jemals eine kleine Verwachsene gegeben hat, die vollkommen glücklich war, dann war sie es. Für sie, die immer zwischen kahlen Wänden und hinter Fenstern gelebt hatte, die auf überfüllte Straßen und häßliche, hohe, verräucherte Mauern sahen, war das bescheidene Dörfchen Lormois ein irdisches Paradies. Später, als die warmen, langen Sommertage kamen, lebten Raoul und sie fast vollständig im Freien. Als Vorwurf für sein großes Bild hatte er die Ruhe der Feldarbeiter- gewählt. Im Schatten einer hohen Heudieme verzehrte eia kräftiger junger Mann sein Mittagsmahl, das ihm seine Frau aus dem Korbe reichte, worin sie es soeben gebracht hatte, und zwischen ihnen saß ein hübsches, lachendes, kleines Kind ein einfacher aber echt menschlicher Vorgang. Hinter der Familie breiteten sich die Felder in der hellen Mittagssonne bis zum hellen Horizont azi, und hie und da waren noch andre Gruppen ruhender Arbeiter angedeutet. Um den richtigen Freilustton zu trefj fen. malte Raoul unmittelbar nach der Natur. Me Leidenschaft und Thatkrast eines starken Manms legte er in sein Werk, und Miette. die mit ihrer hübschen Arbeit in ihrem Fahrstuhle neben ihm saß, richtete ost liebevolle Blicke auf ihn und freute sich, daß die Heilung, um die sie so inbrünstig gebetet hatte, sich nach und nach vollzog. Ganz so rasch, als sie wähnte, ging das indessen doch nicht. Es gab böse
Tage und noch schlimmere'Nächte wo die Erinnerung an die schöne Amerikanerin mit unsagbarer Bitterkeit in Raouls Kerzen emporwallle. In solchen Auaenblicken war er manchmal auf dem Punkte, nach Paris zu eilen, um, wenn möglich, etwas über Miriam in Erfahrung zu bnngcn. Aber er besaß Kraft genug, diesem Verlangen zu widerstehen. Seine ectte Künstlerliebe für seine- Arbeit letteke ihn, die geseg nete. heilige Leidenschaft für das Schöne, Erhabene, Reine. ' Je mehr Zeit dahinschwano, vm so leichter wurden ihm diese Siege über sich selbst; ja es gab sogar Zeiten, wo er sich wirklich darüber wunderte, daß er jemals so thöricht, so wah.rfinnia hatte' sein können, Miriam Sanford für etwas andres zu halten, als für ein vollendet sckones Geschöpf, dazu geschaffen, von allen Malern bewundert zu werden aber aus sicherer Entfernung. Ne seiner An dunst in Lormois war Raoul nur einmal in Paris gewesen, um den Salon" zu besuchen. Sein Bild einen etwas besseren Platz erhalten, aber dieKunstkritiker sprachen fast gar nicht darüber. Raoul war selM4 erstaunt, daß er keine größere Entrüstung übe: diese Ungerechtigkeit emvnd. Allein das war das fertiqe, schon halb vergessere Bild, - das Bild der Vergangenheit. All sein ehrgeiziges Hoffen richtete sich auf das zukünftige Bild. das. wie er bestimmt fühlte. Anerkennung finden würde. Raoul muß tc. daß er Talent hatte, und Talent bricht sich früher oder später immer Bahn. Neuntes Kapitel. Durch die Warnung, die ihm sein Freund gegen Ende des Sanford'schen Festes ins Ohr geflüstert hatte, war der edle Fürst von Cavalmonte sehr erschreckt worden, allein er fühlte sich bald wieder beruhigt. Das Leben ging bei den Amerikanerinnen seinen gewöhnten Gang, ja es war vielleicht noch etwas verschwenderischer geworden. Miriams letzte zügellose Laune war der Ankauf eines Paares weißgeborener Schimmel von großer Schönheit, aber zu einem fabelhaften Preise. Sie hatte gehört, eine entthronte Majestät habe Lust gehabt, sie zu kaufen, aber davon Abstand genommen, weil der Preis zu
übertrieben hoch gewesen sei. Für Minam. die anfangs geschwankt hatte, genügte das, und sie war glücklich wie ein Kind über ein neues Spielzeug. Sie ließ die Pferde, die mit einem fast un sichtbaren Geschirr an den zierlichsten Viktoria gespannt waren, den sie in Paris hatte austreiben können, vor's Haus bringen, damit ihr Verlobter sie pflichtschuldigst bewundere. Seine An erkennung war auch unbegrenzt und höchst aufrichtig. Wenn sich ein Mädchen, das seine fünf Sinne beisammen hat, Sorgen über die Sicherheit ihres Vermögens gemacht hätte, würde sie das Geld nicht so weggeworfen haben. Sie sind ein Engel!" rief er deshalb mit wirklicher Begeisterung. Die Pferde sind zur Brautfahrt bestimmt und sollen mich an meinemHoch zeitstage in die Kirche bringen, antwartete der Engel". Und wann wird er sein dieser wonnevolle, heiß ersehnte Tag?" Im April. Der April ist ein sehr angenehmer Monat zum Heirathen, denn w haben dann den ganzen Sommer zum Rerjen und können unser Haus mit der beginnenden Saison erösfnen. Wir wollen den 25. April setzen.Wie soll ich das Leben bis dahin ertragen? Haben Sie gute Nachrichten von Mr. Sanford? Ist er mit dem Stande der Dinge in Amerika zufrieden, mit dem Geschäft, mit der Silbergrübe?" Miriam wandte sich rafch um und sah ihren zukünftigen Herrn und Gebieter scharf an. EtVas im Tone seiner Stimme hatte sie eigenthümlich berührt, und sie fand die Mischung von zärtlichen Liebesbetheuerungen und Besorgnissen über die Silbergrube etwas seltsam. Er scheint ebenso zufrieden zusein, als fönst." antwortete sie jedoch ruhig. Mein Onkel ist etwas schweigsamer Natur und schreibt nicht gern. Er telegraphirt nur von Zeit zu Zeit, daß es ihm gut gehe." Jeden Tag kam der Fürst, machte pflichtschuldigst seine Aufwartung und brachte Nofen und Bonbons, jeden Tag fand er die Dame seines Herzens reizender, bezaubernder und von sinnverwirrendem Schönheit. Die Verheiratung mit einer sehr trieben Dame hatte er als eine unerläßliche Forderung seiner mit bescheidenen Mitteln verbundenen Stellung angesehen, aber kaum gehofft, in der Erfüllung der ihm daraus erwachsenen Pflicht so diel Befriedigung zu finden. Er war noch nicht dreißig Jahre alt und Miriam das herrlichste Geschöpf, das er je gesehen hatte. Und wie gewandt sie eine Unterhaltung zu führen verstand! Er liebte es, sich auszumalen, wie seine Gattin von seinen vornehmen Verwandten und Freunden würde empfangen werden, nnd meinte, es wäre unmöglich, sie so zu behandeln, wie daS vielen amerikanischen Erbinnen ergeht, die in die europäische Aristokratie geheirathet haben. Weö würde es wagen, sie daran zu erinnern, daß ihr Vater und ihr Onkel gewöhnliche Silbergräder gewesen waren und ihren Reichthum einem reinen Glücksfall verdankten? Wer würde sich nicht vor dieser wahrhaft königlichen Erscheinung beu- : gen, die das Köpfchen so stolz 4.ug und die mcht nur schon, sondern auch geblldet war, italienisch ebenso fließend sprach, als französisch, über Literatur und Kunst und noch viele andre Dinge zu reden verstand, wovon nicht nur die Frauen, sondern auch die Männer seiner Kreise nicht einen Schimmer hatten? Er wollte schon dafür sorgen, daß ! r r . rr , . L , leine 4$nntipciio geyorrg oemunoerr. und gewuroigt wurde.
In seiner 'Zugend hatte er nur wenig Neigung zum Lernen gehabt, und da er von einem Hauslehrer erzogen worden war, der es für seine Lebensaufgäbe gehalten hatte, seinem Zögling jede Mühe zu ersparen, war dieser natürlich ganz unwissend geblieben. Trotzdem hatte er einen leichten Firnis von Bildung. Es stand ihm ein gewisser Vorrath von Redensarten zu Gebote, die langer Gebrauch geglättet hatte, er hatte Takt genug, gefährliche Tiefen zu vermeiden und wußte immer schöne schmeichelnde Worte zu finden, wenn er einer Dame sagen wollte, sie sei reizend, und so gelang es ihm. sich durch die Gesellschaft hindurchzuwinden, ohne sich durch seine schmähliche Unwissenheit bloßzustellen. Alsmildernder Umstand für ihn mag angeführt werden, daß es mit zwei Dritteln der vornehmen Italiener feines Alters nicht besser bestellt ist. Wenn diese jungen Herren nur tadellos gekleidet sind und wenige Männer verwenden mehr Sorgfalt auf ihren Anzug wenn sie gut reiten, anmuthig tanzen, reichen Erbinnen den Hof machen können und es verstehen, einen schmachtenden Ausdruck in ihre schönen braunen Augen zu legen, dann sind sie zu? Erfüllung ihrer Lebensaufgäbe genügend gerüstet. Von Kindheit an ist es ihnen bekannt. daß das väterliche Vermögen geringer ist, als angenommen wird, oder daß es im Schwinden begriffen oder schon gänzlich verduftet ist, daß ihr blaues Blut ihnen verbietet, mit den Handen zu arbeiten, und daß als unvermeidliche Folge dieser Sachlage ihnen, wenn sie sich die Lebensannehmlichkeiten verschaffen wollen, worauf sie kraft ihrerStellung Anspruch zu haben glauben, nur der Ausweg übrig bleibt, eine reiche Frau zu heirathen, und um dieses Ziel zu erreichen, spannen sie alle ihre Kräfte, all den Verstand an. womit eine gütige Natur sie ausgestattet hat. Vornehme Erbinnen sind selten, schwer zu befriedigen und verlangen meist außer dem Titel auch noch Reichthum. Vermögen, die in Europa durch Handelsgeschäfte erworben worden sind, werden im Allgemeinen nicht mit günstigen Augen angesehen. Das Handelshaus muß in einiger Entfernung vom Palast stehen, und da amerikanische Handelshäuser durch einen sehr breiten und tiesen Ozean von den europäischen Palästen getrennt sind, werden junge Amerikanerinnen seit Jahren von vornehmen Vermögensjägern bevorzugt. Oft. furchtbar oft, schlagen diese Ehen kläglich fehl. Den jungen Frauen wird zu verstehen gegeben, daß die Tochter eines Geschäftsmannes die Ehre einer vornehmen Verbindung durch Bescheidenheit und, unbegrenzte Selbstverleugnung bezahlen müsse. Mr. Sanford kehrte ganz unevwartet in den Schoß seiner Familie zurück. Eines Morgens trat er plötzlich ins Wohnzimmer, einen behaglichen, oon den großen, unwohnlichen Empfangssälen abgelegenen Raum, wo seine Damen zufällig alle versammelt voaren. Eine gewöhnliche Droschke hatte ihn vom Bahnhose gebracht, und er trug seinen Handkoffer in der Hand. Mr. Sanford hatte niemals verstanden, don seinem Reichthum Gebrauch zu machen. Er war ein Mann, der sein inneres Leben nicht leicht sehen ließ, aber dabei ein ausgezeichneter Gatte und guter Vater. Auf die mannigfachen Ausrufe, die ihn bei seinem Eintritt begrüßten, antwortete er kaum, ebensowenig auf die Fragen, warum er seine Ankunft nicht telegraphirt, den Wagen nicht bestellt habe und so weiter. Miriam, die ausfahren wollte und damit beschäftigt war, ihre Handschuhe auszuziehen, zuckte die Achseln. Die Erziehung ihres Onkels war doch in sehr bedauerlicher Weise vernachlässigt worden. Gehst Du aus. Miriam?" Ja. Onkel, der Fürst will mich und Mattie abholen. Hast Du meine Schimmel vor dem Hause gesehen?" Ja. sehr'hübsches Gespann." Fabelhast theuer, aber auf's Geld kommt's ja nicht an." Schon bezahlt?" frag! der Fankee in seiner kurzen.telezraphischenSprechweise. Noch nicht. Auf der Bank war irgend ein dummes Versehen gemacht worden, was ich noch nicht aufgeklärt habe. Ich wollte heute Morgen hingehen. habe es aber vergessen." Sie fuhr gelassen fort, ihre sehr langen Handschuhe zuzuknöpfen, und ihr Onkel sah ihr mit einem eigenthümlichen Zittern der Oberlippe zu. Ich glaube, Miriam, es wäre besser. wenn Du die Spazierfahrt aufgäbest." Aber ich habe dem Fürsten versprochen " Bist Du wirklich mit ihm verlobt?" Ja. und nun. woDu wieder da bist, kann die Hochzeit gleich stattfinden." Ja, ja ja, ja." Er fuhr fori,-in einer ihm sonst gar nicht eigenen nachdenklichen Weise ia, ja" zu sagen, bis sich seine Frau plötzlich erhob, ihm die Hände aus dieSchultern legte und ihn zwang, ihr in's Ge" sicht zu sehen. John sprach sie mit unsicherer Stimme, es ist etwas vorgefallen; Du bist nicht wie sonst, sag's mir, Liebster." Die tiefe Liebe vieler Jcchre wallte in seinem starken Manneöherzen empor, und er sah sie sehr zärtlich an er, der gehofft hatte, denen, die er liebte, alle Sorgen ersparen zu können. Ja, mein Liebling, es ist etwas vorgesallen." antwortete er und küßte seine Frau, ohne sich darum zu kümmern, daß er Zuschauerinnen hatte. Wir sind nicht mehr reich, sondern sehr arm. Die Silbergrube gibt nichts mehr her, die Ader ist erschöpft, ganz alle. Wir fürchten, kaum noch so viel Metall zu finden, daß die täglichen Betriebskosten gedeckt werden." Einige Augenblicke herrschte tieseä
Schweigen. Mtriam'wurde' sehr. blaß und hörte auf, an ihren Handschuhen zu knöpfen, während die andern Mr. Sanford ansahen, der plötzlich sehr gealtert zu sein schien. Mrs. Sanford, die sich während der Jahre des Wohlstandeö von den jüngern Familiengliedern etwas in den Hintergrund hatte drängen lassen, war die erste, die sich faßte. Nun. Liebster." sprach sie ruhig, wir sind schon einmal zusammen arm gewesen und sehr gut zurechtgekommen, und so werden wir uns wohl auch jetzt durchschlagen; sei nur unbesorgt. Mit den Mädchen ist's freilich was andres. - Sie können sich der Zeit, wo wir arm waren, nicht entsinnen: für sie ist es hart." Nun erhoben sich auch Mattie und Joan.- Mattie weinte leise, während Joan. die eben ans dem Atelier gekommen war, nicht nur ruhig, sondern auch voll Muth zu sein schien. .Liebe Mutter." rief das kleine Mädchen, Du sollst mal sehen.Du und Vater seid nicht die einzigen Muthiqen unter uns! Fleißige sind viel glück!!cher, als Müßiggänger. Wir müssen alle sofort nach New ??ork zurückkehren, und ich werde Portraits malen zuHchst billig ich hatte schon die Absicht. nächstes Jahr eines auszustellen alle meine Lehrer sagen, ich hatte Talent .und jetzt werde ich erst mit voller Freudigkeit arbeiten." Joan hat recht." erklärte der Vater mit einem liebevollen Blick auf das erregte Mädchen. Wir müssen alles verkaufen, was wir hier besitzen, und sobald als möglich abreisen. Einige meiner Freunde hoffen mir eine Stelle bei einer Versicherungsgesellschaft verschaffen zu können." Während diefes Gespräches hatte sich Miriam nicht gerührt und stand da. wie eine weiße Statue der Verzwelflung. Zu Grunde gerichtet, vollständig zu Grunde gerichtet! Sie erinnerte sich der Unterhaltung mit ihrem Onkel, als sie mündig geworden war, und seines Rathes. nicht alle Eier in einen Korb zu packen. Der Korb war zur Erde gefallen, und die Eier waren alle zerbrochen. Und der Fürst und ihre Heirath, die prächtigen Gewänder, die schönen goldenen Pläne der Sommerreise zur Vorstellung bei ihres Gemahls Familie, der , stolze Pal dessen Ankauf sie und der Fürst naih dielen Besichtigungen des reizenden Hauses und langem Zögern und Zweifeln, ob auch der Ballsaal groß geug sei, beschlössen hatten, was wurde daraus? Den andern fing dieses Schweigen an, Sorge zu machen. Meine arme Miriam." sprach Sansord mitleidig. Dich trifft's am härtesten, denn diese seine Heirath wird wohl in die Brüche gehen. Glücklicherweise bist Du. glaube ich. nicht wahnsinnig in den Italiener verliebt." Giulio liebt mich jedensalls sehr, und er wird mii mit oder ohne Silbergrübe heirathen." Sie sah so stolz und herausfordernd aus. daß niemand Lust hatte, auszusprechen, was sie alle dachten und was, wie sie im innersten Herzen wohl wußten, die volle Wahrheit war. In diesem Augenblick meldete ein Diener den Fürsten. Miriam war in ihrer Art ein tapferes Mädchen und beschloß, sofort mit ihm zu sprechen, ihm den Verlust ihres Vermögens miizutheilen und zu sehen, aus welchem Stoffe die große Liebe gemacht sei, wovon er so schön zu reden wußte. Sie fand ihn in dem Boudoir, ws sie ihn gewöhnlich empfing. In einer Hand hielt er einen Strauß von Rosen in den herrlichsten Farben, den er ihr mit einigen hübschen Worten in seiner weichen, wohllautenden, zu Liebesschwüren wie gemachten Sprache überreichte. Miriam nahm die Rosen, sah den. ta dellos gekleideten jungen Mann an und fühlte stch weniger tapfer als vor ri nigen Minuten. Wie konnte sie ein solcher Gutwetterbräutigam vor dem bitteren Sturme schützen? Ich habe diese Nacht von Ihnen geträumt, meine schöne Braut, oder vielmehr, ich träume Tag und Nacht von Ihnen. Ihr Antlitz schwebt immer vor mir. Sie waren in Ihr prachtvolles Hochzeitsgewand gekleidet und standen an meiner Seite. Dhränen ersüllten Ihre klugen, bräutliche Thränen, und als sie niederfielen, verwandelten sie sich in kostbare Diamanten. Ich bückte mich, um sie für meine Fürstin auszuheben, aber es waren ihrer zu viele; wir schritten darübe? hin. wie über einen glitzernden Teppich. Aber Träume sind Schäume. Was haben wir mit Thränen zu thun?" Ja. was- wohl?" antwortete Miriam. Der Fürst fand, daß sie dem lübschen Phantasiegebilde, das er sich während seiner Fahrt nach ', dem Hause uögesonnen hatte, keine Gerechtigkeit widerfahren ließ, und da er weiter nichts zu sagen wußte, sah er seine zukünftige Gattin zärtlich an. Er war sehr ver-
liebt, ganz ernstlich, so leidenschaftlich, als eö feine seichte Nawr überhaupt vermochte. Ja. Miriam war schön, aber etwas bleich, wie Um jetzt auffiel. Ihr Onkel ist zurückgekehrt, wie mir der Diener mitgetheilt hat. Er ist doch wohl?" Danken ja." Und unsre Hochzeit kann sofort stattfinden? Ihre Aussteuer ist fertia; die Veränderungen, die wir im Hause auszuführen wünschen, können gleich in Angriff genommen werden. Wäre es nicht gut. die Einladungen beizeiten auszuschicken?" Sie sollen abgeschickt werden, sobald Sie wünschen. Giulio. Es kommt alles auf Sie n v Und ich werde mich stets und in allen Dingen nach Ihren Befehlen rich ten. meine schöne Miriam." Miriam ogerte einenAugenblick und sah ihm in die großen braunen Augen,
und diese großen braunen Augen senkten sich etwas unter diesem Blick. Mein Onkek hat schlechte-Nach rich. ten mitgebracht, Durchlaucht. Wenn wir überhaupt Einladungen zu unsrer Hochzeit aussenden, - werden Sie ein vermögenloses Mädchen heirathen. Ich bin vollständig, unwiderruflich zu Grunde gerichtet." Also'die Warnung, die ihm ' sein Freund 'damals ins Ohr ' geflüstert hatte, war doch begründet gewesen, und er hatte sie in den Wind geschlagen. Er war verlobt mit tzem Mädchen, die da schweigend vor ihm saß und seine Ant wort, ihr Geschick erwartete. Daß er sie nicht heiraten konnte, mußte sie naturlich wissen. Wie konnte er das? Sein Einkommen von zwanzigtausend Franken genügte kaum, seine Junggesellenbedürfnisse zu befriedigen, wie konnte" er also heirathen? Es wäre eine Dummheit gewesen, eine 'Dummheit, die zu begehen, ihm auch nicht inen Augenblick in den Sinn kam, allein wie konnte er diesen Entschluß mit feinen oft wiederholten Versicherungen seiner uneigennützigen Liebe iu Einklang bringen? Wie ist das möglich?" murmelte er endlich, da er fühlte, daß er nicht langer schweigen dürfe. Ein: so großes Vermögen kann doch nicht in einem Augenblick verschwinden? Etwas mufr doch übrig geblieben sein vielleicht die Hälfte?"' Aus dem, was mein Onkel soeben gesagt hat, muß ich schließen, daß gar nichts übrig geblieben ist. Zu naheren Mittheilungen hat er noch keine Zeit gehabt. Er hat eine Stelle bei einer Versicherungsgesellschaft crngenommen, und meine Kousinen werden sich ihr Brot verdienen müssen. Sie sind alle sehr nruthig, diel muthiger als ich, weil nun ich habe meinen Verlobten gellebt," schloß) Miriam mit etwas bebender Stimme. Und ich. schöne Miriam. ich bete Sie an! Sie sind das lieblichste, das bezauberndste Geschöpf, das ich je gesehen habe. Wie kann ich ohue Sie leben?" Miriam blickte rhren Verlobten mit stolz Freude an, aber diese schwand, als der Fürst sich beeilte, hinzuzufügen: Das Leben wäre ein elnziger langer Traum der Seligkeit gewesen! Ich wußte ja natürlich, daß ich ein sehr großes Vermögen heirathen müsse, aber ich hatte kaum zu hoffen gewagt daß es mir von so vollendet schonen Handen überreicht werden würde. Und alles das zerrinnt nun, und nichts bleibt übrig als Bedauenr. Ich muß wieder von vorn anfangen und das Vermögen suchen, ohne das ein Mann in meiner Lage nicht heirathen kann. Esist zu hart ich, der ich Sie so. innig liebe!" Der Fürst erhob irr feinem wahren Kummer die großen braunen Augeu,. und diese standen voll Thranerr. Ich bemitleide Sie aufrichtig, Durchlaucht." entgegnete Mirsanr mit einem Höhne, wovon der Italiener- je doch nicht das geringste merkte. Ach, ich bin auch zu bemitleiden wir beide sind zu bemitleiden wir wären so glücklich geworden und das. schönste Paar in Italien gewesen-., Ich meine, ich hätte Sie nie so innig geliebt als jetzt in dem Augenblick,, wo ich Sie verlieren soll.Warum sollen wir nicht hnrathen, da wir doch einmal velobt sind?" Ach. wenn ich nur könnte, aber Sie wissen, daß. es, eine Unmöglichkeit ist. Wir würdai atm sein und unl lächerlich machen, und meine Eltern wurden: ihre Zustimmung zu einer solchen. 23 bindn ng versagen." Sie sind doch aber mündig. Bei uns zu Lande wird man nm& das Heirathen anlangt, niemals miin big. Außerdem verehre ich meine El tern. die " Sparen Sie sich die Mühe. Ihre Eltern zu rühmen, die gern bereit toa ren. meine Dollars willkommen zu hei ßen. Jetzt würde ich Sie nicht mehr heirathen. und wenn Sie mich fußfällig bäten. Sie können gehen." Miriam erhob sich ruhig und mit vollkommener Fassung. Achl" rief der Fürst in einem Tone, der an seiner Aufrichtigkeit nicht zu zweifeln gestattete, wie liebe ich Sie, wie liebe ich Sie! Niemals werde ich eine Frau finden, die sich mit Ihnen vergleichen ließe. Daß Sie inr Zorne von mir gehen, kann ich nicht ertragen. Ich will an meine Eltern schreiben. Er lauben Sie mir wenigstens. Sie wie derzusehen. Wer weiß, ob nicht bessere Nachrichten eintreffen? Die Halste Ihres Vermögens würde meine Eltern zufriedenstellen, und ich heirathe Sie. salls auch nur cm Viertel gerettet würde, selbst wenn ich die Einwilligung meines Vaters gerichtlich erzwingen müßte." Das junge Mädchen wandte sich um und schaute den Italiener mit einem Lächeln an, das so voll mitleidiger Ver. achtung war. daß es eine mündlich Antwort überflüssig machte, und verließ das Zimmer in majestätischer Haltung. Der Fürst sah die auf dem Tische liegenden Rosen an. ließ seine Blicke noch einmal durch das üppige Boudoir wandern, wo er so oft von ungezählten Reichthümern und ehelichem Glück geträumt hatte, ergriff dann hastig seinen Hut und stürzte aus dem Hause. .(Fortschung folgt. Passendes Thema. Gattin: Hier schreibt Mama, daß sie auf Besuch kommt. Geschichts-Professor: So werde ich während der Dauer ihrer An Wesenheit meine Arbeiten über die Kon fliktszeit fortsetzen!Passendes Mittel. Vater: Ha no, wenn mei' Mble au net so artig ischt, irwendig ischt er's doch! Er ischt a harte Nuß mit 'em guate Kern! Lebrer: Meinetwillen, aber tücktia klo-
pfe' dürfet Jhr'n. sonscht kommt von dem guten Kern mx zum Vorscheml
Für die Küche. . Kartofffeln au Gnitln. Man schäle, locke und zerstampfte die Kar toffeln. Hierauf backte man maaeren
Schinken and etwaö PelttsM? zusam men. Der Sckinken wird nun in eine Pfanne gethan und ein wenig zerlassene Butter und t'mt Prise Mehl beigefügt. Alsdann würAr man ihn mit etwas Pfeffer und ein wenig femem Thymian - c irv rr - ooer cns. dieses lae man nun yeig werden, worauf man so dle Eier hin zufügt, bis es wie eine dicke Masse oder ein Brei wird, hierzu wird man am be sten 4 Eier auf ie eine Tae SMnken rechnen. Jetzt füge man die Kartoffel mnzu uno vermenge Alles gut durcheinander, auch kann man etwas Butter ' oder Sauce binzufüaen'. Rackdern man das Gericht nun mit Brotkrumen be streut hat. stellt man eF 15 Minuten lang in den Backofen. Hut' man noch eiroas vorige ?auce, rann man ,le beim Anrichten, nachdem sie heiß gemacht wurde, auf die Kartossesn fthüt, ten. Dock ist dieses lckte Verfabren durchaus nicht nothwendig. HannoveranischerSchkaa e l. Man reiniat und saht1 rfnerr ral bernen Schlägel und spickt ihn'mi't' grob geschnittenem Speck und Schinkenfleisch; nachdem beides in feinizeschnittenes Basilicum, grüne Petersilie Thhmian. gestoßenes Neugewllr,,. Pscffer und Cardamomen eingewälzt' wurde, gibt man den Schläqel'in' eime Kasse role. thut Sveck. Sckinken:. Ldröeer blätter, Basilicum. Zwiebel. Tb'ymiarc. rI - r je - r rrt " . rr n n cnnoncnicgaic. vzjerourz duti auen Haltungen, ein Paar ausgestreifte, Brai. Würste, t Quart Wein. Essig! und gut Z Quart sauren Rahm hinein, stellt ihn m das Rohr, begießt ihn oftmals mit dem vorhandenen Saft und bratet ihs solanae. bis er eine schöne ??arbe bat. Wenn die Brühe zu wenig wird,.nimmd man gute Rmdf uppe; ist das' Fleisch! weick. ricktet man es an und scküttet die Sauce durch ein Sieb darüber. Kasenudeln. Man kanmhlerzu. Käsereste vortbeilbaft verwenden.. Aus einem balben Äfund Mehl', ebensoviel. geriebenem oder zerkleinertem Käse und zmaner macht man emen steifen .iig aiebt Salz und Pfeffer dazu. rollt ihn aus und läßt ihn, mit Butter bestrichen und m Streifen geschnitten, auf retnect Kuchenblech backen. Die Nudeln werdcn trocken gegessen als Nachspeise.. Brunnenkresse als- Gemüse. Die Brunnenkresse gehört zu den aesündesten Gemüsen und' zeichnet sich durch ihren etwas scharfen,- .Ken Ap, i i r r gr r jr j r onri . peiil oesoroernoen i2ccginaa aus. can pflückt die Blatter von den dicken StieKn. überaießt sie mit siedendem Wasserund kühlt sie in kaltem ab. Hierauf schneidet man sie einigemal vurcy unv kocht sie in guter Fleischbrühe vollende weich. Nun schwitzt man einen- Löffel Mehl in Butter hellgelb, mischt dasGemuse darunter, würzt nach Belieben und giebt Bratwürste und Schmorkatöffelchen dazu. Wer den ziemlich strengen Geschmack der Kresse allein nicht liebt, mischt einige Handvoll ' Spinat darunter. Italienischer Sal'at. Man leat 6 Herinae. wobei einige 'Milchnersein müssen. 12 bis 15 Stunden in kaltes Wasser zum Auswässern, zieht die Haut ab und entgräthet sie. DieMilchner legt man allein zurBereitung der Sauce; der Rogen wird- hierbei nicht verwerthet. Sechs hart gekochte Eier reibt man m:t Provencerol sein, zwei Pfund Kalbsbraten, einige- ge-. sckälte Aevfel. Essiaaurken und einig? Sardellen schneidet man in kleineWürstl. Dtt Hermgsmilchner- reibt man imrck ein Sieb, aiebt ein balbes GlaS Rothwein, Provenceröl'. Weinessig. Pfeffer, Salz. Senf. Kapern und erwas eingemachten Ingwer- in- kleinen Würfeln dazu und vermischt dieses recht gut mit dem vorhergehenden. S ch i n k e n k n ö d e.l:.Man schlägt ein Stück Butter weich und giebt nach und nach vier Eidotter, sowie etwas Petersilie und Salz dazu; schließlich mengt man feingewiegten,- gekocht-m Schinken und das zu Schnee geschla gene Eiweiß der vier Eier darunter, formt aus der Masse mittelgroße Klo ße, wickelt sie in Semmelmehl' dir und backt sie in heißer Butten Die-Knödel werden mit Buttersauce-und Brcrtkartoffeln servirt, schmecken aber auch kalt ganz vorzüglich. I t a l i e ni s ch e A ust e r n.. Frische Austern löst man- aus' den- Schalen, trennt die Bärte ab. rührt Butter mit Zitronensaft dickflüssicr.. beträufelt damit die Austern. sireutPfeffer darüber. besiebt sie dick mit geriebenem Parmesankäse unv stellt sie- nun- so- lange in einen heißen Ofen., bis der- KäseÜberzug geschmolzen und, goldbraun geworden ist.. Als Abwechslung der frischen Austern sehr zu empfehlen. Franz ösischecrK.o-pffalat. Die Blätter w'erden- nicht sehr fein ge theilt, dann werden sie leM gewaschen und in einem Salatbecken u ablaufen gelassen. Kurz vor dem Servrren thut man sie in folgendeSau? 2 hartgesottene Eier-treibt man durch ein Haarsieb und verrührt sie nach und nach mit 2 frischen Eingelb. 6' Löfsek Oliveöl. 4 Löffel Essig. 1 LLsfelchm Senf. Salz und Pfeffer und menc't da Ganze mit 2 Löffeln behutsam durcheinander. Eine Jmrtaticlll von Reis mit G ä n s tt l t x n kann man. natürlich nur dem Geschmacke nach, auf RMge Weise dadurch herstellen, daß man Beifuh dem gewöhnlichen Bouil. sonreis hinzufügt, und zwar etwas diel. Nimmt man statt Rindfleisch Pokelfleisch. so- wird der Geschmack noch ähnlicher. Kategorisch. Gevchtsvor sitzender: Haben Sie sonst zgch etwas zu Ihrer Vertheidigung hinzuzufü. gen?" Angeklagter: .Nein. Herr Präsident ; mein Gewissen hat mich bereits glänzend frergesprochen und möchte ich Sie nur bitten, sich dem gu fälligst anschließen zu wollen."
