Indiana Tribüne, Volume 20, Number 203, Indianapolis, Marion County, 11 April 1897 — Page 7
Aas Weilchen. Von Adolf Kahle. Mit der Rose und der Lilie vereint, bildet das Veilchen die Dreizahl der beliebtesten aller Blumen. Die alten Griechen verehrten es als Sinnbild des Wiederauflebens der Erde, und das Veilchen nahm bei ihnen etwa dieStelle ein. die wir dem Himmelsschlllsselchen anweisen. Gewöhnlich wird das Veilchen als Sinnbild der Demuth und Bescheidenheit angesehen, aber es ist für uns auch das Blümchen der stillen Liebe und Treue. Nicht umsonst haben die grünen Blätter, die wie ein jungfräulicher Kranz das Blümchen umgeben, die Form eines Herzens, nicht bedeutungslos ist sein heimliches und verborgenes Blühen, das sich gerne dem Auge der Welt entzieht. Im klassischen Alterthume galt es auch als Symbol der Jungfräulichkeit und Keuschheit. Ueberhaupt wär das Veilchen schon eine der beliebtesten Blumen der alten Völker. In Griechenland wuchs es am Fuße des Parnassus, am Berge Athos und in dem wunderlieblichen Arkadien wild und wurde schon im Januar in voller Blüthe angetroffen. Aber auch in den Gärten zog man es, wie wir es noch heute überall dort in Griechenland antreffen. Besondere Beete waren der Veilchenzucht gewidmet, und in Athen fand man diese Blumen in solcherMenae, dak man der
Stadt den Brinamen die VeilchendufÄ C 44 v m r i I renoe gao. eonvere liuituranen waren damals schon bekannt, wenngleich es die Gartenkunst noch nicht so weit gebracht hatte, wie gegenwärtig. Die römischen Gärtnereien enthielten wohl meistentheils das Gtlbveigelein", den Goldlack, obwohl auch das bescheidene Blauveilchen ihnen nicht fehlte. Ihre Hausgötter, die Laren, wurden mitVcilchenkränzen geschmückt, bei ihren Gastmählern gehörte es mit zu den Blumen, die durch ihren Duft .die Festfreude erhöhen sollten. Auch die alten Deutschen lernten die Blume kennen und lieben, und bereits die ersten Urkunden deutschen Wesens erwähnen das Veilchen. Die kriegerischen deutschen Helden hatten es dem Tyr gewidmet und verehrten es als Tyrsviole. welcher Name sich in einigen Gegenden noch bis auf unsere Zeit erhalten hat. Später wurde das Beilchen in den Klostergärten der Mönchsorden cultivirt, und man benutzte es schon im Mittelalter zu Spezcreien und- wohlriechenden Wassern. Einer rms heute fremden Bednltung des Veilchens, welche uns bei den Griechen begegnet, müssen wir erwähnen. Bei ihnen war das Veilchen auch die Blume des Todes wahrscheinlich seines verborgenen Blühens wegen. Nach der klassischen Anschauung waren die Inseln der Seligen in der UnterWelt mit Veilchen geschmückt, welche die lieblichsten Düfte aushauchten. In Frankreich, wo die Blumenliebhaberei den ersten Platz beansprucht, zieht man vorzüglich ein sehr großblumiges Veilchen von angenehmstem Duft, das unter dem Namen ParmaVeilchen bekannt ist. Es wird auf dem Pariser Blumenmarkte zu jeder Zeit feilgeboten und von allen Blumen am meisten zu Kränzen und Sträußen verwandt. Bei uns findet man im Herbste bis in den December hinein besonders das sog. 'Lauhesche Beilchen", später das russische und zu Ende des Frühjahrs das langgestielte, hellere Victoria - Veilchen. In Süddeutschland und Italien zieht man vornehmlich das immer blühende Veilchen, das wahrscheinlich aus dem Herbstveilchen hervorgegangen ist, das, wie die alten Kräuterbücher" berichten, im 15. und 16. Jahrhundert bei Mömpelgard und Genua im Herbste zum zweiten Male blühte. Selbst Veilchenbaume hat die kunstreiche Hand des Gärtners zu ziehen vermocht. Er verhindert zehn Jahre lang das Blühen des Blümleins und sucht es immer aufrecht zu ziehen, indem er die unteren Blätter und Ausläufer sorgfältig 'entfernt. Dadurch erhält er Bäumchen von fast Palmenartigem Aussehen bis zur Höhe eines Fußes, welche im Frühjahr durch ihre schöne Blätterkrone, sowie durch ihre auffallend reiche Blüthenentwickelung einen reizenden Anblick gewähren. Doch wenden wir uns jetzt wieder dem lieblichen Veilchen des stillen Busches, dem wohlduftenden Marzveilchen zu. Mehr noch wie bei uns stand es bei unseren Ahnen im Ansehen. Im südlichen Deutschland war es im ganzen Mittelalter üblich, das erste Beilchen, das man im Frühling fand, im Triumphzuge durch das Dorf zu führen und um dasselbe herumzuspringen und zu tanzen! Zur Zeit Otto's des ; Fröhlichen gab diese Sitte Veranlas1 sung zu einemStreit zwischen Nithard, Fuchs und den Bauern. Hans SachS und auch Anastasius Grün haben die Ursache des Streites poetisch behandelt. Sonderbar ist es, daß unsere Vorfahren im Veilchen eine Wunderblume erblickten, die verborgene Schätze cmzuzeigni im Stande war. Schon in der wendischen Sage findet sich dieser Zug, der noch viel bestimmter uns im deutschen Sagenwalde entgegenrritt. In besonderem hohen Ansehen standen die blauweißen Veilchen, denen man heilsame Wirkungen zuschrieb. Die gelben dagegen deuteten auf Neid und Eifersucht. ir::chalb man sie auch Schwägerin" 'z Stiefmutter" nannte. Von ihnen Wtv;. di? Gage manches zu berichten. Nur l;n: sollen wir anführen, was uns ' . .'lch Aufschluß über den sehr geb. :.- "i:.t)en Namen Dreifaltigkeitsblum' Einst, so erzählt die Sage, wa; dreifarbige Veilchen ein ausgezeich.'c : Heilkraut und von so wunderlic'k!e?i? Dufte, daß es selbst das MarzjeiUe- noch weit übertraf. Es wuch-' ' '"Zls im
Getreide, und weil es die Leute so häufig aussuchten und dabei so viel Korn zertraten, that ihm das leid, und es bai in seine? Demuth die heilige Dreifaltigkeit, ihm doch den Duft zu nehmen. Dieser Bitte wurde willfahrtet, und von da an hieß die Blume überall Dreifaltigkeitsblume. In der Heilkunde standen die Veilchen in nicht geringem Ansehen und wurden von Aerzten reichlich verordnet. Wie berichtet, soll dem Kaiser Maximilian mit Hilfe der Veilchenwurzel von seiner Steinkrankheit einige Linderung geschehen sein. Größere VerWendung findet es als Färbungsmittel namentlich in Conditoreien und auch zum Färben der Arzneien. Auch der Chemiker begrüßt in ihm einen geschätzten Gehilfen, der ihm als Prüfungsmittel dient. Die großartigste Verwendung hat es jedoch in der Neuzeit zur Bereitung der wohlriechenden Wasser u. s. w. gefunden. Die duften den ätherischen Oele haben ihren Sitz in den Theilen der Blüthe, sind aber in nur so winzigen Mengen vorhanden, daß es bis jetzt der Chemie nicht hat gelingen wollen, dieselben rein darzustellen. Eine einzige Fabrik in Grasse verbraucht jährlich allein im Durchschnitt gegen 25.000 Pfund Veilchen, um sie zur Bereitung der Parfümerie zu verwenden. Das Veilchen gewährt also dem Menschen den mannigfachsten Nutzen, aber auch ohne diesen würde es wohl zur Lieblingsblume der Völker sich emporgeschwungen haben. Unsere Dichter verherrlichen mit Recht durch ihre Lieder und preisen in seiner stillen Einfachheit und Demuth das Veilchen, das Kind der stillen Waldeinsamkeit.
Nücksichtnchmen. Täglich bietet sich Gelegenheit zur Uebung in der Tugend des Rücksichtnehmens. Nicht große Opfer sind erforderlich, denn wie kleine Geschenke die Freundschaft erhalten, große Gaben hingegen bei dem Beschenkten keine wahre Freude aufkommen lassen, weil der Gedanke: Wie soll ich mich revanchiren?" beunruhigt, so verhält es sich auch mit den täglich von uns geforderten kleinen Rücksichten im Vergleich zu großen Thaten der Aufopferung. Deshalb haben wir nur die aus einem gu ten Herzen" entsprossenen Handlungen, deren Umfang lediglich von der sich gerade darbietenden Gelegenheit bestimmt wird, im Auge! Für derartige Handlungen der Rücksicht findet sich immer und überall ein Bethätigungsfeld. Dabei ist aber zu beachten, daß man bei allen derartigen Licbesthaten sich wohl hüte, es merken zu lassen, daß die geübte Rücksicht auch Dank erwartet. denn die Dankbarkeit gleicht einem Menschen mit reizbaren Nerven und sie wird gar zu leicht ungeduldig, wenn man sich ihr zu oft oder gar zu absichtlich in Erinnerung bringt. So bietet vor Allem das Leben der Frau Gelegenheit, kleine Rücksichten zu üben. Den Mann macht der Kampf mit dem feinblichen Leben mitunter unempfindlich gegen zartere Rücksichten. Der Dienst, das Geschäft. Vorgesetzte. Kundschaft nehmen auf seine feineren Gefühle wenig Rücksicht. Das macht ihn hart, und oft kommt ihm gar nicht der Gedanke, daß er selber Jemand durch Rücksichtnahme erfreuen könnte, womit jedoch nicht behauptet werden soll, daß alle Frauen holder Rücksichtnahme voll und alle Männer rücksichtslos seien. Wer gerne Rücksichten nimmt, ist nicht so anspruchsvoll, um selbst solche zu verlangen. Nur in einem Verhältniß müssen Rücksichten verlangt werden; in dem erzieherischen. Eltern und Erzieher, welche die Kinder nicht früh daran gewöhnen, daß sie ihnen gegenüber mitFreudigkeit kleineRücksichten beobachten, mögen sich nicht wundern, wenn die Herangewachsenen sich später nicht zu überwinden vermögen, rücksichtslos sind und sich dabei noch einbilden, charatterstark zu sein. Tcr böse Mann. Eine Frau kommt zum Geistlichen und zeigt ihm, laut weinend, an, daß ihr Mann soeben gestorben sei. Ja, liebe Frau," spricht der Pfarrer, das ist allerdings sehr traurig, aber, offen gestanden, soll er Euch doch hin und wieder nicht gerade gut behandelt haben." Na, Hm Pastor, wenn Sie's doch schon wissen, so muß ich Ihnen doch sagen, daß er no jestern. als ich ihm die Medicin reichen wollte, mir seinen Stiebel selig an den Kopp jeschmissen hat." UebertrieöeneBefürcht u n g. Warum tragen Sie denn immer so entsetzlich weiteHandschuhe?" Ja, meinen S' denn, i' wollt aus Eitelkeit Hühneraugen an V Finger bekommen?" Auch ein Geschäftskniff. Warum kocht denn immer die Frau Doctor selbst, wenn er Gäste zu sich ladet?- Damit sich diese den Magen verderben und sie der Doctor in die Kur bekommt." W o h l b e t o m m's ! Wirthssrau: Gelt die Klöse san fei? Hab's a selbst macht, wie i' ferti war mit'n Ausmisten! Schätzung. Was sagen Sie zum Tulpenblüh, schon wieder hat er Concurs gemacht!" Ae tüchtiger Geschäftsmann!" DassüßeWort. Mama, bis du noch böse?" Ja. Aber ich will wieder gut sein, wenn du zu mir kommst und mir ein süßes Wort sagst." Mama. Kuchen!" Gute Auskunft. Dtt, Kleiner, giebt es hier im Dorf auch ein Wirthshaus?" Ja, Herr. drei!" Wo ist denn das Beste?" Das ist erst im nächsten Dorf!"
Pei Der Dritten Pappel links. on Alberto Orsi. Ein kalter, trüber Januartag. Der graue, bleierne Himmel scheint einen tüchtigen Schneefall zu versprechen. Adriane sikt in ihrem reizenden, mollign Wohnzimmer und ' ihre Finger zaubern entzückende Rosen aus bunten Seidenfäden 'hin auf den nüchternen Kanevas. Allein ihre Gedanken sind nicht recht bei der Arbeit. Sie schweifen zurück in die nächste, die allernächste Vergangenheit, und die bestand aus nichts als aus Glück, aus eitel lauterm Glück, von dem alles zu ihr sprach, ihre ganze Umgebung, jedes Stück in dem Raum, alles, denn alles hatte er ihr geschaffn, er, Heinrich, er, der seit wen!-' gen Wochen ihr Mann war, er, der sie' zur Herrin des kleinen entzückenden Hauses gemacht hatte. Und sie stand auf, um alles wieder zu sehen, zum tausendsten Mal. aber
immer mit neuer Lust, neuer Freude,' neuem Gluck. Es war ihr, als ergreife sie da immer aufs Neue davon Besitz, von all den Dingen, die ihr Heim ihr Heim so süß und so traulich machten. Und von einem Zimmer zum anderen gehend kam sie auch in Heinrichs Arbeitszimmer. Zum erstenmal war sie allein in diesem Zimmer, in welchem jene künstlerische Unordnung herrschte, deren Geheimniß nur die Menschen k.nnen, die mit regsamen Geiste und lebendiger Phantasie zu arbeiten pflegen. Ihr Herz klopfte ein wenig, als sie auf den Zehenspitzen,' gleich als fürchtete sie etwas Unbekanntes zu wecken, in das Zimmer eintrat. Er war nicht da. Sie wußte es ja.. Aber alles sprach ihr in diesem Zimmer von ihm. Der leise Cigarettenduft, der da herrschte und sich in den Vorhängen und Stoffen verfangen hatte. Jed:s Blatt Papier, das dort auf dem Tisch lag, jedes Buch, alles. Und dort an der Wand hing ein Schild aus Plüsch, ein Photographieständer, den sie selbst ihm gestickt hatte. Vergiß mein nicht" stand darauf. ' Vergiß mein nicht! O nein, er würde nie, niemals vergessen, so wie sie ihn niemals vergaß. In dem Ständer zwei Bilder: das seine und das ihre. Einen Augenblick blieb sie davor stehen, dann erhob sie sich auf die Fußspitzen und drückte einen leichten Kuß auf sein Bild. Im Ofen knisterte das Feuer. Ach. wie behaglich es hier in dem Zimmer war! Und sie setzte sich in den Lehnstuhl, auf dem er immer zu sitzen und zu schreiben pflegte. Neugierig las sie die Titel der Bücher, die auf dem Schreibtisch lagen. Lauter Meisterwerke der modernen Literatur. Dann ergriffen ihre Hände einBlättchen, das er beschrieben hatte. Mehrere Worte waren ausgestrichen. Offenbar handelte es sich nur um vn Concept. Ihre Augen überflogen die Zeilen. Doch schon bei den ersten Worten schrie sie laut auf. Angebetetes Mädchen! Endlich ist die Stunde gekommen, da ich Dir meine heißen Liebesworte wieder werde zuflüstern können. Meine Frau ahnt nichts. Morgen, Freitag, um vier Uhr, bin ich im Volksgarten. Ich erwarte Dich dort bei der dritten Pappel links vom Haupteingang. Auf Wiedersehen also. Für mich beginnt beute die Ewigkeit und wird erst morgen enden, wenn ich meine Lippen auf die Deinen drücke " Mit fieberhafter Hast hatte sie, todienbleich und keuchenden Athems, diese Zeilen gelesen. Wie ein Knoten stieg :5 in ihr auf, der ihr dieKehle zusammenschnürte. Dann plötzlich schluchzte sie auf. und schluchzte, und schluchzte, und weinte. Vorbei! vorbei! mit einemmal alles vorbei, ihr ganzes Glück . . . .alles . . . alles. Fort, fort wollte sie von hier, wo si? alles an ihr Unglück, an den schwarzen, schnöden Verrath ihres Gatten erin nerte. Ja, sie wollte fliehen, zu ihrer Mutter hin. um dort, an ihrem Herzen, an ihrer Brust zu weinen, bis es mit ihr. mit ihren Thränen, mit allem vorbei war! Und plötzlich schien eine seltsame Ruhe über sie zu kommen. Morgen . . . Freitag ... um vier Uhr . . . b:i der dritten Pappel links . . .." flüsterte sie. Freitag" . . . aber Freitag war heute . . . und er . . . war fort . . . und die Uhr . . . halb vier . . . Ah! und es kam über sie wie eine Offenbarung .... Die grauen Wolken sandten weiße, wirbelnde Flocken herab. DieWege wa ren hart gefroren und glitschig. Der Volksgarten lag weit ab. Die Entfer nung schien ihr unendlich. Athemlos, keuchend, schw?ißgebadet trotz der schneidendenKälte langte sie endlich an. Der Haupteingang. Dort die Pappeln. Bei der dritten Pappel links." Der Pappel gegenüber ein durch den Schnee dicht gewordenes Gebüsch. Hinter diesem dersteöie sie sich. Hier wollte sie warten. Und sie achtete der eisigen Kalte nicht. Sie achtete des Schnees nicht, der in dichtern und immer dichter Flocken fiel. Sie achtete der Fieberschauer nicht, die sie kalt, eisig überliefen, wie die Hand des Todes, die sich nach einem ausstreckt. Nein, all dessen achtete sie nicht. Sie wartete. Sie wartete und verlor die dritte Pappel links" nicht aus den Augen. Vier Uhr! Doch niemand kam. Es dunkelte schon. Mit einem Male alles Kell. Das elektrische Licht war entzündet worden und warf seine Strahlen auf den glitzernden, gleißenden Schnee, daß es aussah, als wäre der Boden mit Millionen von Diamanten besät. Und niemand kam. Fünf Uhr . . . sechs Uhr . . . Niemand. Und da ... da fühlte sie die. Kälte ... Da fühlte sie, daß sie beinahe zu Eis erstarrt war. .daß ihre Glieder
von der Eiseslust nahezu gelähmt waren. Sie rafste sich auf . . . Nach Hause. Der . . . Herr?" fragte sie das Mädchen, das ihr aufmachte.
Der ist schon lange zu Hause. sC , 1 V ' vii iam jucmgcjuiinincn, nacqocm giui dige Frau fortgegangen waren." In demselben Augenblick klang auch seine Stimme. Adriane.' um Gotteswillen, wohin bist Du denn bei diesem Wetter gegan gen?- und. mit offenen Armen eilte er auf sie zu und küßte sie.' Dann nahm er ihr Hut und Mantel ah und führte sie liebevoll an den Kamin. V Sie ließ alles geschehen. . Wie geistesabwesend blickte sie um' sich. - ' Der Tisch war gedeckt. Das Tischtuch aus herrlichstem Leinendamast, die glitzernden Krystallgläser, das Silberbesteck, das Bouquet dustiaer Treibhcmsblumen, die flackernde, knisterndeFlamme, das ganze Paradies einer stillen, glücklichen' Heimlichkeit, verloren! verloren! Und während Heinrich ihre Hände erfaßt hatte, um sie in den' seinen zu wärmen, brack sie plötzlich in heftiges, convulsivisches Weinen aus - Um Gotteswillen, mein Lieb!" rief er erschreckt, was ist Dir? Ist Dir ein Unglück geschehen? Sage 'doch. Sprich!- ' Adriane aber brachte kein Wort, keinen Laut bervor, nichts, nur das furchtbare Sckluchzen. ' Um Gotteswillen sprich! Sage mir, was geschehen ist, wenn Du nicht willst, daß ich wahnsinnig werde!" ' Und aus seinen Worten seiner Stimme sprack so viel echter, aufrichti der, herzzerreißender Schmer, daß Adriane die Worte hervorpreßte: Weil . . . weil Du ... mich nicht mehr liebste Ich liebe Dich nicht?! Ein Ausschrei war es. Dann lächelte er. Leise strich er mit seinen Fingern über ' ihr goldiges Haar. Und wer sagt Dir, daß ich Dich nicht liebe? fragte er. und ' seine Stimme hatte ihren einschmeichelndsten Klang." Wer sagt es Dir?" fragte er wieder. Und da ... da machte sie sich von ihm los. Wer?!" rief sie aus und' stand da in ihrer vollen Größe. Du selbst! leugne es wenn Du kannst. Leugne, daß Amalie heute auf Dich warten sollte." A . . . ma . . . lie?!" stammelte er, mehr erstaunt als erschreckt. Ja, Amalie! Heute um vier Uhr, bei der dritten Pappel links!" und schmerzgebrochen sank sie wieder . auf ihren Seffel hin. Er aber . . . O, er der Unmensch, er ließ sich auf das Sopha fallen und lachte, und lachte, und lachte! Dann sprang er auf, lief zu ihr hin, die fassunaslos über solch bodenlose Frechheit dastand, und sie umarmend rief er: Aber Liebchen, das war ja . . . das ist ja doch ein Brief aus meinem.neuen Roman!" Auö Dei . . . nem Ro . . . man?" Aber natürlich', komm nur. komm.'' Und er zog sie. die ihm willenlos folgte, in fein Arbeitszimmer, er zog sie zu seinem Sckreibtische hin und da", sagte er, lies." Und sie las: Amalie", ein Noman von ... Und dann zeiate er Zbr das zwölfte Capitel und darüber stand: Bei der dritten Pappel links!". Dankbarkeit. Bon Paul BÜß. Paul Sernow, in Firma Sernow & Co., war in arger Geldverlegenheit. EineSpekulation, auf die er alle Hoffnungen gesetzt hatte, war wider Erwarten fehlgeschlagen, jetzt war Ultimo vor der Thür, die Differenzen sollten gezahlt werden und es waren keine tausend Mark m der Kasse. Was nun beginnen? Rathlos ging er in seinem Bureau umher. Wohl zum sechstenmal durchsah er die mit Bleistift gemachten Notizen, verglich Activa und Passiva und sann über jede Möglichkeit. Geld aufzutreiben, nach, aber alles war umsonst, das Deficit war da und eine Deckung dafür fehlte. Grauenvoll stand die Zukunft vor ihm. Er war ruinirt. Zwei Wege nur blieben: der Bankerott oder ein Revolver. Kalter Schweiß trat ihm auf die Stirn und ein Schauer durchrieselte ihn. So jung, noch keine 30 Jahre, und solch ein Ende! In stummerBerzweiflung warf er sich auf das Sopha, preßte die Händ an die Stirn und. stierte rathlos vor sich hin. - Plötzlich trat Jemand ein. Louis Jensen, sein alter Jugendfreund, war es. Besorgt, fast erschrocken trat er näher. Paul stand sofort auf und begrüßte voll Verlegenheit den Freund, den er seit einigen Jahren nicht gesehen hatte. Früher waren, sie eng befreundet geWesen, dann aber hatte Paul andern Verkehr gesucht, da der Freund ihm zu einfach und altmodisch erschien. . Dich wundert mein Kommen?" 5?.ate der Freund. Verlegen entgegnetePaul: Ich mun mich entschuldigen, daß ich so lange nicht bei Dir war." O, dazu hast Du keine Ursache. Unsere Wege gehen ja nicht nebeneinander. Jeder geht ja heute seinen eigenen Interessen nach. Der Kampf um's Dasein läßt uns ja keine Zeit übrig." Zustimmend nickte Paul, wu?de aber nur noch mehr verlegen. Ich bin auch nicht gekommen, Dir deshalb Vorwürfe zu machen, lieber Paul, nein, ich komme. Dir zu helfen." Der junge Bankier fuhr zusammen und starrte den Freund an. Dieser nickte lächelnd: Ja, ja, mein Junge, ich weiß alles, ich kenne Deine
Lage, Du bist vor dem Rum. Und eben deshalb bin ich hier. Also wieviel brauchst Du?" . . . . - Noch immer fand Paul keine Worte. So sprach der Freund weiter: Damit Du also Klarheit hast: ich weiß es von meiner Schwester Frieda; die ist, wie Du nicht zu wissen scheinst, in dem Bankgeschast von Wolter als Buchhalterin angestellt; dort hat man Deine Dispositionen und Deine Lage discutirt und da hat sie mir alles wiedererzählt. Jetzt war Paul ganz'niedergeschlagen. Ein neuer Vorwurs traf ihn. Denn dies junge Mädchen war dereinst seine Heimlich - Verlobte gewesen. er hatte sich aber auch von ihr zurückgezogen, weil er eben höher hinaus wollte. Und nun kamen diese, beiden so Vernachlässigten und boten ihm die Hilfe an. die ihn vom Ruin retten konnte. Das beschämte ihn tief. . Also, sprich frei von der Leber runter," sagte Louis wieviel brauchst Du?" . ... Ohne ein Wort zu erwidern reichte ihm Paul den Zettel hin, vor dem er bis jetzt gebrütet hatte. . Donnerwetter! 26,000 Mark? Darauf war ich nicht gefaßt," . fagte der Freund. Angstvoll und zitternd sah Paul ihn an. Schon drohte auch die letzte Hoffnung wieder zu versinken. . Doch der Freund besann sich und sagte kurz entschlossen: Ich gebe Dir das Geld; morgen Mittag kannst Du darauf rechnen. Aber ich muß Dich warnen, Paul, laß Dich nicht wieder auf so leichtsinnige Spekulationen ein. Ich geb: Dir fast die .Hälfte meiner Ersparnisse. Ich vertraue Dir, Paul, wirthschafte gut mit dem Geld, bedenke, daß ich es meiner Familie vxU zog. um Dir zu helfen." Und Paul umarmte den Freund und mit thränendurck''itterter Stimme, entgegnete er: Nie, niemals werde ich Dir dies vergessen, lieber Louis! Ewig dankbar will ich Dir sein dafür! Du hast mir ja die Lust zum Leben wiedergegeben! - Du . guter, lieber Mensch!" und er umarmte und küßte den Freund. Ein Vierteljahr später. Das Haus Sernow & Co. steht wieder fest und sicher da. Die Schlappe von ehedem ist ausgeglichen und seitdem ist Paul vorsichtig geworden. Aber er arbeitet jetzt mit Glück, denn seine Verbindungen sind geradezu glänzende geworden. Es geht rapide aufwärts. Natürlich glüht in seiner Brust noch immer die Flamme der Dankbarkeit für den uneigennützigen Freund, aber davon spricht er zu Niemand, und wenn es irgend angeht, meidet er auch die Nähe des Freundes, denn er hat das leise Gefühl, als fchäme er sich vor diesem schlichten Menschen. Äuch bei Fräulein Frieda hat er sich herzlichst bedankt. Er hat sie einigemal in's Theater geführt, ist auch ein paar Mal mit ihr spazieren gefahren, als er aber merkte, daß sie den vertraulichen Ton von ehedem wieder anschlug, hat er sich nach und nach von Neuem zurückgezogen, denn sie zu heirathen, daran dachte er auch jetzt noch nicht, das hieße doch die Dankbarkeit ein wenig zu weit treiben, zumal jetzt, wo er doch bald genug eine glänzende Partie machen konnte. Einmal indessen kam er allmonatlich mit den beiden Geschwistern zusammen. das war schon nicht zu umgehen, nur war er stets froh, wenn seine Geschäftsfreunde von diesen Besuchen nicbts erfuhren, eine Empfehlung für ihn wäre' das doch gewiß nicht, meinte er stets mit ironischem Lächeln. Ein Jahr später. Louis Jensen ging mit seiner Frau über den Opernplatz. Es war eine Minute vor Beginn der Oper. Geht da nicht Dein Freund Sernow mit der Familie Wolf zusammen in's Opernhaus?" fragte die Frau. ' Gleichmüthig nickte Jensen nur. . Aber er grüßte Dich doch, gar nicht r Er wird uns nicht gesehen haben." Pause.. Beide denken nach. Dann die Frau: Sag' mal. ich dachte, der Sernow würde einmal die Frieda heirathen?" Ja, das bildete ich mir auch ein, aber wir scheinen uns geirrt zu haben." Findest Du nicht.Mann, daß Sernow uns jetzt auffallend vernachlässigt?" Liebes Kind, er hat so viele Verbindunaen. denk doch nur. wie groß sein Geschäft geworden ist." Ja. ja. das schon, aber er ist Dir doch Dank schuldig, lieber Louis." Jensen zuckte, die Schultern. Er hat ja vor acht Tagen alles zurückgezablt." Aber damals hast Du ihn doch vom Ruin gerettet!" , - Jensen nickte mit wehmüthigem Lacheln. So etwas vergißt man gar bald." Aber er ist doch Dein Freund!" -Ich fürchte, er ist es nicht mehr," sagte er und machte sich stark, denn die Thränen wollten hochkommen. Zwei J.re später. ,. Ein glänzender Hochzeitszug schreitet durch die reichgeschmückte Kirche. Die Damen in prächtigen Seiden- und Brokatroben, funkelnd von Diamanten und anderen echtenSteinen, die Herren im Frack und Uniform, geschmückt im Glanz all ihrer Ordensterne. Paul Sernow führt die einzige Tochter des steinreichen Wolf an den Altar. Im Mittelschiff d Kirche sitzen die Zuschauer, eng gedrängt, Kopf an Kopf, und halblaut wird die UnterHaltung geführt. .Ja. der ist jetzt schone raus." sagte eine dicke Dame, der bat nu jenug für dies Leben, zwei Millionen' kriegt er ja mit." ' '
Allgemeines Erstaunen unv opsschütteln der Bewunderung. Aber der hat's auch verstanden. Der ist 'n janz Schlauer! Früher, ach du meine Jüte, da hätten Sie 'en mal sehen sollen, das reine Elend, sage ich Ihnen! ich kannte ja seine ganze Familie, kaum satt zu essen hatte sie!" Dann meinte eine andere: Er stand doch mal sehr an der Kippe, nicht wahr?" Die dicke Dame nickte, als wisse sie alles. So was vergißt man schnell," lächelte sie boshaft. In diesem Augenblick kam daS Brautpaar vorüber. Alles schwieg und staunte das Paar an. Und ganz drüben in der' Ecke,' ungesehen von allen anderen, saß ein alterndes Mädchen und drückte das Tuch an's Gesicht. Aber Frieda, nimm Dich doch zusammen," sagte ihr Bruder, der hinter ihr stand. Ach. Louis." flüsterte sie. ich habe ihn ja so heiß geliebt." ; Da ertönte laut des Predigers Stimme und ebenso laut sprach der junoe Bräutigam sein Ja". ' ' ' Ganz hinten aber saßen die Geschwister und blickten durch thränenumflorte Augen auf all den Pomp und Glanz, der sie auf immer von dem Freunde trennte. '
Die Schwiegermutter. Von Alfred Lorke. Es lebte einst in einer Stadt des Orients ein Kadi, der weit und breit, wie das so Kadis an sich haben, den Ruf genoß, sehr weise zu sein. Noch keiner, hieß es. habe unberathen des Kadi's Schwelle je verlassen. Zu diesem Weisen kam, angelockt durch seinen Ruf, durch sieben Städte und durch sieben Wüsten einst ein Kaufmann gezogen, um Rath undBeistand bei dem Manne der Weisheit zu erbitten. Der Kaufmann wa? kein. Narr, wie leider es so viele giebt, und deshalb hatte er wohlweislich der Kamcele sieben mit Schätzen wohl beladen, die er durch sieben Städte und durch sieben Wüsten dem Hause des Kadi's zutrieb. Der Kadi schmunzelte beim Anblick all' der Gaben und gnädig fragte er nach dem Begehr des Kaufmanns. Herr!" sprach Ben Hassan. dies des Kaufmanns Name, Herr, ich bin ein reicher Mann. Allein die Schätze, die ich mein nenne, sie können meinen argen Kummer nicht verscheuchen. Zwei Kinder habe ich, zwei Mädchen beide in dem Alter, da es dem Vater ziemt nach einem Mann für sie sich umzusehen. Die eine ist schön, wie der Rose Knospe, voll Ebenmaß der Glieder und voll sanftmüthigen Gemüths. Die andere aber, Herr, entbehrt der Reize! Und dies ist nun mein Kummer: wie fange ich es als gerechter Vater an, daß keine ich benachtheilige und beiden zu gleicher Zeit des Ehelebens Glück bereiten helfe? Geb' ich der Anmuthigen wenige: von Gut und Habe, denn der Anderen, so wird sie in's Geheim mir grollen und geb' ich beiden gleiche Theile meiner Schätze, dann wird die andere zürnen, denn bestimmt wird sie zur Hochzeit dann zuerst die Schwester schmücken müssen." Der Kadi strich sich durch den langen Bart die Kadi's haben immer lange Bärte und fragte Ben Hassan: Wie steht's. hastDu die Mutter beider noch am Leben?" Ja, Herr!" Und lächelnd sprach darauf - der weise Kadi: Nichts leichter dann, als das! Bestimme einfach, daß wer die Rosenknospe nimmt zum Weib, gehalten fei, die Schwiegermutter, wenn Du einstmals eingehst zu den Vätern, in seinem Hause aufzunehmen, und theile dann Dein Gut und Hab' in gleiche Theile!" Ben Hassan sah erstaunt und ein wenig verlegen den Kadi an, dann aber zog er seines Weges und beschloß zu thun, wie ihm geheißen denn der Weise mußte es ja wissen, was zu thun sei. Wie aber erstaunte der weise Kadi, als Ben Hassan, nachdem der Mond zum zwölften Mal gewechselt, war seiziem Stuhle abermals erschien, noch weit betrübter als das erste Mal. Auch war's ihm kränkend, daß der Mann, der durch sieben Städte und durch sieben Wüsten zu ihm kam. dies Ma! die sieben reichbeladenen Kameele ganz vergessen. Herr, ich habe so gethan, wie Du es mich geheißen, allein, es hat mir nichts genützt. Die Rosenknospe hat das Glück der Ehe die andere aber verbringt in Klagen und Thränen ihre Tage und kein Freier läßt sich blicken." Nachdenklich strich der Kadi sich durch den Bart und sprach für sich: Die Schwiegermutter war kein Hemmschuh wie soll ich das mir nur erklären!" . Ben Hassan aber fuhr fort: Herr, vielleicht weißt Du mir Rath, wenn Du die Meinen siehst ich hab' sie mitgebracht!" Der Kadi nickte mit dem Haupt und Ben Hassan holte zuerst sein ältestes Kind. Da strich der Kadi sich wieder durch den Bart und sprach für sich: Die freilich ist, trotz aller ihrer Schätze, verlockend nicht, die könnte selber eine Schwiegermutter sein!" Zum Kaufmann aber sprach der Weise: Und bringe jetzt Dein junges Kind!" Der Kaufmann that wie ihm geheißen, der Kadi aber dachte, als er Hassan's Rosenknospe sah: Ein niedlich Gänschen, mit goldenenLedern zwar,
doch immer nur ein Ganöcyen. Ltt Vaterliebe hat Ven Hassan blind ge macht. Noch weniger aber find' ichs jetzt des Räthsels Lösung!" Hassan aber befahl er: Bringe jetzi auch Dein Weib die Schwiegermut ter!" . Und als sie eintrat, wandte de Weise sich bei Seite, der Worte zwes nur murmelnd in den Bart: Ja, dann!" Ben Hassan aber fuhr der Weise anz Narr, wenn die Schwiegermutter sq aussieht, dann mag ein anderer Di? helfen.' Der Fant, Dein Schwieger-z söhn nahm ' Deine t Rosenknospe nur eben um .' der.' 'Schwiegermutter willen!" .... .., .;. Seit der Zeit aber, glaubte niemand! mehr an des Kadis Weisheit, da er x nicht einmal gewußt, daß es auch recht annehmbare Schwiegermütter, giebt, wenn immerhin auch selten!" Wund der Fclswclt. Man möchte sie fast Wunder der Schwerkraft nennen, diese seltsam acformten Felscolosse, welche wie ein gigantischer Scherz der großen Muttcr Natur hingestellt zu sein scheinen. schwebend auf einem einzigen Punkts und dies seit ungezählten Jahrtau senden, ohne daß das Gleichgewicht der riesigen Massen schwankte. Auf den Gipfeln dieser Felsen sie liegen im Reiche Birma. Hinterindien haben die Gläubigen der Hindureligion ihre Tempel gebaut. Bei uns spricht man
x-z? w&m
mm tfM
I C"i ü ." ' V:'-. tl
siL. fjT Ii'iiimiiiitiitiiKi . Kyauktaga - Pagode. ' mit einer gewissen Geringschätzung von solchen Pagoden, weil der Begriff starrer Unvernunft sich mit ihnen sir unser Gefühl verbindet. Jedenfalls muß es ein schweres Stück Arbeit ge Wesen sein, die Materialien auf dis Höhe zu befördern. Und außerordcnt lich malerisch wirken diese reichvergoldeten spitzen Tempelchen, wenn sie d:s heiße indische Sonne bestrahlt und die Blicke der Gläubigen sich voll Inbrunst Sampan - Pagode. auf sie richten, in dem festen Glauben, daß Gott selbst diese Felsen hierher gestellt habe, um in den Tempeln auf dem Gipfel zu wohnen. - Vielleicht noch räthselhafter in Be. zug auf die schwebende Lage ist der rocker äe Lisa (Fels von Lisa) auf Korsika. Allerhand seltsame Sagen gehen von der Entstehung dieses FelsWunders. Die Sphinx des Oedipus F e l s v o n L Z s a. soll unter dem Stein gebannt liegen, und die Höhe zeigt dem phantastischen Blicke ziemlich deutlich das Haupt eines Hundes, der über die unten Schmachtende wacht. Inmitten der zer.klüfteten Gebirgswelt Korsikas, die die südliche Natur mit unvergleichlichem Reiz umfließt, gilt doch der Fels von Lisa als ein ganzes Wunder. Und wohl ist er mit den Pagodenfelsen von Birma zu vergleichen, wenn auch kein leuchtende Pagode sein Gipfel krönt. Gestörter Fleiß. Rentner (unmuthig die auf seinem Schreibtisch befindlichen Sachen erdnend): Da ist wieder Jemand an meinem Schreibtisch gewesen immer gerade, wenn ich arbeiten will!" Gattin: Was fehlt Dir denn, Männchen? . . . Tinte, Feder, Papier?'' Rentner: I wo der Korkzie her!" - Durch Schaden wirö man klug durch Nuten schlau.
v) rrlfl' . k?M4m r. C kpl fisib, te t a. 's-tJ U v
IM. üwft
M i ' MJ1-1
