Indiana Tribüne, Volume 20, Number 196, Indianapolis, Marion County, 4 April 1897 — Page 9
MWMW n i rilSZ? TT TT V v 1 V I UjJ CO) iK A - C. , W ßTmir X , W M M L' .r,y Er jsy 3 i w ,a m
F-
Tia n.notn rir sin
1 11 UiWttM.JV v , permanently Rheumatism, Neuralgia, Sciatica, Sprains, Cuts, Bruises, Scalds, Bums, Swellings, Backache or any otherpain. SVVl0ii. js sold everywhere for 25 cts. Refuse substitutes. Chew LANGES PLUCS.The Creat Tobacco Anüdoti.lOc Oealtrs or maU.A.CMeier C.. Baito..Mi. u Haben bet: H. 6. PomeroY, Ovp. ?ost Osstee. Jno. D. Gsuld, 201 Jndiana Ave. I. S3. Bryan, Gor. Illinois und Jackson Tourt.
C. 0. EVERTS, Deutscher Zahl! - Arzt. No. 8j Nord Pennsylvania Gtr. aS wird auf S2u,.?ch enge erbt. D?. G. N. Schsefer, ßrzt nnd Ehirnrs," 5!o. 430 Mädison Ave., nahe MorriS Straße. Spr'äisZunden: $-0.r,0 Udr Msrqenk, 2- UN a winitMs, 79 llbr Abend. Teleddoo 282. Dr. I, 3k. Snteliffe, besckSftiat fl cu3Uli!iii mit wundärUliS? ft&aen und mit ($ddleAte und Urinkrankdeiten, 95 Ost Market Straße. Osftce.Ztunden: 9 bis 10 lltjr SSjrm. 2 tl 3 tlbr Nacdm. Sonntas ausgenommen, lelk t on 041. Dr. THEO. A. WMHER y?-?. 1 3??lawaK Csr ,6uVdr : i-iöUl!: itir..; ? 4 vr 01. ; fcctc;(: Vr Sr i 3" S!Uti B-iH. 3Dr. Leonh. Bei, Tctttfchcr Arzt, Ecke Past und Ohio StraZjt. .ratttyrt emeinschastttch mit seinem Vattt ,t. Fuilü Ufi. Hcnr.t!t?2l !0-UNr. xwuttd-: R-blttsaS t- Uic. Dr. I. Vttliler, 120 Sst fllolÄnriy Str. Sprechstunden : ö bis Uhr Vorm. ; 2 6U 3 hr Nachm.; 8 bis 9 Uhr AbendS. Telephon 144G. brechstunden: nnif ßl nm Bormtttaa. Denkewalter Springs. Spencer, Indiana. Sanatorium, neivp'fcbe TZaffe, Heilanstalt, SOTilcbf urort, HShenluktlurort, Sindcrheilstätte uife Meldenden besten em. fohlen. Prospekte flratil. 1 ',,7" """ i Schwache, nervölecrsonen, eplag on I,wisZnbisikn. SchlafloNgkeit ode shlechten Träumen. Eiikdkrreitzen. ticke und Kopfjchmerzen. Kararrv. Errdthen. Zittern.,, lopten.TlenAstlicdkeit.Nnkntschlostknheit. Trüben nd eribbpsenden Vufliifffii, erfahren oul dem Jugendfreund", wi einfach und billig e sckkeckkkranknett,n und Folaen derJuqendsönden rundlich aehrilt und die voll Gesundheit und der rotrnnn wiedererlangt werden können. Gtan neue Heilverfahren. Jeder sein eigene? r,t. Schickt 25 Senti in Etampi und Ihr bekommt da uch versiegelt und frei zugeschickt 0011 der Vrivot Stlinlt und Tiiptniarv." 23 Weft 11. Str.. I(e ?vrk. N. V. f I Der Jugendfreund st für 23 ient. uutt bet A. G. Brandt, Eo.. 7 Süd Pennsylvania Straße. Indianapolis, Znd., ,n haben. .tt.rj.Ueitt,V V KLJiMimr.v.. miiii In 41 stunden werden EonarrbSa und Ausnu'z aus den uiln -rg anen hurt CrtittrtIiW Jn U'aekoben ohne Undkqiikmlichkrlttn. Prei (MITTf i rj f..: fr. ?,,?n. n. I' mmm l l.rf vri wuii a mi(yMiiii w. P. O. Bor sö'8I. Nem Nork. s, . -'- f r-ff - ? t' K"'yfrlt m? , . -Nj TH3 LVl t ,Wig I i .... ... -ticfrititi. j (vir.? ycy?arc-Ui: j er arin-iJtiinrn iiue vcii Ssnorriea n j! 5 OUst. ?u:artrt i.t ro t ? d4 ö T-arn: kein , ' 1 andere ,?da.I,l!tz ö:d. und ebne die an ' 4 ekelkdeii :: 'c uueti d iiar.ttjnieii vtn öu. , i j bebe. Eexaiba edr Snndelö!. I. ?err & 4. ' 2 (rou'S üfolcer), apof,'tit,cti. r. j taust von aliti ruggi ten, o SO VEARS EXPERICNC. Vf 'rvoe unics. . DESICNS, rff COPYRIGHTS Ao. Anron eending sketch and descrlptlon rnaf aicür ascertaia. fr, wh.tber ma lnTotion i probably patentable. CominuiUcatlon IrtctlT eonfldwntiaL Oldest aency sorecuring peot. in America. We hare a Washington Office. Patents taken throutra ilunn A CO. recelT P" al notice ta tbe SCIENTIFIG AMERICAII, bntlfallr lUn-tratad. lanrest elrcnUtlon of lar c.eutlflc iouroal. wekly,trma 3.UU a TMr; SLiOsiX montbs. bpecioiea copie and iLNl JtiuoK on Patxxts teilt free. Addreia MUNN Sl CO., 361 UromdwMv. New Y.rk. Hü? M UsUsy, bm, 8zW) Scissors, Pocket Knivcs, Nut JPicks & Cracks, TOOL CHESTSMrs. ?oüs 8ad irons, and many useful articles Clemens Yonnesut
A
, i. i'.V
?, r j "xi I Mt A l i
r ifL
l r Vv i rvi v
wmmm
VII A
. " . V '. ' - 184 & 192 Oft Washington Cts.
Rnrth for Pain. Cures
Originelle Sage. Vom Ursprung der blonden Menschen wisien die transsylvanischm Zigeuner ein originelles und stimmungsvolles Atärchen zu erzählen. Einst hatte sich der Stamm der Kukuya zur Herbstzeit am Rande eines hohen Gebirges gela gert. Während der schönen Herbsttage vergnügte sich das junge Volk mit Spiel und Tanz. Eines Abends über, raschte sie dabei ein furchtbares Hagel. Wetter; ehe sie aber noch entfliehen könn ten, zerstoben die Hagelkörner und eine wunderschöne Frau stand in ihrer Mitte. Ihre Augen waren so blau wie der FrühlingZhimmel, ihre Haut glich dem Schnee, ' das Schönste aber war ihr Haar, denn es glänzte wie gesponnenes Gold. Und die schöne Frau sprach: Ich bin die Frau des Nebelkönias, die Herrin des Schnees. Ich wohne in einem Lande ferne von hier, wo ewiger Schnee ist.' Tort hörte ich erzählen, daß die Leute hier auf Erden die Liebe besäßen, die sie glücklich und unglücklich macht. Ich weib nicht, was Glück ist, ich weiß nicht, was Schmerz ist, ich weiß nicht, was Liebe ist. Ich möchte gern das Feuer der Liebe empfinden, obwohl ich von Kälte und Eis durchdrungen bin. Wer von euch will mich die Liebe lehren?" Ta trat der schönste Jüngling des Stammes vor und sprach: Ich will es." Er umarmte sie ' aber er wich schnell zurück, denn sie war. kälter als das kälteste Eis. Trotzdem wurde die Hochzeit gefeiert und d Zigeuner führte die schöne Fremde in fein Zelt. Als sie aber am nächsten Morgen wieder aus dem Zelte trat, war sie ganz verändert. Ihre goldenen Haare waren flachsfarbcn; ihre Wangen färbte ein zartes Rosenrotb. Sie war noch tausendmal schöner als zuvor, denn sie wuntc nun, was Liebe ist. ach einem Jahr hatte sie einen Sohn, dawar aerade so flachshaaria und blau äugig wie sie. Zwanzig Jahre hatte die glückliche Ehe gewährt, eine Schaar blonder lnder spielte in dem Zelte des Z!a?uners. Ta starb er und wurde . , ' ivn w mit lauten Silagen oegraoen. eu oie Wittwe noch immer ebenso schön war wie früher, fanden sich viele neue freier; doch sie wich Al!en aus. Eines Tages. als die Zigeuner am Lagerfeuer saßen, trat sie zu ihnen und sprach: Mein Mann, der Nebelkönig, fordert mich zeht zurück. Äls tch zu tuch kam. muvte lch llm versprechen, yttmzuleyren, sobald der Mann meiner Liebe qestorben sei. Nun gehe ich zu ihm, auch ihn die Liebe zu lehren. Ihr aber, hütet meine Kinder nnd liebt fi, wie ich Euch ge liebt habe." Als sie so gesprochen, schwebte ein dichter Nebel heran, hüllte sie ein und trug sie über die Berge fort. Ihre Kinder wuchsen heran: und von ihnen stammten die blonden Menschen. Auf der Kunstreisc. Von C. Oisen. Ende der achtziger Jahre enk schlüpfte ich als fertige Nunstnooize den Händen meines großen Lehrers und kam nach Berlin. Drei volle Jahre war ich meiner Vaterstadt fern gewesen. um in Italien Gesangsstudien zu betreiben.' Nun sollte ich hier aller Schüchternheit zum Trotz zum ersten Male vor sämmtlichen geladenen, gebejenen und gepreßten" Bekannten mein erstes Concert geben. Meme Eltern, die mit Stolz und Sehnsucht des Ta ges harrten, an dem sich ihre Träume don dem Familiengenie" verwirklichen sollten, drängten mich dazu. Mein Sinn qinq aber nach etwas anderem. Ich wollte mir außerhalb Berlins erst Muts) singen" und Routine aneignen. Ich plaidirte deshalb für eine kleine unstreise; meine Eltern billigten schließlich meinen Plan ich ließ mir .' ' . W I ' z t1 von einem ngenien in einer iicuicu Stadt nahe Berlins ein Concert vorbereiten und an emem kalten, nebligen Novembermorgen stieg ich seelenvergnugt Mit Papa und meiner Schwester Clly. die mich als Anstandsdame besleiten sollte, in die Droschke, um nach dem Bahnhöfe zu fahren. Wir mochten ungefähr eine Stunde gefahren sein da hörten wir zusällig aus dein Gespräche der Mitreisenden, daß wir, um nach F. zu gelangen, auf der vorigen Station hätten umstcigen müssen. Große Bestürzung unsererseitK. Elly ahtt suchte Mich sofort zu beruhigen. Sei nur nicht aufgeregt, Ausregungen schaden der Stimme." Daß wir auf der nächsten Station aussteigen, Billets nachlösen und drei volle Stunden warten muhten, faßte sie scheinbar als eine besondere Fügung des Himmel! auf. - Als wir endlich, endlich in der zweiten Nachmittagsstunde übermüdet und durchfroren in F. anlangten, fuhren wir sofort in's Hotel. Elly bestand darauf, daß ich mich gleich zu Bett legen und der Ruhe pflegen sollte, während sie das Feld recognosciren wollte. Nachdem ich aus ihren Rath ein Beef. steak und drei rohe Eier vertilgt hatte, während sie mir aus ihrem italienischen Kunstbädeker vorlas, wie sich große Sänger am Tage ihres Auftretens verhielten, was sie aßen und tränken usw.. usw.. setzte sie ihr Pelzmützchen wieder auf und begab sich mit un-
geyeuer wumevöller Mtfrit" aus den Weg. um Erkundigungen einzuziehen. Inzwischen legte ich mich ein wenig nieder und träumte im Halbschlaf einen echten Kllnstlertrcrum. Noch höre ich das Beifallrufen der Menge, da weckt mich in Klopfen an meiner Thür ... ich fahre erschreckt auf. öffne und herein tritt Elly langsam mit gesenktem Haupte, eine Niobe an Trauer. Kind, um Gotteswillcn. was ist geschehen?" rief ich erschrocken und ungefriß, wie ich ihre Mienen deuten sollte. Hedda." sagte sie, bemüht, ihre Gesichtsmuskeln zu einem gleichgiltigen Ausdruck zu zwingen, was ihrgründlich mißlang, thu' mir den einzigen Gefallen und reg' Dich nicht auf! Es ist ja weiter nichts denn bis jetzt doch es kann ja noch kommen man darf doch nicht gleich die Flinte in's Korn werfen und bis heute Abend es ist eben eine Kleinstadt, siehst Du, da denken die Leute, sie haben noch Zeit, wenn sie sie " Ja, aber was denn?" unterbrach ich sie ungeduldig, wovon sprichst Du denn?" Na. die Billets aber reg' Dich nur nicht auf! Ach. weißt Du. trink doch rasch noch ein paar rohe Eier hier in dem Buche steht " Laß mich in Ruhe mit den Eiern," erwiderte ich ihr außer mir. Das soll wohl heißen, daß nicht alle Billets verkauft sind?Verstört irrten Elly's Augen von einem Gegenstand zum anderen, als ob sie irgend etwas Unvorhergesehenes erwarte, das die Situation ändern könnte. Hedda," begann sie dann wieder verschüchtert mit der Miene eines Schuldigen, der sich das Geständniß eines begangenen Verbrechens von der Seele reden will aber reg' Dich nur nicht auf, sonst krieg' ich es nachher von Mama denn denn bis jetzt ist erst ein Billet verkauft!" Raus war's. Todtenstille erfolgte. . Wir getrauten uns nicht, einande? anzusehen, so erschütternd hatte die Hiobspost auf uns gewirkt. Ein Billet verkauft! Am Nachmittag des Concerttages! Ich knickte zusammen. Da klopfte es wieder und auf der Thürschwelle erschien mit Koffer und Schachteln meine gütige Mitwirkung", die Pianistin aus Berlin. Das hatte noch zur Erhöhunq der Gemüthlichkeit gefehlt! Erregte Auseinandersetzungen folgten, hundert Pläne wurden geschmiedet und wieder verworfen, und schließlich mochte keines mehr etwas reden. Sie erlauben wohl." hob die Pianistin schließlich wieder an, daß ich mich jetzt auf mein Zimmer zurückziehe.
um mich von den Strapazen der Reise und dem eben gehabten Schreck zu erholen. O. meine Nerven!" . . . Damit qing sie. Was aber sollten wir thun? Ich war aus allen Himmein gestürzt, verzweifelte schon an meinem Beruf zur Künstlerin, an der göttlichen Vorsehung, und erging mich in Schmähungen auf die Krähwinkler. Clly klappte ihre beiden Bucher zu und sagte: Der nächste Zug geht in einer Stunde. aber und in lhren Augen blitzte e5 übermüthig. weißt Du was, Hedoa. ich mochte für mein Leben gern rausbekommen, wer der einzige Kunstfreund dieser Stadt ist. Dieser Er, der Herrlichste von allen", der das Billet a:kau t hat. o, ich könnte ihn umarmen und an mein liebendes Schwesterherz drücken!" Wir lacyten beide, denn sie parodirte famos. Unsere gute Laune war mit einem Schlage wieder hergestellt und Elly war eben dabei, mir ihren Plan höchst drastisch zu entwickeln, als es an der Thür klopfte. Auf unser zweistimmiges Herein erschien im Thürrahmen ein junger Vl'ann von sehr distinguirtem, fast großstädtischem Aussehen, mit dem seine frische und gesunde Gesichtsfarbe einigermaßen contrastirte. Die Damen verzeihen, wenn ich stören sollte," begann er etwas verwirrt, aber ich suchte vergebens nach einer Zofe, die mich bei Ihnen anmelden sollte." Elly wollte laut auflachen bei dem Gedanken, daß wir eine Zofe" halten sollten. Ich aber unterdrückte mit einem raschen Blick den Ausbruch ihrer Ausgelassenheit, nahm eine würdevolle Miene an und fragte den jungen Mann nach seinem Begehr. Gestatten Sie. meine Damen, oatz ich mich Ihnen vorstelle; mein Name ist Helbig." Bitte, nehmen Sie gefälligst Platz." sagte ich mit einer entsprechenden Handbewegung. Helbig?" wiederholte Elly ziemlich vorlaut ach. ich erinnere mich Sie sind ja die hohe Obrigkeit, der Herr Bürgermeister in diesem Ne dieser entzü'ckendenStadt. nicht wahr?" Doch nicht, gnädiges Fräulein," entgegnete unser Besuch mit leichtem Lächeln, das bin nicht ich. das ist mein Vater. Aber Sie scheinen mit unsererStadt nicht sonderlich zufrieden zu sein?" O ja, sehr," fiel ich schnell ein. denkm Sie nur, es ist ja schon ein Billet zu meinem heutigen Concert verkauft; das verpflichtet doch, nicht wahr?" . Unser neuer Gast wurde etwas verlegen, erhob sich von seinem Platz und sagte: (estatttn Sie. daß ich Ihnen eine k'.eii e. Rede halte, die Jhnen den Zweck meines Kommens ertlären soll . . . Nämlich hm. derjenige. der das eine Billet gekauft hat war ich!" Ach!!!" Ich erröthete. Elly erbleichte, und er fuhr fort: Ich bin nämlich ein sehr narrischer Musikfreund, wie ihn unsere kleine Stadt nicht zum zweiten Male hat. Ohne Sie zu kennvi. habe ich schon seit
der Ankündigung des Concerte's nach Ihrer Ankunft geforscht. Ich hätte gern den Casinoball, der heute stattfindet, verschieben lassen. es ging leider nicht. DaS klägliche Resultat des Verkaufs habe ich eben beim Buchhändler erfahren und so Un ich denn hergekommen, um Si zu fragen, ob Sie vielleicht geneigt wären, das Concert auf sagen wir morgen zu verlegen." Sie sind sehr gütig, mein Herr ! Ich weiß yarnicht wie was meinst Du, Elly?" Morgen? Kostbar!" rief diese naserümpfend. Damit dann vielleicht noch anderthalb Billets verkauft sind! Ich danke!" Sie spotten schon wieder," seufzte der Assessor, denn U solcher entpuppte
er sich später, aber ich verbürge mich mit meinem Wort, daß dann der Saal gefüllt sein wird. Sehr ulkig." machte Elly ungläubig. Wie gesagt, ich verspreche es. Aber ich habe noch ein Gesuch auf dem Herzen. Ich würde es lebhaft bedauern, wenn die Damen den heutigen Abend so ohne Sang und Klang verbringen wurden, und darum bitte ich Sie im Namen meiner Eltern also auch im Namen der Stadt herzlich, an unserem heutigen Balle theilzunehmen! Wir sahen uns beide überrascht an. Aber unser ganzer Ausflug stand ja unter dem Zeichen der Merkwürdigkeit. Trotzdem machten wir Einwendungen. Sie nehmen es mir doch nicht etwa übel? Eigentlich hätten Sie ja ein Recht dazu. Ich komme fremd und vielleicht ungelegen, nur von meinem Musiksinn und wenn ich so sagen darf einem anten Stern geleitet zu Ihnen . . . Aber Sympathie ist Sache des Augenblicks" und er reichte mir die Hand hin. schlagen Sie ein: Sie kommen, nicht wahr?" Ich sah nach Elly hin. Sie stand abseits und war ganz roth geworden. Ja. wenn Du willst, Hedda." begann sie etwas verwirrt, und dann plötzlich erwachte das Bewußtsein ihrer Pflickten wieder in ihr. Aber tanzen darfst Du nicht, denn das schadet der Stimme, und langes Aufbleiben ist ebenfalls verboten bei der kalten Nachtluft " Was das betrifft, so kann ich Ihre Besorgniß sofort verscheuchen, gnädiges Fräulein; denn erstens findet der Aall hier in Ihrem Hotel statt. bitte, erste Etage links. und dann wird überhaupt nicht der Schwerpunkt auf's Tanzen gelegt, denn es ist ein Maskenball! Gestatten Sie." fuhr er weiter fort, ohne auch nur im geringsten aus unsere Ahs und Ohs zu achten, daß ich alle weiteren Hindernijse ebenfalls im Sturme nehme. Errbteö Soldatenblut, meine Gnädige, das schlägt nicht aus der Art." setzte er lachend hinzw Sie können ruhig in Ihrem ConcerUleid mit schwarzer Maske erscheinen; um zwölf Uhr fal lcn dann die Vermummungen und Sie singen auf meine öffentliche Bitte ein Lied, nicht wahr? Ihre Pianistin muß natürlich auch zum Ball. Ich zweifle nicht, daß alle von Ihrem Gefange entzuckt sein und Tags daraus zu Ihrem Concert strömen werden!" Prachtvoll," rief Elly, die schon ganz gewonnen war, und klatschte in die Hände. Und Sie, verehnes, gnädiges Fräulein, Sie denke ich mir ent zückend in einem Costüm la Mignon. und Elly mit leuchtenden Augen anblickend, fugte er hinzu: wenn Sie deswegen den Rath meiner Mutter annehmen würden, ich zweifle nicht, daß es ihr ein großes Vergnügen sein wird. Ihnen in dieser "Angelegenheit behilflich zu sein." Damit empfahl tr sich. Schon nach einer halben Stunde erhielten wir eine äußerst liebenswürdige Einladung von der Frau Bürgermeisterin zum Kaffee mit Toilettenberathung". Auf dem Ball fiel Mignon" Allen auf. Sie sah aber auch zu reizend aus! Ein langes, weißes, weiches Gewand umschloß die zarte Gestalt, die schwarjen Locken, die das blasse Gesichtchen umrahmten, wurden von einem blauen Bande galten; in der Hand trug sie eine Guitarre. Das Costüm war wie für sie geschaffen, und der Assessor Helbig wich nicht von ihrer Seite. In der Pause nach der Demaökirung hielt er eine kurze Rede, worin er den Gästen mittheilte, daß eine Künst. lerin unter ihnen weile, die der'Stadt die Ehre gegeben hätte, sich hier anzukündigen. Er schloß mit der völlig unvorbereiteten", Bitte an mich, der Gesellschaft doch schon jetzt den Genuß eines Liedes zu gewähren. Ich sang, und über den Erfolg dieses improvisirten MitternachtöconcertS hatte ich mick wahrlich nicht zu bekla. gen. Hätte ich dem Beifall nachgegeben, so wäre mir von meinem Reper. toire für den anderen Abend fast nichts übrig geblieben. Taas darauf fand dann daS Toncert statt. Der Assessor hatte Recht behalten, der Saal war dicht besetzt. Wie viel Billets er selbst gekauft und verschenkt hat, weiß ich allerdings nicht zu sagen und Elly will es noch immer nicht verrathen, obwohl sie jetzt..., Frau Helbig heißt ... Zn sicherer Gbhut. (Berliner Gerichtösceue). Scheen is et eijentllch nich, det mix so'n Mächen verklagen dhut, wö ick' et jut meente un ihm Plunderkram jut in Obacht jenommen hab," äußerte nach Verlesung des Anklagebeschlusses der Schneider Weigert. Vors.: Soll Ihnen die Zeugin vielleicht noch dankbar dafür sein, daß Sie deren gesammte Garderobe versetzten und den Erlös für sich 'ver-
W
?s . . Größte
Olwles üayer A lo., 9 & 31 iSfeft Washington Straße.
Mxfvs, omeBr
: Immer noch eine : Union Branerei. "CJ
Unsere beliebten Biere sind Für den Familiengebrauch sind
Pfehlen, die sämmtlich in glaschen zu beziehen sind : Coluuibia, Malz - Extract und Pale Select.
Bestellungen werden nach allen
IOIE
Teleohon 1050.
Kein Feuer aber Sie finde.?
Klle Sorten Möbel
bei uns ebenso billig. Oefen, Blechgeschirr Wrmger diese Woche noch zu extra billigen HAUEISEN & 167 und 1G9 Ost
ASpahlt.. Arbeiten aller Art,
wie Dächer, Reller und Stallböden, Sakrwege ic. Alle Arbeiten garantirt.
Julius Keller,
IPuiitMaifflii 'oiiff&ty ISünlk (ITo. 03
A. L. Lockridge - - Eigenthümer. iiEam jEÖßi fyt. Telephon 1765. 2, und 6 Nord Last Straße 2, und 6. Bestellungen werden Proust ach allen Theilen der Stadt abgeliefert.
orauchlen? Wie kamen Sie überhaupt dazu, so eigenmächtig zu handeln? Angekl.: Bei die lange 3m. wo ick ihr nu kenne. UN et allemal janz reell mit ihr vorhatte un ooch noch uf't Standesamt rufjeiondelt war. wenn et nich anders jejangen hätt. Wie ick nu aber seh, det se sich so 'neu rejulären Bachulken anjekobert hat, denk ick mir in meine Jedav.ken eenfach: Laß ihr schießen!" Vors.: Um so unbeareiflicher ist die Ihnen zum Vorwurf gemachte Handlung. Angekl.: Det kommt eben daher. weil ick die Rachiierigkeit nich kenne un et mir hinterher immer jammern dhut. wenn ick mir mal 'n bisken ziftig ausjelassen hab. Un so kam et ooch mit de Aujuste. Et war ihr nämlich mächtig m de Knochen mähren, det ick ihr 'ne janze Weile sar nich mehr ehstimire un mir nu bei de Lowise ranschlangele, aber se ließ sich nischt anmerken, bis ick ihr denn mal sage, wie verhältnißmäßig ick det finde, det se janz ohne Scham nu mit'n Menschen uf de Straße rumloofen dhät. wat im Sommer Kalch schlagen dhut un im Winter an de Hungerpfoten saugen muß. Vors.: Aber kommen Sie doch zur Sache. Angekl.: Uf die Art fing die Je. schichte nämlich an. Herr Jerichtshof, UN et jeht daraus hervor, det ick noch 'n jewisset Recht hatte, ihre Sachen in janz sichere Ufbewahruna zu jeben, sonst hätt se woll der andere jänzlich verbumfiedelt. Wie ick ihr det sagte, wat ick Ihnen vorhin schon auseman der jepolkt hab. da ärjerte se sich nu aber doch un se meente denn: Mir kann't schon recht sind, ob der Mensch Kalch schlagen dhut oder nich; er is aber vor Anstand un berappt allens alleene. wat er verzehrt, un denn hat er ooch wat for 'ne jut: Kluft iebrig. det ick mir überall mit ihm kann sehen lassen." Det sollt nu een Hieb for mir sind, weil't manchmal passirt is, det ick aus Verjessenheit mein Portmon'a nich injestochen hatte, wenn ick ihr det Sonndachs ausführte. Ick sagte nur druf: Aujuste." sagte ick. Du hast mir immer leed jedhan, aber nu dhust de mir noch leeder. indem Du keenen Caracter hast, weil De mir meine Verjeßlichkeit uf so 'ne deutliche Art in't Jedächtniß bringst." Un denn hab ick ihr nie nich mehr jesehn. Vors.: Ich vermag gar nicht einzusehen, was Ihre ganze bisherige Erklärung mit der vorliegenden Anklage zu thun hat. Sagen Sie nunmehr in aller Kürze, aus welchem Grunde Sie die Garderobe der Schweitzer von der Wirthin derselben abgeholt haben. Angekl.: Et war woll 14 Tage später, da hörte ick von der Lowise, det de Aujuste in't Krankenhaus von wejen de 5knflobenza ieianaen war un det et ibi trät schleck! iinoe'un sie verlockte
lmren !
Auswahl! . .
Comp
ewiM
rein, schmackhaft, stärkend. besonders folgende Sorten zu tm Theilen der Stadt prompt abgeliefert.
B1E1II6 CO
Verkauf und emaillirtcs Geschirr in größter Au'roahl. Preisen. HARTMANN, Washington Str. Office? Z?o. 7 Pembroke ZSrcnde jleich 'n paar Monate da bleiben mun. Ru bin ick. Wie jesagt. nich rachjierig UN denke jleich an die Miethe, wat für die janze Zeit abjeschippt werden muß, wo se nischt von hat als wie deSchmerzen. Un det se det ville Jeld nich vor nischt ausjeben muß, jing ick denn zu de Wirthin und sagte ick, det die Aujuste nich mehr in't Krankenhaus bleiben könnte un zu ihre Schwester nach Jesundbrunnen machen wolle, bis se wieder janz jesund is. Vors.: Wie kamen Sie aber dazu, der Wirthin vorzulügen, daß Sie von der Schweitzer zur Abholung der Garderobe beauftragt worden seien? Angekl.: Wie ick die olle Tunte kenne, hätt se ohne faulen Zauber ooch nich een Stücke rausjejeben un hätt den janzen Krempel jerne for Miethe inbehalten un det arme Mächen hätt denn Rooch schnappen können. Vors.: Ihre Fürsorge würde Anerkennung verdienen, wenn Sie die Sachen nicht versetzt und dann sogar die Pfandscheine noch verkauft hätten. Angekl.: Et kann mir doch keener zumuthen, det ick eztra 'n jroßen Salon miethen dhu. Ick behelf mir mit 'ne Schlafstelle, wo natierlich keen jroßet Jelaß is un da war et woll am Besten. det ick die Sachen bei Peten in sichere Obhut jeoe. So'n Mann muß vor Allens uskommen UN et jedeStunde retour jeben. Der Staatsanwalt verzichtete aus weitere Beweisaufnahme und beantragte bei der bekundeten niederen Gesinnung und in Rücksicht auf mehrere wegen Eigenthumsvergehen erlittene Vorstrafen wegen erwiesenen Betrugs sechs Monate Gefängniß und ein Jahr Ehrverlust, auf welche Strafe auch der Gerichtshof nach kurzer Berathung erkannte. LEO d 11 für karger SaarienVSgel in vollem tSksang. pottvögel, Papaqeien und alle Sorte Bögei. sowie Saftge, FtschglobeA. quarta, Spottvog,l Jutter. Ftsch-stutler. Begelsaamen ?c. Goldfische, 2 sür SS Gent. Der beste und billigste Platz für gute und gesunde Bögel. Fische u. dgl. O. F. Xlloppcr, 1a OkassaSnsett ,e. HeiNp Abstracier ok Titlet Öcfe Markt nnd Pennsylvania Gtr Tue Lemcke, Suite 229, eine Treppe hoch. Tekpsa 17.
h
Theodor
(H
3 q d i an a p o l I I.
lcpcifcr von Indianapolis. keder'Handlungen. Ilide, Leather & Belting Co., 125 S. Meridian St. Schuhe und Stiefel (Retail.) Sdizmrotli & Co., 18 O. Washington St Pianos und U?usikalien. Carlin & Lennox, 31 Ost Market St. Lebendes Die!?. Merchants Union Stock Yards. Barber A. & Co. M. Seils & Co. Tolin, Tottcn, Tibbs & Co. Stockton, Gillespie & Co. Clark. Wysong & Voris. candwirthfchafl. Geräthe u. wagen Holten W. B. Mfg. Co.. 177 O. Wasli. Gale Mfg. Co., 117 Vf. Washington St. II. T. Conde Implement Co., 27 X. Capitol Ave. Bau. und Leihvercine. German-American Bldg Ass'n, 100 K. Delaware St. International Bldg Sc Loan Ass'n 23 Östf Market St Indiana Mutual Bldg & Loan Ass'n Journal Gebumde. Zuckerwaaren, (Wholesale.) Daggett & Co., 13 West Georgia St. Dreschmaschinen. Mlnneapolis Thrasliing Machine Co., 117 W. Washington St. Riemen und keder. Taylor & Smith, 137 S. Meridian St. Schnittwaaren. Murphy, Ilibben & Co., 97 S. Meridian Erwin, D. P. & Co., 10G S. Meridian Apotheken. Sloan Vrug Co., 22 W. Washington St Thierärzte. Grelner L. A., 18 S. East St. Feuer-Versicherung. . McGillard Agency Co., 83 O. Market Ice Cream. Furnas H. W. 112 N. Pennsylvania St. ZUilcheret. Indianapolis Crearnery, 52 Mass. Av. . Trust Compagnien. Indiana Trust Co. & Sasety Vault The Marion Trust Co., Monument Place. GrundeigentHurn und Versicherung. Spann John S. & Co., 86 Ost Market Bauholz. Coburn Henry, Georgia St. Weißblech. Tanner & Sullivan, 116 S. Meridian St Outzwaaren. Faknley & McCrea, 140 S. Meridian St Bäckereien. The Parrott & Taggart Bakery, Tel. 800. Bryce'3 Bakery. 14 Ost South St Schuhe und Stiefel (IVholefale.) Ilendricks & Cooper, 85 S. Meridian St McKee.R. S. & Son, 102 S. Meridian. hüte, Handschuhe etc. Ilendrickson, Lefler & Co., 89 S. Merid. Eisen und Schmiedewaaren. Van Camp Hardware & Iron Co., 78 S. Illinois St Hildebrand Hardware Co., 528. Merid. Layrnan & Cary Co.. 63 S. Merid ion St. Francke & Schindler, 35 S. Meridian. Clemens Vonnegut, 184 & 18C E. Wash. (Eisen und Stahl. Ilolliday W. J. & Co., 59 S. Meridian. Farben, Gel und Glas. Burdsal & Co., 34 S. Meridian St. Indianapolis Paint & Color Co., 40 Massacliussetts Ave. N)agen und Rutschen. Irvin, Eobbins & Co., 32 O. Georgia St. Plumber Artikel. McElwainc, Richards & Co., 62 W. Maryland t Spiel und Aurzwaaren. Mayer Charlvs & Co., 29 W. Wash'gt. Extracte und Gewürze. The Grocers Mfg. Co., 80 8. Pennsyl. Banken. Capital National, 28 S. Meridian St. Indiana National Bank. Gummiwaaren (Wholesale.) Indiana Bubder Co., 127 S. Meridian. Blechwaaren (Wholesale.) Cooney, Seiner & Co., 17 E. South St. Bücher und Schreibmaterialien. Ind. Book & Stationery Co., ' 75 S. Meridian SL comntt(fton Merchants. Syerup & Co., 22 S. Delaware St. Keach J. L., 62 S. Delaware St. Droguisten (Wholesale.) Indianapolis Drug Co., 21 E. Mary land Ward Bros., 72 3. Meridian St. Groceries (Wholesale.) Schnull & Co., CO S. Meridian SL SeTrin, Ostermeyer & Co., 51 S. Meridian St. Kothe, Wells & Bauer, 123 S. Meridian O'Connor M. & Co., 47 S. Meridian St. Perry J. C. & Co., 26 W. Georgia St Geschirre und Sattel. Indianapolis Ilarness Co., 10 McCrea. Ilolliday & Wyon. 96 S. Pennsylvania. Oefen und heerde. Som Stov Co., 79 S. Meridian St
