Indiana Tribüne, Volume 20, Number 191, Indianapolis, Marion County, 30 March 1897 — Page 2

wrx

acä&i SySians Tribüne. Erscheuu TögUch und Sonntags. fci tägliche Tribüne- kostet durch den Xxlaet 1 dstt; per Ooche, Mc eonntagS,Iribüne'I Gewts per Woche. Seide ins traten 15 Cent be ti Cents per rtat. Per Pft nußerhalb dn tH jzzk'St in 0orauZdkihlg p pei fJar. criwi 1 Lüd Vlabttma etratze. Indianapolis, 3nd., 20 März 1897 Chinesische Gehelmbündler. Die zwischen den großen chinesischen Geheimbünden bestehende grimmige Feindschaft, welche schon zu häufigem Blutvergießen geführt hat, ist in jüngs:er Zeit in ein solches Stadium getreten, daß seitens der See Aups" die Intervention des chinesischen Gesandten Fang Du gegen ihre Feinde, die Garn Jups" angerufen worden ist. Die Stellungnahme des Gesandten ift für sämmtliche Chinesen unseres Landes von der größten Wichtigkeit, da die Negulationen der Gehcimbünde für sie ungefähr dieselbe Bedeutung haben, wie für einen amerikanischen Bürger die Bundes - Constitution. Aber auch füc jeden Nicht - Chinesen ist die Anczel'genheit von bedeutendem Interesse, denn sie gewährt einen Einblick in die Blutfehden, denen das Leben manches Chinesen zum Opfer gefallen ist. Daß die Chinesen selbst über die Geheimdünde das strengste Stillschweigen beobachten, kann nicht Wunder nehmen, da jeder Zopfträger genau weiß, daß er geächtet und sein Leben verfallen ist, sollte er zum Verräther werden. Trotzdem ist über diese Geheimbünde genug bekannt geworden, um ihr Wesen in großen Zügen zeichnen zu können. Die erste der sogenannten Sechs Gesellschaften wurde von den chinesischen Einwanderern als ein auf Gegenseitigkeit beruhender Unterstützungs- und Schutzverein in's Leben 'gerufen. Die Mongolen sahen sich in einem fremden Lande unter Menschen versetzt, deren Sprache und Lebensgewohnheiten sie nicht verstanden und deren Denkweise sie sich n.icht anzueignen vermochten. Unter diesen Umständen war es nur natürlich, daß sie sich eng an einander schlössen und einen festgegliederten Bund in's Leben riefen. Später einwandernde Chinesen gründeten neue Gesellschaften, bis es deren sechs gab, und diese vereinigten sich schließlich. Die Führer dieser" Gesellschaften regulirten alle Verhältnisse der Chinesen unter einander, legten ihnen Steuern auf, gewährten ihnen Schutz u. s. w. Dann entstanden die Geheimbünde, deren Mutterorganisationen in China selbst zu suchen sind und in welche noch kein Nicht - Chinese einen Einblick zu machen im Stande gewesen ist. . Ihre Endzwecke sind verschieden, und während einzelne an den in ganz China verbreiteten Conspirationen gegen das Herrscherhaus betheiligt sind, bezwecken andere die Bereicherung ihrer Mitglieder auf jedem nur möglichen Wege, B'ro?cchcn und Mord nicht ausgeschlössen, doch beanspruchen andere auch, ausschließlich guten Zwecken zu dienen. Zu diesen letzteren gehört, ihrer eiqenen Behauptung zufolge, die See Yup- - Gesellschaft, welche unter den Gesetzen von Californien incorporirt ist. Diese ist aus vier der sechs Gesellschaften gebildet, nämlich Ning Fung, Kong Chow. Hop Wo und Shu Ssir.q, und sie beschäftigt sich angeblich nur mit der Unterstützung der Armen und Kranken. Arbeitsbeschaffung.Vildurg und Beschützung ihrer Mitglieder: ein fünfter Bund ist unabhängig, doch neigt er dem See )up" zu und der grimme Rivale des letzteren ist der Garn Jup - Bund. Der See Yup" erhebt Anspruch darauf, alle durch Reichthum und Intelligenz sich auszeichnenden Chinesen zu seinen Mitgliedern zu zählen, und thatsächlich gelzören ihm Männer an wie Lee Kaing Chow. der mindestens 53.000.000 besstzt, Lee Fook, der beinahe eine Million sein eigen nennt, sowie viele andere reich? chinesische Kaufleute in San Francisco. Der oberste Führer des Ssm Nup" war bis zu seinem Tode der vor Kurzem von einem Meuchelmörder erschossene Fung Ching,'der in San Francisco allgemein unter dem Namen Little Pete" bekannt war. Er war einer der schlauesten und gewissenlosesten Mongolen, die je in unserem Lande ihr Unwesen getrieben haden. Für Geld war er zu jeder Schandthat fähig und wenn er nur einen Theil der ihm zur Last gelegten Verbrechen verübt hat, dann hat er den Tod wohl verdient. Auf welche Urfachen die Todesfeindschaft zwischen dem See $up" und dem Sam Fupzurückzuführen ist, vermag außer den Betheiligten Niemand zu sagen; Thatfache ist nur, daß die Leiter dieser Gelzeimbünde zu dem bekannten asiatifchen Mittel, Meuchelmord, schritten, um sich ihrer Gegner zu entledigen. Der See Yup" sicherte sich die Dienste von zwei Mörderbanden, Tongs oder Highbinders", und als Antwort darauf organisirte Little Pete- zwei andere Banden Halsabschneider. Der Letztgenannte war sich der ihn umgebenden Gefahren wohl bewußt und deshalb trug er ein kugelfestes Panzer--Hemd, auch war er stets von einer Leibwache von drei Getreuen umgeben. Nun war seitens der sechs Gesellschaften ein angeblicher Reformbund organisirt worden, welcher die Uebelthäter in Chinatown ausforschen und zur Bestrafung bringen sollte. Little Prie witterte hierin eine gegen den Sam 2)uv" gerichtete Maßnahme und verstand sich die Controlle über diesen Reformbund zu verschaffen, dessen Agenten er ausschließlich aus feinen Werkzeugen recrutirte. Diese Agenten wurden von dem See Jup- als Verbrecher denuncirt. Mit welchem Rechte, mag dahingestellt bleiben, Thatsache ist ab.r, daß jedes verhaftete Mitqlied des letztgenannten Bundes vor Gericht überführt wurde, während die Geheimagenten für jeden Angehörigen des Sam Zyup" Entlastungsbeweise zu beschaffen verstan

den. Little Pete' soll es nicht an Versuchen haben fehlen lassen, selbst den chinesischen Gesandten Fang Yu seinem Bunde geneigt zu machen. Aus die ihm gemachten Vorstellungen hin enthob der Gesandte den chinesischen Generalkonsul Lai seines Amtes und übertrug dasselbe einem Verwandten von Little Pete", Fung Wing Hong mit Namen. Der See Jup" übte Vergeltung, indem er einen Lovcott über den Sam Jup- verhängte, und da der letztere numerisch wie financiell schwächer ist. machten sich die Folgen bald bemerkbar. Der Sam Jup" wandte sich nun durch Little Petean den Generalkonsul Hong und dieser appellirte an den Gesandten Jang Au, doch bedürfte es ekner wiederholten Ordre des Letzteren, um etwas zu erreichen. Die Führer des See Yup" behaupten, daß der Generalkonsul Hong den Gesandten gegen sie eingenommen hätte, und letzterer soll sie thatsächlich für Anhänger des Verschwörers Dr. Sun Yat Sen halten, der sich aus China über San Francisco nach London flüchtete, wo er von dem dortigen chinesischen Gesandten dingfest gemacht wurde: erst die kategorisch Forderung des Lord Salisbury vermochte des Mannes Freilassung zu bewirken. In Folge einer ihm von dem G-sandtcn m Washington gewordenen Crbxc veulangte der Generalkonsul Hong von dem San Franciscoer Polizeichef Crowley die Aufhebung des Haupt-, quartiers des See Yup" und bot ibm 510.000 als Entschädigung. Als Ehef Crowley dieses Ansinnen zurückwies, sicherte Hong sich der Dienste sögenannter Privatdetectives unter Führung eines gewissen Ferdinand Callenden. Dieser überfiel mit seinen Leuten das Quartier des See ?)up und nachdem Alles zertrümmert w rr.wurde das Local deS Ping Kong Tong-, einer Freimaurerloge, und tel Sinz Hoy Gock-, eines Arbeitsbureau, heimgesucht, doch wurden die Einttlglinge von dort-vertrieben.- Callenden wurde verhaftet und verurtheilt. In der Verhandlung bekundete der Polizelchcf, daß der Generalkonsul Hong das obenerwähnte Ansinnen an ihn gerichtet hätte, doch stellte der Letztere dies in Abrede. Der Gesandte Fang Fu sandte darauf Anklageschriften gegen die Führer des See tyup" nach China, wo gegen die Verwandten derselben streng vorgegangen wurde. Eine Anzahl wurde in'S Gefängniß geworfen, während andere sich nach Hong Kong unter den Schutz der britisches Flagge zu retten vermochten. . Darunter befvnden sich vier Söhne von Lee Fook. die amerikanische Bürger und Verwandte des obengenannten Lee Kaing Chow sind. Letzterer wurde mit anderen Führern des See Vup" in nhseniia ZUM Tode bezw. lebenslänglicher Gefängnißstrafe verurtheilt. Angesichts dieses rigorosen Vorgehens begab sich ein angesehenes Mitglied des See Fup" nach Washington, um vom Ge sandten -Fang Ju die Absetzung des Generalkonsuls Hong zu verlangm. Allein der Mann erhielt nicht einmal die erbetene Audienz und er mußte unverrichteter Sache abreisen. Zwei Tage nach seiner Rückkehr wurde Little Pete- durch einen Schuß in den Kopf getödtet, während er sich rasiren ließ. Dieser Meuchelmord, der dem See Aup" in die Schuhe geschoben wird, erregte begreiflicherweise riesige Aufregung und das Leichenbegängniß deS Ermordeten gestaltete sich zu einer ric siqen Demonstration des Sam Vup". Wie es heißt, sollen die See Yup" auf den Kopf des Generalconsuls Hong und des Vice - Eonsuls Owyang einen Preis von je 52000 qesetzt baben. Die in China verurtheilten Führer des Vup", die ohne Ausnahme sehr reiche Leute sind, wollen nun beim Gesandten Fang Fu dahin vorstellig werden, daß er beim Kaiser die Cassirung der Urtheile beantragt. Ob ihnen dies gelingen wird, muß vorläufig dahingestellt bleiben, voraussichtlich aber wird die Angelegenheit noch diplomatische Verhandlungen im Gefolge haben, da Lee Fook's Söhne, wie gesagt, amerikanische Bürger sind. In der Hochfluthen-Jeit. Man hat berechnet, daß die denkwürdige Hochfluth von 1892 im Thal des Mississippi u. s. w. heranwachsende Ernten und allgemeines Eigenthum im Werthe von 20 Millionen Dollars zerstörte, obwohl man über einen Monat auf das Eintreffen des Hochwassers vorbereitet gewesen war, wie hoch wird sich der ?)chaden erst in diesem Jahre belaufen, in welchem der Wasserstand noch höher stieg, als damals, und verschiedene Verhältnisse ungünstiger waren und sind? Noch einige Wochen mögen vergehen, bis man darüber genauen Bescheid weiß; jedenfalls wird die Unheils - Rechnung sehr hoch sein, auch wenn man in Betracht zieht, daß die ersten Berichte sich häufig als übertrieben herausstellen. Das größte wirkliche Unheil entfällt auf die Ländereien südlich von Cairo, Jll.. bis nach New Orleans zu. Denn so gut wie schutzlos liegen diese 'Gegenden da, und Millionen fruchtbarer Gefilde und Hunderte von Heimen der arbeitenden Bevölkerung sind der Gnade der wilden Wasser preisgegeben! Die Niederungen sind hier so bedeutend ertragsfähiger, als die Hllgelländereien, daß letztere seit einigen Jahren von den Landwirthen beinahe' aufgegeben, und durchweg die Tiefländerin für dasZiehen der wichtigeren Produkte bevorzugt worden sind. Bis nach Memphis, Tenn., hin sind keine nennenswerthen Flußdämme vorhanden, und das Wenige, was in dieser Art da ist, scheint die Wuth des Stromes nur noch mehr zu reizen, ohne ihr trotzen zu können. Tennesee hat übrigens selbst bei den höchsten Wasserständen nur wenig zu leiden; denn die Ufer ur Linken sind hoch und ihrerseits wiederum von felsigen Hügeln gestützt, weshalb die Wassermassen mit ihrer ganzen schrecklichen Macht hinüber nach den unbe schützten Theilen des Arkansaser Gevieles geworfen werden, die kleineren Flüsse und Ströme durch diese wiederum Binnenseen zum Austreten

II "Ts "lllT'Vi

Dringen und einen unheimlich gewaittgen Binnensee schassen, der sich von Stunde zu Stunde mehr Gebiet erobert, bis sich alle die überWssigen Gewässer des Nordens mit den salzigen Wogen der südlichen Seen vereinigt haben. Gerade im vergangenen Jahr wurden Arkansas und Louisiana von furchtbaren Dürren heimaesucht, ein großer Theil der Bevölkerung hatt: schwer durch das Mißrathen der Ernten zu leiden, und Manche waren dem thatsächlichen Verhungern nahe. Und in diesem selben Gebiet am Whiteund am Ouchitafluß aufwärts scheint der heurige Hochwasser-Schaden am verhängnißvollsten zu sein! New Orleans. Memphis und Little Rock waren noch nicht mit dem Sammeln von Beiträgen sür die Dürre - Nothleidenden zu Ende, als dieselben Nothleidenden sich dm Fluthen - Unheil gegenüber sahen. Wie grausam la'lnig und unberechen'bar ist der Vater der Ströme", wie vielfach hat er den Sitz ganzer Städte verändert, sich neue Betten gegraben, hier den Ländereien ihrenNutzboden geraubt und dort andere um denselben bereichert! . Vicksburg liegt heutzutage drei Meilen vom Mississippi entfernt hoch und trocken da, während noch vor wenigen Jahren der Geschästtheil der Stadt sich behaglich an. den Ufern des Stromes lagerte. Greenville. Miss., laa vor zehn Jahren zwez Meilen weiter westlich, als aegenwärtig; allmälig mußte es zurückweichen, und wenn es noch beträchtlich wettn zurückkehren sollte, so wird es an einen Binnensee stoßen, welcher selber manchmal gar tolle Launen hat, welch' be-. neidenswerthe Situation zwischen zwes dämonischen Wassermächten! Natchez hatte früher einmal denBeinamen Unter dem Hügel"; doch heutzutage kann davon keine Rede mehr sein, ein steiler Abhang führt von der ' Stadt hinab nach dem Flusse, und Passagiere, welche aus den Dampfbooten aufsteigen, müssen auf Gangbrettern aufwärts klimmen, als ob sie einen Baum zu er steigen hätten. Und was aus Memphis noch werden mag. läßt sich schwerer, als jemals, vorhersagen. So donquixotisch erscheint das Gebahren des Mtssissippi. daß wohl Viele nicht einmal überrascht wären, wenn es ihm eines TageZ beifiele. seine Gewässer in irgend einem nördlichen Binnensee zu. entleeren, statt in den Golf von Mexico! Denn er ist im verwegensten Sinn des Wortes zu Allem fähig. . "" " Jesscrsons Llnitsfsthrung. Es ist kürzlich darauf hingewiesen worden, daß die Inauguration des Präsidenten Thomas Jefferson. dessen Geburtstag wir uns wieder nähern (2April), eine neue Aera in der Geschichte der Präsidenten-Amtseinfüh-rungen einleitete, indem er nicht blos der erste Präsident war. welcher im neuen Capitol der Bundeshauptstadt inaugurirt wurde, sondern auch das Signal zur Abschaffung verschiedenen, anfänglich damit verbunden gewesenen Ceremoniells gab. Dies möge indeß den Leser nicht dazu verleiten, eine noch heute sehr verbreitete und von mancher Seite hartnäckig festgehaltene Darstellung von Jeffersons Amtseinführung für geschichtliche Wahrheit zu halten. Dieser Darstellung nach soll diesek Vater der Demokratie" im einfachsten Vürgerkleid nach dem Capitol geritten sein, seinen Gaul an das Stacket angebunden haben und alsdann ohne alle Legleitung in die Senatskammer ae treien sein, um seinen Eid als Vrasivent abzulegen. Poetische Wahrheit kann man dies allenfalls nennen; denn e? steht in ganz hübschem Einklang mit Jefferson's vorherigen Aeußerungen über diesen Gegenstand; aber geschiehtlieh ist es ebenso unwahr, wie der Mythus, daß Diogenes, der altgriechische Philosoph und Wcltverächter. in einer Tonne gelcht habe. Thatsache ist. daß Jefferson an der Thüre seines Kosthauses, das nur einen Steinwurf vom Capitol entfernt lag. von kiner Artillcric-Compagnie und einer Procession Bürger abgeholt und nach dem Capitol geleitet wurde, und daß cr diescn kurzen Weg zu Fuß zurücklegte. Er wollte offenbar der großen Zahl seiner Freunde und Verehrer, die sich bei dieser ersten Gelegenheit dieser Art versammelt hatten, keine allzu große Enttäuschung bereiten. Die Gaulsritt-Geschichte aber ist die Erfindung eines Engländers Namens John Davis. welcher sie zum ersten Mal in einem Buch über amerikanischen Reisen In die Welt setzte, das zwei Jahre darnach in London erscbrtn, und der sogar behauptete, er sei Augenzeuge gewesen. Durch Edward Thornton indeß, dem damaligen britischen Gesandten in Washington, erhielten die Engländer einen wahrheitsgetreuen Bericht über den ganzen Hrgang. Bogelfutter von Argentinien. Für Vogel Liebhaber und viele Andere ist eine Erscheinung von Interesse. welche seit mehreren Jahren becbachtet wurde, deren Ursache aber einem großenTheil desPublikums noch unbekannt ist. Der Preis von Kanarienvögel - Futter ist in den letzten paar Jahren bis auf die Hälfte oder gar bis auf ein Drittel des früheren Betrages gesunken. Hinter diesem auffallenden und, wie gesagt, erst seit verbältnißmäßig kurzer Zeit bemerkbaren Rückgang steckt die südamerikanische Republik Argentinien, und dieser Vorgang bildete ein kleines Seitenstück zu dem Druck, welchen dieses Land auf die Preise der für Menschennahrung bestimmten Ge-treide-Arten übte. Früher kam fast alles Kanarienvögel - Futter, welches hierzulande verbraucht wurde, aus Holland sowie aus der Türkei und aus Marokko, Nordafrika, und auch die übrige Culturwelt wurde fast ausschließlich aus diesen Quellen versorgt; besonders griechische und früher spanische Handelsbäuser machten aute Geschäfte mit diesem Samen. In Endland wurde j derselbe, zwar einmal eine Aeitlana hr

veträchtttchem Tlae angebaut; docy kam man wieder davon ab, und heutzutage ist diese Cultur dort beinahe spurlos verschwunden. Auch die Spanier ließen sich eine Zeit hindurch veranlassen, diesen Artikel selbst zu ziehen, blieben ihm aber gleichfalls nicht treu. Der Preis erhielt sich während dieser ganzen Zeit anhaltend hoch, und manchmal stieg er auf das Doppelte und Dreifache. Nicht nur waren die Ernte - Erträge gut; wenn dieselben aber sehr reichlich waren' so pflegte eine Anzahl Handelshäuser sich große Vorräthe zuzulegen, welche oft lange aufbewahrt wurden, bis sie zum Verbrauch gelangten. Solchermaßen wurde eine Art gelinder Corner" in Kanarienvögel - Futter geschaffen und der Käufer des Samens konnte nie wissen, vor wie langer Zeit derselbe in Marokko oder Holland oder sonstwo eingeheimst worden war. Bis vor vier Jahren erhielten sich diese Verhältnisse; dann aber trat eine mächtige Veränderung ein, die sich allerdings nicht sofort fühlbar machte. In der Zeit von 1892 auf '93 waren die Preise besonders hoch, und sie bildeten die Veranlassung, daß Argentinien sich diesem Unternehmungsfeld zuwandte. 1893 wurden dort bereits 1000 Quarters (je 464 Pfund) Kanarienvögel - Samen gezogen, und 1893 war die Quantität daselbst aus nahezu 40.000 Quarters gestiegen! Kurze Zeit erzielten auch die Argentinier gute Preise dafür, aber bald war der Weltmarkt überschwemmt, und nun folgte ein riesiger Preissturz, Infolge dessen wurde Holland beinahe ganz aus diesem Felde geschlagen, und überhaupt das einzige Land, das sich neben dem argentinischen Artikel ziemlich behauptete, war die Türkei, deren Kanarienvögel ? Futter stets für etwas besser gegolten hatte, als das in irgendwelchen anderen Welttheilen. Indeß scheinen gerade die niedrigen Preise bald wieder eine bedeutende Bewegung im entgegengesetzten Sinne herbeizuführen. In Argentinien hat man ein Haar in der Suppe" gefunden, und nach den letzten Berichten hat man dort diese Cultur so gut wie döl? lig aufgegeben. Die Ursachen dafür liegen nahe genug. Das Einheimsen und Verhantiren des Kanarienvögel Samens ist nämlich verhältnißmäs ßig viel kostspieliger, als bei 'n g'rößen Stapel - Nahrungsproducten. und der Anbau des ersteren Artikels lohnt sich deshalb nur dann, wenn ein beträchtlich höherer Preis dafür erzielt werden kann, als für den Weizen! Das merkten die argentinischen LandWirthe schnell genug. Und auch auf die Cultur des Kanarienvögel - Futters in anderen Länder dürfte das Steigen des Weizenpreises einen einschränkenden Einfluß üben. Sobald daher die vorhandenen großen Vorräthe erschöpft sind, werden wohl die Voqelliebbaber wieder sich bequemen müssen, die asten Pre'se zu zahlen, .

---- por den Geschworenen. Von Marco Vrncir.er. Vor zehn Jahren hatte sie ihn zum ersten Male gesehen. Sie war dazumal noch ein Kind, kaum neun Jahle alt. Aber ihr war, als wenn es gestern gewcscn wäre, so sefa hälfe sich ihrer Erinnerung jener Moment eingeprägt, als vor der in eitel Gold und Silber strahlenden Vilderwand, die das Schiff des TorfkirchlcinS vom Allerheiligsten trennte, der junge Pope Tamast'rn erschien. Ter sah ganz anders aus ati itt frühere greise, zitterige Seelsorger des tädtchens. Eine schlanke, kraf tige- Gestalt in einem wundersam kliycrnden Ornat. Stolz wie ein Fürst stand cr da, das edelgcfchnittene, ble.che Antlitz vor. einem kurzen Vollba-.t ein gefaßt, die langbcwimperten Augen glühend, die dunklen Locken in üppiger Fülle bis zu den Schultern herabwal lcnd. Und wie herrlich klang seine Etimme, wie weich und voll! Diese Stimme hatte sie später gar oft ver nommen, da der junge Pope jeden Sonntag im Hemnhof erschien. Er plauderte sehr gerne mit dem altklugen Töchtfrlein des Gutsherrn das so wild, so trotzig war, aber still, scheu wurde, wenn seine hohe Gestalt nur auftauchte. Und als er einige Monate nach jenem Sonntag, da sie ihn zum ersten Mal ge sehen, ein: Abschiedsbesuch im Herrenlos machtv und ihr bei dieser Gelegenhe.t einen Kuß auf die Stirn drückte, da hatte sie sogar bitterlich geweint. Eine Zeitlang noch hatte sein Bild in der Sccle des Kindes gegaukelt, dann verdämmerte cA allmälig. Sie hatte seither nichts mehr von ihm gehört, seine Existenz fast völlig ver gesscn, als vor mehreren Wochen sein Name nach Jahren zum ersten Male wieder an ihr Ohr schlug. Alle Welt sprach von ihm, von dem schönen Popen Tamaskin, der ein furchtbares Verbre chen verübt, ein Weib, seine Geliebte, ermordet hatte. - Und sie wußte mehr als alle Anderen. Ihr Gatte war ja Staatsanwalt, der die Untersuchung geleitet und nun vor den Geschworenen die Anklage vertreten sollte. Sie hatte mit fieberhafter Spannung alle Phasen der Untersuchung verfolgt. Sie wußte, daß der Mörder einsilbig, verschlossen war, daß er mit wenigen kurzen Sätzen die That eingestanden und daß er nur den einen Wunsch hegte, so rasch als möglich den verdammenden Wahrspruch der Geschworenen zu vernehmen. Auch sie hatte mit nervöser Unruhe den BerHandlungstag erwartet. Nun war er endlich angebrochen. Madame Helene Tan, die Gattin des Staatsanwaltes, war eine volle Stunde vor Beginn der Verhandlung erschienen, hatte aber bereits den Saal'dicht besetzt gefunden. Die vornehmste Damenwelt war darin vertreten. Einen Popen, einen schönen Popen, der noch überdies Mönck war. als'Mörder eines oeliebten Weibes vor den Geschworenen zu sehen, das war ein seltenes, sensationelles Schau viel, das Emotionen versvracb! Helene, die ihr Gatte am Arm führte. oegrutzte lücyelnd einige Freundinnen und unterbielt ssck mit innen unbekan. gen eine Weile, bevor sie sich auf dem

si& meoemek, den ihr )vignn fSr sie

Käf

ü der eilen '3av.l lei HilscvaucrraumS resM.t halle. :&xt lau, ein dünnes Männicii! mit einem blenden Spitzbauchen, strahlt förml.ch vor Glück. Er lrar erst se'.t Kurzem zum Staats anmalt ernannt worden. Heute bot sich ihm zum ersten Male die Gelegenheit, vor dem Publikum zu sprechen und noch dazu in einer so aufregenden Affaire. Und cr konnte überdies seine oratorischen Künste vor einem auserlesenen DamenPublikum spielen lassen! Er hatte denn auch eine glänzende Rede ausgearbeitet, die er zu Hause seiner Frau bereits vorgetragen. .Wirst sehen." flüsterte er ihr zu, ich erringe heute einen großen Erfolg." Dann zog er sich zurück, um gleichzeitig mit dem Präsidenten und den Beisitzern des Gerichtshofes einen solennen Einzug in den Saal zu halten. Für zwölf Uhr Mittags war der Beginn der Verhandlung anberaumt. Es fehlten nur noch wenige Minuten bis zu dieser Stunde. Die Damen wurden ungeduldig. Das Gewoge der lachen den, plaudernden Stimmen wuchs. Auf einmal wurde es still, dann ging ein Flüstern und Ziauncn durch den Raum. Ter Angeklagte war, von zwei Soldaten fl.inkirt, eingetreten. Sein Aeußeres entsprach nicht ganz den gehegten Erwartungen. Das war nicht der schöne, lebenslustige Pope Tamaskm, von dem man sich allerhand galante Abenteuer erzählte. Er sah etwas verwahrlost aus. Er schritt gebückt, mit schlotternden Beinen zur Anklagebank, wo er, das Haupt tief zur Brust gesenkt, medcrglitt, Helene war bei seinem Anblick zusammengezuckt. Sie betrachtete ihn gespannt. War das derselbe Mann, der einstmals in der Scele des Kindes ein keimendes Liebcsgefühl er weckt hatte. Allmälig, während sie forschend seine Züge studirte, erkannte sie in seinem finsteren Profil das ein ftige bleiche, edel geschnittene Antlitz des jungen Popen. Tamaskin saß rcgungslos oa. Er erhob sich mechanisch, als der Gerichtshof eintrat, er schien kaum zu beachten, was sich weiter abspielte und verblieb auch in seinem dumpfen Trübsinn, als die Verlesung der An klageschrift begann. xvax ein langathmigss Schriftstück. Tas Publikum langweilte sich. Leises, dann immer kräftiger anschwellendes Geplauder übertönte die Stimme des Vorlesenden. Ta bat der Präsident freundlich lächelnd die Damen, sich ruhig zu verhalten Tas Wort Damen schien den Popen Tamaskin aufzurütteln. Er hob das Haupt und streifte da? Publikum mtt einem raschen Blick. Ueberall Frauen köpfe, überall Frauenaugen die auf ihn richtet waren! Er lehnte sich in die Bank zurück und zog die welken Man chctten vor, die die Aermel seines TalarK verdeckt hatten. Dann neigte er sich vor, glättete mit den auffallend weißen Handen seinen vßrwuhlten schwarzen Bart und wendete nach einer Weite das Gesicht dem Publikum voll zu. Seine Augen gingen jetzt langsam über die leihen der rauenlöpf?. bis sie auf dem anmnthigen' Antlitz der jungen Frau des staatsanwaltes wie aebannt Hai ten blieben. Es war in den Blicken dieses Weibes etwas Sonderbares, das ihn anzog und seltsam erregte. Es war nicht die brütende Neugier, mit der man emen Mörder anstarrt. Er las in die sen strahlenden Auaen mit den erwei terten Pupillen etwas wie Mitleid, wie Erbarmen. Und, nun, während ihre Blicke ineinander tauchten, flog sogar kaum merklich, ein wehmüthiges Lächeln um ihren Mund. Da war es ihm, als erwachte er aus semer. dumpfen Betäu bung. Der lähm-nde Druck, derzeit Lochen auf e.ifem ernte lastete. schwand. Ein neuer Lebcnsdrana durchglühte ihn. Von diesen zwölf Mannern, die über ihn zu Gericht saken. durfte er nichts hoffen. Darum hatte er sich vorgenommen, auch hier ebenso verschlossen und einsilbig zu verharren, wie während der Untersuchung. Jetzt aber blitzte ein anderer Entschluß in lljm aus. ls trieb ihn, sich zu recht fertigen, zu vertheidigen, nachzuweisen, daß er unter den Krallen eines wühlen den Schmerzes, der ihm jede Besinnnng geraubt, jene That verübt hatte. Er wollte dies nicht wegen der Geschwore nen thun. , Wie auch immer die zwölf dünner darüber denken mochten, das war ihm völlig gleich. Er hatte ja bereitö mit seinem Leben abgesch'.oss?! Aber diese Frauen, deren Blicke inn '?mkreisten, die sollten anders über ihn urtheilen. Und vor Allen jenes schöne Weib, das ihn so wchnkÄthig anlächelte! Der Staatsanwalt war denn auch sehr erstaunt, als bald darauf Pope Tamaskin sich erhob und zu sprechen anfing. Das war nicht der gebrochene Mann, den er blS nun gekannt. Er war wie umgewandelt. Aufrecht stand er da, das Haupt stolz erhoben. Seine Stimme hörte sich nicht dumpf und hei fer wie sonst an. Sie klang 'voll und weich. Ganz wie einstmals im Torf kirchlein,- dachte Helene, die, den Mund halb geöffnet und das Haupt borge streckt, gierig jedes Wort einsog. Er erzählte, wie er vor einem Jahre eine junge Wittwe kennen gelernt, wie all gemach seine Liebe für sie zu lodernder Leidenschaft aufschäumte, wie er fest entschlossen war, den geistlichen Stand, der ihm als Mönch glänzende Aussich ten bot, Zu verlassen, um sie zu heira then, und wie er sie andem Abend da er ihr diesen Entschluß der, künden wollte, in den Armen eines An deren überraschte. Nun trat er einige Schritte vor. Die mächtige Gestalt schien sichtlich zu wachsen, die Stimme schlug um, sie tönte wie der schrille ttlanA einer rissigen Glocke, die Adern an ferner Stirne schwollen an, sein Ge sicht wurde kalkweiß, während aus seinen Auaen. die mit einem stieren Aus druck ins Leere starrten, ein dunkles Feuer glühte. Der Elende," brach es aus ihm her vor, hatte sich feig geflüchtet. Sie aber blieb. Mit aufgelösten Haaren lag sie vorMlr. Da zerrte ich sie empor. Mit diese? Faust. Und wie sie vor mir stand, da sah ich kem Weib mehr in ihr, kein menschliches Wesen, sondern nur eine wilde Katze, die man vernichten muk. Mein Revolver laa auf' dem Tisch. Aber, dieses Weib war keine khrlijk Kugel werth. Mit.diesen Hän.

oen umklammerte lcy sie. o rote und was weiter geschah, ich weiß es nicht." Cr hielt inne. Todtenstille herrschte im aale. Helene starrte bebend und ängstlich geduckt auf den Mann, der in seiner Wucht, mit den unheimlich blitzenden Augen, mit den gewaltigen Fäusten, die er geballt hielt, wie die Verkörperung einer furchtbaren Elementargewalt vor ihr stand. Und bebend, angstvoll lauschte sie dem wei tercn Verlauf der Verhandlung, bis endlich nach langen, bangen Stunden der Wahrspruch der Geschworenen derkündet wurde. Er war freigesprochen ! Tas Plaidoycr des Vertheidigers, der die That als Ausfluß einer Sinnesver wirrung dargestellt, hatte gewirkt. Die junge Frau athmete tief auf. Ein glückliches Lächeln umspielte ihren Mund. Da saß er nun wieder in dem Stübchen, in dem sich jenes Creigniß zugetragen. Auf dem Tisch, darauf eine Lampe brannte, lag ein Blättchen, das ihm irgend Jemand in die Hand ge drückt, als er den Gerichtssaal verlassen. Es enthielt nur wenige Zeilen: Eine alte Jugendfreundin wird Sie heute noch besuchen." Er hatte diese Zeilen überflogen, einige Momente nach gesonnen, wer diese Jugendfreundin wohl sein möge, und dann das Blätt chcn eingesteckt. Er dachte jetzt nicht mehr daran. Seine Blicke ruhten auf einem Bilde, das in goldigem Rahmen vor ihm an der Wand hing. Und in dieses Bild kam, während er sich in dessen Betrachtung verlor, Leben und Bewegung. Es wuchs und wuchs, bis es in leuchtender Klarheir vor ihm schwebte: ein junges, lebensprühendes Weib mit aufgelösten goldblonden Haaren. Und nun wurde wieder jene Scene in ihm lebendig, die er heute vor den Geschworenen geschildert. Er sab das Zunge Weib vor sich, das einstmals so reizende Gesicht grausig verzerrt. Er stöhnte auf wie unter einem unerträg' lichen körperlichen Schmerz, Tann schob er mit einem jähen Ruck die Schublade auf. holte eine kleine blin kcnde Waffe hervor, und schaute auf die Wauduhr. Es fehlten noch zehn Minuten auf Acht. Um Acht, dachte er, wird die Haushälterin, die er ausge schickt hatte, um Wein zu holen, wieder zurück zu sein und dann ist Alles schon vorüber. Als der Zeiger auf die achte Stunde wies, klopfte es auch leise, einmal und au wieder. Es war aber nicht die Haushälterin. Eine junge elegante Frau trat lächelnd ein. Sie blieb zögernd an der Thür stehen. Ter Arme, er schläft' murmelte sie. als sie ihn, das Haupt zur Brust geheugt, mit dem Rücken gegen die Thür auf einem Stuhle sitzen sah. Wie er staunen wird." dachte sie. wenn er hört, daß ich jenes junge Mädchen war, daS er schon vor Jahren einmal ge küßt.Sie 'rief seinen Namen. Er regte sich noch immer nicht. Ta überkam sie ein kindlicher Uebermuth. Sie lachte laut auf, trat dicht an ihn heran und stieß dann plötzlich einen Schrei aus. Sie sah ineiner krampfhaft geschlossn nen Rechten einen Revolver und an seiner Schläfe rothe Tropfen herabrinnen. Eine Weile noch stand sie wie erstarrt da, dann wendete sie sich um und eilte hinaus, todtenbleich, bebend, ein Vater unser murmelnd und mit der Rechten hastig Kreuze schlagend...... - I n A e e n y a t ern s t n -sationeller Giftmordprozeß mit der Verurtheilung der Angeklagten. Hebamme Johanna Schmidt zum Tode und außerdem zu 12 Jahren Zuchthaus geendet. Die Angeklagte war picht nur beschuldigt, an ihremSchwiegervater einen Mordversuch begangen und ihren ersten Mann durch einen Revolverschuß getödtet zu haben, sondern man hat sie noch wegen weiterer Verbrechen in Verdacht. Der zweite Mann der Angeklagten, ein 5iapellmeiper Eckard in Osnabrück, war nämlich s. Z. nach kurzer Ehe plötzlich an den Folgen einer Carbolsäuce-Vergisiung gestorben. Die Angeklagte gibt zwar an, daß ihr Mann sich vergriffen und statt Hoffmannstropfen Eartolsäure genommen habe. Es Ug aber der Verdacht nahe, daß auch ihr loiter Mann eines gewaltsamen To'ocs gesiorben ist. Wegen dieses Falles hatte infolge mangelnder Beweise tnm Anklage erhoben werden können. Aber noch mehrere räthselhaft lölich: Todesfälle in ihrer nächsten Umgebung begleiten die Lebensbahn der Angeklagten. Zunächst war ihre eigene Mutter im Jahre 1891 unter eigenthümlichen Umständen plötzlich gestor ben, und während ihres AuenldalleA in Osnabrück in der zweiten Ehe starb im Wochenbett eine Frau Rogge. die die Anaeklc'gte als Hebamme be-'

bandelte, plötzlich an Quecksilbervcrziftung. Im Laufe der Verhandlung gestand die Angeklagte den Moro ihres ernen yemannes ivwie .en ooppcllen Mordversuch auf ihren gegenwärtigen Schwiegervater und daraufhin e:fc!gtt hre Verurtheilung. Modern. Jhre Tochter wird heirathen, kann sie denn auch schon alles, was sie braucht?" Das meine ich! Sie war in der höheren Töchterschule, dann zwei Jahre in der Realschule und vier Wochen hat sie kochen gelernt!" DurchdieVlume. Junger Herr (nach einer Einladung seinen Besuch machend): Der Rlldesheimer mundete wirklich ganz vortrefflich." Tochter des Hauses: O, Papa hat noch viel besseren im Keller der soll aber erst zu meiner Verlobung getrunken werden!" , Jedermann sagt so. Cascarets Candy Cathartic, die vundervollfte medizinische Entdeckung des Zeitalter?, angenehm und erfrischend im Geschmack, wirkt sanft und sicher auf Nieren, Leber und Singeweide, daS ganze System reinigend, entfernt Erkaltung, kurirt Kopfweh,

ffieber, anhaltende Verstopfung und UnVerdaulichkeit. Kaufe und versuchen Sie eine Schachtel von C C.CJ heute; 10, 2b7 und 60 Centö. Lerkaust und Heilung garantirt von allen Qpotheken. " '

O

O

G

G

G

O

G

G

2)k ganze Natur öndktt sich im ' --0-W in- in- , . . . fi'ühjahrc . . . Weßbalb sollten wir unser Svstem nicht kräftigen und erfrischen? Man beginne mit dem Magen, durch den Gebrauch ren

G

D.AwKoenZgd HAftmURCiB? TROPFEN, . . . der groszen Frühlingsmedizin.

G

G

G

V

:ie erneuert das System, beilt einen schlechten Magen, macht ihn frisch und grsund.

W

OGGGGGG

HD XY"rDan FEEl SICK ? Disease coramonly comes on with slight symptems, which when neglected increase in extent and gradually grow dangerous. "r.r.!zr:r. rifms tabüles RIPANS TABÜLES " 7CeÄlÄ-..".!:! TtE RIPANS TABÜLES TaC.. RIPANS TABÜLES Ripans Tabules Regnlate the System and Preserre tho Health. gr83aaEäS3SSSSSSES "rn 4 . 1 I ime 8 Sy 10 taB II Gives Huivtz to act. Il -r , c fei RlpanB Tabules nre boM bj drupgUU, or br m&il XCCltßs M li the price (60 centa a box) u faent to Tbe Ilipans il Ghenucal Company, No. 10 Spruce St., New York. lSSSS3E2SSS5Ä3SS'J&3cS Sample vial 10 centa.

Die reinsten und bestenWeine aller Sorten, importirte und einheimische. Rye n. Bourboii Whiskies, sowie die berühmten West Baden und Martinsville ZUineral-Wasser in Flaschen. : : : : Importirte l (öwenbräll und glaschenbiere : ( Würzburger. J.Heizgenio Telephon 407. Immer noch am alten Platze Import te und einheimische : : : Weine, Whiskies, Brandics, Kupserberg Gold" und Great Western Champagners RheuS und Waukesha Wager. 88 87 LUd Sslrs Btv. Tel. 1669. t , ,Ctwt Cttmf fretcauKj IsAls FIATUR&S DRAIN BOARDS AND AU, TIn9 Zlnc. Drooo, Coppcr, niokol end oll Kltcncn end Ptatftd Utensils fi CIC207ood, MorbloPor- P rfttftlrv Ptft. CEORCC WM. HOFFMAtt, toi KaifUtra a4 tnvcUHat. 20S Err Washington St.. taoiAAAPOu. Z THE BAR-KEEPERS' FRIEIiD. Zum Verkauf in Apotheken 25 Cent per Pfund. M. Wierke, DeutscherBuchbinder. 408 Sud Cast. Ecke McCarty Str. Up Stairs. Herr Sari Ptgvauk. 7 kd laba Vtrak, tmmt lie f&r ttd crntacoc. Arno chüttig empfiehlt sich alt Klavierstimmer Luch übanimmt er die Herrichtuz Cs Instrumente zu zivilen preisen. Qefte Neser,. 72 3 c: rv. . J

UZT

TTi

jpsiSiSisesiszszssssszsss 8 OKCE ?gW.'MM OSED. $ E ? r oj iKN 1 MMDß ftl j

roa

W

G

U

G

G

G

STOP LOOK LISTEN. Die populäre iMMMW "n.l-jt Uj ist die beste Linie ach ItI I A . i 4Z Stunden. Vier tägliche Züge! erlassen Jdinapli. , g 8 nkunst in Chicago... Züge treffe hier ei.. iisroZNt e Abends I so AI Id 7 208m ! S S0?m 7 4SM i-mim 4 L7m Die neuesten verbesserten Vestibüle Wugen, Pultmnn Schlnfwngen, elegante Parlor Wagen und (kßwagen. Lokal'Ecblafmagen in Indianapolis stelzt um 8 3bend berett. Beriäfzt Chicago 2 45 Morgen, an jeder Zeit nach 9 20 Abend benützt werden. West Washineton Strake. T'ck't.Osficts : u:z.;b.' Geo. W. Hayler. D. P. . Bier gute Dinge von Indianapolis. Knickerbocker Special, New Jork und Boston. Soutlzwestern (imited, St. LouiS und dem Vesten. white üy 5pecial uach Chicago und Sincinuati. Boston Express, . nach Punkten in den Ntuevgland Staaten. Parlor-Waaen. Ekmaaen. Cak.wa? , Palast Ecölaiwaaen cui dies? . , " ---.. .Vk Lmien. Sie bei den Big 4 Agenten, No. 1 Ost Wa btnaton Str.. MaN ,k . .. , ,, --. 4 II IV I Bahnhof vor. H. M. Bronson. A. (3. P. I. CINr.lNNAff Indianapolis go jtoN n0 k-- chiV WddltrS,t: ist die beliebten Batm CJIIMCJIIWKiA'JKn, Bitt 6ofe-gpcifeecr Dieufl zwischen Cincinnati, Indianapolis & Chicago Die beste Linie nach Day ton, Lima. Toledo, Detroit und nördlichen Michiaan Resorts. Direkte erbtnoung tn Eincinnati Uc gaae. 5echslach Washington, Baltimore, Philadelphia und Ne gort und allen Punkten südlich. flnforaatlim fcfifiaTiA nt . iv'ÄJXi - ff-wrncf, i i- Y.- a" & X SC 7i ", ir uiuiuHiua sii. vm anen ,Vee t&e". ac lHcmtan rr.) n, tn itx Union Station Geo. W. Hahler D. y. A. The Twentieth Century, ine ausgezeichnete Wochenschrift, welche 'OttfdrixUid acflnntert Lesern Uhr , mfHlen ist. In der Tendmz zwar sozialistisch. erden doch andere fortschrittlich Theorien varin unparteiisch besprochen. Lcan bestelle drren be: der Uumoolät PnblisninrT Cn.. 19 OK? Dort ncniiAira Linus, 1C7 C3 r.rij Czlz. ( -- , , , ' I , , . C-:- z ' -)

Big l Bahn

; c