Indiana Tribüne, Volume 20, Number 186, Indianapolis, Marion County, 25 March 1897 — Page 1

o I H 0 s A W O IA A l5 15 v-v y y W V k W O o oy V y Office : No. 18 Sud Alabama Straße. Telephon 1171. Indianapolis, -Indiana, Donnerstag, öen 25. 2Närz J897. Jahrgang 80. No. 186

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KlMt i-tfeft Sditorielles. Der Enkel saeint eS darauf ab gesehen zu haben, seinem höchstseligen Großvater" den Beinamen : Der Grobe" zu verschaffen. Sollte es zur Zeit byzantinisch genug gesinnte Geschichtsschreiber geben, welche auf die Zumuthung eingehen, so werden aller Wahrscheinlichkeit die Geschichtsschrei, der der Zukunft sich dessen beharrlich weigern, selbst wenn der Enkel ganz Deutschland mit Bildsäulen seines Großvaters anfüllen sollte. Der Enkel bemüht sich zwar redlich, die Gechichte zu verbessern" und seinen Großvater als den Gründer deS deutchen Reiches darzustellen, aber er wird wohl schmerlich Erfolg damit haben. Die Geschichte weiß, daß Wilhelm der Erste sich lange dagegen gesträubt hat, die Kaiserkrone anzunehmen, aber nicht etwa auS Bescheidenheit, sondern auS Kleinmuth und auS verbohrtem Preußenthum. DaS beweisen sowohl eine eigenen Briefe, wie daS Tagebuch seines Sohnes Friedrich, des damaligen Kronprinzen. Unmittelbar nach der Kaiserproklamation in Versailles schrieb er der Kaiserin : Eben kehre ich vom Schloß nach vollbrachtem Kaiserakt zurück! Ich kann Dir nickt sagt, in welcher moroen Emotion ich in diesen letzten Tagen war, theils wegen der hohen Verantwortung die ich nun übernommen habe, Heils und vor Allem über den Schmerz. den preußischen Titel verdrängt- zu sehen. In einer Eonferenz gestern mit Frih, Bisma,ck und Schleinih war ch zuleht so moros, daß ich drauf und dran war, zurückzutreten und Frih alles zu übertragen. Erst nachdem ich in inbrünstigem Gebet mich an Gott gewendet habe, habe ich Fassung und Kraft gewonnen ! . . . . Ich habe mich lange dagegen gesträubt und nur nachgegeben, weil der Reichstag zu Ende ist, Neuwahlen, die unberechenbar sind, bevorstehen . . . ." Am 17. Januar, am Tage vor der Kaiserproklamation, schreibt Friedrich in sein Tagebuch : Die ReichSfarben machen wenig Bedenken, die, wie der König sagt, find nicht auS dem Straßenschmuh gestiegen: doch werde er die Eokarde nur neben der preußischen dulden; er derbat sich die Zumuthung, von einem kaiserlichen Heere zu hören, die Marine aber möge kaiserlich genannt werden, man sah, wie schwer eS ihm wurde, morgen von dem alten Preußen, an dem er so festhält, Abschied nehmen zu müssen. Als ich auf dieHauSgeschichte hinwies, wie wir vom Burggrafen zum Kurfürsten und dann zum König gestiegen seien, wie auch Friedrich der Erste ein Scheinkönigthum geübt und dasselbe noch so mächtig geworden, daß unS jeht die Kaiserwürde zufalle, erwiderte er: Mein Sobn ist mit ganzer Seele bei dem neuen Stand der Dinge, mährend ich mir nicht ein Haar daraus mache und nur zu Preußen halte." ES ist eine Thatsache, daß der alte Wilhelm förmlich dazu gezwungen werden mußte, sich in den Kaiser- und ReichSgedanken zu finden und daß auch Bismarck lange nichts davon wissen wollte. Derjenige der zur Wiederaufrichtung des deutschen Reiche? drängte, war der Kronprinz Friedrich,

der unglückliche Vater deS jetzigen Kaisers, für den dieser gar keine Erinnerung mehr zu haben scheint. Hätte die Wiederaufrichtung deö Reiches von König Wilhelm allein abgehangen, sie wäre nie vollzogen

worden. Der künftige unparteiische GeslbikhlSllipsr wird an Wilhelm dem Ersten vergeblich etwaS GroßkS entDecken, ttr smstnnige Geschichtssqreiber erst recht Nichts an dem starren Gottkögnadenthümler, der Anfangs der Sechziger Jahre den VerfassungSconslikt heraufbeschwor, und sich wohl am Liebsten zum Selbstherrscher nach russischem Muster gemacht hätte. Auö der Thatsache selbst, daß er sich von seinen Räthen meist wie ein dillenloseS Werkzeug gebrauchen ließ, wollen wir ihm keinen Vorwurf machen, denn die parlamentarische Staatsform bringt eS mit sich, daß die Räthe der Krone maßgebend find und nicht der Monarch. Wenn aber der Monarch seinen Räthen in seinem Namen gestattet, sich an den VolkSrechten zu vergreifen, waS zu thun sich Biömarck niemals gescheut bat, dann hört die Unterwerfung unter die Rathschläge der Kronräthe auf, eine Tugend zu sein. Die Bemühungen deS Enkels um den Ruhm feine 3 Großvaters werden sich vor dem strengen Richter der Esschichte alS vergeblich erweisen. Der Enkel selber mag vielleicht alle? daö glauben, waS er sagt, in seinem Kopfe spiegelt sich die Welt anderS als in den Köpfen gewöhnlicher Menschenkinder. Er hat immerhin die Klone eines grohen Reiches geerbt, dessen Stücke unter der Regierung seines Großvaters wie der zusammengeleimt wurden. Aber die Legende von dem großen Heldenkailer wird in Kurzem auö den Herzen und Köpfen verschwinden, denn unser skeptisches Zeitalter eignet sich schlecht für die Schassung von Legenden. Um so sicherer aber ist daS Verschwinden einer solchen Legende, wenn man ihre Verbreitung in einer Weise betreibt, daß sie den Gegenstand der Verehrung geradezu der Lächerlichkeit preisgiebt. En seiner kürzlichen Rede an die Junker der Mark Brandenburg sagte der Kaiser: Meine Herren, wenn der hohe Herr im Mittelalter gelebt hätte, er wäre heilig gesprochen, und Pilgerzüge auS allen Ländern wären hingezogen, um an seinen Gebeinen Gebete zu verrichten. Gott sei Dank, daS ist auch heute noch so ! SeineS Grabes Thür steht offen, alltäglich wandern die treuen Unterthanen dahin und führen , ihre Kinder hin, Fremde gehen hin, um sich des Anblicks dieses herrlichen Greife und seiner Standbilder zu erfreuen." Wenn das nicht der Gipfel der Lächerlichkeit ist, dann wissen wir überHaupt nicht, waS noch lächerlich ist. Glücklicher Weise leben wir eben nicht im Mittelalter und eS giebt heutzutage zahlreiche Kreise, welche für solche Albernheiten nichts übrig haben als ein Lächeln und ein mitleidiges Achselzucken. -- DrßsjliifidjrifsjlßiL Inland. Wetterbericht. Schöne Wetter heute Nachtz wär meres, schönes Wetter Freitag. Höchste Temperatur innerhalb der letzten 24 Stunden 3G Grad, niedrigste 28 Grad. -- AuS Madagaöcar. Port L o u i S 24. März. Nach, richten von Madagaskar besagen, daß die Verbannung der Königin von Madagaöcar nach der Insel Neunion infolge der Entdeckung einer Verschworunz gegen daS Leben deS Generals Galiene geschah. Die Untersuchung der Sache ist im Gange und find viele weitere Verhaftungen gemacht. Die Misfionäre sollen in die Verschwörung verwickelt sein. Der Silberpalast wurde durchsucht und fand man in demselben 700.000 FraneS. Die französischen Beamten consiSzirten in dem Palast auch eine Anzahl geheimer Papiere, die auf Betheiligung von Ausländern an der Rebellion Bezug haben. Gegen Departement-StoreS. Spring sie Id, JllS., 23. März. Vierhundert Mitglieder deS Vereins

der Geschäftsleute von Cook County kamen hier heute im Interesse deS Kampfes in der Legislatur gegen die großen Departement - Geschäfte in Chicago an und eine andere Delega

tion von 200 Geschäftsleuten folgte EomiteS deS hiesigen Vereins der Ge schäsisleute und Eroctts eSkortiklen die Gäste nach dem Eapitok. vo ou vernör Tanner in einer Ausprägt htt sicherte, er werde die Bill gegen jene Räubergeschäfte, wenn sie in versafsungSmäßiger Form ihm vorgelegt werde, unterzeichnen. Dle Besuche? sammelten sich dann auf den Gallerten deS HauseS und app!audirten, als die Bill bis zur dritten Lesung befördert wurde, nachdem sie so amendirt worden war, daß sie sich nur aus Städte mit mehr als 50,000 Einwohner bezieht. Wahrscheinlicher fünffacher Mord und Brand st istung. Nashville, Tenn., 24. März ES traf hier heute die Nachricht ein, daß die Wohnung dek wohlhabenden Farmers Jacob Ade, welche 15 Meilen von hier entfernt am Paradife Nidge lag, in voriger Nacht nieder brannte. Die Leichen deS Mannes, seiner Frau und sciner20 Jahre alte Tochter Llzzie, sowie der 10 Jahre alten Rosa Morirer, die bei der Familie Ade auf Besuch war, wurden in den Ruinen deS Gebäudes gefunden. Der 13 Jahre alte Sohn Henry Ade wird vermißt. Man glaubt, daß die Familie ermordet und daö HauS in Brand gesteckt wurde, um daS Verbrechen zu verheimlichen. Die Behörden untersuchen die entsetz liche Affaire. Später fand man die Leiche deS Knaben bis auf die Knochen verbrannt in. den Ruinen. ' Die Annahme, daß dem Brande ein grauenhafter ord voranging, gewinnt an Wahrscheinlichkeit. Obwohl daö Gesicht nur wenig verbrannt war, so fehlt doch der Hinterkopf an der Leiche und man glaubt, daß derselbe mit einer Azt abgeschlagen wurde. Die Köpfe zweier Leichen wurden nicht gefunden. Herr Zbt war über 70 Zahre alt und man hielt ihn für einen reichen Mann. ES ist keine Spur von den Mördern vorhanden. Man fand in den Ruinen eine Geldrolle in einer Austernkanne. - ES wird befohlen. R e a d i n g, Pa,. 24. März. Superintendent Paßmore. von der Reading & Southwestern Straßenbahn, hat allen Angestellten den Befehl ertheilt, daß sie nach dem 1. April ihre Schnurr- und andere Bärte abrasiren und mit glatten Gesichtern im Dienst erscheinen müssen. Der Befehl hat große Unzufriedenheit verursacht. ni m Ausland. Rechte deö französischen Präsidenten. London, 24. März. Wie der Correspondent der Times in Paris konstatirt, hat der Präsident der franzöfischen Republik nach der Verfassung nicht daS Recht, den Krieg zu erklären ohne Zustimmung deö Parlaments. Europa, meint er, müßte sich deshalb auf den Rückzug Frankreichs vom europäischen Conzert gefaßt machen, falls die Lage in Kreta ernstere Maßregeln nothwendig macht, als der Deputirtenkammer gefällt. Großherzogin von Weimar g e st o r b e n. London, 24 März. Die GroßHerzogin von Sachsen-Weimar ist in Weimar heute Abend um 8 Uhr 30 plötzlich einem Herzschlage erlegen Sie war am 8. April 1824 als Sophie, Prinzessin der Niederlande geboren, und vermählte sich mit dem Großherzog Karl Alexander August Johann am 8. Oktober 1842. Viele Jahre lang galt sie für die schönste und anmuthigste der hochgestellten Frauen Europas. 9 Die Rebellion auf Kreta. Athen, 24. März. Eine Depesche von Canea, Insel Creta, meldet, daß der Oberbefehlshaber der Insurgenten in Arotivi den Vorschlag der Machte, Creta die Selbftregierung zu bewilligen, den verschiedenen Führern der Jnsurgentenstreitkräfte, die sich auö den verschiedenen Theilen der Insel versammelt hatten, unterbreitete. Die 'crelensischen Führer erklärten einftim-'

mig, daß nur zwei Sachen möglich wären die Vereinigung der Insel Creta mit Griechenland oder Kampf biö zum Tod. C a n e a, 24. März. Die türkischen

Truppen machten heute einen Versuch, da Blockhaus bei Malexu mit Lebens Mitteln aufs Neue zu versehen. Die Ehristen griffen die Türken an. schlugen s!e zurück uno verfolgten den Proviantzug die in die Nähe der Suda Bucht. Die türkischen Kriegsschiffe eröffneten daraus ein Bombardement aus die Christen und zwangen dieselben, sich zurück zu ziehen. In Sita sind die muselmanischen Bewohner der Stadt ohne Nahrungö Mittel. Die Christen haben die Stadt eingeschlossen und alle Verkehrswege abgeschlossen. Athen, 24. März. Die griechische Regierung steht im Begriffe einen weiteren Protest gegen die Blockade der Insel Creta und eine formelle ZurückWeisung aller Verantwortung für irgend welche Folgen, die daraus entstehen können, zu richten. Die Zeitungen, welche die ministerielle Oppofition in der Deputirtenkammer vertreten, verdammen den Vorschlag der Selbstregierung unter dem Prinzen Georg als einen Verralh an den hellenischen Interessen. Man glaubt jetzt in offiziellen Knisen, daß die Mächte bald Zwangömaßregeln gegen Griechenland ausführen werden. Der Regierung ist eine Collectivnote zugesandt, in welcher die Zurückberufung der griechischen Trup pen von der Grenze verlangt und damit gedroht wird, daß griechische Häfen nahe der Grenze blockirt werden sollen, wenn Griechenland sich weigern sollte, diese Forderung zu erfüllen. C a n e a, 24. März. Ein österreichischeS Panzerschiff hielt einen griechischen Dampfer und ein griechisches Se gelschiss auf, welche die Blockade zu brechen versuchten. L o n d o n. 25. März Der KriegCorrespondent der Timcö", welcher sich jetzt an der makedonischen Grenze blfindet, ist der Ansicht, daß die griechische Armee noch nicht zu entschiedenen Schritten fertig ist. Die Offiziere müssen erst die rohen Ankömmlinge einexerzieren und ein genügendes TranSportfyem organisiren Er sögt aber hinzu, daß die Erscheinungen längs der Grenze im höchsten Grade kriegöähnlich seien. Jeder mögliche Posten ist besetzt und alle Straßen werden von Cavallerie patrouillirt. ,,, Lchisss Nachrichten. Angekommen in: Genua: Fulda" von New Jork via Gibraltar. Philadelphia: Pennland" von Liverpool. Liverpool: Sylvania" nach Boston. Southampton: Havel" von ?tew Jork. New A o r k : Schiedam" von Amsterdam; Olympia" von Genua. South amp't on: ,,PariS' von NewJork. allerlei. Zum dritten Male nä'ch Europa zurücksvedirt ist der 16 Jahre alte Abraham Horwitz aus Oesterreich. . r" ; jdi o in iveiqer angeoilH ein augcniis ii und den seine Familie aus diesem Grunde gern los sein will. Zweimal versuchte Abraham in Boston zu lan den und das letzte Mal kam er auf dem Hamburger Dampfer Bohemia" nach Baltimore; in seinem Besitz hatte er $26. Als die Bohemia von Boston nach Baltimore abdampfte, benachrichtigte der dortige Einwanderungscommissär Hrn. Ruby. den Einwände." rungs-Commissär des letztgenannten Hafens, von dem Thatbestande, und Hr. Ruby warnte darauf den Capitan des Dampfers, den Jungen ja nicht entwischen zu lassen, die Strafe dafür betrage $1000. Der Capitä'n wünschte, den Jungen bis zur Abfabrt desDampfers im Emigrantenhause unterzubringen, jedoch weigerte Hr. Ruby sich, en Knaben in Obhut .w nehmen. Ungeheure Entrüstung herrscht unter den Bewohnern von Bellmoore. L. I., ob der Gefühllosig keit zweier jungen Mädchen ihrer Mut. ter gegenüber. Frau William Smalley ist dort nach einer den ganzen Wm ter währenden Krankheit an der Schwindsucht gestorben. Während die Frau mit dem Tode rang und - von Stunde zu Stunde schwächer wurde, unterbielten sick die erwachsenen Töchter mit zwei jungen Herren, welche sie . . . y. .r i i .besucht- hatten, und liefen die Cter

venoe oyne Pflege. Als v:e veioen Herren das Haus verließen, war Frau Smalley schon gestorben. Aber als ob i nichts geschehen sei, begleiteten die herzlosen Töchter ihre Freunde vor die Thüre, lustige Liedchen trällernd und

.ausaelassen lachend. Irau smalley. i " ; . , ".ii deren Verstand durch langes Vetoen und bittere Noth getrübt worden sein mag. hatte verschiedenen Nachbaren ergällt, ihre Töchter versuchten, sie zu beselttgen. !nW s!e !hk Eist g.beN. Sie habe gehört, wie die Mädchen sich darüber unterhielten. Durch diescs Gerede, das aber besonnenere Leute für unbegründet halten, ist die Erbitterung über die Gefühllosigkeit der Töchter natürlick noch erhöbt worden. W eich' beklagenswerihe Folgen nicht selten die unsinnigen Prophezeiungen sogenannter Wahrsagerinnen im Gefolge haben, beweist die Geschichte einer Ehe, um deren Auflösung die Legislatur des Staates Süd Carolina angegangen worden ist. Vor Kurzem suchte ein junges Mädchen Namens Eva Easterlin inOrangebürg, S. C., eine dortige weise Frau" auf, um einen Blick in die Zukunft zu thun. Nach allerlei Hokus-Pokus tu öffnete die moderne Pvthia der jungen Schönen, daß ihr ein jäher Tod bevorstände, falls sie nicht ihren (der Wahrsagerin) Sohn heirathen würde. Auf das Höchste erschreckt, erklärte sich das Mädchen dazu bereit, trotzdem ihr Zukünftiger ein soeben aus dem Armenhause entlassener Vagabund Namenö Jim Courtney war. DaS ungleiche Paar wurde von Friedensrichter Brinson copulirt. nachdem Courtney ihm vorgeschwindelt, daß Eva eine arme, elternlose Fabrikarbeiterin wäre. Als die Geschichte herauskam, entzog sich Courtney dem allgemeinen Unwillen durch dke Flucht, während die irregcführte Eva wieder im ElternhauseAufnähme fand. Anfänglich glaubte man. daß sie im Irrsinn dem Vagabunden die Hand gereicht hätte, doch brachten lbre Mittheilungen bald die wahre Lönn deS Räthsels. Ä)ie Negterung des Cantons Freiburg hat die Errichtung einer großen elektrischen Centralstation an der Saane. in der Nähe von Hauterive, in Angriff genommen. Es soll durch Herstellung eines Tunnels von Pont-la-ville ab auf eine Länge von circa 10 Kilometern ein großer Theil Saane Krümmungen abgeschnitten werden. Bei Hauterive ausmündend, erhält der Canal eine Fallhöhe von zwei Meter 40 Centimeter, welche nach gemachter Berechnung eine Kraft von 6000 Pferden ergeben. Die Kosten sind auf 2.$00,000 Francs berechnet. Das Werk soll vom Staat ausgeführt werden, welcher auch das große Wasser, werk unmittelbar bei der Stadt Freibürg besitzt. Dq letzteres gut rentirt. so hat der Staat Muth gefaßt, auch das neue Werk auszuführen; der Große Rath soll seinen Entscheid in der nächsten Sitzüng faZzen. Diese neue Centralstation soll für ein Netz die nöthige Kraft abgeben, das sich über fast den ganzen westlichen Theil deö Cantons Freiburg, sowie über das waadtländische Broyethal verzweigt, und zwar sowohl zu Beleuchtungszwecken, als für Installationen von Motoren. Bereits hat sich in Wifflisburg ein Consortium gebildet, welches eine Nachfrage von 100 bis 1300 Pferdelräften vermitteln will. W i e d k r i st ein schaut U Qtx Akt von Mord und Cannibalismus auf den Solomons-Jnseln zu melden. Der Dampfer Titus". der den Verkehr zwischen den Pacinc-Jnseln und Sydney hauptsächlich vermittelt, brachte die Nachricht, daß der Capitän eines kleinen Kutters. I. Gibbins. von den Eingeborenen ermordet und daraus semSchlff verbrannt worden sei. Gibbins trieb mit Hilfe einiger Kanälen in seinem kleinen Kutter Handel mit Copra auf den verschiedenen PacificInseln. Kürzlich kam er in die Nähe des Wildendorfes Hoogly auf der Insel Rendova. Alsbald kamen zwei Eingeborene in einem Canoe zu ihm und boten ihm Coora an. Gibbins ging in der Bucht vor Anke?, alnch danach erschien ewe Menge :nit Copra belacne Boote. N:ck,ts Böses ahnend, s.ing der Capitän an Land, um das Geschäft abzuschlicsn. kaum hatte er den Strans betreten, so stürzten die Fingedorenm sich aus ihn. lrarfen ihn zu: Err? und sä-nittln sun?n Kopf ab, den sie im T'.i-.::-.rd ra-sn trugen. Darauf plünderten sc das Schiff und steckten cj in Brand. Ein Eingeborener von der Insel Ruiiana e,ntkäm zu dem Schiff William Brooks" und brachte die Nachricht dem Capitän desselben. Dieser. einFreund Gibbins, ging nach Redova und bot den Eingeborenen eine beträchtliche Summ für den Kopf und den Leichnam des unglücklichen Capitäns. Doch verweigerten mt Wilden die Herausgabe, vermuthlich weil sie an ihm schon längst ihrem Cannibalismus gesröhnt und außerdem die Bewohner der Insel als große Kopsjäger berüchtlgt smd. Salzfluß tritt oft auch bei kaltem Wetter, die innere Hand ergreifend und andere Körpertheile Hood's Sarsaparilla, der große Blutrelmger hellt Salzfluß. H 0 o d's Pillen birken Vorzuglich nach der Mahlzeit und kuriren Kopfveh. 25.

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