Indiana Tribüne, Volume 20, Number 182, Indianapolis, Marion County, 21 March 1897 — Page 9
et fr t y ?i 4 ? ;Li v n" A i?Jh Kz. 4 , ? y . -f - - - ' . , - . . - ITccürcdjcrIjrc. t?on Th. Carort, olictücutenar.t o. D. Seitdem der fagenliafle Mönch 23er zhold Schwarz in grauer Vorzeit sich das nicht unaefährliche Vergnügen ßC leistet, daö Pulver zu erfinden, hat der 5campf zwischen Artillerie und Vcfestigungskunst. in neuerer Zeit noch hinzutretend der Kainpf zwischen Go schütz und Panzer, nicht aufgehört. Eeitdcni die Goa iin Paradies dem Adam den Apfel reichte, ist die Sünde in die Welt gekommen, und Kain.welchcr bekanntlich seinen Bruder Abel erschlug.war der erste schwere Junge" auf Gottes schöner Erde. Seit diese? Zeit hat der ßarnpf der menschlichen Gesellschaft gegen da3 Verbrecherthum begannen und nicht aufgehört, und je mehv die Hüter der öffentlichen Qrd nung in die Organisation und die verschmitzten Ränke und Kniffe der 23er breche? Einblick gewinnen, desto künstlicher und verschlungener sind die Wege und Mittel, welche von diesen ersonnen werden, der Behörde ein Schnippchen zu schlagen. Gleichwie es die Lebensaufgabe des wahren Criminalisten ist, sich durch keinen Trick verblüffen und dumm machen" zu lassen, so sucht die 23er brecherwelt eine Ehre darin, nicht allein einer Entdeckung vorzubeugen, sondern auch immer neue Trutzmittel sich zugänglich zu machen, vermittelst deren jedes noch so sinnreiche SchuhMittel überwunden werden kann. Es is faul in unsern Jeschäft jeworden sagte mir vor Jahren ein alter, gewiegter Verbreche? der seinerzeit U rüchtiqtste Ein-' und Ausbrecher Ber. lins. .Böttcher Karl, mit melancholischem Augenaufschlag, wo is die Zeit jeblieben. wo man mit zwei bis drei Haken (Dietrichen) durch janz Berlin walzen konnt??" BöttcherKarl", dessen herkulische Kraft und stählerne Muskeln der tückischen Schwindsucht schließlich erlagen, war als Knabe zu 'einem Böttchermeistu in die Lehre gekommen und durch Leichtsinn auf abschüssige Wege gerathen. Er hatte sich gleich im Anfange nicht mit Kleinigkeiten abgegeben, aber wenn er das Gefängniß als Verführter betreten er verließ es nach einem Jahre als einer der gefährlichsten Menschen, den ich je kennen gelernt. Die Kunstschlosserei hatte damals gerade einen hohen Aufschwung genommen und die Fabrikation seuerund diebessicherer Gelbschränke kam in Flor. Der junge Mann, der aus einer gutbllrgerlichen Familie stammte, hatte es verstanden, den Gefängnißgeistlichen für sich einzunehmen, so daß dieser ihm die Verzeihung seines alten. ehrwürdigen Vaters erwirkte. Nach seiner Entlassung ließ er die Böttcherei be: Seite und trat bei einem Jtunii schlösse: in die Lehre, und nie wohl hat es einen eifrigeren, willfährigeren. ehrlicheren und geschickteren Lehrling gegeben. Nach vierihrigev Lehrzeit kam er durch Empfehlungen zu emem Geldschrank-Fabrikanten und schwang sich den innerhalb dreier Jahre bis ziim Werkführer auf. Er führte sich nach jeder Richtung hin musterhaft. Da plötzlich geschah das für unmog lich Gehaltene: in einer großen Fabrik wurde in einer Nacht, und zwar in der kurzcn Zeit von 12 bis 3 Uhr. und trotzdem ein Wächter die weiten Gange halbstündlich abpstrouillirte, ein eiser ner Geldschrank angebohrt und seines Inhaltes beraubt! Die ganze Schlos lergllde kam m Aufruhr, denn in Berlin' in ganz Deutschland, war. kein Werkzeug, kein Eentrumbohrer bekannt. welcher es vermocht hätte, in die zusammengeschweißten Stahlwände emzudrmgen. Man nahm als festste bend an. daß ein enqlischer oder amerikanischer Kunstschlosser sein Meister, stuck gemacht, denn die Engländer wa ren damals noch in der Werkzeugsbnkahon den deutschen Fachleuten überlegen. Die Einbrüche mehrten sich, die allgemeine Unsicherheit wuchs, denn kein Panzer, kein noch so kllnstliches Schloß konnte dem Angriff der neu aufgetauchten Cap.cität widerstehen. Schließlich kam's durch Verrath an den Tag der treue, ehrliche, aesckiickte. hochangesehene Werkführer, Karl war der Thäter! Er hatte, wie er dem ihn verhaftenden Criminalcommissär Wolschina offenherzig gestand, im Gefängniß einen Englän der, der unter falscher Flagge segelte, kennen gelernt und sich über die Geringschätzung geärgert, mit welcher sich derselbe über die Leistungen der deutschen Schränker" äußerte. Er gelobte damals sich selbst und seinem Lehrm?ister. der ihm über die Herstellung der härtesten Bohrer u. s. w., sow!c über das völlig lautlose Arbeiten mit denselben, während der Nachtstunden ein Privatissimum gab, mit heiligem Eidc, nicht zu rasten, bis er seinem Lehrmeister Ehre machen werde; er hat feinen Eid gehalten. Böttcher-Karl" war eS, der eine neue, feine Stichsäge erfand und herstellte, mit welcher er Eisen und Stahl nnd die Füllung der stärksten Thür, selbst wenn diese aus SteZneiche verferilgt war. mit LeichtigZeit und -völlig geräuschlos durct)schnitt, ihm verdankt die Einbrecherzunft den Vierkant und Dreikant. mit welchem, je nachdem, jede Thür aufge schlössen werden kann, wenn auch die Wohnungsinhaber, was bis dahin für unbedingt sicher galt, den Schlüssel inwendig im Schloft hatten stecken las sen, so daß jedem Dietrich derEingang verwehrt war. Für ihn war es Eh, rensach. wie er wiederholt aussp'.ach. der geschickteste Einbrecher zu sein, dem absolut kein Schutzmittel wider!
mit J . . v. ft . .
B. is f x. Cv ys. A VvV
slanb. Er war ter treueste Kumpan seiner Genoffen, ber niemals ..pfiff"; selbst l-znn nicht pfiff, wenn ihm unwiderlealich bewiesen wurde, daß er nieder einmal das Opfer eines LerratheS acworden war. Er würde selbst seinem eigenen Verräther die Treue gehalten, das heißt ih:: nicht ebenfalls verrathen haben, da er dies für ehrlos hielt. aber wehe diesem, wenn er ihn errieth! Vor einigen Jahren war der Concurrcnzkampf der Geldschrank - Fabrikanten in Berlin auf der ganzen Linie entbrannt; Jeder von ihnen behauptete. den Stein der Weisen entdeckt zu haben. Die Folge davon war, daß namentlich zwei Nivalen. beides Inhaber einer großen Geldschranksa brik. hohe Preise aussehen für Denjenigen aus dem feindlichen Lager, der am Stande sei. des Anderen Panzer anzubohren oder zu zertrümmern. Die große Schlacht wurde öffentlich ausgefochten und zwar begaben sich die beiderseitigen Werkführer auf den Kampfplatz, um mit ihren besten Werkzeuaen dem Gegner zu beweisen,
dak dessen Fabrikat nicht so gut sei als das eigene. Mich interessirte die Sache und ich verfugte ich an Ort und Stelle. Die beiden Herren machten sich mit mehreren Gehilfen an die n , L I... i T,&totfia tfc A.roei! uno aroeliciel! u vaiywum y res Antlitzes stundenlang unter entsetzlichem Getöse, so daß ein Todter erweckt werderkonnte; es war vergeolich. denn wenn auch schließlich ein Loch in die Hinterwand des Schrankes gebrochen war, so gelang es doch nicht, dasselbe so zu erweitern, um in den eigentlichen Tresor hineinfassen zu können. Wie ich erwartet, traf xq un . m er 1 f tr Tion vitirtvntfrn mehrere irimi nalstudenten". bekannte Geldschrank Kipper, die selbst schon so manchen Geldschrank mit Erfolg angebohrt und erleichtert hatten. Den Einen kannte ich sehr gut und wandte mich an ihn mit der Frage: Via, alter Bengel. wat sagste denn nanu?" Der steil, der mich schon vorher vertraut-höslich begrüßt hatte, lächelte geringschätzig und meinte: Det soll 'ne Kunst sind? Pfui Deibel; bei den Skandal weckt ja die ianze Nachbarschaft uff. un denn i3 et doch nischt. Woll'n Se nich 'mal den eenen Stimper da. den schwarzen, denn det is noch der jescheit'ste. sagen, det er mir 'mal sein Zeig zeigen thut? Ick wette mit Sie. Herr 5)auptmann. det ick det Dings da in zwee totunocn ussmache, aber propper, det keener wat heren thut.- Ich sprach nun mit dem einen der anwesenden mir besann ten Fabrikanten, ohne aber vorläufig zu sagen, weh Geistes Kind der Mann, der die Werkzeuge sich ansehen wollte, war. Der Herr gestattete eS, etwas Whfthnm lächelnd. Mein alter Freund- sah sich die Sachen an. dann pruste er ganz genau das unbeoeu tende. in vierstündiaer. rastloser Ar beit hergestellte Loch, warf schließlich die Werkzeuge weg. spie aus und sagte nur kurz: Plunder. Mumpitz!- Der Herr Werkfuhrcr war naturlich inbig, nirt und der Fabrikant auch, die bei den Herren der anderen Partei eben frtlla da der fremde Mann ia die Werkzeuae der einen und das Fabrikat der anderen für .Plunder- erklärt batte. 1 Nun enthüllte ich den aufhor chenden Herren den wahren Charakter des fremden, und dieser holte kurzer Hand aus seinem Rockkragen, den er mit emem Ruck ausriß. emen eigen thümlich geformten Bohrer hervor.den er dem Werkführer unter die Nase hielt. Der Herr stutzte, lachte bcnn aber etwas verlegen kurz, nach Verlauf einet einzigen Stunde hatte der alte Schranker , nachdem er seinen eigenen Bohrer in die Vrustleier des Werkführers eingesetzt, vier Löcher gebohrt und nach emer weiterenStunoe eine Oeffnung gebrochen, durch welche ich persönlich ganz bequem lN den Tre sor hineingreifen konnte! Und daS Alles war so geräuschlos geschehen.daß man die Arbeit draußen vor der Thür Wohl kaum geHort hätte! Nun -wollte der Fabrikant den Bohrer kaufen und bot 50. dann 100 Mark dafür, ohne aber Gegenliebe zu finden von mir nahm der Kerl nachher einen Thaler an. da er gerade uff'm Drocknen saß und ick mußte den ollen Dussels doch zeigen, det se nischt legen unser eenen sind.- meinte er stolz, mir treuherzig seine Tatze reichend. Die gane Größe seiner That ich muß es wirklich so bezeichnen, wenn auch der plötzliche Impuls, semen Bohrer hervorzuholen und in den Wettkampf einzugreifen. theils schadenfrohem Hohn, theils der Eitelkeit entspringen mochte wird der geneigte Leser erst dann recht wür digen können, wenn er erwägt, daß der Mensch, der nicht wußte, daß ich nicht mehr von's Jeschäft- war. da rauf gefaßt sein mußte, daß ich ihm sem kostbares Instrument einfach weg nahm. Er schien dies auch zu erwar ten, denn als ich ihm den Thaler in die Hand drückte, reichte er mir resignirt den Bohrer hm und war augenschem lich sehr überrascht, daß ich darüber hinwegsah. Für die Geldschrank-Fa brikation war die kleine Episode von großem Nutzen, denn man führte wie der neue Verbesserungen ein, aber emen öffentlichen Concurrenz-Wett kämpf hat man nicht wieder veran staltet! Einen weiteren Beleg sür bn Eh rencodex mancher schweren Verbrecher will ich noch kurz liefern; daß ich es überhaupt noch kann, verdanke ich einem solchen, denn man hätte mich vor Jahren emes Nachts, dicht am Schle fischen Busch, wie einen tollen Hund totgeschlagen, wenn mich nicht .schwerer Junge, der durch mich (weil ich ihn nach wochenlanger, Hetze ergriffen) vier Jahre ZuchthquS bekommen, herausgehauen und errettet hätte. Ich war, in Civil gehend, in einen Hinterhalt von Dirnen und Zuhältern, die mir schon längst den Tod geschworen, gefallen. Der alte Verbre-
5? 'Wl'tbCtoWÄi cyer. der mit einem tuen, narren Brecheisen auf einem nächtlichenRaubzuze begriffen war. hatte mich gesehen und die Gefahr, in der ich schwebte, erkannt. Er hieb mich, den man hinterrücks mit Knütteln zu Boden geschlagen hatte und nun mit Messern bearbeiten wollte.heraus und rief selbst durch meine Nothpfeife ich war, dazu nicht mehr im Stande, da mir der Knochen des linkenArmeö zerschlagen und ich. aus vielen Kopfwunden blutend, ohnmächtig geworden war Schutzleute herbei. Es war dies um so seltsamer, nein, nicht seltsamer, sondern rührender, edler, als er sich, abgesehen von der Lebensgefahr, in die er 'selbst gericth. dadurch an's Messer lieferte! Denn er stand unter Polizeiaufsicht. durfte nach Dunkelwerden seine Schlafstelle überhaupt nicht ver lassen, wurde, weil er unaemeldet dieselbe aufgegeben, längst "gesucht und nun mit einem Brecheisen, also auf einem verbrecherischen Wege, betrofsen! - - Und was hatte ich gethan, um mir die selbstlose Anhänglichkeit dieses schweren Verbrechers zu gewinnen? Ich hatte ihn nur. nachdem ich ihn seinerzeit verhaftet, menschlich behandelt, ihn aus meinem Sprechzimmer, bevor ich ihn einlieferte, erquickt, da er körperlich ganz heruntergekommen war, und hatte ihm dann, als er nach Verbüßung seiner Strafe sich aus meinem Revier und bei mir meldete, die Hand gereicht! Also wenig genug, aber doch genug, um in dem verrotteten Gemüth des alten Verbrechers, der wohl noch nie menschlicher Theilnahme begegnet war. den göttlichen Funllenwelcher in einem Winkel des Herzens eines jeden Menschen ruht, zur hellen Flamme emporschlagen zu lassen. Natürlich lieferte ich den Mann und zwar unter voller Zustimmung des damalsaen Polizeipräsidenten von Madat - nicht an's Messer, sondern verschaffte ihm eine Stelle als Aufseher m emem. aroken Zsubrvark. Aber er stahl wie der, verübte abermals einen Einbruch und starb doch noch im Juchthause. Es ist sicher durch öffentliche Ge richtsverhandlungen allgemein be kannt. daß ein auf der Anklageban sitzender Uebelthäter durch ein offenes Geständnis sich der Milde semer Rich ter empfiehlt. Aber der richtige schwere 5!unae- aesteht nie etwas denn eS würde dies dereci gegen sein Ehre? verstoßen; und wenn er irgend etwas emraumt.so lugt er, selbst wenn ihm dik Viige eine noch schwerere Strafe einbringen sollte, . Wer Zeit und Lust hat. öfters den Verhandlungen.m denen Gewohnheits Verbrecher abgeurtheilt werden, beizu wohnen. Wird im Zuschauerraum im mer wieder dieselben Gesichter finden die .CrlMinalstudenten". Treib dann der Pkäsident durch sein Jnqui sitorium, seine Kreuz- und Quersra gen den Angeklagten immer mehr - in die Enge, wird dieser durch die Zeugenaussagen schier erdruckt und vehal dennoch 'seine Fassung, weiß er au jede noch so verfängliche Frage eine härmlose Antwort, dann leuchten in dem Zuschauerraume die Augen jener unheimlichen Gesellen und blicken mi ehrfurchtsvoller Bewunderung zu ih rem Geistesgenossen empor, der von nun an als ein Held von ihnen gesei ert wird, auch wenn all seine Kühnheit, sein Scharfsinn vergeblich war. Ge lingt es dem Angeklagten aber, daS Netz, mit dem man ihn umsponnen, zu zerreißen, oder spielt er mit Erfolg den wilden Mann-, wird er also als muthmaßlich irrsinnig der Beobach tungsstation der Charite oder gar dem Jrrenyauie uverwleien. io rann ex sicher sein, daß sein Name und sein Erfolg fortleben wird in den Annalen der Verbrecherzunft, daß man ihn nie in. seinen Kreisen vergessen wird. Denn die .Art seiner Vertheidigung, seine Gesten, seine Haltung, jedeMiene von ihm prägt sich tief rn das Ge dächtniß der mit wahrer Andacht zu hörenden und zuschauenden Gesin nunasaeno en. uno wtrv zu emer Schule, wie sie noch selten gelehrigere, eifrigere Schüler gehabt hat. Dies ist derGipfel seines Ehrgeizes, der Gedanke daran sein Trost in der Nacht des Zuchthauses! Ich habe einen Verbrecher einst ver nommen. den Bäckergesellen St., Die Hyäne war sein norn de guerre, der im Alter von 65 Jahren 40 Jahre. sage und schreibe vierzig Jahre, im Zuchthause zugebracht hatte und der wegen schweren RaubeS abermals verurtheilt war, und zwar zur höchsten Strafe, zu fünfzehn Jahren! Er war zehn Jahre lang und dann zwölfJahre an. einer schwer zu bedienenden Ma schine beschäftigt gewesen, hatte wäh rend seiner letzten Strafzeit unabläs sig.in heiße, flimmernde Gasflammen schauen müssen und hatte daö linke Auge er war im Halbschlaf in die Flammen gefallen sich ausgebrannt ' und doch sprach er mit wahrer Begeisterung von leinem Verbrecher, schen Leben, hatte er. doch, w'e er mfl grimmigem Lachen mir sagte, nicht umjonfl geievl , er wußte, seme Tha ten' folgten, ihm nach! Fin de.siile. Braut: Rudolf. wenn micy noch einmal ärgerst lasselch Dich siken!Ein auterBruder. Aber 5?orlchen, wie kann man nur sein Schwesterchen so schlagen?" Ach was. wenn man nicht mal seine Schwester mehr verhauen darf, dann pfeif' ich aus'S ganze Familienleben!" Schwer zu befriedlaen. Achtzehn Maaß hab' ich jetzt getrunken und immer geglaubt, daß ich auf den Geschmack komme aber den Suff kann keine Sau trinken!" -Frommer Wunsch. Nrüu lein tzulalia (welcher sortwäbrend ei Kalb "nachläuft): Könnte jetzt , daj nicht ein Mann sein?"
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2er Huiyö alö edc.reizcr. Jeder da bedeutenderen ütofivässe in der Schmciz hat seinen eigenen Legendenund Sagenkreis, der zumeist mit einer langen Ünglücköchronik verflochten ist, die sich Jahrhunderte weit zurückzieht. Besonders über die biindnerischen. Bergstraßen wissen die alten Chro nisten die wunderlichsten Tinge zu melden. Auch der Flüela, der durch das jüngste große Unglück wieder Aller Augen auf sich gelenkt hat, war von jeher durch feine unberechenbare, ungcstüme Natur im Verruf, und obwohl er einer der jüngeren Vergübergänge ist, erzählt man von ihm doch schon eine ganz hübsche Anzahl von Unglücksfällcn und Reiseabenteuern. Man erinnert sich vielleicht noch an die Geschichte jener Engländerin, die im vorletzten Winter in einer Galerie (Tunnel) der Flüelastraße im Postschlitten eine stürmische Nacht verbringen mußte. Einen ühnlichcn tragikomischen Vorfall, der aber von einem allzu beliebten Herrn handclt, berichtet der wackere Pfarrer Sererhard, der um die Mitte des vori gen Jahrhunderts gelebt hat, in seiner .Einfältigen Telineation" der bündne Tischen Gemeinden: Aus Süser Territorio hat sich vor etlichen Jahren etwas kurioses begeben, nämlich es reisten etliche Engadiner ab Davoß über Flüelen, sie passirten über das Joch bey den Seen, als sie kaum hinüber auf Süser Grund waren, überfiele sie ein gewaltiges Ungewißer, welches ihnen das Schneegestöber so heftig gegen das Angesicht triebe, daß sie schier ersticken mußten. Es verwebete auch den Weg so gewaltig und schnell, ,daß die Hinte ren der Vorderen Fußtapfen nicht mehr spüren konnten. In solcher Noth und Gefahr luf und avanzirte ein jeder, so viel er aus Leibeskräften vermochte, da. fragte auch keiner mehr 'dem andern nach, dann ein jeder hatte mit ihm selbst u schaffen. Was geschachte aber m ter? einer aus ihnen wäre etwas schwer leidiger als die andern, und vermochte seinen Fuß nicht abzusetzen so schnell wie seine' Kameraden, mußte also dahintenbleibey, er rpst? zwqr so vixl er konnte, aber da war leine Audienz, denn die gewaltige Winden, nnt ihrem PseiZen und Brausen vertrugen den Ton. In solcher Angst erinnerte er sich gehört zu haben, daß es in dergleichen Oecasionen ratsam sey? sich in den t t 1. i 'cynee zu vergraoen, vls oer vrurm vorbey. Das thäte er, machte ein Loch und der dahersahrende Schnee vergrübe ihne sogleich in seinem. Loch. Er der- ' !.-' - ff' Jt- w - k lneinie zwar woyi oes qiafes erwehren zu wollen, dann er wußte wobl. Wann jemand auf einem Schneeberge einschliefe, so stehe er nicht mehr aus. sondern sterbe dahin ohne Schmerzen und rnnrninb idrieit aber konnte nickt. Tcr Schlummer überfiele ihn bald. indessen hatte sich der Sturm gelegct und folgt, eine -Windstille, und siehe vq lame sat i em tua3, grübe nach die sem Manm. und krazte ihm auf fernen stopf, der Mann huzte hierüber au-Z seinem Schlummer auf, machte sich bald aus femem Loch, und weil der Sturm sich gelegt, auch der Mond durch deil Nebel um etw-s schimmerte, käme er. noch vor Ta zu Süß bey den Käme raden an, die ihn für verloren ge schäzet.Dichter uui Wäscherin. Den Lustspieldichter DusreZny mahnte einst seine Wäscherin um 300 Livres. die er ihr schuldete. Da sie Nicht gehen wollte, übergab er ihr seinen Wohnungsschlüssel und sagte: schon bleib hier! ich komme erst in acht Taaen wieder: aber saae blok: Warum wirst Du mit einem Male so v rtiä o, j . i vlmgenvi jll? will yeiralyen, und brauche mein Geld Was? Helrathen mit 300 Livres!" O nein, ich habe noch 2700 Livres zu auie. Und wen willst Du beirathen?- Einen Lakaien. Ei. nen Lakaien? Bringe mir die 2700 Livres. ich bin mehr als ein Lakai und l rathe Dich sofort!" Das Mäd chen willigte mit Freuden ein. und das wunderbare Paar lieg sich noch am sei ben Tage trauen. Ob die Ehe alück liaz winde, verräth der Biograph nicht. Lebensregel. Moses (zu seinem, das Elternhaus verlassenden S?hne): Wenn man Der waS gebt nemm s; wenn man Der was nemmt -schrei'!" Stimmt. Richter: Was sind Sie? Vagabund (stolz): Baumeister. Richter (spöttisch): Ah. Baumeister imd lek Was bauen Sie denn, wenn man fragen darf? Vagabund: Luft schloss! Umschrieben. Malerin Nun. Herr Doctor. wie hat Ihnen mein Seesturmbild in der Ausstellung gefallen? Doctor: Es ist so treu gemalt, daß ich die Seekrankheit beinahe bekommen vatte beschämend. Mutter (zum isoyne. oer um 5 Uhr heim kommt): Jetzt kommst Du, Bengel, schämst Du Dich nicht vor Deinem Vater, der ,st .schon seit einer Kalben Stunde zu Haus!Ein Vedauernswert sie r. Wie leben Sie denn jetzt mit Ihrer Frau Gemahlin?" Ach, daö ist schrecklich die ist nach dem Tode ihrer Mutter bestrebt, mir nun auch noch Schwiegermutter zu sein." ' Hin Jedermann sagt so. Cascaret5 Candy Cathartic, die wundervollste medizinische Entdeckung oeö Zeitalters, angenehm und erfrischend im Geschmack, wirkt sanft und sich auf Nieren, Leber und Singe weide, daö ganze System reinigend, entfernt Erkältung, kurirt Kopfweh, ftieber, anhaltende Verstopfung und lnbercaulichreit. Kaufen und deruchn Sie eine Schachtel von C.C.C. heute: 10, 25 und 50 Cent?. Verkaust und Heilung garantirt von allen Apotheken.
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DaS Stimmen von Pianos Htavt Lilien. Wahrend bei uns Zwiebeln nur als eine Art von Speisenwürze, in südlichen Ländern höchstens als Zubrod genossen werden, werden in Japan die Zwiebeln gewisser Lilien als direkte Nahrungsmittel verwendet. DieAinos. welche ehemals wahrscheinlich das herrschende Volk in aran waren, iekt aber sehr zusammengeschmolzen sind jübrigens ein ethnographisch auch sonst recht interessantes Volk benuden eine Lilienart. die von den Vo5 mtf TU r f 1 . aid "lum !Iieyni oczeiaznel wiro, . soaar als auktnk,rikns mff 9 w j tm pflcjnze. Sie gewinnen aus den Zwiebeln derselben Stärkemehl, aus dem sie j eine ..Art kleiner Nuchen backen. Diese Kuchen sind in der Mitte durchlocht und werden an einem durch dies Loch gesteckten Ämdfaden ausgereiht. Daneben wird die scköne. oft als 5ZierPflanze ' be! uns cultivirte Goldlilie von. den Ainos und auch von den Japanern zur Starkemehlaewinnuna benutzt. Uebrigens schmecken die Zwiebeln der wilden Goldlilien besser als die der cultivirten. Auck die Zwiebel der : Tigerlilie wird in Japan als Nahrungsmittel gebraucht, und zwar aeniekt man sie aewöbnlick einfack in Wasser abgekocht und mit etwasZucker versiitzt; roh sind sie zu bitter. Wenn das! Wasser den Bitterstoff ausgezogeNj yat, tchmeaen sie ungefähr wie rune Vobnen. Man kann diele
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gut und prompt besorgt. Zwteveln auch als Salat oder, wie in Ostasien ziemlich alles, auch mit Reis genießen. Wenn uns also China bekannt ist als das Land, in welchem die merkwürdigsten aus dem Thierreich stammende Leckerbissen genossen werden, schemt Japan eine Specialltät im Genutz sonderbarer Pflanzen' gerichte zu besitzen. Je nachdem. Schwiegervater in 8e: Lieben Sie meine Tochter denn auch wirklich so ganz aus vollem Herzen?" Schwiegersohn: Ueber diesen Punkt wollt', ich gerade heute mit Ihnen, sprachen. AusderärztlichenPra?Z s. Sie. Herr Doctor! Was kostet s denn, wenn ich Sie frage, wie ek Ihnen geht?" - Nun, da berechne ick. nur die halbe Taze. Der Russe Pukalofs m Zironnavt hat ein suns Meter lan. ges unterseeisches Boot erfunden, das an Bord der Schiffe genommen und gelegentlich in See gelassen werden kann. Es soll durch Elektricität, die m Accumulatoren aufgespeichert wird, getrieben werden und sowohl ober als unter dem Meere 10 Meilen Fahrt machen können. -Die Besatzung soll -i crn fciv c v i cm Stalin vlioen, oer auerolngs ein Äkunoermann em mutzte, wenn er das Schiff leiten uno dem ffemde auf aend eine Weise, wohl durch Torpedos, Schaden thun soll.
W..-!jV.- -'-v..-. v..., feil u,-At 'jsuis. tak bcsie öß, lin feinste Wunsch un lcclcrn Lnch,
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