Indiana Tribüne, Volume 20, Number 182, Indianapolis, Marion County, 21 March 1897 — Page 7
Aas Mnschrcccpt. Von Maria Stahl. Es war eine unangenehme Geschichte! Wenn das Schicksal einen mit der einen Hand streichelt und in das Paradies himmlischer Sehnsucht winkt, mit der anderen aber ganz mederträchiig fest am Kragen packt und in die graue Misöre des Lebens zurückstößt, so ist das immer eine unanaenehme Geschichte. Harro von Kondeck starrte eine Weile rathlos auf die beiden Briefe, die er auf seinem Tische gefunden, als er vom Dienst nach Hause kam. Den einen, ganz gemein und geschäftsmäßig aussehenden Manichäerbrief hatte er gefürchtet urC) erwartet, der andere, das elegante MonogrammBillet, dessen feines Veilchenparfum selbst den Tabaks- und alten Ledergeruch seiner Bude" besiegte, war eine jener entzückenden Ueberraschungen, an denen das Menschenleben so arm ist. Mindestens zum zehnten Male entfaltete er das dicke Jvory-Kärtchen mit der goldenen Grafenkrone über dem verschlungenen F. R. und las: Geehrter Herr Lieutenant! Würden Sie wohl die große Güte haben, mir das vorzügliche Punschrecept, von dem Sie neulich sprachen, umgehend zukommen zu lassen? Ich habe heute Abend Gäste, und wenn Sie frei sind, rechne ich darauf, daß Sie das neue Jahr mit uns begrüßen. Ihr Recept bürgt Ihnen dafür, daß Sie keinen Damenpunsch" bekommen. Mit aufrichtigem Gruß Freda Ranken." Als ob er nicht Zuckerwasser oder Vergißmeinnicht - Kalteschale trinken würde um des Glückes willen, den Sylvester mit ihr verleben zu dürfen! Aber o Gott da war der andere Brief! Plump und genin stand es da, in seiner scheußlichen Deutlichkeit: Hochgeborener Herr Lieutenant! Es ist Alles im besten Gange. Der Herr Commissionsrath scheinen der Sache nicht abgeneigt. Er wird mit seinen Damen am Sylvesterabend die große Ressource im Hotel de Pologne besuchen, und Fräulein Tochter heben den Cotillon für den Herrn Lieutenant auf. Im Falle die Sache klar wird, bin ich bereit, den Wechsel bis auf Weiteres zu prolongiren. sollten der Herr Lieutenant jedoch der Verabredung nicht nachkommen, verstehe ich mich zu nichts. Hochachtend D.B.Schuster." Unabänderlich, gräßliche Wahrheit! Für in paar tausend Mark hatte er seine Seele dem Teufel oder vielmehr dem alten Halsabschneider diesem Schuster, was ziemlich gleichbedeutend ist, verkauft. Noch vor Kurzem hielt er es ja für möglich, zu thun, was ein Lieutenant thun muß, wenn ihm kein Christ und kein Jude mehr pumpen will, nämlich Groß-Capital heirathen, ohne allzu wählerisch zu sein, aber heute nein! Und wenn ihm morgen nichts bleibt nls die rettende Kugel oder Cassation, mit der Aussicht, lebenslänglich in einem Winkel des Reiches Kartoffeln zu bauen oder in Afrika Straußen zu züchten und Neger zu prügeln in's Hotel de Pologne bringt ihn keine Macht der Welt, kein D. B. Schuster und kein Commissionsrath! Schnell das Punschrecept her! Harro von Kondeck raffte die Briefe zusammen, steckte sie in seine Brieftasche. das Punschrecept, das von seirer Mutter stammte, dazu und vergaß für die nächste halbe Stunde alle Sornen in dem berauschenden Glücksgefühl, der heimlich Angebeteten seines Herzens nahen zu dürfen. Sie empfing ihn thatsächlich Personlich, trotzdem sie, wie sie sagte, eigentlieh nicht zu Hause war. Das töte-ä-töte das genau drei und eine halbe Minute dauerte denn natürlich durfte er diese überwältigende Gunst nicht mißbrauchen benahm ihm vollständig die Sinne. So entzückend hatte er sie noch nie gesehen wie in diesem intimsten zu Hause" ! In dem kleinen, molligen Salon sah es so gemüthlich unaufgeräumt aus da stand noch das Frühstückstischchen, da lagen Journale und eben geöffnete Briefe, und sie . . . sie hatte das Haar halbgelöst im Nacken hängen und was für ein Haar! So etwas hatte er nie für möglich gehalten! Und wie das Kleid an ihr herunterfloß in weichen, losen Falten und das Schuhchen, das unter dem Saum hervorhuschte, dieses berückende Schuh chen es war nicht zum Aushalten! Der blonde, säbelrasselnde, sporenklirrende Riese war vor heimlicher Wonne verlegen wie ein Fähnrich, und nachdem er seinen Dank für die Einladung gestammelt und der Frau Gräfin die Rosen überreicht, die allerschonsten, die er im theuersten Blumengeschäft hatte austreiben können, wollte er sich empfehlen. Aber mein Punschrecept?" lächelte sie und sah ihn förmlich schelmisch dabei an. Er wurde wahrhastig roth bis über die nicht allzu kleinen Ohren hinaus, daß er seine Verwirrung so verrathen, und mit der Vetheuerung. wie glücklich er sei, Frau Gräfin dienen zu Zönnen, riß er eilfertig das Blatt aus dem Portefeuille. - Den Rest des Tages war er eis nt lich unzurechnungsfähig. Es war ganz gleich, was er th ...od er im Thiergarten spazieren ritt ofter im Casino riesig aufgeräumt mit äi Kameraden schwatzte und wettete, Hl Miß Harried vom Circus Busch f den Nankier Rosenow beiratben w??de.
krön des- schönen 5?eodor ' von den Garde - Husaren ob er in seiner Sude" Io und in's Lre Uatrfce. er
roch überall Veilchenparfum und sah nichts als 'ein Paar schelmische dunkle Sammetaugen und ein Aschenputtelschühchen mit einer großen Schleife vor sich. Manchmal stöhnte er laut auf. so daß Lump", sein Köter theilnahmsvoll mitwinselte und unter dem Sopha hervorgekrochen kam, um fragend und schweifwedelnd zu seinem Herrn aufzuschauen. Wenn aber Jemand rasend verliebt ist und hoffnungslos dazu, kann ihm auch der treueste Köter nichts nützen. Ja, hoffnungslos, sagte sich Harro, denn wie durfte er, der verschuldete Lieutenant, sein Auge erheben zu bei begehrtesten, reizendsten Frau der großen Welt? Es war ja allgemein bekannt, daß sie bereits, nach kurzer Wittwenschast, wieder verlobt war mit ihrem Vetter, dem Fürsten Kienburg, der ihre Güter verwaltete. Wenn auch nicht mehr jung ein Fürst ist immer ein Fürst! Aber heute noch am letzten Abend des alten Jahres, will er glücklich sein, glücklich in ihrer berauschenden Nähe morgen, mit dem neuen Jahre komme, was da kommen muß! Und es war ein herrlicher Abend ! Die Salons der Gräfin dufteten wie ein Garten im Frühling von Blumen und Blüthen, im Tanzsaal schmetterte eine Kapelle lustige Vcisen, und 'hier wsr Gräfin Freda die Königin des Festes, während Fürst Kienburg in den Rauch- und Spielzrmmern die Honneurs machte. Harro ging umher wie ein Trun-
kener. Er hatte ciniae Gläser Sekt hinuntergestürzt und darauf mit der Gräfin Walzer getanzt. Er hatte die schone Frau fest rn sei nen Armen gehalten, ihre schimmernde schleppe schmiegte sich im schnellen Tanz um seine Füße, und der süße Veilchenduft war aus ihrem dunklen Gelock. aus Gewand und Busen zu ihm llusgeulegen. Und sie trug seine Rosen im Gürtel. er irrte sich nicht, es wTren seine Rosen ! Sie lächelte und scherzte so übermüthig was hatte sie nur? Errieth sie seine Geheimnisse, und weidete sie sich an seinen Qualen? Er wurde muthig, der Wem und die Liebe gössen Feuer in seine Adern, er tanzte immer wieder mit ihr, und sie lächelte, wie die Fee im Kindermärchen lächelt, die den armen Prinzen lockt, bis er sie küßt und aus dem Paradies gestoßen wird. Morgen a morgen aber heute noch ist er im Paradies! Mein bester Herr von Kondeck, auf ein Wort," sagte Fürst Kienburg plötzlich, ihn unter den Arm fassend und ihn in ein Nebenzimmer ziehend. Meine Cousine dankt Ihnen fehr für das Punschrecept, aber sie wüßte absolut nichts damit anzufangen. Sie müßten ihr schon persönlich die Erklärung dazu geben." Harro starrte auf das dargereichte Blatt und wurde aschfahl. Es war Schuster's Brief, den er in seiner Unzurechnungsfähigkeit heute morgen mit dem Recepte verwechselt. Kommen Sie, die Grafm erwartet sie am Büffet." Der Fürst schob den Fassungslosen in ein Cabinet, wo Gräfin Freda vor einer dampfenden Punschbowle stand. Sie hielt ihm lächelnd ein Glas mit duftendem Getränk entgegen. Kosten Sie, Ihr Recept war vorzüglich!" Gräsin, ein unverzeihliches Versehen!" stotterte er, wie mit Blut übergössen. Und plötzlich wurde sie sehr ernst. Sie werden nicht mehr in's Hotel de Pologne zum Cotillon gehen?" Richt um die Welt." Haben Sie einen anderen Auswea gefunden?" Nnn keinen. Und nun?" Nun kommtdas Verderben, aber " Aber?" Heute darf ich glücklich sein, Grasin ich darf ja mit Ihnen tanzen, ich darf " " Ja, Sie dürfen. Harro Alles Sie dürfen mir jetzt Glück wünschen zum neuen Jahr und zu meiner großen Liebe." Die schöne Frau legte beide Hände auf seine Arme und sah ihn mit keuchtenden Augen an. .Freda!" Es war ein Jubelschrei. und er hielt das liebeglühende Weib an seiner breiten Brust. Aber schicke ja nicht Herrn D. B. Schuster aus Versehen daö Punschrecept statt unserer Verlobungsanzeig sagte lachend die glückstrahlende Braut. Für Geist und GemAh.' Unser Herz ist eine Harfe, Eine Harfe mit zwei Saiten, In der einen jauchzt die Freude, Und der Schmerz weint in der zweiten. Und des Schicksals Finger spielen Kundig d'rauf die ew'gen Klänge:, Heute frohe Hochzeitslieder, Morgen dumpfe Grabgesänge. Von lieber Menschenstimm' ein Wort, Dem Anmuth reinen Klang verliehen. Es wiederhallt im Herzen fort Als schönste aller Melodien. Ausder Barbier st übe. Kunde: Was haben Sie denn da für ein schreckliches Messer? - Barbier: Ach das Messer ist gut. aber ich glaub' mei Alte hat wieder Kartoffeln damit geschält! 'Beleidigt. Gast: Kellner, hier finde ich schon das dritte Haar in der Suppe, das scheint mir ja eine nette Schweinewirthschaft zu sein. Kellner: Wenn es Borsten waren, hütten Sie vielleicht nicht unrecht, so aber nuß.ich fe&r bitten
Kreta. Die kretensische Frage erinnert wieder einmal an die leidige Thatsache, daß in einem Lande umso lebhastzr und öfter gestänkert wird, je liebreicher Mutter Natur für die Bewohner vorgesorgt hat. Die Menschen des Nordens. die gegen Kälte und Kargheit des Bodens eisern zu kämpfen haben, sind vorwiegend friedlich und führen nur selten Krieg gegeneinander; je weiter südlich dagegen, desto rascher gehen die Schalen des Zornes über. Die Neger Afrikas liegen sich fast beständig in den Haaren. Auch auf Kreta, das die Natur mit so vielen Zaubern begnadet hat, daß es wie Plinius erzählt einst Makaron. die Insel der Glückseligen, hieß, scheint in jedem Zeitalter mehr die böse Eris als die holde Charis geherrscht zu haben. Schon die ältesten mythologischen Sagen, die sich an das Eiland knüpfen, sind nichts weniger als idyllischer Art. Sie erzählen von dem Urgotte Kronos, der alle Kinder, die ihm seine Gemahlin Rhea gebar, zu verspeisen pflegte, bis man ihm Zeus, den jüngsten Sprößling, entführte und in eine Höhle des Berges Dikte auf Kreta, sowie später auf den kretensischen Berg Jda brachte. Dort wurde er mit seinem Spielgenossen Pan, dem Gott der Herden, voi den Nymphen aufgezogen und voz dort ging er nach Phönicien, die Prinzessin Europa zu entführen, die ibn den
Minos gebar. Minos wurde später, etwa 200 Jahre vor dem trojanischen liege, der Jtorng der Kreter und hatte zur Gemahlin Pasiphäa. bit berüchtiate Mutter des im Labnrwtb hausenden Minotaurus, der so lznge atyenl cye .lunalmae und ?!unafraen verschlang, bis ihm Theseus den Garaus machte. Dabei bediente '.ich Theseus bekanntlich der Ariadne, l'?ß aber das Königstöchterlein herncch schmählich auf Naxos sitzen, so daß sich Bacchos ihrer erbarmen mußte. solche Geschichten erfüllen die sagenhafte Urzeit Kretas, dessen Königthum sich zur Zeit, da die Enkel des Minos vor Troja kämpften, in eine Menge kleiner Herrschaften auflöste, die wohl schon deshalb miteinander in steter Fehde waren, weil sich bereits damals aus Kreta allerlei MenschenVolk mischte. Fremde, welche heute nach dem vielgenannten Canea reisen. staunen, wenn sie zwischen dieser vauptyanvelsstadt der Insel und dem nahen Dorfe Qaleva iKKalevva). wo die Consuln wohnen, einen von Negern bevölkerten afrikanischen Kral entdecken, ja wenn sie schon auf dem Schiffe sehen, daß ihnen als Lootse ein Neger entgegenrudert. Die Neger sind seit den Zwanzigerjahren da. seit der Khedive Mehemed Ali dem Sultan Hilfstruppen zur Unterdrückung bes damaligen Aufstandes schickte. mit damals Volkselemente verschiedener Racen zurückblieben, mag es auch schon in frühester Zeit geschehen sein, da Kreta wie eine Völkerbrücke im Tentrum eines ziemlich kleinen, zwischen Europa, Asien und Afrika yezogenen Triangels liegt. Von der Westecke der Insel reist man nach Athen stur ca. 150 engl. Meilen nördlich, von der Ostecke zur kleinasiatischen Küste ist es noch näher und nachAfrika kährt man 165 engl. Meilen südlich, das heißt etwa so weit wie von Wien in's Grazer Feld. Ueberdies zeigt tin Blick auf die Karte, daß Kreta durch zwei Reihen kleiner Eilande sovohl westlich mit Griechenland, als östlich mit Kleinasien verbunden ist und also wie eine Barriere das grie-chisch-kleinasiatische Jnselmeer vom ostlichen Mittelmeer abschneidet. Ja in geologischer Vorzeit mag die Trennung beider Meere wohl eine vollständige gewesen sein. In Folge dieser Lage reichten sich auf Kreta stets Völkerschaften dreier Erdtheile die Hände. Aus Kleinasien kamen die Karier und mischten sich mit Phöniciern, die Rückstr'ömung ius Westen aber, welche der trojanische Krieg andeutet, führte Hellenen herbei, welche dann durch alle Zeiten hindurch mit den stammverwandten ffleinasiern die Masse der Bevölkerung bildeten. Im letzten Jahrhundert vor Christo scheint die Völkermischung ms Kreta in nicht sonderlichem Rufe gestanden zu haben. Es war Sprich'vort, daß sich die kretensischen Söldm für jeden schlügen, der sie bezahle, und die kretensischen Seeräuber machten sich Rom so unangenehm, daß man im Jahre 63 vor Christo den Metellus zur Unterwerfung der Insel abschickte. Der Apostel Paulus endlich bestätigt in einem seiner Briefe, daß die Kreter immer Lügner, döse Thiere und faule Bäuche seien. Später kam die Insel unter die Herrschaft der Byzantiner, dann der Araber, dann wieder der Byzantiner, dann der Venetianer (1214) und endlich im Jahre 1669 der Türken, und jeder dieser Herrschaftswechsel brachte Serien kretensischer Greuel, die schon Dem, der davon liest, die Haut schaudern machen. Immerhin stand Kreta unter der Venetianerherrschaft wenigfiens sonst in Blüthe, wie daraus erhellt, daß man die damalige Bevolkerung der Insel auf eine Million schätzte. Unter -den Türken aber wurde sofort die unter dem Halbmond überall zu beobachtende Stagnation eingeleitet, indem man das fruchtbare Land in 17 Fürftenthümer und 2250 Rittergüter eintheilte und diese echten Türken (nicht zum Islam Lbergetretenen Griechen, die seither ziemlich zahl reich wurden) als Beute überließ. Da bei nahmen die Erpressungen und Greuel in einem Grade überhand, den man nicht für möglich halten sollte. Die auf Kreta lebende Schriftstellerin Elpis Melena hat aus einer alten Klosterchronik Auszüge über türkische Kreuel auf Kreta gemacht, von denen A. v. Seefeld in seiner .Winterreise
nach Kreta" Mehreres mittheilte. Es sind so furchtbare Thatsachen, daß man begreift, wie sich der mißhandelten Kreier schließlich jener unauslöschliche Haß bemächtigte, der immer wieder zu Ansständen führte. Wie aber letztere dann niedergeschlagen wurden, davon zeugt der siebenjährige Krieg Kreta's", der in den Zwanzigerjahren ausgefochtcn wurde. Nach seiner Beendigung rühmte sich Hussein Pascha, daß er allein 20.000 Griechen um Gut und Leben gebracht hätte. Nun ist nicht zu leugnen, daß die kretensischen Ausstände, welche in der zweiten Hälfte unseres Jahrhunderts stattfanden, der Insel thatsächlich Reformen und eine Erleichterung des früheren Joches brachten. Besonders im Jahre 1878. als die durch den russischtürkischen Krieg willfährig gemachte Hohe Pforte Mukhtar Pascha nach Kreta schickte, erlangten die Kretenser so wesentliche, mit Ferman vom December 1889 noch erweiterteZugeständnisse. daß R. v. Seefeld findet, eigentlich hätten die Griechen wenig Grund zu Beschwerden mehr. Sie haben die Majorität in der Provinzialversammlung. der General - Gouverneur muß ein Grieche sein und die Verpflichtung zum Kriegsdiensie ist auf den Dienst bei der Gendarmerie beschränkt, den die Griechen so eigenthümlich auffassen, daß die Mörder von Türken nie entdeckt werden. Ja, beim Aufstande von 1889 ging die Gendarmerie mit Sack und Pack zu den Aufständischen über, so daß man in der Folge Arnauten (Albanesen) heranzog, und noch heute nach österreichischen Officieren fahndet, welche eine unparteiische Gendarmerie organisiren sollen. Materiell sind die Kretenser zweifellos weit besser daran, als ihre Volksgenossen im Königreiche Griechenland. Sie zahlen außer dem Jehent nur fünf Procent Eingangszoll, während die Zölle in Griechenland dreißig bis vierzig Procent betragen, das türkische Tabakmonopol gilt für Kreta nicht, von den Gesammteinnahmen der Insel soll die Hälfte für ihre speciellen Bedürfnisse verwendet werden, während die Türkei für die andere Hälfte die Beamten und das Militär zu erhalten hat, so daß sie, wie Seefeld nachrechnet, auf Kreta draufzahlt". Kreta hat heute eine Bevölkerung von 275.000 Seelen. Das ist nicht nur wenig im Vergleich zur venetianischen Zeit, sondern auch wenig in Anbetracht der Größe der Insel, welche zu den fruchtbarsten Strichen der Erde zählt. Seefeld kam in Canea in den ersten Märztagen an, welche die Insulaner für ungewöhnlich kalt erklärten, weil man Tags nur etwa 121 Grad Celsius (54.5 Grad Fahrenheit) hatte. Die Mandelbäume standen schon verblüht und hatten frisches Laub entwickelt, Orangen- und Citronenbäume prangten im Schmucke ihrer Früchte und frischer Knospen, das Korn grünte auf den Feldern, in den Gärten blühten Geranien. Rosen, Löwenmaul, Reseden und Veilchen. Und diese Zauber südlichen Frühlings senkten sich nordwärts wieder zu dem blauen Meere Joniens und stiegen südwärts die unteren Hänge herrlicher Felsgebirge empor. strahlen dieGipfel der kretensischen Hochgebirge im Schneetalar, und ihre Weiße contru,,.rt mit dem lichten Blau des Himmels, den jetzt wochenlang keine Wolke trübt, und mit dem Grün der Hügellandschast am Meere, in weleher nicht nur der Oelbaum, sondern auch der Johannisbrotbaum Wälder bildet, ja, wo an der Südküste selbst die Dattelpalme wie in ihrer afrikanischen Heimath gedeiht. Mitte März belauben sich auf Kreta der Feigenbaum und der Weinstock, während die großen Saubohnen schon abgepflückt und die Artischoken 5neits genießbar werden. Anfangs Aprl ist die ganze Atmosphäre vom Duft ber Orangenblüthen erfüllt, in der zweiten Hälfte des Vlüthenmonats aber haben die Weinstöcke bereitsTrauben angesetzt und duftet die Blüthe des Johannisbrotbaumes. die kleinblüthigem Flieder ähnlich sieht und in dichten Büschein von den Bäumen hängt. Anfangs Mai kommt die gelbe japanische Mispel auf den Markt und wird bereits das Getreide geschnitten. Der kretensische Frühling ist von dem starken, süßen Gerüche der Orangen, des Geisblattes. der Rebe u. s. w. so erfüllt, daß man fast gerne aus der Gartenregion in's Freie wandert, wo der aromatische Duft der Gewächse nicht so stark und herbe ist. Ein Hauptspaziergang der Bewohner Canea's führt an dem afrikanischen Kral vorüber nach Halepa. ; wobei der Fremde mit Verwunderung sieht, wie dem Negerdorf reiche modische Neubauten und selbst Fabriken zuLeibe rücken. Der Kral besteht zurZeit aus 70 RohrHütten, deren Insassen es recht gut zu gehen scheint. Wenigstens waren, als seinerzeit hier, Feuer ausbrach, große mit Kupfergeld gefüllte Beutel die am schwersten zu rettenden Gegenstände. Auch sah Seefeld wiederholt Negerweiber. die. während sie den Mist auf de, Straße zusammenscharrten, nur ein . sackartiges Hemd anhatten, . abe, schwere goldene oder vergoldete Armbänder trugen. Das Villendorf Halepa,- wo du Consuln residtren, lieg: unier einem Oelwald am Fuße der Akrotiriberge. deren Höhen zwar steinig, aber mit herrlichen Macchien bedeckt sind und einen prachtvollen Doppelblick auf die Buchten von Canea und Suda gestatten. Längs der Ziegenpfade, die durch die Macchia nach Suda führen, lernt der Wanderer die ganze Pracht der kretensischen HUgelflora kennen, in welcher ihn Veilchen und Minzen, Salbei, Ranunkeln und Anemonen heimathlich anmuthen, während ihm der schon im März blühende Asphodill. ein meterhohes Zwiebelgewächs, das nach Homer in der Unterwelt wächst, der heilkräftige Dichamnon, und das ein feines Harz liefernde Ladanum als .auffäl-
lige - flora 5t!.: . .s . Außer Canea liegen auch alle übn qen bedeutenden Orte Kretas an der Nordküste, vor Allem Candia, die Hauptstadt der Insel, die Seeseld auf ca. 25.000 Einwohner schätzt. Candia ist viel größer und vornehmer, als Canea, auch mehr von Türken bewohnt, die ein Pendant zu den vierzehn christlichen Visthümern der Insel hier vierzehn Moscheen haben. Das Interessanteste im Bannkreise der Stadt aber ist. daß ca. englische Meilen entfernt, in Kornfeldern vergraben, die Ruinen des alten Knossos liegen, wo der sagenhafte Minos restdirt und der aus der Bibel bekannte Hohepriester Kaiphas gestorben sein soll. Hier hat man schon öfter antike Münzen mit Abbildungen des berühmten Labyrinths ausgegraben. Ja. Elpis Melena glaubte fogar. das Labyrinth selbst in einer von ihr entdeckten Grotte gefunden zu haben, die ein solches Gewirr von Gängen, Zellen, abschüssigen Pfaden, Ausbuchtungen und Engpässen enthält, daß man sich ohne Ariadnefaden und Licht nicht hineinwagen darf. Die Ueberlieferung, daß das Labyrinth ein Gebäude war, ist aber doch eine zu feste, als daß man ohne systematische Ausgrabungen ein Urtheil wagen dürfte. Solche Ausgrabungen waren indeß auf Kreta bisher verboten.
' Vie pestgesahr. Die Berliner Wissenschaftliche tlorresv bat sich an die bekanntesten Bacteriologen von Deutschland, Oesterreich, Italien. England und ittun.land gewandt, mit der Frage, ob sie die Gefabr einer Einscklevvuna der Beulenpest in Europa für groß erachten, ob sie dringende Absperrmittet sur nothwendig halten, bezw. welche anderen bestimmten Maßregeln sie vorschlagen, falls die Beulenpest nach Europa eingeschleppt würde. Professor Dr. Klein am St. Bartholomews Hospital in London, eine Autorität ersten Ranges auf dem Gebiete der Bacteriologie, schreibt: Eine Heimsuchung Europas durch die Beulenpest halte ich für wahrscheinlich. Wegen des ausgebreiteten SeeVerkehrs verschiedener europäischer Staaten mit der verseuchten indischen Küste ist eine unmittelbare Einschleppung der Pest kaum zu verhindern. Einer eingehenden gesundheitspolizeilichenUeberwachung der Reisenden und der Schiffsleute mag es unter geringen Schwierigkeiten gelingen, die von - der Pest thatsächlich befallenen Reisenden und Matrosen zu isoliren, sowie deren Sachen zu desinficiren, auch mag es gelingen, die übrigen auf einem solchen Schiffe befindlichen Personen nach ihrer Landung zu überwachen. Allein, eineBeaufsichtigung und Ueberwachung aller Schiffe, die von einer verseuchten Oertlichkeit anlangen, und deren Reisende und Mannschaft in ihrem Gesundheitszustande nichts AußergeWöhnliches darbieten, ist nur mit Hintansetzung aller Rücksichten, und auch dann nur unter den größten Schwierigkeiten durchzuführen. Es ist ja ganz gut denkbar, daß, obgleich bei sachgemäßer Ueberwachung der Reisenden und der Mannschaft nichts Pestverdächtiges zu finden ist, dennoch die eine oder andere Person von Pest in leichtem Grade pestis ambu lans befallen ist; solche Fälle können nur bei sehr genauer anatomischer und bacteriologischer Durchmusterung als Pest erkannt werden. Bedenkt man, daß neuere Schiffe eine auf mehrere Hundert sich belaufende Personenzahl beherbergen, und daß zur Ausübung der Aufsicht Fachleute in ansehnlicher Zahl erforderlich sind, so leuchtet es ein, daß die Durchführung einer verläßlichen Ueberwachung mit großen Schwierigkeiten verbunden iist. In Folgendem will ich zeigen, daß diese Schwierigkeiten nicht allein mit der Personenüberwachung verknüpft sind, sondern sich auch auf die Sachen der von der Pest freien, gesunden Personen erstrecken. Im October 1896 langte in dem Port of London" ein Passagierdampfer aus Bombay an. Eine fpäter vorgenommene Untersuchung zeigte, daß unter allen Reisenden und der ganzen Mannschaft auf der Reise von Bombay nach England kein Krankheitsfall vorgekommen war. Drei Tage nachdem das Schiff in den Docks angekommen, ereignete sich unter der Mannschaft ein Fall von tödtlich verlaufender Beulenpest, dann folgte ein zweiter und ein dritter Kranker. Die Kranken wurden gleich nach ihrem Auftreten in's Krankenhaus gebracht und abgesperrt. Nun stellte sich heraus, daß der erste Kranke (ein indischer Matrose. Loscar), als das Schiff in Bombay war,, sich im Bazar (Marktballe) ??eiertaaskleidung gekauft hatte, sie, wie das unter den indischen Matrosen gebräuchlich ist, während der Reise in dem Koffer abgefchlossen hielt und nach der Ankunft in London, nach dem Ablegen der Werktagsklcidung und zum Zwecke des Anlandgehens sich diese in Bombay gekauften Kleider anzog. Drei Tage hernach erkrankte er an der Pest. Es ist also in hohem Grade wahrscheinlich, daß er sich durch diese in Bombay gekauften Kleider nachträglich in London mit Pest angesteckt hat. Die Schlußfolgerung ist klar. Eine wichitge Betrachtung knüpft sich weiter an diese drei Pestfälle. Wie oben erwähnt, wurde die Krankheit frühzeitig erkannt, die Leidenden in's Krankenhaus gebracht und abgesperrt. Nach der sogleich vorgenommenen Desmfcction des Schiffes wurden alle Oertlichkeiten und Personen, mit denen die Kranken in Berührung gekommen waren, einer genauen Besichtigung und Ueberwachung unterzogen und es kam in der That keine weitere Ansteckung vor. Daraus folgt also, daß eine Ausbreitung .der Krankheit durch
'uhzeitige Abschließung der Erkrankten und gründliche Desinfection verhindert werden kann. Die an der Cholera während 1892 und 1893 in Deutschland und England gemachten Erfahrungen beweisen, daß die Verbreitung der Cholera sich einschränken läßt, und obgleich bei de? Beulenpest wegen ihrer höheren Ansteckungsgefahr Thierversuche lehren, daß die Ansteckung mit Pest auf dem Wege der Athmungs- und Verdauungsorgane. sowie auch durch Einimpfung der Pestbacillen in Haut- und Schleimhautwände ausführbar ist die Sache etwas schwieriger sein dürfte, so läßt sich doch erwarten, daß ein geregeltes Vorgehen, das von allem Verheimlichungsdrang frei sein muß. viel zu leisten vermag. Die unmittelbare Einschleppung der Pest, aus Indien auf dem Seewege, obgleich die nächstliegende, ist nicht die einzige Gefahr. Die Provinzen, die bisher von der Pest und der Cholera verfolgt wurden, sind auch gegenwärtig für ein solches Vordringen offen; es sind dies: von dem Persischen Golfe durch Mesopotamien, der Levante und dem Schwarzen Meere nach der Türkei und Rußland, und durch Persien nach dem Kaspischen Meere und nach Rußland. Ferner den mittelbaren Weg über Arabien und Aegypten nach der Türkei und nach Frankreick. Wegen der zeitlichen Verhältnisse sind jedoch diese Wege vorerst von geringerem Belange, als der indirekte Weg auf der See. Koreanischer Aberglaube. Ein wunderliches Stückchen vom Aberglauben der Koreaner wird aus ihrer Hauptstadt Söul gemeldet. Dort verlief sich ein Fuchs in den Park des königlichen Palastes, wurde aber von den Soldatm der Leibwache vertrieben. Darauf floh der Fuchs in den Garten des Kriegsministeriums. Auch von dort hinausgejagt, rannk er in den Garten des Unterrichtsministeriums, wo ihn das gleiche Schicksal traf. Da flüchtete er sich noch in den Garten des Justizministeriums, und als er auch von hier verscheucht wurde, suchte er wiedev das Freie auf. Diese an sich ganz harmlose Begebenheit erhielt aber in der Augen der Koreaner eine ganz wunderbare Bedeutung. Man glaubt nämlich in Korea, wie auch noch vielfach bei den Ungebildeten in Japan, an einen Fuchsgott, und in diesem Falle sollte Gevatter Reinecke den Geist der feurigen koreanischen Jugend darstellen, die schon seit über Jahr und Tag sich nicht verheirathen darf, weil der König verwittwet ist und sich auch nicht eher vermählen darf, als bis die verstorbene Königin mit allen ihrer Würde gebührenden Ehren und Feierlichkeiten öffentlich bestattet wird. Nun herrschte schon einige Tage vor dem Erscheinen des bewußten Füchsleins unter dem Volke in Söul das Gerücht, der König werde in seinen Palast zurückkehren. Deshalb erschien auch der Fuchs schon vorher im Palaste, um sich zur Audienz beim König anzumelden und ihn zu bitten, die todte Köniam feierlich bestatten zu lassen und eine zweite Gemahlin zur Königin zu erheben. Als man ihn aber aus dem königlichen Parke vertrieb, wollte er sich beim Kriegsministerium Hilfe erbitten, und als man ihn dort ebenfalls veriagte, weil er kein schriftliches Gesuch bei sich hatte, so flüchtete er sich in das Unterrichtsministerium, damit er dort schnell das Lesen und Schreiben erlerne. Da man ihm jedoch diese Bitte abschlug und ihn auch von dort fortjagte, so wollte er sich beim Justizministerium über die ungnädige Aufnahme, die er überall gefunden hatte, bitter beschweren, fand aber auch hier nur taube Ohren, worauf ev sich wieder in die Wildniß begab, um unter freiem Himmel fein Leid zu klagen. So legte sich das arme koreanische Volk die Irrfahrt des Fuchses aus. Der König aber weilt noch immer in der russischen Gesandtschaft, und es ist auch noch nicht abzusehen, wann er die Sehnsucht dev heirathslustigen Jugend seines Volkes erfüllen wird. Der. Cannibale.
In einem grünen Thale Da sitzt ein Cannibale! Er wetzet seine Messer, Es ist der Menschenfresser! Hat lange nichts gegessen! Ihn hungert ungemessen. Da kommt ganz unbefangen Ein junger Mensch gegangen. . Der Cannibale greift ihn. In seine Höhle schleift ihn Und fragt ihn diese Worte: Was bist Du für 'ne Sorte?" Ich bin moderner Dichter!" Mit bleichen Mienen spricht er Und fallen läßt das Messer Der arme Menschenfresser. Und seinen Magen schüttelte, Die Eingeweide rüttelt's; Er spricht: Dich lass' ich schießen! Du bist nicht zu genießen!" I e ä l t e r wir werden um so mehr besteht unsere Freude in der, die wir Anderen machen. Maliciös. Kritiker (zum Componisten): Na, sind Sie diesmal us hübsche Melodien gestoßen?" Herausgeplatzt. Richter: Angeklagter, Sie sind so gut wie überführt, daß der Paletot gestohlen ist! Gestehen Sie doch ein, wem Sie ihn weggenommen!" Wie sieht er denn aus?" ' Ueberraschung. Aaron: Karlinchen, schau' mich an siehst De mer nix an?" Karlinchen: Nein. Papa!" Aaron: Schau' mich nochmal an. Du glickliches Kind. Du bist seit einer halben Stund' glicklichr Braut!"
Mit Elektricität.
Die Kutsche ohne Pferde durch Elektricität fortdeweai aebört iekt in New Iork nicht mehr zu den Dingen. die da kommen sollen. Sie ist bereits thatsächlich in Gebrauch, und nach wenigen Jahren wird vielleicht eme mit Rossen bespannte Karosse ebenso großes Aufseben erreaen. wie jetzt eine .elektrische" Kutsche. Selbst Leihstallbesitzer geben zu, daß das Pserd der Elektricität das Feld räumen muß. Eine Gesellschaft, welche die Sersselluna von durch Elektricität aetriebenen Wagen im Großen begonnen hat, hat in New Nork ihr Sauptauartier aufgeschlagen. Seitdem hat man mit ihnen Versuche auf den Straßen angestellt, doch will man sich vor der Licensirung der elektrischen Cabbies" von der Sicherheit der Wagen erst noch weitere Ueberzeugung verschaffen. Elektrisches Cab. Eines dieser elektrischen Fuhrwerke" wurde auf der Narragansett Park Rennbahn in Providence. R. I.. einer Probe unterworfen und bestand dieselbe glänzend. Es legte eine Meile in 2 Minuten 17 Secunden zurück und bewies, daß es etwas über 26 Meilen in einer Stunde fahren kann. An den Hansoms" und Surreys" ist an der Frontachse für jedes Rad ein Motor von 2 Pferdckraft angebracht, und beide Motoren können unabhängig benutzt werden. Das Coup6" ist mit zwei Motoren von je 2 Pferdekraft versehen. Die Wagen haben sammtlich Räder mit Gummireisen, kosten nicht viel mehr, als ein Pferd nebst Kutsche, und die Ausgaben für das Laden der Batteneen sind sehr gering. Ein Zahlcngcnic. Eine aanz unaewöbnliche und bedeutsame Erscheinung auf dem Gebiet des Kovfrechnens feiert aegenn-ärtia in Deutschland Triumphe. Jacques Jnaudi, so heißt dieses kaum dreißiglahnge Zahlengenie, das die schwierigsten Aufgaben blikscknell innerhalb Secundenfrist im Kopf, ohne Beihülfe von Bleifeder und Papier, zu lostn weiß und spielend die unzeheuerlicysten Zahlengruppirungen öewöli'gt. Jacques Jnaudi, ein Piemont:se, in dem sich ein Phänomen seltener Art perjoNistcirt. war noch bis zu seinem lf,. Jahr Schafhirt. Seine Begadnna im iffernmäßigen Rechnen erhob ibn inden schnell zu ienem psvchologiic,en Räthsel, als das er heute der wissenschaftlichen Welt Er tauncn abnotkigt. Dreistellige und sänfst-llige Zahlen, ,b.tt5.Z5.bIöZT.'?H.?Z5 i5.itiAii-5n.itt,t(ii.m.t .21 M Ä.?5t. n i.s:?,094, 1 3$ W mi 141 jpiül. KlmMoüc nuiQ vVlTi tm Jacques Jnaudi. bunt durcheinander aus dem Kreis der Zuschauer zugerufen, werden hinter seinem Rücken auf einer Tafel noint; Jnaudi addirt. subtrahirt, muUiplicirt und dividirt die Zahlen i:n Nu :orrect und ertappt so nebenher auch noch manchen bei cinem Rechenfehler. Die Subtraktion zweier 24stellig?r Zahlen ist ihm ein leicht:s. Die 24stelligen Zahlen rennt er rückwärts und vorwärts, einzelnes daraus auf Wunsch außerhalb der Reihe und alles vollkommen richtig. Jacques Jnaudi darf getrost als em Unicum seiner Art bezeichnet werden. Was ein normales Gehirn schon Ui einfacheren Aufgaben nur gequält und gemartert zuwege bringt, M8 wandelt hr nfiftisl Avvarat des Rechenkünst lers mit erstaunlicher 1!eb:r:?gcnheit i r t V! .:xi:,.m rCvAcfintsT unieyioar rn wie iinym UM. Viel beschäftigt. Be. moostes Haupt: Da sagen . Sie nun. ich soll studiren! Gutgesagt, aber woher die Zeit nehmen!?" Eine gute Freundin. Bräutigam: Nun. mein Liebchen, wem schicken wir denn eigentlich unsere Verlobungsanzeige zuerst?" Braut : Meiner Freundin Paula die ärgert sich am meisten!" WaÄ kann die Welt dafür.' Eine kleine kugelrunde Frau (weinend): Ich kann einmal diese ewigen Sticheleien nicht vertragen. Jetzt nennt mich mein Mann fast täglich seine Welt!" Freundin: Das kann Sie doch nur freuen!" Frau: Ja tonnte es, - wenn er dann nicht im mer fange: denn die Welt ist Kagel, Kegel,' Kigel. Kogel Kugelrund!Aus der Jnstruktionsstunde. Unterofficier: Das Orten tiren nach Sonne und Mond ist unzuverlassig; denn erstens ist man kein Astronom und zweitens drehen stch di, Luders in einem fort! .
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