Indiana Tribüne, Volume 20, Number 182, Indianapolis, Marion County, 21 March 1897 — Page 10
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i ü tfif ncre. ranidlv eures 10c. Dealer, or maH.A.c.eyer - v..riinmcret. Wenn die Nacht mit ihrem Dunkes Lei2 hcrmcdeismlt Und der Sterne mild Gefunkel Mir in's Stübchcn dringt, Ach, dann zieht ein stilles Träumen Mir ?um Herzen sacht. Warum mußt' ich es versäumen. Als das Glück gelacht?Zwar es lachte mir abscheulich, Doch es lachte und -Weil ich damals fand es greullch, Darbe ich zur Stund'. 3 Ja. das Glück, das man versäumte, ctchrt nie mehr zurück Eine Wittwe von mir träumte. Die mir war zu dick. ... Länast schon flattert" sie. ich wette. ' In der Sel'gen Land Und ihr Geld, das ich jetzt hätte, Kam in And'rer Hand! V aisers yeliurlslag. Von Freiherrn von Schlicht. Die Compagnie, so pflegt man zu sagen, ist eine Familie, deren Vater der Hauptmann, deren Mutter der Feldwebel ist. Der Feldwebel ist die einzige Frau, die. wenn sie mit ihrem Manne spazieren geht, sich stets auf seiner linken Seite hält, und die nie verlangt, daß ihr Mann ihr den Arm reicht. Es ist ein hübscher Brauch, daß man in jeder Familie den Geburtstag der Kinder und der Eltern feiert wollte man auch beim Militär diesem Grundsatz huldigen, so käme man auö dem Feiern gar nicht heraus, und wenn man auch beim Commlß ebenso wie überall die Ansicht hat, daß der Dienst eine unangenehme Unterbrcchung der freien Zeit ist und daß man die Feste feiern muß wie sie fallen so würde es dennoch selbst denVer gnugungssuchtigsten zu viel werden. wenn man alle Geburtstage feiern wollte. Darum feiert man nur einen Ge burtstag den des Kaisers. Nur den einen den aber auch gründlich. Traurigen HcrzenS sind die Mannschaften vom Weihnachts - Urlaub heimgekehrt bei Muttern war es so schon, und die Beitha und die Anna erschienen dem schmucken Krieger liebrelzender denn je. Aber es hals nichts, man mußte wteder fort, zurück zum Eommiß. Eine'schwere Zeit beginnt nach dem Urlaub, denn die Rekrutenvorstellung steht dor der Thur, da wird ererart vom frühen Morgen bis zum späten Abend, ohne Rast noch Ruh. immerzu. Und ist der Körper müde vom MarMrhiren imDWrnferlobben. dann kommt ' 1 11 ' . r whh yetu, uauii iüuü uii(uui, und ist der Geist genugend angefüllt, dann wird geputzt und geflickt. Dienst ist immer, dann sind Appells und Nöckeverpassen und Hosenumtauschen und Besichtigungssachenempsangen zu thun ist immer. Ein heller Stern leuchtet über die sein Chaos und zu dem blickt jeder Soldat herauf, der Abends seine mu den Knochen auf dem Strobsacke aus streckt und seine beiden wollenenDecken über die Ohren zieht, und hieserStern i i Ztai ers HevurtStaa. if.rDDDniicn roirD er -Daraiuona weise- gefeiert, d.h. ein Bataillon mie thet sich einen großen Saal in irgend einem Etablissement, und dort veremi aen na dann am Geburtstaae die Of freiere, Unteroffiziere und Vannschaf ten des Bataillons m mehr oder wem ger gehobener Stimmung je nach? dem der Einzelne viel oder wenig aetrunken hat, ach, bei den Meisten ist eS fast zu viel. Zuerst lauscht man andächtig den Aufführungen, dann schwlnat man das Tanzoem. An den Auffuhrungen mitwirken zu dürfen, ist daS Ziel, daS Streben und der Ehrgeiz sämmtlicher Leute. Es ist KSMV verspüren, zu der sie kem Talent ha ven. .Mal dieieniam vortreten, die' auf Kaisers Geburtstag etwas aufführen wollen." Der Feldwebel sprichts bei der Pa role, und alle Znnder treten vor. Das kent er schon aus Erfahrung.Er geht die ffront hinunter und läßt die Lahmen und rummen zu rücktreten, das Uebrige zu zwei Glie dern rechts Herangehen. Dann beginnt das Examen. Was können Sie?" Singen.Geh' weg gelungen wird nicht. Sie, was ist mit Ihnen loö? finmrtmi,fmi Das ist schon eher was auf den linken Flügel treten. Slk, Was l0NI , Sie? f.zr.ze. V. .?kck vfeife Dir auch gleich waS i r . m n . 9 i i.'i snrr xsMl xjT was lüiuicii vsic .Schlangenmensch. .Gut. linker Flügel.
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Sie?" Bauchredner." Ach mein Sohn, deshalb bleiben
Sie wohl immer in der Jnstruction die Antwort schuldig, wenn man Sie fragt. Das will tch mir denn doch mal mcrlm, na, totläusist tritt mal links heraus." Sie, was machen Sie denn? Thierstimmcn - Imitator." Wissen Sie auch.was ein Esel ist?" Ein täuschendes MV ist die Ani-. wort. Na, mcrn Sohn, dann geh auch mal links heraus. So geht das Examen weiter, vlZ der Feldwebel jeder Compagnie die Würdigsten ausgesucht hat. Bei tedem Bataillon lst ein Ossicier mit der Einstudirung der Aufführunflcn beauftragt diesem werden von den Compagnien am nächsten Mittag bei Parole schriftlich die Namen der Künstler mitgetheilt. Er befiehlt eine Gcncralvcrsammlung. bei der ein Jeder eine Probe seines Könnens ablegen muß. und bei der er streng den Weizen von der Spreu sondert. Aber es bleiben doch noch so viele zurück, daß, wenn Alle zu Wort kämen. die Aufführungen von einem Kaisers - Geburtstag bis zum andern dauern wurden. Wie ein Staatsgeheimnik wird das endlich festgestellte Programm behütet. und wie die Kmder am Geburtstagsmorgen nicht wissen, welcde Gaben rt ntn zu Theil werden, so weiß auch "der Soldat nicht, welche Freuden ihm der Geburtstag feines Kaisers bringt. Und deren gibt es so viele. Zunächst können sie, mit Ausnahme derjenigen, die zur Reveille, jetzt Wecken" genannt, befohlen sind, langer schlafen. Nicht wie sonst kommt der Unterofficier vom Dienst um sechs Uhr in die Stuben und wirst die Fau len zum Bett hinaus. Ein Theil der Leute muß zur Kirche, Alle aber bereiten sich würdig auf das Festessen vor, das ihnen Mittags gegeben wird. Manche fasten drei Tage vorher und drei Tage hinterher die ersteren freiwillig, die letzteren gezwungen, weil m sie Nichts mehr hineingeht. Das will viel sagen, ein SoldatenMagen kann Verschiedenes vertragen; ich habe einen Soldaten gekannt, der auher seinem Mittagessen, bestehend aus Fleisch und entsetzlichen Ouantitäten von Kartoffeln, jeden Tag drei Commißbrode vertilgte. Der Mann lebt noch! Sobald der Soldat mit dem Essen fertig ist, sängt er an zu trinken. Die Deutschen haben ja den Ruf, dah sie das, waS sie thun, auch gründlich thun. Der Soldat bemüht sich an Kaisers Geburtstag, sich dieses Rufes würdig zu erweisen. Meistens gelingt es ihm. Und wie überall, fo gehen ihm auch in dieser Hinsicht seine Vorgesetzten mit gutem Beispiel voran. Sobald es dämmert, holt der Sol dat seine Braut, oder richtiger gesagt, eine seiner Bräute ab. Im Vergleich mit einem Soldaten ist Onkel Vräsig. der in seiner GlanzPeriode bekanntlich drei Bräute auf einmal hatte, ein neugeborener Waisenknabe. Erst wenn er die Anna am Arme hat. fühlt er sich mollig". Bis zum Beginn der Vorstellung ist immer noch eine Weile hin. die der Soldat durch eine Bierreise nun eilig ausfüllt. Er hat ja Geld. Geld im Uebersluß eine Mark extra hat es gegeben, und Abends gibt es Freibier er kann das Geld ja garnicht ausgeben, und wenn es wider Erwarten doch alle wird, na, dann hat die Anna auch noch ein Portemonnaie, das meistens gröber ist als das seinige. selbst dann, wenn er den schönen Namen Ludewiq hat. Um sieben Uhr beginnt der große Saal sich zu füllen, um acht Uhr sollen die Vorstellungen beginnen. Aber es wird meistens ein halb neun Uhr, ehe die Officiere erscheinen, und ehe die nicht da sind, geht es nicht los. Unter allgemeiner Spannung hebt sich der Vorhang: zuerst der Prolog, dann ein militärisches Theaterstück und dann die Specialitäten. So mancher, der da ustritt, ist Künstler von Beruf, er berauscht sich an dem Applaus, der ihm reichlich gespendet wird, er kargt nicht mit dem Zugeben, und eö ist schon vorgekommen. dah der die Regie sührende Ossicier auf die Bühne stürzen und den Künstler mit Gewalt hinter die Coulissen ziehen mußte, nur damit auch noch die Anderen zu Worte kommen. Endlich fällt der Vorhang zum letzten Mal. und dann kommt der Tanz. Wer hat nicht schon unsere Solda- ! ten tanzen sehen. Die mächtige Linke 1 . i . r IT - t VI. T- j 1 - leg! er seiner Xlme aus viz nuhct, aber, um ihr Kleid nicht zu verderben, legt er stets fem Taschentuch oder. wenn er keins hat, das seiner Dulcinea vorher auf ihr Kleid die rechte um faßt die fchlanke Hüfte er hält sie sicher, er halt sie warm. Und dann geht'S los. Nicht im rasenden Tempo, dan die Röcke fliegen nein, langsam und bestandig. Er tanzt nicht, er schiebt. Ein Raum, doppelt so lang und so breit als seine Füße, genügt ihm, um eme Stunde nach der anderen zu tan zen, ohne je mit einem anderen Paar zusammenzustoßen. Im Saale herrscht nach kurzer Zeit eine wahrhaft grausige Lust und eine Temperatur zum Sieden. Die armen Musikanten blasen sich die Seele aus dem Leibe, aber sobald sie absetzen, ruft Alles: Weiter, wer ter!" und obgleich die Mitglieder deS Musikcorps meistens Unterofficiere sind, müssen sie heute dem Willen der Untergebenen Folge Ienten. ' Knade Gott dem armen Officier.
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der die Aufgabe hat..-..T'anzordner" 'zu sein. . , Ihm Ware wohl'.r , er Ware . nie aeboren. Wenn er die Wünsche der Leute nicht erfüllt, wird cr' so lange bcstürmt, bis er Damenwahl" ansagen läßt. DaS ist sem Too.denn dann schicken ihm alle vierhundert Mluskietrere ihre Damen aus den Hals, und er muß Mit ihnen tanzen, bis er ohnmach?:, zusammenbricht. Morcicns um 4 Uhr tast die Mu sik nach Haus, und damit hat daS ofsinelle Vergnügen sein Ende erreicht. Wenn d:e Leute rncht freiwillig dem Beispiele der Musik folgen wollen, werden sie hinauZgedunkelt" immer niedriger und niedriger werden die Gasflammen gedreht, bis sie endlich trotz der sie umgebenden Finsterniß sehen , dav hier Nichts mehr zu machen ist. Dann warnen auch tc nach Haus. Nach HauS? Ach. so mancher weiß in der Stimmung, in der er sich befindet, gar nicht. tr wobnt. obgleicn sie Alle, die sie ven bunten Rock anhaken, eine gemeinsamc Wohnung haben, die. weil sie meistens aus rothen Backsteinen gebaut ist, cluiterni roujxe, das rothe Schloß, genannt wird. Da wandert er dann durch die Straßen der Stadt, manchmal stundenlang, zuweilen dauert es aber auch Tage, bis die Mutter der Compagnie alle ihre Kindlein wieder zusammen hat. Ach, und mit welchen Gefühlen ruht das Auge der Mutter auf ihnen! Was jeder wahren Mutter zum mindesten eine ,' Ohnmacht bringen wurde, das verursacht ihm Freude. Er geht durch die Stuben, in denen die Leute ganz oder halbbekleidet auf ihren Betten liegen. Na. das freut mich, daß sie dem Johann mal gehörig das Fell verhauen haben, dr nimmt immer den Mund voll, dieses Mal scheint er aber an die richtige Adresse gekommen zu sein, der sieht ja im Gesicht aus wie ein chinesischer Tuschkasten, das freut mich aber herzlich." Ein schreckl'ches Stöhnen dringt aus der Brust des Schläfers ihn rührt eS nicht. Scheinen sich a Alle gut amüsirt zu haben." denkt er, na, das gehört sich auch so." Da öffnet sich die Thür, und herein schwankt eine Gestalt. Na. Peters." meint der Feldwebel. Du scheinst Dir die Nase ja auch gehörig begossen zu haben, woher kommst Du denn noch? Vertraulich legt der Gefragte seinen Arm um den Hals des Vorgesetzten; .Wo tch herkomme? Das mochtelt Du wohl gerne wissen nein, mein Junge, das sage ich Dir aber nicht blau bin ich wohl, aber so blau, wie Du denkst, noch lange nicht!" Lächelnd laßt der Feldwebel sich die Umarmung gefallen und geleitet den Taumelnden dann zu seinem Bette. Da kann selbst der glühendste Patriot sich beim Erwachen am Morgen manchmal nicht darauf besinnen, was denn gestern eigentlich los war. pcr Zinallnroiz. lMünchener Gerichtsscene), Wegen Beleidigung des Malermeisiers Franz . war gegen denPrjvatier Jgnaz Y. von hier Privatklage erhoden worden und das persönliche Erscheinen der beiden Streitstheile richtcrlich angeordnet. Der Beklagte war im Pelzrock erschienen, der ihm bei der hohen Temperatur im Saale lästig fallen mußte. Er zog deßhalb die große Bärenhaut ab und legte sie zum Erstaunen eines anwesenden Rechtsanwaltes auf dessen Tisch, indem er vorsichtigerweise an diesen Herrn die Worte richtete: Schütten S' mer fein s Tmtenglasl d ruber nunter! san S so guet! na kinnen S' schaug'n. was er kost't; so an Ueberzug leid's Eahna net in dem Jahrhundert, dtt hat no' nach'n alten Geld zwoahundert Stückl kost't und 's Ausheben übcr'n'So.mmer kost't mehrcr wia Eahner ganzer Frack!" Darauf zog der Renommist seine Handschuhe aus und ließ ferne Brillantringe, etwa acht Stück in verschiedenen Größen, effektvoll spiegeln. Dan wurde eme schwere goldene Uhr herausgezogen und mit der ewig stehenden Wanduhr im Saal verglichen. Zum Schlüsse stellte der Goldonkel an den Richter die Frage; Wie viel Ubr ham S' denn, wenn mer bitten darf? Geht Eahner Prater. Herr Staatsanwalt? oder is' a Stockuhr, wia die da dromt? Der Richter kehrte sich nicht daran.sondern begann mit dem Hochnothpeinlichen Verhör: Sie heißen Jgnaz N-, 45 Jahre alt, Privatier und Hausbesitze? hier, verheirathet. ' Sind Sie schon vorbestraft?" Angekl.: Na. Gott sei Dank! Mit'n G'richt hamer uns no' net abgeben, von mir aus hätten's koan Justizpalast z' bauen brauch und die zwoahundertAvikat'n z'sammt die G'richtsvollziehe? müeßt'n verhungern, wenn's Mir nachgang! Nur seit der faden Äaudi dader kemma seit 'n Neujahr d' Briefträger mit ganze Pack g nchtllche Schreiben und jedsmal wird a Urkund aufgesetzt, ob's mir, meiner Frau, an Deanstmadl oder wenigstens derHauZmoasterin richtig ausg'händigt wcrd'n is. An Zorn hab i desweg'n über die königlichen Briefträger, daß l Heuer 's ceumhrtrmkgeld denne andern von w Anderhalbvfennigpost geb'n hab, weil s' mit so an G'raffl nix'n z'thuan ;am. Richter: Aber nach der bei den Ake befindlichen Strafliste sind Sie wegen Beleidigung. Ruhestörung. Uebertretung oltspölizeilicher Vorschriften u. s. w. vielfach vorbestraft. Warum verschweigen Sie dieses?" ln.,kl.: .Natürli. i werd' mir tel-
5er an Meter Strafbogen anschaffen, damit a Jeder glei' woaß. daß i vor zehn Jahr'n amal Nachts am Hoamweg an Huester thuanhab', und is a Schandarm. der im stehen g'schlafa hat, d'rüber aufg'wacht. Odtt vor drei Jahren, wia der Frau vom Branntweinerhans ihrRamenstag war Agath hoabt's da sing' i ihr a Stander!, dös Liedl: GuteNacht, schöu Anna Doralhe werd' ausg'schrieb' und rnueß an die zwölf Mark TAfi'ir rX4 WAR Yntnln.
jjuiy i. yujut ijVAi wj 4UU WUUl ftanS Vsrrt ßi'ArrV friPsli. rneit t KZ? Straf' ihr'n Mann beim Tarok'n hab' abschwindeln müess'n. Da baldst mer nct aebsi! Dös wären Strafen! 5 hab' koane Strafen!" Nichter: Sie haben den Kläqer ge legcntlich eines Wirthshausstreites durch de Aeuszerunaen: irtnftTiernerr txapUä Lueder, z'rissener Hansdampf Voancra'stemm. Load. arim; Zwirmer u. s. w. beleidigt. Geben Sie ic beleidigende Absicht zu?" Anaekl.: .Nir'n wird Ztuaaeb'n! Ma is' denn in diese Ausdrück' a Beleidigung? A trenserter Kerl is' er, weil eahm a Dutzend Zäbn' febl'n! a travftes Lueder is' er, weil er spinnt! Die anderen Eigenschaften kennen S' eahm von Äuen an, und wenn i dem Garstian dös in's G'sicht g'sagt hab, na kimmt's daher, weil i ganz das Gegentheil von eahm bin und weil er mick wieder amal g'ärgert hat. Nehmen's a mal an wia i ausschaug mit meine Fünfavierz'ge! Net z' dick und net z' mager, g'wachsen wia a Pfeifenröhrl, a ieid hamer, a Haus hamer, d' Emrichtuna a'lanat für an Grafen, mei Gold- und Stoanerzeugl. wia i's da an mir trag, kostet mehrer wia a ganzer G'wandladen z'sammt an Tuechlaaer! Nacher kimmt a feiner Mucker. a Fuxträrä is' dohoam, a Viecherl dös lun hundert Mark unter Brüadern werth is' und von meiner Frau, von vene weiten Aermel und dene Broschna und Armreif' mög' i gar net reden, dös is' bekannt in die besser'n Familien der ganzen Stadt. Mei' Bua. der Jakob, hat a Verluzibett ganz vo'Nickl um öuu yjiaxu und trotzdem san mer mit jed'n Menschen gemein, bam koan Protz und bilden uns nix' ein. Aber wenn mer an Eharakter ham und uns von an armen Fretter nix'n sagen lassen, wenn mer uns mit solchene Leut' sag' i. die höchstens so viel baben. als nothwendig brauch, überHaupts net abgeben, nacher wär' die Bagaschi be leidigt. I kann' so an Mensch'n ga? net beleidigen, i verzicht' auf die armen Leut' 's ganze ?lahr und damit Schluß." Richter: Sie werden wegen Belei digung bestraft werden, wenn Sie nicht selbst einen Vergleich anbahnen, wozu ich Ihnen dringend rathe. Sie hatten keine Ursache zu solchen Aeußev n i t! v jungen, ver tager i ein ruylger uno bescheidener Mann." Angekl.: Dös wird schon so sein müeß'n. Da wär i' aa bescheiden und ruhig, wenn mir die Alte alle Abend a boaniges Fuchzgerl in'ö Wirthshaus mitgeben that. Da draht Koaner auf. wenn er a Schnapsglas per Zuafall .'brecka tbat und kunnt's net a mal zahl'n. Solchene Leut sollen an Men, m ri i Ichcn, ver a isciq ya!, achten uno ehren und unsern Herrgott auf die Knia danken, daß mer's mitkemma laßt. I' hab g'wiß koan Green. net a Idee von an Hochmuth oder an Geist, aber 'runtergeb n thua i' mich net und haben thuan mer was. Gott sei Dank." Der Kläger erklärte: Der Mensch brinat Oan um mit seiner Bescheidenheit! So wie e?s heut erzählt, macht er's das ganze Jahr, agt Jemano, tr bat a ittalckl Mein trunka. na' be- ... u i ' hauptet r, daß er a amal a Schampa- . " L L C mervao g nomma yan. jpai ijanci u Brillanter! wia a Erbsen so groß. dann is' oaner von die seinen wia a Welschnuß und deßwegen hab i g'sagt; i mnt mein Nuak V0N der MltH w g - - ' i y Protzerei. Daraufhin ruckt er mit solche -.- -wl a V fnn rtÖ-rlft eicioiguiiricu ytiuu. mueß er werden und zwar glei. richtig eing'sperrt." ' Das Gericht erkannte aus sUNszlz Mark Geldstrafe. Der Angeklagte hatte sich wirklich bet dem Schlußan trage des Klägers der schlimmsten Be fürchtungen hingegeben, weshalb er von dem Urtheile sehr erbaut war, so daß er äußerte: Dös können wir uns leisten! Fufzig Mark auf oder ab, ss viel war der Spaß werth! So an grmen Kerl bracht's auf d' Gant, abeb Unseroaner hat's Gott sei Dank." Immer derselbe. Arzt (zum Geizhals): Ihnen ist nicht mehr zu helfen. Sie werden bald die Reise nach dem Friedhofe machen müssen. Geizhals (jammernd): O, mein Gott, da? wird mich wieder ein schönesStück Geld kosten! Vielversprechend. Fräulein Elsa, wollen Sie meine Frau werden?" Wagen Sie sich an Ma ma !" Verfchnappt. Gap: .Die Wurst ist furchtbar klein!" Wirth: Ich foll Ihnen wohl gleich ein ganzes Pferd auf den Tisch brinaen!" Indisch. Ungarisch. Ken. nen Sie das Räthsel: Getrennt mir heilig, vereint abscheulich?" Ungar: Nein kenn' ich nur umgekehrt: Ge. trennt abschailich, veraint mir hailig.Und was wäre das?" Ungar: Ist getrennt zwei indische Sachen: Buddha und Pest, macht veraint: Buddha-Pest, woö mir ist hailig. Auf dem Maskenball. Herr (nähei t sich einer weiblichen Maske und schreibt ihr die Buchstaben A. S. in die Hand.) Dame (für sich): Alte Schachtel" Er kennt mich.Eine Frage. ES ist einmal o Niemand wandelt ungestraft m.ter Palmen.. .. .." ..Ha ben Sie Ihre Fran im Süden kennen tylUiU I
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Vorbei. (I m modernen Feuilleton stil.) O Jugendzeit! O iebcslenz! Vorbei vorbei! Sie letzten Strahlen der untergehenden Sonne vergoldeten ihren silbernen a;eiiei. Mir ist. als röch' ich sie wieder, die rothwangigen Acpfel. Ich hör' die Stimme mc'.ner Tante im Borzimmer ich rieche sie. die Aevfel. die ne mir bringt, die Gute ! Und Nc hätte so glücklich werden können: O Lord Namsteak. warum bist du ihr gestorben? Tann kam's über mich ! Mit Macht ! ' ORoder.ch! Konnten wir'S ahnen? . Sie erschienen, die Cchcrgen. Sie legten Siegel an die blut rothen ' Und ich heirathete ihn. Er war dreimal so alt, als ich. Aber der Vater war gerettet. Er ging wieder nach Monte Earlo. . Ich sah dich nicht wieder, du Guter! Und Roderich war aus Indien zu rückgekehrt. 0 Schick;')! ! O Verhängniß I ... Jahre vergingen. O meine unschuldigen fünf Kinder! Ich sehe sie noch wie die Orgel pfeifen jedes einen,Blumcnstrauß das Kleinste einen Apfelkuchen. . . . Ich rieche ihn noch Es war mein Geburtstag. Ta brachten sie ihn ach mit blutiger Glahe. Mir schien die Sonne Nicht wieder! Ich rieche sie nicht mich?, die rothwangigen Aepfel ! 0 Licbcslenz! D Jugendzeit! O Ramsteak ! D Roderich ! Vorbei vorbei ! Abwehr. Er: Sei gut, Sarah. mein geliebtes Wesenl Sie: Wie heikt: Wesen? Was machste für Wesen? Ich bin nicht Dein Wesen! Ich bin Dein Wesen gewesen! ModerneMalerei. Maler (in sein Atelier tretend): Teufel jetzt hat der Diener die Aufschriften auf den Bildern herabgenommen und nun weiß ich nicht, waö sie darstellen sollen! Wäsche mitöuft. Lehrer: .Aber 5lunae. wie siehst Du denn auS. P.u scheinst Dich wohl garnicht zu waschen?" Schuler: O doch. ,ch wasch' mir immer mit Luft . Mll Cascaret stärken Leber, Nieren und Singeweide. Sie erregen keinerlei Schmerzen oder Krumpfe. 10 CtS.
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