Indiana Tribüne, Volume 20, Number 181, Indianapolis, Marion County, 20 March 1897 — Page 1
o A A M Vft ,-fC VS A A X yiy & m Vk W V v Office : No. IS Süd Alabama Straße. Telephon 1171. Indianapolis, 'Zndiana, Samstag, öen 20. März 8)7. Jahrgang 30. No. 181
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Wir find allerdinge Gegner der Todesstrafe. So lange fie aber in den Gesetzbüchern steht, ist sie unseres Erachtens noch niemals gerechter vollzogen worden als an Jackson und Walling. Um dieses Empfinden zu bestärken, bedürfte eö gerade noch des angeblichen Geständnisses der beiden Schurken. Dieses Geständniß war erlogen und eö fügte der Schutkerei der beiden Verurtheilten noch eine neue hinzu, nämlich den Versuch, daS Verbrechen einem unschuldigen, sich im Irrenhause bksindlichen Arzte aus die Schultern zu wälzen. Um Uebrigen ist eö gut. daß dieses Kapitel der Verbrechergeschichte AmerikaS nun zu Ende ist. Den folgenden Artikel entnehmen wir der New Aorker Staatszeitung". Ist derselbe schon an sich interessant, so ist er eS noch ganz besonders dadurch, daß er in einem Blatte erschien, dessen Herausgeber selbst (Ottendorfer) jenen Achtundvierzigern angehört, welche tie Ideale ihrer Zugend eingeschachtelt und eingesargt haben, weil daö Blatt selbst daS Organ jener Freifinnigen ist, deren Erbschaft eine andere Klasse angetreten hat, und deren frühere Ideale ihnen heute nur noch wie ein Traum vorschweben. Es heißt in dem Artikel : Heftige, bittere Worte, der Parteileidenschaft und dem Klassenhaß entsprungen, sind vergangenen Samstag vor dem groben Gedächtniß-Obeliök gefallen, welcher daS Grab der Märzgefallenen auf dem Wiener CentralFriedhofe klönt. 3n einer Riesencolonne, fast achttausend Mann park, waren die Sozialdemokraten auf den Friedhof hinauSgewandert, um daö Gedächtniß der Helden von 1818 zu ehren; aber auS dem Akt der Pietät wurde eine zornige Anklage gegen die herrschenden Klassen, auS der dankbaren Erinnerung an die Todten ein haßerfüllter Kampfruf gegen die Lebenden. Wo aber waren die bürgerlichen Kreise geblieben, deren Ehrenamt eS früher war, den MS,zgefallenen alljährlich den Tribut der Dankbarkeit zu entrichten ? Wie kommt eS, daß daS Bürgerthum auf dieses schöne Vorrecht verzichtet hat u?d datz eS le diglich die sozialdemokratischen Arbeiter sind, die am 13. März der Kämpfer von 1843 gedenken ? Der dreizehnte März ist der ZahreStag der Wiener Revolution von 1848, welche dem absolutistischen Oesterreich ein Ende machte und trotz deS traurigen Rückschlages, der schon nach acht Monaten hereinbrach, daö konstitutionelle Oesterreich begründete. Am 12. März 1848 sielen die Schranken, welche bis dahin die Geister eingeengt hatten; Luft und Licht drangen in daö alte Staatögebäude; jener Tag war der Geburtstag der bürgerlichen Freiheit in Oesterreich, Von den Hoffnungen, welche die Vorkämpfer jener Zeit erfüllten, wurden viele in den Winternebeln deS nämlichen IahreS zerstört; von den Träumen, die damals der 3uger vorschwebten, sind die meisten zerstoben oder als unerfüllbar aufgegeben worden. Aber was Oesterreich heute an verfassungömäßigen Einrichtungen befitzt, dankt eS der Wiener Bewegung von 1848; und diese Erhebung, welche den bis dahin allmächtigen Fürsten Met nernich vertrieb, ist ein Werk deS Bür gerthumS gewesen. Seit 1830 hatte daö Bürgerthum allmählich daö Be wußtsein erlangt, daß ihm nicht nur irniQten, onoern auaz Rechte im m f C . Staate gebührten. Daö anscheinend paradoxe Wort von der bürgerlichen Revolution" paßt" aus die Wiener Märztage vollständig. Nicht die gro ßen Massen, die Gebildeten brachen den Bann, der big dahin auf Oesterreich gelastet hatte; die Opfer deö Kampfeö vom 13. März gehörten fast Alle dem Bürgerthum oder der studi renden Jugend an. Die Bürger und die Studenten sind eö also, die an jedem 13. März in erster Linie die Pflicht hätten, die Grä berjener Freiheitskämpfer zu schmücken. Sie haben eS in früheren Jahren auch so gehalten. An dem Grabe der Märzgesallen auf der Schmelz und später auf dem Central - Friedhofe hatten sich die Vertreter der bürgerlichen Kreise eingesunden, um Kränze aus dem Erdhügel niederzulegen, der
todten Pioniere dankbar zu gedenken
und sich zu neuen Kämpfen gegen Rückschritt und Finsterniß zu rüsten. . ?'ch vor einem Dezennium war es so; beute ist eS anders geworden. Die Gedenkfeier für die Märzgefallenen hat sich in eine reine Parteisache verwandelt, sie wird ausschließlich von den sozialdemokratischen Arbeitern abgehalten. Daö Bürgerthum hat seinen eigene Todten vergessen, und nur die Sozialisten ziehen alljährlich hinau und legen Kränze mit rothen Schleifen auf daö Grab. DaS Recht, die Männer von 1848 zu ehren, kann ihnen nicht abgesprochen werden. Denn ohne den Sturm, welcher vor einem halben Jahrhundert dierstickende Atmosphäre Europas reinigte, wäre wahrscheinlich noch heute nichkS für daS Wohl der arbettenden Klassen geschehen. Wo aber bleibt daS liberale Bürgerthum ? Die jüngsten Wahlen geben hinlänglich Bescheid. Dieselbe Indolenz, dieselbe Schlaffheit der Gefinnung, derselbe Byzantinismus, die allmählich dazu geführt haben, daß das liberale Bürgerthum das Gedächtniß der Märzgefallenen nicht mehr pflegt, haben jetzt auch zu der niederschmetternden parlamentarischen Niederlage geführt. Wie könnten die Liberalen von heute vor dem Grabe der Märzgefallenen stehen, ohne von dem Gefühl tiefster Beschämung -erdrückt zu werden ? Auch die Studenten würden sich heute vor dem großen Obelisk deö Märzgrabes recht merkwürdig ausneh men. Sie sind der großen Mehrzahl nach inS antisemitische Lager überge-. gangen. Der Erste aber, welcher vor 49 Jahren vor dem Landhause in der Wiener Herrengasse unter den Kugeln der Truppen todt zusammenbrach, war der junge Techniker Heinrich Spitzer, ein Jude. Und dem sollten die jagendlichen Bravour-Arier von heute Reverenz erweisen ?" -- arasjliuirijiidjtai Inland. Am Galgen büßen Jackson nnd walling ihr Oerbrechen. Aufre gende Szenen während der letzten Stunden. N e w p o"r t, Ky-, 20. März. Um $11 Uhr erhielt Sheriff Plummer eine Depesche von Gouverr.ör Bradley, welche mit den Worten schloß : Gehen Sie mit der 9icution voran und im Fall Jackson unter dem Galgen eine dahin zielende Aussage (daß Walling unschuldig sei) mochen sollte, können Sie WallingS Ezekution aufschieben, bis Sie weitere Instruktionen von mir erhalten." Daraufhin theilte Sheriff Plummer den beiden Männern mit, daß sie sich fertig machen sollten. Richter Helm sagte Jackson, daß er gehenkt würde und wenn er erlaube, daß Walling, für den Fall er unschuldig sei, mit ihm hänge, hätte er einen Doppelmord vor seinem Schöpfer zu verantworten. Er gab dann Jackson Minuten Znt sich zu entscheiden. Nach Ablauf der Zeit erklärte Zackion. daß er nicht sagen könne, daß Walling unschuldig sei., DaS entschied daö Schicksal beider Gefangenen und die Exekution wurde auf $12 Uhr festgesetzt. Um 11:20 Uhr verließen fie ihre Zelle. Walling sagte zuvor noch : Ich sage euch jetzt, im letzten Moment meine? Lebens, daß ich nicht dabei war und an dem ganzen Verbrechen unschuldig bin. Jackson sagte daS auch, aber eS scheint, daß eS mich nicht rettet. Ich kann nicht mehr sagen. Ich werde unter dem Galgen nichts mehr sagen. . Nachdem daö Todeöurtheil um 11:32 Uhr verlesen war, erklärten Beide ihre Unschuld. Um 11:41 Uhr ließ der Sheriff die Fallthüre fallen. Beide starben unter außergewöhnlichen Qualen, da sie sich nicht daö Genick brachen. Die Körper wanden fich in gräßlichen Zuckungen. Jackson starb erst nach sechs Minu ten, Walling war gleich vorher lebloö. Alö die schwarzen Kappen abgenom men wurden, zeigte sich, daß bei keinem der Beiden daS Genick gebrochen war. Bei Jackson hatte der Strick unter dem Kinn eine tiefe Furche gezogen, sonst war daS Gesicht nicht entstellt. Walling dagegen sah furchtbar auö.
Die Zunge hing auö dem Mund und daS Gesicht war furchtbar verzerrt. Auch sein Genick war nicht gebrochen. Rev. Lee, der daö letzte C'ebct sprach, war nach Schluß desselben so sassungö-
loö, daß man ihn vom Schaffst wegtragen mußte. New Port, Ky , 20. Mär,. Um 8 Uhr heute Morgen war der Gefäng nißhof mit Menschen angefüllt und alle Vorbereitungen für die Erekution von Scott Jackson und Alonzo Walling waren fertig gestellt. Beide gaben zu, daß ihr gestriges Geständniß voll ständig auf Unwahrheit beruhte. Um 9 Uhr hieß eS, daß Jacksoy ein vollständige? Geständniß abgelegt habe, in dem er Walling von oller Schuld freispricht. Daö Geständniß wurde an Souvernör Bradley telegraphirt und die Erekution, welche um 9 Uhr hätte stattfinden sollen, wurde aufgeschoben. Auf dem Weg zum Galgen brach Jackson vollständig zusammen und weinte wie ein Kind, als er erklärte, daß Walling unschuldig sei. Walling warf auö dem Fenster den Berichterstattern einen Brief zu in dem er schrieb : Jackson hat mich gerettet." Walling wird vielleicht gerettet. N e w p o r t," Ky . 20. März. Gouvcrnor Bradley hat die Beamten instruirt Jackson zu hängen. Walling wird ein Aufschub von einigen Tagen gewährt. Die Thatsache ist jedoch, daß zur Z:it. alö Gouvernör Bradley diese Instruktion gab, er glaubte, daß die Erekution schon stattgefunden habe. Jacksonund Walling. Große Aufregunq in R e w p o r t. Newport, Ky. 20. März. Von den beiden .Verurtheilten ist Alonzo Walling entschieden gefaßter. Walling scherzte mit seinen Wächtern, während Jackson still da saß und vor sich hin weinte. Der Andrang von Mensch? um daö Gerichtögebäude war um 9 Uhr gestern Abend noch so kolossal, daß die Solbaten beinahe Gewalt gebrauchen mußten, um durch die Masse sich einen Weg zu bahnen. Ein halber Square vom Gefängniß gebäude standen um 10 Uhr noch Tausende neugieriger Menschen und streckten die Köpfe, um Jackson und Walling, welche sich womöglich am Fenster zeigen würden, zu sehen. Schließlich verlies sich die kenge. Die angrenzenden S.raßen wurden durch Stacheldraht abgesperrt und die Miliz stand m t geladenem Gewehr und aufgepflanztem Bajonett Wache. Um 11$ Uhr Nachtö nahmen die beiden Verurtheilten eine. Mahlzeit zu sich. Zockson war nicht im Stande zu essen, während Walling lachend bemerkte r Den Appetit haben sie mir noch nicht verdorben". Um Mitternacht kamen die beiden Särge an. Um 2$ Uhr wurden die Stricke am Galgen befestigt. Jackson und Walling schliefen biö 5$ Uhr heute Morgen. Nach einem spärlichen Frühstück betrat Rev. Lee ihre Zelle und wird biö zur Erekution bei ihnen bleiben. Um 6 Uhr 10 Minuten wurde der Gefängnißhof für die Berichterstatter eröffnet. Daö Gefängniß ist mit einem doppelten Cordon Polizei und Miliz umzogen. Daö gestrigeGestandniß erlogen. C i n c i n n a t i, O., 20. März. Kaum hatte daö gestrige Geständniß" daö Gefängniß verlassen, als Jackson eS gerne hätte wieder zurück haben mögen. Seiner Schwester, Frau Edwin Post gegenüber benahm er sichln der aufgeregtesten Weife und schrie ein über daS andere Mal : Die ganze Erzählung ist erlogen. Ich habe gar nichts mit den Mord zu thun gehabt." Welling, den sein Advokat, Col. Washington, gestern Abend um 8$ Uhr besuchte, mußte auch zugeben, daß die ganze Erzählung auf Schwindel beruhe. Auö dem Congreß. Washington, D. C.,19. März. Der Senat war fast den ganzen Tag über in Ezecutidfitzung. Im Hause reichte Dingley von Maine die neue Tarifbill ein Eö wurde bestimmt, daß die Generaldebatte am Montag und b e Debatte über die einzelnen Be'stimmungen am Donnerstag beginnen 'solle.
Furchtbare Ueberschwemm u n g. 4 S t. L o u i S, 19 März. Nachrichten von CarutherSville. einem Platze am Missouri, im südlichsten Theile deö Staate?, melden, daß ein Damm 50 Meilen unterhalb dieses Platzes ge Krochen ist und daß 17 Menschen er tranken. Der Druck auf den Damm ist sehr groß. Alle schwachen Punkte wer den verstärkt, aber der Regen hindert die Arbeiten, da die zur Ausbesserung verwandte Erde sich sofort in Schlamm derwavdelt. Viele in diesem County am Flußufer wohnende Familien ha ben sich nach CarutherSville geflüchtet. Viel Vieh ist auf der Tennessee-Seite deS Flusses ertrunken. Die ganzen Niederungen stehen unter Wasser. Der Damm bei Cottonwood, etwa 7Meilenunterhalb CarutherSville, kann je den Augenblick brechen, waö eine Ueberschwemmung dieser Sektion zur Folge haben würde. P a d u c a h, Ky., 19. März. Paducah ist vom Wasser umgeben und überschwemmt. Jeder Zoll der Niederungen in McCracken County steht unter Wasser und ieder Strom im westlichen Kentucky ist auö seinen Ufern getreten, .die Straßen sind überschwemmt, Häuser zerstört, genzen weggerissen und Straßen unpassirbar. Biö j,tzt sind noch keine Menschenlebe verloren aeaanaen. aber iede Stunde kann Nachrichten von Katastrophen bringen. Der Schaden an Eigenthum im Umkreise von 6 Meilen beläust sich schon aus Tausende. Der Fluß hat jetzt am Pegel beinahe 19 Fuß und steigt schnell. N a s h v i l l e, Tenn . 19. März Der Cumberlandfluß hat huete Morgen 40 Fuß am Pegel. Eö regnete gestern während der Nacht und heute in Strömen. Die größte ie daaewesene Ueöerschwemmung steht bevor. 3n den Niederungen ist schon -diel Schaden entstanden, und mehr ist mit dem Steigen der Fluth zu erwarten Große Theile von Ost-Nashbille stehen seit mehreren Tagen unter Wasser. Der Fluß steigt anhaltend nach den Geschäftshäusern an der Frontstraße. Boote find jetzt 10 Fuß von den Seienwegen verankert und eö ist zu erwarten, daß die ersten Stockwerke aller dieser Häuser unter Wasser kommen werden. Zvei Neger ertranken heute in Folge deö Umschlages ihreö Bootes. N i ch t m e h r M a y o r. La n sing, Mich . 19 März. Gouveinör Pingree ist deö Amtes alö Mayor von Detroit enthoben. So lautet der Spruch deö Sup?'eme-Ge-richtö von Michigan, der eine Lpezialwähl sür Mayor für den ö 2pril anordnet. Die einstimmige Entscheidung wurde um halb 6 Uhr heute Abend abgegeben. Die Entscheidung lautet dahin, daß daö Innehaben zweier solcher Aemter gegen die Versassung sei und ß die beiden Aemter unter dem gewohnlichen Rechte unvereinbar seien. "i" Cyelon in Mississippi. Jackson, Miss, 19. März. Ein von Südwesten kommmender heftiger Sturm traf heute Morgen Jackson gegen 6 Uhr. .Derselbe war von hestigem Regen begleitet. So weit bekannt, gingen keine Menschenleben verloren, obgleich starke Bäume mit den Wurzeln ausgerissen, Häuser abgedeckt, Fenzen und Nebengebäude zerstört und Schilder weggerissen wurden. Waö telegraphische Verbindung anbelangt, so ist Jackson vollkommen isolirt, und eö ist daher nichts auö der umliegenden Gegend zu erfahren. Wahrscheinlich aber ist ernstlicher Schaden entstanden, von Elendale, Miss., wird gemeldet, daß dort der Damm gebrochen und der Tchula-See um 4 Fuß gestiegen ist. Von Raymond, Miss., kommt die Meldung, daß daö Eigenthum von Copperö Wellö, einem Sommeraufenthalt, durch den Cyelon stark beschädigt wurde. um Ueberschwemmungen im Westen. Omaha, Neb., 19. März. Telegramme auö allen Theilen deö Nordwestentmelden, daß alle Ströme die Eisdecken vlöblicb abwerfen und , enorme Wassermassen fortwalzen. Die schlimmsten Nachrichten kommen auö Süd-Dakota von der Gegend am Missouri, wo die Ansiedler in dunkler Nacht vor der Wassersiuth fliehen müssen. Alle Niederungen flehen unter
Wasser und die Ströme schwellen rasch. In Iowa haben sich auf dem Deö Moineö River bei Fort Dodge und Madrid große Eisstauungen gebildet und viele Gebiete find überschwemmt. Biö jetzt ist nur in Diron County der Farmer Harry Faville beim Kreuzen einer Brücke ertrunken Heute Abend fällt warmer Regen, der daö Uebel nur verschlimmern kann. Bahnunglück a u f d e r B. & O. Oakland, Md., 20. März. Heute Morgen um 7:50 Uhr entgleiste der Cincinnatier Zug eine Meile West lich von hier auf einer Brücke, wobei die Lokomotive, Post- und Gepäckwa gen. sowie der erste Schlafwagen in den Fluß stürzten. Vier Leute wur den verwundet und einer getödtet. ' Wetterbericht. Kühlereö, schönes Wetter heute Abend und Sonntag Höchste Tempe ratur innerhalb der letzten 24 Stun den 00 Grad, niedrigste 56 Grad. Ausland. Wollen griechisch werden. A t h e n, 19. März. Die.kretensischeu Führer, Bürgermeister und Notabilitäten unterzeichneten eine Adresse an die griechische Regierung und die fremden Admiräle, in der fie erklären. daß Cretas einziger Wunsch eine Ver einigung mit Griechenland ist. Die Cretenser unterzeichneten auch eine Adresse an den König Georg von Grie chenland, die denselben bittet, seine Truppen nicht von der Insel zurückzuziehen. Qchisss. Nachrichten. Angekommen in : NewAork: Spree" von Bremen und Southomptov; Westernland", von Antwerpen; Obdam" von Rotterdam; Manitoba" von London. Hamburg: Phönicia" von New Jork. Genua: Werra" von New Jork. mm allerlei. :i n O'S e ssü h a't eslMcher Witterungsumschlag, nach mehrtaglgem Regen scharfer Frost, schwere Verwüstungen und Verkehrsstörungen besonders an den Telegraphen- und Televbonleitunaen angerichtet. Die Drähte überzogen sich mit einer olldlcken Eiskruste und vermochten bald die Last nicht mehr zu tragen und xx sen. Dabei stürzte auch eine große Zahl der hölzernen Stangen, über die die Drahte liefen, zur Erde. Nachtraglich erwies sich, daß nur diejenigen der erst vor wenigen Jahren aufgestellten Stangen zusammengebrochen sind, die innerlich bereits verfault waren. Die Stadt wird die Telephon - Gesellschaft für den Schaden verklagen, den die stürzenden Stangen an den Häusern angerichtet haben. Die WiederherstelIung des Televyonnekes durfte der G:sellschaft gegen 20.000 Rubel kosten.. 95 or dem Gerichtshöfe zu Como wurde in diesen Tagen gegen mehrere italienische Schmugglerbanden verhandelt. Wie m der VerHandlung festgestellt wurde, hatten sich zwei Schmugglerbanden dahin geeinigt, doß fc? tn. tn TOrtnt hnss Qiirftr iinS C F- k fee von dem schweizerischen The:, r V.V V HIV V... Vfc. UUVi M(IV 9f - r . Laqo Maggiore an einen Felsal".-.-.. z , auf italienischem Gebiet rudern süe. Dort wollte die zweite Bande die Waarenballen mittels Seilen zu- sich heranziehen und dann auf den Schul- j tern nach Pallanza tragen. Das Boot langte zur vereinbarten Stunde an den' sselsen an. Die Schmuggler ließen ihr Seil hinab und zogen es dann, belastet, wieder herauf. Als die Last beinahe oben war," so erzählte einer der Angeklagten, .merkte ich. daß statt des Kaffesackes ein Zollwächter an dem Seile hing.- In der That." warf der Präsident ein. die Zollwächter hatten das Boot abgefangen und einer von ihnen den kühnen Entschluß gefaßt, sich zu euch emporziehen zu las sen. um auch euch abzufassen. Was geschah nun, als ihr den Zollwächter sahet?- Wir ließen das Seil los und rissen aus." Und der Zollwächter?Der ist hinabgestürzt.Er hat dabei den Tod gefunden.Ja, du mein Gott, wir hatten keine Zeit, dazustehen und zuzusehen.- Die Schmuggler wurden zu Gefängniß strafen bis zu acht Jahren acht Monaten veiuztbcilt. SS l o hnt sich, Hood'S Sarsaparilla zu gebrauchen. Bei reinem Blut braucht Ihr keine Angst zu haben vor Grippe, Lungenmtzündung, Diphteritiö oder Fieber. Hood'S Pillen sind von den auöge fuchteften Pflanzen sorgfältigst znbe reitet.
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