Indiana Tribüne, Volume 20, Number 172, Indianapolis, Marion County, 11 March 1897 — Page 1

0 o I fr jfir nTr W A fvs i W o V V W o iy y w Office : No. 18 Süd Alabama Straße. Telephon 1171. Indianapolis, ZndZano, Donnerstag, öen U. Alärz 8Y7 Jahrgang 30 No. 172

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LMM ioiliers, Wechsel, Creditbriefe und PostanweiGditorielles. Sowohl in der Tribüne, wie in anderen Zeitungen erschienen in der letzten Zeit Anz?igen, in welchen dafr Publikum mit Versprechungen großen Gewinnes zur Anlage von Geldern in Spekulationen aufgefordert wird. Wir sind der Ansicht, daß man gut thut, großen Versprechungen gegenübermiß' trauisch zu sein und Vorsicht zu geb7auchen, und wir möchten unseren Lesern den guten Ra!h geben, sarer ' - v t I ersparte Groschen selber hüten Wir glauben, daß man uns späterhin v ' " ' ' ' 1 für diesen guten Rath danken wird. Das New Jorker Journal of Commerce", eik'e der angesehensten Handelözeitungen des Landes, schließt sich in einer Besprechung deS Vorschlages. Branntwein für technische Zvecke, also auch als Brennspiritus, oder den rport. steuerfrei zu machen, respektive die Steuer zurück zu erstatten, der Empfehlung an. welche der Receiver deS Whisk.h. Trust. Herr McRuUa. kür eine derartige Makreael beibringt, rämlich : Auf Alkohol, der ' " v--t CUttrZnt inr SJl,r,n hui fnnimf V Q m rvaW 27 V sollte eine möglichst hohe Steuer gelegt werden, so hoch, als sie der Konsum nur tragen kann. Aus allen anderen Alkohol, der für technische Zwecke oder sorstmie gebraucht wird, und nicht als Getränk zur Verwendung kommt, lollte die Steuer erlassen, respektive ruaoeraulel wercen vw reloe rM , . m w ten streng getrennt gehalten werden und der zum Konsum bestimmte WhiSkey sein volles Maß der Steuer zu . I tragen hat, dafür hat die Negterung ausreichende Vorsichtsmaßregeln zu ..ff. !n x., k.",. z... I 'II1'" "HB Vfc i Nische Zwecke freigegeben wird, berechnet man. daß etwa drei Millionen Bushel Welschkorn mehr im Jahre sür kt CHld.AP.U . (nunK.aaSiH Wi V I wie i) y w tciiiiciciiii viiwiiuit werden können, als jetzt. Es ist zwar . . Inii. im hhA iHihniAhni ai.ihai UM'' t4U uuuuipmup. U"tuU(M ruchthell der Gelammternten, aber I f. ... KsÄ I VXK NeberschusseS. der nach bekannter Regel der bestimmende Faktor für den Preis I des Produktes ist. Unter den von der Legislatur angenommenen Gesetzeöänderung ist eine, die entschieden verwerflich, ja gänzlich unverzeihlich ist. DaS ist die Aenderung deS Wahlgesetzes. Warum an Stelle deS Stempels künftiabin ein blauer Stift angewandt werden soll, ist unS nicht ganz klar, doch scheint unö dieS nicht von besonderer Bedeutung ii kein. Die Bestimmn daaeaen.!

Beraubung eines Bahn-

. t . . e i O:: .11.1 , , I einmal UU vcm viiuiui jctici uuriuin l men vut unu w. p uuiii eine 'v(tuni v t u X lk c u.. . . u . m . - r l hgn mehr als einer Partei nominirtl

wird, diese Person entscheiden muß,Itet: Der nördlich fahrende Ezpreßzug

für welche Partei er die Kandidaturl annehmen will, widrigenfalls die Wahl, commissäre für ihn entscbeiden, ist ein! ganz unberechtigter Eingriff in die l politischen Rechte der Bürger, dessen rr-t r r t I ermersnqretl niqi qai genug gekennzeichnet werden kann. Die Absicht, welche hinter dieser BeNimmung steckt ist, z?rei oder mehr! Parteien an der Aufstellung gemeinschastlicher Kandidaten zu verhindern, und einer Partei, welche sich in dieser Weise mit einer anderen verbinden I will, bleibt nichts übrig, als gar keine'

eijenen, oder wenigiZenS für die betreffenden Aemter keine eigenen Kandidaten auszustellen. ! gär den Augenblick ist diese Be-' stimmung, wenn sie auch unter Um-

ständen andere Parteien treffen kann, , praktisch gegen gi sion der Demokraten und Populisten gerichtet. Sie ist eine der erdärmlichsten Partelmaßregeln, welche man sich denken sann und ganz und gar gegen den (eist dcö allgemeinen unbeschränkten Wahlrechts. Darnach muß ein Wahlgeseh so eingerichtet sein, daß die Ausübung deö Stimmrechts so viel wie möglich erleichtert und daS Resultat der Wahl möglichst nahe dem Ausdruck der öffentlichen Meinung kommt. Alle möglichen Jacilitäten sollten geboten werden, dem einzelnen Wähler den Ausdruck seiner Gesinnung so leicht die möglich zu machen. Statt dessen bewirkt die angeführte Bestimmung gerade daS Gegentheil und darum halten wir sie für verweiflich. Al'lllll!ll!ch1lljlM. Inland. Wetlerbericht. Wärmer, Regen heute Nacht und morgen früh, darauf schöneS kältere? Wetter. Höchste Temperatur mnerhalb )er letzten 24 Stunden 51 Grad, niedrigste 35 Grad. Belfast'S Gaswerke. Washington, 10. März. Die Stadt Belfast in Irland zieht auS ihren 2,ilta9.. ! r nti S rt st f K v I

9 v y P ' . mun p" "irrnoiiunoicn ex l.fci.M t ,t. . (R itt fl"7 177lsli.f i... fi.t. .it v : : - . n :

t. M"' . ' . viun,.nng n..,' C ( l - -fj. f. V 1 ien qai man ociyiiicn, cn f ici ui Gas noch herabzusetzen, obgleich er nach zmerlkanischem Mapiian gemessen, be reits lächerlich billig ist. Fortan sollen 1000 Cubiksuß nur 00 Cent kosten ur.d bei Entnahme großer Mengen noch ein Discount von 5 dlS 20 vrozent gewahrt werden. Dabe, . . . i kosten die Kohlen in Belfast $3.00 Ö e !onne. Die obigen MMhetlungen, dre für k,.M :i.!fi. m..tf!i .i:t. I ?a aincnraniicqc uoiuuin jjcroip oon teresse sind, wurden dem Staatödepmenr oura, oen on,u aney in i " i t.... fr . . n- ' I Co n r a d K r e z gestorben. Milwaukee, WiS, 10. Mäez Der Dichter. Politiker und RechtSan. alt Conrad Keez starb gestern Abend im Alter von 00 Jahren nach kurzer rankhert. Er bethelllgte sich rn hervorragendem Maße an dem Ausstände in Deutschland im Jahre 1843. Im Bürgerkriege kommandirte er die dritte Brigade der dritten Dlvrsion deS 13 cn . i. w i v.tn.f. I rmrelvips uno naqm an oer ezaerung von B.crsourg uno oer eg nabme van Little Rock tbeil. Wäb-! 7 i no vranoenr leverancs eruer o ministration bekleidete er in Milwaue daS Amt eines Zollkollektors. Grubenunglück. Ml t t S h It n Min 111 MUnri I P i t t ö b u r g, Pa.. 10. März. . .B' I IM Berwynö-Wylte Koylenjcyacyr ve, .

Tnhrtl! Wl rninl fiiitU.. r ,v..i.. ..v . A.

-r ' " i" v Morgen um 11 Uhr eine furchtbare! Explosion, wodurch mehrere Männer verletzt und 31 Mlnenarbetter verschüttet wurden. BlS 1 Uhr Nachmtttags war es noch nicht gelungen, daß genngste LebenSznchen von den in dem Schachte elngrjch!oj,enen Mannern zu hören, später aber wurden dieselben gerettet. John Graham, Gonor Hopllns, Peter oreman uns Hugh Neynolds wurden lm Gesicht und an den Händen verbrannt, ihre Verletzungen sind aber mcht gefährlich. ' ' I i u n 8. I a o u... II O v in u u i v v i c, oy , iu. jyiuij. -i Von Birmingham, Ala., wird berich-1 No. 4 der L. & N. Eisenbahn, welcher! am Mittwoch um 12;25 in LouiSville fällig war, wurde am Dienstag Mor-I gen in der Nähe von Calera von zivei maskirten Männern angehalten. Der sg 4lCll in oen Watoern an emem n f. ! .f 1 I v onr "fi . Wasserversorgungöplatze, alö zweimaSkirte Männer die Lokomotive bestiegen und den Lokomotivführer mit borge-l haltenem Revolver zwangen, die Loko - motive und den Expreßwagen vom Zuge zu lösen und eine halbe Meile voran zu fahren. Dort standen vier eitere Maökirte bereit, welche den C5.'

prcßwagen erbrachen, den Szpreßboten mit Pistolen einschüchterten und den SicherheitSschrank erbrachen. Die Verbreche? stahlen eine Anzahl elb Packete. deren Inhalt nicht bekannt ist;

die Geldsumme soll aber groß sein. Ein Aufgebot von Verfolgern ist hinter den Bahnräubern her. Später wird die gemuöi summe rnu szuuu verfiel. D a m m b r u ch. Rochester, N.J. 10. März. Der Mount MorriS Deich brach heute Morgen und die Städte nördlich von Mount MorriS werden schwer zu leiden haben. Der größte Theil des Schadens wird auf den niedrig gelegenen Farm.äadern entstehen. 3n hiefiger Stadt stieg daS Wasser seit gestern 15 Zoll, dasselbe ist aber noch 9 Zoll niedriger als die Hochwassermarke deö vorigen IahreS. Der Damm hatte 580.000 gekostet. Alle Fabriken in Mount MorriS, welche Wasserkraft benutzen, waren gezwungen, den Betrieb einzustellen. Der bis jetzt cntstandene Schaden ist auf 540.000 berechnet. Ein Konsul in Schwulität e n. NewÄork, 10 März. Richter Brown wies heute ein HabeaS Corpuö Verführen, welches eingereicht war, um den türkischen General - Consul 3os,ph A. Jasigi vor Auslieferung an die Knminalbehörden deS Staates Massackusktts au scküken. ab. Richter Brown f t hgß ein Consul aus Grund seineö mteS nicht zu der Unverletzbarkeit eies auswärtigen Gesandten berechtigt f cw t ry . . . v . ? I 11. f W UTl innnniu ,nu anvern .oyntt aus glerazem upe. . , , . m , r 3aftgl t ,N VvttiZN, Mfl , angeüagk, große Summen unterschlagen zu haben. ... Sonderbare Idee. Albanv. N A. 10 Mär, In der LiSlatur deS Staates Skew Jork wurde heute eine Bill eingereicht, welch. die Stadt New Ak bevollmächtigt. $100,000 für die Ausstattung und ErIkiltuia einer 52rmeolonie nabe der - u j Stadt, in welcher Säufer und andere ntdjt wunjchenöwerlce Bürger zur ... . . . Nüchternheit .gedrillt" werden sollen. - - verauSg.ben. C i sO?b ahnunglück. L o u i S v i l l e, Ky . 10. März. Ei. Spezialdepesche von WickNffe, ffy., meldet : H,ute Morgen um 1:20 Uhr stieß der St. Louis Ezpreßzug der ZginoiS Central-Bahn in Ost-Cairo, Ky.. auf einen Zrachtzuz. Dem Hei z-r Walter RogerS wurden beide Bein abgequetscht. Die Lokomotive und der Postmaggon deS Expreßzuges wurden zertrümmert. L o u i S v i l l e, Ky , 10 März. jinedon, 3nd. wird berichtet: i . , v . . utr vanaaierua i'io o ver ixoane ville k Terre Haute Eisenbahn siel heute Morgen um 4 Uhr bei Hazleton in einen Graben und der ganze Zug liegt j.tzt in 10 Fuß tiefem Wasser. ES ist biö j'tzt noch nicht bekannt, wie viel : , iTO.fi f.t . f UlCl VltTl mrniCOCn OCI OICN INgkN, iedock wird bericktet. d.k die ?,ick-n 1 ' ' ' " e vicncuucm iro unu uee 4)Cl Joe Boleman aefanden kind. TTiI" I 1 Böschung des Bahnbettes war vom Wasser deS White glusseS unter waschen; dasselbe wurde gestern Abend kür sicher erklärt und der unterbrochen gewesene Zugverkehr daher wiederauf. genommen. ES war der sogenannte Mitternacht Cannonball" - Zug von Chicago, welcher verunglückte. Von Princeton. 3nd . wird über daS Unglück telegraphirt : Die Lokomotive siel von der Böschung hinab in 6 gujj .iefeS Wasser: der RauchlragkN ricbtete kick auf und siel tbeilweise in M Wasser, Damenwaggon und stii.ti. iii.u- ..k .f.: r. wujiuj ivuyui uwm uuj vim vctcic. lco l..Kuv.u ü j. M w ..J-i vio vcjmiucii iu ui vim t'iuuuiyuycn, als er die Böschung hinabrollte, neben dem Condukteur SearS noch vier an dere Personen und man glaubt, daß sie alle todt sind. Heute Morgen um 8 Uhr stürzte ein großer Theil der Böschung ein; der I Gepäckwaggon und der Rauchwaggon .Im.... I CTT Cf 1. . k . peten ganz ins Wa,er uno wuroen sortgeschwemmt. Um 12 Uhr Mittags wurde der Damenwaggon, welcher kreuzweise über den Gelelsen gestanden, 1 von den Fluthen fort und den Fluß hinab getrieben. . ES hat jetzt den An schein, daß mehrere Tage vergehen werden, bevor der Verkehr aus der Bahn wieder aufgenommen yerde

kann. Die Lokomotive und der Rauch. Waggon können nicht auS dem Wasser entfernt werden, bevor sich die gluth verlaufen hat, dann können dielleicht die Leichen der unbekannten Todten.

wenn sie nicht soltgeschwemmt sind, ge - funden werden. ES verlautet eben,' daß Herbert Allen, Thürhüter der letzten Zndiana LegiSlalur, sich im Rauchwagen befand und wahrscheinlich getödtet ist. Er wohnte in Evanöville. AuS Euba. Havana, 10. März. GeneralCapi?än Weyer hat allen regulären spanischen Soldaten befohlen, diejenigen Städte, in welchen die Kaufleute und GrundeigenthumS. Besitzer nicht je für einen Regierungssoldaten drei Freiwillige frei halten, zu verlassen. : General GonzaleS Munoz, Chef deö Generalstabeö, fährt heute mit seiner Familie nach Porto Rico ab, von wo er sich im April nach Spanien begeben will. ThomaS ArmaS Carillo, Eduaord Hernandez, Victor Miranda, Julis Carbo und Miguel Hatuey CeSpedeS, welche alle mit der Sache der 3nsurgenten in hervorragender Weise in Verbindung standen, sowie 7 andere Gefangene wurden heute nach den Chaffarine Inseln deportirt und 98 Mitglieder der Namigo Gesellschaft von Matanzas wurden nach der Insel Fernando Po tranöportirt. m 111 Ausland. Der M ar i n e m i n i ster dankt a b. Berlin, 10. März. Die Freifinnige Zeitung" sagt, daß der Mainemimster, Admiral von Hollmann, seine Resignation einreichte, daß der Kaiser sich aber weigerte, dieselbe anzunehmen. L 0 n d 0 n, 11. März Eine Depesche der TimeS" von Berlin berichtet, daß Admiral von Hollmann infolge temporärer Meinungsverschiedenheiten mit dem Reichskanzler, Fürsten von Hohenohe und dem Finanzminister Grasen von PosadowSsy, seine Resignation als Marineminister einreichte. Die Meinungsverschiedenheiten sollen der Thatsache entsprungen sein, daß keiner der beiden Lebtaenannten Kenntnis von den Marinevorschlägen, die von Hollmann am vorigen Freitag von Wilhelmöhaven brachte, hatte Um eine Krisis zu verhindern, wurde wahrscheinlich der Compromiß, der in der Rede deS Fürsten von Hohenlohe auögedrückt ist, angenommen. Serbien hält Manöver ab. B e lg r a d, 10. März. Die ganze Armeereserve und beide Klassen der Miliz wurde einberufen. AIS Stund dafür wird angegeben, daß im März und April Manöver abgehalten werden sollen. Rußland hat sich erboten der serbischen Regierung 120.000 MagazinGewehre zu leihen. Die Regierung hat die Offerte noch nicht acceptirt, weil die Militärbehörden den Wunsch haben, Gewehre nach den neuesten Mustern zr. erlangen. Die Wahl in Oestreich. Wien, 10. März. Als der dreimal zum Oberbürgermeister von Wien erwählte vinlllemtt 55uaer am Vorabend der Wahl ein: Rede an seine Wähler hielt, wurde er von Socialdemokraten angegriffen und mußte fliehen, um fern Leben zu retten. 3n anderen Stadtlheilen wurde Schnäbele, antisemitische Mitglied deS Landtage?, von Sozialdemokraten miß handelt. Während der ganzen Rächt fanden in Wien Krawalle statt. Am Wahltage herrschte die größte Partei - Erbitterung. Am Vormittag wurden aus von Antisemiten erhobene, aus betrügerischeS Stimmen hin lautende Anklagen viele Verhaftungen vorgenommen. Die Anklagen sind meist erfundene. Die Antisemiten, welche sich in der Kontrolle der Wahlmaschine befinden, lassen nichts unversucht, um sich den Sieg gegen den ersten Angriff der Sozialdemokraten zu sichern, ivelche sich dem neuen Gesetze gemäß, welches den Steuerzahlern S. Klasse das Stimmrecht verleiht, zum ersten Male an der Reichrathsnahl betheiligten.' Dr. Lüger wird fast sicher von seinem sozialistischen Gegenkandidat ge schlagenderden. (?)

Die Antisemiten wanden bisher fast unerhörte Wahlmethoden an. Stimmenkaus und Einschüchterung waren an der Tagesordnung.

3n Niedcrösteneich find wahrschein ,lich 3 Antisemiten und 1 Sozialdemo krat erwählt worden. DaS Bezeichnende !ür die Wahl in Wien bestand darin, daß fast alle Sehrer sozialdemokratisch stimmten. im Die kretische Rebellion. London, 1l. März. Die TimeS" veröffentlicht eine Depesche von Can.'o. daß ein Beamter von Eandamo in einem Interview sagte, die Insurgenten hätten 200 Bomben in die Stadt und daS gort geworfen. Munition und Brod wären ausgegangen, aber Fleisch wäre in großem Vorrath. Die Garnison verlor 13 Todte und 25 Verwundete. Die Jnsuraenten drangen in die Stadt und plünderten, bevor alle Mohamedaner abgegangen waren. 3n Selino nahmen die Insurgenten, welche nachgefolgt waren, nährend der Einschiffung eine drohende Haltung an und steckten die Stadt in Brand. Die Marinesoldaten erhielten den B.fehl, eine Salve in die Lust x feuern und ein italienisches Schiff feuerte eine Bombe ab, um die Insurgenten vom User zu verjagen. Huptmann Rainier, vom britischen Kriegsschiff Rodney" berichtet, daß die Insurgenten sich in Eandamo ordeutlich verhielten, daß aber ein bewaffaeter Mob den Flüchtlingen nach der Küste folgte und in Selino einzudringen versuchte. Obwohl der Zug 12 Stunden auf dem Marsche gewesen, wären sie doch während der Einschissung gezwungen gewesen, einen Cordon über die Halbinsel zu ziehen. AIS man auf den Haufen geschossen, da hätte derselbe daS Feuer erwidert Dem Rest der türkischen Flüchtlinge. welcher in Trinaceia ist, wird von dem britischen Dampfer Tyne" und einem türk schen Dampfer, der zurückgekebrt ist, um die Flüchtlinge abzuholen, Beistlnd erhalten. - Tchisfs-Nachrichtcn. Angekommen in : New Jork: Aurania" von LiverPool. Southampton: New Aork" von New Jork. Rotterdam: Spaarndam" von New Jork. Eoppenhagen: Patria" von Philadelphia. Liverpool: Waeöland" von Philadelphia. London: Michigan" von New Jork. E inephantasievolle Geschichte wird von einer Gcuvernante, Namens Amalie Tschernajnoßka. die bei dem Großindustriellen Wilhelm Guttmann de Gelse in Budapest seit zwei Jahren angestellt war, berichtet. Als die Familie Guttmann neulich Abends von einem Besuche in dicWohnung zurückkehrte, fand man die Gouvernante in einem Lehnstuhle ohnmächtig vor, mit verbrannter Hand und Wange. Sie erzählte, ein fremder Mann sei in die Wohnung gekommen, habe nach dem Hausherrn gefragt, ihr ader. ehe sie zu antworten vermochte, eine Flüssigkeit in's Gesicht gegossen, infolae dessen sie ohnmächtig geworden sei. Die Untersuchung ergab den Abgang einer Geldsumme m etra'e von nahezu 800 Gulden. Die Polizeiärzte. die die Art der Verwundung der Gouvernante untersuchten, erkl'irten, sie rühre nicht von einer der Dame in's Gesicht geschütteten ähenden Flüssigkeit ljer, sondern sei ihr vielmehr sichtlich eingecieben worden, und zwa? von ihreeigenui Hand, infolge dessen diese ebenfalls Brandwunden auswies Unter sollen Umständen drangt: sich de? Verdacht cus, daß Amil'c TsHe tat nobka selbst das fehlende Cld gestohlen habe und so wurde über sie die VerWahrungshaft verhängt. Später ge lang eö der Polizei, bei der Verhafteten höchst wichtige Briefe in russischer und französischer Sprache und zum Theil in chiffrirter Schrift, sowie eine geradezu ungeheure Menge von Giften der verschiedensten Art zu entdecken, genügend. um eine ganze Armee zu vergiften. Soweit die romanhafte Geschichte. Höchst wahrscheinlich hat man es mit dem Mitgliede einer internationalen Diebsbande zu thun. Die Polizei soll auch schon einer von der Gouvernante verübten Veruntreuung auf der Spur sein. Sie lebte lange Zeit in England, trieb sich dann in Deutschland herum und kam schließlich nach Ungarn. Unter den Giften, die man bei ibr'fand. waren Brom, Morphium und I Sublimat.

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