Indiana Tribüne, Volume 20, Number 171, Indianapolis, Marion County, 10 March 1897 — Page 1
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Die Gesehgeber haben ihte Arbeit beendet. Ein Rückblick auf die
lehte Legiölatur zeigt unS, daß sie im
Ganzen genommen, eine der besten war, welche wir noch gehabt haben. Sehr diel will daS freilich nicht sagen. Die Legislatur seht sich meist auS kleinen landlichen Staatsmännern zusammen, welche oft nicht im Stande sind, über die heimathliche Kirchthurmspihe hinauszusehen, und eö befinden sich immer welche darunter, welche die Gelegenheit so profitabel, wie mozlich auözunühen suchen und darin wenig
skrupulös find. Allein man wird dech
bei näherer Prüfung deS Resultate
der eben abgelaufenen Gesetzgebungs-
Periode zugeben müssen, daß die Sün-
den der eben Heimgegangenen" Leg'.ölatur weder in ihrem Thun noch in
ihrem Unterlassen sehr zahlreich waren.
daß sie sogar wirklich Gutes gethan hat, und daß wir gerade nicht übel daranwären, wenn wir niemals schlech-
tere Legislaturen hätten. Schimpferei,
dom Parteistandpunkte auö kann des-
halb nur komisch wirken.
ES ist schon anerkennenöwerth, wenn
eine Legislatur mit entschieden republikanischer Mehrheit jeden Versuch zur Verschärfung der Temperenzgesehe co-
sequent zurückweist. Die Auferlegung einer LizenSgebühr den abscheulichen
Quart ShopS" wird man wohl schwerlich alS Verschärfung ansehen. ES ist richtig, daß die Verschiebung der Polizeistunde auf Mitternacht abge-
wiesen wurde, aber dieser Fehlschlag
ist weniger auf den schlechten Willen
der Gesetzgeber, al aus ungeschickte Behandlung der Sache, Seitens der Befürworter derselben unter den Ge-
sehgebern zurückzuführen.
DaS Arbeiterschutzgestt) mit Ein-
führung einer Fabrikinspektion (wir werden dasselbe gelegentlich ausführlicher besprechen), hat zwar große
Mängel, von denen wir einige schon
angedeutet haben, aber eS ist doch end
lich einmal ein Anfang in der Richtung
solcher Gesetzzebung, wie sie heute
jedeö civilifirte Land hat, gemacht wor-
den, und die Mängel deS gegenwärtigen Gesetzes können ja späterhin cor-
rigirt werden. Zum Vortheil der Ar-
beiter wird eS wohl auch sich erweisen, daß daS System der Contraktarbeit in den Staatögefängnissen aufgehoben wurde.
ES ist schwer zu sagen, wie weit die
Berichte über die Bestechlichkeit der Gesetzgeber auf Wahrheit beruhten, und ein gut Theil davon ist sicherlich
wahr, nichtsdestoweniger ist die Straßenbahngesellschaft vollständig unter-legen.
DaS infame special veräict Gesetz,
daS praktisch sehr zu Gunsten der Eorporationen wirkte, ist abgeschasst worden und man kann wieder hoffen, daß
ein Schadenersotzprozkß mehr aus
Grund allgemeiner. Billigkeit als auf Grund starrer Rechtsdogmen entschieden wird, wiewohl der in Indiana
geltende Rechtsgrundsatz, daß der zu
Schaden Gekommene seine eigene Un-
schuld zu beweisen hat, noch immer alö
große Ungerechtigkeit weiter besteht.
DaS Anti-Trustgesetz und daS Gesetz
zur Einsetzung von Schiedsgerichten
bei Streitlgkeiten zwischen Arbeitgebern und Arbeitern mögen gut gemeint sein, aber sie werden gänzlich wirkungslos bleiben. Ueber die vorgenommene Gesetzgebung bezüglich der Bauvereine, der Versicherungsgesellschaften und der StaatSgefängnisse mögen wir nicht urtheilen, ehe wir Gelegenheit haben, sie im vollen Wortlaut zu lesen. DaS Schlimmste, waS man diesen Gesetzen wird nachsagen können, ist, daß sie den Bedürfnissen nicht vollständig entsprechen. WaS nun die Klagen der Parteipresse betreffs einzelner Gesetze betrifft, welche im Interesse der republikanischen Partei erlassen wurden, so haben die Klagen gewiß eine innere Berechtigung; sogar verwttflich ist die Aenderung deS Wahlgesetzes, soweit Fu-
sion der Parteien verhindert werden soll; Angesichts der Thatsache aber, daß man so viele Ursache hat, den
Klagenden zuzurufen: Zupft euch
an eurer eigenen Nase", wirken diese
Klagen eben komisch. .
Die Neueintheilung deS Staates in Wahldistrikte ist vortheilhast für die
Republikaner und strenger, idealer Ge
rechtigkeitSsinn sollte allerdings eine
tei einen anderen Vortheil sichert, als den der Stimmenzahl. Aber ist so etwaS schon jemals dagewesen ? Wenn die Demokraten die Mehrheit in der Legiölatur geha't hätten, hätten sie
vielleicht nicht eine Eintheilung zu.
ihrem Vortheile getroffen ? Die Partei, bei welcher die Gerechtigkeit höher als das Parteiinteresse steht, muß erst noch geschaffen werden. Die Sünde der parteiischen Wahlkreiseintheilung ist noch von allen Parteien begangen worden und man muß sich damit abfinden, so gut es eben geht. Eine solche Parteisünde ist auch die Veränderung deS Charters der Stadt Fort Wayne, durch welche den Republiknern die bei der letzten Wahl erlangte Macht erhalten werden soll. Gewiß daS Verfahren ist nicht Recht, aber die Demokraten sollten erst dann einen Stein aus die Republikaner deshalb werfen, wenn sie nachweisen können, daß sie frei von solchen Sünden sind. Alles in Allem genommen, war, wie gesagt, die letzte Legiölatur kein AuSbund von Vortressilchkeit und Tugend, aber sie war doch besser alS gar manche ihrer Vorgängerinnen.
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MMMen. Inland. W e tterberich t. Schönes Wetter heute Nacht; wärmereö schönes Wetter am Donnerstag. Höchste Temperatur innerhalb der letzten 24 Stunden 63 Grad, niedrigste 63 Grad.
von gesundem und krankheitsfreiem
Rindvieh stammt, begleitet sein muß. Fleisch, dessen Gesundheit nicht beglaubigt ist. wird nicht zum Ezport nach Europa zugelassen werden und sollen
Lch ssen, welche solches Fleisch an Bord haben, keine Klarirungkpapfcre ausgestellt werden.
Z u ck e r z o l l. Washington, 9. März. Die
republikanischen Mitglieder deö Co-
miteS für Mittel und Wrge, welcke
den projektirten neuen Tarif aufstellen, beriethen heute den Zoll auf
Zucker, kamen damit aber zu keinem
Entschluß. Nahezu alle Artikel, welche unter dem MeKinley'Raubtarif zollpflichtig waren und jetzt auf der Frei-
liste stehen, wurden wieder auf den Ta-
rif gestellt. Darunter befinden sich
Chemikalien, die zur Fabrikation von Seife gebraucht werden. DaS Comite für Mittel und Wege war einstimmig dafür, eine Spezialfteuer auf Zucker zu legen. ES wurde beschlossen, daß die Steuer ungefähr 1c für daö Pfund von 75 Grad Sacharinekrast sein soll. Die Differenz zwischen rohem und raffinirtem Zucker wurde heute nicht festgestellt, dieselbe wird aber etwa ein Achtel Cent per Pfund sein. Sollten die Bestimmungen zum Gesetz erhoben werden, so werden, da Amerika den Bedarf seines Zuckerö nicht selbst deckt, an 550,000,000 Einnahmen für die Regierung entstehen. Unter dem Wilson Gesetz betrug die Einnahme für Zucker $30 000,000.
Riesiger Schneefall im N ord westen. St. Paul, Minn., 9. März Die Staaten Minnesota Nord und South Dakota leiden unter zu reichlichem Schneefall. In diesem Monat hat eö jeden Tag geschneit und die Vorhändenen Anzeichen lassen daraus schließen, daß daö Wetter sich in den nächsten Tagen nicht andern wird. Die Hauptstadt von South Dakota, Pieree, befindet sich in einer Art von BelagerungSzustand, denn eö lausen weder Züge ein noch auS. Aehnlich liegen die Dinge in Aberdeen, Harrisburg, Milbank und Chamberlain. General - Superintendent Bunell Harding, von der Great Nokthern, sagt in Bezug aus den Schneesall: In meiner ganzen Laufbahn habe ich nichts AehnlicheS erlebt.. Mäßige Schätzungen geben die Höhe der Schneefläche aus den Ebenen aus drei Fuß an. Dabei ist der Schnee noch nicht ganz herunter, denn die telegraphischen Nachrichten melden daö Herannahen eine neuen Sturmeö."
8-leischinfpektion. Washington, 9. März. Der neue Sekretär deS AckerbaudeyartementS, Mr. Wilson, erließ beure ieine
erste offizielle Verordnung. Dieselbe
schreibt vor, daß nach dem IS. März d. 3. alles Rindfleisch, ob frisch, gesalzen oder eingemacht, welches nach Curopa ezportirt wird, von einer Beglaubigung eineö Inspektors deö Acker-
bau-Departementö daß' daö Fleisch
Verlangen höhere Löhne. New S o rk, 9. März. Dreihundert Hemdenmacher, Angestellte von IS Contractoren, streikten heute ; sie rerlangen eine Lohnerhöhung von IS Prozent. Secretär Kesselmann, von der Hemdenmacher Union, sagte htute Abend, daß jetzt 700 Hemdenmacher streiken und daß sich diese Zahl morgen vergrößern werde.
Reibende Fluthen. Vincenneö, 3nd,'9. März. Der Wabash Fluß ist jetzt höher alö cr seit 11 Jahren gewesen und steigt noch immer. Die tiefer gelegenen Felder stehen unter Wasser und große Strecken, mit Weizen besäet, sind überschwemmt. Der entstehende Schaden istunberechenbar. Hunderte von Wobnungen sind infolge der Fluth verlassen und eö herrscht diel Noth. Oögood, 3nd, 9.' März. Auf dem nach dieser Stadt führenden Zweige der B. & O. Bahn fahren infolge der Hochfluth keine Züge. Der auf dem Lande entstandene Schaden
wird sich auf 5100.000 belaufen. Eö wird mehrere Tage dauern, bis der Verkehr auf der Monon Bahn über
Bloomsield und Bedford. wieder auf-
genommen werden kann.
S t. L o u i S, Mo., 9. März. Von
Charleston, Mo , wird berichtet: Auf dem Cairo Zweige der 3ron Moun-
tain Bahn wurden heute Nachmitlag alle zwischen dieser Stadt und BirdS
Point fahrenden Züge eingestellt, bis
sich die Hochfluth verlaufen hat. Bei
Bird Point hat der Fluß eine Vier-
telmeile Geleise fortgerissen.
Entsetzliche Brandscene. New Jork, 9. März. Heute
Nachmittag brach in einem süns Stockwerke hohen Familien-Wohnhause an
der Canton Straße und Auburn Place
in Brooklyn Feuer auS. Frau Clara
Doddard, welche im obersten Stock-
werke wohnte, wurde beim Anblick der Flammen von Schrecken ergriffen und
warf ihren acht Monate alten Säug-
ling zum Fenster hinaus. Dem Kinde
wurde beim Aufschlagen auf daö Straßenpflaster der Schädel zerschnitttert, so daß daS Gehirn weit umher spritzte. AlS die Mutter erkannte, waS sie gethan, sprang sie auS dem Fenster und erlitt einen Beinbruch und andere Verletzungen. Die Leiche ChaS Doddard'S wurde später von Feuerwehrleuten im oberen Stockwerke deß Hauseö gesunden. Er war. im Rauche erstickt. Eine Frau Duncan. welche bei einem Versuche sich zu retten auö einem Fenster deS dritten Stockwerke? fiel, erlitt einen Schädelbruch. , Ausland.
Die Marineforderungen. Berlin, 9. März. Die öffentliche Meinung ist beunruhigt. Ueberrafchend, verblüffend ist die Enthüllung der Marinepläne des Kaisers gekommen. 328 Millionenen sind gefordert. DaS war eine denkwürdige Sitzung, die der Budgetcommission, als der Marlne-Staatösekretär mit seiner Denkschrift" herausrückte. Die öffentliche Meinung vibrirt in Beunruhignng und Erregung. Wie wird sich daS Centrum zu diesen großen Plänen stellen? Die Kölnische VolkSzeitung" giebt den Bescheid: Die Wähler würden an dem Centrum irre werden, wenn dasselbe die Marineforderungen auch nur annähernd bewilligen würde." Die National-Zeitung" kritisirt die Haltung und die Art deS Vorgehens deS Staatssekretärs deS ReichS-Ma-rineamtS v. Hollmann. Dieser habe die Gewohnheit, anstatt überzeugender Einzelangaben weitgehende, beunruhigende Betrachtungen vorzubringen. Die öffentliche Meinung," so fährt daS Blatt fort, wird wohl durch derartige überflüssige, sensationelle Zwi-
schenfälle stets neu gereizt, daS reicht
aber nicht auö, um im jetzigen Reichs
tage derartig große Geldforderungen
durchzusetzen."
Die Berliner Neuesten Nachrichten"
geben ihrer Verwunderung darüber
Ausdruck, daß die Denkschrift des Ma-rine-StaatösekretärS so viel Erregung hervorgerufen habe, da doch die Darlegung nichts Neues bringe. Neu ist allerdings die exorbitante
Hohe der Forderungen, welche auch die konservative Deutsche Tageszeitung" zu der Aeußerung veranlaßt: Daö
übersteigt die Le stungSfähigkeit deS
Volkes". An der maßgebenden Stelle hält man, wie man erfährt, an den Förde-
rungen bis zum Tüpfelchen über dem
3" fest. Der Rücktritt deö Staats-
sekretärö deö Reichs - MarineamtS
Vice-Admiraö Hollmann und kommandirenden Admirals Knorr wird vorausgesagt, falls die auf daS geringste Maß beschränkte" Forderung zurückgewiesen werden sollte.
Dr. Mileo'
Nervine stegreich.
Politisches auS Oesterreich Berlin, 8. März. Aus Wien trifft eine Meldung ein, welche das TodeSurtheil für die Liberalen in Oesterreich bedeutet. Die Liberalen werden keinen gemeinsamen Wahlruf erlassen. 3n Gruppen getheilt, welche sich kleinlich befehden, in Fraktiönchen welche sich gegenseitig heruntersetzen, werden sie ifolirt vorgehen. Die Niederlage wird eine niederschmetternde werden. DaS ist daS Todeöurtheil, welches sich die Partei selbst gesprochen hat. Die Prügeleien zwischen den Antisemiten und Solialisten in Wien anläßlich der ReichörathSwahlen nehmen munter ihren Fortgang. Mit Messern, Stühlen und Gläsern wird dieser merkwürdige Wahlkampf ausgefochten. Der sozialistische Kandidat Schumeier beschuldigt seinen Gegenkandidaten
Mittermayer deö DiebstahlS und Be-
trugS. Mittermayer revanchirt sich
dadurch, daß er die Sozialisten Raub
gesindel" nennt. Am Wahltage, am
9. März, dürste es noch .recht lebhaft
zugehen. Der Statthalter hat aber daö Verlangen der Christlich-Sozialen,
an dem Tage Militär aufzubieten, ab-
gelehnt.
Griechenland und Creto.
London, 9 März. Auö ofsijiel-
len Kreisen verlautete heute Nachmit-
tag. daß nicht die geringste Aussicht
dafür vorhanden ist, daß die Mächte
die Gegenwart griechischer Truppen in Canea dulden werden. Sobald die Mächte Z:it haben, ihre Ansichten auözutauschen, wird Griechenland von den
Maßregeln, welche sie zur sofortigen Erfüllung ihrer Forderungen bcschlossen haben, benachrichtigt werden. Die
Unterhandlungen werden nicht lange dauern, denn es ist bekannt, daß Rußland und Deutschland zum sofortigen
Handeln drängen.
3.1 offiziellen Kreisen wurde heute
Nachmittag erklärt, daß die Erneuerung der Kämpfe zwischen 3nsurgenten und Türken auf Creta die Mächte zwingen wird, sofort Maßregeln zur
Ausweisung der Griechen von der 3n-
sel Creta zu ergreifen und ausländische
Truppen zu landen, St. Petersburg. 9. März. Die Regierung drückt ihre Entschlaf-
senheit auS, unveränderlich bei ihrer Entscheidung, die ZwangSmaßregeln gegen Griechenland bis zur äußersten
Grenze auszudehnen, zu verharren und
hofft ernsthaft, daß die anderen Mächte dieselbe Festigkeit im Entschlüsse zeigen werden.
. Man glaubt, daß die ausländischen Admiräle beschlossen haben, neben der Blockade der Insel Creta und deS Pi-
räuS auf jedes griechische Torpedoboot
zu feuern, welches in den Bereich der
Kriegsschiffe kommt.
London, 9. März. Die Mit-
theilungen bezüglich der Antwort Grie-
chenlandS auf die Noten der Mächte, welche Lord Saliöbury gestern Abend den Mächten machte, resultirten in der Uebereinstimmung Frankreichs, 3talienö und Großbritanniens, daß ZwangSmaßregeln gegen Griechenland verschoben und Unterhandlungen mit Athen fortgesetzt werden sollen. Ca a ea, 3nsel Creta, 9. März Gestern Abend fänden neue Kämpfe zwischen türkischen Truppen und 3n-
surgenten auf den Höhen von Akrotivi, nahe dieser Stadt, statt. Die Stellung der Insurgenten ist der Platz, welcher am 21. Februar von den Kriegöschifsen der Mächte bombardirt wurde. Daö Resultat deö Kampfe ist nicht bekannt.
! jedoch ist heute Morgen die griechische
Körperliche geistig Erschöpfung macht kräftiger TYStigkeit Raum.
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ffZtlTto W. X. Houck. der fähig Prediger der VI Grace U. L. Kirche ,n EarliSle. Penna. schreibt vom 23. September 1805:. Ich erfreute mich der besten Gesundheit tu 1892. Zn dieser Zeit wendeten sich meine Pflichten als Prediger und dieses unterwarf mich mehrerer heftiger Erschütterungen, welche zusammen mit Ueberarbeitung und Besorgnis meine Gesundheit und mein Nervensystem untergruben. Ich toar that sächlich in solchem Zustande, dafz nur die Anficht einer grossen Versammlung mich ermüdete und ti bedürfte etneS oder mehrerer Tage zur Erholung. ES gereicht Dr. AlileS mir ,ur Freud fagen u rbn. . nen. daß Tr. Mile' tor lIerVINe atve Nervin uud Rettor-
tive Tonic mir beschreib lich wohl gethan habe. Ich predigte gestern dreimal und
fühle diesen Montag Morgen f frisch als je t mei nem Leben. Dank Ihrer Heilmittel. Dr. MileL' Iiemelies werden von allen Apothekern unter gewisser Garantie vertäust. Wirkt die erste Flasche gar keine Besserung, so wird das Geld zurück erstattet. Deutsches Buch über Herz und Nerven wird auf Verlangen frei zugeschickt. DR. MILE9 MEDICAL CO., Elknart, Ind.'
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Flagge über der Stellung der Znsur-
gentei nicht mehr sichtbar.
Neben dem Befehle, die Insel zu verlassen, welcher dem griechischen Consul gegeben wurde, hat Admiral Ca-
navara, der italienische Offizier, wel-
cher die vereinigten Geschwader com-
mandirt, den griechischen Zeitungöcorrespondenten und allenandcren Griechen
befohlen, sich sofort von Canea fort-
zumachen. Canea, 9. März. (Morgens 10
Uhr 25 Min ) DerCordon türkischer
Truppen, welcher um Akrotive gezogen ist, wird jctzt wieder von den 3nsurgenten angegriffen und ein heftiger
Kamps ist entbrannt. Der Kampf be-
gann heute Morgen um 2 Uhr und herrscht auf der ganzen Linie. Der
Verkehr mit der Suda-Bucht via der
Landstraße ist abgeschnitten.
ES traf hier ein türkischer Trans
Portdampfer mit Civilbeamten und
Truppen ein. An Bord deö Schiffeö
find die Blattern ausgebrochen.
Athen, 9. März. Eö herrschen
hier große Befürchtungen bezüglich der
Schritte, welche du Machte angesichts der Antwort Griechenlands tbun wer-
den. Man glaubt hier, daß die beab
ftchtlgte Blockade der griechischen Küste
aus keinen Fall vor Ende der Woche
beginnen wird.
C a n e a, 9. März. ES trafen hier
Nachrichten von Hierepetra ein, daß die
Znsuraenten infolge der Weiaeruna
der Muselmänner, die Festung zu
übergeben, einen Angriff machten, worauf ein italienischer Kreu,er die
Insurgenten bombardirte.
Can e a, 9. März. Der griechische Vizekonsul, sein Stab und alle griechischen Zeitungökorrespondenten schiff-
ten sich heute Nachmittag in Befolgung
deS Befehls deS Admirals Canevaro
nach Griechenland ein.
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