Indiana Tribüne, Volume 20, Number 170, Indianapolis, Marion County, 9 March 1897 — Page 1
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Editorielles. Die Bewilligung einer großen Summe für eine Ieier zum Gedachtnisse Wilhelms i von Seiten der Berliner Stadtverordneten veranlaßte einen Pariser Journalisten im Gegensahe dazu, etwas über die Art zu berichten, wie der auS lauter Sozialisten zusammengesetzte Magistrat der französischen Stadt Rouba'i die Gelder verwendet. Speziell interessant ist die Beschreibung der Speiseanstalten für
Schulkinder, so daß wir unö veranlaßt fühlen, sie hier mitzutheilen. Die im Jahre 1892 gewählten Gemeinderäthe waren mit Ausnahme von 4 biS 5 kleinen. lur fnitslliftisrfin ' 0 ' 3 ' itx gehörigen ejcyaslsleuten, allesammt Arbeiter. Der Bürgermeister Maire den sie wählten, Emile Carette, ist von Beruf ein Weber, der wegen thätiger Propaganda auS allen Werkstätten herausgeworfen und zwei Jahre eingesperrt worden war, und dann aus der Straße Gemüse, Kohlen und Zeitungen verkaufte, um leben zu können. ES waren also Elende" (im Original wird nach dem Muster Victor HugoS daS Wort "miserables" ge brauch!), die eine Stadt von hundertvierzehntausend Einwohnern zu verwalten und über ein Budget von mehreren Millionen zu verfügen hatten. Sie wurden von dieser schweren Aufgäbe nicht erdrückt. Ohne die Lasten zu steigern, riefen sie Reformen in's Leben, von denen einige den 3ndustriellen zu gute kamen ; die wichtigste Reform aber, die, welche ihnen die Arbeiterklasse gewann, und ihre Wiederwähl für 1896 mit großer Majorität kicherte, war die Erricbtuna einer Sckü-ler-Kantine, in der jedes Kind, das die Im !v.rx..i. t.f i jwr vmnnoqcuui' oeiuqr, lagiiq eine Mabl.eit umsonst kalt. J I 7 ,oziatt,lliqe semelnoeraly war t ftnrf rr t a r lim Mai aewäblt worden und sckon steben Monate nachher, den 23. Dezbr. 1892, errichtete er zwei weitere Schü-ler-Kantinen, die von diesem Tag biS ' O Zum 15. Januar 1892 täglich an 225 Kinder, welche die zwei Schulen be- ' reichten. o C e m r r . . . Aus cieie rayrung gejtuyl uno durch daö glückliche Gelingen ermu thigt, richtete der Gemeinderath im Lause deS ZahreS 1892 zehn neue Kantinen ein für alle Kleinkinder schulen (cole5 maternelles, wörtlich: mütterliche Schulen), die von den Kindern unter 6 Jahren besucht wer den. Der Mangel an Raum, den Küchen und Speisesaal für 2 300 Kinder erheischen, machte eS bis jeht unmöglich, solche Kantinen für alle Schulen zu errichten. Liegen die Schulen einander nahe genug, so dient ein und dieselbe Küche, ein und derselbe Speisesaal für je 2 Schulen, deren Kinder dann in der Reihenfolge abwechseln. Bom 23. Dezember 1892 In 3 zum 31. Auzuy 1893 wurden in den Schüler-Kantinen 161,432 Mahlzeiten verabreicht, die 27,002 Fr. kosteten, das xi .:x, . :.v. I "' wlUk Utt"4 x virniiui ju z MaMuit. , uZUljayr 91, 0. y. Waygd q Monate, haben die 12 erste ' .. H ZZ 1 I W9 O o r r i cvy Cff..A Annnra xo,oji sviaqizcucn vertheilt, die 43,801 Fr. kosteten, d.h. 18 j Centimes die Mahlzeit. Während 10
Monate wurden 1060 Kinder unentgeltlich gespeist. Die zwei neuen im Jahre 1891 errichteten Kantinen, die von 189192 in Thätigkeit waren, sind so eingerich-
tet, daß 600 Kinder nahe beieinander liegender Schulen gespeist werden können. Ich hatte, sagt der Korrespondent, 1893 zu verschiedenen Malen Geltgenheit, die Schüler-Kantinen in Roubaiz zu besuchen, und ich habe immer festgetellt, daß die Quantitäten wohlgemerkt vollständig ausreichend waren, und daß einige Kinder ihr Gemüse nicht ausaßen; daö Bier, daS ausgezeichnet war, leerten sie alle bis zum letzten Tropfen. Bei meinem ersten Besuche begleitete ich Delegirte des sozialistischen FrauenVereins von Lille; ich sah damals ein Schauspiel, daS ich niemals in meinem Leben vergessen werde. Zweihundertfünfzig bis dreihundert Rargen im Alter von 3 6 Jahren nahmen ihre Mahlzeit ein. Die Mütter g'hen in die Fabrik und schicken ihre Kleinen, obald sie lausen können, in die Schule, besonders seitdem die Kinder gespeist werden. Die Tische waren so hoch wie Stühle; vor jedem Kind stand eine Schüssel von Eisenblech, ein Becher und ein yo. Aus kleinen Banren sihend, erwartete das Völkchen mit andächtigem Schweigen die Bertheilung der Suppe, welche die Lehrerinnen, unterstützt von zwölfjährigen Zögingen, besorgten. Die ganz kleinen dreijährigen waren neben Mädchen von Jahren gesetzt, die gegen sie die Pflichten kleiner Mütter zu erfüllen hatten; die Größeren halfen den Kleinen beim Suppenessen und nahmen von Zeit zu Zeit selbst einen Löffel voll, als Belohnung für den geleisteten Dienst. Nachdem der erste Hunger etwaö gestillt war, hörte man ein entzückendes Konzert von Lachen, Rufen und Singen. Eine der Delegirtinnen weinte, als sie die glücklichen Gesichtchen dieser armen Kinderchen sah, und sagte: Wann werden wir in Lille für UNere Kinder Schüler-Kantinen haben? Der im letzten Mai gewählte sozialistische Gemeinderath von Lille ist im Begriff, solche zu errichten. DaS ist aber nicht alle. Beim Beginn deS Winter vertheilte der Gemeinderath von Roubaix auch Kleider an die Kinder. Hier folgt. waS er 891 vertheilte: 700 Mäntel mit Kaputzen. 800 Beinkleider. 2100 wollene Jacken. 4600 Paar Strümpfe. 4600 Galoschen (Schuhe mit Holzohlen). 2800 Hemden. 2000 Schürzen. 3n allem 17.900 Kleidungsstücke im Werthe von 29,916 Fr. Wir überlassen eS unseren Lesern sich selber einen Commentar zu obiger Schilderung zu machen. Vmhlllttlhrilljleil. Inland. Wetterbericht. Kälteres, wolkiges Wetter und Regen heute Nacht; kälter und wolkig am Mittwoch. Höchste Temperatur inner halb der letzten 24 Stunden 60 Grad, niedrigste 54 Grad. - Eine merkwürdige schichte. G e N e w I o r k. 8. März. Als am Samstag Abend spät der Huthändler Hermann Goldstein in sein Hauö an der östlichen 16. Straße trat, wurde er im Hauöflur mit einem Sandsack zu Boden geschlagen, war aber noch im Stande, laut um Hilse zu schreien. worauf sein Angreifer entfloh, aber eingeholt und dingfest gemacht wurde. Als Herr Goldstein erklärte, er könne den Mann nicht identisiziren, sank dieser plötzlich erbleichend nieder und starb trotz aller ärztlicher Bemühungen unidentisizirt. Er war etwa 30 Jahre alt, schlank und dunkel und schien spanijcher Abkunft zu sein. Er trug einen Vollbart und war gut gekleidet. ,, , F o l g e n d e r H o ch f l u sh. Cincinnati, 8. März. Die Hochfluth vom letzten Freitag ist vorüber, ihre Wirkungen werden sich aber im nördlichen Kentucky, im südlichen Ohio und südlichen Zndiana noch auf
Wochen fühlbar machen. Heute Abend haben alle Bahnen den regelmäßigen Verkehr wieder ausgenommen, aber viele Züge müssen auf Umwegen befördert werden. Am Big und Little
Miami sind die Bahnkörper und Brücken zerstölt, und die Landstraßen und ihre Uebergänge haben schweren Schaden erlitten. Die Fabriken im Mill Creek-Thal, darunter die großten Etablissement? unserer Vorstädte, sind schwer demolirt. Der Ohio richtete keinen Schaden an, sondern die Hochsluth beschrankte sich auf etliche Zuflüsse hier und südlich von der Stadt. Der Schaden hier und im Umkreise von hundert Meilen wird auf Millionen geschätzt, obgleich man wegen Zerstörung der Drahtverbindungen noch nicht einmal vollständig orientirt ist. : Sturmlauf derAemters u ch e r. Washington, 8. März. Der Sturmlauf der republikanischen Aemterläger auf daö Weiße Huö und den Präsidenten McKinley dauerte heute ungeschwächt fort. ES wurde den Massen vor den Thüren gesagt, daß der Präsident Nachmittag um 2 Uhr einen öffentlichen Empfang abhalten werde und dies hielt den großen Haufen bis später am Tage zurück. Einer der erstenBespcher, welcher sich einstellte, war John Hay, der zum Botschafter in London ernannt werden soll. Er hatte mit dem Präsidenten eine kurze Unterredung und machte daraus dem Senator Wolcott, von Colorado, der von seiner bimetallistischen Mission in Europa zurückkehrte, Platz. Unter den vielen andern, welche folgten, befand sich auch Bellamy Storer, dessen ErNennung zum Assistenz-Staatösekretär gesichert sein soll. Um die Eorridore von den sich drängenden gierigen Aemtersuchern zu säubern, öffnete der Präsident die Thüren seines Zimmerö und lud die Leute ein, an ihm vorbei zu gehen. Viele derselben hatten Applicationen, welche in die Hände der Sekretare gegeben wurden. ' Arbeitseinstellung. Ehicago, 8. März. Zwischen 3000 bis 4000 Putzer (Plasterer) und Mörtelträger gingen hier heute Morgen an einen um 9 wuroe berichtet, daß schon vor Mittag mehrere Bauunternehmer sich bereit erklärten, die Bedingungen der Streiker zu erfüllen. New S ork, 8. März. Die erste einer Reihe von Arbeitseinstellungen, welche an 10.000 Arbeiter der Baugewerke betreffen wird, wurde heute von einem Eomite des Board of Walking DelegateS" am Gebäude des Columbia College angeordnet. Ueber 500 Ar beiter gingen an den Streik. ES wird gesagt, daß vor Schluß deS TageS die Arbeit an jedem Neubau in dieser Stadt ruhen wird. Der Streik ist daS Resultat eineS Dispute unter den Arbeiterorganisationen, wer die Kontrolle über die Arbeit an Elevatoren auSüben soll. N e w I o r k, 8 März. Heute gin gen weitere 500 Mantelschneider an den Streik. Sie zogen nach Wallhalla Halle und beriethen in Müssender sammlung ihre Beschwerden. Ausland. Griechenland und Creta Lon d on, 8. März. Die Prinzes. sin von Waleö ist über die Lage ihreö BruderS, deS Königs Georg von Grie chenland, sehr beängstigt, und blieb. anstatt nach Sandringham zurück zu kehren, in London, um heute definitive Nachrichten über die Stellungnahme Griechenlands zu erwarten. Alle Depefchen der Associated Preß werden der Prinzessin von WaleS sofort nach Ein treffen übermittelt. Die Antwort Griechenlands auf die Noten der Mächte traf gegen Mittag hier ein. ES wurde sofort ein Kabi netSrath abgehalten, woraus sich der MarquiS von SaliSbury nach WindroS begab, um mit der Königen zu berathen In hiesigen offiziellen Kreisen häl man die Antwort Griechenlands fü sehr günstig und man glaubt, daß die Krisis nun bald beendet sein vird, wie die griechische Note eine SasiS bietet, auf welcher ein für alle Betheiligte zu frieden stellender Compromiß schnell erreicht werden kann. A t h e n, 8. März. Die Antvor Griechenlands aus die Noten der
Mächte ist in versöhnlichem Tone ge-1 hatten. Dieselbe anerkennt die wichtigen Zwecke, welche die Mächte beab-! sichtigen und osserirt die Zurückziehung'
der griechischen Flotte auS kretischen Gewässern. Grieöenland weist ahtr auf die Thatsache hin, daß cö ihm AngesichtS der Gefahr weiteren Blutvergießenö nicht möglich fei, seine Truppen von der Insel zurück zu ziehen. Andererseits offernt Griechenland, leine Trudden auf G.rtln unter , , r r 1 w w die Kontrolle der Mächte zu stellen, so daß sie zur Wiederherstellung der Ordnung verwandt werden können. Bezüglich der Erklärungen, daß die Cretaner die Annektirung an Griechenland der Selbstregierung vorziehen, schlägt die griechische Regierung vor, daß tt den Cretanern erlaubt werde, ihre Regierung selbst zu erwählen. Der Antwort ist hinzugefügt: Griechenland ist überzeugt, daß Selbstregierung den Frieden aus Creta nicht wieder herstellen und nur den Schrecken deö muselmanischen FanatiömuS und den sechs Perioden der Anarchie, welche die Insel schon dezimirten, ein neueö Kapitel hinzufügen wird. Fortfahrend besagt die Antwort : Angesichts der Vergangenheit st eS unmöglich, den Crctanern zu rathen, ihre Waffen nieder zu legen, weil dieser Rath nicht befolgt werden würde, selbst wenn er ertheilt würde. Die griechische Antwort sagt ferner, daß, seit die ausländischen Schiffe die Ordnung in den cretanischen Gewässern aufrecht erhalten und die Landung türkischer Truppen verhindern, die AnWesenheit griechischer Truppen unnöthig ist; es wird aber erklärt, daß die griechische Armee die Christen nicht dem Risiko des muselmännischen FanatiSmuö und den türkischen Truppen überlassen kann. Die griechische Regierung ist der Anficht, daß die Ordnung auf Creta l'fort wieder hergestellt würde, wenn die Mächte Vertrauen in die griechichen Truppen setzten und denselben gestatten würden, sich an der Arbeit der Wiederherstellung des Friedens auf der Insel zu betheiligen. allerlei. 'EkneZ aesunden SchlafcS erfreute sich die Familie des Herrn Lee Kirby in Mobile, Ala. Um Einbrechern nöthigenfalls einen warmen Empfang bereiten zu können, schlief das Familienoberhaupt mit einem geladenen Revolver unter demKopfkissen und seine Angehörigen schliefen lm Vertrauen auf seine Wachsamkeit den Schlaf der Gerechten. Wahrend der Nacht brachen Spitzbuben ein. bereiteten sich in der Küche ein Mahl und plünderten das Haus vollständig aus, nachdem sie sich au den Speisen gütlich gethan hatten. Kemer der yauövc- " J r, : 1 wovner batte das ermaue aerzori. Wennmoglicherweiseaua nicht in der Findigkeit, so ist doch sicherlich in der Fixigkeit der Rede der weibliche Advocat Frau Clara Foltz in New York allen männlichen Berufsgenossen weit über. In einer ProceßVerhandlung, die dieser Tage in der Supreme Court vor Richter Beckman. stattfand, verlas die Dame dicZe Bllnbei von Affidavitö und citirte langathmige Gesetze, welche zusammen nicht weniger als 17.500 Worte enthalten, in 35 Minuten; sie brachte eS also auf 8z Worte in der Sekunde, jedenfalls eine Leistung, welche selbst der bestge übte und auf Prestissimo gestellte Phonograph niemals erreichen dürfte. Als ihr Zünglein endlich zur Ruhe gekommen war, athmete Alles im Gericht wieder auf, und Richter Beckman erklärte mit einem Seufzer der Erleichterung, daß er sich die Entscheidung vorbehalten müsse. Ein merkwürdiges altes Dokument hat der Hilfs.Bundes-Di-striktsanwalt Roy bei seinen Ermittelungen über den Besitztitel von Plum Island entdeckt. Bekanntlich ist die Bundesregierung im Begriff, eine gröbere Strecke des Landes für den Bau von Festungswerken zu erwerben, und Herr Roy war mit der Aufgabe betraut worden, eine Untersuchung über die Besitztitel anzustellen. Wie nun aus alten Dokumenten in dem Bureau des Registrars in Niverhead hervoraeht. war der erste weike Besitzer der Insel Samuel Wyllys von Hartfort, Conn.. der sie im Jahre 1653 von den Couckona-5indianertt kaufte. Da er nun aber erbeblicke Zweifel daran bat te. ob diese Rothhäute allein das Recht hätten, die Insel zu veräußern, ließ er sich von den Montauk-Jndianern eme Bestätiauna seinerBesitzurkunde geben, wofür er einen Rock, ein Faß Zwieback und hundert Angeln erlegte. Das Dokument trägt als Unterschrift das Aeichen der Montauks, ein vierfüßiges Thier, das einem Biber ähnlich sieht. In der Urkunde wird Wyandack als der Häuvtlwa der Montaukö nannt.
I n W o o d s o r d C o u n t y' Ky., gibt es einen spcculativcn Farmer, welch alle Schindmähren von tetit und breit aufkauft, nxnn der Preis nicht über einen Dollar beträgt. Der Biedermann schlacktet, die Nosinanten. ver-
kauft Haut und Knochen und benutzt das Fleisch zum Füttern seiner Schweine. . unter den Passanten der Ringstraße inWicn befand sich eine ältere Dame mit ihrem Liebling, ihrem Pusfi". Dieser, ein sauber gewaschener, zottiger, schrill keifender Pintscher, präsentirte sich ganz sin de siecle.Auf dem wackelnden Köpfchen baumelte ein Miniaturcylinder mit sehr breiter Krampe; ein bordeaurothes Dcckchen umhüllte den wohlgenährten Leib des Vierfüßlers md an der Stelle, wo der lustig wedelnde Schweif beginnt, sah man eine flott gewundene Masche, gebildet aus einer schottischen Schärpe. Das war aber Alles noch gar nichts. Verblüffend wirkte die Beschuhun der Pfoten. Diese steckten in winzigen, sehr zierlich geformten Galoschen. Auf die Straßenjungen übte Puffi" eine ganz unbeschreibliche Attraction aus. Die Sensation, die er machte, schien seiner Herrin schließlich unangenehm zu werden; sie winkte einem Fiaker, hob rasch den Hund in den Wagen rrnd entzog derart den beschuhten Pintscher den Blicken. --JnderNueGraug e-V at l i ö r e in Paris verfolgte ein junges Mädchen Namens L6ontine Ducousseau einen Mann und holte ihn in dem Augenblicke ein, als er in die Passage Verdeau einbiegen wollte. Ohne ein Wort zu sagen, zog sie einen Revolver aus der Tasche und gab drei Schüsse auf !hn ab, so daß er blutüberströmt zusammenbrach. Dann kehrte sie die Waffe gegen sich selbst. Da ihr Passanten in den Arm fielen, ging der Schuß fehl, die Kugel zertrümmerte einFenster im dritten Stockwerk eines nahegelegenen Hauses und verletzte eine Frau, die dort mit Stricken beschäftigt saß. Gleich darauf fiel die Ducousseau ohnmächtig nieder und mußte ebenso wie der Mann in's Krankenhaus gebracht werden. Dieser ist ein geborener Deutscher, der sich Jean Verdier nennt und von Beruf Schneider ist. Er hatte das Mädchen vor drei Jahren kennen gelernt, längere Zeit ein Liebesverhältniß mit ihr unterhalten, sich dann aber von ihr getrennt. Aus Eifersucht auf ein anderes Mädchen, mit dem er seitdem zusammen lebte, wollte sie ihn todten und sich dann selbst das Leben nehmen. Die Operettensänaerin Alice Bonheur in Paris, die eme hübsche deutsche Magd, Clara Huber. in den Dienst genommen, ließ dieselbe wegen Diebstahls verhaften. Clara Huber hatte den ganzen Weinkeller, der Sängerin ausgeleert, ihr Schmuck und auch Vaargeld gestohlen. Der herbeigeeilte Commissär ersuchte Alice Bonhcur. sie möge die diebische Dienstmagd durchsuchen respective auskleiden. Die Sä.kgerin übernahm bereitwilligst diese Aufgabe. Nun entstand zwischen Alice Bonheur und der deutschenMagd ein Ringkampf. Die Beiden wälzten sich auf der Erde. Clara Huber wehrte sich verzweifelt, die Sängerin trug aber den Sieg davon. Bei der Magd befanden sich alle Versatzzettel über die gestohlenen Pretiosen. Jetzt benutzte die Diebin einen günstigen Moment und lief davon. Alice Bonheur bewies nunmehr neue Energie, indem sie persönlich der Flüchtigen die Treppe hinab nachlief. Die Jagd ging durch viele Gassen hindurch. Am Boulevard Rochechouari holte sie die Fliehende ein. Clara Huber wurde festgenomm.en und eingesperrt. I n dem eine Stunde von Straubing entfernten Pfarrdorfe Jttling wurden in ihrem Anwesen die hochbetagten Söldnerseheleute Fendl ermordet aufgefunden. Der kranke Mann lag im Veite erschlagen, während die Frau im Hausflur liegend mit zertrümmertem Schädel aufgefunden wurde. Beide waren mit einer Hacke erschlagen, die Kästen und sonstigen Behältnisse aufgebrochen und durchwühlt; es fehlte u. A. ein Sparkassebuch von 500 Mark. Am 18. Januar wurde bei ihnen ein Einbruchdiebstahl verübt und u. A. aus dem Stalle zwei Hühner gestohlen. Der Verdacht der Thäterschaft dieses Diebstahls richtete sich sogleich aus den in Jttling als Gewohnheitsdieb gefürch teten verheirateten Gemeinde-Armen Jacob Gach. Der Dieb wurde damals von der alten Fendl überrascht, wobei er mit einer Schaufel unter der Drohung: Geld her, oder ich bring Dich um!" auf sie stieß; durch das Schreien und Lärmen wurde aber der Dieb verscheucht, und bei der später erfolgten Confrontirung bezeichnete die Fendl den Gach ganz bestimmt als den Einbreche?. Gach wurde in's Gefänanik zu Straubing abgeliefert. ' Es besteht die Aermutyung, dav me Complicen des Gach den Raubmord verübten, um weitere belastende Aussagen der Fendl im verhindern. Rheumatismus im Rücken, in den Schultern, Hüften, Aenkeln, Elbogen oder Handgelenken ensteht durch zu viel Saure im Blut. Hood ö Sarsapanlla Heut Rheumatismus. H o o d'S Pillen find die beste Abfuhr-uno Leber-Medizin für Fai liene brauch. 25'.
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