Indiana Tribüne, Volume 20, Number 161, Indianapolis, Marion County, 28 February 1897 — Page 3

evStttdosPrete

Roman ron EmZkis de ZNarHi. (9. Fortsei.) 18. Kapitel. . - Die Orgie. 0 Marinella liebliche, schnelle freudige, helle Entzäcknngsquel le !- Der Baron war, wie man sieht, in poetischer Stimmung. Der Wein, dieses edle Musenblut, batte seine Dbantasie erbikt. Wenn ei ner seit zivei Stunden bei Tische si&Ü ou.tr. , ,7; xs vier blinkende Krystalle vor, zwei sch ne Mädchen -neben sich, so ist es wohl begreiflich, daß ihm die poetische Ader fauillt. Aber jetzt, Usilli, ist die Reihe an Dir. Reime iixis auf Lellina!tlllllbUVb iuui vvi .livvi iu4vO aelölicharüne o spindeldürre Schnattermaschine !" - Still einmal, ihr Schafsk'öpse!" schrie Lellina und ergriff ein Glas voll guten Syrakusers, das sie dem Marchese Carlo kmanuele Ludovico die Spiano, Ritter des souveränen Malteserordeiis, über den Kopf und hinter den Kraaen gok. Mittlerweile hatte der Baron wieder auf die Arie der klassischen Walpur gisnächt aus dem Mephistopheles- zu reimen und zu singen begonnen: 0 Magdalena liebliche Schön: zeig Deine Zahne ! Der Schauplatz war die Favorita, r- w r w I ein reizendes yoizernes ;uiijicgi0Raj:n, das. einem Korbe von durchbrochener Arbeit veraleichlbar. umgeben von Lorbeer- und Örangengebüsch, von der Hö be einer senkrecht absallenden ffels wand ins weite Meer hinausblickte. Bico di Spiano, dessen Weizen seit einiger Zeit blühte, hatte es kürzlich angekauft und jenem launen- und anspruchsvollen SchlNtlchellakzchen, aenannt Lellina, zum Geschenke gemacht, Heute hatte er alle guten Freunde zu einem ftaimheiuuitaV an faeon" dort vereinigt und ihnen zugleich Bes seres für die nächsten Tage in Aussicht gestellt, für den Fall nämlich, daß An'dreina bei dem Rennen Siegerin . bleiben würde. Andreina war eine Stute. Lellina war ein Kakchen. Usilli hatte zum Feste einen Kord Ebamvaanerflaschcn mitaebracbt. aarantirte Marke zu fünfzig Franken die Flasche. Er hatte die ganze Partie von einem Stallmeister des Königs von gelaust, welcher nämlich der Stallmeister, nicht der Köniq den Winter in einer Villa der Mergellina zubrachte. Es war ein echter und rechter Champagner, wie er an fürstlichen TaM servirt wird, und wahrscheinlich vom Stallmeister seinem Herrn gefioblen worden! Aber was! Gestohlener Wein schmeckt doppelt gut! Wtt aus silbernen Mltrailleusen flogen die Psrovfen ohne Unterlaß auZ den Flaschenhülsen und in 'weitem Bogen m das Meer hinaus. In den Gla fern schäumte es blond und prickelnd roh Marinellas Haar; überlaufenld, ergoß es sich in die Teller, auf die Busen der Mädchen, welche unter- Lachen und Glchm dre Gesichter in das suke Bad tauchten, während der Baron, anaeheiterter als die übrigen, das Glas gegen 'das blaue Licht der Meeresfläche

erhob, um, wie er sagte, .die Messe War es der Traum eines Volltrunzu lesen. lenen?.... Er drehte mühsam den Blick

Er war mit dem besten Vorsatz gekommen, sich unausgesetzt in der Gewalt zu behalten und um keinen Preis aus der Schule zu schwatzen. Aber bei aller Willenskraft vermochte er es auf die Dauer rncht, sich dem Einflüsse des Nothweins und des Champagners zu entziehen. Und wie er so, suß benebelt, aufgelost in Wohlbehagen, durchs Krystall in die Ferne blickte, freute er sich, nichts, nicht das kleinste schwarze Pünktchen i ... r.t I va-tm au icl'ch. Welt, weithm schweifte von der Hov i he 'der Terrasse Auge über die ru hig See. die, eine blaue Untertasse, die azurne scyale Des Flrmamenres zu tragen schien. Im phosphoreszirenden Airtblrnken und Bk ken ftrer M ll knen Wellchen zitterte das Leben, der roke 5eriscölaa der Natur? dasselbe Leben, derselbe öerzscblaa. den er in sein eia-ncnBrust vocken süblte. wäbrend er Marinella fest an sich drückte. Wer hätte es wohl zuwege bringen können, in jener Wasserfläche von sechsbundert nrciii im Gev!te ein rrinzigeZ Pnestechütchen aufzufischen? Hundertmal, flüsterte ihm Marir.ella zu, .hast Du mir versprochen, mich nach Santafusca zu führen; aber freilich Bersvreckien und 5alten sind zweierlei." , ?5ck babe die Billa verkauft..Verkauft? Wem? Dem Vrete?' fraate der Marckese Vx Sviano. Welckcm Vrete?Nun. dem oewissen... dem 5,nvotbe.kenmensrn." ' 3Vm l5?isckok haht ick sie der. saust." ' ' Richtig apropos Prete " rief Marmell. . 5mbt rhr d?n aeuriaen .mccolo" n?s,s?n? Kibtn ihn aukgefuröden. trn Prete." .mAd'tn ni? NN rfAm Nttte schwatzt ihr denn?" fragte der Baron ' ' . . ' i a zerstreut. Dem vom Hut! Hast Du den Ptuolo" nicht gelesen?- . Si ruhig, Närrchen!" saate der Baron, der nur halb verstand. Ich werde Dir eine Villa kaufen, schöner noch als diese." Seht doch!" schrieen de Weiber. Seht doch den großen Voael!" Und sie deuteten nach einem Punkte am Fir mament. Es ist ein Adler." ' Ein Reiher ist's!Nein, ein Zranich.An der lichtesten Stelle de5 H'rmmelZ krttste tmas Sckar,es tm etnhtr Seevogel. , .Der Hut 'des Prete!" rief laut la.

chmid der Varon, der schon nicht mehr fest auf den Beinen stand. Und den Zeigefinger in die Luft vorgestoßen, blieb er einen Augenblick so stehen in einer Haltung, die etwas HerauZfortrndes hatte. Wie mittlerweile der Piecolo" auf txn Tisch ac tarnen, vermöchten wir

nicht zu sagen. Genug plötzlich lag er da. Der Baron, dem sich ver Stopf bereits, stark zu drehen begann, nahm ihn zur Hand. Nachdem er sich noch eine Zigarre angezündet, stieß er einen Fauteuil auf die Terrasse hinaus, auf den er sich mit austtnanerqespreizten Bemcn niederfallen ließ; dann entfa?Rauchwolken dre Zeitung. tetc er unter eienm dichten Qualm vo.i vsieico, rnuien aus oer erntn toctte stand fettgedruckt zu lesen: rif j r i n Der Hut des Prete. Er las es, ohne irgend eine Ueber raschung zu verspüren. Es schien ihm eine so banale, abgedroschene Geschich te. kaum der Mühe werth, darüber noch ein Wort zu verliern. Rein nur, weil er nichts Besseres zu thun wußte. gann er tote ersten Zellen zu entFis 'fern, deren binn id in fernem. lonru sen Schädel sofort zu einem schwarzen Gemenge, wie von gestocktem Blut, der mischte. Wohl trachtete ein Rest von Besinn nung, durch den schweren Rausch hindurch die Aufmerksamkeit seiner GeHirnnerven auf die Bedeutung der Worte zu lenken, die da vor ihm auf dem welken Paprer wie festaenaaelt blinken; aber zu dicht waren fchon die. v r . .c r r rt i rrn arnir. uic ic iiu;uuicn. xxx vein, die Strabdurger Pastete, die Torten, die Langusten, alles, was er zu. sich aenommen, begann sich plölich in seinem Innern mit lder Bewegung emes Muhl steines um sich selbst zu schwingen. Ein schweres Gewicht wollte ihm den Brustkästen zerauekschen; der Schädel drohte ihm in Stücke zu gehen.... Und nach und nach begann unterhalb m Rauch schicht, die ihn erfüllte, dve Schrift kla rer .und klarer hervorzutreten: cjlan zend schwarze Druckzeilen, aus deren Mitte allgemach emzelne Begriffe kör perlrch sich adhoben: Prete Crrillo.. der Hutmacher.. Santasusca eine Schachtel Noch war er nicht im flanke, fcen Sinn aufzufassen; aber ein letzter Rest von Bewußtsein, der noch rn seinem Kopfe zappelte wie ein aus der Rcrdcl aufaespiektes Insekt, lieft ihm kerne1 Ruhe, und jene verdammten Hieroaly phen verursachten rhm Folterqualen, Er paffte dicke Rauchwolken aus, keuchte schwer; Cchweiktropftn perlten ihm auf der blassen Stirn, welche plötzlich eiskalt geworden war. Während der Zeit lagen dle Mcidchen auf den Fau teuils 'herum und sangen in schallen-, dem Chöre ern improvinrtes Lred, zu welchem die Stegreifdichtungen ihrer Verehrer den Text geliefert: D Mag dalene zeig Deine Zähne O Du Lelnne Schattermaschne r O Verdammrnk! Daß er nicht lesen konnte! nicht zu begreifen vermochte, wie diese Schachtel.... dieser Hutmacher da hineinkamen! Er raffte sich zu einer aroken, müh famen Anstrengung auf, und wirklich gelang es ihm, auch den nächsten Satz zu entziffern: Die Angelegenheit befindet sich der malen schon in den Händen der Staatsanwaltschaft.. gegen en Speisesaal; er erkannte die Lokalität, die Freunde, die hafönackt herumlungernden, zigarettenrauchenden Frauenzimmer. Er blickte nach der ait dern Seite; da lag eS glänzend blau, über und über flrmmernd, das unend liche Meer, in dessen Schooß er sein Gcheimnib versenkt. Er versuchte ras bedvuckde Papier zu schütteln, das er m der Hand hielt. Er horte es rausch, knittern; aber die fette Aufschrist des Artikels hatte mittlerweil: jl . "t r.; irsai atUHCCt junzn nonzn anaruem t j i men und erschien ihm jetzt fo: DER HUT DES (53 mukte doch also rE?k in Traum K- ein Delirium, ein Alpdrücken. croorgeoracoi ourrn -oic an eieoerpafeit und das Uebermaß des Weinest. Bah! Wieder Sensationen und nichts als SensaNonrn!.... Lachersd wandte er sich an dre Mädchen: Kommt her ihr Gänse!" Und an der se,nes Lachens selbst suylte er. I schwer betrunken war; er fühlte es auch an dem Gowlchte seiner Schuhe, dre mit Blei ausgegossm schienen xx W riUt Froc" iu nicn vermochte, um sich nicht zu verrathen! Gr machte sich w"der ans Lefen. Brachte ihn nicht das blöde Blatt mit Don Antonio zusammen? Daran konnte er wohl sehZn, 'dak es ern Traum war. Zu verrückt, das! Wirklich wie eiln Roman von Xcrvier de Mont6pln! Folgendes erzählte der Piccolo .Unsre Leser werden sich vermuthlich' noch an einen gewissen Prete Clrillo erinnern, von dem wir bei Gelegen' des außerorloentlich: Lotteriege WkNN tes. welchen kürzlich ein Hutma cher unserer Stadt machte, des aus führlicheren zu sprechen Gelegenheit hatten. Damals 'haben wir erwähnt. baß dieser Priester plötzlich aus Neapel I rjtl-.A. vc r n verschwand, ohne dak man seitdem wicder etwas von ihm gehört hätte. Schon damals wurde behauptet, es sn l J ' CfTV . ? ? n r . oem ajean-nc cmi ungiua Zuge lonen: .1 i . tr dmii NUN Mir m utz Kaat. ein sonderbares Vorfommnib mitzuthei kn, das jenen Stimmen recht zu geben fchemt. Wie? wird man fragen. Sollte man seinen Leichnann gefunden haben? Nein. Ist man einem Komplott gegen ihn auf die Spur gekommen? Nein. Hat man einen des Morbes Ver dächtlaen verhaftet? Auch das nicht. Aber es ist Don Ci NlloZ Hut zum Vorschem gekommen.

.Ein Hut! Und daS ist alles? Alles. Und genug.... es klingt

ftt: ein Märchen ans Tc-usend und Einer Nacht, und doch ist es die reine Wahrheit...." Folgte d.'e Ansnhrung der Thatsa-che-.l in der Weise, ivie sie der Popolo Eatlonco gerächt hatte, zttoch ohne lasi letzteres Blalt angeführt worden wäre. Der Artikel fchlon mit den Worten: Wir haben einen unsrer Reporter nach Sanlzfnsea geschickt, um dort Nähcrcs zu erfahren, und werben seinerzeit nicht versäumen, unsre Leser über dse absonderliche und verwickelte Geschichte auf 'dem Laufenden zu halten.Lange dauerte es. bis U Barone den Sinn d'refer Worte aufzufassen dermochte und das Bttvußtsein ver Gefahr thin durch dre dichten Dampfe der Trunkenheit aufblitzte. Eine Macht, starker als die Bernunft. starker . als der Zufall selbst, schien es eigens auf ihn abgesehen zu haben Er fühlte ei ne Blutwelle heftig in seine Schlafe emporsteigen; gleich darauf machte ihm eine Gallenergie ßung den Mund bitter. Und unvermittelt, urplötzlich überkam ihn ein Anfall von RascA:!. Er zerriß wüthend das Blatt in kleine Stücke, die er sich in den Mund stopfte und zerbife. Er sprang empor, taumelte, zerbrach emige Spiegekscheilben und rollte, brüllend wie ein wildes Thier, unter den Tisch.... Ein furchtbares Durcheinander entstand. Krei'sch?nd wie junge Adler flohen die erschrockenen Madchen nach allen Richtungen, während die auf den Lavm und dre Rufe herbeigeilten Diener den Betrunkenen hinaustrugen. Sein Körper war starr und hart wie der eines Epileptischen nach dem Anfall. 19. Kapitel. Sie haben ihn. Als der Baron aus der bleiernen Betäubung erwachte, in welche ihn die vereinigte Macht des Deines und des Schreckens crewonen hatte, hatte er Mühe, sich in das Bewußtsein der Situation zurückzuversetzen. Mit Staunen sah er sich m einem fremden Bette, angekleidet, mit - verbundenem Kopfe unid Arm: mit Staunen sah n unter seinen Fenstern das Meer, sich ausbrei ten. 5s hatte Zeiten aeaeben, rov derlei Abenteuer ihm Freude gemacht; aber die Tage waren vorbei, wo der sunge. brillante Santafusca, zu Tode verwundet in einem Duell, sich bernr Aufwachen weichqebettet im Hause einer gütigen Fee gefunden. O, sie war lang: vorüber, die fchone Zeit der Feen! Beim Anblicke der flrmnnrnden glitzernden Meeresfläche begann ein Schimmer der Erinnerung in ihm aufzuhämmern; urfd hinter dem Schimmer dämmerte allgemach das Bewußtsein empor. Aber es war ern unbcstimmtes, verworrenes Bewuktsein. in welchem sein Prete eine vage träumhafte wolle spielte. Was chn dann gänzlich erweckte, war ein siechender Schmerz, der lhm von Zeit zu Zelt dolchartig die Herzgegend durchbohrte. Befehlen Eccellenza vielleicht etwas?" fragte ein livrirter Diener, der einen Sammboorhang hebend, lautloZ eingetreten war. Wo bin ich?" In der Favorit, Excellenz. Mein Herr, de? Marchese die Spiano, läfct um Entschuldlauira bitten: dnnaende Angelegenheiten haben ihn in die Stadt berufm. Er wlrÄ heute Abend wieder hier sein." 'Ah! Die Favonta ist das!.... Sa. ich erinnere erinnere mich. Aber was ist eigentlich mit mir geschehen, outer Freund?Euer Excellenz haben sich plöklich schr übel gefühlt." Nichtig, richtig! Ich welk. Der Champagner war schuld daran. Dieser brave Mann, der königliche Stallmerster, hat da ein Weinchen gestoylen... ein Wernchen.... Genua! Solche Sachen kmi.men zuweilen vor. nicht wahr, mem Bursch?" Der Bediente verneigte sich mit einem Lächeln, welches andeuten sollte, dan er derartige Widerwärtigkeiten mit dem geyorlgenMitgefuhl zu beurtheilen ver he. .Ver Herr Marchese bittet, nur frei zu dcstellen, was immer .Sre brauchen. i2ur, oann rangen wir mit einem Kaffee an.... Aber erst sage mir: Habe r r xx lange ge miarervr Bon gestern bis zu diesem Augenblick und es ist zehn Uhr Sapperlot: D?m Wein muk Morphm zugefetzt gewesen sein. Und der Marchese wird, sagst Du, heut Abend wieder da fern? Zu dienen. Er mukte nach Neapel. um elnlgzz in Ordnung zu bringen. ich glaube, mit Bezug aus txis morgige Nen.ren. Nichtig!" Ich hatte ganz vergessen, daß morgen der große Tag ist. Und dre Damen von gestern?5J, die stno gleich lxirauf fort. Nun sag mir noch eins: Warum bin ich am Kopfe und der Hand ver runoenk Eccellenza sind in die große Spiegellcyeive des Balkons gefallen und ha den sich Schnittwunden zugezogen. Der Fuvdoden ii ev:n so glatt... Teufel! Da war schon nich mehr Morphin da war Tollkirsche . m r. 1 1 Darin.... ring mir oen assee: U Barone setzte sich kn Bette auf befühlte den Kopf, die Hand. Es waren nur Abschürfungen. Oft genug war es ihni schlechter ergangen.... Schließlich war es kein großes Unglück, nach acht zehnstündiaein gesunden Schlaf in ei nem hübschen Luschaus am Ufer des Meeres zu erwachen!.... Nun, da der gute Freund Spiano schon so liebenS. würdig war, so gedachte er seine Gü te auch auszunutzen und in der Favori ta zu bleiben, bis er von Neapel ein anständigeres Kostüm sich besorgt ha ben würd:; denn er war aus der Orgie in einem Zustande hervorgegangen wie

e'rn Hund aus 'der Kirche:" über 'und

über besudelt mit Blut und Wn. Blut und Wem!.... Welch ein genn'd.'ner Titel für einen Feuilletonro:Mii!" fuhr es ihm durch den Kopf, lud anZ der Aorstelluna. Feuilleton" cnruiif elfe sich nnverweilt jene deS Piccolo'' und seiner famosen Hutge chichte. War es Wirklichkeik gewesen oder nur der Traum eines Trunkenbolds? Der Diener trat mit dem Kassee ein. Es scheint, dak morgen ein enorner Anlauf fein ivird," plauderte der Baron mit unoefangener Miene. Man erwartet, prachtvolle Equipagen zu sezen. Der Sebetoprels betragt dieses Jahr dreitausend Lire, der Preis des Aiinisterrums zweitausend. Ich ha be auch gehört, dan auf dre Andrema stark gewettet wird. Der Herr Marchese hat Glück. Voriges Jahr hat er auf den Nodomonte achttausend Lire gevonnen, den Preis des Principe d Ot- ' ff ti QsT) rt 'S 2 H F mtTtt lUlUliVttt IVfcV8bi Treu, der Nodomonte. Wecher Kopf! Sag. hast Du den Piccolo von gestern?" Ich will nachsehen. Ich glaube, er nuk da sein." Der Mann schenkte den Kaffee ein und entfernte sich. War s em Traum gewesen, oder war sie wirklich im Piccolo" gestanden, die Geschichte von einem Hut, den Dorr Antonio in einer Schachtel an einen Neapolitaner Hutmacher geschickt haben sollte? Es wäre a nicht das erste Mal gewesen, das: er so verrücktes Zeug geträumt. Seine Phantasie kannte seitlangem keinen Schlummer mehr; und man welk ja, dak Traume nichts sind als Flickwerk aus den Abschnitzeln unferer Gedanken.... Gläsernen Blickes starrte U Barone in die Kaffeetasse, als hoffte er, den Schlüssel des Räthsels aus dem Porzellan ihres GrundeZ herausbohren zu künnen. Der Bediente brachte ern zerfetztes Jeitungsfragment; es war alles, waZ vom gestrrzen Plccolo .übriggeblieben war. Gib her. lak sehen.' was mit diesem Nennen los ist!" U Barone begann die Stücke auf seiner Bettdecke zusammen'zusehen. Es dauerte nicht lange, so grinste ihm die fettgedruckte Ueberschrift entge'gen: Der Hut des Prete. Also war es doch wahrl Nicht Trauni nicht AlkohodeUrmu.... die schreckliche Wahrh:it. Der Mokka hatte die lenken VUM s seiner Hirnschale vertrieben. Obgleich vom Blatte hie und da ein Stück fehlte der Bericht war fast vollständig da. Er konnte ihn deutlich lesen, mit der Hand befühlerc. Er schlief nicht mehr. Es konnte von einer Hallu zination keine Rede sein. Er erinnerte sich klar und genau, daß es dieses selbe vermaledeite Blatt gewesen, welches ihm den Wem. das. Blut so, wüthend zu Kopse getrieben. Wein und Blut nicht mehr ein Nomankitel war's, nein, die- gräbliche Geschichte seines Lebens. Und diese Geschichte wollte kein Ende nehmen. Dieses Leben es war nur eme bestan dige Ausregung ' eine ununterbrochene Angst er hielt es nicht länger aus. Hinter seinem Rücken fühlte er's fortwährend entstehen, Gestalt anneh men. das Grauliche. Er horte seine.i huschenden Schritte, fühlte seinen Athem im Nacken., und wenn er es fassen.. begreifen wollte, so tappte er in die 2uft ins Wesenlose Wie der Hut aus den Tiefen des Meeres heraus in eine versiegelte Schachtel und in dieser bis m die Hände des Staatsanwalts hatte ge langen können, das war ein Geheimirife, auf dessen Ergründung er wohl cin für allemal verzichten mutzte. Soll te es am Ende doch über der Materie und der Vernunft noch eine wirkende Kraft, einen Arm geben, der stärker war als Verminst und Materie zu saminengenom'men ist? Und sollte es dieser Arm gewesen sein, der bis in den Abgrund getaucht wäre, um sein Verbrechen lrvorzusischcn? Nein, Santafusca. nein. Das wäre Transcendentalphilosophie. Die Erklarung ist einfacher. Entweder Du hast einen Bock geschossen, den falschen Hut statt deö rechten erwischt, oder aber der Staatsanwalt hat sich einenBären aufbinden lassen. .Denken.... argumentiren wir ruhig. um Gottes willen. Zwei Hüte hat der Prete rricht ausgehabt, ebensowenig als er zwei Köpfe hatte. Die Gerechtigkeit wirv bald genug darauf kommen, daß sie auf dem Holzweg ist und Prete Eirillo wird unverweilt'in sein Nichts zurückstnken. sozusagen nach dem Gesetz der Schwere. Oder aber ich habe mich geirrt: wohl; was kann da weiter Uebles für mich herauswachsen? Zugegeben: cö kst ein Priesterhut gefunden worden. Was beweist das?" Der Baron stellte sich vor. er wäre in einer Disputatisn mib dem Staats-. enwalt begriffen. Was, Herr Staatsarrnxllt. können Sie daraus schlietzen?" Aber der Hut ist in der Umgebung von Santasusca aufgefunden worden Sehr gut. Und weiter? Und der Prete ist nirgends mehr nseben worden.-., Wozu erzählen Sie das mir?" Es hat allen Anschein, dak er ermordet worden ,st." , Mag sem. Aber inwiefern bin ich daran schuld, lieber Commendatoie?". Er ist m Ihrer Villa aufgefunden wor den." Wer? Der Hut oder der Prete?" Der Hut.- Meine Villa ist iederma-nns Villa, und Salvatores Ziegen sind dort mehr Herren als ich. Also langsam voran, wenn ich bitten darf. Ueberlegen Sie sich's doch ein . ij. ci m. . , , rnig, vrvor ük u wellgeyenDe Än nagen gegen einen Meimann.... gegen eine der ältesten Familien des Landes schleudern. Uebriaens: iver ist die ser Prete? Ich habe ihn nie gekannt. nicht einmal gesehen. Dagegen habe ich ... t ... t-.tf . . r- -i . nuu) zu ücuugcn, von or ac nicn ? n i. ? i gina in enninig gciji worven zu sein,, und piotesu gegen - den Mi&

brauch meines Namens in dieser Ange-kegenheit.-Der Baron führte dichn Phantasiedialog. während er so gut als möglich seine Meider in Ordnung zu bringen trachtete. Und je weiter er in sein??, mit lauter Stimme geführten Selbstveriheidigüng vorwärts kam, desto mehr begann sich die Ueberzeugung in ihm festzusehn, die er andern zugedacht hatte. Nein, er h.i!!e niazts zu besürchtcn; und wäre er nur im stand: gewesen, der Schrecken seiner Einbildungskraft Herr zu werden, so hätte er, das fühlte er, alles ruhig zu ertragen vermöcht, selbst den Anblick des Todten. Dieser Tcdte war der einzige, dessen Aussage er hätte fürchten müssen; aber einen Todten kann man nicht zum Sprechen bringen, selbst wenn man es zuwege bringt, seinen Hut auf dem Grunde des .Meeres aufzufinden. Andrerseits schien es ihm aber auch nicht räthlich, die Entwickelung der Angelegenheit unthätig abzuwarten. Wegen eines Hutes in Schrecken zu gerathen, war ei.re Dummheit, eine HcmdluÄg 'der Unzurechnungsfähigkeit; aber ebenso lmsinnig wäre es gewesen, abzuwarten, bis "die Zeitungen die Angelegenheit lang und breit getreten und schließlich die Nadck aus dem Heuwagen gezogen haben würden. Nachdem einmal der Nj.tw. Santasuscn genannt worden war, so mußte er sich umthun, die Stadt ablaufen. Aufklärungen fordern; ja, zum StaatsAnwalt selbst, mußte er erleu und von ihm aulhentische Auskunft verlangen, was denn an dem Gerede Wahres fei. Allzu große Zurllckhaltun- m einer Angelegenheit, bei der seine Ehre auf dem Spiele stand, konnte' nicht anders als allgeme wundernehmen Eine Nolle mußte er in dem Prozesse fedenfalls übernehmen, und wäre es. nur die des. Hausherrn geivesen..... Jetzt hseß es vor allem eiligst- nach Neapel fahren.... Er wusch sich uM frug den. herbeigerufenen Dienen ob er einen geschlossenen Wagen haöm. könnt,, unr unauffällig in die. Stadt, zu. gelangen. Eccellurza brauchen nur zu: Lefeh--len.-Nun',, fv wirst Du dem Marchese: sagen.... aber nein, in ein paar Studen sehe ich ihn ja selbst." Vor allein mukte er die Moroen

blätttt lefcn, um, weim-nöthl.g',. gleich! dementiren.zu tonnen. Dieses verdammte Zeitungspackt" knurrte er in-sich hinein, während er, in eine Ecke des' zweispännigen Gefährte! gedrückt, der Stadt zuslog. Dieser derdämmte gedruckte Klatsch! Wäre, ich Herr, alle Journalisten ließe ich ersäusen..." Das feudale Blut der alten Santafusca wallte, in ihm auf, empörte sich wüthend gegen- jene demokratische Einrichtung. 'welche das Fraubasengeschwätz der Fischwerber auf gedruckten Blättern verewigt. Auf keine andreGewähr hin als ein man erzählt sich druckt man Dinge, die niemand sagt, niemand sagen oder auch nur sagen hören möchte... Auf der ganzen Fahrt knüpfte er im Geiste einen Zeitungsschreiber nach dem andern auf. In der Stadt angelangt, gab er dem Kutscher ein Trinkgeld und rannte nach' Hause, um sich anständig zu machen. V!addalena öffnete ihm mit ihren alten Phrasen welche er gar nicht mehr hörte, so gewohnt war er sie. Während des Anziehens wiederholte er bei sich seine Vertheidigungsrede, und bestärkte sich dabei in der Ueberzeugung, daß er. we der von Gott noch den Menschen etwas zu furchten habe. Dann begab er sich nach dem Klub, um Vico di Spiano, der dort zu: frühstucken pflegte, seine Eiitschuldigung vorzubrinaen. Es war dies auch die einfachste Art. um dttMorgenblatter'zu lesen. Im Augenblick, da er über die Schwelle schritt, hörte' er den Portier. zu Nafsaello sagen: Sie haben ihn schon. .Wen?" fragte der Baron fyrstia, gerade als wäre das Wort an-, ihn gerichtet aewesen. Den Mörder des Prete, Eceel-. lenzat" 20. Kapitel. Decr Wörder des.- Vretc Er Hatte noch kaum Zeit: gehabt den Srrm dieser Worte aufzufassen., als er vreletmimen durcyelnanüerrusen. vor tti ijt er! da rst er:.- und herunaeeilt kamen Usilli di Spians und andre Herren, welche hinter ihm. die Treppe heraufgekommen waren. Sie ,t v v : st je U.MoraNgien 1911 uiw ciiuiunyita . uxj cmgelegentllch nach seiner kojtturen Ve sulrdhett. Nun, was ist dem mit Dir? Bist Du wieder wolK? Ja was war denn eigentlich loU Hat der Hunrmer so gewirkt?" .Euer infamer Champagner hat gewirkt und sonst richts!" sagte der Ba. ron, indem er rechts und linkT Händedrücke austauschte. .Die Sache ist sehr einfach." sagte Usilli. Die Languste fand sich un'behaglich, weil sie in ewem fremden Elemente schwimmen mub,t." Thut mir herzlich leio, lieber Marchese entschuldigte sich der Baron. Die Spiegelscheiben und den Skandal loerde ich zahlen." Hast Du Dir ser wehe getban?" Nichi der Rede werth. Ein paar Hautwunden, das ist alles. Du weißt, wir sind Dickhäuker...." Er schlug eine geräuschvolle Lache auf, welche jovial klingen sollte, aber unheimlich heraus kam. Spiano wandte sich cm einen der Umstehenden. .Conte." sagte er, ich habe die Ehre, Ihnen vorzustellen den Baron Coriolano di Santafusca," txntn alten Patrioten und meinen langjährigen Freund. Und Dir, lieber freund, .stelle, ich vor den Conte Janazi aus Rom. der seinen berühmten Lazio zum ' c-l m " t nennen yergeoru

"SDen Sieger vom letzten römischen Derby?" Denselben Und hier ist Conte Stagni aus Urbino, der schon seit einigen Tagen alS lieber Gast bei mir weilt." Freut mich außerordentlich!" Entzückt!" Die Herren drückten sich die Hände und ei?ingen sich eine Zeitlang in den c.ebHn'cht gegenseitigen Beräucherun j.:;. 'znte Stagni behauptete, den Bvcu u erkennen: er wollte ihn vor

eil.' fir Wochen auf einer kleinen Eisendaynstatlon m der Nahe von Neapel geseh?n haben. - Kann sehr leicht feiitv" sagte Santafusca kalt. Ich befand mich gerade auf der Rückfahrt von einem Ausfluge nach Pompeji, als mir ein Herr ausfiel, der im vollen Laufe den Bahnwf. zu erreichen trachtete." Sie müssen em vorzugl?cher PHYsiognomike? sein," meinte fo. Baron, dem während des gamen Gespräches jener eine Satz im Kopse herumgegan4. m r gen war, n, er m Vorzimmer ausgeschnappt: Sie 'haben den Mörder des Prete verhaftet." Du frühMtst doch mit u: Baron?" Gern. Aber vorher muß ich) noch einen Blick auf. die Zeitungen werben..." Apropos," rief Usilli. Weißt. Du. daß Dein Santafusca im Begriff steht. eme Weltberubmthelt zu werden?- sle haben den Mörder, erwischt." Ls nur! Das Ganze steht hanrklein in den Zeitungen.. Ihr müßt wissen, ich schwärme, für- Kriminalgeschichten; Ware ich nicht, als Gras gedoren, memer Treu,, ich wurde Polizeilommissar gewordene fenr.." Wahrend alle über, diese starke BeHäuptling lachten, drückte sich der Ba--roci ms anstoßende. Lesezimmer, wo ms einem großen Tksch eine Unzahl von Zoumalen auflagen:. Er riß eines nach 'dem; midern Mit: urrvos zitternder Hand an sich zum Glück war er allein dis. er endlich ixt einem, auffallende gedruckt, die Art5lelaufschrrst fand:. Abermals Pret Eirillo Wr müssen," hieß tVm o Notiz. wieder aus dien Gegenstand zurückkommen, denn unsre aehermen Nachforschungen haben uns zu der Ueber--zeugWg gebracht, daß d.Lezrde vom Prete Crrillo für Zimmer ein.'.ausgezeich neter Platz'in den Jahrbüchernder Ju stiz vJrbchalten! ist. Wenn auch an betreffenden Stelle bis letzt, vielleicht aus Eifersucht, ein trappisttsches Schwelgen beobachtet wlrd so gibt es doch, wie man weiß, für einen guten Reporter weder.Schloß noch Niegel. Obgleich sich daher die Sache: nochz ausschließlich m der Hand des Cavaliere Martinelli), dieser Zierde unsres Forum , befindet welchen, nebenbei saat. die Hohepriesietschaft der.Theuns nicht hindert, einen nicht minder esrrgen Kultus dem edlen Schachs, jawie den edlen Schönen. zu weihen , so sind wir doch schon jetzt in der.Lage. einrge Äteressante Einzelheiten über-die bisherigen Ergebnisse der Unterfuchimg mitzutheilen. Man weiß, daß Don Antonio, der Psarrn von Santafusca, derselbe der die faiaofe Hutsendung in, Szenen ge skkt: in einem Verhör Aussagen gemacht, welche dfc Justiz in den Stand setzten chre Spuchunde (sit ema verbo!) auf die Fährte der Mtssethä ter: loszulassen. .Und richtig über Nein und .Ja hat. ten fit auch schon einen. Es ist diesein miwss Gwrcno. der m der Falda eme Tavezmenwirchjchaft unter dem pom pösen Namen Zum Vesuv- betreibt Derselbe nämlich der Wirth,' nicht der, Vesuv hrtte Don Cirillos Hut; daWßt, er hatte ihn nicht mehr, und war auch nicht Don Cirillos Hut. sondern ein andrer. Aberrdaä: thu! nichts.. Den Hut, ob nun- echt oder unecht, wollte der Mann (und hier be sinnt da Geheimnißvolle cm der- Sa, che) einem gewissen Jägern abgetreten' hctben, welcher sich eines'. Tages tm Wirrhshause eingestellt und. den- Filz im Namen? Don ÄntomoS reklamirt, Laben sollte. .Daß dieser Jager-ktM' dldtzes? usl gwiioct:. oeiras menl oik 'ÄUSMrn., n jl. . rvr . r . ruehrerer Bauerr isowie wiger Mcm.j r der Umgegend. Aber: memand weiß cmzuaeben, woher-, die.' beinffeudi raysteriöse Persönlichkeit- soweserr,. Wo hm sie nach vollführter Mission: a spurlos verschwunden sein. kcrmr Zum Glück hat: die Polizei lang Beme; und der dem umsichtigen: Eifer des Cavalre Martinelli. kann man mit Sicherheit annehmen-., daß baU mchr Licht in die Sache- tarnen: wird, um so mchr, als man den JÄger bereits auf der Spur und alles ss eingerichtet ist daß er der firasersderr Hanl kaum mit jener Sicherheit errrrinner, wird, mit de? aller Wahrschemiichkei! nach seine Hasen ihn entrwnen. Der Humor von der ganzen 3e schichte ist, daß ma jetzt anstatt eine! Hutes zwei hat. Em Hut mehr, e'ro Prete weniger.... Sdrn. man wird ja sehen. Unnothig zu wähnen, daß daZ gute Volk von Neapel sich der Mordge schichte mit Leidenschaft bemächtigt hat, uzid die alten Weiber wüthend de? Terns: Priester-,. Hut. Jäger sefcn. So ist eö kemeswogs unmöglich, daß dieser Letzte der Hexenmeister der Staatskasse och nach seinem Tczde ei. ecti letzten ausgiebigen Aderlad bei Zrinat.." Die Rntuna war der alte Omni, dus und der Artikel war mit Cecen gezeichnet; ein Name, dessen Besitzer für deAugenblick jedenfalls Ansprüche darauf machte, ein gerstnicher Plau derer zu sein. Ctbalistf. i,k,nnttich ia Jkilik Ha CMI roB, nttn rtfn( mit Cok!r rin diela kftrkbikk anK diclgkbrichr. mit im $i Ciati Crital fitraunomte vci'iHirt.'i. (Fortsetzung folzt.)

Aür die Mche. P'illaw, orientalische? Neis. Der Reis wird hartlich m Wasser eingesotten, und dieses vollkcm men abgegessen; darauf wird der leicht angesottene Reis, mit wenig Butter, über eine Lc?ze von Fleischstückchen. Zwiebeln, Mandeln, Rosinen, aaini Pfeffer, Nelken, Zimmet. Cardamom ausgebreitet und über kleinem Feuer gänzlich gar gekccht. Zuletzt wird die Speise noch einmcl stark erhitzt und reiklich mit flüssiger Butter gnnkt. Auf andere Art. Siede Reis irr sparsamer Fleischbrühe, soviel nämlich als hinreichen möchte, die einzelnen Körner anschwellen zu machen, ohne daß sie aneinander hängen. Wenn die Körner die Fleischbrühe gänzlich eingesogen haben, so gieße zerlassene Wutter hinzu. Statt der Butter, der , Fleischbrühe, des Fleisches, mischt man auch wohl Eier, Gemüse, Fruchtsäfte und allerlei 'starke und gewurzhafte Tunken in den Pillaw oder gießt sie darüber aus. Gefüllte Kartoffeln als Gemüse. Man schäle große Kar toffeln und suche ziemlich gleichmäßige dazu aus, schneide sie unten flach, daß sie gerade stehen, schneide oben ein Stück als Deckel ab, höhle sie aus und gebe m jede Kartoffel etwas Bratwurstfüllfel, oder - gewiegtes anderes Fleisch, gut gewürzt mit etwas Schmalz oder Schweinefett vermischt. In einer Kasserolle wird nun Butter oder sonstiges Fett heiß gemacht, man setze die gefüllten, mit ihren Deckeln versehenen Kartoffeln, die man mit etwas Eiweiß aufkleben kann, nebeneinander in das heiße Fett, gieße etwas Fleischbrühe daran, decke sie gut zu. und lasse sie langsam weich dämpfen, -. r r . r rci ?i k

oegreVk uc aucy oiicr um j.ufc m Velcker sie aekocht werden. Wenn sie gar sind, werden sie in einer flachen Porzellanplatte aufrecht siehend ange richtet, uns den Deaein nacy ooen. Unterdessen mache man eme Butter snurr von 2 Unzen Butter, cem noigi arn Mehse. dämpfe eine geviertheilte Zwiebeb darin, zerkleppere nun 23 Eigelb' mit einigen tzlonem auzm Rahmes., gieße es an die Sauce, indem man diese vom Feuer wegzieht, und verrühre alles gut. Dann gieße man die' Sauce übn die gcsüMm Kaitosfeln.. , , Bo-U'retten. Zur Hälfte rohes Aindfleisch. zur Hälfte übrig bliebenes.. gebratenes oder gekochtes Fleisch wird' nach Entsernnna, aller Sehnen mit' 23' in Butter hellgeschwitzten Chalottur gnnz sein gewiegt. Auf I ffifitnS lsck recknet man 3 Milch brote.. diese weicht man ein, drückt sie '. . c a n- .znZ Mnii,r wieoer aus, girvi, iz. um. mwu. in eine". Kasserolle und rührr sie auf schwachem Feuer sT lange, bis sie die Massen vom der Kasserolle ablop, mischt nun das Fleisch. Salz, Muskatnuß, Ynn& Sardellen- und nach und nach '5'Eieu dazu., farmt kleine Kugeln aus der. Masse, drückt fie gia, menoer 1 in Paniermehl um und backt sie m Butten goldbraum. Karihä-uferklöße. DaS Braune einiger Milchbrödchen wird abgerieben,, diese dann durchgeschmt ten. Zu drei. Brädcherr nimm 3 Ober tassen Milch, 2 Eier Eßlöffel Zucker. Citronenschale,Zimmr. mische es durch einander, gieße die Flüssigkeit über die Brödchen und lasse sie etwas dann. Wenn sie weich. hülle sie in die abgerie-bene-Rinde und- backe sie in Butter gelbbraun. . , kleine Törtchen-. Em Hai bes Pfund Butter wird zu Schaum ge rührt, dann ein Viertel. Pfund gestoße nerr Zucker und so viel.Zjmmt, bi? der Teig hellbraun ist, zugethan. Unter stetem Rühren- fügt man 1 Ei und so viel Mehl hinzu, b!3 der Teig sich ausrollen läßt, etwcr. fingerdick. Nun werden mir einem Glas runde Platze cmsgesiochen, und um: dieselben eme Teigrolle gelegt, fest, angedrückt und so viel Raunr. gelassen, je nachdem man Obst auflegen will. Die Tortchen werden irr nicht zu heilem Ofen geb cken. wenn sie ausgebacken sind, herauszenommen, das. Odst darauf gethan und mit steifem Eierschnee verziert, mfirtftnrb- - T 0 r te. Der Rhabarber wird. sorgfältig geputzt, in : v. .. n,'tt,n und so MtT ni, reichlich vorvtteuer n ,uuu iuiauii övmw..v.. . " m?ni TOfrt?vnrW cknet man ein Glaä Masse? und ca.7 Unzen Zuaer. as dem e? weich gekocht ist. treibt man ihn durch ein Sieb, fügt die fein gewiegte Schake einer Citrone bei und läßt den Brei erkalten Inzwischen belegt man mit ?utem Blatter- oder Mürbeteig -"7 : ' - crj. eine. Tortenform, strncht das Nyaoar bermuS darauf, legt ein Gitter von Teiqstreiferr darüber, setzt rings herum 1 1 ' m I rti 1 1 eimn Teigrand auf. uberltreiazt 11 te? und Rand mit geschlagenem Ei, backt die Torte bei mittelmäßiger Hitzefest eine Stunde und bestreut sie rnrt. Zucker. , Petersburger Bowle. In? eine Bowle schüttet man zwei Flaschen alten, seinen Portwein und zwei Fla schen vorher in Erö gekühlten Roedfe ' . - 11 L . rer MrtP blanciK?. eives 131 mischt man durch Schütteln gut Mit einander und servirt dann die Bowle ohne jegliche weitere Zuthat. Sie? istvon ausgezeichnetem Geschmack. Llätterteig zu Qbst.ku. chen. 1 Pfund Mehl wird mir etwaZ Salz. 1 Löffel Kirschwasser. 4 bis 6. Löffel saurer Sahne und etwWas ser auf dem Backbrett vermengt: Da rauf rollt man 1 Pfund Butter aus. legt sie in den Teig, schlägt yn zusam. men. rollt ihn wieder auS nd wieder holt dies solange, bis alle Butter hin eingearbeitet ist. Heimgegebtn. Alte Ko kette: So schmeicheln Sie doch nicht. Schmeicheleien kann ich nicht ertra gen!- Herr: Sie sind halt Mi daran 2evhnt!-