Indiana Tribüne, Volume 20, Number 147, Indianapolis, Marion County, 14 February 1897 — Page 3

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DerHlttdesPrete Soman ton Emikis de Marchi. (7. Fortsetzung.)

In feindn AngstparoxyZmus, welcher IC t .'. sf n-rvn r iuu uiucst -auarnoua nuitgen lieg, stürmte er m den Palast zurück, durch lucht: tn mnl:l der leeren Gemächer, rannte d!e alte, mit abgefallenen Mortelstücken ganz bedeckte Haupttreppe empor, auf die er seit Jahren keinen Fuß gesetzt, und durch eine lange Neihe ruinenhafter Zimmer im zweiten Stockwerk; er vergaß keinen SchlupfWinkel, kein Kämmerchen. keine Nebenstiege, stieg hinab in Gelasse, die er niemals gesehen; alles das schon in der vollen Ueberzeuqung des negativen Erfolgs, aber getrieben von semer tollen Angst, seiner verrückten Neugierde, dem unwiderstehlichen, krankhaften, todtenden Wunsche, jenen Hut in seine Gewalt zu bekommen. Ein plötzlicher Einfall nagelte ihn auf dem Flecke kurz fest. Und wenn ich ihn doch mit seinem Herrn begraben hätte?" .Und er fragte sich, ob er. um seine Ruhe damit zu erkaufen, wohl dieKraft finden würde, jenen Sand, jene Ziegel wegzuräumen.... den Stein zu heben. zu schauen Aber nein. Allzu sicher erinnerte er sich, daß jenes zerschmetterte Haupt keinen Hur auf hatte, als es in die Grube, stürzte. Zuletzt ergriff er vor seinen eigenen Ge'oanken die Flucht, rannle, als hätte er die Hölle auf den Fersen, hinaus nach dem Gitter, wo sein Pferd angebunden stand. Er schwang sich in den Sattel und wollte eben davongaloppiren, als er den Sekretär eilig daherkommen sah. Sofort zwang er seine Gesichtsmuskeln in ihren gewöhnlichen vornehm-kalkn Ausdruck zurück. Jener verschloß da3 Gitter und übergab ta' Schlüssel mit zeremoniöser Umständttchlttt seinen, rechtmäßigen , Besitzer. Um den Mann doch nicht ohne ein Wort zu entlassen, that der Baron aufs Gerathewohl die Frage: Was habt Ihr mir doch in betreff von Salvatores Neffen gesagt?" Daß ich ihm die Habseligkeiten eingehändigt habe, welche sich im Zimmer des Verstorbenen vorfanden..." .Ah!- sagte der Barov. den Mund zu emphatischem Ausdruck öffnend. Und wo ist der jung: Mensch zu Hause?" In der Falda, Eccellenza; im Wirchshause Zum Vesuv." Der Baron grüßte und ritt davon. Die Gegend lag im Sonnenschein; die Luft, gereinigt durch den jüngsten Regen, glänzte in hellster, durchsichtigIttr Älaue. 15. Kapitel. Im Hause Filippinos. Im Hause des Hutmachers ging es an jenem Tage lustig her. .Der glückliche Lottospieler hatte die erste Rate seines Gewinnes einkassirt un!d mittels zweier Verträge an einem und demselben Tag das Geschäft an einen Kollegen abgetreten und das Haus, in welchem er wohnte, als Ei gcnthum ettvorben. Zur Feier des doppelten, oder besser gesagt, dreifachen Ereignisses war im ersten Stock eine große Tafel aufge'stellt und mit allem beladen worden, was gut und theuer war. Der Wirth von der Colombo d'oro" bediente perfönlich in großem Wichs, und es gab einen Ueberfluß an Torten, Eis und Sützigkeiten aller Art. Außer Filippino, Donna Chiarina, seiner Ehehälfte sctixe seinen Kindern waren da um den Tisch versammelt der Baumeister Favi, der die Hausschätzung vorgenommen. Don Ciccio, der bekannte Paglietta, welcher die nöthigm gerichtlichen Schritte, Don Nunzianie mit der großen Nase, welcher fcy notariellen Legalisirungen durchgeführt hatte; ferner Eiro Stella. der Nachfolger im Geschäft, viele Zunstgenossen und einige intim: Freundinnen der Hausfrau, welche, schön wie der jtte Tag, ganz strahlend von Perlen. Korallen uni) Goldstickereien, den Vorsitz führte. Im Augenblick des Ausbringens der Gesundheiten trat Gennariello, der Schchflicker, ein, derselbe, der, um die von' seinem Oheim erhaltenen Numinern fetzen zu können, sein Handwertszeug verkauft hatte und nun sich damit durchbrach!:?, daß er an den Straßenecken Tarantellen und Barkarolen zur Gmtcrrrebegleitung sang. Er trug .cuf dem Kopfe einen thurmho- . den weißen Zylinder mit einem phantastrschen. Ausputz von ledern, Blumen und Wedeln. Für alle anständig denkenden Leute war es em Geheimniß geblieben, was Prete Cirillo bewogen haben konnte, sein eigenes Fleisch und Blut zu gunsien gänzlich fremder Leute hintanzusetzen. Boshaftere erklärten die Sache dielfegenden Lächelns mit der Schwäche der menschlichen Ufahir; denn Donna Ehiarina war ein schönes Weidchen, und ihre glänzenden, vielversprechenden Augen -hatten schon manchem hat Kopf verdreht, Harun! auch' mehr als einem der Amveseniden. Gennariello war ein Mensch ohne Groll und außer stände, jemand sein Glück zu mißgönnen. Er that bei die.ser Gelegenheit sein Bestes, begleitete seine Chansonetten mit so drolligen Lustsprungen und Hansmurst?den, daß sich besonders die Weiber und Kinder 'vor Lachen wälzten. Die allgemeine Heiterkeit hatte nach und nach jenen Grad erreicht, wo alle ,. Herzen von liebevollen Gefühlen schwellen und das individuelle Bewußtsein jedes einzelnen zu gnnsten einer Empfindung innigster Zusammengehörigkeit zurücktritt.' Wer hätte daö doch gejagt, Chia xuna." meinte feuchten Auges Filip

pino, wer hätte das am Tage gesagt, als wir unsern Laden aufsperrten mit einem Kapital von zweihundert geborgten Thalern und zwölf Hüten alZ Waarenlager!" lind alles das.- antwortete das

' schöne Frauchen, verdanken wir neben Gott der Güte des Prete Cirillo!" 0, warum ist er nicht auch hier, der Mann Gottes, um sich mit uns zu freuen?" Hat man denn noch gar nichts über feinen Aufenthalt ers.ihren können?" mischte sich Don Nunzinte mit seiner Baßstimme ins Gespräch, indem er seine Nase, die heute schwammiger als je aussah, aus dem Glase hob. Nicht das Geringste." Es wäre ja leicht möglich, Filipplr.o, daß er Euch heimlich geschrieben oder hätte sagen lassen: Ich lebe und bin gesund, will aber versteckt bleiben." Das ist's, was auch wir beständig wiederholen. Chrarina war Tag für Tag auf seinen Besuch gefaßt und hielt beständig eine fette Gans in Bereit schaft.... Aber vielleicht weiß Don Ciccio etwas." Weniger als ihr, liebste Freunde! rief Don Ciccio mit weinglänzenden Augen. Eines Tages sehe ich Gennariello daherkommen erinnerst Du Dich noch, Gennariello?" Und ob ich mich erinnere, Eccellenza! Der Onkel war. am selben Morgen bei mir gewesen und hatte sich sogar ein paar Stiche an den Schuhen machen lassen." Nun. gut, also Genariello kommt und bringt mir einen Brief; und in dem Brief schreibt mir Don Cirillo: Ich verlasse in Familienangelegenheiten Neapel. Anbei übersende ich dreißig Franken für das letzte Miethquartal. Gennariello hat den Schlüssel und darf über die Sachen verfügen." Das war alles et insaltitato liospite evola vit...." Aa. ja. daS Lotto ist. eine Leidenschaft," meinte Don Nunziante, und führt, wie alle Lttdenschaftm, oft ms Verderben." Wenn ich," warf der Baumeister ein, Prete Cirillos Wissenschaft besäße, so wäre mir meine um eine Austernschale feik." Wißt ihr, was ich in seinem Hause gesunden habe?" sagte Don Ciccio. Einen Band des Cardano und die Natürliche Magie" unseres unsterblichen Giovanni Battlsta Porta." Aha! des großen Verfassers der Physiognomie", der Gall und Lavater fast um zwei J-ahchunderte voranging." beeilte sich Don Nunziante zu bemerken. der nicht hinter dem Paglietta zurückstehrn wollte. Und glaubt ihr nicht," fragte irgenwer. dah mit dieser Art der Mathematik auch der Teufel etwas zu thun hat?Auch der Teufel soll leben!" rief Don Ciccio. das Glas erhebend, vorausgesetzt, daß er so schöne, strahlende Augen hat wie Donna Chiarina, unsre liebenswürdige WirThin." Großer Applaus. Gennariello stimmte dasLied an: Sul mare luceiia " Die Leute sagen. Den Cirillo sei mit einem großen Bündel nach dem Orient gezogen, wo eine Odaliske " ihm das Bündel aufknüpfen geholfen...." O, o, wie unanständig! Still doch!" In vino veritas." Maxirna debetur pueris revertntia." Meine Herrschaften!" schrie, sich erhebend, Filippino, indem er in seiner Rechten ein Glas bernsteinfarbigen Weins hoch hielt. Wo immer er sei, im Orient oder Ocrtdent: Er soll leben! Ick trinke auf die Gesundheit des fernen theuren Freundes, desWohlthäters -und Retters meiner Kinder, cuf daß sein Leben nichts sei als eine lange Reihe von Wonnen " Liebenswürdige Chiarina!" murmelte in der Fistel Don Nunziante, indem er die Hausfrau durchs Glas hindurch bcäugelte. Brcrvo! Sehr gut! Vivat Don Cirillo!" schrie es von allen Seiten. Der Lärm war wirklich ohrbetäuhend geworden. Aber er verstummte wie durch Zauberschlag betm Eintritt eines Krrcrden, der eine große, runde, mittels einer Schnur doppelt übers Kreuz gebunden Schachtel ' auf ' den Armen trug. Wer schickt das?" fragte "mmiiUn lautloser Stille Filippino. Das Paket ist eben jetzt von tmm Ciseubalhnausträger im Lcrden abge geben worden. Es ist an ihre Adresse. Ein Pfefferkuchen!" rief eins der Kinder. Ein Pfefferkuchen, Vater!" Wem: Du es errathen hast, Getto, so darfst Du die Schachtel auslecken." sagte der Papa, dessen Gesicht noch von der Anstrengung des Trinkspru ches glühte. Er nahm ein Messer , vom Tisch, schrnü die Schnur entzwei, hob den Deckel, dann noch ein ZeitungsHalt In der Schachtel lag ein Priefierhut, in dessen Bande ein Zettel steckte. Wer kann mir daS Zeug schicken?" Filippino liest daS Billet, versieht nichts davon, liest wieder; aber, mag die Undeutlichkeit der Schrift, möges d Dänrpfe des bernsteinfarbigen Welnes schuld daran sein kurz, er wird nicht klug daraus. , Er reicht das Blatt DonCiccio. Ihr habt ' eine Brille.. lest mir die Ge schichte. Was kann das Gekritzel nur bedeuten?" Don Ciccio schab sich die Brille auf die Nasenspitze und las mit lauter Stimme: Sehr zu verehrender Herr! Da hier in der Gegend ein geistlicher , Hut aufgefunden worden und es mir 'trotz aller Nachforschungen nicht möglich gewesen ist, den hochwürdigen Eigenrhümer ausfindig zu machen; da lch andrerselts mem Gewissen nicht dadurch beschweren will, daß ich frem-

des Gut zurückb'.hal'e; da ferner der Hut Ihre Firma trägt, so erlaube ich mir. den mehrerwähnien Hut franko und spesenfrei an Euer Wohlgcboren zu übelsenöen in der Annahme, daß Ihnen eher als mir die Mittel zu Gebote stehen werden, den rechtmäßigen Besttzer zu eruiren und ihm sein Eigenthum zukommen zu lassen. Ich zeichne mit alle? g?büh:enden Hochachtung Ihr ergebener Diener Don Antonio Spina. Pfarrer von Santafusca." Das heißt man einmal einen redlichen Mann!" rief Don Nunziante aus. Oder der Hut ist ihm zu klein geWesen!" kicherte boshaft Don Ciccio. Still, alle zusammen!" schrie Filippino, der plötzlich sehr blaß geworden war. Das ist derselbe Hut. den ich kürzlich dem Prete Cirillo gegkben habe an dem Tage, da er Neapel verließ." Alle sperrten Mund und Augen weit cuf und riefen: Ist das möglich? Ist das möglich?" 0, ich irre mich nicht. Ich kenne ihn wohl, den Hut. Ich hatte ihn für Monsignore Vicario angefertigt, aber er fiel zu eng ais. Chiarina, Du weißt gewiß noch die Buchnummer." Er ist es!" bestätigte mit zitternder Stimme die Exhukmacherin. In tiefem Schweigen tauschten die Eingeladenen miteinadnerl Blicke aus. Sie hatten den Prete gerufen, und dieser hatte seinen Hut geschickt. So etwas ist immer ein böses Vorzeichen.... Die Schlußfolgerungen tvaren in die

Augen springend. Da Prete Cirillo, als er fortgmg, nur jene einen Hut mitgehabt, so war es kaum anzunehmen. daß er ihn weggeworfen haben sollte. um so weniger, als er ganz neu war: er müßte ihn denn wirklich, wie der Notar in boshaftem Scherze gemeint, gegen den Turban eingetauscht haben. , Ich wittere da ein Verbrechen!" sag te Don Ciccio, indem er sich erhob und mit gekräuselten Nasenflügeln M der Luft herumschnupperte. O schmerzensreiche Mutter GotteN' rief Donna Ehiarin, blaß wie ttne Lilie. Wie, was? DonCiccio!" schrieen die andern Weiber durcheinander. Was habt Ihr da gesagt?" Ich wiederhole, daß ich ein Verbrechen wittere und weiß, was ich sage." Der famose Paglietta sah bei die sen Worten noch gelber und verknöchcrter aus als gewöhnlich. Mein: Herrschaften!" fuhr er fort, die Stimme zu jenem Pathos erhebend, welches ihm bei seinen Plardoyers eigen war. Meine Herrschaften! Dieser Hut, heißt es im Briefe, wurde in der Umgebung von Santafusca aufgefunden. Das Wort Umgebung kann in diesem Falle offenbar nur bedeutn: unter freiem Himmel, das heißt auf irgend einem Wege, Felde, in einem Weinberg, Wald oder dergleichen; denn sonst hätte Don Antonro geschrieben: ln meinem Haus, in der Kirche, in der Sakristei. Herr Filippino Mantica sagt aus, daß der Hut zu dem Zeitpunkte, als er ihn aus der Hand gab. ganz neu war; zum Ueberslusse haben wir noch die liebenswürdiae Äeuain Donna Chiarina da, welche bekräftigt. daß der Hut in funkelmzelneuem Zustände sich befand, als er durch Kauf oder Schenkung, wie man will, m Don Cirillos Besitz gelangte. Nun sehe ich aber daran deutliche Zeichen stattgehabter Beschädigung; nämlich erstens hier mehrere röthliche Spuren, wie sie die Reibung eines Gegenstandes an Backsteinen hervorbringt; ferner an verschiedenen Stellen eingebrannte Flecken, offenbar von Bespritzung mit Kalk herrührend. Daraus ergibt sich mit großer Wahrscheinlichkeit, daß die That an etnem Ort: geschehen tst in dessen Nähe gebaut oder wenigstens Baumaterial aufbewahrt wurde. Diese Flecken, meine Herrschaften, sprechen deutlicher als ein Protokoll!" O mem Gott! Don Ciccw!" schrie die junge Frau, die Arme zum Himn:el streckend. Ich bin kein Wahrsager, noch eines Wahrsagers Sohn deklamirte Jl Paglietta weiter, inem er die Augen weit aufriß. Und träte in diesem Augen blicke Prete Cirillo zur Thür herein und wollte mit mir anstoßen, ich wäre, bei Gott! nicht eigensinnig genug, um weiter bei der Behauptung zu bleiben, er sei ermordet worden. Aber ich mache diese hier versammelten Herrschaften aufmerksam, daß der Prete seit vierzehn Tagen abwesend ist; daß kein Mensch seinen Aufenthalt kennt: dak er nicht einmal, seinen allerbesten Freunden ein Lebenszeichen hat zukommen lassen; Vab er ferner bei feiger Abreise gegen Gennarttllo sich geäußert hat, er gehe nach Miamo, während sein Hut in der Umgebung von Sankafusca, also in gerade entgegengesetzter Richtung, aufgefunden wurde. Nun frage ich: Wa konnte in Santafusca ein Mann su chen, dei jede Ortsvuanderung verab scheute, der nie einen Fuß aus dem Weichbiide der Stadt setzte.... der dsrt zu Land weder Freunde noch Ber wandt? besaß? Beweis dafür, meine Herrschaften. daZ negative Resultat der Nachfragen. Denn hatte er dort irgend welche. Beziehungen 'gehabt, so wären Don Antoi.io Nachforschunge nach dem Eigenthümer des Hutes gewiß nicht vergeblich geblieben. Ja. wäre Prete Cirillo überhaupt nur im Orte oder dessen Umgebung gesehn? worden, so hätte sicher einer oder der andre sich an den Maim oder Hut erinnert, wäh rend der Brief klar und deutlich besagt, daß alleNachfragen resultatlos verlaufen sind. Ha! Also derart unbekannt war der Mann dem Psaner von San tafusca und seinen Kollegen aus der Nachbarschaft, dak keiner von ihnen auch nur im stände ist, die geringste Auskunft zu geben? Und daö zu einem Zeitpunkte, wo alle Zeitungen, der .Popolo Cattolico- an der. ?piie, mit

Berichten über das Verschwinden des Vrete und das Lottcrietcrno angefüllt sinc,? Mcine Herrschaften, ich bin, ich wiederhole es, weder Astrolog, mh der Sohn eines Ajiroloqen; abcr zu der Behauptung reicht me'n Scharfsinn doch aus. daß ein Mann, der in einer (Legend, wo leine Menschenseele ihn je erbliät hat, einen nagelneuen Hut verliert. ein. zum mlndejten gesagt, problematischer Mann ist. "Hier erinnere man sich, daß es nicht das erste Mal ist. daß Pre!: Cirillo von feiten Uebel gesinnter Nachstellungen u7.d (Gewalt erleidet; hier erinnere man sich serner c.n jene große Aufregung, welche die Nuchricht v?n dem mit Prete Cirillos Nummern gemachten ungeheuren Treffer in gewissen Quartieren dieser Stadt hervorgerufen hat! Was ist näherliegend als die Annahme, daß irgendwer, sei es ein Verführer oder ein Verführte?, sei es ein Raubgefelle von Profefsion oder ein übelberathener armer Teufel, durch den Glanz des Goldes geblendet, an dn unb'waffneten Diener Gottes Hand angelegt habe?.... Ich weiß nichts; ich verliere mich in diesem Labyrinthe; aber im Dunkel tappend, glaube ich unter meinen Fingern zu fühlen ein Corpus delicti!" Don Ciccio sprach mit düsterer Miene, schneidendem Organ; mit der Linken schwang er seinen Zylinder, daß die zottigen Haare flogen, während die Rechte mit energischen Fingerstößen die Worte in die Luft nagelte. Alles das, im Verein mit der grimmen Logik seiner Beweisführung, verfehlte nicht seine Wirkung auf die Zuhörerschaft. deren Mark ein Schauer durchrieselte.... Don Nunziante versuchte wohl , den Einwand, daß der Prete den Hut viel leicht auf der Eisenvahnfahrt. verloren haben könnte, als er den Kopf unvorsichtigerweise zu weit aus dem Waggonfenstcr gesteckt hätte; aber diese so einfache als wahrscheinliche Erklärung wollte niemand einleuchten. Die Losung war allzu banal, um all diesen südlichen Gerstern zu gefallen, welche, vom Wein nicht minder als von Don Ciccios Nl?de inFlamiuen gesztzt, durchaus Nervenerregendes. Ungewöhnliches in der Sache sehen wollten. Den Flug der Phantasie soll man nicht stören... Kurz, aus der Kopfhöhlung dieses Hutes wuchs eine Schrcckensgeschichte hervor, riesengroß und gepanzert, wie Minerva rieseng:oß und gepanzert Zeus' Haupt entstieg. Mit der Fröhlichkeit war es für jenen Tag vorüber. Don Ciccio stellte sich aus dem Kreise der Anwesenden einenkleinenKriegsrath zusammen, dem er vorschlug, das Corpii8 delicti, wie es auf dem Tische lag. der hohen königlichen Staatsanwaltschaft zu überbringen, deren Leiter, Commendatore Janetti, sein Freund und Umversitätskollege, ein Mann von Klugheit, Umsicht und Energie und, nebenbei erwähnt, ein entfernter Verwandter des Minisiers des Innern sei. Mittlerweile aber müsse man nichts verlauten lassen, den liberalen Zeitungen zum Trotz, welche, da es sich um einen armen Priester handle, diesem gewiß unrecht geben würden, wie es ihnen ja überhaupt am liebsten wäre, wenn sie die ganze Geistlichkeit am Galgen baumeln sehen könnten. Ist em Verbrechen dahinter Gott hat einen langen Arm; im schlimmsten Falle wücoen die durch den Hut gelieferten Anhaltspunkte die Gerechtigkeit gewiß auf die richtige Spur bringen. Auf alle Fälle, meinte er weiter, sei Filippino moralisch verpflichtet, einige Ausgaben nicht zu scheuen, damit Licht in diese dunkle, nein, stockfinstere Angelegenheit käme. Filippino gab ihn: sofort Vollmacht, das Nöthige zn veranlassen, und wollte. wie er erklärte, auf ein paar Hunderter mehr oder weniger nicht schauen.... ' So geschah es. Aber so sehr man auch um die Geheimhaltung bemüht war, konnte man es doch nicht verhindein, daß schon am Abend desselben Tages die Geschichte von Prete Cirillos Hut in der Nachbarschaft die Runde machte, ja, leise Andeutungen davon bis hinein in das Winkelwerk des Mercato drangc'n, wo Prete Cirillo und seine Nummern mittlerweile schon so gut wie in Vergessenheit. gerathen waren. Und bis zum Morgengrauen hatte sich ein Reporter, flinker als die andern, schon genug Material zusammengefragt, um den Nest aus seiner Phantasie zu einem langen Bericht zusammcnstoppeln zu können, der in die

ganze Angelegenheit dle rwthiia.e. Kosusion trug. .. .. 1(X Kapitel., ' De? Jäger. ' " Nach Neapel zurückgekehrt. . zwang sich der Baron mehrere Tage lang, weder an Prete Cirillo, noch cm seinen Hut zu denken. Der eine lag ruhig an sicherern Ort eingeschlossen, zu dem, der Schlüssel sich wohlverwahrt in einem aeheimW Fache seines Schreibtisches befand; und der andre, der H,rt I, Bezug 5üf den konnte er es alleÄmgS zu !einer Ruche brrnsgen. so Mgifch er auch cllöMrttel anwandte, um sich ihn auö dem Kopf zu schilagen. I jenem gräfc lichtn schwarzen Filz Wen ein Fetzea der Seele des Todten fortzuleben, ihn Tag invd. .Nacht mit. schwerem Flügel scktoa im umflattern. Urrd er konnte wn nicht packen, so oft leidenschaftlich er danach haschte ! 2i!ie lch, wie glücklich hatte er sein können ohne dieses höllische Gespenst! Vergeblich suchte er im Spiel, m der Gesell keit deS KlubS, in MarinellaS Armen, im NrAganae mit dn eleganten Welt. den. er mit ziemliche Glück wieder aufgenommen hatt. Zerstreuung, .Woran denkst. Du. Varon? .fragte ihn wohk Marinella, wenn er so unbe weglich dasaß, den. verglasten Blick inS

öeere gerichtet.... Aber sie erhielt keine Antwort. Er konnte keinem Geistlichen begegnen, ohne daß sich sofort sein Blick mit einer kranlhaslen, zudringlichen Neugier nach dem Drelspih auf dessen Kopfe gerichtet hätte; und hatte er sich einmal dort festqebissen. so lieb es den

Baron nicht mehr lo?. er hätte sich am liebsten durch ganz Neapel müschleppen lassen, di? volkreichen Straßen entlang und bis über die Schwelle der Kirchen, der Klöster und Pfarrhöfe.... Er versuchte, sich dieses sonderbare Bezauberungsphänomen wissenschastlich zu erklären. Er hatte eben seinem erregbaren Temperament zu viel zugemuthet und lebte infolgedessen in einem Zustande fortwährender Hallucination, unter der Herrsaft von Vorspiegelungen, deren Einflüsse er sich nicht zu entziehen vermochte, so klar er sich auch dessen bewußt war, daß alles nur von den Nerven, der Einbildungs kraft, und keineswegs von der Emwirkung dessen herkam, was man Gewissen nennt. War es doch eine feststehende Thatsache, daß das Gehirnsystem auch die Schmerzempfindungen gar nicht mehr' vorhandener Gliedmatzm, eines langst amputirten Armes oder Beines reflektirt.... Auch hatte sich feit einiger Zeit ein heftiges Herzklopfen bei ihm eingestellt, so daß er mehr als einmal zum Dlaitalm ferne Zuflucht zu nehmen gezwungen war. Er legte sich einige Enthaltsamkeit im Rauchen aus. nahm von Zeit zu Zeit Bromür, nicht ohne Erfolg. Er fühlte sich dann jedesmal erleichtert, erfrifcht, und erfreute sich. trotz Prete und Hut, ruhiger- Traurne. In einem dieser Träume war es. daß ihm der Einfall kam, der Hut könne xxi die Hände zenes qewlssen Gtorgio. des Neffen Salvatores, gefallen sein, der oben in der Falda ein WrrthSqeschäst detrreb. Der Mannwar, wie er wußte, nach Santafusca gekommen uird hatte Salvatores Sieoenfachen ln emem Sacke Mlt sich fortgenommen. Warum sollte er da. den Hut zurückgelassen haben, vorausgesetzt, daß er sich überhaupt unter den Sachen vorgefunden habe? Dlefer Traum kam ihm bel seinem Erwachen weniger unsinnig vor, als es sonst Träume zu sein pflegen, und es schien ihm der Müh: werth zu sein, einen Ausflug ins Gebirge zu unternehmen, schon um das Experkment zu muchen, inwieweit an einem Traume etwas Wahres sein könne. Um keinen Verdacht zu erregen, kleidete er sich in das rauhe Kostüm eines profesjlonellen Jagers und fuhr, einen unförmlichen weichen Filz in die Stirne gedruckt, Gen?chr und Jagdtasch: quer übergehängt, auf der Eisenbahn nach der der Falda nächstgelegeNen Station, wo er den Zug verließ, um gemächlichen Schrittes in der Morgcnkühle die Hügel emporzusteigen. den Mund zum Pfeifen gespitzt, das Herz einer halben Hoffnung erschlossen. Was Intit er nicht gegeben, um ie nen Fetzen von Hut und mit ihm seine Seelenruhe wiederzuerlangen! Besser, wahrhaftig, wie Prete Cirillo, todt im Schatten der Grube liegen, als lebend liiiuuiiva jtuca tu(g:iutu yuus.... 1 tXs 1 1 IM? AMirkf trnn Ct4P Das Wirtbshaus .Zum SMnv" I stand mit seinem alten, tomatmfarbigen Wahrzeichen, einsam und abgelegen am Nande- der Bergstraße, angelchnt an em Platanenwaldchen. in dem Fuhrleute und Eseltreiber ihr Raststündchen abzuhalten pflegten. Es war kein Hotel sur vornehme Enaländer: aber immerhin konnte man dort ein GlaS Wein, einen guten alten Streichkäse. Tabak und vorkommendenfalls auch einen Teller frischen Salat haben, gepflückt und angemacht von Giorgios groben Fingern. Dieser Giorgio war ein untersetzte: kräftiaer Bursche, kugelig von Schädel wie von Hirn, ein guter Kerl im Grunde, und immer oereir, einem Nachbarn einen Gefallen zu erwcifen, besonlderZ wenn es eine halbe Lira dabel zu verdienen gab. Er war eben damit beschäftiqt. einen am Fenstergitter hängenden Hammel in Stücke zu zerlegen als er einen agcr oune und die Strane herauf- und auf fein Wirthshaus zuschreikcrc sah. M, yTW -. - V -! jtann iaj ein iztias xucin axio ci Ml! Hast haben, mein Junge?" So viel Ihr wollte beeilte sich Giorgio zu erwidern, mdem er sich die blutigen Hänide abwsschte. 'ver zager irai in ein rinne vuciaß des Erdgeschosses unld blickte sich im Kreise- um, als suchte er eSvas. Dann ließ er sich an einem TLsche niederfallen. mä der Haltung und Miene eines ermüdelkn Mannes. E dauerte keine Minute, so war Gkonrio schon zurück, Wem. Käse und- einem Stück, hart Brotes, aus. einMr Teller. Jh? kommt mir so, bekannt vor;, . 'VI v '. jmrger Mensch? aver rann my, nicht entsinnen, rda. iSn Euch gesehen hibe." Gioraio saÄ dem JT? inS Gesichk. Hm! Menschen trefst sich... Ab ichkma mich wirklich ach erinnern-." Seid Ihr nicht vielleicht ein 23et wandte? SaMtore, .her a UN. ten in Sankrfuscal wohnt?" - .DaS bi ich der That. Aber n m todt ' Ich weiß daL ArmttTeuZel Er war wirklich em braver mann, n gu ier MaiuL. Jetzt liegt tt im GraÜ. der Arme. . Giorgro legte, sich die offenen Hände auf die Brust Da ht man wieder einmsl sehen . können, was - tat HerrendZenst herenls schaut! Solange einer einen Tropfen Blut hat, saugen sie einen aus; den Leichnam dann, den be kommt der Hund.Aha! Ihr vollt vom Baron fptt chen? . mernte der Jager lachend. Von ihra und seinesgleichen; der er ist freitch womöglich noch schlechter als die übrigen. Nicht einen Thaler

hat mein Oheim hinterlassen, ' naäj vierzig- oder fünfzigjähriger treuer Dienstleistung, wahrend ver Baron dort drinnen Säcke" voll Geld mit den Dirnen orrpraßr. Ab-r wart nur! Sie sagen, dafc es nicht m?hr lange mit ihm dauert!" So seöd Ihr also wirklich derjenige. der vor einiger Zeit nach der Villa gekommen ist, um einiges von dort abzuholen?" Ich war vor vierzehn Tagen un ten." Ich bin ein Verwandter des Pfarrers von Santafusca.... ein Sohn seiner Schwester," sagte der Jäger in vertraulichem Tone. Don Antonio ist Euer Oheim? O, das ist ein frommer Mann!" Und da kommt es. mir vor, als hätte ich Euch in Begleitung des Gemeindeschreibers " Da habt Ihr ganz recht. Er hatte nämlick den Zimmerschlüssel." Und Euren armen Oheim habe ich gut gekannt. Sein Tod hat mir wirklichen Kummer verursacht." Der Jager hatte diese Worte, in aufrichtigem Tone gesprochen. So seid Ihr also auö dieser Gegend?" Nein. Ich lebe in der Gegend von Neapel; aber ich komme oft zur Jagd heraus. Heuer gibt es gar nichts zu schießen." Das ist richtig. Ein elendes Jahr." Ja, richtig!" fuhr der Jäger nach einem tiefen Athemzuge fort. Da wir gerade bei dem Gespräch sind: Habt Ihr nicht vielleicht mit den andern Sachen auch einen Priestechut fortgetragen?" ' Jawohl, jawohl," sagte Giorgio. Ich habe ihn hier." Der Jäger streckte die Arme und Beine von sich und überließ sich einem großen Heiterkeitsausbruch. Ich habe den Hut. Aber warum lacht Ihr so?" Der andre , lachte noch immer; er wand sich auf seiner Bank und konnte sich gar nicht mäßigen, bis er endlich den Kopf zwischen beide Hände faßte. Die ungeheure Erleichterung, das Wonnegefühl, das jene Eröffnung ihm verursacht hatte, entziehen sich jeder Beschreibung. Nach so vielen Tagen dr entsetzlichsten Angst und Seelenpein sollte er jetzt endlich das Phantom mit Händen greifen können, und das infolge einer Eingebung im Traume! Was wäre er nicht vor einer Viertel-, stun'de noch bereit gewesen, für den Besitz des Hutes zu geben,' und siehe da, das Schicksal machte ihm sozusagen ein Geschenk damit! Und einem Traume, einem Traume dankte er es! 'Jetzt werde ich Euch erzählen! sagte er nach einer Weile zum Wirth Don Antonio hatte seinen Hut im Zimmer Eures alten Onkels vergessen und erinnerte sich erst, ein paar Tage später an den Umstand. Er ist eben ein Frommer und mit seinen Gedanken immer im Himmel. Und als er sich endlich erinnerte, war der Hut fort. Er war darüber in Verzweiflung, denn er hat nur den einen, und reich ist er nicht, wie Ihr wohl wissen werder. Er gibt eben den Armen womöglich auch das Hemd vom Leibe! Nun. war ich gerade anwesend, als der Sekretär zu ihm kam wie heißt er. denn nur?" - Jermolin' -

Richtig! Also der Sekretär sagte,daß mogllcherwerie Ihr rhn mit. den andern Sachr fortgetragen haben könntet."" Das ist wahrhaftig eine ganze, Komödie!! Nun, mir ist es nicht e'mgefallen,, was- es mit dem Hut für eine Bewandtnlß haben konnte. Es war so wema zum Wegtragen 5a, daß ich das Ganze nur so durcheinander in? einen Sack geschoben habe " Don Antonio wird Euch als Ja? chenrüuber anklagen." Ich em Dieb? Freilich hätte ich daran denken sollen; aber ich, habe.' es ohne böse. Absicht gethan." ' .Ihr versteht wohl, daß '.ich Spaß mache. Ein Dieb, ohne es zu wissen, wie Pulcinella. im Puppentheater!" Der? Jager goß sich aus 'dem Kruge Wein ein und stürzte ein gutes. Glas voll hlnunöer; eine sanfte Warme .verbreitete sich durch seine Gliede?.- Ware Glormo? nacht solch ein Stock gerne sen;. es Hütte ihm unmöglich entgehen können,, nrn des Jagers Augen rn sondcrbaicm Lichte funkelten .' Ihr- verdient weoen ? Kirchenraubes in, die HM: zu kommen," wiederholteder. Jag immerfort unter lau temLachen,.wrckei er den 2Üsch mit .den Fäu? sten fattbeime. Go bewahre rch davor? .die K mn sslch eines Pappensiieres willew zu veQieren! Gleich werdet Ihr es. siYen,. daS Prachtstück von isem Hut! Er M schadia txt der Esel UÄN5 MüllsrS. Ich habe ihn MeinemStuhl. dcullMl sehen nd hab - . ged-zcht... w habe ich ur . gekacht? . Ich wertz es wahrhstg selMi mchö.AdeT ßd ditNft sichere .er ist nicht einMl'ZiAr Vogelscheuche gut genugi.Jch.rmllihn. M einmal khplen."' . Der Jage? blieb a&itil: tzr. H5r!ie Giorgios HÄzschulhe hinter-. de.r.- Mr eme Holzleiier hrnlUsklaMM, fcfctttt über seinem stopft: den. Dachhode entlang fäturfe n HM; m jener stehen blÄb, ossezar rn ?n 'Sacke zu wühln. Und v- saß da, die Augen auf den. Fntzboden, geltet, teMmlke mit fec Fingevü und lachte lautlos, die weißen ZätM zekzend. War doch im Begriffe, Don Cirillo den letzten und entscheidslden Streich zu versetze! Er lachte mit einem eisigen Lachen; aber toW fühlte er das kran le Herz heftig gegen seine Rippen hä'm. mern Im Hut stak Za ein (Sndche von der Eeele des Prete, und das c vorstehende Wiedersehen mit jMN Alp ferner. Rächte erfüllte ihn xxii Furcht. (Fortsetzung folgH

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GrünkohlmitSchinkenin Teighülle. Der Schinken wird 10 Stunden gewässert, die braune Schwarte abgezogen und alles Ilnsaubere abgeputzt. In die Fettlage steckt man 34 Gewürznelken und trocknet den Schinken noch mit einem sauberen Tuch ab. Dann knetet man von Roggenmehl und Wasser nebst etwas Salz einen ziemlich derben Teig, rollt denselben in der Stärke eines kleinen Fingers aus, schlägt den Schinken ganz hinein, so daß er vollständig damit umhüllt ist, legt denselben in eine mit Mehl bestreute flache Pfanne und stellt ihn, ohne Wasser zuzugießen, in einen ziemlich heißen Bratofen auf einen Ziegelstein oder niedrigen Dreifuß. Dort muß er F 4 Stunden stehen, während man ihn einmal umwendet. Nach Ablauf dieser Zeit nimmt man den Schinken heraus, löst die Tesghülle ab und serdirt den Schinken recht heiß zu dem Grünkohl. Blumenkohl. Die -Bwmen-kohlköpfe putzt man gut, legt sie eine -halbe Stunde m mxi Essig versetztes Salzwasser und kocht sie dann in kochendem Salzwasser, dem man eine Priese Zucker zusetzt weich. Kurz vor dem Anrichten bereitet marr die Sauce. Man schwitzt m 1 Unze- Bnrter 1 Unze Mehl gelblich, verkocht dies mit einem halben Pint Blumenkohlwasser, in dem man 75 Gran Fleischextract loste, und einem halben Pind Milch zu dicker Sauce, gibt geriebene Muskatnuß als Gewürz hinzu und zieht die Sauce mit einem Eigelb ab. Der Kohl wird, nachdem er gut abgetropft ist, in eine tiefe Schüssel gelegt, und mit der Sauce übergössen. Gedämpfte- Kalbsfch.nit?tL Derbes Kalbfleisch von der Keule wird in daumendicke Scheiben geschnitten, die größeren Sehnen oder Lappen entfernt, mit Pfeffer und Salz bestreut, tüchtig geklopft und auf beiden Seiten ganz leicht angebratene Dann gibt man in Scheiben geschnittene Zwiebeln,, em Stückchen gehackten rohen Schinken und eine viertel. Flasche Weißwein hinzu' und läßt das. Fleisch unter öfterem Begießen langsam dämpfen. Bevor man den Deckel! auf die Kasserolle deckt,.lege man ein passendes Stück reines Schreibpapier darüber, damit der Dampf nicht entweicht. Nach ungefähr einer. Stunde wird des Bei guß entfettet, wenn er zu sehr einge kocht ist, die unterdeß vom Abfall des Fleisches bereiteteBrühe dazugegeben, etwas Mehl eingestäubt und die Schnitzel' zu Kartoffeln oder Knödeln angerichtet. B e.'rrl'o r e n e.E i e r i n 31'crh m sia u o ec Man schlage die Eier, unmer viev -auf einmal,'.in kochendes,. gesalzenes Wasser, lassersie 3 bis 4 Minuten kochen und nehme sie mit dem Schaumlöffel heraus.. Für sechs EierMmpft man nun einen Eßlöffel fein-oxhackte Schalotten unfeinen Eßlöffel Wehl in 2. Unzen Butter ganz hell, rüstrt ein halbes. Pint: dicken, fauren RaHz daran und würzt mit Salz und weißem Pfeffer. Nachdem man die. Sier in eine passende. Schale gelegt H&& gießt man' die Sauce darüber und gniri sie mit .in Butter gerösteten Weißbrotschnitten. Fe-ine schle fische Kaatoffelilößcr. Man reibt ein kleine Schüssel voDam Morgen oder: Tags vorher abgekochte Kartoffeln, nimmt aber nur das, was hinter dasReibeisen f?llt. und gießt darauf 6 EßlpffeZ eben geschmolzener? Butter, gibt''.- ferner 2 ganze Eier, Ms 3 Eßlöffel f$ätt, tU was? Salz und etwa 4 große: Kochlöf fellvvll MehL dazu und wirÄiMes in einer gut!glivten Schüsse zu?, einem glätten Teig der sich von der? Schüssel ablöst Dann formt manrunt, nicht zu'große.?Klaße mit leichieölTand davon und? kocht sie in Salzwcrsser, bis sie.'oben-scMmmen. WAÄrichten lasse 'mav sie sehr gut btZkopfen und gebtcsi.e.'au.f cwe erwärm.lä:Schüssel. DocLrkuchen. Mo rührt ein hdlbksö Pfund Butter-Zeicb nimmt drn-.Wirttk Pfund Mehl.eÄ Viertel PünWZtrcker, ein Ei,' .etwas Zimmet. MuskatWtz. etwas gestchene Nelken (sehr, rreerrg), sowie tsht iSgeriebene Schalk einer Citr?e, Mes d2i n,iiwtHtlg durche'Äandtt gearbeitet! UNddauZ dem TeigllLi.ni?Kchen geförmtt. Mit Zucke .unzcschnitteneT ManWZ!, bestreut, mutz man sie i& ziemlich heißemOfgsidSraun backen Stt'e r n b e r .ex-' p f e l. T UrrztN' Butter. ewhölörL Pfund Mch. 3 lwzen rohgeriecheftee Mandeln, 3j lArzen feinen ZrrvLMhrt man gut untdr einander unddß2zt aus ver Waise kleine Kassel l Hörnchen)., die man auf einerBleH vn Osen .dMt. MH heiß besrtut: nnT sie vorfallen Wten dick mäzBszZkzucker. Hubertu-.Punsch. Eine Flasche schwezerr Wcthwein . ta&fc in Lne Porzel2ifisch?Ä gegossen., worauf an einen zssenÄSl eisernen chdst über die Schale legt' diesen ezn halbes Pfund mlMrcöoder Ruirxgejxankten Zucker let; unZs ihn anzü,det' nd so. carameM W Wein Wstn läßt. Man legtirn neuen, itk Aum oder Arak bMUfttten ZuS?raufiden Rost, bis m- tk Pfund Zuckev-' und eine halbe MsH Rum serbraucht hat. DarifgM man rasch cino- halbe Fla sche. kplte Chamvag.,er un zwei Gla2 kal.'vS Gtronenzuckrrwassn daran und snvt. den Punsch sofort. Gute. Bekanntschaf r. Zwei Herren lernen sich im WirthZK haus kennen und .ehen dann zasam men "bei. Donnenvetter. sagt d kine. jetzt hab' ich ntüttn Haus schlüssel verloren!" Mat nichts!mtgegnete der Andere. m$ hab' e.in.ey Dietrich tt rnir!"

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