Indiana Tribüne, Volume 20, Number 128, Indianapolis, Marion County, 26 January 1897 — Page 2

CPVfc 5Zu?Zisns Tribüne. Erschci Läßlich euö Gvmwlg Die tägliche ,Trib2,ve- 1 latj 'nrt.Wr 1 Cent v?? Woch', t:t Joi ntic8triEne,,5 f:-J ,tt lZochk. Seide i-'e IS Cent bet 5 (lenti per Ctoiiat. V't ZZcft öSb !n 'Itttt geschiöt t o,2Ubbe,a;lu5 pe, Jahr. fTU. i3 Süd Vladams GSratze. Indianapolis, Ind., 2. 3crtjar 18ii7. MHMWMMntiinMMMnMaMM Noch ein CHöz;5tttö-Fad". "Mit bewahe beängstigender Häufigkeit tauchen jeht mehr oder weniger sonderbare Eitelkeits - Mätzchen cm Horizont unserer fashionablenDaenttelt auf, und man fühlt sich stark an die Tage des alten Nom auf dem Glpkelrunki seiner Luxussucht erinnert, fciir deutschamerikanische Blätter ist es kaum noch lohnend, diesen saminllZchen Mode-Jrrgängen nachzugeben; doch mag hin und wieder ein d?sl)ndc.'s auffallendes Beispiel flüchtige -Ärwclh nung finden. Daher sei auch der nach sehenden Liebhaberei ein Plädchen cc gönnt. ES handelt s.ch dabei um lilnstl'che Verschönerung" der Äugenbr.?u?n durch geschickte :vzluz dersc'b:n nit Goldfarbe! Ursprünglich :s: diese sonderbare Idee in d:r traditionellen öeimath des Mer.sckcngeschlech.Z, im Orient nämlich, entsiandsn; nbcr wie so Kiele andere cef&maeföoHe und ge schmacklose Einfälle, verbriete t sich ton da langsam weiter xni b.'ginn: lereits auch m der Damenwelt unserer östlichen Aristokratie" Verehrerinnen f u finden. Sollte sie Ilch mtici iu tttn können, so ist natürlich d'e 2insieaung geminer reie oes giutju-u tischen Westens durch dieselbe nur eine Fraqe naher Zeit. Eigentlich ist ja auch für die Augenbrauen der Modedamen bti jetzt wenig gethan worden, außer von der Mama Natur selber. Äelzzentiich wurden sie im Einklang ' mit dem Haupthaar Heller oder dunkler (tffarfc, 20er eine selöstständigeRolle hatte man ibnen bei d:r Anwendung Zünstlicher Oerschceru?smittel bis jetzt 'so gut nie gir nicht "-iheilt. Jktzt aber f:3 darin ein b?deutendei Wandel eintrelen! Die L'sühaberinnen d?r neuen importirien 5)cani: scic7t:n scgar so einseitig für dieselbe, fcap? sie die ilugen selbst, den Mund und d'e 6c. .chNsarbe darüber vorläufiz arg dernach lässigen, resp, größtenihzils d:r 5!atur überlassen, aber die Augbrai:n förmlich als den höchsten ?hron der 77--eit behandeln und , mii. peinliC?rgfalt schmücken. - - .' Man sollte meinen, schone Au7:nbrauen konnten gar ::icht weiter ccrvolllommnet werden, c.ls üe eZ von jause aus sind, und enlschisdener, als h jedem andern Punkte törp-rlicher Vorzüge, wäre hier jedes Mehr nur kin Weniger. Genau genommen, wollen die Anhängerinnen der vorliegenden Manie auch nicht etwa oerschi'nern, sondern sie wollen das Schöne cussälliger machen, damit es die Aup.nerksamkeit jedes Mitgeschörfes.srfori erzwinge. Daher da Bemalen sutt SolbfV:, das heiüt wenigstens in oer ' Nähe des äußeren Saumes. Sind Augen und Haar selber dunkel, so ist die 'Wirkung eine um so größere und zwingendere. Die Sache ist aber nicht so leicht zu machen? sie mus; als ttunst erlernt werden,, damit die Malere: zur Geltung und Anerkennung in Den maßgebenden Kreisen gelang;, und ks .sind auch mehrere verschiedene .Style", dabei zu beobachten. 'Die natürliche Gestalt und Lli'iatur der Augenbra-uen scheint daber noch am wenigsten in Betracht zu komm.m. Ist Loch diese bei denjenigen Evastöchtern, die zuerst damit beglückt wurden, eine beträchtlich andere, als meistens bei ihcen Schwestern in unserer Zoesiliüen Eulturwelt, aber die Schwär:t:rinjen für diesen sonderbaren :oci3 der Decorationsmalerei behaupten, 'dieser Unterschied sei nicht nur kein h'uderstift, sondern erhöhe den Reiz dieses Schmuckes für unsere westlichen Dainen - Augenbrauen noch ganz fofen oers! ManÄe wilde Völkerschaften wur-' den wahrscheinlich biete Mode überaus anheimelnd finden: Die Extreme b:rühren sich aber auch in diesem Falle. llnb' wer weiß, in tote sielen c: deren Leiehunen eine solche Annäherung sich noch bemerklich r.adjtn wird? r. . . . rr. r. v.a r. 71 "V - Aus dc? Kaug'.inmi-Weli. ' L)ie Äaugümmi -. Industrie, von delchev gar Manche hosfen und wünfchen, daß es mit ihr noch in diesem Jahrhundert zu Ende ' gehen mög:,' ist so brecht ' eigentlich eine Fankee-Jndu-ftrie; aber der Grundstoff dieses schrecklichen Gaumen - Labsals, ' das verwandte Harz, kommt zum allergrößten Theil aus unserer -Nachbar-5ie5!ik Mexico, wo es aus' dem tro-oischenSapota-Vaum gewonnen wird. Wie eine amerikanische ZuckerbäckerZeitung neuerdings schreibt, sind allein während des Jahres 1L35 rund zier Millionen Pfund solchen SapotaHarzes (gum cirickle") nach den Lir' Staaten qesandt' worden. ' und diese ganz? Ma'ze, die einen geschäftlichen Werth von nahezu 81.500.000 hctie, wurde als Grundstoff für 5caugummi .verwendet. .Dabei hatte die Beliebtheit dekaugummi ansÄeinend schon ihren Höhepunkt übersck ritten. lOb derRLckaang anhält, scheint ü'ovU gens noch lange nicht gewiß.) Für. einen Fremden ist ein Gang durchweine unserer großen Kaugummi Fabriken ganz interessant. Hier wer d?n alljährlich vielleicht tausend Millionen oder mehr Stückchen des dehnbaren Bäckerei-Artikels. beigestellt und njidem Theil, der Welt gesandt. 'du die 300 Angestellte sinÄ' mit : der Fabrikation beschäftigt. ' - Zuerst muß natürlich für die Imrortirung des besagten Nohstofses georgt .werden, welcher von den armen lnexianischen Peonen' gesammelt .und d2QÄ,in.Ballen, diee etwa 150Pfund

tfoywnk

wiegen, ezportiri wird. Die größte, Fabrikanten führen dieses Harz direct ein. Zunächst wird dasselbe in der Fabrik aus der Hülle genommen und in kleine Stückcben aebackt. ZUt

Stückchen müssen aber noch vonBaumrinde und Solzsvlittern befreit wer den. Sie werden zu diesem Behufe einem Dämvfunas - Verfahren untcr.worfen, worauf der losgelöste Unrath ausgeleen wird. Der gereinigte und getrockneteStoff wird in Mühlen zermalmt, welche 3400 Umdrehungen in der Minute machen, und alsdann in besonderen Näumen einer Temperatur von 140 Grad Fahrenheit unterworfen. AIS dann geht das große Mischwerk vor sich, dessen genaue Einzelheiten Geschäftsgeheimniß sind. Die ' Masse wandert zu dem weißgeschürzten Koch, welcher den reinsten Zucker (so wird wenigstens allemal versichert) sowie Nahm angeblich ebenfalls von dem allerfrischesten ferner granulirtes yepsin. pulverisirte Guru- oder KolaNuß oder sonstige gewünschte Ingres dienzici; kunstgerecht hinzufügt und das Ganze in einem Siedekessel kocht, welcher einen Dampsmantel hat. Hier bearbeitet eine, sehr sinnreich eingerichit. fi& beständig umschwingende Drehschaufel das Zeug weiter und macht die Mischung zu eine? vourommenen, bis dieselbe ganj den Eharakter von dickem, festem Ärod-Teig angenommen hat. Jekt geht dieselbe in die Hände der Teig-Jungen" über, welche die Masse mit fein pulverisirtem Zucker kneten und sie darauf den Walzen übergeben. Zwischen zwei stählernen Walzen wird der Stoff platt gedrückt, bis er gerade die gewünschte Dicke hat. Er wird dann rasch nach den Malers" weiterbewegt. Das sind ebenfalls Walzen, die aber stählerne kleine Mc-sser haben und die langen Platten des aromatischen, appetitreizenden Gummis zerschneiden odev vielmehr nur dieSchnei-d-linie ziehen. Erst nachher, im Zu-richte-Naum, wird der Gummi an diesen Linien durchgebrochen. Von da aus wandert er nach dem Einwickelungs - Naum", wo die gewandten Finger von etwa 150 zarten Mädchen rasch und zierlich die Stückösti in Wachs papier, Staniol und die hübschen Aubenhüllen einschlagen. Schon im nächsten Augenblick haben die Paer" die Waare in Arbcit ud fu!?en Schachtel.-? et er Töpfe damit. Solcherart wird d:r Kaugummi auf das Piiililum losgelassen, und der Nest ist Schweigen. Wie früher einmal erzählt, ist ur' sprünglich ein armer Teufel zufällig auf die Kaugummi - Industrie verfallen möge es der Himmel ihm derzeihen indem er ein Stückchen des rohensarzes, daZ- früher nur gelegen:lich als Schifssoallastirung mi:ver wendet wurde, in den Mund nahm. 15 MUiarven Im ttunstvlitz. - In einer , neuerlichen Abhandlung einer unserer Fach-Zeitschristen führt der. in der Vundesflotte hervorragend thätige Lieutenant A. F. Fiske aus. daß in unserem Lande allein ein Eapital von nicht weniger als 1500 Millionen Dollars im elektrischen Kunsibetriebe der einen oder der anderen Art angelegt sei. Man nrgegenwärtige sich, welch' eine enorm hohe Summe das ist. und sie ist nicht auf 'Gerathewohl niedergeschrieben worden, sondern als Ergebniß einer sorgfältigen Untersuchung. In der That kann man ja heute be; uns im städtischen Leben kaum irgend ein industrielles Etablissement, bon namhafter Bedeutung, irgend ein öffentliches Gebäude oder eine, auf Eomfort Anspruch machende PrivatWohnung - betreten, ohne elektrischen Vorrichtungen dieser oder jener Art zu begegnen, die zum Theil längst etwas Selbstverständliches geworden sind und nicht mehr besonders beachtet werden. Namentlich verdrängt die Elel-. tricität in immer erstaunlicherem Maße mechanische Vorrichtungen, Niemenwerk, Schwungwellen u. s. w. im Manufacturwesen, ' in MaschinenWerkstätten' auf Seeschiffen und anderwärts aus dem Felde. Electrifche Ncgulirung" von Uhren, von Ventilen und von vielen sonstigen wichtiaen. Apparaten ist schon ' etwas ganz Gewöhnliches geworden' Viele "rnd der Meinung. 1)aß Druckluft als Kraft-übertragungZ-Methode niemals so allgemein für bohe Zwecke dienlicb ae macht "werden könne, wie Eletifti, ungeachtet der großen. ?. ideithing, welche ersterer vhne Zweiftl zukomm.i. " Kein Mensch kann sagen, wie w?!t diese Entwickelung noch gehen wird Wie wenio.e'J'ahre . sind es .her, dasz jene gewaltige Summe bei uns in ctet irischen Betrieben steckt, und wie w i nzig mag dieselbe erst im Vergleich zu künftiaen Anlagen erscheinen, da wir doch allem Anschein nach kaum über w'e Anfängs-Siadien der praktischen, Verwendunc.des eleltrischen Funkens hinaus sind! . 'Varr-Varlne?e:unsreo ansos. In einem Auffcch der Atlantic Monthly" wi:d allerlei intecessanii Auskunft, über amerikanische arf nnd über die Entwicklung des ParkAnlegens als Kunst in unserem Lande geboten. Obgleich diese Aussührun. gen hin und 'wieder . wobl etwas an .7at:iztischem Eigenlos ' leiden wie könnte man es anders erwarten? ' so ist das Wesentliche doch beachtenswerth, und Einiges daraus möge hiermit einem weitern KreiZ zugänglich gemacht sein' Das Anlegen von Parks ist sicherlich eine Kunst., die -neben den technischen Kenntnissen Phantasie und auten Ge schmack erfordert. In der Architectur. der, Malerei, . der LZ ildhQuerei und andern Künsten' ist unser Land! obwohl gar manche amerikanische Leistungen auf diesen Gebieten - nicht unterschätzt werden, sicherlich anderen Ländern bis jetzt nicht vorausgekommen, dagegen nehmen unsere bedeutenden ParkSvsteme.alZ ünstlerjse Arbeit einen

höheren Rang ein, als zede andere Kunst - Arbeit in den Ver. Staaten, und viele dieser Parks dürfen sich sehr

wohl neben den meisten europäischen - sehen lassen, besonders wenn man Tut Ungunst der Verhältnisse in Betracht zieht, wie sie vielfach auf unserer Seite vorhanden sind, und die kurze EntWicklungszeit! Zum Theil allerdings waren bei den amerikanischen Parks' auch große natürliche Vortheile von vornherein vorhanden. Im Jahre 1L09, also in Verhältnißmäßig sehr neuer Zeit, gab es in den !Zer. Staaten n u r z w e i wohlentWickelte ländliche Parks", im Jahre 188 ebtx hatte sich ihre Zahl bereits verzehnfacht, und inzwischen hat sie sich noch rasch weitervermehrt und ist ständig im Wachsen. Gute Beispiele dafür, was lünstlcrisches Geschick und Thatkraft aus Acres öden und nichts versprechenden Lodens machen können, bieten u. A. der Central-Park in New 5)ork, und der Jackson- (Weltaus stel-lungs-) Park sowie der Lincoln Park in Chicago. Dabei hatten manche große Zeitungen dieser Städte, z. B. der N. g). Herald", noch als diese Unternehmungen längere Zeit bereits im Gange waren, mit dem Auge nach Europa sehr hoffnungslos über dieselben geurtheilt. Beim Vergleich amerikanischerParkö mit europäischen fällt auch in Betracht, daß die lehteren ursprünglich das Eisenthum von Königen oder Edelleuten waren, während ' die amerikanischen Lergnügungs Anlagen schon von Haus aus für das allgemeine Volk geplant worden sind. Letzterem ist denn euch namentlich der Kinderwelt eine größere Bewegungsfreiheit in den ! Parks gelassen, als in denjenigen deö j kontinentalen Europa (mü Ausnahme der scandinavischen Länder), wo daS Publikum allzu sehr auf die angelegten ILege beschränkt ist. Es ist nicht noth. t?endig, daß diese größere Bewegungssreibeit den Parks verderblich werde. - Alles in Allem, und besonders im Einblick auf die Kürze der Zeit, läßt sich von den amerikanischen Parks noch eine große Zukunft erwarten. Auch der großartige Gedanke, einen nationalen Parkweg vom Atlantischen bis nach dem Stillen Ocean herzustellen und damit noch allerlei andere Vorzüge zu verbinden, könnte sehr trohl noch seine Verwirklichung finden, cbz'leich die augenblickliche Verhältnisse ihn nicht brünstigen. UebcsdeZ DistrietS Columbia. ' Wie man aus unfererBundeshauptstadt schreibt, wäre es nicht unmöglich, daß ein Niöalitätsstr.lt zwischen zwei Elettricitäts - -Veleuchti'ngs - Gesells chaften in dessen Verlauf die DU strictscommissäre offen dem .Congrcß Tro geboten haben, mittelbar zu wichtigen Aenderungen in Verwaltung der Bundeshauptstadt und des ganzen Districts Columbia führen tönnte. Welcher Art diese'. Verwaltung ist, davon bekommt man in anderen Theilen-unseres Landes nur bei seltenen Gelegenheiten viel zu hören; s lohnt sich, diese Verhältnisse ein we nig mit der Laterne zu beleuchten. . Der District Columbia, welcher rund 300.000 Einwohner hat. ist der einzige Winkel in den Ver. Staaten, wo die Bevölkerung ' vollständig des Wahlrechtes beraubt ist. Man kann sagen, daß ein Bürger der Stadt Washington fast ebenso sehr ein Fremder" ist, als ob er etwa in Kam schatka wohnte, obwohl er unmittelbar im Herzen der Regierung der freie stm und größten Nation der Welr kbt! Die Mißbräuche. welche sich unter den herrschenden Nechts- und Verwaltungs - Verhältnissen erschlichen, sind allmälig zu schreienden Skandalen geworden, und .immer dringender wird das Verlangen, nach einer, vollstandigen Umgestaltung dieserVerhältnisse. Die .Districts-Commissäre" bilden eine , Art tyrannischer Dreieinigkeit, und das vom Congreß bewilligte und durch locale Besteuerung aufgebrachte Geld im Betrag von rund 10 Millionen das Jahr wird zum großen Theil nach dem Belieben dieses Trios verwendet: dieses. Kleeblatt - und eine kleine Coterie einflußreicher örtlicher Macher, nebst den zwei Districis-Aus-schüssen des Congresses'- welch' letz.lerer nur Ja und Amen sagt bestim'men alleAusgaben: und die ö f f.e n il i ch e n Bedürfnisse spielen' dabei sogut wie gar keine Rolle., ..desto mehr aber . private Speculations-Vlanel .Vrnach muß sich die Bertheilung der Stratze:i-V:rb:sseri:ngen u. s. w. rich!:n. und einzelne Personrn können daher diesen ganzen Verwaltungs-Appa-rat zu ihrer piivaten Bereicherung auf ossmtliche Kosten benutzen. ' So ist . es beispielsweise noch nicht viele Jahre ? her, daß ein GrundeigenjhumS-Svn-' dicat solcherart einem Präsidenten der, Ver. Staaten und einen oder zweien , feiner Cabineisbeamten ts ermöglich-' lichten, im Handumdrehen mehrere Hundl.rt!ausendc Dollars mit einer GrundeigenthumZ-Anlage zu macben." ' Und ähnlich: Dinoe kommen fort und fort vor, während wirklich ' verbesserungZbedürstige StadttheilV und Straßen oft schauderhaft vernach-i lässigt werden. ' Noch größer sind die Mißbräuche, welche sich in der Gerichtverwaltung dieses Districts herausgebildet Habens Alle DijtrictZ!icht:r, vom höchsten bis' zum niedersten, werden auf Lebenszeit ernannt, und in Anwaltskreisen erzählt man sich' unzählige Geschichten von der gröblichsten, skandalösesten Günsilingswirthschaft. Die Anwälte 'selber aber fürchten sich, zu laut ihre -Stimme dagegen zu erheben, da sie.' sonst, wie sie- sagen, geschäftlichen. -Selbstmord begehen würden, indem sie sich das dauerndeMißfallen der betref senden Nichter zuzögen, welche' Nie-. mandem für ihre Handlungen' verant-'-' Wortlich sind! Weitverbreitet und un-; bestritten ist z. B. die Beschuldigung., daß zwei der regelrecht sitzenden Nich-" ter es einfach nicht zulaßen, daß i rgend eine Schadenersatz-Klage Ungunsten gewisser' Corrorationen entschieden werde, welch: cinm-tzila 3

örtlichen Vtuckhalt und angesehene gesellschaftliche Verbindungen haben. Werden diese Klagen nicht einfach aus dem Gcricht hinaüszeworfen, so wird cs den ft! doch unmöglich gemacht ihr Necht zu finden, und nöthigenfalls werden die eschworenen-Eollegi-en in der t'Z'annischsten Weise vom Richter instruirt. welcher nicht einmal den bescheidensten' Schadenersatz - Anspruch gelten läßt. Was haben denn die Nichter zu fürchten? Gar nichts unter den jetzigen Verhältnissen, ie sitzen ZeitlebenZ sicher in der Wolle" unk können rechts und links Gunst und. Mißgunst austheilen. Schon wiederholt sind Congreß-Ab geordnete namentlich auf diese richt lichen Mißbräuche aufmerksam ge macht worden, und es wäre sehr mög, lich. daß bald wenigstens die lebenslängliche Anitsdauer für diese Nichter abgeschafft und durch vierjährige Termine ersetzt wird. Vielleicht geschieht noch mebreres Andere in naher Zu-j kunst: aber schon diese Maßnahme

allein würde ein großes Loch in den j alten Schlendrian relken! Vtt Vllarllll'Lump. Eine Gestalt aus dem Vo'.:e, vo,t Nosegger. D'r Prost amBerg bekam alle Jahre drei- oder gar viermal die Gelbsucht. Da wurde er ganz gelb wie ungebleichtes Wachs, aus dem man die wohlfeilen Vetbrüderkerzen zieht. So gar das Weiße in den Augen war gelb, urd dics: Gelbsucht bekam er vom Knecht. Vom Altknecht, dem Damian. Und warum? Es ist eine bange Frage. Wenn man braven und fleißigen Vauernknechten Denkmäler setzen wollte, dem Tamian müßt man aus j Marmelstein und Erz auf den: größten Dunghaufen ein Monument setzen, wohl geziert mit denEmblemen Dresch-' slegel und Mistgabel, und mitten drin der Mann mit dem borstigen Haar und mit der kurzen Stülpnase. i Das war ein großartiger Knecht!! Seit fünfundzwanzig Jahren war er im Prosthofe, seit fünfundzwanzig Jühren nahm sich der Prost am Berg vor, zu Neujahr den Damian zu verjagen, feit fünfundzwanzig Jahren sagte er bei jedem neuen Jahre nvm Knecht: Gelt, Daml, wir zwei bleibe wieder bei einander!" und seit fünfundzwan-. zig Jahren hatte er unzähligemal die Gelbsucht aus Aerger über diesen Alt- i knecht. Der Damian war des Morgens der erste auf und des Abends der letzte un-, ter. Wenn der Bauer am Feierabend . zu ihm sagte: Gelt, Dami Du wirst . mV sein und mir heut' nimmer gern ' eine Butten Mebl von der Mübl' Ver aufträgen?" so antwortete der Knecht: Warum denn nit? Wenn wir Brot essen wollen, so müssen wir auch die Mehlbutten heimtragen. . Soll ich vielleicht auch ein Bündel Korn mit hinabnehmen?" Wenn am Feiertage der Prost sagte: Morgen wird's regnen. Wenn wir nur den Heuschober unter Dach hätten!" so antwortete derKnecht: Na. wart', das Schöberl werden wir bald drin haben!" und ging flink mit der Heukräne. Wenn das übrige Gesinde beim Freitagstisch sich manchmal ungebührlich verwunderte über die wässerig: Milch oder über den mageren Sterz, so meinte Damian: Meine lieden Leut'. der Freitag ist kein Faßtag und kein Fraßtag, sondern Fasttag." Das war eines der witzigsten Worte, die der Altknecht je ausgesprochen, deshalb wiederholte er eö auch fast an jedem Freitage, oder wenigstens, so oft die übrigen Knechte brummten über die schmale Fasttagskost. Beim Prost war es. wie überall' im Oberlande, der Brauch, daß der Bauer tm Herbste seinen Dienstleuten . ein neueö Lodengewand giebt. Wenn der knauserige Prost sich dann auf seine Handwerker ausredete: Mußt es schon gut sein lassen, Dami. Der Weber hat unversehens Garn unter.die Wolle gebracht, und der Schneider hat für deine Jacke jl'st das. garnige Stück derwischt!" so antwortete der Damian: Wenn's das Garn einwendig hei her Pfaid thut, so wird's es auswendig bei der Jacken auch thun. Ich rait's nit heikel." Und wenn der Prost zu Neujahr den' Jahrlohn nicht, zahlen -zu können vorgab, weil der Haferbau schlecht gewesen und das Kohlengeld noch nicht eingenommen wäre,, so sagte der Damian: .Giebst mir halt' meine Sach'. sobald du kannst, Bauer.. Wenn ich's brauch', werd' ich's schon sagen." Und das Beste dabei . war, .daß er.' sein Geld überhaupt nicht zu brauchen schien. Sonntc.gfür- Sonntag eilte er nach demGottesdienste am Dorfwirthshause porbei,'so hastig' wie der Bauer am Steueramt. Wochenlang, monatelang sah der Damian ketn GlaS. Dann da heim beim Prost am Berg gab eS nur Wasserkrllge. Und nun fraast du: Wie kann man bei einem solch' unvergleichlichenAnecht -aus Aerger die Gelbsucht kriegen? - ! Kch höbe gesagt, daß der Altknecht Damian Wochen- und monatelang kein .' Trinkglas sah. Sachverständigen wird . diese Wendung aleich verdächtig vprge- -kommen sein.' Und warum das hastige'. Borbneilen ain-.Wirthshause' und. der ' Vergleich 'mit .'dem.'Steueram.te?.' Mr keine Steuer . schuldig ist .und keine: Je- j che,' der, kann wohl auch langsam.gehen. Und so muß es endlich eingestanden , werden.- wo .der . Haken saß. Im rrry t'i ' 1 l Zlrrysyauie ;ay er, nnv wenn, stcy ver Damian einmal ganz rinversehenö hinsetzte, 'blieb er d'ran.chängen. 'War es, daß ereineS Smrntags auf dem, Kirchweg lustige Gesellschaft traf, der er sich anschloß zum Traubenwirth, war es, daß er vom Regen, überrascht' in'z Haus trat und die innere Nässe der äußeren vorzog. Oder roar es endlich, daß der Damian in der That einen damonischen Durst b:kam,' den. wie die Liebe, kein Wasser löschen kann auf Erden kurz und schlecht, der Knecht huschte eines Tages in's Wirthshaus. Er setzte sich zuerst allemal an die Tischecke zunächst der Thür und behielt den Stecken in der Hand, weil er ja cach dn einen Seidel gleich wieder

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trs fortgehen wollte. Jöetin zweiten Seidel hielt er den Stecken immer noch in der Hand, beim dritten lehnte er ihn in den Winkel. Später verließ er den Platz an der Thür und ging zum vorderen Tisch, weil man an der Wand bequemer sitzt. Er saß behaglich da, rauchte eine Pfeife um die andere, und wenn das Glas leer war, schob er es mit der Fingerspitze sachte über den Tisch hin: Gelt, Kellnerin, einen laßt mir noch rinnen!" Und wenn es wieder leer war, schüttelt: der Damian langsam den Kopf und murinelte: .Weil das Faß im Keller schon einmal QNgegänzt ist! Im halbleeren s?aß wird der Wein gern kamiz. Wär' schad' drum". Und er schob das Glas über den Tisch hin. Wenn die Zechgenossen längst fortgegangen waren, saß der Altknecht des Prost am Berge noch fest im Tischwinke!, und wenn die Wirthslcute Nachtmahl aßen, ließ auch er sich ein Sö)üßlein Suppe bringen, damit der Magen wieder ein blssel hergerichtet werde". Der TraubenWirth brachte um diese Zeit stet eine Ctalllatern'e, zündete darin die Kerze an, stellte sie auf den Tisch. So, Dami, daß du zum Heimgehen siehst. EZ ist stockfinster draußen." So!" antwortete der Damian. So viel finster, sagst? Wenn ich finster haben will,' kann ich auch in den Keller gehen. Und nit draußen herum in der Nacht, wie ein schlechter Loter. Und ein End' gar noch deine Latern'. zusamm'schlagen! - 's wird am gescheitesten sein, ich leg' mich da auf die Bank. Wenn die Nacht vorbei ist, wird's eh' wieder licht. Nachher. ist gut heimgehen. Und von wegen Bettschwere noch ein letztes' Seidel. Ein GutenachtSeidel." So war's am ersten Abend. Als am nächsten Morgen die Sonne aufging, der Damian sich kreistend von seiner Lank aufrichtete und die Augen rieb, fand er, daß ein blauer Montag war. Er ging hinaus zum Brunnen, wusch sich das Gesicht und trank Wasser. .Pfui Teuxel!" sagte'er darauf, ein cbscheulicher.Anfang". Aber der Wirth wollte nicht in den Keller. Als der Damian hierauf wieder in seinem TischWinkel faß. fest und' zielbewußt, wie der Handwerker sich zumWochenanfang in seine Werkstatt setzt, schlich ihn d:r Wirth an und that den Mund auf zu dem geschmeidigen Worte: Damian, wie steht's denn mit deinen Kreuzerkein?" Zog der Altknecht seinen Geldbeutel hervor, es war einer aus Katzenfell, stülpte ihn auf den Tisch und sagte: Mit meinem Kreuz erlein steht'S schlecht, wie du siehst". Denn es waren lauter Silberzwanziger. So that der Wirth wieder einschenken Und ähnlich ging eö fort den zweiten Tag und den dritten Tag. Der Damian saß bei seinem Weinglase, .stopfte sich manchmal eine Pfeife Ta hat, that manckmal mit dem Wirthe ein. Kartenspielchen, oder .legte seine Arme auf den Tisch und den Kopf auf die Arme und schlief. Er war nicht nüchtern, und er war niHt besoffen, er war gerade so, .wie es lustig ist, zu sein. . Im Laufeder'Zeit jedoch gestalteten sich die Dinge so, daß der Dami an den Traubenwirth bescheiden die Anfrage stellte, ob er für die Zechschuld nöthigenfalls auch ein Taschenmesser nehme, mit Pseisenstierer, Hirschhorngriff und Kapsenbergerstahl, oder als Pfand eine. Sackuhr mit gutem Pakfonggehäuse? Für die bereits fällige Schuld nahm der Wirth die Uhr, für tvcZ.-res erklärte er nur g.g:n Baargeld einschenken zu lassen. Du bist nit gescheit. Herr Baier!" sagte der Dami. ..Schau, du hast zu Viel Wein im Keller, er wird dir sauer, er wird dir schimmelig. - Ich hab' zu viel Gewand am Leib. Wenn der Mensch ein Barchentwestel an. hat, so braucht er. keine Jacken. Ist eh so Diel schön warm in der Stuben. Wie oft willst mir einschenken lassen für nie: nen Lodenrock ha! Guter Bauernloden, Bier Säck' hat 'er, kannst allerhand einstecken, auch eine große Brieftaschen, penn du hast. Schau dir ihn um und um an!" Und er langte .die schwere Jacke vom Nagel. Ja, ist schon recht. Dami". sagte der Wirth überlaut, wie man mit Kmdern. spricht oder mit Teppen (Halbtrotteln), leg' ihn nur an, denen Rock, und geh' heim." Aber der gute Dami blieb sitzen. Und der Unterschied zwischen Tag und Nacht bestand bei'ibm darin, daß er bei Tage am Tisch: saß, und bei Nacht neben demselben auf der Bank lag. Und ganz verdursten läßt der Traubenwirth keinen, der ein gutes 5):rz hat und allenfalls noch eine Lodeniacke. die unter Brüdern immerhin ihre zehn Maß Wein werth ist. " Der Prost am Berq hatte Tage lang gewartet auf seinen Altknecht, und dabei wurde seine üautfabe sachte gelhe? und gelber. Endlich ging er hinab in's Dorf, um Jungvieh einzukaufen. Dabei auckte er zum Traub:nwir!h hinein wegen des Knechtes. Als cr polternd in die Stube trat, legte die Kellnerin ihren Finger an den Mund und deutete dann aegkn den wo der Dami seinen Kopf auf der Platte lieaen hatte. 3m Glase war noch ein wässeriges Restchen, an welchem ein paar Fliegen tranken. Der .Zecher schlieft Der Bauer trat heftig hin und hieb mit dem Stock so stark auf den Tisch, daß der Dami emporschnellte und verwirrt um sich glonie. - Von reckitswegen gzhört der Stecken wo anders hin!" rief der Prost, alter Lump! Schämst dich nit?" Götter!!" murmelte der Knecht. schaute ihn zutraulich an und rülpste. Mein Bauer ist's. Derschrocken bin ich aber! Gemeint, sieben Faßreifen Wären auf einmal abgesprungen fr ein Schnalzer! Geh', Bauer. dich her!" Dabei rückte er so eng in den Winkel hinein, ' daß drei Prostk Platz gehabt hätten neben sewer, wäh. rend sich nicht einmal der eine hinsetzer wollte. Meiner Seel'!" sagte der Dam

A-V nein Tisch, so sollst du heut' einmal bei meinem sitzen. Keinen Kreuzer kostet's dir. Wir zwie haben immer einmal fleißig gearbeitet miteinander, fo wollen wir auch einmal mit einander lustig sein. Geh her!" Sagte der Lauer äußerlich mit Ueberwindung schier gelassen, inwendig voller Galle: Das Heu ist dürr! Das Korn ist zu schneiden! Und das Faulthier sumpft die ganze geschlagene Woche im WirthLhauZ. Wenn du nicht cvä izt Stell' mitheimgehst, so werde ich dir ein kaiserliche Leibgarde schicken, . die dich dahin begleitet, wohin du ge- ! hörst. Verstehst?" zlng der Dami an zu schluchzen : Schandarm! Bauer, schau, du trirst mir nit viel Ungutes nachsagen können! Und jetzt so hart sein auf mich!" Sprach nun auch dieKellnerin drein: Wirklich wahr auch. Prost am Bera! . Wie er dich so schön einladet, daß du , ein bissel sollst niedersitzen, auf einen Zrunk. Und du ihm gleich mit den 'Schandarmen Gelt, Dami!" Und j das sagte sie vernehmlicher: Wenn ' d:in Bauer ein Seidel mit dir trinkt. nachher gehst mit!" Der Dami hieb' die Faust auf den Tisch: Nachher geh' ich mit!" Und rülpste. Dachte der Bauer: Wegen meiner ! und setzte sich an den Tisch, aber weit vom Knecht,. ganz an die entgegengesetzte Ecke. Die Kellnerin ging in den Keller, der Wirth eilte ihr nach! Eine Maß vom Strchfassel: Den Prost na- - geln wir an. Der hat Geld,, der soll I nachher auch dieZeche für feinen Knecht zahlen." - - . Nun batte der Traubinwirth im St' ohfassel lincn ganz besondern Sat. Das Heu war zwar dürr, das Korn zu schneiden, aber als der Abend dämmer te, saß der Prost noch b:im WirthZlaustisch. , that Kartenspielen mit dem Dami und dem Wirth und die Kelln:rin zündete eine Lanpe an. ;" Der Lauer hatte Geld in der Tasche gehabt, um beim Züchtelhofer drei Ferkeln zu kaufen. Als er -nach Stunden vom Wirthshaustische aufstand, war das Geld weg. vertrunken und verspielt, und der Prost am Berg kam um Mitternacht ohne Ferkeln heiin , und ohne Knecht. - Der Dami hatte ! n'ämlich unterwegs gesagt, er wolle beim Steivel-Schnegg eine -Lc-ier?.? ' ausborgen, denn um eine ': Siilblüthe zu machen c2 kzo finster, daß er nicht einmal ;Vr, .xie sehr sie illuminirt waren. - Jetzt beim Stcibe! - Schneaa schlief schon alles, er pochte an der Thür und während des Wartens , aus das Aufmachen schlief auch er an den Stufen ein.' An der nächsten thaukühlen Frühe, als die Morgenröthe so liebl'ch ausging und im reinen Himmel die letzten Sternlein verblaßten, rieb sich der Dami die Augen.-und rief begeistert aus: Das ist wieder ein Tag zum Schuldenmachen!" Ging sachte hinüber in die Tafern - Schenke und begehrte ein Stamperl Zweschhengeist." Nachdem der Prost ohne Ferkeln heimgekommen und hierauf als. etwas Ausgewachsenes derselben Gattung bezeichnet worden war von seinem Weibe. da zeigte sich die gelbe Farbe seines Gesichtes noch um einige Grade gesättigter, höllisch übel wgr ihm, und der Bader sägte, die Gelbsucht wär's. So kam es, und so ähnlich wiederholte es sich; der sonst so sittsame Da mi blieb eines Tages im Wirthshause sitzen, der Bauer, ging ihn zu holen, setzte sich hin und blieb auch sitzen. Dann kam einmal des Propst Sohnlein nach, um zu sehen, wo der Vater bleibe. Das bzkam vom . Wirth, der die Kinder gern hatte,- ein halbes Trinkglas voll gezuckerten Weines und blieb auch sivcn. Endlich kam , die ProstLiuerin selber und setzte sich nicht. Mit flammendem Lesen trieb sie ' die Sünder aus dem Paradiese und fegte einmal unterwegs dem Altknecht, dann wieder dem Ehegesponö die Spinnweben vom Rücken. Der Dami ging hierauf wleder an seie Arbeit. Anfangs zwar ein bischen schläfrig und verdrießlich, doch die Heugabel, der Pflug und die Sichel machten ihn bald frisch und munter. Dann war er wieder der Musterknecht, wie es zwischen dem Dachstein und der Sann-kaum einen zweiten mehr giebt. Wenn ihm der Wirth bisweilen L'.ebesbrieflein schrieb wie das folgend;: An Damian Pampersegger ist Mihr ?z maß Wein schuldig. 2 Vierding Tobak und 1 Gubazikarn Macht aus fl. 96 Greizer und wann du nich balt zallst mus ich den Nodarn ibergebn. Achtunasfohl Christian Mengler Traubenwirt", so lie der Damian dem gestrengen Gläubiger an '.Worten: G H Z't mein im Bauern, der soll mir's vo Jäbrlohn ybzichen'und geht's mich weiter nichts an." Dann nahm sich der brave Altknccht na'.Lrlich allemal tor, ein an deresmal nicht mehr so Dummheiten zu machcn. . Aber wie sich schon alles wiederholt auf dieser kreisenden Weltki'ae, wenn die Zeit kam. und in des Damians Bau.rnsee'e der Hochs 5,wu"g abgelaufen, war bei der staubige. Ar beit auf dem Hofe, dann ging er in'? Wirthshaus, blieb tagelang drin sitze:, war nickt nüchtern, war nicht besc?. sen. war gerade so. wie es lustig ist. zu sein. ' Aha! Erster Gast: Ah. der Hausknecht ist aber nobel! - Der hat ja 'n'Knerser aus!" -.Zweiter Gast : Ja, den hat er von den Gästen bekommen, weil er früher wegen seiner Kurzsichtigkeit oftmals den Unrechten hinauswarf." Ein Schäker. (Auf dem Balle). Dame des Hauses; Was war Ihnen denn. Herr Lieutenant? Bor hin sah ich Sie ganz schwermüthig bei iener Pflanzengruppe?" Lieutenant: Richt wahr, sehr decorativ auözenommen. Bischen. geknickte Lilie ma? kirt."

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