Indiana Tribüne, Volume 20, Number 126, Indianapolis, Marion County, 23 January 1897 — Page 1

o A 00 o AC rio sp st US A A (1 r . 1 M l Ly iy V W V W o o Office : No. 18 Süd Alabama Straße. Indianapolis, Zndiana, Samstag, 5en 23. Januar 1897 Jahrgang 30. No. 1 26

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Gditorielles.

Der Staat hat eine Forderung gegen die Vandalia Eisenbahn, oder glaubt eine solches haben. Die Vandalia Eisenbahn steht unter der Kontrolle der Pennsylvania Bahn. Der Senat beschließt die Aufstellung eine Comite? zur Untersuchung der Angelegenheit und der Vice-Gouvernör ernennt zwei Anwälte der Pennsylvania EisenbahngesellschasZ zu Mitgliedern deö Comites. Diese Handlung halte für ehrlich wer kann. Erwägt man gegenüber diesem Vorgange die weitere Thatsache, daß sich im Staatösenate zwei Eisenbahnanwalte btsiiden, (wenn n-'cht noch mehr) und daß ein Cisenbahnanwalt als Bundeösenator gewählt wurde, so ist daraus allein schon ersichtlich, wie die großen Eisenbahncorpvrationen unö umstr'ckt halten. Die Berichte über die Vorgänge ausuba sind ohne Zweifel sehr unzuverlässig, und marcheö, daS übr die Schandthaten der Spanier berichtet wird, mag auf Eisindung beruhen, auf die Absicht Stimmung zu machen, ,urückzuführen zu fein. Daß aber nicht Alles eifunden ist, daß die Spanier im Stande find, sch mittelalterlichen Methoden zu vetsahren, daS zeigen die Berichte über das Verfahren, da bei 0em großen Anarch'stenprozeß in Bar elona eingeschlagen wurde. Schon vor einiger Zeit übermittelte daS Kabel die Nachricht, daß die schau derdaftesten Martern und Folterungen in Anwendung gebracht wurden, und nun finden wir im Freidenker" eine Korrespondenz welche mit dem Pseu vonym Brodjiga" unterzelchnet t, und welche . daS Entsitzlichste bestätigt Der Schreiber des Briefes scheint denselben mit Hilfe von Freunden auö em Gefängnisse geschmuggelt zu haden. Er selber befindet sich als ver dächtig im Gefängnisse, ohne daß irgend eine Anklage gegen ihn vorliegt. 5r sagt darüber : Seit sieben Monaten leben wir in dieser unerträglichen Lage und tagtäzich höhnt man unö mit der Verficherung: Eegen re liegt r.,azis, gar nichts vor. Sie sind nur regierungöeitlich arretirt. Wenn der Minister mal bei guter Qiune sein wird, so wird er Sie freilassen." Betreffs der Folterungen schreibt er: Wir haben schrtckliche Tage verlebt. Selbst daS te.fl sche Henkerhirn Torquemada's hat nicht solche satanische Folterqualen erfunden, wie in den unterirdischen Geschossen Montjuich'ö an unglücklichen Opfern vollzogen worden sind. Die Angeklagten dieses monströsen Prozesses haben vor dem Kriegsgericht hre schrecklich verstümmelten Körper gezeigt und verlangt, von einer ärzt ichen Commission untersucht zu wer:en; haben auSgelags. Laß ourcy cit unmenschlichsten Torturen man sie zu Verbrechern gestempelt hat, sie, tie vollkommen unschuldig sind. Andere haben nicht zeugen können, da ihr Mund auf ewig im Tode verstummt ist; sie erlagen der Folter. Mit Schweigen ist ihnen geantwortet worden; der Prozeß geht' seinen Gang, obwohl daS spanische Militärqesetz ausdrücklich bestimmt, daß alle Aussagen, welche durch Versprechungen, Drohungen oder isewattmayregeln erhalten wurden, ungiltig find. Nur zwei Offiziere Vertheidiger der Angek agten hatten Manueömuth und Entrüstung genug, der Eine, um Sem Gendarmerielie.utenant, welcher die Tortur leitete, den Orden von der Srust zu reißen, und der Andere, Hauptmann Hurtado, um ihm vor versammelte Kriegsgerichte Schinderknecht und Lump zu heißen, ihn zu ohrfeigen und, um ihn'wie einen Hund niederschießen zu können, zum Zwei kämpfe herauszufordern. Nichts! Auch diese zvei Zwischenfälle, haben den Verlaus deö Prozesses weder aushalten, noch abändern können. Man hat Unschuldige verurtheilt. 3n der Hand der Vertheidiger be fanden sich die Unschuldkproben und die Beweise aller jener Gräuel, die begangen worden find: die Zehen ohne Nagel, die durch eine Guitarrensaite zerstörten Geschlech'Stheile, die verkohl ten Nucken, die durch die Mundzwicke aufgerissenen Lippen, die aukeiranker gezerrtenGlieder und alle, alle dieUebrrreftt jener Verstümmelungen, velche

die, durch die dicken Festungkm2uern genden Bills ,ur iolge, und die AuShindurch gehörten Schmerzenöschreie führung des Kanalprojekteö mag noch den Gefolterten entrissen. Dock jeneö lange auf sich warten. lassen.

schulternde Angsteheul, das alle edlen' Herzen erschauern machte und die best. gestäb'.ten Herzen, die sich weder durch. die Furcht noch durch Einschüchterunzen zum Schweigen bringen lassen. aus'S Tiefste empören, lassen die gegen je deS menschliche Gefühl taube und unempfindliche spanische Regierung vollkommen gleichgültig. Die Akten, in welchen die entsetzlichste Geschichte deS menschlichen Leidens und Martyriums mit dem Schandmal der hrarsträubendsten Grausamkeit geschrieben steht, wurden aus den Tisch deS Kriegsgericht geworfen, wie das verfaulte Fleisch aus die Secirtafel geschleudert wird, damit der Scalpell der Gerechtigkeit sich in ihnen weide . . doch daö Militärtribunal schloß die Augen au Furcht, au Disciplin " Die Spinier geboren heute ,u den heruntergekommensten allr Völker und eS giebt trotzdem bei unS noch Leute, welche in dem Befreiungskämpfe der Cubaner mit den Spaniern sympathi firen und alle Berichte über Grausamleiten der Spanier kurzweg als Lüge bezeichnen. m ii !lms)üittisjrii1;lciL Inland. Wetterbericht. 3m Allgemeinen schö.ieS Wetter und wärmere Temperatur heute Nacht und cm Sonntag. Höckste Temperatur innerhalb der letzten 24 StundenSI Grad, niedrigst' 3 Grad. ,,, , AuS dem Congreß. Washington. 23. Jan. 3m Hause kam beute nicht! , von Interesse vor. 3m Senat dagegen erregte ein Brief deS Gesandten der größeren" Republik Central Amerika, wozu auch Nikaragua gehört, Aussehe. Der Brief war von dem Gesandten Rodriguez an den Staatssekretär Olney gerichtet, und von diesem Herrn Sherman, dem Vorsitzer dlS Comites für auswärtige Angelegenheiten, übergeben worden. Der Gesandte sagt in demselben, daß er von seiner Negierung beausragt worden sei, die verschiedenen vor beiden Häusern drS CongresseS schwe'denden Bills zu prüfen. DieS hzbe er gethan und er fhde, daß dieselben in Einzelheiten gegen die Bestimmungen deS ContrakteS verstoßen, der am 24 April 1837 zwischen Nikaragua und -der Canal Co. abgeschlossen wurde. Er lenkt die Aufmerksamkeit auf Ar tlkel'Z deS ContrakteS, der brstimmt, daß die Konzession nicht an Regierungen oder fremde Mächte übertragbar sein soll und daß Artikel 55 bestimme, taß jede Verletzung dieser Bestimmung eine Verwirkung deS ContraktkS nach sich zieben solle. Er führt auS, daß die obschmebenden Bills eine Uebertragung an die Regierung der Ver. Staaten boinehmen und. dieselben zum absoluten Eigenthümer machen. Der Gesandte macht ferner darauf aufmerksam, daß sich Nikaragua sechv Prozent oller Aktien vorbehalten habe, woraus in den Bills keine Rücksicht ge nommen sei, und daß die Frist zur Vollendung deS Kanals längst abge laufen sei, die Gesellschaft also eigen! l'.ch gar keine Rechte mehr habe. Der Brief schließt: ES scheint klar, daß die - Gesellschaft nicht im Stande ist, Geld aufzubringen, um ihren Kontrakt auszuführen, wenn eS die Ver. Staaten ihr nicht lief in und da dieser Kontrakt die Möglichkeit dieS Resultat zu erzielen, ausschließt, und der Unterzeichnete gebührend dazu autorifirt wurde, so schlägt er dem Staatssekretär vor, daß die beiden Re gierungen zu einem genauen Einverstandnih über den Fall kommen, und zwar aus der Basis des SavalaFrelinghuyfenVertragS mit solchen Mo bM . . . , p X. ' , .sifationen, aus d,e man sich.ernigen, können, und zu versuchen zu einem gerechten Arrangement mt der CanalGesellschaft zu gelangen, damit sie aus 0 0 0 ' 1 in, Cnj.,ft, ..jich d.. B.dm.j gungen sie nicht im Stande ist zu erfüllen." Senator Morgan legte einen rieft-

gen Aerger über den Brief an den Tag wurre. rceirn cic ociagic yiau ciccci w . v tv ric J . zurückkehren wurde, und daß er desund memte. daß derselbe dem Errflusse f .j m n die Auwabme ver.

Englands zuzuschreiben sei, zedenfaNS aber hatte derselbe ein sofortiges Ende der weiteren O.sprechuvg der vorlie-

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Cuba ö U n a b h apg i g 1 1 1 kämpf. New gor k, 22 Jan. DerPräfident der hiesigen kubanischen Junta, Thomaö Estrada Palma, hat heute eine Erklärung veröffentlicht, in welcher er sagt, die Bewilligungen von Reformen durch die spanische CorteS würde dem Kamvfe auf Cuba durchaus kein Ende machen, denn kein daterhndSliebender Cubaner würde die Waffen niederlegen, ehe die Freiheit und Unabhängigkeit CubaS erkämpft sei. ', T a m p a, Fla ; 22 3an. Sin .ver wundeter Cubaner, Cmänuel Silvero, welcher auf einem Fischerboot entkommen ist, giebt an, daß eS dem General Revers sehr an Waffen und Munition fehle. Er besteigt die Nachricht, daß' die Spanier am O 3anuar alle Patienten in einem kubanischen Hospital, unweit San Cristodal. ungefähr 600 ander Zahl, und sogar die dort beschäftigten Äerzte erschossen haben. , ! i Verbot de Ba seball-Spielö am Sonnt a g. Austin. T.x.,22 3an. Dak UnterhauS der Legislatur deS'StaateS Tix iS hat die Streitfrage über das Baseball spiel am Sonntag damit beendt,"doß ti eine Bill annahm, die hcS Spielam Sonntag verbietet. ' Auslanv. Wilhelm .und B i S m a .r ck. . L 0 n d 0 n, 23. 3anuar Dem Correspondenten der Daily News" 'zu folge war Kaiser Wilhelm in der letz en Woche eingeladen, dem. F'üdstück gelegentlich der Hochzeit der Tochirti oeS Grafen von Wedell, deö Ministers deS kaiserlichen HauShaltrS, mit dem Grafen BlSmark - Bohlen, beizuwohnen Auq etc ipmtlte BlSmarri xoax geladen und der Kaiser weigerte sich. mit dem Grasen Herbert Biimaick zusammenzutrissen. Graf zu Eulenberg, der Hosmarschall,' versuchte die Sache zu arrangiren, aber der Kaiser bestand aus seinem Willen und die Wedell'sche Familie mußte' den Grafen Herbert Biömarck, bitten, von .dem Hochzeittf st wegzubleiben. Der Berliner , Correspondent des Daily Telegraph" sagt darüber: Der Name deS Allkanzlers wurde bei dem F-üdstück nicht erwähnt und . e wurden, nur zwei Toaste gktrunken einer auf ten Kaiser un) er andere auf daS junge Ehepaar. Jedermann betrachtet die Sache als einen Schlag gegen den Altkanzler. da. man weif. daß Srof Herbert versuchte, keinen Vater von fernen letzten Veiöffentlichangen abzuhalten, die, wie man annimmt. die Ursache deS neuen Bruches find. . . ... '." ' D i e' Pest. ?. St. P ekerö buxg, 22. Nnuar. Zwei Fälle der Beulenpest, werden von Kmaran gemeldet.' ' Kamaran ist eine 3nsel an der Westküste von Arabien im Rothen Meere. Sie ist eine britische Besitzung und eine der LandungSstationenin der Nähe von Mreca. Die ruffisch'enBlhorden haben eine strenge Quarantäne eingeführt. Die Gouvernöre von St. Petersburg und Odessa haben Hülfj. Comites für die Hungerleidenden in Indien eingesttzt. ,, , , SchiNs.Nachrichtcn. Angekommen in: Ne w Jork: Ohio" von Hull. Queenötovn: Lueania" von NewJk. allerlei. um 1 einer Frau zu Ge fallen zu leben, hat I. Starrin in Qroollrzn. N. V.. zuoeaeben. daß seine , 0"7 cv-t,., Tl. m,.U.r tn2 fXrf'Ann'nih Ul vv dUiuiin . u vv uiiuiiiu Neulich Nachts suchte ie Greisin im Greenpoint Stationsrause um Nachtquartier nach. Eine Untersuchung ergib,' daß sie bicher bei ic :4f.. rrt. ra rr I ' daß sie aber mit ihre? Schwiegertoch, ter nicht auskommen konnte. Starrin ilil. JVV. 1UU UUVV W.f VWHV, sagte, daß ihn seine Frau verlassen tccivictte. D:m Äichier blieb unter diesen Umständen nichts iifoig, als die Greisin dem Gefängniß zu überweisen.

- Äae Skelett eines Men- Ein Antrag, das jetzige Diöpensaschen wurde von Charles Ryan aus rium für nicht veniger als $15,000 zu Pme Ridge, Cal.. auf ememVaume ge- verkaufen, wurde angenommen.

wnden. lLr wollte em aus der Fichte geschossenes aber an einem Zweige hangen gebliebenes Eichhörnchen herabbolkN öI3 -r ht rn fr rmitffTtfrn 3it , , ' " ... ....... Q s.! . rr n . r f y - seinem Erstaunen ein menscklickesSke tcit erblickte, daö auf einem Aste saß und an dem Stamme lehnte. Eines dir Beine war abgefallen, aber im Uebrigen war das Skelett gut erhalten. Man glaubt, daß es dasjenige von Andrew Nobrick ist, der vor ungefähr 17 Jahren verschwand. Wahrscheinllch war er auf den Baun, geklettert, um einem wilden Thier zu entgehen, und war dort vom Tode ereilt worden. -.Auf der Besitzung des Farmers Charles Brown in der Nähe Don Olivia, Renvill: County, Minn., ist ein höchst merkwürdiger Fund genjacht worden. Beim Brunnengraben am Birch Coolie Creek stieß Joseph Bagne auf. ein sehr altes Boot und nachdem die Erde vollständig weggeräumt war, wurde constatirt, daß man die Ueberreste eines spanischen Kanonenbooteß, das mit 6 Kammern sowie 2 Mörsern armirt war, vor sich hatte. DaS Böot, in welchem sich auch beträchtliche Mengen von Munition vor fanden, ist wahrscheinlich im Jahre 1600, als der Birch Coolie Creek noch schiffbar gewesen sein soll, in jene Gegend. gelangt. 1 In der Pariser Jeiurtnschule..in der Rue Madrid zu Paris war letzthin, als der Abbe Courbe seine erste Messe las, die Seltenheit zu sehen, daß der neue Priester am Altar seine beiden ältesten Söhne als Coadjutoren hatte, die in Mönchsorden eingelreten sind und deren einer Kapuziner ist. Aus .der Heirath, die der jetzige Abbe Courbe. bevor er die Weihen erhielt, geschlossen hatte, sind übrigens noch mehrere Kinder entsprossen, die sammtl!ch dieser ersten Messe ihres ÄaterZ beiwohnten. - Die Gendarmerie in Dozmat verhaftete die 13jährige Katharine Horvath. welche seit Juni bis zur jüngsten Z:it 11 Brandstiftungen verüble, denen 17 Häuser und 40 Nebengebaude. meistens Eigenthum ihres Vaters und ihrer Verwandten, zum Opfer' fielen. Daö schwache,' unentwickelte Mädchen gestand, die Brände gelegt, zu haben, und zwar unter dem Zwange eines unwiderstehlichen Triebes. Die Verhaftete leidet an Epilepsie. M lLineungewöhnliche Verfügung hat der rn Hannover verstorbene Senator Hornemann in seinem Testament zu Gunsten dieser Stadt getroffen. Der Verstorbne hat der Stadt ein Vermächtniß von 40.000 Mark hinterlassen mit der Bestimmunq. daß die Zinsen regelmäßig zum Capital geschlagen werden, und zwar so lange, bis das Capital die Höhe von hundert Millionen Mark erreicht hat. Die erstjährigen Zinsen von diesem Hundert Millionen Capital sollen wiederum auf ZinS und ZinseSnnS gelegt werden, bis die zweiten hundert Millionen erreicht sind. Wäbrenddem sollen aber die weiteren Zinsen von den ersten hundert Millionen im städtischen Haushalt Verwendung sinden. ' Wenn die zweiten hundert Mil-sZnn-n rreickt lind, dann soll der aesammte Zinöeitrag für städtische Bedürfnisse, die' nach der Ansicht deS Erblassers dann in hervorragendem Maße hervortreten werden, Verwen düng finden. Außer diesem Vermacht niß hat Senator Hornemann de? Stadt noch 10.C00 Mark vermacht alS Stipendlenstistung: aus den Zinsen dieses Capitals sollen studirende Hannoveraner an Universitäten und anderm Hochschulen Stipendien erhalten. Stadt Verbesserungen. . Dak StadtrathSeomite versammelte sich heute Morgen mit' den Stadtbeamten in Mayor TaggartS Ofsiee um die geplanten Stabt-Berbesserungeo zu' besprechen. Die Stadt offerirte den Counly Commissaren . $4000 Miethe per 3ahr für daS Bafement im CourtbauS. unter der vedinguvg, doh daS Countu den Sof abtragen, die Vlumber Arbeit nachsehen und derschieden der unteren Zimmer anstreichen lasse, gerner wird vorgesehen, daß daS Polizeigericht vom CourlhauS verlegt wird und die Miethe Halbjahr lich im Voraus bezahlt wird. Auf Antrag deS StadtvaterS Cooper wu de beschlossen daS Grundeigenthum neben der Polizeiftation zu kaufen, um darauf ein moderne? StatiovShauS mit Polizeigericht, DiSpensarium, Morgue u. s. v. zu errichten. ES wurde auch beschlossen Vläne für diese Gebäude anfertigen zu lassen. Die Frage, ob eS nicht rathsam wäre genug Grundeigenthum zu kau fen, um in späteren Jahren neben dem StationShauS. eine Qtadthalle zu bauen, wurde besprochen, jedoch vor? lausig verneint.

hiesiges..

. Das näck.ste Thema, welche zur ' Sprache kam, war die Markls.age. Eö ' k- ...-k I

: WUI ".v,,e vuv Miiuuviium an der Kentucky Ave , Senate Ave. und Maryland Str. und den a'ten Straßenbahnstall an der Ehelby Str abschätzen zu lassen und, im Falle der Preis nicht zu hoch ist, diese zwei Grundstücke für Marktzwecke zu kaufen. Aus Antrag von Controller 3ohnson wurde beschlossen eine Bewilligung von $400,000 für Parkzwecke zu empsehlen. Stadtväter Kirkhoff und Dewar opponirten hiergegen, weil sie der Anficht waren, daß die Summe zu groß sei. Darauf Vertagung. - Dke Legiölatur Die hohen Hüte der Damen müssen auch den Repräsentanten Fornshell geärgert haben, denn gestern reichte er eine Bill ein, daß den Damen verboten werden soll hohe Hüte im Theater zu tragen. Eine Resolution deS Repräsentanten Swope, Demokrat, wonach nur früheren Mitgliedern deS HaufeS und deren Damen der Zutritt zur L'dby gestattet werden soll, wurde einstimmig angenommen. HauSbill 152, welche den Verkauf von Tabak in irgend welcher Form an Krnder verbietet, wurde zum zweiten Male verlesen. Ebenso HauStnll No. 15, wonach ein Komite für Revision sämmtlicher StsatSanstalten ernannt werden soll und HauSbill No. 199, die den County Kommissären vorschreibt, Kinder, welche vernachlässigt oder verlassen find, in Waisenhausern und nickt in Armenhäusern unterzubringen. 3n den beiden Sibungen deS gestrigen Taget- vurden,im Ganzen 24 neue Bills eingereicht, worunter die vier Bills zur Umänderung der VersickeruvgSgesetze deS Staats, die vom Senat an das HauS gelangten, die einzig erwähnenSwerlhen find. Mozart Halle. Heute Abend Turtle Suppe. Henry Victor. m ,, w Brtefltfte. I n d i a n a p 0 l i S, 22. Jan. 18i7. Folgendes ist eine Liste unbest-llbarer riefe: Herren. B unk, Th. Brunohler, Cnl. Kosth'lS Michael MossowitS I li, S. Matt, Herrn nn. Moore, Frank C. Miller. T. Neume kel, JuUuS. tausch nbach, Arnold Razmor.d, Mr. u. : D.shler. Jos Hermann, White. Sofman, .'os. John Naso n. Koch, Frederick. Klein, Math,!. MrS. 83. Damen. Heerenga, Ette S. Albert Sahm, Postmeister. ,, m GlaS GlaS. GlaS, alle Sorten und Größen in größter Auswahl in AldagS Paint Store, 222 Oft Washington Str. Der Board os P. W. vergab den Abfall Abfuhr Kontrakt an Andrew Hermanrv St Co. ( And. Herrnannv und Peter Sindlinger) für tii 997. Der Stoss muß bei dem Ofen der Desiccating Co. abgeli'fert werden. DaS Angebot ist für die 0 Jahre 523.000 billiger als daß niedrigste Angebot vor zwei Wochen. Unter den Spezisicalionen ift unter Abfall nur Küchenabfall zu verstehen, Asche, Kehricht etc. ist nicht eingeschlossen. Jede Familie ft verpflichtet sich einen wasserdichten Küdel anzuschaffen, der wenigstens einen Bushel halt, mit Deckel und Handgriffen versehen ist, wie derselbe vom GesundheitSralh 'vorgeschrieben werden wird. Dieselben müssen so ausgestellt werden, daß der Abfallcollektor sie leicht erreichen kann. 3m Fall ein Streit zwischen dem Kollektor und dem Hausbewohner in Betreff deS Platze entsteht, wo der Abfallbehälter aufgestellt werden soll, hat der GesundheitSrath zu entscheiden. Die ausfallendsten Heilungen von Qerofeln, die man kennt, find mittelst Ho(,d' Sarsaparilla er zielt. Diese Met sucht eine Gle chen bei Blutkrankheiten. Gebraucht nur Ho 0 d s.. Hood'i Pillen sind mit der Hand gemacht und völlig gleich anLiöhe Gesicht, Z&f. .

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