Indiana Tribüne, Volume 20, Number 124, Indianapolis, Marion County, 21 January 1897 — Page 1
o Z H isVO xN v sC W US A A 4V 1$ 1 1 1 1 i r 1 1 4 U iJ IV Ü-W v w v W Offtce : No. 18 Süd Alabama Straße. Indianapolis, Jndiana, Donnerstag, öen 2. Januar 1897. Jahrgang SO. No. I 4
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Lditorielles. 3n St. loui8 wird sich demnächst daS Seltsame ereignen, daß ein Millionär von Rechtswegen gehängt wird. Daö Urtheil gegen Arthur Düftrow. der Frau und Kmd ermordete, wurde vom Obergericht bestätigt. Der Mann war ein Trunkenbold und daß ein Miltiovär in folchim Flle nicht im Stande ist, Irrsinn nachzuweisen, ist geradezu ecstaunlich .,,, Wird die Straßenbahn-Bill in der Legiölatur angenommen werden ? Im Kampfe zwischen Budel einerseits und Chre und Gewissen anderseits siegt in den Legislaturen eist der Budel. Wenn eS diesmal anders kommt, dann bloß deshalb, weil jeder Gesehgebei überzeugt ist, daß wie die Sache liegt, man Jeden, der nicht für die BlU stimmt, für einen Schurken halten wird. In dem neuesten Bericht über die HandelSlage von R. G. Dun & o wird der Versuch gemacht, nachzuwei sen, daß daß neue Jahr unter günsti gen Auspizien beginne. Dieseö sott währende Ankündigen einkS Geschäfts aufschwurgS, eine Hereinbrechen? der guten Zeiten, trotz aller Bankerotte. Arbeiterentlassungen, Lohnreduktioncn Anschwellen der Zzhl der Arbeitslosen und llterstühungöbedükftigen, erin. nert lebhaft an die SiegeSnachrichten Napoleons und der französisch! Heersührer im 70er Krieg, wodurch die französische Nation fortwährend übe, die Sachlage gelauscht wu,de. Siebe gannen mit dem großen Siege" der Franzosen bei Saarbrücken und endig" ten mit der dollständigen Niederlage und Erschöpfung Frankreichs. (WiS. Vorwärts.) 'Runter mit den Raten für Feuerversicherung ! DieS ist gegenmäktig die durch ganz Jndiana gehende ansuna. Unt.r htn i,hn,n htit,n i " jj w X W 0 hohen Raten geht im Vergleich zu den BersicherungSbetragen, welche tu dornoagnieen für Verluste zu zahlen haben, ! . f c . . . It auiaarziq eine ltQt oeoeulenoe veio lurnrne auS b:m Staat. AuS den Büchern deS Staateauditors erhellt. baß feit 1872 an die Versicherung?Gompagnieen mehr als ZSZ.v00.000 aukbezahlt worden sir.d, während-zu gleicher Zeit Policeninhaber nur etwas mehr alS $28,000,000 zurückerhalten haben Nach diesen Berichten haben die'Policenirhabe? $25,000,00 der loren. E ist dieS für die Bewohner deS Staates ein allzuschwerer Verlust. Der in Sitzung besiidlichen Legislatur fällt die Aufgabe zu, Mittel und Wege zu siiden, welche sich dazu eignen, den Besitzern von Eigenthum niedrigere BcrsicherungSraten zukommen zu las sen. (SvanSville Dem.) Belgische Richter scheinen sehr rücksichtslos sein zu können. Der Sck.iduna5ro,kn der Türkin Ckimav I ' ' - w ' ' iP hit" .schloss.' Thr.n g.füh.. mordin. Ob eS deshalb geschah, damit die Welt nicht zu viel von den Liebeidedürfnissen eines Königs erfahre und merke, daß Könige sozuI sagen auch nur Menschen find und nicht -inmal immer von der besten Sorte
oder ob ö geschah, -weil daS waS bei.übrizenS im Komite die Neigung, den
dem Prozeß gesagt wurde, sich nicht für die Ohren anständiger Mensche eig.
net, einerlei, daS Publikum ist um
einen sensationellen Kitzel gekommen, waS besonders hart für daS amerikaNische Publikum ist.. Wie schön wäre eS doch gewesen, wenn unsere Zeitungen haarklein alleS berichtet hätten, waS in dem Prozesse ausgesagt wurde und mit welchem Behagen wären die Zeitunzen gelesen worden. So rücksichtslos sind amerikanische R'chter nicht und amerikanische Zeitungen lassen sich derartige Dinge nicht entgehen, wo sie nicht müssen. Denn, obwohl derartige sensationelle Berichte nicht die einzigen Dinge find, welche in amerikanischen Zeitungen stehen, so scheinen letztere doch Hauptfachlich zu dem Zcvecke da zu fein, fensationelle Ereignisse und namentlich solche erotischer Natur so ouSsührlich wie möglich zur Kenntniß deS PublikumS zu bringen. Wenn Temperenzpredigten, AuSdrücke der Entrüstung über Verletzung der SonntagSgesktze, Vortrüge von Kanzelrednern u. s. w. manchmal auf einer anderen Seite stehen, so ist daS vielleicht bloßer Zufall. , m ii ArklilNchilsjlell. Inland. SS t tterberi ch t. EtwaS kälteres, schöneS Wetter heute Nacht, etwas wärmeres, schönes Wetter Freitag. Höchste Temperatur innerhalb der letzten 24 Stunden 34 Grad, niedrig.' 22 Grad. Regenfall 0 64 Zoll. Die Einwanderungöbill. Washington, 20. Jan. Die Conferenz beider Häuser über die EinwanderungSbill ist zu einer Einigung gelangt, und Bericht darüber wird vorauösichtlich morgen erstattet werden. Viele Bestimmungen sowohl der SenatS- als der HauSbill wurden beidehalten, aber modifizirt, so daß eine vollständig neue Bill entstanden ist ÜodgeS B ldungSprüfung ist beibehalten, aber auf Personen im Alter van IS biS 50 Jahren beschränkt. DaS lorliß'sche Amendement, welche? der Senat verworfen hatte, ist wieder hergestellt, aber in sehrmodisizirter Form. Während eS ursprünglich die Bescbäfigung von AuSlandern in den Ver. Staaten ginz verbot, findet sie jetzt nur auf die sogenannten Wandervögel Anwendung. in . Bahnraub. Statistik. Washington, 20. Jan. Dem Zustizcomite deS Hause legte heute Herr Hubbard, Mo., eine Bill vor, welche Bahnraub mit Todesstrafe bedroht. Herr Hubbard wieS nach, daß rn sechs Jahren 183 Bahnüberfälle verübt worden sind, bei denen 25 Personen getödtet und 18 verwundet wur den. ZmZahre 1896 kamen 22 Ueber. fä?e vor. bei denen 22 Personen daS Leben lassen mußten und 7 verleg wurden. Vier Räuber wurden erschössen und zwei verwundet. DerSchiedSgerichtövertrag i m C o m i t e. Washington. 20. Jan. DaS Senatscomite für auswärtige Be ziehungen berieth heute den allgemei nen SchiedöaerichtSvertraa jiwischen England und den Ver. Staaten StaatSsektttär Olney erschien in der Sitzung, um die Bestimmungen deS Vertrages zu erklären. Sekretär Olney verweilte im Comite bis zur Vertagung. Die Be Kimmungen deS Vertrages wurden im Ä.llaemeir.en diSkutirt und fast alle Mitglieder hatten Fragen an den Se kreiar vezugtiq seiner Wirkung zu stellen. Doch wurde nicht ersichtlich, welche Absichten daS Comite bezüglich deS Vertrages hegt. DaS Bestehen ei ner Opposition gegen viele Bestimmungen wurde durch die Fragen erfichtlich und e schienen große MeinungSverschiedenheiten zu herrschen. Herr Olney erklärte, der Vertrag sei mit großer Sorgfalt für die Interessen Amerikas abgeschlossen und sprach die Hoffnung auS, daß er ein kräftige Bollwerk zur Aertheidigung derselben bilden würde. Er hält den Vertrag für so klar in seiner Abfassung, daß er zu hinterlistigen Zwecken nicht benutz erden könne. Allgemein derri,tK firt I ff T'TWWW-1 1 5. .Vertrag ehrlich und genau zu prüfen Sekretär Oiney macht, darauf aus-
nur ff am, daß Streitigkeiten unter dem
Gesichtspunkt der Monroe Doktrin sicherlich vor daS zweite Tribunals gebracht werden würden, in welchem eine Entscheidung gegen die Ver. Staaten erst dann entschieden werden könne, wenn 5 von 6 Richtern, also mindestens zwei Amerikaner, gegen sie stimmten, waS schwerlich denkbar sei. Die Besorgniß, daß der Unpareiische, Konig Oöcar, mit der europäischen Partei syVpathisiren werde. beruhigte der Sekretär damit, daß dadurch die Ver. Staaten schlimmsten Falles nur eine kleine finanzielle Einbüße erleiden können, denn der König habe den Unparteiischen nur bei pekumären Ansprüchen oder Angelegen heiten von nicht wichtiger prinzipieller Bedeutung zu ernennen und selbst in olchkin Falle könne jede Macht darauf bestehen, daß dem König im einzelnen Falle eine andere Persönlichkeit substiuirt werde. ,Herr Olnetz gab zu, daß ein Streit wegen deS Nicaragua-KanalS nach den Bedingungen deS Vertrages dem Schiedsgericht zu unterbreiten wäre, behauptete aber, daß die Vortheile dieen Nachteil bedeutend überwögen. Bezüglich der Wahl deS Königs Okcar zum Unparteiischen erklärte Herr Olney, er sei in keiner Weise an diese Wahl gebunden, aber eS sei besser erchienen, einen Unparteiischen eipzuetzen, alS den Schiedsrichtern die Einigung über streitige Punkte zu überassen, und der schwedische Souverän ei als eine sehr geeignete Persönlichkeit angenommen worden. Die Beschlußfassung wird dorauöfichtlich noch etliche Sitzungen kosten, aber die Comitemitglieder versichern. daß keine Abficht bestehe, die Entscheidung bis zur nächsten Congreßsesfion u verschieben, wozu früher Neigung vorhanden gewesen sein soll. Der Damenhutim Theater. De S M oin eS, 20. Jan. Durch einstimmiges Votum einer gestern Abend abgehaltenen Sitzung der Aldermänner wiesen die anwesenden sechs Mitglieder jener Körperschaft den Stadtanwalt an, eine Verordnung auszuarbeiten, welche daS Tragen von hohen Hüten in Theatern und öffentichen Vergnügungslokalen, in deren derartige Hüte die Aussicht der Andercn hindern, verbietet und mit Strafe belegt. Die übrigen drei Aldermanner begünstigen diese Maßnahme. ES wird beabsichtigt, jede Ueberretung dieser Ordinanz mit einer Gelbbuße von 52 bis 510 zu belegen. Die Verordnung wird in der nächsten Stadtrathösitzung zur' Sprache kommen. Noch ein Krach. LouiS v il le, 20. Januar. Die Germania Safety Vault und Trust Co. ging heute in die Hände eineS Receiverö über. Sie wurde dazu durch eine Klage gebracht, in welcher angegeben wird, daß sie ihre Gelder nicht dem Gesetze gemäß angelegt habe. Ausland. Verheerendes End beben. London, 20. Jan. Eine Depesche der Times" auS Teheran meldet, daß am 11. Januar auf der Insel Kishma im persischen Meerbusen ein starkes Erdbeben stattgefunden hat, durch wel cheS viele Menschen um'S Leben gekommen sind. Kishma liegt nahe der Einfahrt in den Golf, ist die größte Insel im Golf und ist von mehreren kleineren Inseln umzeben. Sie ist 70 Meilen lang und im Durchschnitt 12 Meilen breit. Sie hat ungefähr 5000 Einwohner, zum größten Theil Araber. Die Insel ge hört zu dem Jmamat MuScat. ,, , 3 v ory frei. London, 20. Jan. Große Sen sation erregte heute, am 2. Tage deS Prozesses gegen den New Lorker Dy namiter Zvory, alias Bell, .die SrklS rung deS RegierungS-VertreterS, daß er die Anklage zurückziehe. Demgemäß hatte der Richter nichts veiter zu thun, als die Jury au Nichtschuldig" zu instruiren. Ob Jvory-Bell Versprechungen au Enthüllungen", o' r gleich solche ge macht hat, wofür ihm als Belohsun, die Freiheit wiedergegeben wurde, läß sich in diesem Augenblicke noch nich mit Sicherheit sagen. - yhtk die Vermuthung, daß dieß hie
Ursache der Wendung war, trat in vie-
len Kreisen sogleich auf. DeS General - SolicitorS Findley Ansprache an den Richter, nach Crössnung der heutigen Sitzung, lautete wie folgt: Die Staatsanwaltschaft hat jetzt erst ermittelt, daß die beim Angeklag en borgesundenen Ezvlofivstoffe in Rotterdam .lekaust wurden, zu einer Zeit, da Zvory. Bell an der Verschwörung nicht betheiligt war. Die Hauptanklage läßt sich daher nicht aufrecht erhalten und so schlage ich denn, wie eS in solchem Falle UsaS ist, auch die geringeren Anklagen nieder" Der Richter stimmte dem GeneralStaatSanwalt bei und ersuchte die Gechworenen, ein auf Nichtschuldig lauendeS Verdikt abzugeben, weö sie auch haten. Der Richter zollte hierauf den Polizeibehörden für ihren regen Diensteifer in dieser Sache sein Lob, und Detektive. Chef Melville, welcher, wie bekannt, wie ein Biber gearbeitet hat. um Tynan'S Geführten in England aufzuspüren und den Zoory-Bell dingfest zu machen, war der Erste, welcher dem Freigesprochenen herzlich gratuirte. AlS Melville dem Jvory-Bell hierbei anS Herz legte, sich diese Ersahung alS Lehre für Lebenszeit dienen zu lassen und gefährliche Gesellschaft zu meiden, erwiderte dieser : Sie können Ihren letzten Dollar darauf wetten, daß ich daS thun werde." Zvory wird nach Dublin zu Besuch reisen und dann nach New Jork zurückehren. Der Zeug nißz wang. Berlin,' 20. Jan. Während der gestrigen Verhandlungen im Reichsage kam eS bei der Debatte über den Justizetat zu Reibereien zwischen derchiedenen Abgeordneten und den Herr:n am RegierungSlische. In erster Linie war eS der in letzter Zeit bekanntlich wiederholt gegen Redakteure in Anwendung gebrachteZeugnißzwang, dessen Legalität oder Illegalität beprochen oder vertheidigt wurde. Auf eine Anfrage deS freisinnigen Abzeordneten Justizrath Munckcl'S erklärte der preußische Justizminister Schönstedt, daß der Zmgnißzwang im DiSziplinarverfatzren unentbehrlich und! egal fei, während RechtSanwalt Lenzmann (freis. VolkSp ) den gerade entgegengesetzten Standpunkt vertrat. Berlin. 20.3an. Die gestern gemeldete Entlassung deS verantwortliehen Redakteurs der Frankfurter Zeitung", Alexinder Giefen, auS der Zeugnißzwanghaft ist auf eine vom Reichskanzler Fürst Hohenlohe Personlich gegebene Anregung zurückzuführen. Ver Kanzler lou vernein yaven. er halte daS rigorose Vorgehen qegen den Redakteur deS Frankfurter Blattes (und wahrscheinlich auch daS gegen den Redakteur der KöiigSberger Hartung'schkn Zeitung") für Unverstandlich, ka ein ähnliches Veifahren gegen den Verantwortlichen" der Hamburger Nachrichten", welche doch strenge Staats - Geheimnisse" ausgeplaudert habe, nicht beliebt worden fei. Fürst Hohenlohe ist seiner ganzen Persönlichkeit und seinem vornehmen Charakter nach kein Freund von unnöthigen Preßmaßregelungen. DaS hat er in früheren Jahren namentlich alS Statthalter in den Reichslanden bewiesen, wo die Preßpolizei unter weit schwierigeren Verhältnissen viel gelinder gehandhabt worden ist, alö eö heute im Deutschen Reiche geschieht Der hauptsächlichste Vertreter . deS Maulkorb - Prinzips im preußischen StaatSministerium ist nicht der preußisüe Ministerviäsident. sondern der preußische Justizminister Schönstedt, llill Krawall in Ungarn. 2 o n d o n, 20. Jan, Eine Wiener Depesche deS Chronicle berichtet über einen Streikerkrawall in Anima in Ungarn, bei welchem die Gendarme auf die Aufrührer feueiten, und acht Personen tödteten und 12 verwunde ten. Nach einer Depesche der Daily NewS auS Wien ereignete sich der Krawall bei den Anima-Kohlengruben und in den Stahlwerken der StaatSeifenbahn Gesellschaft in Reschitza. Die Frauen der Streiker vollführten, den größten Radau und mehrere von ihnen wurden getödtet oder verwundet. Militär wird in Bereitschaft gehalten, da man neue l Unruhen erwartet.
Erdbeben inEpiruö.
' A t k e n. 20 Jan. in lZrdbebtN hat Delvino im türkischen EpiruS be-; troffen. Mehrere Dörfer, welche haup'. ' sächlich von Christen bewohnt waren,! sind zerstört worden, und man glaubt, daß viele Menschen um's Leben gekommea sind. Die Erkrankung derZarina. L o n d o n, 20. Jan. ,9 ine Berliner Depesche der Daily Mail" sagt, die vorzeitige Entbindung der Zarina sei die Folge einer nervösen Erregung wegen der Vergiftung deS Zaren gewesen, welche sich vor 6 Wochen ereignete. , Die cu banis chen Verhandl u n g e n. L o n d o n, 20. 3an. Der Correspoudent der Daily NewS" in Paris sagt : Während der Verhandlungen mit den Ver. Staaten in voriger Woche wurde Senor ConavoS, der spanische Premier, durch die Erklärung auS Washington überrascht und erschreckt, daß Sekretär Olney keine Zeit habe, die kubanische Frage zu erledigen, und daß er dem Präsidenten McKinley freie Hand darin lassen werde. Zwei Tage später ließ Senor ConadaS offiziell ableugnen, daß überhaupt Verhandlungen im Gange feien. ES ist ein schwerer Schlag für Senor CanovaS, welcher kein Vertrauen zu der Fähigkeit des Genera! Weyler hat, die Rebellion zu unterdrücken. ES heißt, er werde abdanken, wenn General Weyler der Revolution nicht vor Eintritt der Regenzeit den Todesstoß verseht hat. Der Carneval gerettet. Köln, 20. Jan. Der Carneval in Köln ist gerettet. Am RosenSonntag werden noch wie vor königliche" Pferde die Wagen ziehen. Letzten Samstag wurde gemeldet, daß ein Gouvernements. Befehl den Ossizieren der Garnison verboten hatte, den Sitzungen der beiden großen Carnevalgesellschaften beizuwohnen, weil in einer dieser Sitzungen der Fall Brüskwitz in taktloser Weise behandelt worden war. Dieses Verbot ist aufgehoben worden. Infolge dessen werden auch die betrefsenden Rosse dem Prinzen Corneval" jiu Versügung gestellt, ' - Schiffs-Nachrichten Angekommen in : Liverpool: Majestic" von .Noordland" von New Jork. Wm?lftf F cv ,, Antwerpen; Teutonie" von Lider Pool. Southampton: Spree" von New Jork nech Bremen. ,,, m Einen auffallenden Schmuck, nämlich einen eisernen Ring, am Beine trug der 16 Jahre alte Neger Newton Andrews, der m Balttmcre, Md.. verhaftet wurde. Der 5kser war auf dem Austernboote Hefter Ann- beschädigt und von demsllb:n desertirt. Er soll, ehe er sich aus dem Boote anwerben lieft, aus dem Zuchthause in Raleiah. N. C., entflohen sein und die Kette nebst Kugel von dem Riuge, der um sein Bem geschmiedet war, abgefeilt haben. Gouverneur Richards von Montana hat Edward Clark und desscn Frau begnadigt, welche wegen Vergiftung eines gewissm John P. Stewart zu IIJahren Zuchthaus verurtheilt wurden und sich im Gefängnitz zu Deer Lodge befanden. Die Beiden ha ben ein Jahr ihres Straftermms abgebüßt und find unschuldig. Stewart war ein reicher Mann und der Verdacht, ihn vergiftet zu haben, fiel zunächst auf seine Frau. Diese wurde in Spokane verhaftet und in Missoula processirt. Um sich selbst zu retten jlaste fie ihre Mutter und ihren Stief. Vater, die aenannie Frau Clark und deren Mann, des Giftmordes an. Di:se wurden auf die Aussagen der Frau Stewart hin des Mordes im zweiten Grade überführt. Später wurde Frau Stewart von Gewissensbissen ergris fen. .Sie legte einem Rechtsanwalt und dem Er - Gouverneur Toole ge genüber ein Gestäirdnih ab, beging aber Selbstmord, ehe ihr Geständnis zu Protokoll aenommen werden konnte. Gouverneur Richards hat nun durch Begnadigung des Clarl schen Ehepaa res das Unrecht, welches dem letzteren widerfahren ist, gutgemacht, jo weit es Wieder .utzumamen war. Wer einen Catarrh heilen will, muß mit dem Blut anfangen Hood' Sarsaparilla beseitigt die Ursache dieses Uebels und heilt Katarrh dadurch, dap sie da Blut reinigt. Ho ob's Pillen wirken ilde aber rasch und sicher aus die Leber und den Magen. 25.
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