Indiana Tribüne, Volume 20, Number 122, Indianapolis, Marion County, 19 January 1897 — Page 1

V O xtVr AA O A M v A ky m ' -1 i ri n i 0 u iy v v w V v w O w Office : No. 18 Güb WLabama Straße. Jahrgang 20. Indianapolis, Zndiäna,' Vienstag, öen Januar No. I 3

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Gioilierc, Sditorielles. Eine Bill wurde in der LegiSlatur eingereicht, welche Stätten erlaubt Wasserwerke anzukaufen und die dafür gemachte Schuld soll nicht als städtische Schuld, sondern als eine be sondere Hypothekenschuld betrachte! werden. ES wäre zu wünschen, daß diese' oder eine ähnliche Bill pasfirt und die Stadt Indianapolis die Wasser werke ankaufen würde. Vor dem einschlägigen Comite deö StaitösenatS erscheinen Anwälte der Stadt und der Straßenbahngesellschaft, um für und gegen die Passirung der vor liegenden StraßenbahnBill zu plädiren. Wir sind der Anficht, daß ein Senatöeomite kein Gerichtshof ist, daß Gelkjzebung eine Sache von allgemeinem Interesse ist und daß eine einzelne Korporation keine besonderen Rechte hat und kein besonderes Gehör verdient Wie die Gesellschaft unter bestehenden oder zu erlassenden Gesetzen zurechl kommt, ist ihre Sache. Hinter solchen öffentlichen Vernehmungen verbirgt sich meist geheimer Budel. . Unsere St aßenbahnmagnaten find wieder in der Stadt und veran stalten wieder ihre exquisiten Dinerö und SouperS für kleine Zirkel von Gesetzgebern, natürlich ouS bloßer Liebe und Freundschaft. Der LegiSlatur liegt eine Bill vor, welche dazu bestimmt ist. die Wirkung der skanda lösen Entscheidung deö Richter Woodö, daß die Gesellschaft einen permanenten Thar5er bade, aufzuheben. Die Gesellschaft setzt alle Hebel in Bewegung, um die Passirung der Bill zu verhindern. Wenn sie nicht pasfirt werden sollte, dann wird kein Mensch glauben, daß - eS ehrlich dabei zugegangen ist, und auf diejenigen, welche gegen dieselbe stimmen, wird man mit Fingers deuten. DaS Comite für munizipale Angelegenheiten des Tlate Board of Commerce" hat eine Bill ausgearbeitet. deren Passirung von der Leziölatur erwartet wird und welche bestimmt. daß eine Commission eingesetzt werde, welche die Bestimmungen über die 93. r waltung von CountieS, TownshrpS, Städten, Ortschaften u. s. w compiliren und revidiren soll. Unstreitig bedürfen die Gesetze in dieser Kategorie manche Verbesserung UNS eine vteviviruna oerielven ln i, . rir. a. m längeren Perioden ist jedenfalls eine bessere Methode als die ewige Herumpfufcherei an denselben. Vre Annaome oer tu t lehr zu . im . w mm m empfehlen. Wir sprachen letzte Woche von oem geiqaslttqen Ausscywuog rn Deutschland und bemerkten dazu, daß die Geldzirkulation in Deutschland um ca. $5 per Kopf kleiner sei als in Amerika und daß Deutschland die Gold Währung habe. Wenn also, sagten wir, die Goldwährung und die angeblich zu geringe Masse der ZirkulationSmittet in Amerika GeschäflSdepresfion hervorbringen, wie ist eS denkbar, daß dieselbe Goldwährung und ein noch kleineres Quantum von ZirkulationS. Mitteln in Deutschland die besten Zeiten erzeugt, die daS Land noch je gebabt hat ? Ist dieS nicht dielmehr ein Zeichen, so fragten wir, daß die GoldWährung und daS ZlrkulationSoerhältniß nicht die schlechten Zeiten derur-

fachen ? Denn da gleiche Wirkungen die gleichen Ursachen erzeugen, so müßten doch diese Ursachen auch in Deutschland schlechte Zeiten hervor-rufen.

Daraus antwortet nun ein gewisses Blatt, das wir weiter Nicht nennen wollen, daS aber an der saftigen Schreibweise wohl erkenntlich ist, in folgender Weise . Die Goldwährung ist an den gegenwartrgen Bankerotten nicht schuld, sonst müßten sich diese j'tzt in allen GotowührungSläadern zeigen; denn die gleichen Ursachen haben immer die gleichen Wirkungen", so zetern diese Burschen. Und daS ist eben so richtig. alö wenn man sagen 'wollte: 3(tjt schneit eS in JnbranaoollS, folglich muß eS auf der ganzen Erde schneien. weil diese von derselben Atmosphäre umgeben ist". CS giebt ja fpillch Querköpfe, die solchen Unsinn für un lberleglich halten, aber wir wollen mit ibrer Belohnung warten, bis sie öen folgenden Parallelsotz applauiren: Da Alter stärkt den Wein, folglicb müssen auch die Pferde mrt zunehmenden Jakren immer kräftiger werden, da dieselben Ursachen immer und gleichzeitig diese den folgen baben". Wenn dieser geistreiche Satz Bewunderung erregt, dann wollen wir den Betrissenden gleich eine Medaille ooliren, zwar keine kostip elige, ouS Bussel-Leder, aber doch eine von asch grauem Löschpapier.". Ist, so fragen wir, schon jemals auf dieser Welt gröberer Blödsinn geschrieben worden? Möchte man ich? laut anstachen bei solchem Blech ? Wir könnten dem Manne noch ein paar kausend ähnliche Beispiele suggeriren. damit seine Dummheit noch um so größer erscheine, z. B. Jetzt schneit eö irgendwo, folglich muß eS daS ganze Zahr hindurch schneien, weil die Erde daS ganze Iah? von derselben Atmosphare umgeben ist; oder: j,tzt schneit eS in Amerika, wo eS Neger giebt, folglich muß es überall aus der Erde schneien wo eS Neger giebt; oder: jetzt schneit eS in Indianapolis, wo die Legislatur in Sitzung ist, folglich muß es überall schneien, wo eine Legislatur ist Sitzung ist u. s. w. ad insiniturn Sin Vergleich wäre gerade so klug oder gerade so dumm wie der andere. Denn ebensowenig, wie die Neger, oder die üegiölatur, ebensowenig erzeugt die 'Atmosphäre an sich den Schnee. D i e Versicherung aber können wir dem klu gen Manne geben, daß wenn eö jktzt in Indianapolis schneit und daS was den Schnee wirklich erzeugt, auf der ganzen Srde vorhanden ist, eS auch wirklich auf der ganzen Erde schneit. Wenn Temperatur Feuchtigkeitsgehalt der Luft, Luftströmung etc., kurzum, wenn diejenigen atmosphärischen Zustände vorhanden find, we'che den Schnee erzeugen, irgendwean oder irgendwo vorhanden sind, dann schneit eö auch irgendwenn oder irgendwo, denn dieselbe Ursache erzeugt auch dieselbe Wirkung. Dem Parallelsotz" : daS Alter stärkt den Wein, folglich müssen auch die Pferde mitzunehmenden Jahren immer kräftiger werden, da dieselben Ursachen immer und gleichzeitig dieselben Foi gen haben,? applaudiren wir zwar nicht, denn wir zollen dummem, kindischem Geschwätz keinen Beifall, müssen also noch aus die Meda Ue warten, aber wir würden ihm applaudiren, wenn der Wein auS -Fleisch und Knochen wie die Pferde, oder umgekehrt, wenn die Pferde auö Alkohol, Wasser u. s. zusammengesetzt wären, wie' der Wein. Denn jede.' halbwezS vernünftige Mensch weiß, daß wenn man von gleichen Ursache und gleichen Wirkungen spricht, die Gleichheit deö DingeS, auf welches die Wirkung ausgeübt wird. sich von selbst versteht. Wir werden daher gerne bereit sein, dem schönen Vergleich zwischen Wein und Pferd zu applaudiren, sobald unS nur der große Silbergelehrte überzeugt, daß deutscheö Gold und amerikanisches Gold so verschieden von einander find, wie Wein und Pferd und daß Handel und 3ndustrie, gute oder schlechte Geschäfte in Deutschlang ganz andere Dinge sind. alS in Amerika. Nid eS ist ein wahres Glück für den Lerübe? deS oben angeführten QuaticheS, daß der Vergleich zwischen Wein und Pferd nicht paßt, denn sonst könnte man auch noch hinzufügen, folglich müssen auch mit den zunehmenden Iah ren die Esel immer dümmer werden. Wetterbericht. Wärmeres, schönes Wetter heute Nacht; schöne Wetter am Mistwoch Höchste Temperatur innerhalb der letzten 24 Stunden öS Grad, niedrigst 18 vead.

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C1VmX )iUUHÜ. Quö dem Eon g re ß. Washington. 18. Jan. Der Senat beschloß beute, die Nikaragua-kanal-Bill aufzunehmen und gab derelben daS Vorrecht deS unerledigten Geschäftes, so daß sie von Tag zu Tag berathen werden wird, biS sie erledigt st. ES ist Aussicht vorhanden, daß die Abstimmung schon bald stattfinden wird und wahrscheinlich wird die Bill angenommen werden. Dieselbe schreibt die AuSgabe von Canal Compagnie Aktien in der Summe von Il00.000.000 vor. Da von soll der Sekretär deS SazatzeS im Namen der V er. Staaten für $70.000,000 Aktien, subskribiren Die Compzgnie soll süe $100.000.000 Aktien, die von den Ver. Staaten garantirt werden, ausgeben. Der Bau und die Controlle deö Kanals ist amerikanichen Ingenieuren und einem Rathe von 11 Direktoren, von denen fünf vom Präsidenten zu ernennen find, zu übertragen. In der Häuptsache ist die Brll dieselbe, die vom Senat deö vorigen CongresseS pasfirt wurde. - s DaS HauS beschäftigte sich heute mit Angelegenheiten deö Distrikts Columvia. 104 Bankbrüche. L o u i S v i l l e. Ky , 13. Januar. Der National-Bankexamivator EScotl schloß heute Morgen die Thüren der German National-Bank. I. M. MeKnight ist der Präsident deS Instituts. DaS Stammkapital der BankiftZ25l,000. Der letzte Bericht welcher am 17. Dezember 1896 eingereicht wurde, wieg einen sehr schlechten Stand der Bankaus. Die 25 Prozent-Regel war um ungefähr 8 Prozent überschritten. Die Bank hielt für $113,025.29 Sicherheiten, Aktren etc. ' Präsident MeKnight war an einer Anzahl auöwäriger Finanzoperationen delheiligt. Er agt, daß die Depositoren voll auöbe5ah!t werden und die Aktionäre daS Institut tezrganifiren würden. " Examinator Söcott, der Besitz von der Bank ergriff, erklärte: ES fand kein Andrang auf die Ban? statt; aber angesichts erlittener Verluste, die durch uikluge Darlehen entstanden, ferner angesichts der Verminderung derWerthe und graduellem Nachlaß deS Geschäfts und deS Vertrauens in die Leitung der Bank, glaubt der Comptroller, daß eö daS Beste für die Depositoren und Aktionäre ist, die Bank zu schließen und die Angelegenheit derselben durch einen Massenvermaltee abzuwickeln. Dieser Bankerott sollte kein Mißtrauen gegen ore anderen Banren oer Vravl erwecken; dieselben befinden sich alle in guten Verhältnissen. S t. P a u l, Minn., 13. Jan. Die Minnesota SavingS Bank schloß heute Morgen ihre Thüren und übertrug ihr Teschäft zu Gunsten ihrer Gläubiger an Wm. Vicret. rtiva stno mir $250.000, Passiva mit $220,000 angemeldet.. New port. Ky.,. 18. San. Die erste Nationalbank dahier schloß heute ihre Thüren. Versuche von Covivgoner Banken Hilfe zu erlangen, schlugen fehl. AlS Hauptursache wird angegeben, daß die Bank dem Kasfirer Jsulsey, der in allerlei industriellen Uiterneomungea interelftrt tft, zu große Vorschüsse machte. Man glaubt, daß Niemand etwaS verlieren wird. Orkan in Zndiana. A n d e r s o n, 3ad , 13. Januar. Gestern Nachmittag richtete ein Orkan hier und in anderen Orten JndianaS großen Schaden an. DaS Dach der ffabrrk No. 4 der Andersoa Window Glaß Comp. wurde abgedeckt und die Mauern stürzten aus die Hochöfen, und eS kostete große Mühe, einer furchtbaren FeuerSbrunst vorzubeugen. Der Schaden ist durch Versicherung gedeckt, aber 50 Arbeiter verlieren ihre Beschäftigung. Die Wtstmauer des drei stöcklgen Opernhauses,' welches kürzlich ausbrannte, stürzte ein. Düftrov muß hängen, I e f f e r s o n C i t y, Mo., 19. Jan. Die Supreme Court von Missouri bestätigte das Urtheil der unteren Instanz im Felle des St. Louiser Millionärs Arthur Düstrow, der vor drei Jahren seine Frau und Kind ermordet haitc. Düftrov war schon, zwei Mal zum

Tode verurtheilt. Nun wird daS un-

tere Gericht den Tag der Hinrichtung festsetzen. Ei n e w i chtig e Entscheidung 3acksonville,18. Januar. Die' Anklage gegen daS Flibustierschiss Three FriendS" wurde vom Richter Lockridge verworfen, auö dem Grund?, weil die Insurgenten CubaS unter See. 5283 der Bundesgesetze keine Po. litische Körperschaft seien. Der BundeSanwalt wird gegen die Entscheidung appelliren. Sollte .dieselbe ausrecht erhalten werden, so ist die Jnhibirung von kubanischen Expeditionen unter unseren Gesetzen fernerhin eine UnMöglichkeit. Die Insurgenten vernichten ein spanisches Kanonenb o o t. H a v a n a, 13. Jan. Die Kanonenboote Centinela und Relampago fuhren oer scacot vom 16. Ianuar von Manzanillo ab. Am Morgen deö 17. 3an. stieß daS Boot Relampago auf einen Torpedo, eine Exglofion erfolgte und das Boot versank sofort. Von der Mannschaft wurden einige durch daS andere Boot gerettet, doch befand sich dasselbe in solcher Nähe, daß auch von seiner Mannschaft mehrere verwundet wurden. -m Ausland. KeineLymphe gegen d i e B e u l e n p e st. Paris, 18 3w. Dr. Roux vom Hygiene-Departement stellt in Abrede, dß er Experimente mit einer Lymphe geqen die Pest angestellt hat. Er ist überzeugt, daß dte Beulenpest in Europa niemals Fuß fassen kann. Die TempS beklagt, daß die britischen und indischen Behörden in der Bekämpfung der Seuche sehr nachlässig zu Werke gehen. Marseilte, 13 Jzn. ES wirb aus daS Bestimmteste in Abrede gestellt, daß die Pest hier aufgetreten, ist. und man versichert, daß nicht einmal ein verdächtiger Fall hier vorgekommen ist. D i e HungerSnoth in Indien. L o n d o n, 18. Jan. Der Correspondent der Daily Mail" in Bombay sagt, im Banda-Distrikt sei die HungerSnoth entsetzlich. Die gesammte Bevölkerung sei ohne Nahrung und die Leute sterben lieber auf der Straße, als daß sie Unterstützung von der Regierung annehmen. , ,,, Neue Verwendung der R ö n t g e n-St ra h l e n. London, 13. Jan. Eine Depesche deö Chronicle" aus Wien melder, Professor Friedrich in Slbing habe der Akademie in Wien mitgetheilt, daß er eine neue Art von Rönt gen - Strahlen entdeckt habe, welche zweifellos sicher stellen, ob der Tob oder ein Scheintod eingetreten ist. , , JsteödieAngstvorMörd ern? L o n d o n, 13 San. Einer Depesche von St. Petersburg, daß derberühmte deutsche Spezialift Dr. Bergmann von Berlin nach St. Petersburg berufen wurde, um am Zaren eine Operation zur Verhinderung der möglichen Vergrößerung eines knöchernen Auswuchses am Schädel zu vozielzen, wird in hiesigen und offiziellen Kreisen deS ContinenlS die größte Wichtigkeit beigelegt. Der AuSwuchS befindet sich an der Stelle, wo der Zar im Jahre 1891 einen Schlag von einem fanatischen Japanesen erhielt, alS er, der damalige Zirewitch, mit dem Prinzen Georg von Griechenland eine Reise um die Welt machte. Prinz Georg schlug den Attentäter nieder und rettete seinen Begleiter vor weiteren, wahrscheinlich gefährlichen Verletzungen. 3a Folge deS AuSvuchseS und Ueberarbeit litt der Zar in letzterer Zeit an Schwindel, so daß er gelegentlich taumelte. Die Thatsache, daß solcher Nachricht von St. Petersburg aus gestattet wurde. in'S Ausland zu dringen, zeigt daS Gefährliche der Situation und brin gen die NachmittagSblätter Londons längere Artikel baiübe?. St. Petersburg, 18. 3anuar. Der Zar wohnte heute der EpiphanyParade der Truppen und der Zeremo nie der Weihe der Neva bei. Land o n, 19. 3an. Der St. PeterSburg Correfpondent deS Daily

Telegraph" stellt in Abrede, daß drr Zar nicht wohl ist.

DerWiener Correfpondent deSDaily Telegraph" sagt aber, es sei kein. ro.si .in ni f X6 Ki. if nrnttiif I vs V , l I I p, vwp VI j Nervösität und Schlaflosigkeit in Folge Ueberarbeitung leide. Er sagt ferner: ES war sogar beschlossen, daß daS kaiserliche Paar noch Livadia reisen sollte, um dort der Ruhe zu Pflegen, und daß der Großfürst Michael den Zaren während seiner Abwesenheit dertreten sollte. Dieser Plan scheint fallen gelassen oder biS nach dem Ccr neval verschoben zu sein. , Ein sensationeller Sehet dungöprozeß. C h a ? l e r o i, 13. Januar. Die Scheidungsklage deS Fürsten von Chimay gegen seine Gattin, früher sträulein Clara Ward, von Detroit, Mich., welche im vorigen Herbst mit einem ungarischen Zigeuner-Musiker durchbrannte, wird hier morgen in Verhandlung genommen werden. Maitre Allain, vom Appellatronögericht, wird die Fürstin vertheidigen j 3a einem Interview sagte heute Maitre Allain: Der Fall wird ein taufe eelebre" und der ScheidungProzeß deS Jahrhunderts werden, hauptsächlich weil die Mutter der Fürst in aus der Seite deö Fü'sten steht und wegen der Prominenz, die der Name eineS Königs in dem Falle siden wird. Die Behauptung der Zeitungen, daß die Fürstin an einer Nervenstörung leidet, ,st nicht wahr Die Fürstin ist bei vollkommen gesundem Verstände. Sie ist gewillt, ihrem Gatten die Ausficht über ihre Kinder zu gestatten, besteht aber aus ihrem Recht, dieselben gelegentlich besuchen zu dürfen. ES ist auch nicht wahr, daß die Fürstin ihr Vermögen verloren hat. Sie hat, trotz der großen Summen, die sie auf verschiedene Weise verausgabte, noch immer ein guteS Einkommen und braucht nicht öffentlich zu fingen. Der Fürst von Chimay fordert eine Bewilligung von 75.000 FrarcS und die Fürstin will ihm diese Summe geben. Wenn die Kinder mojorenn sind, dann werden dieselben nach den belgischen Gesetzen daö Einkommen ihreö Antheiles am mütterlichen Vermögen erkalten." Alö Maitre Allain befragt wurde. ob die Fürstin 3anoS Rigo, ihren Zigrüner tiebe, antworteteder hervorragende Anwalt : Ich bin ziemlich sicher, daß daS nicht der Fall ist." (Vor einigen Tagen wurde telegraphirt, daß in Budapest der Fürstin auf geheime Weisung hin. daß sie eine russische Spionin sei, ein Bündel Briefe abgenommen worden sei und daß die Polizei die Briefe dem belgischen Consul übergebei habe. Die Fürstin reklamirte sie alS ihr Eigenthum. Es handelt sich dabei wahrscheinlich um zärtliche Episteln deö KSaigS von Belgien.) . Qchiffs.Stachrichteu. Angekommen in :. New I o r k : Tauric" von Liöerpool. Glasgow: ,,Tcandinavia" von Boston. Gibraltar: Kaisrr Wilhelm der Zweite" von New Fzrk. ,, m . SS lohnt sich, Hood'S Garsc parilla zu . gebrauchen. Bei reinem Blut brauet 3hr kei.ie Angst zu haben vor Grippe, Lungenentzündung, Diph teritiS oder Fieber. Hood'S Pflanzen von den auSgesuchrestenPillen find sorgfältigst zude reitet. Ä)er deutsche Reichskanzler Fürst zu Hohenlobe - Schillingsfürst und seine Gemahlin, Fürstin Maria, geb. Prinzessin oonSahnWittgenstein - B:rleburg, können am 16. Februar dieses Jahres ihre goldene Hochzeit feiern. Das Paar wurde am 16. Februar 1847, dem achtzehntenGeburtstage der PrZnzzessin Sayn, in Frankfurt a. M. getraut. I n A m ft e r d a m w u r d e ein 21jähriges Diensimlidchen m der van Eegenstraße hinter dem Reichsmuseum Abends um 6 Uhr auf offener Straße ermordet, ohne daß es der.Polizei gellmgen wäre, auch nur eine Spur deö Morders zu entdecken. Einige Tage sorher wurden an zwei anderen Dienstinädchm an- derselben Stelle Mordversuche gemacht, und diese bei den hatten ganz dieselben Wunden am Halse empfangen, wie das ermordete czMnMfiKhr. so dak wahrscheinlich v v7 - Y l ' r ' - ein mit der Mordsucht behafteter n.r t? 1!ntnfrn treibt. ''ItlllUJ vvtt vti

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