Indiana Tribüne, Volume 20, Number 120, Indianapolis, Marion County, 17 January 1897 — Page 2
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Zm Icucr geprüft. Episode aus dem südlicdcn Califoniic?, von W. v. Cchttibrand. I. 5lew Zweifel. Peter Deppe, daöFucioxan des MazskZ, war zugleich der einzige Mensch cus der ganzen Ranch, der etwas von Obst- und SQkin&ui verstand. Und eHzentlich verstand auch er, der biedere Westphale. nicht ml davon. Es war nicht seine SpeaNtät, von -Hause aus -war er Forstmann. Aber !wie das fx geht, Peter haAe den qan zen Contdlent durchzogen, in der Hoffnung, eie einträgliche Stelle, die sei nen Fähigkeiten und snner Erziehung entsprach, zu erhalten, und da er sich hierin .'getäuscht fand, 'denn Niemand wolltecetwas von gerrelter Baumzucht wissen, so hatte er den ihm von Major Ellitthorpe, einem Engländer, in LoL Angeles gemachten Antrag angenvwmen und war zum Superintendenten seiner Ranch, die sehr malerisch an den Abhängen des Nepo-Thals la&a nannt worden. Superintendent das klang so schon! Wie er seinen neuen Titel zum ersten Male Zn einem Briefe an die Lieben daheim ernÄhnt hatte, da war ihm das Herz geschwollen vor Stolz und Glück. Supermten'dent! In seiner Vaterstadt hatte ces .uch einen Superintendenten gegtben aber der bebaute einen anderen Weinberg, den Weinber des Herrn, denn er war ein hochgestelltem Theologe, und Peter erinnerte sich, wie er stets zespectvol! seineMütze vor ihm gezogen, wenn er ihm in der Straße begegnet war. Und nun war ev selbü Superintendent. Freilich ein ganz anderer. Denn bei Lichte besehen war sein neues Amt gar nicht so etwas Hoheä..Jm'Gegentheil in Deutschland hatte man's einfach Aufseher genannt, denn er mußte die chinesischen Arbeiter, die auf der Ranch beschäftigt wurden, beaufsichtigen, und sehr häufig .mußte r auch selbst Hand anlegen, um den tragen Kerlen mit gutem Beispiel voranzugehen. Und dann fcm's noch schlimmer. Die PhylozM, dieses schädliche Jnsect, zerstörte in einem Jahre die sämmtlichen Weniberge auf der Ranch, und der Anbau von Pfirsichen und Birnen und Feigen, 'den man darauf versucht hatte, löhnte Pch Nicht die Fracht- und Berpackungskosten nach dem Osten hin waren -zu bedeutend, sodaß sie den größeren Theil des Verkaufspreises verschlangen. So wurden denn die die mongolischen Horden entlassen, und Peter Deppe mit Hülfe seines .Boß" und einiger irischer Knechte, begann nun'die Anpflanzung von Oliventäumen. aus denen man allmählig reichen Gewinn zu ziehen hoffte. Aber das lag noch in weiter Ferne. Vorläufig präseniirte sich die Olivenplanrage" als ein Zwergwald von kleinen, unansehnlichen, grauen Bäumchen, die aus einiger Entfernung wie Unkraut nussahen. Und dabei gab's doch viel zu thun datön, denn diese Baumcken verlangten Pflege, sorgfältige Pflege, und regelmäßige künstliche Bewässerung, sodaß Peter viel Noth hatte mit seinen Arkeitern, ohne doch auf mehrere Jlhre hinaus greisbare Ergebnisse seiner unermüdlichen Bestrebungen sehen zu können. Und das hatte ihn schon oft ?echt mißmuthig gemacht, denn es war und blieb vorläufig eine unfruchtbare, undankbare Mühewaltung, die er sich aufgeladen hatte, und mehrmals schon war er auf dem Sprunge gewesen, seinen Job" aufzugeben und sich anderswo nach lohnender Beschäftigung umzuschauen. Aber Zmmer wieder hatte er sich besonnen vnd war geblieben. Und daran war einzig und allein seine schöne, Zunge Herrin, Mrs. Edith Ellitthorpe, schuld. Der konnte er nichts abschlagen. n. Und kein Wunder. Edith 'war ein liebreizendes Geschöpf. Ihre Mutter war eine Mezicanerin gewesen und ihr Water gehörte zu jenen waghalsigen Rittern 'des neuen goldenen Vließes, denen man nicht mit Unrecht den Namen Argonauten gegeben; er war niemals nach seinem Heimathstaate Mawe zurückgekehrt, und so war Edith ganz in Californien aufgewachsen und erzogen worden, und aus ihren 'dunklen Augen leuchtete und glühte die Sonne des Südens. Der, Major hatte sie, als er mit Empfehlungsschreiben frisch von England weg, Zn San Francisco landete, bei einem Balle kmnen und lieben gelernt, und bald darauf fand die - Hochzeit statt und sein Brautchen folgte -ihn nach der Ranch im Nepo-Thal. 'Sie war so schon, so duftig, so un'schuldig wie eine Vlume aber auch so gedankenlos. Als sie Tlapx Ellit'thorpe, den jüngeren Bruder eines britischen Lords, heiratheke, da rslaubte 'sie, in den Schooß des Luxus inrt des Wohllebens zu fallen. Urfd nun stellte sich's heraus, daß ihr Mann nicht reich, nicht einmal wohlhabend war, daß er die Ranch mit dem kleinen Erbtheil gekauft, das ihm als jüngerem Sohn allein zufiel, und besten war nach dem Ankauf nur noch eben genug übrig geblieben, um ein " ernfaches Wohnhaus und einige leichte Wirthschaftsgebäude zu errichten. Und sonst erhielt er von fernem Blonder, dem Loto, nur noch eine kleine monatliche ÄKowance" von 20 Pfund. Wäre die Manch nun einträglich gewesen, so Härte er ja mit seinem Zungen Weibe sehe nett, wenn auch nur auf bescheidenem Fuße, leben können. Aber diese dumme Ranch hatte ja nicht allein nichts gebracht bisher,, sondert auch zisch den größten Theil seiner NebenEinkünfte verzehrt, sodaß also thatsachlich Schmalhans Küchenmeister toa: auf Edith Ranch wie der Major sie zu Ehren seiner Frau aetauft und sogar das kleine Monatssalär deS Superintendenten manchmal nicht bereit war am Fälligkeitstage. Trotzdem gab Peier Deppe, wie geLast, leinen Posten nicht auf. Er i
zatte den Mh)öt sehr zrrn SaS wa? ein großer, ftattlichar Mann mit dem Herzen einrö ftintefi, der vr7. deuprak tischen Dingen, des Vvens keine Ahnung hatte nd der rtgentlich nur etwas Von der Jagd And sonstigem Sport lrstanXweshatt. er auch seinem Superintendenten- die Sorge füv Mes überließ. Ab für die junge Frä-k, ja. -für die halte Peter, der unyescklachk Kiese auS dem Teutoburger Waid, seine Haut erlassen. Und wenn sie chn jedesmal s, 'bittend und rührend .zugleich aus ihren großen, dunklen Auyen anblickte, so khatte er nicht den Muth, -ihr etwatz abzuschlagen. Leider aber langweilte .sich Edith. Das Wachsthum der Zugendlichen cOlivenpflanzung zu verfolarn, daö
iwar eiaentllch mt einzige umeryal 'tung, die die Ranch bot, imt diese war -nicht gerade aufregender Natur, sodaß 'Edith, an das lebhafte Leben in San 'Francisco gewöhnt, oft nicht wußte, snie sie die Zeit todtschlagen solle. Und .aus Langeweile hatte sie sich denn an's 'Malen gemacht. Alles hatte sie schon mit leuchtenden Farben aus Die ein .wand gebracht den prächtigen Son -nenauf- und Unteraana. ti in schil lernden Blumen prangenden Hügel rings umhev, die geringsüMte Scene in der Landschaft; sogar ihren Mann und Deter hatte sie häufig ronterfeit, wie sie bei der Arbeit waren oder auf die Jagd zogen, sodaß auch ltt Besckäftiauna. die sie Anfangs interessirt hatte, ihrem Thätigkeitsdrange nicht mehr genügen wollte. III. Da langte eines Nachmittags ganz unvermuthet Arthur Selfridge an, ein Officier der britischen Armee, der mit dem Major lm. selben Regiment gedient hatte und um mehrere Jahre jünger als dieser wai. Jetzt befand er sich auf emer langen Vergnugungs reise um die Welt, sodaß er seinem freunde Emthorpe sofort vereitwu liast einen lanaen Besuch in Aussicht stellte. Und der brachte Leben in die Monotonie auf Edith Ranch. Die junge, schone, lebhafte Frau seines Freundes schien ihn ausnehmend zu gefallen. . Das war deutlich zu merken, als er ihr das erste Mal vorgestellt wurde. Aber auch ihre Augen glänzten und ihre Wangen .nahmen ein höheres Colorit an, als sie ihn verstohlen betrachtete. Denn Arthur Sels ridge war ' ein schöner Mann, viel dlstingmrter als der Major ,n seinem Wesen und seinen Manieren, und mit semen schmachtenden Augen und wohl gepflegten, seidenweich m Schnurrbart, konnte er. wohl irgend einer Dame gefallen. Die - Beiden schlössen sich auch sofort an unander an sie waren den ganzen Tag bald unzertrennliche Gefährten, 'und für ihre Malstu dien hatte nun Edith ein neues, inte ressantes Sujet. Bald mußte er sich als Kreuzritter verkleiden, bald als normännischer Seeräuber, dann wieder als König Eyrus oder sonst eine historische Persönlichkeit, und m allen diesen Eostümen, in den verschiedensten Stellungen war und blieb er der schöne Arthur Selfridge. Wenn sie eine Skizze von khm angefertigt hatte, dann beugte er sich wohl über sie und flü sterte ihv mit sanfter, lispelnder Stimme allerhand Schmeicheleien über ihre Kunjtsertigkeit zu. Kurzum, das Verhältniß zwischen den Beiden machte Riesenfortschritte und näherte sich dem Punkte, wo ernste Gefahr drohte für den ehelichen Frieden des Majors, mit erschreckender Deutlichkeit. Der Major merkte von alledem nichts sein unbefangenes, friedliches Gemüth gab offenbar der Idee gar keinen Raum, daß ihm von semem eigenen Freunde irgendwie Gefahr drohe. Edith mochte sich wohl manchmal darüber wundem, denn sie sah ihn dann an mit einem sonderbaren Blick, in dem halb die alte Liebe, halb abev etwas wie Verachtung und Zorn schlummerte. Peter Deppe hingegen durchschaute die Intrigue des britischen Officiers sehr klar, und seine Stirn umwölkte sich gewohnlich, wenn er an den Beiden vorüberfchritt, wie sie nur noch Augen und Ohren für em ander hatten und den Dritten, den Ehemann, schon als etwas Fremdes, als etwas Feindliches mieden. Indessen Peter mußte schweigen, wenn er auch bemuht war, auf unauffällige Weise den Storenfr:ed m dem Tete ä-Tete der Beiden manchmal zu' machen. Er hatte ja kein Recht sich einzumischen in diese delikate Familienanqe'legnheit, aber mit tiefem Schmerz sah ev die Jett kommen, wo seme schone, siebe Gebieterin straucheln und fallen würde, wo das Herz jenes große, im Ibeholfenen Mannes da, des ManneS mit dem Kindergemüth, zerbrechen wurde. ' IV. Es war mehrere Wochen lang heiß gewesen, drückend heiß. Stirn Tropfen Regen war gefallen vom ewig blauen, strahlenden Himmel, und von früh bis spät brannten die sengenden Strahlen der Sonne auf die Schluchten und welligen Wiesen, die Edith Ranch umsäumten. Der Major war an jenem schwülen Nachmittag in einiger Entfernung Dom Hause damit beschäftigt, ine Wand des Schafstalles, zu parin. Peter war mit Bewässerung der emen Olivenallce thätig, und so war denn das Pärchen ganz ungestört dort auf dem Rücken des Hügels,' w ziem lichev Entfernung von . den anderen Zwei. Das Skizzenbuch lag aufgeschlagen iuf dem Schooße der jungen Frau, die auf einem Feldstuhl saß. während Arthur Selfridge vor ihr im verdorrten Grase sich hingestreckt hatte. Sie discutirten ein Thema, das ihre beiderseitige Aufmerksamkeit völlig in Anspruch zu nehmen schien, , und ab und zu erröthete Edith unter den etwaö kühn bewundernden Blicken ihres Gasi'Z. Der Gegenstand des Gespräches war ein verfänglicher, und
la iunge Weib hatte sich eben etwa? rnalt gegm die- Zumuthung des Andenn geAräubt, daß ihre Ehe mit dem Major eine unglückliche, eine verfehlte sei. Sie werden nicht von ihm verstanden, theuerste Edith Sie erlaubeu. daß ich Sie so nennen darf? " die junge Frau senkte das Haupt wie in halber Beschämung und Reue, aber widersprach nicht Sie bedürfen eilus zartfühlenden Herzens, eines Herzens, das jede Regung des Ihrigen zu würdigen und zu ergründen dermag. nicht eines Heizens, das nur für materielle Dinge, für Sport und für Nohheiten des Landlebens schlägt, ist's Nicht so?" In diesem Momente erhob sich Arthur Selfridge sehr Plötzlich, zog die Luft tief ein. und blickte dann scharf um sich. Edith hatte, von einem unbcstimmten Gefühl der Angst griffen, das Gleiche gethan. Der Anblick, der sich dem Auge der Beiden jetzt bot, war ganz darnach angethan, ihnen Tcnruhigung einzuflößen. Vom Thale her wälzte sich eine b,eite, dichte Rauchwolke, auf deren Kamm hie und da rothe Flammen schon züngelten, und diese Mauer oon Qualm und Feuer wuchs sichtbar an Höhe und Ausdehnung. Sie rannte jetzt .,üt der Schnelligkeit eines Rosses dire:t auf die Abhänge zu, auf denen die Ra::ch lag. Zwar waren in der Nähe des Hauses und in dem' Hause selbst Vorbriitungen gegen solche Zufälle getroffen, und doch würde, bei dem dünnen, mageren Futter, das den Flammen hier auf der Ranch geboten war. auch lanm e:nstliche Gefahr sür's Leben gewesen sein, zumal wenn ihr Mann und Pcter dort gewesen wären, um sie zu stützen. Aber wie bis zum Hause, aelanc.cn? Dazu war offenbar nicht :aehr Zeit, denn selbst bei schnellem Lauf hätt: die immer näher kommende Wand vcn Rauch und Feuer sie schon auf dem Wege eingeholt. Also was thun i Und Edith blickte verzweifelnd um sich ncch Rettung. Da bemerkte sie zu ihrem furchtbaren Schrecken, daß ihr Begleiter, daß Arthur Selfridge, selbst schon Sicherheit in der Flucht gesucht hatte. Flucht ohne sie aufzufordern, sein Schicksal mit ihm zu theiln; ohne einen Versuch nuv zu ihrer Rettung zu machen, ohne ihr nur ein Wort desAbfchieds zu fagm schmählich! Und vor Schreck und Zorn stand Edith wie gelähmt und die bitteren Thränen der Reue stürzten ihr aus den Augen. Walter, Walter! Hilfe!- schrie sie jetzt, in der Hoffnung, von ihrem Gatten gehört zu werden. Und da, mitten durch den dichten, beißenden Qualm, den das sengende Gras schon erzeugte, kam die mächtige Gestalt ihres Mannes gelaufen, und neben ihm, wie ein Schildtrzqer, keuchte Peter, mit mehreren nassen Decken behängen. Ohne ein Wort zu verlieren, nahmen die Beiden daS junge.vorAngst nahezu wahnsinnige Weib bei den Armen, und so schnell sie laufen konnten ging's nach einer Lichtung in derPlantage, wo der Boden frisch aufacackert und noch ein wenig feucht war. In eine Furche, mitten in dem Acker, warfen sich alle Drei platt auf'ö Scsicht, und Peter breitete schnell und vorsorglich die feuchten Decken über sif. Dann hörten sie's erst dicht binter sich sausm und zischen und prasseln, und der Athem ging ihnen fast aus in dem brenzlichen Rauch, der jetzt wellenartig über sie dahinzog. Dann hörte man das unheimliche Geräusch neben sich ganz dicht. Und schließlich trug ihnen der Schall die scharfen, knatternden Laute von der anderen Seite zu. Sie waren gerettet. Gerührt und die Augen voll flehender Liebe auf ihren Gatten gerichtet, sank Edith in beffen Arme, während Peter schmunzelnd dabei stand und sich sein Theil dachte. Der Major hat nie erfahren, wie nahe der Schiffbruch seinem Eheglück geWesen. Ja, er machte sogar krampfhafte Anstrengungen, um seinenFreund Arthur Selfridge zu längerem Verwcilen auf Edith Ranch zu bestimmen. Allein Herr Selfridge hielt seine etwas scheuen, schuldbewußten Augen auf das Antlitz der jungen Frau gerichtet. Und darin mochte er wohl sein Urtheil gelesen haben, denn er reiste noch am felben Abend ab. B er h ä ngnißvoller Irrthum. Mann (spät nach Hause kommend, zur Frau): Heute ist mir ein Malheur passirt. Ich hab' in den Musik - Automaten beim Grünen Baum" ein zehn Kronenstück statt einen Kreuzer geworfen." Frau: Na, das hast Du doch dem Wirth gesagt und der hat das Goldstück Dir zurückgege-ben?-Mann: Das schon; aber so lange der Automat spielt, kann man ihn nicht aufmachen und so hab' ich dort bleiben müssen, bis er 500 Mal den Radetzkymarsch gespielt hat!" Unmöglich. Na. Cohn, warum sind Sie so ärgerlich? Nun, ich bin wüthend; Rosenthal sagt mir soeben, ich sei ein Hallunke. Und da haben Sie den Rosenthal nicht zu Boden geschmettert? Wie heißt zu Boden saimettern? Er war doch am andern Ende vom Telephon! Wissenschaftlicher Eif er. Frau: Gott im Himmel, wer hat mir hier die Löcher in das Kleid gebrannt? Professor: Das habe ich wohl gethan; ich wollte feststellen, ob es reine Wolle ist und wie Du weißt, merkt man das am besten an dem Geruch beim Verbrennen! . Probates Mittel. Jungverheirateter Ehemann: Ich möchte zu gern wissen, was meine Frau über mich denkt!- Alter Herr: Setzen Sie sich mal auf ihren neuen Hut, dann werden Sie's gleich erfahren !" Erkannt. Möchten Sie mich nicht Ihrem Freunde, dem reichen Engländer, dort vorstellen?" Wie oiel brauchen Sie denn?"
Acr Wartknsvogek. Humoreske von L. G. Eine jute, jebratene Jans ist eine jute Jabe Jottes" sagt mit einem Gesichtsausdruck. daß dem Zuhörer unwillkürlich das Wasser im Munde zusammenlauft, der Spree - Athener. Aber auch außerhalb des Bannkreises der großen Metropole gibt es Leute, die diesen, speziellSankt Martinus gewidmeten Booel zu schätzen wissen und die, wenn die allzeit geschäftige Frau Fama Recht hat, von dem Dasein des ehrwürdigen Kalenderheiligen nur durch besagten Leckerbissen unterrichtet sind. Warum eigentlich der fromme Märtyrer zu der Ehre, Pardon, wollte sagen wie der Gefiederte vom uralten Geschlecht Ans", die schon bei dem bekannten römischen Kapital eine hervorragende Rolle gespielt, zu der hohen Auszeichnung gekommen, in einem Athemzug mit einem so berühmten Heiligen genannt zu werden, ist wohl den meisten ein ungelöstes Räthsel und wenn Du, verehrter Leser, es nicht weiter sagen willst mir auch! Die Hauptsache ist und bleibt, daß diese unstreitbare Thatsache auch einen Nichtberliner, den jovialen, wohlhabenden Partikulicr Erasmus Schnippchen in Dresden veranlaßt hatte, an seinen inBerlin lebenden einzigen Bruder, den Tobias, zu schreiben, daß er am elften November, Mittags 2 Uhr bei ihm eintreffe und mit ihm und dessen erwachsenem Töchterchen, seinem Pathenkinde. das er aber seit dem Taufschmause nicht wieder gesehen, einen recht schönenGänsebraten zu verzehren wünschte. Ja ja, mein lieber Tobias," so schloß die lange Epistel des alten Junggesellen, man wird älter und da fühlt man denn das Bedürfniß, seine Verwandten mal wiederzusehen. Hauptsächlich verlangt es mich, auch Deine Alma kennen zu lernen, da sie nach Recht und Gesetz doch diejenige ist, welche mich einst na, alles übrige mündlich man muß den Pferdefüßigen nicht an die Wand malen! ' Dein getreuer Erasmus." Mit athemloser Spannung las Herr Tobias Schnippchen früh morgens am Kaffeetisch den Brief seines reichen Bruders, dessen angekündigter Besuch ein Ereigniß in seinem Leben bildete, welches seit Alma's Taufe nicht dageWesen war. Nicht, daß etwa die beiden Brüder sich schlecht gestanden, im Gegentheil, sie liebten sich auf das Innigste, aber Erasmus war bequem und Tobias durch sein Geschäft gebunden, außerdem trotz aller redlicher Arbeit und Mühe nicht in der Lage, Vergnügungsreisen zu unternehmen. Krüh verwittwet, war ihm aus seiner kurzen Ehe nur ein Töchterchen, seine jetzt in vollster Jugendfrische blühende Alma geblieben und nahm das Kind" seine ganze Zeit und Gedanken in Anspruch. Schmunzelnd studirte er noch einmal den verheißungsvollen Schlußsatz des Briefes, na, wenn Erasmus weiter .kein Verlangen trug, da konnte dem guten Manne ja geholfen werden! Mit geheimer Sorge hatte er nämlich bemerkt, daß sein Liebling sich mehr, als es die allgemeine Nächstenliebe erforderte, mit dem Ergehen seines jungen Nachbarn, der sich seitKurzem als Kaufmann etablirt, beschäftigte. Dieser war im Uebrigen ein angenehmer, ihm sympathischer Mann, der aber Alles noch von der Zukunft hoffte, auch öfter, als es gewöhnliche Höflichkeit gebot, seine Häuslichkeit besuchte, um sich nach seinem Befinden zu erkundigen, das doch wahrhaftig gar keinen Anlaß zu solcher liebevollen Theilnahme gab! Bedächtig faltete er das werthvolle Schriftstück zusammen, brannte sich seine echte Stinkadoros an, die er stets direkt aus der Pfalz bezog und überlegte erst mal den Fall gründlich ganz solo. Nachdem er mit sich im Reinen war, räusperte und schneuzte er sich kräftig. Na, Väterchen, was gibt's denn schon so frühe am Tage?" ließ sich plötzlich eine helle, frische Stimme vernehmen, und die dazu gehörige Eigen- , thümerin, eine zierliche, schlanke Mädchengestalt in einfachem, aber blitzsauderen Morgenanzug trat über die Schwelle. Habe Dich ja gar nicht gerufen, naseweise Jöhre fuhr Vater Tobias sein geliebtes Töchterchen scheinbar unKirsch an. Aber Alterchen, ich habe doch so meine Zeichen, das Räuspern u. f. w. bedeutet doch stets, daß etwas Besonderes im Gange und mein Ratb und Hilfe erforderlich ist," entgegnete Älma ungerührt don seiner Bärbeißigkeit, nur heraus mit der großen, fabelhaften Neuigkeit!" Da, lies!" schob Tobiaö der Zweifelsüchtigen den Brief zu und lehnte im Vorgefühl der Ueberraschung, die sie haben würde, sich behaglich in seinen Lehnstuhl. , Die gehoffte Wirkung blieb - aus nicht aus und entsprach vollständig seiner Erwartung. Herr des Himmels, derOnkel, der reiche Onkel Erasmus kommt. das ist ja Herrlich, was wird da Arthur dazu" Wer?" donnerte Tobias sie mit zufammengezcgenen Brauen an. innerlich mühsam sein Lachen über ihren Schreck bekämpfend. Ach. entschuldige Väterchen, ich dachte ich meinte nur, waZ wir dem lieben, guten Onkel Alles auftischen wollen, stammelte st: heißerröthend und verlegen. Nein, über solche kuriose Fragerei, hast Du es denn nicht eben schwarz auf weiß gelesen? Eine Gans will der Onkel haben, so zubereitet, wie wir es aus unserer Jugendzeit bei Muttern am Martinstag gewöhnt waren! Aber Alma, das sage ich Dir. ein Gänsebraten muß es sein, daß sich der heilige Martin die Finger danach lecken thäte.
und knusperig muß sie sein knuSperig t- besonders die Beine!" Natürlich, natürlich, lieber Vater. es soll etwas ganz Exquisites werden,versicherte Alma eifrig, heilsroh, so gnädig mit ihrem Verplappern davongekommen zu sein. Gottlob, der Alte schien ja noch nichts zu ahnen, sonst wäre ein ordentliches Hagelwetter auf ihr Haupt niedergeprasselt. Merkwürdig, wie Väter so blind sein können, glaubte er wirklich, daß Arthur seinetwegen so oft käme?' kalkulirte sie bei sich im Stillen. Hm, hm, eigenthümliche Einbildung!" Der Martinstag erschien. Alles war auf das Schönste besorgt. Mit Dore. ihrem Mädchen für Alles, war dieWohnung von oben bis unten blank geputzt' und" gescheuert, die gute Stube gelüftet, die weißen Kattunüberzüge entfernt und die Entr6thüre mit einer dicken Blätterguirlande und . leuchtenden Georginen bekränzt. Der Tisch war auf das Sauberste gedeckt mit dem guten, grüngeränderten Service, das noch von Mutterns Aussteuer herrührte. und in der Küche brodelte die nach allen Regeln der Kunst zubereiteGans, mit ihrem Aepfel- und Majorangeruch das ganze Haus erfüllend. Dore war dicht neben dem Bratofen postirt und hatte die strengste Weisung, alle fünf Minuten tüchtig zu begießen, welches Geschäft Alma aber zurSicherheit noch selbst überwachte, da die heutigen Dienstboten im Allgemeinen zu unzuverlässig sind und Dore's Wiege im Besonderen ganz in der Nähe der berüchtigten Insel Borneo gestanden haben mußte, ihren manchmal haarsträubenden Exercitien nach. Zu des Onkels Empfang war nun alles bereit und dennoch seufzte Alma tief betrübt, ihrer Meinung nach fehlte noch die Hauptsache! Ihr geliebter Arthur wußte nämlich noch kein Sterbenswörtchen von dem sensationellen Ereigniß, das ihr Gemüth in so große Aufregung versetzte und wie unendlich viel hing jedoch für sie Beide von diesem Besuche ab! Nein, es war wirklich nicht zu ertragen! In zwei Stunden konnte der Onkel da sein, dann war es zu spät. Sie mußte versuchen, Arthur sofort auf eine Minute zu sprechen. Der Vater war noch im Geschäft, also war jetzt der günstigste Moment. Mit Schwierigkeiten war dies weiter nicht verknüpft, sie brauchte nur hinunter auf den Hof zu gehen, auf den ja auch das Fenster seines Comptoirs sah und das Uebrige würde sich dann schon finden! Gedacht gethan! wie der Sturmwind sauste sie noch einmal in die Küche, inspicirte den Gänsebraten und stellte Dore Folterquälen in Aussicht, falls sie sich vom Bratofen fortrührte. Die Küchenfee verschwor sich hoch und theuer, nichts zu versäumen und hinaus war Alma. Eine Minute nach der andern verstrich mit bleierner Langsamkeit, Dore räkelte sich und gähnte, daß das ganze Gesicht nur als ein großes Loch erschien. Es war doch eine starke Zumuthung von ihrem Fräulein, daß sie wie angenagelt am heißen Ofen stehen sollte. Zu dem war sie von den vielen Scheuern und Arbeiten redlich müde, ein wenig hinsetzen konnte sie sich wohl mal. Ach wie gut das , that! nun die Augen ein Bischen zugeklappt, der Gans konnte ja nichts Passiren, sie hörte ja, wie sie sanft und leise schmorte, es klang so lieblich, so süß und beruhigend, beinahe wie das Wiegenlied, was sie immer sang, als sie noch bei Schulzens in der Grünstraße Kindermädchen war. Sum, sum, sum der Kopf sank immer tiefer auf den Busen und bald verkündigten tiefe, regelmäßige Schnarchtöne, daß Dore sanft und selig entschlafen! Huh, wie schadenfroh die , Funkengeister im Bratofen knisterten und stoben, als sollte der ganze Bau auseinandergesprengt werden schwarzer Rauch drang aus der Ofenthür und ein penetranter, brenzlicher Geruch erfüllte die ganz in qualmende Wolken gehüllte Küche und stieg endlich auch in das tiefgesenkte Riechorgan der schlummernden Küchenfee. Blöde öffnete sie die schmerzenden Augen und erwachte dann mit einem surchbaren Schrei zum Bewußtem. In demselben Augenblicke wurde auch mit Vehemenz dieKLchenthür aufgerissen und schreckensbleich standAlma im Thürrahmen! Dore, Dore, um Gotteswillen, was hast Du mit der Gans gemacht?" kam es in Tönen des höchsten Entsetzens über ihre bleichen Lippen. Wahrhaftig nichts," betheuerte tonlos, aber wahrheitsgemäß die zitternde Dore, ich hatte mich blos ein bischen hingesetzt" Bist dann natürlich eingeschlafen und unterdeß ist die Gans total verbrannt," wimmerte Alma händeringend, o Gott, was wird Vater sagen, ich darf ibm gar nicht 'wieder unter die Augen treten. Dore, . Du Unglückswurm, nicht eine Minute kann man Dich allein lassen!" Daß diese Minute" über eine halbe Stunde seligen Plauderns mit Arthur gedauert, schien sie über den Schreck total vergessen zu Haber.. Aber Arthur, Onlel, Alles verschwand in diesem Moment vor der Sorge, den unausstchlichenGeruch und Qualm zu entfernen und das Malheur vor dem Hausherrn zu verheimlichen. Um die heillose Verwirrung noch rößer zu machen, schellte es plötzlich wie rasend an derFlurglocke; Alma öffnete höchst unanädig'und vor ihr stand ein lter,-. freundlicher Mann, der nach Herrn Tobias Schnippchen fragte. Vater ist nicht zu Hause," gibt sie unwirsch, das ganze Gesicht von Thränen überströmt, zur Antwort und will eilig die Thür zuschlagen. Der Alte sieht sie aber so mitleidig an und erkundigt sich so theilnehmend und bescheiden nach der Ursache ihres Kummers, daß sie. getrieben von dem Bedürfniß, sich einer mitfühlenden Seele - anzuvertrauen, ihm mit der Geschwindigkeit eines
Mokkakäfers ihr ganzes, schwer beladenes Herz ausschüttet. Ra, wenn es weiter nichts ist," tröstet sie der Alte gutmüthig schmunzelnd, da Will ich dem armen Fr'äulein gerne, recht gerne helfen. Wenn Sie gestatten, so besorge ich Ihnen sofort aus einer Restauration einen gebratenenGansvogel nebst Zubehör, am heutigen Martinstag ist ja an dieser Spezies kein Mangel, und weder der Herr Vater, noch der schlimme Onkel, der ja an dem ganzenUnglück schuld ist, merln ein Sterbenswort davon!" Ach, Sie lieber, bester Herr, wollen Sie wirklich so gut sein?" jubelte Alma, plötzlich vorFreude strahlend, wie soll ich Ihnen für Ihre Güte danken! Hier haben Sie ein Zehnmarkstück, aber bitte nun auch recht schnell, ehe Vater kommt. Ach. Sie guter, prächtiger Herr, ja wie heißen Sie denn eigentlich?" Nachher, nachher, mein liebes Kind habe jetzt keine Zeit, es macht mich nur glücklich, daß -ich Ihnen helfen kann!" Tiefgerührt drückte Anna dem Retter die Hand und es fehlte nicht viel, so wäre sie ihm um den Hals gefallen. Aber bitte, bitte, reinen Mund gehalten!" rief sie dem Davoneilenden nach. Rasch machte sie sich nun mit der vollständig geknickten Dore daran, die letzten Spuren der Bratofen-Orgie zu verwischen und das verkohlte Corpus delicti zu beseitigen. Keine Viertelstunde war verstrichen, als ein Hotelbediensteter an der Hinterthür erschien und ihr in einem Korbe eine delikate, fette, gebratene Riesengans. ein wahres Prachtexemplar nebst der dazu gehörigen Tunke überreichte. Wer war froher als Alma und Dore! Sofort wurde der unschätzbare Vogel in den in Ordnung gesetzen Ofen prakticirt. um im richtigen Moment, als Glanz- und Kernpunkt des Menus, heiß und dampfend, wie ein eben fertig gestelltes Kunstwerk, auf der Tafel zu erscheinen. Es war aber auch die höchste Zeit gewesen. Vaters Schritte schalten bereits wuchtig auf der Treppe und mit ihm schien bereits der Onkel zu kommen, der lebhaften, freundlichen Unterhaltung nach zu schließen. Richtig, die auteStube wurde geöffnet und gleich darauf erscholl kräftig der Ruf: Alma, Bombenelement, wo steckst Du denn?" Da bin ich schon," und frisch und rosig angehaucht, von der Überstandenen Aufregung und der Küchentemperatur, schlüpfte Alma in das Zimmer, um den Onkel zu begrüßen. Aber Himmel! was war das! Grün und schwarz wurde es ihr vor den Augen und ganz entgeistert starrte sie den vor ihr stehenden, aus vollem Halse lachenden Onkel an, der o, Schrecken kein anderer war als der menschenfreundliche Helfer aus der Noth! Na, komm an mein Herz, geliebte Nichte, bin ich denn fo fürchterlich, daß Du ganz blaß von Schreck wirst," und das errathende Mädchen in seine Arme schließend, flüsterte er ihr leise zu: Es bleibt unter uns, Vater erfährt kein Wort, nur Dein Arhur" und laut füate er jovial hinzu: Nun Kinder.
jetzt zum delikaten Martinsbraten, ich r Y . .? V " t ! yaoe einen morosmußlgcn uugci; Die fünf Sinne und der Wein. Ich seh' vor mir erblinken Den edeln Feuerwein! Er ladet mich zu trinken Mit blankem Gruße ein! Ich rieche seine Düfte! Berauschend wunderbar Erfüllen sie .die Lüfte Als eine Geisterschaar! Ich höre! o ich höre Erklingen Glas an Glaö: Wie helle Engelschöre, So lieblich tönet das! Ich schmecke ihn! o Wonnen, Wie das hinunterfließt. Als wie ein frischer Bronnen Sich in den Sand ergießt. Ich fühle ihn! mein Magen Empfindet seine Kraft: Unendliches Behagen, Das mich zum Gotte schafft!
Durch vieBlume. Gast: Sind Sie der Wirth?- Wirth: Allerdings mein Herr, was wünschen Sie?- Gast: Sie.tönnen mir eine Auskunft geben. Haben Sie vielleicht dem Kellner gesagt, er solle mit dem Beefsteak so lange fortbleiben, daß Sie nachher Logis berechnen können?" Das Entbehrlich st e. Ehemann (am Telegraphenschalter eines Badeortes): Bitte das Telegramm zu befördern hier sind fünfzig Pfennige." Beamter: Es sind aber elf Worte." Ehemann: Dann lassen Sie treuer" bei Gatte" fort." Kaufmännif cher Däm pfer. Reisender: Großartig! Schon wieder sechs neue Planeten auf einmal entdeckt worden. Principal: Gott, was kümmern Se sich um Entdeckung neuer Planeten? Bleiben Se auf unserem Planeten und entdecken Se neue Kundschaft! . VorGericht. Richter: Sie haben also dem angeheiterten Eberbauer den Geldbeutel aus der Tasche gezogen? Angeklagter: Ja! Richter (überrascht): Was. Sie gestehen die That ein? Angeklagter: Nee! Abschworen will ich se! Gefährlicher Moment. Hotelier (zum Zimmerkellner, der in das Zimmer eines Gastes treten will): Lassen Sie den Mann jeht üllein; er hat soeben die Rechnungekommen!
Tu Vois-Ncymond.
In dem hohen Alter von 78 Jahren ist der berühmte Pböstologe Emil du Vois-Neymono in Berlin aüö dem Leben geschieden. Dir Verstorbene ist am 7. November 1813 als der Sohn eines Schweizers, Feli? Henri du Vois-Reymond aus Neuchatel, der es vom Uhrmacherlehrling bis zum Ministerrath in Berlin gebracht hatte, geboren. Der junge du Vois-Reymond begann imJahre 1837 das theologische Studium, trat aber schon im nächsten Jahre in die medicinische Facultät über und erwarb sich neben den Fach--kenntnissen eine gründliche physikali--sche sowie mathematische Bildung. Schon seine Doctordissertation enthielt Untersuchungen über die chemische Beschaffenheit des Muskels und die Veränderungen, welche sie bei der Zufammenziehung erleidet. Im Jahre 1841 trat er an die Untersuchung der Beziehung des Muskels zur Elektricitat heran und veröffentlichte bereits 1843 eine Reihe grundlegender Ergebnisse. Im weiteren Verlaufe seiner Arbeiten beschenkte er die Wissenschaft abgesehen von seinen eigenen Entdeckungen, mit einer Reihe der zuverlässigsten Werkzeuge zu weiterer Forschung. Emil du Vois-Reymond. Diesen wissenschaftlichen Leistungen fehlte es nicht an äußeren Erfolgen. 1850 1853 folgte du Bois-Rey-mond Einladungen nach England und , Frankreich, um der dortigen gelehrten Welt feine Versuche vorzuführen und sie von der Richtigkeit seiner Beobachjungen zu überzeugen. 1851 wurde er Mitglied der Berliner Academie der Wissenschaften. Seine Arbeiten während der nächsten Jahre faßte er in zwei Bände Ueber thierische Elektrici-tät-zusammen. 1853 wurde er der Nachfolger Johannes Müller's im Lehrstuhl für Physiologie, nachdem er fchon seit neun Jahren an der Kunstacademie gelehrt hatte. Seine wissenschaftliche Thätigkeit im Einzelnen weiter zu verfolgen, würde zu weit führen. Es genüge die kurze Angabe, daß er auf der beschrittenenBahn fortarbeitend zur Untersuchung der elekirischen Organe der sogenannten Zit terfische überging, nachdem er die Ueberzeugung gewonnen hatte, daß der elektrische Schlag dieser Thiere nichts anderes sei als ein verstärkter Muskelström. Er machte seine Beobachtun gen von Zeit zu Zeit in der Academie bekannt und sammelte sie zu zwei stattlichen Bänden. 1877 wurde das neugegründete großartige physiologische Institut der Universität seiner Leitung übergeben. Aber du Bois-Reymond's Bedeutung liegt nicht allein auf fachwissenschaftlichem Gebiete. Kaum Professor geworden, begann er die öffentlichen Vorlesungen, in denen er in vollendet, ster Form eine Darstellung der naturwissenschaftlichen Weltanschauung überhaupt und einen Ueberblick über die neueren Errungenschaften auf diesem ganzen Gebiete gab. Aha! ''? h X! r-y ZsZt ttf r-:"-. ;-o'x Mch, .'üVa ife Cousine: Weißt du 'Fritz. Katzen sind mir ' etwas schreckliches, ich kann sie gar nicht leiden. ; . Cousin (Student): ' Merkwürdig. Cousine! Mir geht es genau so mit den Katern. A' Wettersäule rrr nach der Vorstellung des Hansjörgl, aus Schwaben. , Moder. e Auslegung Wu nennt man ein Kind, das me lügt?" Ein eniani terrible!" Bitter. ...Ich sag Ihnen, so 'ne Ehe ist dir reine Strafanstalt!" Ja, und Sie scheinen nicht mal Director zu fein!-
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