Indiana Tribüne, Volume 20, Number 120, Indianapolis, Marion County, 17 January 1897 — Page 1

I w O r VY riO w o ks A AN W X W vv "sÄ y y w vv yc Office : No. 18 Md Alabama Straße. Jahrgang 20, Indianapolis, Zndiano, Sonntag, öen J7. Januar (897 No. 120

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dis Socialen Turn-Bereins im Dentschen Sans. 7- am Donnerstag, 26. Zanuar J896. Bei Vorzeigung Ux Einladung sind Tickets zu ha'en bei der H. Lieber Co., No 33 Süd MeiMan Sttaße. preis - Maskenball veranstaltet os fflttW I I W i d Mozartball,,, am Dienstag, 2. Febr. Eintritt 83c a Person. vis sitr dt schönst, ,nd fite di, ktschftMtk. eorge Merrmann r ffifer' fel.M-: siHsnbeftsev, Office : Z6 Süd DelawareSr. tälle : 'lü 152. 124, 123, 128 O Vearlsn lcUdo9 011 Offe Xaa trab Rächt. Ausstellung feiner Waschwaaren. Lin Besuch wird sich für Sie bezahlen. Agenten für ButterickS Muster. IrchlMichleil. Waisenhaus in Brand. Dalla, T,x., 16. Januar. 3n dem Buckner'schen Waisenhause, welchet .in einer Vorstadt von Dallat, S Meilen von der Stadt liegt, brach letzte Nacht zu spater Stunde ein Feuer aus, dtlches einen Theil der Anstatt zerstörte. - Fünf Knaben kamen bei den Brand um't Leben und eine Anzahl anderer erlitten mehr oder weni ger gesäbrliche Verlehangen. Die Matrone, Frau Brittou, bemerkte dai geuer zuerst und eilte, die Insassen der Anstalt zu wecken. Dabei vergaß sie, ihre in demselben Zimmer mit ihr schlafenden Söhne zu retten. Ali sie wieder in daß Zimmei eilen wollte, fand sie den Weg dahin bereits durch die Flammen versperrt. , . .... vielleicht ein Ausgleich zu erwarten. Hamburg, 16 Jan. Im Hafenarbeiter - Ausstand erwartet man . jetzt eine Wendung Die Arbeitgeber zeigen stch versöhnlich; ihr Verband schlug gestern dem Senat die Ernennung eines Hafen-Inspektorö" mit den Nechten und Pflichten eines Fa-brik-InspektorS vor. Damit soll den Arbeitern die Rückkehr zur Arbeit er leichtert werden. Die Streiker verweigern zwar die bedingungslose Rück kehr zur Arbeit, ernannten jedoch ein Comite, das darin vermitteln soll, und 'ersntea die Arbeitgeber, ein Gleiches zu thun.. Lielleicht ist damit der Iriede angebihnt. ' "v

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jSozialdemokrat v. Vollmar

unter X-S t r a h l e n. Berlin, 16 Jan. Der Münchner ReichötagSabgeordnete und Führer der süddeutschen Sozialdemokratie, Georg Heinrich von Vollmar, der in den Kriegen 1866 und 187071 gekämpst hat, soll nun auch der Wohlthat der Erfindung deS Würzburger Professors Röntgen, der sog. Röntgen-Strahlen, theilhaftig werden. Herr .v. Vollmar wurde bekanntlich in 1870 im Kriege sehr schwer verwundet und ist seitdem Invalide. Er kann sich im besten Falle nur mit Hilfe eines Krückstocks fortbewegen und hatte oft, namentlich bei bevorstehendem Witterungswechsel, farchtbare Schmerzen in dem durch einea Granatschuh zerschmetterten Beine zu leiden. Häufig hielt ihn andauernde Krankheit von den ReichStagS-Sitzun genfer, und auch in dieser Session vermochte er noch nicht, die Reise von München nach Berlin zu machen. In den letzten Wochen hatte et besonders viel zu leiden. 3tfrt find die alten Wunden am Bein wieder aufgebrochen Eine Untersuchung deS kranken BeineS mittelst der 5-Strahlen ergab nun, daß im Unterschenkel vier Fremdkörper, wahrscheinlich Tuchrefte, und eine am Unterschenkelknochen plattgedrückte Kugel eingebettet find. Nach. dem deren Lage mit Hilfe der Rönt gen-Strahlen ermitelt ist. wird von den Aerzten deren Entfernung mittelst operativen Eingriffs für möglich erachtet. Wenn Herr v. Vollmar sich damit einverstanden erklärt, soll die betreffende Operation demnächst vollzoqen werden.' Künstlich e e chteDiamanten, B er l in, 16 Jan. . Dem Profes. sor Slaby an der technischen Hochschule zu 'Charlottenburg ist eS gelungen. Nachahmungen von Diamanten herzustellen, welche von den echten Steinen nicht zu unterscheiden sind und die Form eine? Oktaeders haben. Kaiser Wilhelm hat die ersten Resultate der Entdeckung Slaby'ö persönlich in Au. genschein genommen und Letzterer hat dem Kaiser das ganze System der Herfiellung gezeigt. UM Die Peftin Indien. B o m b a v, 16. Jan. Der Maharajah von Durbhungah hat auf 8j LakhS Rupien seiner Einkünfte derzichtet und will den gleichen Betrag zur Unierftüdung der unter der HungerSnoth Leidenden verwenden. Die Pest bäthet schlimmer ali je. und eS ist wenig Aussicht auf baldiges Nachlassen vorbanden. Die offiziellen Berichte kommen jtjjt der Wahrheit näher, aber die wirkliche Sachlage ist entsetzlich. Die Panik hat wieder eingesetzt und die Wanderung auS der Stadt geht veiter. Tausende von Menschen flohen auS der Stadt, als ob sie verfolgt würden. Nach den LandungSbrücken zugehend, traf ihr Correspondent dieser Tage große Mengen von Menschen, die der Straße entlang liefen, ihre Habseligkeiten mitschleppten und ihre Kinder nachzerrten. Einige wurden um die Ursache ihrer Haft befragt und die Antwort war, daß sie in ihre Dörfer an der Küste zurück, kehrten, um von der Pest und den Behörden wegzukommen, die die Leben von 10.000 Menschen opfern wollten, als Strafe für die kürzliche Schändung der Statue der Königin. Die Szenen an den Brücken waren merkwürdig. Die Menschen waren zusammengepfercht wie die Schafe und alle derlangten Tickets. Die Beamten waren machtlos, und als der vollgeladene Dcmpfer endlich abfuhr, blieben och immer viele Mensche weinend und klagend zurück. Sie kehrten nicht nach Hause zurück, sondern lagerten sich an den Brücken, um die Abfahrt deS nachften Dampfers zu erwarten. Vielen Beamten fehlt eS an ClerkS. Wenn diesen kein Urlaub ertheilt wird, gehen sie ohne denselben, auf die Gefahr hin, ihre Stellungen zu verlieren. EtablissementS, in denen Hunderte von Leuten beschäftigt waren, haben nur noch venige Personen übrig. Viele GeschäftsPlötze mußten ganz geschlossen werden. Wenn die Panik sich jetzt, wie eS den Anschein hat, auch unter den Fabrik arbeitern derbreitet, dann wird die

I Industrie zu leiden haben. Straßen,

it noch vor wenigen Tagen belebt taun, find heute verlassen. Viele große Gebäude stehen ganz leer. Die Gesundheitöbehörden sehen die Gefahr der Lage immer noch nicht recht ein. Sie verschwenden alle Arbeit an temporaren Arrangements. Nichts wird gründlich gethan, und das Nöthize wird leichtsinnig ausgeführt. Stocket blamirt sich. Berlin, 16. Jan. Der Er.HosPrediger Adolf Stöcker. der gestern noch im muckerischen Clberfeld die Dreistigkeit hatte, in einem Vortrage über die deutsche Presse öffentlich mit dem ihm angeborenen Brustton der Ueberzeugung zu erklären, die deutsche Presse sei die schlechteste in der ganzen Welt", hat sich abermals schrecklich blamirt. Er hat die Klage gegen Herrn Schwuchow, Redakteur der Neuen Saardrücker Zeitung", zurückgenommen und muß die Kosten deS Prozesses tragen. Damit hat er gezeigt, daß er sich schuldig fühlt und den angebotenen WahrhettSbeweiS SchmuchowS fürchtet. Um diesen durchzuführen, hatte der Gerichtshof von Saarbrücken beschlossen, als Zeugen den Assessor BreSgeS, die Redakteure Oberwinder, v. Gerlach, den Obersten v. Krause, die Pastoren Neßler, Hülle, Engel Witte, Professor Brecher, den Redakteur Trojan, den RechtSanwalt Medem, Freiherrn von Manteuffel, Grafen Ziethen-Schwerin, den Grafen Bernstorff und Stöcker's politischen Hauptgegner in der sozialen Frage. dea Frhrn. v. Stumm. Halberg, zu vernehmen. Dieser Letztere hatte, wie schon gemeldet, vom Kaiser die Erlaubniß erhalten, sich vor Gericht rückhaltlos über alle Unterhaltungen auszusagen, welche der Kaiser mit Stumm über politische Pfaffen, die der Kaiser blkanntlich für ein Unding erklärte, gehalten hatte. Hierbei vare es jedenfalls klar gevokden, daß der Kaiser Stöcker'S Treiben in der sogenannten christlich. socialen Frage verdammt. Stöcker und seine Partei verbreiteten aber geflissentlich in der Menge den Glauben, daß der Kaiser und mit ihm viel hochgestellte Christlich - Soziale seine Ansichten theilen und die Agitation für die Parteiziele billigen. Stumm'S Zeugniß hätte nun diesen Glauben gründlich zerstört. Aus diefern Grunde mußte Stöcker daran lu gst!, daß Stumm nicht vernommen würde; da blieb ihm kein anderes Mittel übrig ali die Zurücknahme der Klage unter Tragung der Kosten. Politisch betrachtet, ist StöckerS Verfahren allerdings schlau, moralisch aber eine Erniedrigung, die ihm auch den letzten Rest von Achtung rauben muß, welchen die wenigen Anhänger dieses Agitators im Talar ihm bewahrt haben. Man denke : Er klagt gegen Schwuchow, veil dieser ihm in einem Artikel bürgerliche Ehrlichkeit und christliche Lauterkeit" abgesprochen hatte. Der Angeklagte hatte nun in der Verhandlung in Saarbrücken Ansang November den Wahrheitsbeweis für folgende Behauptungen angeboten: Stöcker habe die Echtheit des ScheiterhaufenbriefeS" bestritten, bis der Vorwärts" daS Facsimile desselben veröffentlichte; er habe öffentlich erklärt, daß er auf die Zeitung Volk" keinen Einfluß besitze und seit sieben Jahren auch keine Notizen für dieselbe geschrieben habe, während er mindestens bis Ende 1895 ununterbrechen Informationen für die Haltung dieses Blattes theils von seiner Woh.iurg auS, theils in der Redaetion ertheilte;. habe durch eine grobe Unwahrheit die Hofpredigerstellung erlangt. Der ganze gerichtliche Apparat wird nun zwei Monate lang in Bewegung gesetzt, und als eS nun zur Entscheidung kommen soll, giebt Stöcker. dieser, christlich. sociale Koloß auf thönernen Füßen, ebenso klein bei, wie jüngst die journalistischen Schmiersinken Leckert und Lützov. In der That eine Satyre aus die ganze christlich sociale Bewegung ! Nücho's Cigarrenladcn befindet sich in No. 199 OK Washington Otr.

Ter Bergführer.

Ilönig Ludwig I. von Bayern, der semsin.lge Kenner der Wissenschaften und der ebenso verständnißvolle Verehrer der Natur, pflegte jeden Sommer mehrere Wochen in dem liebliche:: Tegernsee zu verbringen. Er trug dann immer die Kleidung der Bergbewohner, kurze Joppe, Kniehosen, hohe Strümpfe, derbe Stiefel, ein kleines Hütchen und einen . großen Bergstock. Einmal machte er ganz allein eine Bergpartie, und ein Stück vor ihm gingen mehrere Damen denselben Weg. Etwa in der Mitte des Weges wendete sich die eine der Damen an ihn und fragte ihn: Lieber Mann, würden Sie uns wohl unsere Sachen bi herauf tragen wollen?Sie hielt ihn wegen seines einfachen Costiims für.einen Bergführer. Sehr gern sagt Ludwig und nimmt den Damen bereitwillig daZ Gepäck ab. Unterwegs wird er nach Verschiedenem gefragt, und die Auskunft, die er gibt, läßt bei gebildeten Mann nicht einen Augenblick verkennen. Das erregt nutürlicb,Verwunderung, und eine Dame fragt ihn: Sie müssfn wohl einmal bessere Zeiten gehabt' haben?" Nun, e8 ift mir eigentlich nie schlecht gegangen," antwortete er. Eben sagt die Dame. Sie reden ganz anders, als die anderen GebirgSführe?, . ; Ich habe auch jedenfalls länger Unterricht genossen, als die anderen Gebirgsführer," versetzte Ludwig. Unter solchen Gesprächen gehen sie weiter. Als sie an das Ziel gekommen sind, zieht eine der Damen ihre Börse und reicht dem König dreißig Kreuzer. Da," sagt sie, thun Sie sich einmal recht gütlich." ' Hck danke seh? entgegnete Ludwig verbindlich, aber ich darf kein Trinkgeld annehmen.7 Warum denn nicht?", fragen die Damen verwundert.' - ' '. Es ist mir,zÄar nicht ausdrücklich untersagt worden verletzte er lächelnd, aber eL würde sich ooch am Ende etwas schlecht mit .'meiner Würde vereinigen Die Damen brachen in ein lauteS Gelächter auS. Mit Ihrer Würde?" sagte sie höchst belustigt. WS bekleiden Sie denn für eine Würde?" Ich bitt der König von Bayern!" Für einm Augenblick stand den Damen das Herz still! Sie stotterten dann eine Entschuldigung nach der anderen, Ludwig tröstete sie lächelnd über ihren Irrthum und nahm freundlich grüßen Abschied. Schnadahüpfl. A Bussel, a fest's, Von an Dirndel iö gürt. Das geht halt in'S Herz, Und däs geht halt in's Vluit. Doch 's Bussel muiß sein. Daß raa' 's Kleschen ah hört, Sunst is so a Bussel Ja 's Busseln nit werth! Er hrelt'n'icht Stand. Also, liebe Emma, Du hältst Deinem Gatten keine Gardinenpredigten mehr. wenn er zu spät nach Hause kommt, und warum denn nicht, wenn man fragen darf? Ach, denke nur, beste Hertha, er hat jetzt bereits zweimal, wenn ich ihn wegen seiner Schwiemelei abkanzeln wollte, einfach Rock und Stiefel wieder angezogen und sich entfernt, um erst am helllichten Morgen zurückzukehren! Mißverstanden. Alt Jungfer (liest): Ein dritter' Mann wird gesucht." Empörend, so 'ne Wittwe kriegt auch nimmer genug! . Der Schwäbische UnterstüjungSverein hält heute Nachmittag feine regelmäßige Versammlung in dir Mozart Halle ab. Verlangt Mncho'S Veft Haanna CigarS." Tom Hole von No. 407 Na dison Ave. griff gestern Abend seire Frau an und zertrümmerte ihr mit einigen Faustschlägen daS Nasenbein. Er lebt seit etwa 6 Wochen getrennt von seiner Frau, da dieselbe mit einem anderen Mann Verkehr hatte. Die grau wurde im DiSpensarium derbunden und per Ambulanz nach Hause gebracht. Hole wurde verhastet. ,,, Die auffallendftkn Heilungen von Scroseln, die. man kennt, find mittelst Hood'S Sarsaparilla erzielt. Dieses Mittel sucht seines Sleichen bei Blutkrankheiten. Gebraucht nur H o o d'S. Hood'S Pillen find mit der Hand gemacht uud völlig gleich anOröße und Oewicht. 25.

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Sonntag, den 31. Januar 1897, Thsater - Vorstellung

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Volksdrama in 5 Akten von Franz Nistel. Zeit : Anfang deS 17. Jahrhunderts, z. Z. deS dreißigjährigen Krieges. (Eintritt: Unterer Nauru und ttfttvltiht im Vakcon S0 SentS. Oalcon, ausgenommen ttüt Helle 23 Gent.

Anfang prompt 4S Uhr. Telephon TtzsoVoV Mew, wiraetsr ok Tittes, ecke Einritt ab yenusylrauiä Ett Thx Lsucks, Cutte LA), eine Trepp hoch. Telephon 1760 Indianavoli. M. Wierke, Deuisöer Buchvwdev. 408 Süd Cast, Ccke MeCarty Str. Up Qtairs. tttx Carl $taaMntT6tkKIata(6txtr iatmt BcfttHxsaca fit ich catacocs. HEBIIAM LEIHE, lCTCSbEtriMÄi Cfes Deutsche Messerschmied, n sossar, Ctnn rsA olle Ort CVtxrststf rxistt sat ctf5U5tr

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