Indiana Tribüne, Volume 20, Number 119, Indianapolis, Marion County, 16 January 1897 — Page 1

5 I H A O r AA rlC A A U A A AA s y iy o l iV V w W x O W V Office : No. 18 Süd Mabam Straße. Jahrgang 30. Indianapolis, Zndiano, Samstag, en 6. Januar I8Y7. No. 1

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- bei Socialen Turn-!LereinS nn "Pcittsdjcn Znrrs. am Donnerstag, 28. Januar X896. Bei Vorzeigung dir Einladung ItO TicketK zu ha'ea bei der H. Lieber Co , No 33 Süd Meiidian Sttatze. s hl.Notiz Di, JahreZversammlung bi Protestantischen Tiakanie Berttnl, somi di Wahl on 4 Mitglieder bet Der, alluuzttath, findet Zreitaz, den 22. Zaaun, ieadl 7tf Uhr. i der 1. Tet,chk Meih. lich. Ecke Rem Ins, und ZZork LtraZ statt. I C.Vet'rS.PMdtnt. Ng Llldg. Sekretär. Neues Drygoods-GcZchllft Die Herren Robert Ruih und tzeinr. Kürst ha,en unee der Firma Ruth & Rürst, ein neues Geschäft in No. 487 Madifon Slve., öffnet, und führen daselbst eine gr-ße AuS. w von Schnittwaarcn. Kurzwaaren, Putzwaaren k Gute Waare und nieirige Preise werden zugesichert. freund , Nachbaren und da Publikum im Allgemeinen sind zum sreunslichm Besuche eingeladen Dle Marion Trust :: C03IPAXY :: niar.t Depoittea an Zl ad aufwärt? ev.tgegen und zablt Jnteriffen. Dexostcen können in ,kl jutücTaejctjen werden. Leine Strafgelder oder :dühren. Die Sicherheit der Depositen wird durch ein rundrapital und erfSnltte Vervflichrung der ttiknJnh:ber um Lctra?e vsa I3C0.0O0 garan tirt. Näbere u8fatift mird bereitmillizft in ihrer Office ertheilt. Südost (Sdt Monument Platz und Market Straße. DaS modernste chuhlagsr. KUX. JDH. TD HD TS9 93 Ost Washington Straße. Vltrschuh t srober utmahl. Günstige Anlage für Ersparnisse. O !,r fai- uii "ja - !i bezahlt halbjährliche Dividende für Summen von $1 00 und aufwärts. Eine vorzügliche Gelegenheit er wordene Gelder anzulegen. Positiv lein?n Verlust beim Austritt Versammlung jede Samstag Abend im Deutschen HauS. Nähere RuZkunft zu erhalten von: Siliert (?. Nrtzqer. Prifibeut. - rrnin Bob. kretSr. Carl v. Lieber, echaimeifia. föeorge lerrfflüffii --. n$f& As6r" yr-f-y - . t - r-.i. t ü. kir lJ&?& KsichenbeftatteV, ' Ofs.ee : 26 Sud De!sd:areftk. t52e: 120, 122. 124, 123, 128 Ost Pesrlstr Telesöon ftlt Offen Ta und Nacht. Telephon 1269 UnttrttüHt dke ÄWW etrtao Unk SÄ,schZdche ?!s. 153, W und 142 Virginia Löenue. TT Q. Lornervitts, Manager.

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Editorielles. Wenn der Senat seine Zustimmung giebt, tritt mit dem 1. 3uli im

Postwesen die Neuerung in Kraft, dap Jedermann seine eigenen Postkarten, mit einer 1 Cent-Marke versehen, zur Beförderung aufgeben kann. Die Negierung spart dabei die Ausgaben für Druck und Papiex und Biele werden es bequemer sinden, sich Karten von entsprechender Größe selbst herstellen zu lassen. 3n England stieg nach Einführung solcher Privat-Post karten der Versandt im Laufe von sieben Monaten von 243,000,000 auf 321,750.000 Karten. Von den Leuten die gegenwärtig nach Washington gehen, um für ihre dem Ruin entgegengehenden" 3ndustrieen mehr Schutz zu erflehen, entwirft eine Washingtoner Correspondenz der World" die folgende Schil. derung : Sie erregen nicht Mitleid, diese Herren, mit ihren röthlichen Eefichtern, sie machen vielmehr einen wohlgenährten und zufriedenen Eindruck. Sie sind elegant gekleidet, tragen, mit Seide gelülterte Ueberröcke, Hüte der neuesten Mode und Diamant Busennadeln .... Erst wenn ste.den Mund aufthun, erfährt man, wie schlecht es ihnen angeblich geht, daß ihre Geschäfte zu Grunde gerichtet, die Prosite längst verschwunden und ihre Kapitalien ausgezehrt find." Einen ganz infamen Streich hat in aller Stille unser HauS of Lordö, der amerikanische MillionärS-Senat, verübt. 2hm war eine Bill des Hau seS zugegangen, welche daS LooS des amerikanischen Seemannes günstiger gestalten sollte. Diese Bill hat der Senat umgestülpt und in ihr Gegenheil verkehrt. Die HauS. Bill ent hielt Bestimmungen über die Auözah ung, resp. Sicherstellung deS Lohnes, über die Beköstigung und Behausung der Matrosen, über die Untersuchung von Schiffen auf ihre Seetüchtigkeit Sie sollte serner den Ausnahmezustand für Matrosen aufheben, welcher sie kriminell strafbar für Contraktbruch macht. Jast alleS daS, namentlich aber etztere Bestimmung, ist vom Senat auSgestrichen worden. Dagegen setzte derselbe auf Antrag der Jankee-Sena-oren Hale und Frye, Vertreter der Rheder deö Staates Maine, folgende Bestimmung in die Bill : Abschnitt 5347 : Jeder Kapitän oder indere Ol'sijiee eines amerikanischen Fahrzeuges auf t ,er See oder in irgead einem anbeißn Gewässer inner halb der maritim:n Jurisdiktion der Ver. Staaten, der ohne gerechtfertigte Ursache ein Mitglied der Mannschaft deS Fahrzeuges schlägt, verwundet oder einsperrt, ihnen passende Nahrung und LebenSmittel vorentält, oder sie sonstwie grausam und ungewöhnlich bestraft soll mit einer Strafe von nicht meh als 1000 Dollars oder mit Gefängniß von nicht mehr als fünf Jahren oder mit beiden bestraft werden. Ohne gerechtfertigte Ursache." man merke wohl, darf ein Matros' nicht geschlagen, geknutet, verwundet, eingesperrt oder ausgehungert werden, also wohl auS so'cher Ursache und ob eine solche Ursache vorhanden ist, daS bestimmt natürlich derjenige, welcher die Strafe vollstreckt. Der Matrose kann dann hinterher im Hafen, wenn er am Leben bleibt, einen CriminalProzeß gegen seine Peiniger einleiten, wobei ihm natürlich die BeweiSlast dafür obliegt, daß eine gerechtfertigte" Ursache nicht vorlag ein Nachweis, der nur durch die Kameraden deS M.ßhandelten möglich wäre. Man kann sich denken, wie selten daS gelingen würde. . Die Senats. Bill ist also einfach die Sanktionirung der Sklaverei der amerikanischen Seeleute. , Brasjliittäjiidjleii Inland. Wetterbericht. Wärmeres, wolkige Wetter mit leichten Regenschauern heute Nacht und Sonntag. Höchste Temperatur inner halb der letzten 24 Stunden 34 Grad, niedrig? 31 Grad. Regenfall 0 01 .' 1 . '.. 1 1 rtM 1 0 es a sliche Lage. Marinett o, Wis. 15.. Januar Zwischen 30 und 40 Fischer wurden

heute Nachmittag auf einem Eisseide in den See hinaus getrieben. Um 1 Uhr 50 erhob sich ein st irker Sturm und daö EiS in der Bai begann plötz lich und ohne Warnung, sich nach aus-

wartS zu bewegen Innerhalb 10 Minuten war schon ein weiter Zwischenräum zwischen dem EiS und dem User. Man sah eine Anzahl Fischer auf dem Eise hin- und herlaufen und um Hilfe signalisiren. ES wurden zwei Boote bemannt und eö soll versucht werden, mit dem Winde segelnd daS Eisfeld zu erreichen. DaS EiS brach etwa Meile vom Ufer und ist bereits 4 Meilen entfernt. DaS Eisfeld ist nicht dicker als 3 Zoll und wenn ein starker Wind es zertrümmern sollte, dann würden Alle ertrinken, ehe ihnen Hilfe geleistet werden kann Menominee, 15. Jan. Neun Männer, welche sich ans einer Eisscholle von nur wenigen Quadrat - Ruthen Umfang befanden, wurden heute Abend von einem heftigen Sturme auS der Green Bai in den Michigan See getrieben. Der Wind blies mit einer Geschwindigkeit von 30 Meilen die Stunde bei einer Nulltemperatur und gelegentlichem Schneetreiben. Die Leute find Fischer und mit den nicht allzuschweren Kleidern angethan, die sie trugen, als sie ihre Netze besorgten und wenn daS EiSftück nicht gegen EhamberS Island oder Green Island getrieben wurde, dann ist wenig Hoff nung vorhanden, daß sie hit Nacht überleben werden. Die Unglücki'chen find Bewohner deS kleinen Fischerdorfeö Menekaunee und ihre Frauen, Kinder nnd Nachbarn bringen die Nacht weinend auf den daö Ufer umfassenden Eisbergen zu. Heute Nachmittag um 2 Uhr brach ein Streifen EiS von etwa 10 Meilen Länge von der Westküste loS und wurde rasch auf die Oftküste der Ereen Bai zugetrieben.' Zur Zeit befanden sich 13 Fischer von Menekaunee mit ihren Netzen beschäftigt aus dem EiS, waren aber so weit von dem Risse entsernr, daß sie sich nicht mehr an'ö User retten konnten. Sie gaben Nothsiz nale, aber alS Wfelben bemerkt wurden, hatte die Eisscholle die Mitte der Bai erreicht. Zvei Boote wurden be mannt und 4 Männer konnten gerettet werden, die ankeren befanden sich an dem anderen Ende deS EiseS und konnten r.icht erreicht werden. Man weiß nicht genau, wie viel Lcute sich auf der Eisscholle befinden. Manche behaupten eS seien ihrer 40, doch scheinen eS, sorgfältigen Nachforschungen ufolze nur 9 zu sein. Außer dem Veilust an Menschenleben, der j'tzt unvermeidlich erscheint, werden N tze. ShantyS und Geräthe im Werthe von vielen tausend Dollars verloren gehen mn Lillie Lehmann als tun Hilde. Washington, 15. 3an. Lkllie Lehmann trat heute Aberd hier mit der Damrosch Operngesellschaft als Brunhilde in der Walküre im Lafay-ette-Square Opernhaus auf. Unter den Zuhörern befanden sich der Präsident mit Gemahlin, Sekretär Olney mit Gemahlin, und viele andere ebenso bekannte Beamte und die meisten Mitglieder deS diplomatischen Corps. Frau Lehmann wurde mit EnthufiaSmuS ausgenommen. Ihre Stimme rechtfertigte vollkommen daS Urlheil der New Forker Kritiker Sie ist eben so grobartig wie vor 5 Jahre, alt sie zum letzten Male hier auftrat. ' t Albert S. Williö. t San Francisco, 15 Januar. Nach einer durch den Dampfer Monawa" heute Morgen in San FraneiSco eingegangenen Nachricht ist Bundeögesandt:r Albert S. Willis am Morgen des 6. Januar um halb 9 Uhr in Honolulu in Folge einer starken Erkältung geSorben, welche er sich in San Francisco auf der Rückreise nach Hawaii zuzog. Der nächste StaatS-Sekre t ä r. Ganton, O, 16. Januar. Ich habe daS StaatS-Portefeuille angenommen", sagte Senator 3ohn Sherman zu einem Vertreter der Ass. Presse im Fort Wahne Bahnhof, wenige Minuten ehe er nach Washington abfuhr. Der Senator hatte erst einige Minuten porher Herrn McKinley verlassen 3n Berlress anderer Punkte in Verbindung mit der kommenden Udministration par der Senator sehr zurückhaltend.

' Gefragt, ob Herr Hanna zum Lenaf er ernannt werden würde, antwortete Herr Sherman, das wisse er nicht. Dae sei die Sache des Herrn Hanna und deö Herrn McKinley und er hege keinen

Wunsch, sich in anderer Leute Privat geschäfte zu mischen. Gefragt, ob Herr McKinley über einen anderen Cabinetöposten schlüssig geworden sei, antwortete Herr Sherman, davon wisse er nichts. Herr Sherman hielt sich etwas länger als drei Stunden in der Stadt auf und verweilte diese ganze Zeit im Hause deö Herrn McKinley, wo er mit anderen prominenten Besuchern Lunch nahm Ausland. 3n de ö Zaren GegenwartBerlin, 16. 3an. Der Lokal. anzeiger" veröffentlicht eine Depesche von St. Peteredurg deö Inhalt?, daß der Aar im Parke von Zarökon Selo einen Gärtner zu sich heranwinkte. Ein Soldat, der aus der Wache stand, sah den Mann auf den Zar zulaufen und glaubend, er wolle denselben angreifen, schoß er ihn auf der Stelle todt. Die Beulenpest in Bo.mbay Bombay. 15. 3an Etwa 900,000 Personen, die starke Hälste der Bevölkerung der Stadt, ist vor der Beulenpest gestoben und alle össentlichen und privaten Geschäfte stocken. Viele eingeborene Aerzte, Graduirte des College, haben sich der Flucht angeschlossen, und die verbleibenden weigern sich, die Kranken zu behandeln ElerkS und andere Personen, welche ihre Posten nicht verlassen können, sind in die Vorstädte gezogen. Etwa 800,000 Personen sollen bei Andher'i lagern, werden aber bald von dort weichen müssen, da Wassermangel und ungesunde Lage sie mit Cholera bedrohen. Die Kirchhöfe find überfüllt, und selbst der Wind scheint die Anfteckang zu verbreiten. ES ist äußerst schwierig, den Opfern überhaupt ein Begrabniß zu sichern. Viele der Opfer find nach dem Thurm deS Schweigens" befördert und dort von den Geiern verzehrt worden. Viele Leichen liegen auf den Straßen. Nach dem qestrigen amtlichen Bericht find bis jetzt 3394 Personen an der Pest erkrankt und 23ö6 daran gestorben. Lchisfs, Nachrichten. Angekommen in: Liverpool:' Britannic" von New Iotk. . Hamburg: Prussia" von New Äcrk Glasgow: CaSpian" von Berlin. m in Allerlei. 5 i n Aiederwejb eigener Art befindet sich unter den Insassen des Armenhauses von Vourbon County, 5ly. Die Frau ist'73 Jahre alt und war siebenmal verheirathet. Ihre Religion hat sie fünfmal gewechseit. Als' Wittwe ihres sechsten Man, neZ war sie zu einer Pension berechtigt. Auf ihre Application folgte bald die Bitte um die Erlaubniß, ihren siebenten Mann, der blind ist, zu heirathen. Als man ihr sagte, daß ihr Anspruch auf Pension durch die Heirath würde annullirt werden, blieb ihr nichts übrig, als zwischen Pension undMann zu wählen. Sie besann sich einen Augenblick und sagte: Den Werth einer Pension kenne ich nicht, wohl, aber den Werth emes Mannes. Gebt mir den Mann!Die Bewohner der Stadt Williamsxort, Md.. wurden neulich durch eine gewaltige Dynamit - Ezplofron aus dem Schlafe geweckt. .AllerHand Gegenstände, wie Dachsteine und Holzstücke, flogen in der Luft umher und ängstigten die erschrecktenEinwohner in der Nähe der PreZbyterianerKirche, woselbst die Explosion stattfand. Ein dem Leihstdllbesitzer I. V. Hershey gehöriger OmnibuZ wurde demolirt und 15 Röhren der elektrischen Compagnie zerstört. Son den Thätern hat man ebenso wenig, wie von den Vandalen, welche vor Kurzem die Orgel in der lutherischen Kirche in Stücke schlugen, die geringste Spur. Die Bürger wollen eine Bürgerwache einrichten und. verdächtige Individuen aus der Stadt vertreiben. In einem kleine n Häuschen in den dichten Wäldern bei Po mona, N. I.. wirthschafteten der 70. jährige John Spoerl und scine alte Lebensgefährtin. Da kam der Winter mit seinen Schrecken. Der Schnee häufte sich an. Die Hütte im Walde lag öde und einsam, im Schnee fast vergraben. Neulich Nachmittag Pas sirte ein LoUfäller. in der Nabe der.

yülte. Er sah am Fenster ein Sacktuch flattern. Was sollte das bedeuten? Einige Augenblicke später war er in die Hütte eingedrungen. Dort lag. kalt und starr, dieLeiche von John Spoerl und. nahe dem Fenster, kauerte die Wittwe, tzalb erfroren und fast

verhungert. Seit ver Tagen schon war John todt und die Greisin konnte nicht aus der Hütte kommen. Sie kroch an's Fenster und bewachte den verschneiten Pfad. Doch Niemand kam. Dann hing sie ihr Nothsignal aus und brach zusammen. Ein Pferd und eine Kuh. welche in einem kleinen Stalle untergebracht waren, konnten vor Hunger kaum mehr auf den Bei nen sich halten. . Eine Truppe der Heilsarmee bereitete den Gothamiten neulich Abends in der 14. Sir. ein Schauspiel, welches an die dunkelsten Zeiten des finstersten Aberglaubens . erinnerte, vernünftiger Weise aber polizeilich hatte verboten werden sollen. Nachdem vier junge Hallelujah - Mädchen in sckarlachrotkiem (Gewände das Bild Satml's auf ihren Schultern und gefolgt 'von -ein gewaltigen Menschenmente in feierlicher Procession durch die Straßen geschleppt und vor das Hauptquartier gebracht hatten, wurde dse mit Inschriften behangene Puppe in bester Form abgeschlachtet" und verbrannt. Bei der aarsträubenden, blödsinnigen Geschichte vollführte die Musik- und Trommler - Bande natürlich einen so ohrenbetäubenden Spectakel, der sich mit dem Geschrei des New Forker Janhagels zu einem wirklichen Pandämonium gestaltete, daß die Augenzeugen weit eher zu der Ueberzeugung kommen mußten, daß derTeufel losgelassen anstatt verbrannt worden sei. . ' Ein Streik ist in dem Gefangniß zu Auburn, Me., ausgebrochen. Die Gefangenen, deren Arbeit an John F. Hörne, einen Fabrikanten von Schuhmacher-Artikeln. verdungen ist. genossen bisher das Privilegium, während des letzten' halben Tages ihreS Straftermins von der Arbeit in der Harnischen Werlstätte dispensirt zu sein, damit sie ihre Vorbereitungen zum Verlassen des Gefängnisses treffen konnten. Diese Vergünstigung ist ihnen nun kürzlich von Hörne entzogen worden. Als mehrere der Sträflinge trotzdem während des letzten halben Tages von de? Arbeit fernblieben, wurde ihnen die Auszablung des von ihnen für Ueberstunden-Arbeit verdienten Lohnes verweigert, worauf Alle die Arbeit niederlegten. Die Gefängniß Verwaltung sah sich gezwungen, die Widerspenstigen zur Strafe be! Wasser und Brod in Einzelhaft zu setzen. Sie lehnen indessen hartnäckig die Wiederaufnähme der Arbeit ah, es sei denn, man aeN'ähre ihnen wieder jene alte Weraünstiaung. Schon seit geraumer Zeit hatten einige Pariser Schanlwirthe zur Hebung ihrer Geschäfte Prämien für ihre größten Consumenten ausgeschrieben. Für jedes pstit verre" erhielt der Consument ein Ticket,, und der erste Consument, der die stattliche Anzahl von 2500 Tiöets vorzuweisen hatte, bekam die Prämie, ein Fahrrad, der zweite eine Kamingarnitur u. f. w. Die Concurrenz drückte nach und nach die Zahl der erforderlichen Tickets herab, so daß es schließlich zu einem wahren Wettsaufen kam. Dagegen ist nun der Polizeipräfect sehr energisch eingeschritten, indem er in einem Rundschreiben an die Commissäre an die Bestimmungen erinnerte. nach denen der Verkauf von Waaren, verbunden mit der Versprechung einer dem Zufall anheimgestellten Prämie als Lotterie anzusehen" ist. In Wirklichkeit ist es bloßer Zufall. wenn ein Säufer bei seinem Consum von 2500 kleinen Gläschen die nothwendig gemachte Ziffer früher erreicht als ein anderer. Di: Staatsanwaltschaft wird daher gegen die Prämiirung der Säufer auf Grund des Lot teriegesetzes einschreiten, das Strafen von 2 bis 6 Monaten Gefängniß und Bußen' von 100 bis 6000 Francs vor schreibt. Die Idee, einem Saufbolde, der sich nicht auf seinen beiden Beinen halten kann, ein Fahrrad, das beste Gegengift gegen den Alkoholismus, zu geben, ist an sich gar nicht übel. Vor eänem l a n d e s q erichtlichen Erkenntnißsenate in Wien erschien an der Seite eines Justizwach, mannes ein Weib als Angeklogte, das für drei kleine Kinder zu sorgen hat und sich überdies in anderen Umstän den befindet. Der Kummer hat tiefe Furchen in das nicht unschöne Gesicht der noch jungen Frau Anna Vogel gegraben. Verheirathet an einen Fabrik arbeite?, der von seinem kargen Lohn nicht die ganze Familie zu erhalten vermag, mußte sie ebenfalls Arbeiten außer Hause verrichten.. Sie war in der Seidenfabrik von Carl Hetzer in der Millergasse gegen einen Taglohn von 70 Kreuzern angestellt und lebt wochenlang von trockenem Brode. Ein Anschwellen der Füße. daS sie sich zu gezogen und ihre Arbeitskraft bedenktich verringert?, vergrößerte ihre Noth, läge. In dieser Situation entwendete sie aus der Fabrik im Verlause ewiger Aeit Stoffreste im Werthe von 60 Gulden. Zu einem Verkaufe der Stoffe kam es nicht, denn die Frau fiel inzwischen auf's Krankenlager. Die Stoffe wurden bei ihr gefunden und fc?m Eigenthümer zurückerstattet, .Di;

Frau wanderte m's Landesgericy:. Bei der Verhandlung gestand die An

l aeklaqte unter Thränen Alles ein. Der z Gerichtshof verurtheilte sie mit An ; Wendung des außerordentlichen MilVioritnAarrfit2 zi, irtrn Wnttrtf Er IVV VUttV v vy Vr Q V v Zers. Als die Angeklagte zur Verbußung der Strafe abgeführt werden sollte, fing sie neuerlich bitterlich zu schluchzen an. Hoher Gerichtshof, ich bitte um einen Strafaufschub. Wenn ich in dem Zustande in der Zelle bleibe, dann wird es von dem Kinde heißen, daß es im Criminal geboren ist. Was kann das Kind dafür? Peinliche Stille folgte dieser Bitte. Der Vo'.ltzende mckte den drei anderen Richtern, zu und diese bejahten schweigend mn dem Kopse. Vors.: Der erbetene Strafaufschub wird aus dem anaefuhrten Grunde bewllllat. Den Australiern sind die chinesischen Einwanderer schon seit längerer Zeit ebenso wenig willkom, men, wie den Amerikanern. Der Grund ist natürlich in beiden Fc-llen derselbe: die Kinder des himmlischen Reiches drücken die Löhne herab, werden nur selten ordentliche Staatsbürger im fremden Lande und kehren in ihre Heimath zurück, sobald sie genll gendes Geld zusammengespart haben. Was für Reichthümer sich solche Chi nesen zuweilen in den Goldländern erwerben müssen, das beweist ' der fol. gende Fall. In einem Gefecht gegen Empörer in der Provinz Kuangtung wurde deren Anführer, ein kürzlich aus Australien zurückgekehrter Mann, von den kaiserlichen Soldaten getödtet. Diese Glückspilze fanden zu ihrem Entzücken an dem Körper des Gefallenen eine vorzüal)e gddene Uhr. einen Leibgurt aus kleinen Gold, platten im Werthe von 2500. zwei prachtvolle Diamantringe und andere Werthsachen. Im Ganzen schätzte man die Beute auf über $t3000, wozu die glücklichen Soldaten auch noch den vom Vicekönig auf den Kopf d:s Rebellen ausgesetzten Preis von $1775 erbielten. . Cicherheiisrath. Die Mitglieder des SicherheitöratheS versammelten sich heute Vormittag und besprachen die Angelegenheit über den Brief deS CSpt'n Eli Ritter. Da in demselben keine direkten Fälle bezeich net wurden, so wurde demselben wenig Beachtung geschenkt. Herr Ritter hatte nämlich dem Si cherheitSrath einen Brief geschrieben, worin er sagt, daß er am Mittwoch nach Portland abberufen worden sei, daß er aber bereit sei, an einem noch näher zu bestimmenden Tage zu erscheinen. Dann ergeht er sich in all gemeinen Anschuldigungen, wobei es hm offenbar nur darum zu thun ist, u sagen, daß Mayor Taggart als Be iitzer deS Grand Hotels auch einen Saloon führe. Der Board sollte den ehrenverthen Cäpl'n unbedingt nochmals vorladen, ihn aber in seiner Aussage auf ganz bestimmte Fälle beschränken. Der neulich entlassene Polizist Gunsauluö wurde wieder argest llt, ebenfalls Zohn F. Johnson, ein Demokrat. m in m Wenn ihr ein gutiS Mittel h,ben wollt Euer Blut zu reinigen, die Nerven zu stärken und die Constitution zu kräftigen, gebraucht Hood'S Sarfaparilla. Gebraucht nun Hood'S. Hood'S Pillen heilen Brechreiz, Kopfschmerzen aus dem Magen und UnVerdaulichkeit. GT Die Polizei und der Polizeirichter find, wie eS scheint, in Betreff körperlicher Züchtigung verschiedener Ansichten. Der Polizeirichter hält bekanntlich dafür, daß ein Vater ein Verbrechen begeht, wnn er seine Kinder körperlich züchtigt. Die Polizisten Kurtz und Milam scheinen aber die vernünftigere Idee zu haben, daß eine gute Tracht Prügel auf einen bestimmten hinterwärts Körpe theil oft besser wirkt, als die Verhaftung deS jugendlichen Malesikanten. Ein etwa zehnjährig'r Knabe, NamenS Elliott, machte den Polizisten viel zu schaffen. Er verübte schon mindestens drei oder mehr Einbrüche und Donnerstag Abend fanden die Polizisten ihn wieder in verdächtiger Weise auf der Straße und fingen ihn nicht ohne Mühe ein. Sie brachten ihn aber nicht auf die Station, sonder nach HauS und erklärten dem Vater die Situation. 'Nach einigem Zureden erklärte sich der- , selbe bereit den Strafrichter zuspielen. Die Polizisten drohten dann dem 3ungen noch mit allem dem, vordem er Angst hat und derselbe versprach in Zukunft Abends zu HauS zu bleiben.

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