Indiana Tribüne, Volume 20, Number 115, Indianapolis, Marion County, 12 January 1897 — Page 2
Zndiüua Tribüne.
Eri'chemt Täglich uud SoWtagv. Die tZzttche.Tridäne- kostet durch en Trlger J (lenti ver Woche, die ottntaaJvXrftfiite"! Centl per Woche. Seide luTarwe W ent du es Cent V, ffttnat. Vtx Poft außerhalb U ittibt znzeschiSt U orauHbe,ahl2 V p' IM. cmut 18 CO labama etraße. Indianapolis, Ind., 12. Januar 1897. BaeiUenwimmelndeS Geld. Als ob wir nicht genug von Geldfrain aller möalicker Art in der leiten Zeit aebört hätten, wartet eine anglöamerikanische Zeitschrift auch mit einer Gesundheits - Geldfrage im wärtlichsten Sinne auf und spinnt di: schon früher gelegentlich lautgewordene Verdächtigung von Seuchenbacillen, welche sich auf dem Geld herumtreiben, meilenweit aus, in Wort und Bild, gespickt mit Dutzenden von Aussagen mehr oder weniger hervorragender Tlerzte und Specialisten. - Wir erfahren da schreckliche Dinge, nicht nur von Papiergeld, sondern auch von allem Metallgeld, und von ge Wundem Geld- kann darnach überhaupt dicht mehr die Rede sein, sofern dasselbe euch nur einigermaßen schon gebraucht ist. Und es werden noch schlimmereEnt deckungen nach vollständigerer Untersuchung in Aussicht stellt. Aber schon das bis ietztMitgethettterscheint haarsträubend genug, daß es den geduldigen Leser und Beschauer der unheimlichen Illustration nicht nach einerFortsetzung gelüstet. Und dennoch werden wahrscheinlich von 1000 Lesern mindestens 999 wünschen, recht viel von dem bacillenwimmelnden Geld in Händen zu haben und sich auch nach den Lesen solcher gruseligen Geschichten durchaus nicht sehr beeilen, es los zu werden, es sei denn im Dienste der Nächstenliebe und der Selbstliebe! Im Uebrigen ist es, in allem Ernst gesprochen, sehr wohl mög lich, daß durch Geld schon viel mehr Krankheiten verbreitet worden sind, als wir wissen, und wenn solche Sensations Aufsätze dazu beitragen kon nen, zu größerer Vorsicht bei der Berührung des GeldeS zu führen, so haben sie wenigstens etwas GuteS gehabt. Eine .Verseuchung- des Geldes zu verhindern, erscheint absolut unmög-' lich. Wohl aber kann man sich bei einigermaßen vorsichtiger Behandlung so ziemlich gegen jede Ansteckung aus di:ser Quelle schützen. Und es läßt sich nicht leugnen, dak in dieser Beziehung noch überaus viel gesündigt wird. Geschäftsleute feuchten achtlos die Fin?er in ihrem Munde an. wenn sie Geldscheine zählen, Passagiere auf derStraßenbahn halten Nickelstücke mit ihren Lippen fest. Laden - Einkauferinnen lassen schmutziges Geld ohne Weiteres mit Schnittwunden und Abschürfunpen an ihren Händen in Berührung kommen, u. f. w. Dergleichen sollte unUz allen Umständen vermieden werden, oder es mag sich schwer rächen. Für zarte Hände kann es nichts schaden, das Geld so viel tok möglich mit Glaköhand schuhen anzufassen. ElVctricität bei Operationen. Es wurde seinerzeit als ein gewaliiger ?oltschritt der wundärztlichen Wissenschaft betrachtet, als' eS gelang, bei Personen, welche schweren Operattonen unterworfen werden sollten, das Bewußtsein - des Schmerze, gleichzeitig mit dem Bewußtsein überhaupt, vollständig aufzuheben. In einer nahen Zukunft aber wird man vielleicht von diesen, nicht imm?.r ganz ungefährlichen Betäubungsmitteln so gut toie gar keinen Gebrauch mehr machen. Manche glaubten schon, durch 5)ypnotisirung diese Mittel völlig ersetzen' zu können, und unter Umständen maa das auch angehen; nur sind eben bei Weitem nicht alle Person:n gleich cmpfänglich für die Wirkungen der Hypnose, und manche können fogar niemals in hypnotischen Schlaf versetzt werden, selbst von dem besten' Hypnotiseur. Dahingegen scheint es jetzt die Elektricität zu ermöglichen, völlige Schmerzlosigkeit zu erzeugen, und so03? mit vollkommener Beibehaltung des allgemeinen Bewußtseins. - Jemand, der sich z. B. ein Bein abnehmen läßt, würde es sich danach leisten können, die ganze Operation ohne jede Schmerz - Empfindung - gemüthlich mit anzusehen, vorausgesetzt, daß er ust und starke Nerven dazu hätte; jedenfalls aber brauchte er nicht auf das Bewußtsein zu verzichten. .Man hat schon seit einiger Zeit dieses Ideal zu erreichen gesucht; aber erst vor Kurzem ist tin anscheinend praktischer Apparat für alle solche Zwecke erfunden worden. In einigen wenigen Fällen hat man - auch schon Versuche damit gemacht, welche recht befried!gend ausfielen. Von einer Veschreibung des Apparats kann an dieser Stelle Abstand genommen werden, über die Wirkung aber mag Folgendes bemerkt sein:. Es ist eine bekannte Thatsache, daß eine elektrische Strömung Stoffe von dem positiven nach dem negativen Pol wegführt. Dieses .Princip wird fnim benutzt. Die zu operirende Person wird mit Elektricität von den negativen Electroden einer Batterie geladen. Dann wird Eocam oder - ein , anderer geeigneter Stoff auf den leidenden Theil, z. V. einen Zahn, angewendet, und dieser Theil wird mit dem positiden Electroden in Berührung gebracht. Der elektrische Strom- selbst besorgt dann das Weitere, indem er den.besagtenStoff in das Faserngewebe oder die Nerven des Zahnes führt und folcherart eine ortliche, dabei vollkommene Betäubung für den Schmerz erzeugt. Die Stärke und die Dauer des Stromes lassen sich auf das Sicherste und Bestimmteste reguliren. Alle Schwierigkeiten, denen man bei früheren Versuchen solcher Art begegnete, scheinen durch die neue Erfindung glücklich jlöerwundtn. . -
Qärten deS SeeänoS".
Wundersam klingt die uralte Sage von den sogenannten Gärten des Oce anos; aber fast ebenso wundersam ersckeint die Wirklichkeit, wenn man sich unter .Oceanos" nicht mehr einen die Erde und das Meer umflleß-den.-zu einem Gott oder Halbgott vc.persönlichten MÜsirom, sondern einfach das Weltmeer felbst vorstellt, wie eS schon seit Herodots Zeiten Brauch geworden ist. Ein seltsames Land geveiyt uno blüht unter dem Meere, eme eigene Welt von Hügeln und Ebenen, von großartigen Gebirgen und tiefen Th'äy u . 5. t.ir ..-v lern, von gewailigcn tfciicu tittv len, aber vor Allem von wunderbarem, bunten pflanzlichen und thierischen Leben, dessen Bestand unv sar. benreiche Herrlichkeit durch nichts, was in der oberen Wasser- und Landwelt vor sich geht, beeinträchtigt- werden kann. Die weitgestreckten Auen dieser unterseeischen Welt sind mit eigenthümlichen pflanzlichen Blumen bedeckt, welehe sich in dem Trachten nach lebendiger Beute hin und her bewegen, und ihre Wälder die wohl niemals des Menschen Hand zerstören wird bestehen auS sich weithin verzweigenden Korallen von unvergänglicher Schönheit und aus gigantischen SeegrasGebilden; die meisten dieser Gebilde sind böber. als selbst bis böchsten Bäume auf - unserer Menschen-Erdt ds oben! Und es wimmelt darin noch von allerhand besonderen Geschöpfen. Mögen die furchtbarsten Stürme weit oben rasen: Hier unten waltet ununterbrochenes, tiefes Schweigen. Mögen du wildesten Orkane ein Schiff nach dem anderen zerschellen: Keiner diese? Orkane vermag auch nur den zartesten ZwLja oder Arm einer Seepflanze in dieser Unterwelt zu bewegen! Die untersten Tiefen des Oceans, welche für die Menschheit nur Regionen athemlosen FsbeS sind, bilden für Billionen anderer Geschöpfe vielmehr Regionen deS Lebens und der Gesundheit. Ja die übrige Erde tnthält nicht annähernd so viele lebende Wesen, wie sie so tief unter dem Wallen der Meereswogen in zahllosen Myriaden ihr Wesen treiben! Hier hausen auch die großen purpurnen Seefächer und die siehlichen Seelilien und See-Farren, die Seegurke und die Skkmäuse nebst wunderschönen Schwämmen; d!.e herrlichen Farben.welche diese und andere pflanzliche und thierische Gebilde zeigen, verlieren sich in dem Augenblicke, da sie aus dem Wasser genommen werden, vollständig, und viele der Geschöpfe, welche hier ruhig und sicher dahinleben (obwohl gleichfalls nicht dem großen Gesetz des Kampfes um's Dasein ganz enthoben) fallen in der Oberwelt schon bei der leisesten Berührung in Stücke oder zerplatzen wie Seifenblasen, wenn sie nicht mehr dem ungeheuren Wasserdruck der purpurn-ftnsteren- Ziefen ausgesetzt sind, welch allein sie zusa'mmenhält. Nicht alö oh es an Gebilden von? größter' Kraft oder Widerstandsfähigkeit irgendwo mangelte, es sei nur hervorgehoben, daß auch eine überaus zarte Welt hier sehr zahlreich vertreten ist. Die seltensten und schönsten Korallen bauen sich hier, schweigsam hoch hinauf, felbst zu Inseln oder Niffen, und wer eine lebendige und wachsende, Korallenpflanzung von oben her schauen will, der hat dazu an den Keys", am südlichen Ende von Florida eine der schönsten. Gelegenheiten. Der be-rühmte-Leuchtthurm, welcher unter dem' Namen Cary'ö Fortlight"hebekannt ist, erhebt sich ganz in offener See, ohne einen Fuß Landes ringsum, als ein eisernes Gestell von Saulen und Stützbändern, und ist über einem der .schönsten und größten Kor a l l e n fe l d e r ' der Welt erbaut. DaS Wasser ist hier so durchsichtig.daß man den Grund deö Oceans so deutlich sehen kann, wie einen sich da unten ausdehnenden Prachtgarten, und von dem Balkon aus, welcher um die Zim mer des LeuchtthurmS - Wächters hexumläuft, ist der .Anblick bei günstigen Lichtverhältnissen ein unbeschreiblich schöner. Dieses Korallenfeld besteht zum großen Theil aus sogenannten Blattkorallen, mit großen flachen Zweigen, welche übereinander wachsen und mit ihren sich ein und aus windendenKorallen einander zu jagen oder mit einander Versteckens zu spielen scheinen. Zahllos Fische und anderes Gethier von .sehr glänzenden' bunten Farben huscht zwischen diesen Zweigen hindurch. Manche dieser Fische sind hellblau, andere theils blau, theils schwarz, wiederum.andere schwarz und gelb, und dann andere von reichem Kanarienvoge'gelb .unten und Pucpurroth oben. Ab und zu erscheint ein großes FischUngethllm, etwa ein Hai, und husch! ist diese ganze bunteSchaar verschwunden, um .sich erst wieder einzustellen, wenn ihr Feind außer Sicht gekommen ist. Außer den : Blattkorallen kommen hier aber noch viele andere und theils noch schönere Gebilde vor; manche derselben haben die Gestalt riesiger Vasen, andere sind wie Globen gestaltet, wieder andere verzweigen sich wie das Geweih eine Hirsches, u. f. w. Auch die zarteren'Fingerkorallen und die Seefächer dürfen nicht unerwähnt bleiben. Letztere bilden das anmuthigeStrauch werk deS. OceartartenS, und ungleich der statten Korallm - welche nur für daS Auge sich manchmal zu bewegen scheinen werden sie, wie von ZepyyrWinden bewegt, leicht von der Strörlung auf u. ab gehoben oder schwan ken hin und her. Vielfach sind ihre Farben, und untermischt mit einer Art pflanzlicherKoralle (Korallin genannt) und mit den'gelbroth, purpurn oder orangegelb, schimmernden Schwämmen stellen sie in der That einen unterseeischen Blumengarten von- zauberischer Schönheit dar ; sodaß man fast wünschen möchte, da unten leben zu können, wie eö daZ Märchen .von gewissen menschensrtiLen Wesen tu M i JLJ. i.
CchöütS Städtcheu, schöne m
chen. .f.x Die Italiener haben ihr Neapel, von welchem sie den entzückten Spruch gebrauchen: Suhe Neapel und stirb, womit sie meinen, daß Jeder, der diese wunderschöne Stadt gesehen habe, nichts weiter vom Leben zu begehren brauche. Mit etwas weniger Berechtigung sagen die stolzen Spanier dasselbe von ihrer Hauptstadt Madrid, und fast ebenso überschwänglich drücken sich verschiedene andere europäische Völker über die Schönheit dieser oder jener ihrer großen Städte aus, meist der Hauptstadt der ' Nation. Man kann nicht sagen, daß unsere mexikanischen Nachbarn weniger auf sich hielten; doch besitzen sie für die Stadt Mexico kein solches geflügeltes Wort. Dagegen haben sie fiu das Städtchen Jalapa den fast noch Lberfchwänglicheren Spruch aufgebracht: (5s ist ein Theil vom seligen Himmel, der sich zur Erde niedergelassen hat." Freilich enthält der Name Jalapa keineswegs von Hause aus .eine - so hochfliegende Anspielung,' sondern er bedeutet bloö: Ein Platz. von Wasser und Sand.- Jalapa war ein Jndianerstädtchen schon zur Zeit der Eroberung Mezico's, und da e$ an .der Heerstraße liegt, welche lange Zeit, der Hauptweg zwischen Vera Cruz und der. Stadt Merico war. so wurde eS schon in frühen Zeiten ein wichtiger Ort,' In her Zeit von 1720 bis 1770 würd lljährlich hikf ejn großer Jahrmarkt abgehalten zum Verkauf von Waaren, welche das Flottengeschwader von Cadir. Spanien, schon Jahre zuvor' gehracht hatte. Nachdem die mexikanische Republik tegrünhet war, wu.rdeJalapa Zur politischen Hauptldi desStssieS. ?.?iFmA soviel über ihre
pULeriicye wc; unu w:muö j befinden sich ebenfalls auf meinem Lanoch .hinzugefügt sem, daß . das Dabei zeigt sie mit einer araziösen
Dampfroß auch b!S hierher gcrungfI ist, obgleich keine Hauptbahn hier vdr, überführt. Jene fchwärmerifche Bezeichnung fjjr Atfvu Y4 vn' TNtttrt I (fiaif tyiutivti tu tu givik. jutu Nicht ür kany hie Lagt des -Städtchens als die allerschönste sm.Aztefens Lande gelten ist eS doch auch von lauter herrlichen Gärten umgeben und liegt in einer ebenso gesunden und fruchtbaren, wie reizvollen Gegend, in welcher die Pflanzen der gemäßigten.' sowik d!kjenigen der heißen Zone gleich gut gedeihen sondern die Weibe? Jalapa's verdunkeln durch ihre Sch'jn, heit alle ihre Geschlechtsgenossmnen in Mezzc?. was schon viel heißen will! Dies ist wenigstens pgs Urtheil der .Herren der Schöpfung' und daS ig in einem solchen Falle ' maßgebend. Jalapa's Frauen , Schynheiiefl können Einen sogar die einzige unangenehme. Eigenthümlichkeit in hex Erscheinung der Stadt, nämlich die ziemlich . häuft, gen Nebel und Regentage, ' vergessen machen. . - Dieses alt - romantische Städtchen mit seinen engen, gekrümmten Straßen und seinen hohlziegelbedeckten Häusern, deren Dächer mit ihren Regentraufen sich von beiden Seiten der Straße. berühren, ist aber auch eine große CurZosität, ein seltsames Gemisch wdianischer, mittelalterlicher und neuzestlichez Civilisation, und wimmelt zugleich von Curiositäten. an denen -sich 'der Fremde, so verwöhnt er auch, durch die Sehenswürdigkeiten des übrigen' Me zico schon geworden sein mag. nicht so bald satt sieht. Im Gegensatze zu, so vielen anderen alten, bunten Städtche.q dieser Art, ist aber. Jalapa ein -höchst reiner, sauberer Platz. Kaum ' eine andere Stadt Mezico's ist. in - Bezug auf das Abschwemmen, von Unreinigkeiten so überaus vortheilhaft eingerichtet. Jßne Häcktrausenwelche sie) von beiden Seiten der Strgßen begeg,nen, lassen den ganzen Regenfaygerade mitten in die Straßen laufen, und diese sind nach der Mitte hin .leicht vertieft und überhaupt ganz so gebaut, daß sie die vorzüglichsten' SchwemmRinnen bilden, ohne von. ihrem Cba rakter als Straßen irgend etwas -em-zubüßen. Und an .reinigendem IKegen ist ja, wie schon erwähnt.' nichts wensger als Mangel! Ein seltssmer Anblick für den Fremden in JalsPa sind auch die vielen Wäscherinnen (Lavanderg. genannt), welche w. allen Stadttheileq ganz frei in den Straßen, an großen Becken oder. Trögen ihren Beruf anmuthigäusüben. ' , r Im Minisierkum für Wege und Communicationen zu Petersburg. schoß der frühere Beamte der transkaspischen 'Eisenbahn.' Ait Zacharow, ein Armenier, mit einem Re volver auf.denPräsidenten derStaatseisenbahn - Verwaltung WassiZjew'sch u.'d verwundete ihn' schwer.'.'. Hietauf ricktete der Morder -die Waffe gegen sich selbst, und schoß' sich eine Kugel in den Kopf. Der Mörder" war sofort todt. Der verwundete Präsident' Was-l'-wsky wurde in . ein Krankenhaus öebrackt. ' ' " ' . In München unv umae bung treibt , ein- neuer .Prophet'' sein Unwesen und findet. Anhänger. Er verkündet sür nächstes Jahr , großen Weltkrieg mit allgemeinerVerwüstung, hierauf, schreckliche Hungerönoth -und zum Schlüsse (wahrscheinlich im Iahn 2000) den Weltuntergang.? i Der Prophet verkehrt, seiner Behauptung -zu folge, schon seit vielen Jahren'persönlich mit Gott, der ihm. dieses -geoffenbart. Bis . hierher anscheinend xcH giöse Phantasterei, . doch jetzt ' der Pferdefuß! .Wer bunter' dik Werwählten gehören und' gerettet r. werden will. muß. 'zahlen .(Dienstboten :10 Mark, dumme Reiche nätürlich.-meht), damit Conserven für dieHüngernoth beschafft werden können.' -'Ss confervirt er Eier, felbst das Geselchte voq ganzen Schweinen möchte rcjüx diese schreckliche Zeit eonserviren. -Pamit die Auserwählten ja nicht verwechselt werden können mit anderen nicht Zahsenden, sollen six' ihm ihre Photographien einhändigen.' Daß solcher Blödsinn Gläubige finden kann, läßt die vielgepriesene -. Aufklärung unseres JahrhundertZ w einn 'trübtn LiStt f''- . .r -,?
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Sie Kaustrerin. Humoreske von Joseph Treumann. '.' :Well, das übersteigt alle Begriffe!" stößt Mrs. Catlin erregt hervor; jetzt bin 'ich nur neugierig, was nächstens noch Passiren wird. In voriger Woche das Erdbeben, am letzten Mittwochs die Mondfinsterniß, gestern Abend Ka!e Vhelan's Dürchbrennen mitBob Sheehan, und jetzt kommt hier Hester Renard als Führerin eines Wagens voll Korbwaaren, genau als ob sie ein Mann wäre! . . Im nächsten Momente hielt dasGefahrt, welches die Frau in so großes Erstaunen versetzt hatte, vor der Thüre zu dem Garten. Von der Höhe des Wagens herab erscholl die helle, klare Stimme eines Mädchens: Wollen Sie mir einen Waschkorb abkaufen, Mrs. Catlin?.Einen Waschkorb?- wiederholte die Frau, noch immer in Verwunderung; .das ist just der Gegenstand, den ich schon lange brauche! Haben Sie recht dauerhafte unter Ihrem Vorrath, mit Holzleisten unter dem Boden?" Statt jeder Antwort reichte Hester ein solid aussehende Korbgeflecht hinunter; dann sprang sie selbst hinab, und es entwickelte sich eine lebhafte Unterhaltung. .Fangen Sie ein Geschäft an. Miß Renard?" begannMrs. Catlin. die ihre Neugierde nicht länger zu bezwingen permocht. . .Well, es ist ein Versuch; ich will ehen, wie mir das Peddlen zusagt,autet die Antwort, der ein frisches, röhlicheö Lachen folgt. .Gefällt Ihnen )ieser Korb? Ich hab auch wunderschöne Schaukelstühle; das wäre etwas fi ur die Großmutter, und eine Wiege, in sich Ihr außtxgrdentlich wohl fün würde. Prächtige Marktkörbe HQndbeweauna nach den auf dem Wa gen ausgestapesten Waaren. O, glauben 'Sie nur, ' jch würde gern Alles, was Sie mir da empfehlen, kaufen, dochr'eicht mein G?sd heute nur für diesen Waschkorh. - Den Betrag schuld! bleiben, darf man wohl nickt. denn Sie verkaufen wahrscheinlich nicht auf eigene Rechnung?" Die Waaren sind meinEigenthum!" Hester nimmt die ihr dargereichteBanknote, zieht ein großes Geldtäschchen hervor und zählt in. geschäftsmäßiger Weise den Betrag ah, den sie herauszuaeben hä:. m&v, ic erhalten fllnfundfünfzig Cents zurück. Good byel Eine Minute später sitzt sie wieber auf dem Wagen. Mrs. Catlin blickte der Staubwolke. Äe das davonrollende Gefähsj auf der Dorfstraße hervorrief, noch immer voll Staunen nach; dabei kam es über ihre Lippen; .Wer hätte so etwas gedacht! .Was ist los? Ist wieder etwas Besonderes vorgefallen? fragte in diesem Momente ein junger deutsch - amerikanischer Farmer, der mit der ' Absicht herangekommen ist, für ein paar Stunden CatlinS Mähmaschine zu borgen, da die seinige einer Reparatur bedarf. .Gewiß. Mr. Bloom!- antwortete die Frau. .Hester Renard kutschirt mit einem Wagen voll Weidengeflecht umher; sie verkauft gllerhgnd Korbmaaren .Unsinn!" schrie der junge Mann. .Unsinn?" entgegrIe Mrs. Catlin beleidigt; .soeben kaufte ich diesen Waschkorb von ihr! Sie wundern sich; mir aber ist die Sache ganz klar. Hester bewarb sich, wie man mir erzählte, um die Lehrerstelle in Catesau gua. hat sie wahrscheinlich jedoch nicht erhalten, und ihr Vater hat in seinem Holzgeschäfte ohne Zweifel sehr große Verluste erlitten; was bleibt ihr also übrig, als trotz der feinen Bildung und ihres Klavierspiels, pon dem so viel Aufhebens gemacht wird, durch einen Handel Geld zu verdienen, um sich und vielleicht auch noch den alten Man zu erhalten? Mein Himmel, was für ein Niedergang dieser Familie! Ich begreife nicht, wiedas Mädchen so resotut sein kann." Verwundert schaute sii: um sich sie war allein und hatte für die legten Sätze keinen Zuhörer mehr gehabt. .Gott beschütze mich! Warum läuft tx denn so? Da. direkt über die Wiesen rennt er durch das hohe Gras!" ' Kopfschüttelnd trat die Frau ins Haus, setzte den Korb zur Seite, stülpte den leichten Strohhut auf den Kopj und lief durch die Hinierpforte des großen Gartens zu ihrer besten Freundin, um dieser athemlos die Neuigkeit zu berichten. .Geschieht ihnen recht!" rief D!rs. Ewitt, als jene schwieg, .der Alte war viel zu hochmllthig und ist nicht einmal in Amerika geboren! Auch von dem Mdcheu habe ich nie viel gehalten." ..Desto mehr aber Ihr Sohn!" '. '.Kein wahres ' Wort' ist daran! Charles wixd das Geld, welches sein Vater'und ich sauer genug erspart ha'den, an. '.kein gelehrtes Fraumzimmer verschwenden; er muß ern ' sehr haushälterisches, arbeitslustiges Mädchen 'heirathen,-dgs die Zeit nicht mit unnützen Dingen vergeudet!" . ..' ' ' 'Da.jst sie!" stieß M Mrs. Catlin Hervor.Siehält'hsexgn!'' 'Ehe das Mädchen noch Gelegenheit fand, ihre Waaren anzubieten, - schob Mrs. Ewitt das Fenster hoch, und rief .in schärf abweisendem Tone' zum Fen.ster.. hinaus: .Ich brauche nichts! Äemühen Sie sich nicht weiter!" 7' "Hester lächelte vor sich hin, während sie das Pferd zum Weitergehen'antrieb. Ääld'darauf bog .sie in eine Seitens sirak'e ein und hielt vor BloomS FarmJmiU an. vor dem der Besitzer dastand. olS ob er Jemanden erwartete. .Ach, Sie-sind's. Arthur; wollen Sie nicht Ihre. Schwester fragen ob sie etwas pon . meinem Vorrath zu kaufen pönsgt?- sagte sie gleichgültigen Tones. ' . .Miß Renard, was soll dies bedeuten?" lautet die dringend hervörge brachte. Gegenfrage. .,ES bedeutet Korbwaaren," antwortete sie ruhig. .Ist etwas vorgefallen?" - .Es passirt immer etwas." Dabei wendet sich Hrster um und greift -.nach ciil f5n ckarbtiitten Sandtorten.
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Ich renkt, -rles wtrd Ihrer Schwester gefallen." .Gut, ich will es für sie kaufen," sagte er entschlossen." .Und hier habe ich einen Papierkorb in Form einesFäßchens; der würde sich für Ihr Zimmer eignen. Er ist billig genug, denn er kostet nur einen Dollar." .Ich kaufe auch diesen und den Packkorb da oben, sowie die beiden kleinen Henkelkörbchen für BerthaZ Mädchen und " Halt! Halt! Sie müssen mir nicht den ganzen Vorrath abnehmen; ich würde fönst nichts für die Anderen übrig behalten'." ruft Hester, lustig lachend. Aber ich verlange noch im Ernst den großen Schaukelstuhl für meine Piazza; ich brauche ihn unbedingt!", beharrt Bloom. .Schön; Sie sollen auch noch diesen haben, aber sonst nichts mehr!" Der junge Farmer bezahlt die von ihm gekauften Gegenstände; dann sagt er: .Eins müssen Sie mir aber noch versprechen!" .Es kommt darauf an, welcher Art Ihr Verlangen ist," erwidert dasMädchen mit bedenklicher Miene. .Wenn Sie nach Beendigung Ihrer heutigen Tour noch etwas von Ihren Waaren übrig behalten haben, sollen Sie mir weitere Gelegenheit zum Kauf geben." Und mit einem bittenden Blick yus seinen tiefblauen Augen fügt er hinzu: .Sie wissen, daß man Körbe immer gebrauchen kann." Hester lacht und treibt das .Pferd um Weitergehen yn, .Ich verspreche nichts ruft sie dabei von ihrem Sitze herab. Als sich der Tag feinem Ende zuneigte und sie sich au.f dc.ni. Heimwegs befand, war ihr Wagen merklich leerer, ihr Geldtäschchen dagegen um so gefüllte? . Da fügte es der Zufall, daß sie ihrem bisher . eifrigsten Verehrer, ssharles Ewitt, begegnete, der hoch zu. Roß langsam die Straße herauf kam, ßie blickte-ihm ohne. Scheu voll insGeficht; e? aber schien so sehr in das Be trachten seine? Reitpeitsche vertieft zu sein, daß er von ihr auch nicht die geringste Notiz nahm. Kurz darauf bemerkte sie die kräftige Figur des jungen Farmers, der an seinem Gartenzaun lehnte unh seinen. V.lick erwartungsvoll auf sie gerichtet hielt. In dem Momente, da sie dicht ne? hen ihm angelangt war. rief er. einen ßchrits vöMjend: .Miß Rßnärd! .Was soll's? wollen doch nicht ftwa noch mehr von meinen Korbwaaren haben?" entgegnete Hester, das Pftrd anhaltend. Hie können ja unmöglich noch Raum dafür m Ihrem. Hause haben." Oho! Das Gebäude ist doch nicht so klein, Aber Mz hei Seite; wollen Sie mir nicht erlauben, daß ich Ihr Pferd bei mir einstelle oder zu Ihnen nach Hause, bringe, während Sie eintreten und bei unö eine Tasse Thes neh men? Sie müssen ermüdet sein und einer Erfrischung dringend bedürfen; Anna tofrd sich jedenfalls sehr freuen, mit Ihnen ein wenig plaudern zu können.". - . ' Patz Mädchen überllgte. w'e wohs sh? jetzt eine Tass 2h:e ihun würde, ßher sie konnte sich nicht entschließen, gerade !ute der Einladung Folge zu eisten; sie befürchtete die neugierigen fragen der Freundin, die zu beantworen sie durchaus nicht geneigt war. Da öffnete sich ein Fenster, undAlna Vloom's blonder Lockeilkopf wars sicht bar. .Komm herein, Hester!" ri?f sie ; habe Waffeln mit AhurnsiMv und gedämpftes Huhn, und außerdem muß' ich Dir so furchtbar viel rzählen." .Können Sie allen diesen einladenden Genüssen widerstehen. Miß Renqrd?" fügte Arthur scherzend hinzu. Nein gab hie Angeredete zurück Und begann vom Wagen zu steigen. , Bloom unterstützte sie dabei; aber als sie auf dem Boden stand, gab er ihre beiden Hände nicht frei, sondern sagte, dieselben noch fester mit den feinen umschließend: .Miß Hester. es ist vielleicht Unrecht von mir. so ohneWeiteres das Gespräch auf ein Thema zu bringen, das Sie möglicher Weise gern vernniden; aber ich kann mir nicht helfen und bitte Sie, es mir nicht zu verSlgkn. Ich weiß nicht, aus welchem Grunde Sie sich auf dieses Unternchmen eingelassen haben" er wies dabei uuf den Wagen weirn es jedoch .geschah, um damit Geld zu verdienen, so bitte ich Sie, mich dies für Sie thun zu lassen; räumen Sie mir das Recht dazu ein! Ich bin zwar nur ein Farmer, flber mein Besitz ist nicht unbedeutend, und ich vermag Sie wie eme Dame zu halten. Hester, ich liebe Sie treu und shrlich, ich habe eö schon seit langerZnt gethan! Ich beabsichtige nicht, sofort pon Ihnen eine Antwort zu erpressen jiberlegen Sie sich das, was ich Ihnen gesagt, und geben Sie mir Bescheid, sohald es Ihnen gut dünkt. Jetzt werde dj das Gesvann zu Ihnen nach Haufe bringen und Sie später, nachdem Sie sich erfrischt und mit Anna yusgesprochen habm. ist meinem Buggy heimfahren," - Das Mädchen , riß sich von ihm los und lief insHaus; sie war tief erröthet, aber auf ihrem Gesicht zeigte sich kein Ausdruck des - Mißvergnügens über das, was sie soeben hatte mit anhören müssen. ' - Anna war bereits mit dem Auftragen des Essens beschäftigt. Als die Freundin ohne den Bruder ins Zimmer trat, rief sie: Wo ist Arthur? Er führt wohl Deinen Wagen heim? Nun aber erkläre mir. Hester, was ich von Deinem heutigen Auftreten zu denken habe! Habt Ihr Euer Vermögen verloren?" ' Nein!" .Beabsichtigst Du wirklich einen Handel mit Korbwaaren zu beireiben?" . .Rein!? Willst Du mir keine Auskunft ge. ben?" ' .Nein!" .Dann werde ich Dich nicht mehr mit Fragen belästigen, sondern stumm sein, nie eine- Auster laafc Mik
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zivm tacheuo. .Jetzt über setze Dich an den Tisch und thue dem Essen Ehre an!" Es war schon elf Uhr, als Arthur die Freundin seiner Schwester nach ihrem Heim zurückbrachte, wo Franz Renard. mit der Abendzeitung in der Hand, im .Lehnstuhl eingenickt dasaß. Beim Eintritt der beiden jungen Leute ermunterte er sich und sprach mit einem schalkhaften Ausdruck in seinen Augen, indem er über die Gläser der Brille hinweg die Tochter anblinzelte: .Nun. wie hat sich das Ding ge macht?" .Ganz ausgezeichnet, Papa! Ich verkaufte für beinahe dreißig Doll-u -Waare; Mr. Bloom hier war ' .f .... meiner besten Kunden." .Unter diesen Umständen," versetzte der alte Herr mit einem Seufzer belustigend klingender Resignation, .habe ich meine Wette verloren. Sehen Sie, Bloom, meine Tochter verlangte von mir. ich sollte den ganzen Vorrath von Korbwaaren, fammt Pferd und Wagen kaufen, um es der alten Frau Moß. die. gleich mir selbst, in der Nähe von Reutlingen geboren ist, zu ermöglichen, daß sie sich auf eigene Füße stelle, ich dagegen erklärte, kein Weib könne ein derartiges Geschäft betreiben, ganz abgesehen von ihrer Unlust, sich den ganzen Tag auf der Straße zu befinden Hester behauptete nun steif und fest, ein solches Unternehmen könne von einer Frau gehandhabt werden, und ich war schwach genug, mit ihr um den Kostenpreis der ganzen Geschäftseinrichtung zu wetten, daß es unmöglich sei. Ich dachte nicht, sie würde den Muth haben, als Hausirerin in den Dörfern umherzuziehen; heute hat sie mir aber den schlagenden Beweis geliefert, daß ich in einem Irrthum befangen war. Ja, Hester. Du hast die Wette ehrlich gewonnen!" .Und MrS. Moß wird ein wohlaffortirtes Lager vonKorbgeflecht fammt Pferd und Wagen erhalten!" rief daZ Mädchen, vor Freude die Hclnde aneinander schlagend. Jetzt wissen Sie auch." fügte sie mit einem, bezaubernden Blicke aus den jungen Mann hinzu, .wie es kam. daß ich eine Gastrolle als Hausirerin gab, welche Alle, die mich sahen, so sehr inErstaunen setzte. Wür den Sie es an 'meiner Stelle nicht ebenfalls gethan haben? t Charles Ewitt gerieth vierzehnTage später in Verzweiflung, als er hörts. daß sich Bloom mit dem schönsten und de.m reichsten Mädchen im Umkreise von zehn Meilen verloht hqtte. VoreZn,gen2agen,rcl. I en zwei Pisgerjnnen aus der Provinz lZoken, MagdaleneKundorf und Aaat.he Ostzewska, in Rom ein. Sie hatten die Heimath im Frühjahr verlassen und sich zunächst nach Lourdes durch gebettelt. Von dort aus hatten sie sich auf den Weg nach Rom gemacht. Den größeren Theil des Weges legten sie zu Fuß zurück, nur hier und da erlaubte ihnen die Mildthätigkeit eines Gläu. bigen, auf eine kurze Strecke die Eisenbahn zu benutzen. Bei ihrer. Ankunft, in Rom begaben sie sich unverweNt zur Peterskirche. 'Aber hier, am Ziele ihrer, mühsamen Wallfahrt, wurden sie. von ihren' Kräften verlassen. Die Kirchendiener brachten die halb Ohn-, mächtigen nach der Sakrastei. Man tärkte sie und holte dann einige deutehe und polnische Priester herbei, die '.ch der Wallfahrerinnen kräftig annabmen.. .-... " üm Ehedrama h a t sich m einem Hinterhause der Rechneistraße zu Frankfurt a. M. abgespielt. Richt zweiMonate haben die Flitterwychen gewährt, und die Ehescheidung war bereits im Gange. Der Ehemann. Weißbinder Steffan, welcher "bereits, seit einiger Zeit seinem Heime fernge? blieben war, kam gegen 10 Uhr Abends in die Wohnung zurück und startete, da seine Ehefrau und deren Mutter ausgegangen waren, in der Küche auf deren Rückkunft. Obgleich sich die Frauen, offenbar Böses ahnend, dem Schutze eines ihnen bekannten älteren ?.annes anvertraut hatten, kam es nach einem Wortwechsel doch zu blutigen Scenen. Steffan versetzte seiner Frau mit einem Messer fortgesetzt Stiche. Trotz der schweren Verletzungen flüchtete sich die Frau nach dem Hofe, wohin ihr der Attentäter folgt: und sie weiter mit denl. Plesser bearbeitete. Der Begleiter der Frauen trug ebenfalls Stiche im Kopf, der Brust und im Rücken davon. Erst als infolge des Geschreies andere Hausbewohner herbeikamen, ließ . der Attentäter von seinem Opfer ab; Steffan wurde am folgenden Morgen verhaftet. Die Frau hat nicht weniger als 14, zum Theil schwere Verwundüngen davongetragen. Witze über menschliche Ran en gehören zu den .Übeln SVitzW, Daß selche Namenswitze indessen parlamentarisch zulässig sind, hat sich neulich im österreichischen Abgeordneten-, hause gezeigt und kann eigentlich auch nicht Wunder nehmen, seit in einem anderen Parlament Worte durchschlüpfen konnten, wie: .Sie frecher Dachs!" In der Sitzung des österreichischen Parlaments hätte' übrigens das Schicksal selbst vorgearbeitet, denn auf der Rednerliste in der Berathung her Professorengehälter standen nach einander die Namen der Abgeordneten Kurz. Dyk. Lang. Als Generalredner wurde Kurz gewählt, und der Präsident Frhr. v. Chlumecky bekundete: Dann, meine Herren, - empfehle ich Ihnen, nicht dick, nicht lang, sondern kurz zu sein!" Große Heiterkeit im ganzen Hause. Ein ähnlicher Zwischenact ereignete sich einmal in der bayerischen Abgeordnetenkammer, als eine Commission von drei Mitgliedern zu wählen war. Ein . vom Schriftsührer verlesener Wahlzettel lautete auf die Namen Hahn, Huhn und Henle. Ob dieser Hühnerfamilie ebenfalls schallende Heiterkeit deö hohen Hauses. Nur hatte dieömal nicht daö Schicksal vorgearbeitet, sondern ein, durch seine guten. Einsalle bekannter Abgeordneter, dem bei Erzeugung dieses Hühnerwahlzettels auch noch eine höchst gelungene Zusammenstellung der politischen Sgattirunn c:lu
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daßurch ein vernachlässiakes Magenleiden f&iVösitäi9 degleitet ron Hsvfschmerzen entsteht, cine weitere Vernachlässigung erzeugteberlcidcn und schließlich wird das Blut tn" Mitleidenschaft gezogen Jeder weiß oder sollte es tvisscu, daß Dr. August Ikoenig's , Hamburger Tropfen ein unfehlbares Mittel gegen obige Leiden ist.
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