Indiana Tribüne, Volume 20, Number 115, Indianapolis, Marion County, 12 January 1897 — Page 1

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Lditorielles. Der gegenwärtige industrielle Aufschwung in Deutschland macht in der ganzen Welt von sich reden. Hören dir hier einen Bericht speziell auS Sachsen. AuS Dresden wird vom 22. Dezember geschrieben : Die sächsische Volkswirthschaft kann daS vergangene Jahr dick unterstreichen. Seit langer Zeit haben die sächsischen Großgewerbe nicht unter dem Einfluß so ausgezeichneter Verhältnisse, wie in den lehten zwölf Monaten gestanden. Kaum ein bedeutenderer Zweig war ohne günstige Beschäftigung. 3n einzelnen Gewerben steigerten sich die Aufträge von Monat zu Monat. Schließlich erreichten sie .einen derartigen Umfang, d.ß die rechtzeitige Befriedigung der gestellten Anforderungen nicht möglich war, obgleich man sich bemühte, die Betriebe schleunigst zu erweiteren und die Zahl der Arbeiter zu vermehren. Zn einer derart günstigen Lage waren namentlich die Maschinenbauanstalten, überhaupt die Eisenindustrie und einzelne T'ztilgewerbe. Viele von die sen Unternehmungen find schon jetzt für den größten Theil deS neuen 3hreö mit Aufträgen versehen. Die günstigen Zeitverhältnisse haben selbst absterbenden Erwerbözwkigen in Sachsen wieder frische Leben eingeflößt So erfreut sich die Handweberei einer ganz unerwarteten Blüthe. 3n einzklnen großgewerblichen Bezirken ist längerer Zeit eine lebhafte Nachfrage nach Handwebern, deren Löhne zum Theil erheblich in die Höhe gegangen sind. Ueberhaupt stand daö verstossene Jahr in Sachsen unter dem Zei chen deö Arbeitermangelö. 3a fast allen größeren ErwerbSzrseigen war die Nachfrage erheblij. Die Folge davon war eine bemerkenswerthe Steigerung der Löhne, mit der jedoch die Steigerung der Waarenpreife in manchen Großgewerben nicht Schritt gehalten hat." Auf der anderen Seite scheinen in Amerika die Verhältnisse sich eher zu verschlechtern als zu verbessern. Die erwarteten besseren'Zeiten find sicherlich bis jetzt nicht eingetroffen, und einstweilen ist eS sehr problematisch. wenn sie eintreffen werden. Zur Zeit sind die Klagen über Geschäfts-und Arbeitslosigkeit noch so allgemein wie ie. Der Unterschied zwischen der geschäftlichen Lage in Deutschland und der in Amerika ist im Augenblicke deS halb sehr interessant, weil wir kürzlich eine Wahlcampagne gehabt haben, in welcher als Ursache der schlechten Zei ten die Goldwährung und daS ungenügende Quantum vorhandenen Gel deS bezeichnet wurde, und weil diese Behauptung auch heute noch als Ur fache dafür erhoben wird, daß die schlechten Zeiten andauern und die besseren nicht kommen vollen. Nun erwägen wir einmal die That sache, daß in Deutschland. seit etwa einem Vierteljahrhundert die auSschließliche Goldwährung herrscht, daß die Zirkulation von Silbergeld eine nur sehr kleine ist, daß die Geldzirku lation etwa fünf Dollars weniger per Kopf beträgt, als bei unS, daß Deutsch land durchaus nicht die Clearinghaus facilitäten befitzt wie wir und daß daS Oiro- oder Checksystem durauS nit

so allgemein eingeführt ist. wie bei unS, kurzum, daß die Uebel, von denen man behauptete und behauptet, daß sie bei unS die Ursache der schlechten Zeiten seien, in Deutschland in weil größerem Maße vorhanden find, als bei uns, und daß Deutschland einen geschäftlichen Aufschwung erlebt, wie er sust in ker ganzen Vergangenheit des LandeS noch nicht ccuewesea ist. Nun fragen wir : Ist es möglich, daß ein 'und dieselbe Ursache, also Goldwährung und Knappheit der Zrkulationkmittel in Amerika alle Geschäste niederlegt und in Deutschland alle Geschäfte in ungeahnter Weise hebt ? Ist daS möglich und wird die ewige Wahrheit, daß gleiche Ursachen auch gleiche Wirkungen erzeugen in diesim Falle zur Unwahrheit ? Sollen wir dafür setz : Gleiche Ursachen ungleiche Wirkungen ? Kann Hitze dieselbe Sache einmal trocknen und ein ander Mal nassen? Kann daS Aufhören deö HerzschlagS in dem einen Falle tödten, in dem anderen Leben erwecken ? Wenn n'cht, dann zeigen doch wohl die angeführten Thatsachen aufS Eklatantefte, daß die GeldwährungöverHaltnisse weder mit dem allgemeinen Aufschwung, noch mit dem allgemeinen Niedergang der Geschäfte etwaS zu thun haben, denn sie können nicht in dem einen Lande daS eine, in dem andern

Lande daS andere erzeugen und jene gelehrten VolkSwirthschiftler, welche die Welt von Grund auf durch Aenderung am Gelde herbeiführen wollen sind doch wohl ad absuräum geführt. Brfjliiödjiidjteii. Inland. Wetterbericht. Schönes Wetter heute Nacht; wärmer, mit zunehmender Btwölkung und möglicherweise Regen oder Schnee om Mittwoch Höchste Temperatur innerhalb der letzten 54 Stunden 32 Grad, niedrigste 21 Grad. AuS dem Eongreß. Washington, D. E , 11. San. " Die Bill für die Fandirung der pecifischen Eisenbahnen' wurde im Hause mit der entschiedenen Majorität von 66 Stimmen verworfen.. Die Freunde der Vorlage, welche biS zum letzten Augenblicke die Annahme der Bill vorausgesagt halten, waren durch die Größe ihrer Niederlage überrascht. Repräsentant PowerS, der Vorsitzer deS Comites für die Pacisic Bahnen, stellte, nachdem er sich von dem ersten Schreck über seine Niederlage erholt hatte, den Antrag, die Llll an das Komite zurückzuverweisen und sagte, die Mitglieder deS HauseS wären alle sür eine Schlichtung der Angelegenheit, sie wären aber augenscheinlich gegen daS Prinzip der Maßnahme, die sein Komite eingereicht habe; er glaube sein Komite solle eine Gelegenheit haben, eine andere Bill zu entwerfen die annehmbar erscheinen würde. Gegen diesen Antrag wurde eingewandt, daß er außer Ordnung sei, auf Ersuchen des Sprechers wurde aber heute über den Punkt keine Entscheidung gefallt. Repräsentant Powerö sagte heute Abend, er wisse nicht, was nun geschehen werde; er sprach aber die Hoffnung auS, daß ein anderer Versuch gemacht werden würde, um eine Bill zu pasfiren. Die Gegner der Bill jubeln und sagen, daß daS heutige Votum das Schicksal aller Plane sür Fundirung der Schulden der Bahnen für diese Session besiegele. Nachdem die Bill erledigt war, wurden die ArmeebewilligungSbillS und mehrere andere unbedeutende Bills passirt. Die Armeebill bewilligt $23, 126,344, oder 5165.558 veniger als für das laufende Jahr bewilligt waren. Als der Senat heute zur Ordnung gerufen wurde, waren 20 Mitglieder anwesend. Senator Bäte (Oem., Tenn,), unterbreitete eine gemeinschaftliche Resolution, durch welche der SchatzamtsSekretär inftruirt wird, Angebote für den Bau des R?gierungSauöstellungSgebäudeS für die Ausstellung in Tennessee einzufordern und Kontrakte dafür abzuschließen. Dieselbe wurde angenommen. . Auf Antrag deS Senators Hoar wurde beschlossen, die HauSbill für ein Bankerottgefe auf Nontag, den 25. Januar, zur Berathung anzubersutn3

Senator Mills rief seine Resolution auf, in welcher erklärt wird, daß die Anerkennung einer fremden Regierung Sache deS CongresseS fei und daß die Cz'cutise, wenn der Covgreß die Nothwendigkeit einer Anerkennung beschlössen habe, mit dem gesetzgebenden Zweige der Regierung gemeinschaftlich handeln soll. Die Resolution erkennt ferner die Unabhängigkeit Suba'S an und bewilligt ZI 0.000 Salair für einen Gesandten nach Cuba. Senator MillS hielt eine längere,' auf Cuba bezügliche Rede.

C i n internationaler SchiedSgerichtSvertrag. ' Wash i ng t on,11.3an. Sekretär Olney, im Namen der Ver. Staaten und Sir Julian Pauncesote, als Vertreter GroßbritanienS, unterzeichneten heute den neue Vertrag, durch den die beiden englisch sprechenden Nationen sür die Dauer von fünf Jahren übereinkommen, Frieden zu halten und ohne zu den Waffen zu greifen, alle möglichen Streitfragen einem SchiedSgerichte zu unterbreiten, jedoch mit der Ausnahme, daß keine der beiden Nationen ihre Ehre oder Würde dem Urtheil desselben unterwirft. Der Vertrag besteht auS 12 Artikeln und würde im Druck ungefähr eine Zeitungsspalte ausfüllen. Einer der letzten Punkte, der noch zu entscheiden war, war der, daß König OScar von Schweden und Norwegen als schließlicher SchiedSrichte? fungiren soll, im Falle die anderen Mitglieder deS ArbitrationSTriburalS sich auf kein letztes Mitglied deS Tribunals einigen können. Die Annahme deS Königs und daS endgiltige Uebereinkommen über jene Einzelheit wurde erst am Sonntag Abends , zu später Stunde nach Washington gekabelt und selbst dann noch blieb ein kleiner Punkt zur Anerkennung des britischen Auswärtigen Amteö übrig. Heute Morgen um 11:20 beseitigte ein Kabelgramm deS Lord SaliSbury tiefe letzte Frage und damit war der Weg frei für die formelle Unterzeichnung deS Dokumentes. Sekretär Olney überbrachte daSselbe nach erfolgtet Unterzeichnung dem Präsidenten Clevtland, welcher dasselbe dem Senat mit einer Botschaft übersandte. 3n derselben heißt eS zum Schlüsse: Der Versuch, civilifirte Methoden an Stelle roher Gewalt als Mittel zur Schlichtung internationaler RechtSfragen zu setzen, wird unter den günftiqften Auspizien gemacht. Sein Erfolg sollte nicht zweifelhaft sein und die Thalfache, daß seine späteren Vortheile nicht auf die beiden betheiligten Nationen beschränkt bleiben werden, sollte seine Befürwortung um so mehr veranlassen. Da Beispiel, welches dadurch gegeben wird, und die Lehre, welche aus dem erfolgreichen Wirken dieses Bertrageö entstehen wird, werden sich tiefer fühlbar machen, früher oder spater von anderen Nationen benützt werden und den Ansang einer neuen Epoche in der Civilisation bezeichnen. Da ich herzlich sür den Vertrag und daS dadu ch in Autficht stehende Gute eingenommen bin, so zögere ich nicht, seine Uebersendung mit dem Ausdruck der ernsthaften Hoffnung zu verbinden, daß er sich selbst der günstigen Berathung deS Senats empfiehlt. . Grober Cleveland. Viehseuche. Sork, Pa, 11. 3an Auf der Farm von 3ohn D. H. Gentry wurden heute' zehn derthvolle Durham und Jersey Kühe vom Staatöthierarzt Henren wegen Luugenseuche getödtet Mehrere andere Farmer ließen ihre Heerde untersuchen und eS werden noch mehr Thiere getödtet veden müssen, weil die Ansteckung, die bis auf eine Herde, welche vor mehreren Jahren von 3ova hierher gebracht wurde, zurück verfolgt wird, sich bedeutend derbreitet hat. - Auf Befehl deS Staatö-Ackerbau-raihs wurden IS Stück Rindvieh auf der Farm von Frank D. Chamberi getödtet. Der Staat bezahlt ChamberS $415 für seinen Verlust. ,, - Die CabinetSstellen. Cleveland, O., It. Zag. von yersonen, die darüber Kenntniß zu haben erklären, rr.rd ber Unstet UuSdruck verliehen, dab Senator Cnsan Präsident Ne5i-lk) jun C.4::J

Sekretär ernannt wird und daß er die Ernennung annehmen und dab

Herr Hanna dem Cabinet nicht ange-' hören werde. Eö wird als sicher angenommen, daß H.'rr Hanna als Nachfolger von Herrn Sherman zum Senator ernannt werden wird. Er zieht die Stelle ' jeder. Stelle im Cabinet vor. Wie verlautet, ist Cornelius N. Bliß von New Sork die Stelle deS Marine-Sekretärs angeboten worden, er hat jedoch die Anahme verschoben, um feststellen zu können, ob seine Geschäflöarbeiten ihm die Annahme deö AmteS ermöglichen würden. ES wird mit Sicherheit angenommen, daß General Alger von Michigan Kriegs - Sekretär werden wird. Erd beben in Mexico. ' M e 5 i c 0, 11. Jan. Heute Morgen um 25 Minuten nach 4 Uhr fand in der Stadt Oazzca ein wellenförmiges Erdbeben statt. Der erste Stoß war mäßig, der zweite war aber stark und verursachte große Bestürzung. ES tutstand kein bedeutender Schaden. Ausland. Sozialiften in der belgischenArmee. London, 11 Zan. Der Brüsseler Correspondent deö Chronicle" meldet daß man die Entdeckung gemacht hat, daß in der belgischen Armee sozialistische Clubs allgemein organifirt find und daß 17 Unteroffiziere wegen Theilnahme an denselben vom Dienst suspendirt worden find. Corruption in Italien. Nizza, 11. 3anuar. ES wurden hier heute 82 Personen, darunter der Bürgermeister Sauvan und der Asfiftent desselben, Saldi mit Namen, sowie diele prominente Bürger der Corruption bei den städtischen Wahlen angeklagt Sauvan war zum Bürger meiste? erwählt, die Wahl wurde aber wegen Corruption sür ungiltig erklärt und eine Neuwahl besohlen. Sauvan wurde wieder erwählt und die Beschuldigungen der Corrupzion wurden erneuert DaS Resultat bilden die Heutigen Anklagen.' Die Verhandluvgen werden drei Wochen dauern. Eine Rohheit. I oko ha ma, 12. 3an. 3ndiplomatischen und anderen Kreisen Tokio'S und dieser Stadt herrscht die größte Aufregung über eine Brutalität des deutschen Gesandten, des Barons von Gutschmid. ES scheint, daß der Gesandte, als er sich auf einer Ausfahrt befand, einen japanischen Studenten, der ihn in keiner Weife herausgefordert hatte, mit der Peitsche in'S Geficht schlug. D:e Zeitungen Verlangen die Abberufung deS BaronS und daS auövärtige Amt Japan'S hat die Sache aufgenommen. oqM.naqriyten. Angekommen in: Neapel:. Fulda" von New Sork. allerlei. Auf den Gletschern deö Mount Elias ist eine neue Bärenart entdeckt worden. Die Jäger nennen ihn den, blauen oder Gletscher-Baren. Wissenschaftlich führt er den Namen Ursus Emmonsus, nach seinem Entdecke?, dem Lieutenant Emmons. Sein Fell ist ähnlich wie das des SilberfuchseZ. Er hat einen bläulich-schwcrrzen, mit weißen Haaren durchwirkten Pelz. Am Kopf ist daö Fell lederartig. D Klauen dleser Bärenart sind klein, aber sehr sckarf. Baltimore hat das Verdienst, den ersten KanarienvogelZüchterverein in's Leben gerufen zu haben, und zwar sind es Deutsche, die sich dieser Sache angenommen haben und in der kurzen Zeit des Bestehens des Vereins sehr gute Resultate erzielten. Dieselben wurden auf einer jüngst abgehaltenen Ausstellung, welche die erste ihrer Art war, zur Anschauung gebracht. Es handelte sich , bei dieser Ausstellung nicht um gewöhnliche Kanarienvögel, sondern nur um 5xemplare, die einen ganz besonders reinen Schlag besitzen, also nur um die sögel.annten AndreaZberger". Man hatte nämlich früher geglaubt, daß solche Vogel überhaupt nicht in Amerika gezüchtet werden können, und eineHauptaufgäbe deS Vereins ist es, daS Gegentheil dieser Annahme zu beweisen. Interessant ist die Thatsache, daß auf U7.ser:ui Ccntinent nur uoÄ ein tiziu

rer .Aerem. der die gleichen Ziele verfolgt, in Toronto, Canada, existirt. Frl. Elizabeth Smith, Tochter des wohlhabenden Bauunternehmers Charles F. Smith von Rorwalk, Conn., hat ihr Verlöbmß mit dein jungen Kaufmann Elmer Merrill, von Staten Island, N. Y., abgeKrochen, weil im Traume ihr wiederhott ein Engel erschienen und sie vor der Heirath gewarnt hat. Sie weigert sich entschieden, den Bund sür's Leben mit Merrill einzugehen, und ist fest überzeugt,, daß der Traum in Erfüllung gehen, die Ehe eine unglückliche werden würde. Vergebens bemüht man sich, der Braut den bösen Traum auszureden. Auf das 20jährige Mädchen hat die übersinnlicheTraumerscheinung einen tiefen Eindruck gemacht. Vor einem Monat kam der jungen Braut in dieser seltsamen Weise die erste Warnung". und später wiederholten sich diese Traumgebilde, die sie, frommen Sinnes, als eine Schickung des Himmels ansah. Ihrem Bräutigam, der häufig von Staten Island auf Besuch kam, vermochte, sie nicht mehr mit der alten Herzlichkeit entgegenzutreten, der böse Traum beängstigte sie fortwährend und trieb sie endlich zu dem Entschlusse, das Verlöbniß aufzuheben. Sie erklärte ihrem Bräutigam, sie liebe ihn nicht mehr und würde in einer Ehe mit ihm unglücklich werden. Gustav Johnson in St. Mary's, Pottawatomie County. Kan., hat , ein merkwürdiges Testament hinterlassen. Demselben zufolge erhält seine Wittwe dieHälfte seines gesammten Nachlasses, falls sie sich wieder verheirathet. oder die ganze Hinterlassenschast. wenn sie ledig bleibt. Mit einem absondernchen Vermächtniß ist die Wärterin der Frau Lucretia Estev bedacht worden, die jüngst zu Head of the Bay. Rockland. V!e.. im Alter von 101 Jahren gestorben ist. Dasselbe besteht aus einem Topf Butter, den die Verstorbene siebcnundzwanzig Jahre in ihrem Koffer aufbewahrt hatte. Die Finanz - Dynastie Heme hat ihr ältestes und reichstes Mitglied verloren. Frau FurtadoHeine. Sie starb, 75 Jahre alt, auf ihrem Schlosse Roquencourt, in den Armen ihrer Tochter, der - Herzogin von Rivoli, verwittrreten Herzogin von Elchmgen. und ihrer Enkelin, der Prinzessin Joachim - Murat. An ihrem Grabe trauern außerdem noch drei Enkel, der Prinz de la Moskowa, der Herzog von Elchingen und der Prinz von Rivoli; fünf, Enkelinnen, ein Neffe, der Prinz della Nocca und eine Nichte, die regierende Fürstin von Monaco, verwittwete Herzogin von Richelieu, geb. Alice Heine. Von so viel Glanz und Ehre hätte sich der Dichter Heinrich Heine, der Vetter ihres Gaiten. nicht träumen lassen. Die Verstorbene besaß das Officierskreuz der Ehrenlegion, das außer ihr nur der Malerin Rosa Vonheur zu Theil ward. 200 Millionen Francs betrug unoefähr das Vermögen, wel ches ' der Gatte, Charles Heine, ihr hinterließ. In Zürich hat die.AnWesenheit zweier MünchenerCriminal Polizisten, die zur Eruirung einen Häftling dorthin gebracht hatten, der dortigen Behörde einen guten Fang eingetragen. Die beiden deutschen Polizisten spazierten, begleitet von zwei Züricher Polizeibeamten, den Limmatquai hinunter. Plötzlich stand der bayerische Commissär, Herr Bossert, auf dem Trottoir still und beobachtete einen Augenblick einen Fremden, der vor einem Gold- und UhrWaarenladen stehend, sich mit intensiven Studien zu beschäftigen schien. Nur einen Augenblick, dann flüsterte Bossert den. Züricher Polizisten in's Ohr, trat auf den Fremden zu und klopfte ihm gemächlich auf die Schulter. Der Mann drehte sich um und schaute erbleichend v?m bayerischen Criminalbeamten in das Gesicht. Der letztere hatte seinen Mann erkannt. So, so, Meister Lampel, geben Sie auch in der Schweiz Gastrollen? Es gefällt Ihnen gewiß hier in Zürich außerordentlich. wohl besser wie in München?" Lampel, gewesener Photograph von Schreibendorf, geboren 1853. berüchtigter Banknotenfälscher. Einbrecher und Hochstapler, drehte sich um und wollte, die Antwort schuldig bleibend, sich der unangenehmen Begegnung entziehen. Pressirt'ö denn so sehr?" meinte Bossert und winkte seinen Züricher Begleitern. Lampel brauste auf. Sie dürfen als bayerischer Beamter mich in Zürich nicht verhaften." Das thu' ich auch nicht; aber die zwei Herren da sind schon so freundlich und werden Sie begleiten." In diesem Moment legte sich die schwere Hand eines Züricher Polizeibeamten dem Burschen, der sich so sehr für das Goldlager interessirt hatte,aus die Achsel. So ganz en passant war ein abgefeimter Gauner der Polizei in die Hände gefallen. ? Hl - Oalzfluß tritt oft auch bei kaltem Wetter, die innere Hand ergreifend und andere Körpertheile Hood'S Sarfaparilla, der große Blutreiniger heilt Oalzfluß. -

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