Indiana Tribüne, Volume 20, Number 113, Indianapolis, Marion County, 10 January 1897 — Page 2

Alte Lievc.

n r r I w a . . tvi fVf4ilifif inm VntfTti4v WftWlftS t"fW 'i1"' 3VL & cbierhraxi?e Scfe war eigmtlich noch lein aucr iicann, xaum iu vidci oie iravi . n t pazen eines Lebens cuf der Älrancy. fcic Hitze des glühenden Somvurs und lt Blizzards im Winter hatten selbst seine roousie isqiracijeu eirocs segm tert. obwohl ihm das auf ien ersten Blick nicht anzusäen war. denn scinr srf.n n i T r f c. cwuiifcge ue-pau iicno cuy Füßen und seine Faust glich einein Cchmiedehammrr, so ha'.und mächtig war sie. Abii wenn Jäke Betz auch innerhalb Ux 15 Jahre, die er im Wezien zugeoracyr rpanc, zum iciajcn Mann geworden war,denn seme Ranch gab an Ausdehnung nur wenig einem em,cyen gurjtenlyum nacy uno oie eeroen moer. oie varaus graben, waren auf int Stockyards m Kansas City nicht Kr 5100.000 zu haben geesen. soTvar er doch nicht glücklich.! eine irrncn ciauncn 'augcn cuaicn i trübe, und das Lächeln hatte er seit Jahren bönahe verlernt. Die Cowys dn ganzen Mmgegend wußten. m o oi m - UTi . l 5 . 1 CTf f-. . k?as aes roictcrn iiuuim am w zm fraß. ES war eme alte Liebe. erginazen lemimeniaien ummer 1 r i i . I sinvri Ullln my cncn unici; cn u hen Wamiern "des lernen Westens. Viele ersäufen ',hrm Gram im Whlsley. Ankere suchen ihn durch eine anstrengende, aufretbende Ähatlgkelt zu Tlftittrn ittrn "iit VtiTTfTT annit thfrt , , , j . Jake. Man wußte, daß er m Ohw. .,, fl ...... i

im uyca-sciiwiuuc. vic iyu i Zahrt mehrmals von einem Mann geschmähte und. emm evenbuhier Kelra- sn?n,n d- hitr immxn ffss

thet. Das war's, was ihn fortgetrieben hatteaus der Heimath, fort nach dem westlkchen Kansas. wo lhm das I 199 AlA4lli - M 5 ntAlitf 3 V .l i c t BI kinen so Angewohnlichen Erfolg gehabt, baß er kaum rm , Alter des gereiften Mannes, schon -m Vermögen anger , , ,, rr iii ' IrZ ZtS:; ? ? ,f 9 Ä Ü?, rsr J ',, 5r Aber wiechatte er sich auch geplagt, wre war .sem-einziges Dichten und Machten. Sommer und Winter. , mt v I Vttitt Mithitm I 11:.: kV. " v..' ' "l c I t - I S7?U rfÄ.a.ea.r nui wenig icmc oer eioencqaslen, . ' r.; rjtn I die seine Cowboys von Zeit zu Zeit erfaßten wie ein Cyclon und sie nicht eher ruhen Ireßen, als .bis der letzte Goldvdler in id Countystadt, im sündigen, geräuschvollen Blackwood, hängen geblieben loar, keine dieser Leidenschaf 1 tAn C.r..ti .. I Z,7.,7,,. H.!.!.! ÜUern Bindn g.w.km - grßmü.hig .v.v i und nachsichtig, und sie'liebten ihn da für ouch mach ihrer Weise,' die nicht die Weise , des -ruhigen, moralischen, lang weiligen Ostens 'ist. Einmal, als KIfimo OJK" ' ixt V" t- frfi sitmtt WZil Kevolver auf Ja abgefeuert hatte da Jke Satterlee. em .-graubartiger Veterane dn westlichen 'Ebene, dazwischen gesprungen und hatte die Kugel ? die e gene Schulter empfangen. " o" a, r r fLl t Ja. lte lieotcn trrn, vtete rauhen, ro- l n G'stllm und wehe ;dem, der ein Saar semes Hauptes gekrümmt hatte! rx 44 4 u 4 k Vmi tP lllMl uu Uk " VUlU 3 Und fo waren 'sie auch jetzt alle sehr trübe gestimmt, .-als es .bekannt ward, T. . r. x m i r v-i . . r I aie eg ine ittancy verrausl yai uno zurua ,'woule nscy oern Osten. Schon heute Ifollte '.die Abreise sein.. Jake wur. mm 'sich .der ihm peinllchen Abschiedsscene zu entziehen, bei Aüiauzn Tougermen nacy oer nächsten Bahnstation, .die :bei .Roundup liegt. Jetzt nar's schon 6 Uhr sruy. uno er uranie coon einen auien rvt v r orr.; " , , f. qcu u seilen zurullge.egi yabm. H. Aleck Brown. Jke atterlee. Bill Woods und Sam teele standen auf rem o-se vor ttm Nanchhause, und unterhielten sich viißmuchig Äber den juenuu ses otz . So'nen guten kriegen wu:me wieder!- meinte Bill, ändern .er seinen grauen Sombrero ans die Erde warf, (Tttf it A(MxtnM'&..(i m!r. I , 4 u-w. uvt-tat.iiiup sen's eben nehmen, kne'L ommt V - V r jt.' -tu r i -v . y r Bauc ck: , a$iz ee Pyuoopylia). In diesnn Auoenbllck flehen sie meinen I kleinen Jungen angekusm kommen, quer uoer mt raiTTc war cm Vanz kleines Lürschchen. lmnn 10 Iahalt. aber er lief wie tm Mrhund. Wo der klöne Kerl nur heilommen inag i a knun en- oiS)t squaliers wier .hier hernm sei', murrte Aleck B?own. - ' Na. uns tecn's jetzt gleuh sein", erwiderte Jke, Jba der neue Boß Zs Idoch noch nicht ds ist." Athemlos stand der Kleine jetzt vor en sonnverbrannten, wilden Manrurn. Mit einer Hand wischte er sich du, Staub und die thränen aus den Akzen, mit der anderr hielt er zitternd ,cicn zeriniuien ur uno emen tel. . Bitte, bitte!" konre er nur noch roiöpern. i Der alte Jke nahm ih den Zettel j ftf im Vi In 2 Vit VtATifF fmtt-in ntfrrbtl I ' " "k '"i Vli5 sjvv' i ten Worte mit augenschnlicher Mühe. I l m C- Vjs:Ci L!. I I Die Handschrift war die einer Frau. Derjenige, in dessen H5?.be dieser Zettel gelangt.wird von einer ?flosen, kranken Frau, die sich auf der" Aeise nach dem Osten befindet, gebeten, ,khr einen Arzt so schnell wie möglich z.u rschaffm. sonst muß sie stnben. Wein ) float i Alice Dyk. Der Träger ist

E?ifS? .r'Tr ü Sache einmal ansehen. Etwas Chinin labe ich mit. Vielleicht hilft das was. einmal won vorn ansangen konnte. n w

ntm einziges Kind. Habe MUIeld mit mtmtt Lage, Fremder!

I v Vltlk . & W tuuv vttlvti .uivitivit I I To- nlt V tni irrm flsDnmmf tnboß da. Dann gab er den IS..., .. . . , jjw roeiter, UNO )it cut iatTi 15. Was sollen mir an" frna 3tc. ?raaen wir den Ttxmntn fr. faate I . -vw Mg. Der aab Bescheid, so ant rr konnte. Sie waren vor 3 Jahren nach Oklaha Ua gekommen, damals als der Boom' war und das Land zuerst besiedelt ward. Aber s 5tten ki Glück ae hbt. Der Vater ivar vornem Jahre I ' . ' von einem streitsüchtigen Nachbar er Rossen worden die Zwei kleineren Ge swister warm am lieber aettorben. und jetzt hatte Äle Mutter den Claim" aufgegeben unD befand .sich mit ihrem zig überlebenden Kind auf dem ückweae narh dem Osten: nack Obio sollte sie. wo sie noch Verwandte und Freunde hcifcc. Aber nun warf Uanf geworden aus dem Wege. Ihr Nlanwaaen. htr etwas 5ausaerätk unb sonstige Habe enthielt, stand eine halbe Meile entfernt, mitten auf der rainc. mic zvs. hhi t'mt Mutter? Tua bf, str c., bsl toatzt entsann, der Name des Weibes, r i r r das einst Jak Betz verschmäht hatte, cst tattit htT mursck. . h. bitte, bitte, helfen Sie uns WJ V I O" 1 7 lassen Sie meine Mam nicht stehen-, M (x jetzt mit Herzbeweglicher Stimmt xit Mutter sonst keine Freunde, mein kleiner Mann ich m . nistn IsTPTTTTTTT n TlrrnrT n I S ITT 3 1 ntn C ........ ......W lWl ... W,.' . e,,. fm.i ' Niemand freilich hat sie auf der sein soll Jake Vetz heißt er aber sic weinte immer, wenn sie den Namen aussprach. And sie sagte, sie dürfe, ihn . . ' 1 ' ' . ' 1 Nicht um Hilfe bitten." g hm machte der alte Jke.wähtmg tnm der Freude aus seinen .w. VrtJS I vuvt wii hiuuui vuuv uuiw W dieser Mann - bist Du sicher, mein Junge? Ganz sicher ich habe den Namen . . S- rt2 toe;b diesem Gentleman hier" - ' er deutete auf Bill Voods. - rasch zu Deiner Mutter nitm und mir die UUV VUlltl IWUVII IVU ViUU tljlt UV Üü . - bringe ihn HI. Eine hnlbe Stunde später befand sich der lte Jke. mit Bill Woods an seiner Seüe.aus vm, ött nach Roundup. Die Beiden ruten emcn langen, schwingen'den Gallop, wie ihn die Mu"iviimmvui öuuv, tuii. iviti vic stangs'don Kmsz d ganzm Tag aushalten tränen. Um 3 Uhr Nachmittags kam ta Zug rn Roundup an auf v. nn.. rnm cvÄÄ ra.i. i " ,.'7 " ten dort eintreffen vor der Ankunft des vvnMyvi w-mv qm (JM7 V 4upp Zuges. Es war tm böser, langer Ritt. Der Weg über tte Prairie, die im Sonnenbrande wie ausgedertt dalag, war staubig und heiß, und der Durst ' v . I'hafbm Aber sie q,T. v.,.' 7 raAJn : q: tl " 'X.rs L! 'mer ihremZielezn. ohne Rast. Jetzt te sie im noch eme halbe Meile iitnt rf titlrrr Ahr Tit IWftitT Vnrr uw wib wuuu ivuiut .TfAnnff .r .i,, m den Flanken. Da ertönte der gel. ,tnbt pfiff btI Locomotive. Die Zwei .... ' ' V . . blickten sich an dann stießen sie ih I rin MuNanas ht TrfrnTfrn ßhnrm in die Weicken. und wie der Wind aina's auf das kleine Städtchen zu. und wie . ' J eine wilde Jagd rasten sie durch die lanae. ruü ae Wrake. die nack dem Depot führte Der Zug setzte sich eben wieder in Bewegung, aber der alte Jke sprang schnell hinein in den lange Wagen und kam im nächsten Augenblick mit einem Anderen heraus, den er hmter sich hersckle ste und mit dem er von der Nlat II' ' form sprana. Es was Ttalt Bek. Eine Stunde später ging's wieder zurück. Aber diesmal waren noch zwei andere Manner rn der Eavalkade. Der eine davon war Dr. Vwncie, der einzige Arzt des Stadtchms, der andere altx war Bill Woods unbekannt, er hatte aber ganz das Benehmen und das Aussehen eines Geistlichen. Als die kleine Reiterschaar spät in der Nacht vor dem Planwaaen kielt, in dem die Kranke ruhte, da sprang der erf-i r je. t o . ri.vi. r i.jticxnc iaU) qiiauz xaio ueme ueg 'kampfbereit hin zum Schutze seiner I . .' 7 - ' y. .' . - 'Mutter. Der atte Jtt beruhigte lyn aber schnell. Die Kranke emvsina den Besuck des Arztes mit Fassung. Er fand sie auf der Besserung und hinterließ ihr einige seiner Medikamente. Dann aber atte er eme kurze, aber inhaltreiche UnterHaltung mit ihr. Und plötzlich hörte man durch die stille, kühle Nachtluft ei nen Freudenschrei. Er. kam aus dem Jnmrn des Wagens, und einen Momerkt später stand Alice Doyle. zitternd und 4zoch voll Jubel, vor dem Manne. der sie so! viele Jahre geliebt. . Und um's turz zu machen, will ich nur noch erwähnen, daß hier inmitten der endlosm Prairie, d tiefblaue Himmel zmd die funkelnden Sterne als einzi. ger Alters Jake Bch und Alice Doyle tit dem Geistlichen getraut wurden, Seute xt Alice Betz eine alückltrablmde. . blühmde Fra. und Jake sieht nicht mehr - melancholisch - aus seinen Augen. In dem hübschen Ohioer i.nA Via2 Ktjm. .mI.. : xsiuuiutu, iuv iuj uu )uui uuytjic dlt hat, galten sie allgemein als das jim.i..r . r . r jr rr Y . Modell eines glücklichen Ehepaars. Erklärlich. Aber. Freund! Wie kannst Du nur mit der häßlichen mm . ' m" . ' - Tochter uns res Schulzen handeln?!ttfv f t r "j ? n paot öanDttf Mark EehaliZzulage kiliebm!' . ,

Aas Vrockengcspmfl. Eine heitere Ceschichte von A!i?m Römer. Na, Kinder, nun vertragt euch gut; veolauft euch nicht wieder, wie vorgestein! Immer hübsch auf dem Wege bleiben und räch den Schildern gucken, danu kann so etwas mchj vorkommen hier im Harze! ..." Morgen Abend mit dem letzten Zuge komme ich zurück! Ihr braucht aber nicht aufzubleiben, ich will mich schon zurecht finden! ... Adieu, Mutter und laß dir die Zeit nicht lang werden!" sagte Abschied nehmend der Justizrath Linder zuFrau und Töchtern, mit denen er dies Jahr e Sommer in Wodenstein verbrachte, um die frische Harzluft dort zu genießen. Adieu, Papa!" erwiderte die ältere der beiden jungen Damen, ein schlankes, blondes Fräulein von neunzehn Lenzen, deren tiefblaue Augen ein wenig verträumt in die Welt lugten. Und dabei bot sie ihm den feingeschnittenen Mund zum Kusse dar, während die jüngere, ein blitzäugiger Backfisch in

des Wortes verwegenster Bedeutung ihm burschikos auf die Schulter klopfte und dabei rief: Bring uns was schönes mit, Väterchen! Rutsche Nicht m emen? Ab gründ und grüße das Brockengespenst bestens von mir! Verdrehtes Mädel!" lachte der Alte. Jch werde es dir einmal über den Hals schicken, damit du das Grusein endlich lernst!" Topp!" rief sie keck und hielt ihm die Hand zum Einschlagen hin. Aber Wort halten, ich will, es schon aeouhrend empfangen!" . Plötzlich aber lief sie an eines der kleinen Harzer Schiebefenster, die sich nur schwer durch die modernen Angelfluael verdrängen las sen, ließ es emporschnellen und sagte: Kmder, still, es wird was ausgeru sen!" Der Schall einer Glocke drang da rauf herein und alsbald verkündete die Stimme des Gememdedieners: Es wird hiermit bekannt gemacht: Heute Abend :m Garten Zum romischen Kar ser Concert von der Silberthaler Berg kapelle. - Danach: Kurball. Anfang acht Uhr!" Kurball ist ausgezeichnet!" meinte knurrend der Iustizrath. Soll das heißen, daß die Kurgäste dabei beson dere Erholung finden? Oder bezieht sich das auf die drei Wölfe im Frack, die den zehn Lämmern dort die Couv schneiden?" Isolde, die ältere, wurde sehr roth bei diesem satirischen Ausfall des Alten, Ernestinchen that jedoch, als habe sie den Smn semer Worte gar nicht verstanden. Da dürfen wir doch hin, Papa? erkundigte sie sich. Ihr untersteht euch!" sagte der Alte barsch. Ohne mich geht ihr zu keinem solchen Veranuaen! Em s allemal! Ich habe das Geliebele und Geschmachte satt, das dieser derwünschte Roland Isolden auffuhrt! Vor mir fürchtet er sich wenigstens. Aber wenn ich nicht dabei bin, so weiß ich ganz sicher . . . Aber Papa! Das Concert könnten wlv doch wenigstens . . . Nichts da. Ihr bleibt zu Haus! Daß du dich nicht breitschlagen läßt. Mutter! ... Und nun lebt wohl!" Damit verschwand er. Rabenvater!" sagte erbost Ernestinchen. Aber Erni!" tadelte die Mutter. Ach was. Das ist er doch nun einmal! Ich verbiete dir, Erni ..." Ja doch, ja doch, Muttchen. Sei nuv wieder gut. Hier hast du auch einen Kuß! . . . Und nicht wahr, wenn lch dir verspreche, demen guten Alten, der uns leider nur immer wie Babies behandelt dich nicht, ausgeschlossen, große Mama! wenn ich also unsern guten Papa Nie, Nie wieder RabenVater" nenne, dann gehst du doch mit uns zum Concert, nicht? Und was sage ich zum Papa? Ach. der hat das bei seiner. Brockenkletterei bald vergessen !" Kinder. Kmder! sagte die auther zige Frau Justizrath nur noch, als auch ein bittender Blick Jsoldens so recht warm und eindringlich zu ihr herüberflog . . . Abends um Acht aber war sie rich tig mit den beiden hübschen Geschöpfen im Garten Zum römischen Kaiser . . . Der erste Theil des Concertes war noch nicht zu Ende, als ein . lebhafter Windstoß die eben entzündeten bunten Lampions in's Schwanken brachte und etliche der Lichter davm verlöschte. Am Himmel war schnell ein Wetter heraufaezoaen und em ganz respektab les Donnergrollen strafte das Hörner quartett. das gerade so recht gefühlvoll und schmelzend Ueber allen Wipfeln ist Ruh" in den Abend hinausblies. schnöde Lüaen. Noch war kein Regentropfen gefallen: aber wahrscheinlich wurde das nicht gar lange mehr dauern.. Die Zuhörer brachen daher schleunigst auf. Die Näherwohnenden eilten nach Hause: die anderen folgten den Musikanten in den niedlichen Saal, den der Kaiserwirth durch emen geschickten Umbau aus emer alten Scheune gewonnen hatte. Em Borraurn war als Garderobe und Büffett einaerichtet. linker Hand war sogar noch em kleines gemüthliches Kneipzimmer erzielt worden. Der Saal selbst war mit blinden Fenstern ausaemalt. die man mit lklliaen Gardinen und Portierenschleier.I dekorirt hatte. An den braungebeizten, schlicht verzierten Holzsaulen prangten snfche Tannenzweiae. Es sah ganz anheimelnd aus, und da nach dem Dache zu ausreichend für Ventilation gesorgt war. so fühlte sich der Rest des Concertpublikurns hier ganz wohl. Der schlimme Roland, ein hubscher jünger Architekt, der wegen seiner Vorsicht. mit der er zeder Erklärung über seine Absichten JsoldeU MenL5,r auö-

Michm-war. sich die volle Ungnade des Juftizrathes zugezogen hatte, war liegen das Ende des Concertes unbemerkt an den ' Backfisch herangetreten und katte ihn durch ein heimliches Zei-

chen zu einer. Unterredung hmausgelockt. Fräulein Ernestme." sagte er draufttti beklommen, was ist denn ' heute mit Ihrer Schwester Isolde?" Was soll denn mit ihr sein?" erklärte sie schnippisch und drehte an ibrer dunkelrotbe. Aopfschleife. Sie wird wohl den Schnupfen haben!' .So!" sagte er gedehnt. Na, den tanzt sie sich nachher hoffentlich weg! Ja, wenn wir hier blieben zum Tanz!" Sie wollten vorher geben? Aber warum dentt? Das Gewitter, hat sich längst wieder verzogen. Draußen ist das schönste Wetter!" Um so eher müssen wir fort!" Ach nicht doch! Sie verderben mir die aanze Freude! Lakt sich denn Frau Mama wirklich nicht bewegen? Ernestine hatte gedankenvoll ihr Zopfende zwischen die weißen Zähne geschoben; eine Unart, dev sie trotz aller väterlichen Drohungen nun schon seit Jahren treu geblieben war. Ich hätte wohl einen Plan!" sagte sie endlich. Daö wäre aber famos!" -rn ... la ... aber im wem nur nicht . . Was denn?" Ach, Herr Roland, ich traue mich ja nicht zu fragen! .Mlan . .. Zwo wir io aileea w r i rvi kante sind? Schon von dev Eisbahn her? ... Immer schießen Sie los!' . Nee. nee Ick bm so schon derschrieen genug wegen meiner sogenann ten Dämlichkeiten, die nach meiner eigenen Taxe allerdings . . Die vernünftigsten Handlungen von der Welt sind!" unterbrach er sie ernsthaft und ohne mit einer Wimper zu zucken. Das ist ganz meine Mei nuna!" Sie fah ihn trotzdem mißtrauisch an; denn auf Ironie verstand sie, sich schon ziemlich gut. Es ist wirklich meine ehrliche Ueberzeugung!" betheuerte er nachdrücklich. Al o, bitte!" Schließlich ist mir das auch schnuppe, Herr Roland!" platzte sie heraus. Denken Sie von mir, was Sie wollen, aber sagen Sie mir jetzt, ob Sie's mit Isolden ehrlich meinen oder nicht! Der junge Architekt wurde roth bis in die Haarwurzeln über diesen forschen fZrontangrlff. Aber Fräulein Ernestine!" sagte er verlegen. Sehen Sie, wie sich Ihre schwarze Seele verräth!" raunte sie triumphirend. Papa hatte ganz recht: 'Sie flattern hier nur so herum! Das wollte ich blos wissen. Und nun bedanke ich mich schönstens für jede Ver schwörung. Wir gehen jetzt hübsch nach Haus, und meinen Plan behalte ich für Mich! Wie schlecht Sie sein können, Fräulein Erni!" erwiderte er lächelnd. Damit Sie aber sehen, daß Ihr gestrenger Herr Papa doch nicht so ganz recht hat, so lesen Sie. bitte, einmal diesen Brief meiner Mutter, den ich vorhin mit der Abendpost erhalten habe!" Zögernd, wie in ein verbotenes Ge heimniß, ließ sie ihre braunen Rehau gen über die engen Zeilen fliegen. Dann aber plötzlich stieß sie einen leisen Freudenschrei aus und faate auf geregt: O. Sie lieber Herr Roland! Wenn ich das gleich gewußt hätte! Aber nun schnell hören Sie meinen Plan! ... Und nachdem sie noch eine Weile sehr roiajng mnemanoer getufcyeit yatten, hielt Roland einen Umgang im Saale ab. sprach überall ein paar heimliche jfc 1 , c , r . w .. Worte, die ein vergnügtes Lächeln und dicken, hervorriefen und nur bei der Familie Linder begnügte er sich, ein paar artigeWendungen über das schöne Concert anzubringen und dabei den Blick tief in Jsoldens Augen zu tauchen. Bald danach erschien Ernestinchen in der Saalthur, ihren dunklen Sommer mantel über den Schultern, von dem das Wasser m ordentlichen kleinen Bächen herunterlief. Sie schüttelte sich, daß auch die Tropfen aus ihren braunen Locken nur so flogen und sagte: Brrrr, Kmder, ist das em Regen!" O Gott," sagte die Justizrätbin ängstlich. Wie sollen wir denn nach Haus kommen?" Es hllft nichts, wir müssen hier bleiben, bis es aufgehört hat!" erklärte Erni. Sei nur gut. Mütterchen! Wir kommen so zung nicht mehr zusammen!" " Aber der Vater!" Der hat uns den Reaen vorn Brocken wahrscheinlich hierher geschoben!" rmcr ' ' laqie oer xul.oi.ang ... Und nun begann der Ball. Roland tanzte trotz ihres kühlen Benehmens die Polonaise mit Isolde,' und als sie endlich auf ihren Platz zurückkehrte, strahlte ihr liebliches Gesicht von heimlichem Glück, so daß .es der Frau Justizräthin ganz beklommen UM s Herz wurde ... Wie gerne wäre sie gegangen! ... Aber in jeder Tanzpause erschienen die Herren am Saaleingang mit triesenden Schirmen und klatschnassem Schuhzeug ... Es mußte ein Regen zum Erbarmen draußen sein!... ' Walzer und Pollas, Mazurkas und Rheinländer lösten sich ab. Es wurde Mitternacht und immer noch schien es draußen zu' gießen. Die Augen wurden ihr schwer. In einer neuen Pause war sie glücklich eingenickt und träumte gerade von einem fürchterlichen Zornausbruch ihres Herrn und Gebieters, der hinter die' Uebertretung seines Verbots gekommen war, da schreckte sie durch eine plötzlich im Saal eintretende Stille aus dem unruhigen Sclumrne?

euf und richtete, wie alle anderen, die verschlafenen Augen nach der Saal thür. Im Eingang aber stand kein anderer als ihr Gemahl, der Justizrath! ... Sie wurde blaß und sing an zu zittern. Da stand er auch schon vor ihr. Aber Dorris." flüsterte er. was soll das heißen?" Ich denke du bist auf dernBrocken?" fragte sie, noch ganz konfus. Es ging nicht. Doctor Mertens verstauchte sich unterwegs den Fuß. Da mußten wir umkehren! ... Aber wie kommt ihr denn hierher?" Die Mädchen quälten so und da bin ich mit ihnen zum Concert gegangen. Weiter wollten wir wirklich nichts. Aber wir sind dann eingeregnet!" Eingeregnet? . . . Bist du närrisch? ... Es ist ja kein Tropfen gefallen!. . . Draußen scheint der Mond und kein Wölkchen ist am Himmel!" Sie sah ihn ungläubig an. Hier hat es gegossen!" behauptete sie. Er schüttelte nur den Kopf. Indessen erscholl eine Stimme vom Eingang her, die er sofort als die seiner Tochter Ernestine erkannte: So ein HundeWetter! . . . Das wird auch gar nicht anders! ... Wir können noch lange nicht nach Haus, Mutti!" Und wie er sich umwandte, tauchte just unter einem pudelnassen mächtigen Paropluie der Lockenkopf des Wildfangs auf. Komm doch mal näher!" rief e? kurz. .Herrgott!" schrie sie auf. Das

Brockengespenst!", und wollte Kehrt machen. Aber er hatte sie schon am Zopfe gepackt und zog sie näher, unbekümmert um den Kreis der doch offenbar im Complott gewesenen Vallgäste. Also es regnet draußen, mernFrau lein?" fragte er ärgerlich Machend; denn der Kobold schnitt ein gar zu drollia-wehrnuthiges Gesicht. Eigentlich:, nein, Papa!" sagte sie kläglich. . So? ... Aber wovon bist du denn so naß? Dein Schirm klatscht ja ordentlich! . O. das war eine köstliche Idee, Papa! ... Daß du auch gerade dazwischen kommen mußtest! Das ha ben wir nämlich mit der Gießkanue gemacht, damit Mutterchen und Isolde glauben sollten, es regne wirkllchSpitz buben!" Du Nichtsnutz!" sagte ergrimmt Papa Linder. Trotzdem ich aus drllcklich verboten hatte . . Ach. Papa." flüsterte sie. Wenn du wüßtest, wie das alles gekommen ist! ... Aber ich kann dir das wahrhaftia jetzt nicht erzählen! Du mußt letzt em Ende machen und recht ver anüat sein. Soeben ist nämlich Herrn Rolands Mutter gekommen ... Sieh nur, da treten sie schon in den Saal! Nun blamire mich nicht auch noch vor der, bitte, bitte . . . Morgen ist nämlich Verlobung!" Teufelsmadel!" murmelte der Ju stizrath und gab sie frei. Und als eine Viertelstunde später einer in fröhlicher Wemlaune das Brockengespenst hochleben ließ, da that er schon ganz vergnügt mit und stieß mit der ganzen eingeregneten Gesellschaft der Reihe nach an . . . Austcrncrvcckcr. Die geduldigen und schweigsamen Austern sind, wenigstens m Baris, au lerlei Mißhandlungen ausgesetzt. Gibt es doch dort eine ganze Zunft von Biedermännern. die sich mit dem romantisch klingendenNarnen Ite8U8citeuT8 d'Imitres", Austernwiedererwecker, schmucken und deren Tbatmkeit dann besteht, die kranken" Austern allabendlich von- den Verkaufsstellen, der Speisewlrtben und aus den Austerladen abzuholen, um sie über Nacht zum mehr oder minder selbstbewußten Sem zu erwecken.' Man thut die arrnen Dinger zu diesem Behufe in BeHalter, die mit künstlichem Seewasser angefüllt sind. . Dort erholen" sie sich meistentbeils von den Anstrenaunaen einer längeren Eisenbahnfahrt und eines oft noch längeren Äafenthalts in schwuler, cigarrenrauchersullter Zimrnerluft und entschließen sich, weitere 24 Stunden mit dem Sterben zu warten, bis Austernspaltrnaschine und dreizmklge Gabel ihrem stillfriedlichen Dasein ein gewaltsames Ende bereiten. Die Resusciteurs" verbinden mit dem beschriebenen Sandwerk meist noch ein anderes, leichteres, nämlich das emes Vernisseur de honiard . Den armen Hummern geht es oft nicht besser, wie ihren Meeresaenossen. den Austern: sie können sich nur schwer an die Pariser Luft gewöhnen, weshalb sie den sruhzeitiam Tod m vielen Zsallen vorziehen. Nun haben sie aber, die unanaenebme Gewobnhelt. bald nach ihrem Ableben den ihnen von der Natur verliehenen schonen Glanz zu verlieren. Der freundliche .Vernis8ir" hat infolae dessen die nicht febr arone Muhe auf . sich genommen, die Leich name mit etwas Oel abzureiben, wodurch ihnen ein natürlicher Glanz wiedergegeben wird. . Es fragt, sich, wer eigentlich mehr zu beklagen ist. die Austern, die man gegen ihren Willen zu neuem Leben erweckt, die Hummern, deren Leichen man übertüncht, oder die guten Pariser, die solches Zeug essen und obendrein noch theuer bezahlen müssen! , I m WeinrestaurantGast: DieseSorte ist wirklich famos!" Wirtb lden Gatt miktrauisck ' be trachtend, für sich): Entweder versteht der nichts, oder er ist am End' der Lump, der mir den Wein geliefert!" Malitiös. Kritiker( zu einern reichen Componisten): Sagen Sie, was kostet. Sie jährlich Ihr Ta-lt

Wutter und Soßw Eine Mze von Hugo Klein. Es war ein kalter Herbstabend mit frostigen Sonnenstrahlen, die um die Dächer der Häuser spielten. In dem großen, etwas nüchtern ausgestatteten Arbeitszimmer des Rath Flemming war es noch, unfreundlicher als sonst. Der Herr Rath war eben aus dem Amte heimgekommen und hatte sich an das Fenster gesetzt. Am Tische inmitten der Stube saß eine alte Frau mit weißem Haar und bleichem Gesicht. Ja, ich werde alt und müde." sagte sie. Indessen Arbeit bin ich gewohnt von früher Zeit. Gern fähe ich Dich versorgt, eine Frau, und liebe Kinder an der Seite, die Dir das Leben schön machen könnten " Laß' das," sagte der Sohn mit einer abwehrenden Bewegung der Hand. ' Warum?" fragte die Mutter beharrlich. Warum foll ich das lassen? Wen Du wüßtest,, welche Freude Du mir damit machen würdest! Der Mann lachte bitter. Freude!" wiederholte er. Besonders, wenn ich eine vornehme Dame nähme!" Nimm, welche Du willst! Mir ist

schon Alles recht," sagte die Alte. So sprichst Du?!" klang es mi leisem Spott zurück. Die Alte schwieg dieses Mal. Ich verstehe." fuhr der Mann, fort. 2)u empfindest auch etwas wie eue Du wärest keine Muttu, wenn Wu nicht versuchen wolltest, gutzumachen. Leider erweist sich aber dieses rnutter liche Gefühl zu spät als das sieghafte. Uno oav lcy 2;r2 nun nrnal sage, da Du doch immer wieder dieselbe Leier spiel t: ich werde niemals v rathen -Warum? Weil ich nicht vergesse 1 Vergangene nicht begraben ta-, wie ich sie liebte! Wie ich . , . r- . sie ueoe: Me rcy sie immer ueoen werde, lieben, bis zu meinem letzten Atbemzua ! Und diese stieß ich hinweg. hinaus in Nacht und Unglück Deines Dunkels wegen. ie isi verdorben und gestorben und ist in ihrem Elend in's Wasser gegangen ! Erscheint Dir niemals ihr Rachegespenst. fchrecklich und furchtbare Hans." bat die Frau leise und weinerlich. sei nicht grausam!" Nun, mir erscheint es, mir." sagte der Mann, indem er schwer aufatymete. .Und mit Recht. Denn nur ich bin der allein Schuldige, nur ich. Was bist Du ihr gewesen? Was erwartete sie von Dir? Nur Feindschaft. . - U.. , i ;c txiw.A Hat sie jüir verlraui, !yr iua in Deine Hände gelegt? Gewiß nicht. Ich . r- .. i t . it. war Ver, oer sie scouizen uno ocnqcidiaen sollte, dem sie ihr ganzes Herz geschenkt. O. über diese unselige . l . r J. . TnI zlunoc. oa rcy micu von jum uuch den ließ und sie von mir stieß!" Ich habe es gut gemeint," sagte ' cfi r " je i - CV X. w... . . oie Jane icguajici. wuu Nicht " Alles wußtest Du!" unterbrach sie der Sohn. Ja, Du wußtest, wie sie mir in's Herz hineingewachsen war. und doch rissest Du sie heraus! Doch wozu in den alten Wunden wühlen ? Sie bluten noch.. ob auch zehn Jahre seit ienem Abend verflossen sind... Noch sehe ich die Aermste vor mir, m ihrer ganzen Schönheit und Hilflosig i l v. -i w r j vi l len, Mil oen ozonoen vurn, ic iuj so liebte, mit den Augen, die in Thrä nen schwammen, mit den Händen, die sie in ihrer Verzweiflung ineinander Y , , ..! geschlungen haue . . . uno icn uey uc ziehen. liefe sie hinausweisen wie eine Magd, weil sie arm war und hilflos! Und die arme Lehrerm ging als ich sie fuchte, fand ich sie nicht mehr. sie verbarg sich vor mir, und nie mehr hörte ich etwas von ihr als bis zu dem Tage, wo die Zeitungen von Elend, Unglück und Selbstmord berichteten ! O !" . Er bedeckte mit den. Händen das Gesicht und schien förmlich zusammenzubrechen. Die alte Frau schleppte sich zu dem Manne, schlang die Arme um ihn und weinte bitterlich. Er ließ sie eine Zeit lang gewähren. Thränen sind ja gut. Mutter," sagte er dann, wenn man überhaupt weinen kann. Doch gräme Dich nicht zu sehr, nicht Dein war die Schuld, auf mir lastet sie, und ich trage den Gram für Zwei." Er begriff nicht, daß sie nur um ihn weinte. Und künftig sprich nicht mehr von Dingen wie vorhin. Sie rütteln Alles auf, was in mir verschlossen ruht, si erregen mich und machen todte Pein lebendig. Laß' Alles ru. hen, laß' versteinern . . . Nur das versprich mir. Mutter. Willst Du ?" Ich will, mein Sohn . . . Ich werde nicht mehr davon reden . Gut ... So wollen wir denn schweigen und unseren Gedanken nachgehen... Schweigen ist das Beste, Mutter!" Es war ziemlich dunkel geworden in dem Zimrnej. Die Frau ging, zu ihrem Großmutterstuhl zurück, manchmal horte man von dort noch ein leises Schluchzen... Der Mann blickte wieder still zum fsenster . hinaus und sah zu, wie der Wind mit den welken Blättern spielte. Seltsame Bescheiden heit. Rummel: Ihr Freund Knast war eben hier und bat mich um'zebn Mark angepumpt. Der. Menfch wird immer dreister." Hummel: -Im Gegentheil, bescheidener! Früher pflegte er nie . unter zwanzig Mark zu pumpen !" - - - ' ; Die naschhafte Eva. Mutter: .Aber Kinder, was babt iht denn für einen Streit?" Fnyl: Weißt Du, Mama, ich und Bertha haben Adam und Eva aesvielt und da bat die Eva den ganzen Apfel verspeist."

Eme Nassische Köchin. Die Köchin Rieke hat im Theater ken Don Carlos" gesehen. Vollständig erfüllt davon, kehrt sie heim und träumt die ganze Nacht davon. Am andern Morgen entspinnt sich zwischen ihrer Gnädigen und ihr folgendes Gespräch: Gnädige: Na, Rieke, Sie haben gesiern die Küche in einem schönen Zustand zurückgelassen. Was denken Sie sich eigentlich? Rieke: O geben Sie Gedankens!heit. Gnädige: Auf den kleinen Karl haben Sie auch nicht Acht gegeben. Wie sah das Kind aus Rieke: Der Knabe Karl fängt an mir fürchterlich zu werden. Gnädige: Jetzt aber rafch an die Arbeit! Soll ich Ihnen vielleicht helfen? Rieke: Arm in Arm mit Dir. so ford'r ich mein Jahrhundert in die Schranken. Gnädige: Schwatzen Sie kein Blech. Sie sind nicht mehr im Theater. Rieke: Die schönen Tage von Aranjuez sind nun vorüber. Gnädige: Nun. waschen Sie dieKaffeetassen ab. Rieke (läßt eine Tasse fallen.- welche zerbricht): Da liegen meine Reiche. Gnädige: Das wird Ihnen vorn Lohne abgezogen, merken Sie sick das. Und ebenso, wenn Sie Ihrem Bräutigam noch einmal von unserem Essen geben. Uebrigens, Sie sagten mir doch. Sie Hütten dem Unteroffizier den Laufpaß gegeben, haben Sie noch keinen andern? Rieke: Kann ich Armeen aus der Erde stampfen? Gnädige: Diese dummen Antworten gehen mir doch über den Spaß. Am ersten April können Sie abziehen. Rieke: Mädchen, kannst Du ewig hassen? Verzeiht gekränkte Liebe nie? Gnädige: Ich werde übrigens Ihrern Vater Mittheilung machen, wie liederlich Sie sind. Rieke: Sprich mir von allen Schrecken des Gewissens, von meinem Vater sprich mir nicht. Gnädige: Und in Ihr Dienstbuch werde ich schreiben Rieke: Ihr schöner Lebenslauf war Liebe! Gnädige: Faul und langsam. Dann werden Sie sicher keinen Dienst mehr kriegen. Rieke: Wer weiß, was in der Zeiten Hintergrunde schlummert! Blumen als Etmmpfbändcr. Zu jeder Zeit hat der Erfindungsgeist der Pariserin dieWelt durch neue, oft sinnlos verschwenderische Verwendung von Blumen zu verblüffen gesucht, aber der diesjährigen Saison ist vollends beschieden, die kostbarsten Erzeugnisse der Gewächshäuser als Material für Strumpfbänder aufgegriffen zu sehen. Strumpfbänder von Primeln, Hyacinthen, Narcissen, Veilchen und Lilien werden auf Bällen und festlichen Empfängen in Paris getragen. An sich ist ja die Idee dieser Mode nicht eben unschön. Die kostbar gekleidete Dame soll demnach bei jeder Bewegung die zartesten Düfte ausstrahlen, und dazu sind auch die kostspieligsten Nachahmungen vonBlumen nicht fein genug, sondern es genügen eben nur . die duftenden echten Blüthen. Dementsprechend trägt jedes zur Abendtoilette gehörige Kleidungsstllck einen reichen Ballast von der Lieblingsblume der Trägerin. Sie werden in Sträußen an den bauschigen Besatz des Unterrocks geheftet, und selbst das gestickteCorset trägt seinen Blüthenkranz. Das neue Strumpfband verdankt seine Erfindung lediglich dem Trachten nach vollkommener Harmonie von Duft und Farbe. Je stärker der natürliche Geruch einer Blume, als desto geeigneter gilt sie für den Besatz des Strumpfbandes. Veilchen der üppigsten Zucht stehen in höchsterGunst und werden regelmäßig an Strumpfbändern angebracht, die mit lila und lavendelfarbenen, zart grünen oder, weißen Toiletten getragen werden. Der süße Frühlingsduft von Maiglöckchen ist indessen wohl ebenso beliebt. ud selbstverständlich braucht die Rose auch am Strumpfband ihren Nebenbuhlerinnen nicht zu weichen. ,

Nichtautmoglich. Mutter (zu ihrem wieder spät in der Nacht heimkehrenden Sohne): Ber . Dir scheint auch gar nichts mehr zu helfen: wahrscheinlich gehen meine Ermahnungen bei Dir zu einem Ohr hinein und zum andern hinaus." Sohn (der auf einem Ohr nicht hört): Aber ich bitte Dich. Mama, daß ist doch wohl Nicht gut möglich!" B o r w u r f. Dienstmädchen (zum Liebhaber): Aber Franzl, so lange hättest Du mir doch treu bleiben können, bis' ich. einen Anderen finde." Boshaft. Ich verstehe wirklich nicht, weshalb Fraulein Müller immer Federschmuck trägt." Aber ich bitte Sie. womit soll sich eine Gans denn anders schmücken?" Er kann n i ch t. . Der kleine Emil: Mama, kann ich das Sauerkraut essen, was in der Ofenrohre steht? Mama: Ja, mein Kind. Der kleine Emil: Nein. Mama, ich kann nicht ich habe eö schon gegessen! Falsch verstanden. Ba- . ter: Karl, ich will Dich einmal in der Geographie exarniniren. Wo liegt der Atlas und wie hoch ist er? Karl: Er liegt dort im Schranke, Vater, und ist so hoch, daß' er in meine Schulmappe nicht hineinpaßt! Zeichen von Noblesse. Was sind die Müller für Leute?" Hochnobel! Die ziehen den Wurst' immer erst die Haut ab, eh' sie sie es. len !" - i. ...;.

i