Indiana Tribüne, Volume 20, Number 112, Indianapolis, Marion County, 9 January 1897 — Page 1

1 ! i & o T O A w M 00 O. k oa OO V v iy w V w o 5A O Office : No. IS Oüd Mabsma Strajze. Jahrgang SV. Zndianapoli5, Indiana, Samstag, Sen 9. Januar 189? No. llü

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Starb : In seiner Wohnung, 62 N. da Str., Chicago, II., ruft Ludwig Lowa. Satte von Aathurina Loma, geb. Traub, und Vater von Netti Metz, Bruder von Jacob S. Loma und Fred. Lindner, am S.Januar 1337, im Alter on S Jahren. Mitglied de CreZcent Council Ns. 25, O. 6. F..shlandLog,1637..z.fH..Zimmerman', Union So. 1. und MSbelarbei:er,Unio No. 1 ron 1 Uhicago lpha Council Na. 1, O. G. F.. von Jndianapoll. wrda am Eoantaz, den 10. Januar, Rachmittag 1.30 diTrauer?errmoien olljiehen und die irdischen Ueber, teste in Wiese' LeicheabestattungisEtablissement, 51. 39 ord Ost Sttaßt übernehme. Beerdigung in Crown Hill. Qeorgo Merrinaim -ysai ; S-h&fr IWrsi as&j . 'ÄtiC 5? -v--j!,2SA3lsij,J Hsichenbeftattee, Office : 26 Süd Delawareßr. t5Le : IA), 122, 124, 126, 128 Oft Pearlft, TeltLdon ftll. Offen Taz un) NaSt. TomlinSQIl-Halle. KomblnationS - Ausstellung von Hühnern, Tauben, Hunden und LlebllngStbkeren vervollständigt duch Boone's Vorführung von Löwen und sibirischen Bluthunden, in Izt mit dem 4. San. i?sginnendc?n TLochs. Eintritt 2Ze. Kinder 10c Offm raz und Nacht. Neues Drygoodö-Geschäft Die Herren Robert Ruh und Heinr. Kürst haden unter der Firma -Ruth öc Rürst, ein neu?S Geschäft in No. 487 Madison Ave., eröffnet, und führen daselbst eine große AuS tnhl von Schaittwaarcn, Kurzwaaren, Puhlvaareu :c. Gute Waare und niedrige Preise wndm zugesichert. Freunde, Nachbaren und daZ Publikum vn Allgemeinen sind zum freundlichen Besuche eingeladen Die V M grion Trust COMPANY rntarnt Depositen ob $1 und aufwärts entgegen n, ,adlt Jntr gen. De,ost:en ttane in jurüZzkzozen werden, eine Strafgelder der edühren. Die Dijerlzüt fett Depositen wird durch in rundkapiral und versSaliSe Verpflichtung der ktten'JahZber um V.traze von N'0.000 aran rtrt. Nähere iluikunft wird bereitmilliaft in ihrer Otstce rthettt. Südost Ecke Monument Platz und Market Straße. Günstige Anlage für Ersparnisse. ta h- isi lyj - kis bezahlt halbjährliche Dividende für ummea von $iuu uno ausciaris. Eine vorzügliche Gelegenheit er roorbene Gelder anzulegen. Positiv keinen Verlust beim Austritt Versammlung jeden Samstag Abend Deutschen HauS. Nähere Auskunft zu erhalten von: lbert . SNetzer. Präsident Armin ohn, kretär. Carl S. Lieber. chatzm,iftn. DaS nodernste Tchuhlager. iDir. eh ll hd rsj 93 Ost Washington Straße. Owtcrsuh la grißcr kuiivahr. 3it f'mm & rrnrnrd fci jr j IW Ur ofi Ht. I ii. .! tHvJtl, tij .bM e Y y tiih't tr. jjn( or ot.l, au4 t tbU y I U DWI HU tl I 1 6 ri ib. ruc. Ulf M Icra. Wniik erflryt.iiif. W kaci yon. . rui. Tea (tu dai ym ipm aMmii, r all yvor t: lo tLt werk. Tbitliu Uil, aw)iuid bi ins fonawrr.i tuet er u tmy wcnkte u mnm trom $-i lo iti per weck jm pwrdav M mtrm hat ipwisfM. W tu skirai.k ymm IM .. mniritpitn. p. rnM f-1 Im -.M I '--J

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j0g tjjjj jg erscheinen V0k dkM , v m k o ' CoMtte fllk Mlttel Und Weg? dkö Ntpräsentantevhaustö in Washington . . ft . Vertreter der versckiedensten Industriezweige um dem Comite klar zu machen, daß ihr betreffender Geschäftszweig zu Grunde gehen müsse, wenn derselbe nicht durch höheren Einfuhrzoll geschützt wurde. ES ist unmöglich nachzuweisen, ob und wie weit die stetige Agitation sür Erhöhung der Zölle und die in Verbindung damit bestehende Ungewißheit zur Fortdauer der allgemeinen geschäftlichen Depression beiträgt, aber jedenfalls wäre eS endlich an der Zeit die Hohlheit der Schuhzollargumente zu begreifen und einzusehen, daß heute, gegen den Schluß deö neunzehnten Jahrhundertö der allgemeine Druck der Verhaltnisse nicht mehr durch Zollerhöhungen abgewendet werden kann. ES ist derelbe Wahn und dieselbe Oberflächlichkeit, ob man durch Zollfuschereien oder Seldfuschereien versucht, die allgemeinen Zustände zu verbessern. ES hat für unser Land eine Zeit gegeben, in welcher hohe Einfuhrzölle zum Schuhe unserer Industrie eine Nothwendigkeit waren, und eö ist kaum ein Zweifel darüber zulässig, daß die Industrie unter diesem Schuhe und durch denselben sich zu ihrer jehigen erstaunlichen Größe entwickelt hat. Wie aber jetzt die Verhältnisse liegen, o ist diese Industrie weit über die Bedürsnisse unseres eigenen Landes hin ausgewachsen. Der riesige Maschinen -betrieb und die Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkte bringen eö mit sich, daß die Produktionökraft stetig zunimmt, die .Verbraucjökrast deö Volke aber stetig abnimmt. Das amerikanische Volk ist daher nicht m?hr im Stande, bei Anwendung seiner garzen gegenwärtigen Produktivkraft die Erzeugnisse derselben selber zu derbrauchen, und weil die amerikanische 3ndustrie biS heute noch nicht im Stande gewesen ist, sich einen bedeutenden Absatz im Auslande zu sichern, deshalb kann fienicht ihre ganze Produktivkraft in Anwendung bringen, und so entsteht Arbeitslosigkeit und diese bringt den schlechten Geschäftsgang hervor. Die Sicherung ausländischer Märkte für unsere Industrie würde darin eine bedeutende Aenderung zum Besseren bringen. Wahrend w.r nun durchaus nicht behaupten wollen, daß eine liberaiete Zollpolitik und der Abschluß von Handelsverträgen diese Aenderung sofort oder überhaupt mit sich bringen würde, denn eS sind dazu noch andere Dinge nöthig, so darf man doch beHäupten, daß eine illiberale Schutz Zollpolitik ein Hinderniß für den Äbsztz im Auslande bildet, denn wie wir unö gegen das Ausland abschließen, so schließt sich dieses gegen uns ab. Wir haben diser Tage daraus hingewiesen, wie in Deutschland in Folge der liberalen Zollpolitik und deS AbschlusseS von Handelsverträgen die Industrie so mächtig gewachsen ist, daß man Arbeitslosigkeit jetzt dort fast gar nicht kennt. ES ist freilich nicht sicher, daß die Wirkung hier dieselbe wäre. Denn der amerikanische Fabrikant hat noch nicht, gelernt, sich den Wünschen und Bedürfnissen deS Auslandes anzupafsen, eS ist aber doch nicht auSgechlossen, daß er die noch lernen kann, zu mal wenn er einmal einsieht, daß er eS lernen muß. Die engherzige Politik der republi kanischen Partei aus dem Gebiete der Zollgesetzgebung wird sich aus die Dauer schwerlich durchführen lassen. DaS Volk kommt wohl auch auf diesem Ge biete nach und ach zur Einficht. DaS Argument deS höheren Lohnes zieht auch bei den Arbeitern nicht mehr, da .die Lohnunterschiede so wie so immer kleiner werden und der Lohn in Amerika längst nicht mehr viel besser ist, alS in Europa. Die liberalere Politik der Demokraten würde denselben sicher lich daS nächste Mal zum Sieg derhelfen, wenn sie sich nur entschließen könnten, eS bei wirklich fortschrittlichen und zweckmäßigen Vorschlägen bewen den zu lassen. im -Wetterbericht. Schönes Wetter heute Nacht; kälte reS Wetter am Sonntag. Höchste Tem veratur innerhalb der letzten 24 Stun den 25 Grad, niedrigste 23 Orad.

ÄmhlNchilsjiek.

Inland. Opfer deö Nichtsthuns. Sin g Sing, N. I, 8. 3an. Am ersten dieses Monats wurde die SträflingSarbeit in allen Gefängnissen des Staates abgeschasst und heute kürzte sich Fred. Hossmann, ein Sträfling, durch die Nnthätigkeit zur Verzweisung getrieben, von einer Gallerie 75 Fuß tief hinab. Er ist tödtlich deretzt. Hossmann sagte gestern Abend dem Warben Sage, er fürchte wahnsinnig zu werden, wenn er nicht Bechäftigung erhalte. Er war ein Schriftsetzer. - Bryan inOmaha. Omaha, Nebr , 8. Januar. DaS IahreS-Bavquet deS Jackson-ClubS wurde heute Abend im Pazton Hotel gehalten und gestaltete sich zu einer Ovation für W 3. Bryan. AlS sich der Ehrengast deS Abends erhob, wurde hm ein äußerst enthusiastischer Empsang zu Theil. Er zollte den Vepuisten Tribut, alS den Pionieren in der Bewegung für Regierungö-Reformen und bekomplimentirte die Republikaner, die ihre Partei verlassen. -' Mißbrauch deS BegnadigungsrechtS. Milwau kee, Wiöe., 8 Januar. In Folge der öffentlichen Erregung ber das Vorgehen des GouvernörS lpham, der in den letzten Tagen seines Amtstermins eine ganze Reihe lebenSangliche? Zuchthaussträffinge begn5igte, wird die in nächster Woche zuammentretende Legislatur sofort ein Gesetz erlassen, daS dem Goudernör daö Begnadigungsrecht nimmt .und daS elbe einem Rathe überträgt. Der neue Gouvernör wird diese Maßregel der Legislatur in seiner Botschaft empfchen. M (i ssenvergistung. Chicago, 8 Januar. Zwei Peronen liegen in Folge deSVenusseS angeblivergifteten Fleisches auf den Tod darnieder, die anderen besinden sich in gefährlichem Zustande, eine bat sich wieder erholt und 4 Kinder sind noch an's HauS gefesselt, während ihre Eltern h?ute im Stande sind, umherzugehen. Die 12 Personen erkrankten am Mittwoch heftig nach dem Genusse frischen SchweinkfleischeS und Wurst. Aerzte waren beständig an den Krankenlagern der leidenden Personen und haben die Hoffnung, das Leben von allen, bis auf zwei, retten zu können Die Freunde der Familien erklären. vergiftetes Fleisch habe die Krankheit erzeugt, während der Metzger, der daS Fleisch verkaufte, behauptet, eS müsse etwas Anderes gewesen sein. Die Namen der Opfer find : Joseph Bromstadt und grau Roth, seine Echwiegermutter, wenig Hossuung aus Genesung; LouiS und Sophia Bromstadt . mögen genesen; Frau Martha Bromstadt, sehr ernste Alle folgenden werden genesen : Hy. Roth, D. Holdmann, Frau D. Holdmann, Mary. Amelia, Annie und Sophia Holdmann. Außer den Genannten sollen zum Mindesten noch vier andere Familien in derselben Weise betroffen worden sein, aber ihre Fälle find weder beim Gesundheitbdepartement, noch bei der Polizei gemeldet worden. -x WaS eubaniscbe Patrioten glauben. I a ck s o n v i l l e, Fla , 8. Januar Verläßliche Nachrichten von Zeitungt. Korrespondenten, denen eS gelungen ist, durch die spanischen Linien in der Provinz Pinar del Rio zu dringen und Ixe Insurgenten zu treffen, find hier angelangt. Denselben zufolge hat der Tod von Maceo fast gar keine Ver änderung in die Lage gebracht. Die Insurgenten in Pinar del Rio sind heute gerade so stark, wie sie früher waren, ungefähr sechstausend Mann und befolgen nach wie vordem ihre frühere Taktik, eine- offene Schlacht, wenn möglich zu vermeiden und die Spanier durch fortwährendes Herumhetzen zu ermüden. Von einer baldigen Unterwerfung kann gar keine Rede sein. Riii Rivera, Maeeo's Nachfol ger, der aus Porto Rico stammt, scheint seinem Vorgänger gut nachahmen zu vollen.

Ausland. Ein Drama deS Fürsten 9t i k o l a u S. Berlin. 8 Jan. Fürst Nikolaus

von Montenegro, der einzige Freund deS Zaren" und der Schwiegervater deS Kronprinzen von Italien, hat ein Drama gedichtet, in welchem er seinem Glauben an die Mission Rußlands Ausdruck giebt, und zwar in so beredter Weise, daß die österreichische Regierung sich genöthigt gesehen hat, die Aufführung der Dichtung deS Herrschers der Schwarzen Berge in Ealtaro, Ragusa und anderen dalmatinischen Orten zu verbieten. Der Grund für dieses Verbot ist, daß im dritten Akte deS Dramas eine Szene vorkommt, in welcher Ivan, Bey von Tschernojewitsch, der montegrinische Nationalheld, velcher im 15. Jahrhundert lebte, von göttlicher Eingebung überkommen wird und die Prophezeiung verkündet, 'daß daö heilige Rußland dereinst die Muter aller zu einem einzigen großen Kaiserreiche vereinigten slavischen Völker sein wird. Der Titel deS DramaS st : BalkanSka Zariza", zu deutsch : Kaiserin deS Balkans". Wilh. KreiS erhielt den er ften Preis. Berlin, 3 Januar. In hiesigen Kunstkreisen hat daö Resultat der Preisbewegung für den besten Entwurf für daS auf dem Leipziger Schlachtfelde zu errichtende große Monument zur Erinnerung der im Jahre 1813 zwischen den verbündeten Mächen Rußland, Oesterreich und Preußen gegen Napoleon geschlagenen Völkerlacht daö größte Aussehen erregt. Den ersten Preis in Höhe von 600 Mark, hat ein noch auf der technischen Hochschule zu Eharlottenburg fiudirender, erst 22 Jahre alter Künstler, NamenS Wilhelm Keeiö, erhalten. Dieser Erfolg deS jungen Künstlers ist um so bemerkenswerther, als 72 Kunstler Entwürfe zur Preisbewerbung eingereicht hatten und sich unter denselben viele Künstler von großem Ruf befanden. . Daö preußische Budget. Berlin, 3' Jan Im preußischen Budget sür daö kommende Jahr gleichen sich Einnahmen und Ausgaben mit 2,045,031,385 Mark auö. Die außerordentlichen Ausgaben werden auf 90.176.256 Mark geschätzt und erden durch reguläre Einnahmen gedeckt. Unter den gesammten Erhöhungen der Aüöga'en find 19.500,000 Mark für Gehälter von StaatSbeamten, 3.312.000 für Erhöhung der Lehrergehälter in den Elementarschulen. Werden ungeduldig. Berlin, 8 Januar. In Ham bürg hielten gestern die noch am AuS nano ccnnoitfflen asenarvelter ,n m &. tp.f m neunzehn verschiedenen Lokalen Ap. Pellversammlungen ab, um die Zahl der noch Auöftändigen festzustellen. : D'e Arbeitgeber versichern abermals, sie seien bereit, eine sorgfältige Enquete über die Lage der Arbeiter vor c. s . i ii e ' n zuneomen, inoaio citc zur Ar beit zurückgekehrt fein werden. Dem Hamburger Fremdenblatt" geht an gesichtö der, Schädigung,' welche der Hamburger Handel durch die Halkstar rigkeit der Arbeitgeber und der Streik zugefügt wird, die Geduld aus. DaS Blatt verlangt peremptorisch, daß der S'aat sich in d'e Angelegenheit ein mische und beide Parteien zur Raison bringe. Ein prinzlicherArzt. München, 8. Jan. Dem Bei spiele deS erfolgreichen prinzlichen Augenarztes Dr. med. Herzog Carl Theodor in Bayern, folgend, übt jetzt auch der 1859 geborene Dr. med. Prinz Ludwig Ferdinand von Bayern, ein Neffe deö Prinzregentev, in dem Rothen Kreuz Hospital zu München die ärztliche Proziö auö. Bisher war der Prinz in dem Hospital alS Assistenzarzt thätig, hat aber jetzt selbst ständig die -Abtheilung für Frauen krankheiten übernommen, in welchen er ein hervorragender Spezialist ist. Er hält tägliche Sprechstunden von 11$ 124 Uhr Vormittag. Pest und Hungerönoth. Bombay. 8. Jan. Die Timeö of Zndia" sagt, daß . die Bevölkerung von Bombay in Folge öer Flucht vor der Pest um die Hälfte abgenommen

habe. Die wöchentliche Sterblichkeit?rate ist 200 vom Tausend und im Viertel der Eingeborenen find mehr Läden geschlossen als offen. C a l e u t t a, 8. Januar. ES wird

offiziell mitgetheilt, daß jetzt 1,250.000 Personen an den Notharbeiten be schäftigt find, und eS wird zugefügt. daß die Zahl im Laufe der nächsten Woche wahrscheinlich auf 2.000.000 steigen wird. Sine öffentliche Versammlnng ist einberufen unter Vorfitz deö Vieekönigö, deö Earl von Elgin, um über Mittel zur Unterstützung der Hungerleidenden zu berathen. Eö wird vorgeschlagen, einen Fond zu sammeln und Beitrage von England, den Colonien und Amerika zu erbitten. - Weyler wieder persöna GRATA London, 8. San. Der Madrider Eorrespondent deö Standard" sagt : Trotz der Knt ken der OppofitionSPresse hat General-Eapitän Weyler sicherlich wieder die Gunst der ossiziellen Kreise gewonnen, seit den Sympa-thie-Bezeigungen durch die LoyalistenClubS und die commernellen und Ackerbau-Jntereffen in gavana. Diese Körperschaften haben der Mutterregierung Telegramme gesandt. in denen sie Dringend rathen, Weyler im Commando zu lassen. Die Regierung scheint auch mit General Wry lerö letztem Bericht zufrieden zu sein. Eö wird gesagt, daß die projektirten kubanischen Reformen sehr ausgedehnt sein werden, indem sie alle Dienstzweige der Insel unter den neuen Administrationörath fiellen, aber alle die Armee und Marine, die Justiz, Besteuerung und Zölle bereffenden Angelegenheiten in den Händen der Mutter Regierung lassen, als gesetzliche Begründung der spanischen Souveränität. - - tc Räthe von Porto Rico und Euba werden indessen in Betreff ihrer Budgetö und, der Besteuerung zu Rathe gezogen und ihre Meinung wird den Cörteö unterbreitet werden. , allerlei. Vn !)f f 1 in h n . (T. st T f t ft c fi f Vj ... - , -w , - - -7 seit mebr als zwei ?kabren ein absolu tes Verbot' gegen den Verkauf von Ci garetten und dasselbe wird auf das Strengste durchgeführt. H. C. Hebbard' hat es jedoch verstanden, dem Gesetz ein Schnippchen zu schlagen. . Er ist der Besitzer eines kleinen Zeitungs-, Vü cher- und ObstladenZ und hat diesen so aufgestellt, daß daöGebäude.auf beiden Seiten der vom städschen Ingenieur Poyzer vermessenen Grenzlime der Stadt Alameda stelzt. ÄUs oer emen Seite, in der Stadt Alameda, verkaust er Obst und Zeitungen und auf der anderen Seite hat er einen lebhaften Umsatz mit Cigaretten und Tabak. Da an dieser Seite nur das County Iurisdiction hat. so sind die städtischen. Vchörden außer Stande, ihm daS Handwerk zu legen. ..Dab die Neger dicke Schädel haben, ist eine bekannte Thatsache. ollein kem gentlernan 01 coior dürfte es in dieser Beziehung mit Rufe Vronson in Paduah. Ky.. aufnehmen. Dieser war neulich am Ufer des Qhio beschäftigt, als Capt. Newt. Roberts eine Winchesterbuchse. anoer 00, proHirte. Capt. Roberts, der von der AnWesenheit des Negers hinter einem Kieshaufen keine Ahnung hatte, zielte auf einen 275 Fuh entfernten Baum und drückte ab. In demselben Moment erhob Bronson seinen Wollkopf . und die Kugel traf ihn gerade zwischen die Äugen. Der Getrosfene siel nicht emmal zu Voden, sondern arbeitete ruhig weiter, nachdem er die auö der at r . mw r. wunde rieselnden jaiuisiiopjcn au wischt hatte. Wie er sagte, hatte er -geglaubt, von einer Hornisse gestochen zu sein.. . . , ' Der Verkauf von Cigarren, Tabak. Selterswasser, Ginger Ale u.- s. w. in den Wirthschaften Valtimore's ist verboten, und die Uebertreter des Gesetzes können sich jeden Augenblick darauf gefaßt machen, daß der Staatsanwalt eine Anklage erhebt und eine Verhaftung erwirkt, wenn er das Gesetz, wie es von den Geschworenen im Eriminal - Gericht und der obersten lrichtsbank ausgelegt worden .ist, strikt durckzuführen beabsichtigen sollte. Die oberste Gerichtsbank wies nam lich den Antrag auf einen neuen Prozeß. welchen Anwalt W. F. Campbell für den Restaurateur Fred. G. Blanle eingereicht hatte, und in dem es sich unr einen Testfall handelte, ob ein Wirth, schaftsbesitzer, welcher nach dem Gesetze keine Handels - Licenz (Trad-rS Licens) erhalten kann, für denVerkaus von Cigarren u. f. w. bestrast werden kann, zurück, somit die Entscheidung h,a tlviminalaerickits. die gen Herrn ' Olanke ausfiel, heststiaend.'

E i n w i r k l i ch e r. l i e b h a f t !- ger Potentat hat sich in der StadtNew floil mit Fräulein Ella Collins in den Hafen der Ehe bugsiren lassen Oumalea. der Beherrscher von 30.000 Eannibalen auf der Südsee - Insel IMka. Trotz seines exotisch klingenden Namens ist Oumalea übrigens selbst kein Menschenfresser, sondern ein Sohn Albions, der eZqentliÄ John F. HobbS heißt. Vor sechs Jahren wurde Hobbs, als er als Correspondent einer engl. Zeitung von Sidney nach Queensland fuhr und das Schiff während einesOrkans unterging. nachJllika verschlagen. Die Cannibalen bereiteten ihm einen überaus freundlichen Empfang und riefen ihn, nachdem bald darauf ihr alter König gestorben, zum Herrscher aus. Der frühere Reporter bewährte sich als König, ci'oiüsirte seine Untertbanen und wird von denselben verg'öttert,' hauptsächlich seit er sich geweigert, gegen Verleihung des briti-

schen Adels einem Protectorat der Kornain von Enaland feine Äustimmunz zu eben. Hobbs' Lebenölauf beweist, was aus einem Reporter werden kann. zver NentnerOttoJarnfci in Maadebura batte sich vor der dortigenStrafkammer wegen verleumderischer Beleidigung, wissentlich falscher Anschuldigung unv uriunoensälsckiuna ,u verantworten. Er war beschuldigt, in sieben Fällen theils ano ' . m v Nyme, theils mit vem Pleuoonizin .Anna Mensing" unterzeichnete Briefe an den Oberpräsidenten von PommerEsche, den Fabrikbesitzer Laaß und dessen Ehefrau, Stadtverordnetensicher Fritze und Oberstlieutenant v. rt.or r?Tt1et zu haben, in denen dem Ehepaar aaß gemeine und strafbare Handlungen zur Last gelegt wurden. Des Weiteren hatte der Briefschreibe? die Ehefrau des pensionnten Bürgermeisters E. von hier einer schweren Strastyat beschuldigt, e?.tere sowie das Ehepaar Laaß zogen ibre Strafantraae aus inständiges Bitten des Anaeklaaten und gegen eine Sühne von 20.000 Mark zurück, weshalb der p. Jacoor nur wegen winenrlich falscherAnschuldigung und Urkundenfälsckuna. welch' letztere in der AnWendung des Namenö Marie Menstng . derenTrageri.n,..wlrklich . hier existirt, gefunden wurde, abgeurtheilt wurde. Der Angeklagte erhielt einen Monat Gefängniß. Der Genfer Universitätsprofessor Jaquemot er docirte Nationalökonomie hat die waadtländiscke Cantonalbank in Lausanne durch Fälschungen um die Summe von 420.000 Francs betrogen! Jaquemot konnte noch nicht veryastet werden. An seine verschiedenen Domicile in Genf wurden Aufforderungen geschickt, vor dem Richter m erscheinen. Man ver nahm alsdann, der Professor halte sich in Clarens auf, und eine neue Auffordernng, die ihn diesmal erreichte, wurde ihm geschickt. Jaquemot antwartete, er werde vor dem Gericht erscheinen, allein er kam nicht. Jetzt erst wurde ein Verhaftsbefehl gegen ihn erwirkt. BiZ jetzt konnte man seine Svur nickt entdecken. 5lm Canton Bern gemachte Nachforschungen blieden erfolglos. Aus drei scheine, emen von 45,000, einen von 165.000, einen dritten -von 200.000 Francs, hat Jaquemot den Namen einer Verwandten als Bürgin mit gefälschter Zganolchrisl gesetzt. Auf einen vierten im Betrage von 10.000 Francs setzte er den Namen eines'Freundes als Bürgen. Er hatte zu Speculationszwecken Titel bis zum Betrage von 1 Million Francs gekauft! Die Effecten ließ er bei der Cantonalbank in Lausanne scontiren. Nachderseitdeml. October l. I. in Sachsen mit. Gesetzeskraft eingeführten Standes- und Ehrengerichtsordnung für die ärztlichen Bezirksvereine ist Aerzten auch das dauernde Anbieten ärztlicher Hilfe in öffentlichen Blättern und durch Placate untersagt, und es können, wenn VerWarnungen und Verweise nichts helfen, dem betr. Arzte Geldstrafen bis zu 1500 M. zuerkannt werden. Nicht geringes Aufsehen erregte deshalb in der letzten Sitzung des ärztlichen BezirksVereins zu Leipzig eine Mittheilung des Vorsitzenden, wonach ein dortiger Arzt das Gesuch an den Vereinsvorstand gerichtet hat, ihm das fortgesetzte Jnseriren und Anbieten ärztlicher Hilfe zu gestatten, weil er sonst mit den Seinen nichts zu essen habe, und er keinen anderen Weg kenne, in einer Großstadt als Arzt bekannt zu werden. Wenn man seinem Gesuche nicht entspräche, so würde er genöthigt sein, sich seiner ärztlichen Würde und des Doctortitels zu entkleiden und den Rath der Stadt Leipzig zu bitten, ihm einen Gewerbeschein als Laienpraktikant zu ;eben; denn als solcher habe er wenig tens freie Bewegung und sei nicht in einem Erwerbe behindert. Diesen Entschluß habe derAntragsteller, so bemerkte der Vorsitzende des ärztlichen Bezirksvereins, inzwischen bereits ausgeführt, sei aber vom Leipziger Rathe abschläglich beschicken worden. Wer einen Katarrh heilen kill, muß mu dem Blut anfsnqe gaod' Oarsaparilla beseitigt die Ur suche diese Uebel! und heilt Katarrh adurq, da fit tat 1 reinigt. Hood' yille dirken ilbe aber rasch und sicher auf dir Leber und den eze. Sf.

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