Indiana Tribüne, Volume 20, Number 105, Indianapolis, Marion County, 2 January 1897 — Page 2

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Zudiana Tribüne.

Erscheiut Täglich und Somäagö. Die tZgliche.TridÄne' koftet durch len Xxlaec 1 Sextl per Woche, Me eonntaaS'wXrfsasc'l ffcxtl Woche. Bete luftsm 15 lentt iet Cent per VUxat. Per Vft tficta dn Uli ,geschi U BfltaulSfiUni Z p, 9t. onut iq Cüt Vlabama Ctraß Zndianapolil, Ind., 2. Januar 1897. Oriese auö Deutschland. von WUtzelm Äaufmaml. Dresden, 7. D. Hier in Sachsen ist das Weihnacht? fest noch nicht so hauptsächlich ein Fest der Jugend geworden, wie in manchen anderen Theilen Deutschlands. Hier nehmen die Aelteren und die Alten noch den lebhaftesten Antheil daran und der Geschmkaustausch hört unter Freunden und Verwandten nicht auf, auch wenn das Haar längst gebleicht und die Erinnerung an die einzig rei ne Weihnachtsfreude der Kindheit schon fast entschwunden ist. Freilich mag ja bei den unter den Erwachsenen ausgewechselten Gaben der Grundsatz ich gebe, damit ich empfange", eine Rolle spielen und es ist ebenfalls wahr, daß viele nutzlose und unbrauchbare Sachen sofort vomWeihnachtstisch den Weg in die Rumpelkammer nehmen aber schön ist der Brauch doch und hei lig sollte er gehalten werden. In dieser trockenen und kalten Verstandeslreli muß wenigstens einmal im Jahre das Gefühl zu seinem Rechte kommen. Die Weihnachtsvorbereitungm sän gen hier eigentlich schon an, wenn daZ Laub don den Bäumen fällt und wenn der erste Reif auf dem Felde liegt.' Um diese Zeit beginnt die Saisons der Geschäfte, deren Specialitäten Stickwolle und Handarbeits-Vorlagen sind. Um Mitte November beginnt aber schon das eigentliche Weihnachtstreiden. Die Zeitungen werden immer großer dringen es in den Wochenta gen schon auf neun und zehn Beilagen und bestehen eigentlich nur noch aüS Annoncen. Ich finde, daß man in dem reklam'.tollen Amerika durchaus nicht so viel annoncirt. Jedenfalls haben die gelesensten Dresdener Zeitungen wahrend der Weihnachtssaison, die hier weit länger dauert, als in Amerika, täglich ungefähr vierzig Seiten Anzeigen, und wenn diese Seiten auch nur halb so groß sind, wie die amerikanischen Riesenformate, so ersieht man daraus doch, daß hier gewiß reichlich so viel annoncirt wird, als in irgend einer amerikanischen Stadt. Dabei ifcdie Institution der Anzeigen-Agenten" den konservativen deutschen Blättern so gut wie unbekannt. Die Annoncen werden von den Kunden selbst auf die Zeitungsbustaut gebracht und meistens sofort be'zahlt, nach festen Taxen, die durchaus nicht niedrig sind. Wer seine Anzeige in das Morgenblatt des folgenden Tages eingerückt haben will, muß sich vor 3 Uhr Nachmittags bereits melden, denn sonst findet das Inserat keine Aufnahme mehr. Der Besteller kann sich auch nicht etwa eine Lesestoffseite aussuchen, wenn er seine Annonce placirt. Darauf läßt sich hier gar keine Zeitung ein. Aber da die Lesestoffseiten sehr knapp bemessen sind, höchstens vier Seiten Lesestoff bei vierzig Seiten Annoncen, so werden die Letzteren weit mehr gelesen, als in Amerika geschieht, und der deutsche Geschäftsmann erzielt deshalb mit feinen Annoncen weit mehr Wirkung, als es der amerikanische thut. Und dabei werden die amerikanischen Blätter noch von Jahr zu Jahr größer und inhaltreicher. Die meisten sind jetzt schon viel zu groß. Der Leser ist ganz außer Stande den Inhalt auch nur eines einzigen täglichen Zeitungsblattes in sich aufzunehmen. Schön das Suchen nach denTagesereignissen, von denen Jeder unbedingt Kenntniß nehmen uß, nimmt sehr viel Zeit in Anspruch. -. . Die Zeiten sinsenwärtig recht guk in Deutschland. V Industrie ist in einem mächtigen. stet!afortschrei. tenden Ausblühen begriffen. 111HL diö -Löhne zeigen eine steigende Tendenz Damit soll natürlich nicht gesagt werden, daß der deutsche Lohnarbeiter der früheren Sorgen enthoben und so wesentlich besser gestellt wäre, als vor Jahren, sondern daß es ihm weniger an Arbeitsgelegenheiten fehlt. Ein solcher Nothstand unter den Lohnarbeitern, wie er jetzt wieder seit 1893 in Amerika geherrscht hat, ist in Deutschland gewiß nicht seit einem Menschenalter anzutreffen gewesen. Von der Tragweite des sich jetzt in Berlin abspielenden Prozesses Leckertvon Lützow kann man sich in Amerika schwerlich einen richtigen Begriff machen. Dort gibt es keine politische Polizei und' keine Preßknebelungsgesetze und außerdem ist die Öffentlichkeit des Strafverfahrens in allen zur VerHandlung gelangenden Fällen selbstverständlich. Wenn ein amerikanischer Staatsminister gegen die Verüber der vielen Verläumdungen,. welche in. der Presse gegen ihn begangen werden, klagbar werden wollte, so würde man ihn auslachen. Auch, ein deutscher Minister hat . früher das noch nie gethan, was der preußische Staatssekretär des auswärtigen Amtes. Herr von Marschall, soeben gethan hat, d. h. die Preßverläumder . gerichtlich belangt. Fühlte sich ein Minister durch die Angriffe belästigt, so gab es ja so viele Mittelchen, um denVerläumder stumm ,u machen, daß er es gar nicht nöthig hatte, sich, wie Herr vonMarschall, Jn die Öffentlichkeit zu flüchten, um, sich der Angrisse und' Verläumdungen zu erwehren-. Diesem Ausspruch des 'Senn von Marschall ich muß mich in die Öffentlichkeit flüchten", kennzeichnet den aufgedeckten Skandal rnif das Beste. Der Ausfpruch dürfte tvx geflügeltes Wort werden. Wenn

der tapfere Herr von Marschall, dej dieOeffentlichkeit nicht scheut, nur nich noch zu bereuen hat, daß er zu einem so demokratischen Mittel seine Zuflucht nahm. Denn die Öffentlichkeit ist ein Ding, welches so verteufelt schlecht paßt auf althergebrachte tiefeingewur zelte Zustände und Anschauungen, welche sich nur erhalten haben, weil

man dann Stutzen des jetzt yerrcyen. yvM I V v l den SkNems erblickt. Seit wie lang, . cr ir'j..!i V9 m!f!iÄ I Iviro oie essenincyieil mum' , strafprozek Verfahrens verlangt und nock immer obne Erfola! Öerrn von Marschall muß man dankbar sein. Er ist ein tavferer Mann, er bat seine Gegner verfolgt bis in das letzte Mauseloch. Bis in das letzte? Ist der entlarvte Polizei-Commissar von Taucy htr inMitnefi tSiklkZfk-? Kann man I v v1)'1 vay sich denken, daß er das Ministerstürzen r. n . i' r f i V wf.i V . 3 I QinnaiiC9 veirieo unv uuuci vu i Zuchthaus riskirte, ohne jede D e ck u n g, d. h. ohne noch mächtigere Hintermänner? Nun, sein eigener Prozeß (wegen Meineids) wird ja darüber Klarheit bringen. Vorläufig steht die alte Institution der politischen Polizei am Pranger. Herr von Tausch, der jetzt verhaftete hohe Criminalbeamte, war lange Zeit im Amte. . Er sungirte schon zur Zeit deS Socialistengesetzes, jener Blüthezeit des erbärmlichsten Streben- und Lockspitzelthums. Wenn man bedenkt, daß dieser hohe Geheimpolizist gegen einen preußischen Minister, Herrn von Marschall, mit den ' allerniedrigsten Mitteln zu Felde .zog. systematisch falsche Nachrichten verbreitete, anonyme Briefe aussandte, Quittungen fälschen ließ. Ehemänner in den Verdacht des Meineids brachte und durch ganz charakterlose Subjekte, wie den ehemaligen Tertianer Leckert, einen grünen Jungen, sowie durch den verlotterten ehemaligen Lieutenant von Lützow Lügen verbreiten ließ, durch welche die ersten Staatsbeamten verdächtigt wurden wenn man das bedenkt, so muß es einen schaudern vor den Missethaten, welche von diesen Leuten zur Zeit deS Socialistengesetzes verbrochen sein mögen. Wie viele unschuldige Menschen mögen von einer politischen Geheimpolizei, die mit derartigen Mitteln arbeitet, in's Unglück gebracht worden sein! Hier in Dresden herrscht die Selbstmordepidemie noch immer vor.' Gestern tödtete sich eine Mutter nebst ihren drei unschuldigen'' Kindern durch Einathmen von Kohlengas. Ihr Mann war am selben Abende in der Klinik gestorden. Diese Verzweiflungsthat ist der dritte Massenselbstmord in Dresden innerhalb drei . Monaten. Fünfzehn Menschen gingen in den drei Tragödien zu Grunde. mm Der Concerte hat eö hier in diesem Spätherbst, ungeheuer viele gegeben. Und'doch waren bei weitem die meisten dieser vielen Concerte derart, daß der Musikfreund sie hätte hören müssen. Dresden gehört eben mit Berlin, Hambur, Leipzig und Wien zu denjenigen Städten deutscher Zunge, w welchen ein aufstrebender Künstler zu Gehör gelangen muß, wenn er überhaupt vorwärts kommen will. Eine gute DreS, dener Kritik . eröffnet ihm die Thore der Kunsttempel tn London, Petersburg' New York und Paris. Daraus er'giebt sich' nun diese Ueberproduction an Kunstgenüssen und die Unmöglichkeit. alle diese vielen Concerte auch nur mit dead heads" zu füllen. So gab nämlich eine Künstlerin von etablirtem europäischen Ruf, die noch dazu hier wohnt und einen großen Bekanntenkreis besitzt, nach längerer Pause im Concert, bei welchem sse angeblich 2000 Mark Deficit gehabt hat. Sie r i t- L .! 1 t'.iM mutzie uq- vier , einmal miuio u lassen, als Einführung zu einer längeren Concerttour in anderen Städten und das Resultat war ein Auftreten vor einem Hause, das zu Zweidritteln durch. Freibillets, gefüllt worden war. Die.Kunstlerin.wav erfahren und da sie reich ist. so konnte sie den Schaden wohl verschmerzen, sie spielte deshalb wie gewöhnlich schön und tadellos und erzielte natürlich eine großartige Kritik. Schlimm dagegen erging eö einer jungen Künstlerin von ganz außergewöhnlicheni Talent' ' welche' ebenfalls hier concertirte, nuvum eine Dresdener Kritik zu erlangen. Da ich mich für die. Künstlnlaufbahn dieser Dame speciell interessire und da sie seit JahreÄu den geschätzten Freunden meiner Fannklhört, so konnte ich r fcni. Z W!.r. V)lr ganz genau eqaqrcnrsw" i " ftllttZ Hemm - "V t:.. . rtT5"nirTTipn

lUJIUClUl mu ity"" wm.vtj7 r;'; ,7 itc m n S ' eaanaen ist.' Auch sie muMHWe ! letzte, um 4 Uhr Nachmittags m

nalurncy vor uwm llvuu icicn, ... , rk:.f.. da sie aber früher im Auslande schon mit großem. Erfolg und vor aüöver. kauftem Hause gespielt hatte, so konnte sie absolut nicht ' begreifen,' daß de? Dresdener Concertbesucher .in Bezug auf Freibillets ungeheuer verwöhnt ist. Sie besitzt viel Temperament und es fehlte ihr in Folge, dessen bei ihrem hiesigen Auftreten der Gleichmuth und die Ruhe. Thatsächlich war sie wü thend über.die Aussicht, spielen und die Unkosten tragen zu müssen. Resultat: sie beging Gtdächtnißsehlev zu Anfang des Concerts.' welche selbst die besten Proben ihrer Kunst, die sie später gab, nicht auszugleichen vermochten. Die Kritiker waren nämlich nach dem ersten Theile deS Concerts .fortgegangen und da die Kritiker an den Dresdener Zeitungen nicht heute über Baseball, mor gen über das Dolizeigericht, übermorgen über ' politisch Versammlungen und dann vielleicht, je nach der Laune M Lcalredacteurs einer amerifant schen Zeitung,iber ein große? Concert oder eine Oper seriren, so waren die Gedächtnbkehler aenau gistrirtwor den, und die Krwk, t?egen welcher daö Concert überhaupt nur arrangirt worden, war, siel sehn wenig zufriedenste!!eno aus. In neuerer Zeit versuchen eö einzelne! .".n,.. ic fti'L c f.tJ.:xi iuu uci, iifit vicirccwc Bura.icaiiuc Vortrage interessant zu machen. ES ist daö. ein sehr löbliches -Streben, jedoch kann es begreiflicherweise nuv von einem Künstler unternommen.werden, welcher in der Musikw i s s e n s ch a s t tüchtig zu Hause ist. ' Ein Künstler, der Tualeiü bockbeaabttv Sanaer und

bedeutender Musikgelehrter ist, kann dem Publikum einen seltenen Genuß bereiten, einen Genuß der weit hinaus über die flüchtigen Eindrücke deS Abends hinauSwlrkt. Ein solcher Künstler ist Dr. Max Friedländer in m , rr . lH in ! k.

CIllN. . VÖCIN U0NCCU ll in V Hauptsache ein Vortragsabend., Er singt eigentlich nur, um das von ihm wwvjv 0 . ' - - lick ein bedeutend Sckiubertforscher. Gesagte zu illustriren. Er it namenr e-. r jt i-i tf - cr ... irC . Aniana) oer jei uocicm in xjcui land aefeierten Wiederkehr des hun dertiäbriaen Geburtstaas von Karl Löwe, des gewaltigen Balladensän ers. bält . 5?riedländer Concertvor träge in welchen er die Eigenart Löwe's und Schubert'S charakteristrt. Er geht von dem Vevanren aus. oay in Nifnii-N ht K-im- Zweier kr aevywv r wvvv -w- ß V7 trennt gehenden Richtungen der Musik t CW V.r Doiqunuen jiuu. -4,uiuupcuu un wu Beethoven der fünften Symphonie hat sich die Richtung der absoluten Musik entwickelt, als deren Träger und Fortsetzer Schubert, Schumann, MendelSsöhn, Chopin, Brahms und andere gelten. Aus den letzten Werken Beethoven's aber kann man jene Richtung dev poetisirenden Musik ableiten, welche in Berlioz. Liszt und vornehmlich in Wagner ihre Vertretung finden. Soweit solche Eintheilungen überhaupt feste Grenzen haben, kann, man Schubert der ersteren, Löwe der zweiteren Gattung beizählen. Beide haben eine Menge von Zügen gemeinsam, doch gibt es viele trennende Momente. Schubert nimmt unter den Tondichtern aller Zeiten in Bezug auf Reichthum der Melodie und Mannigfaltigkeit der musikalischen Form in den ersten Steljungen ein, während Löwe einseitig aus dem Gebiet der Ballade zu Hause ist. welches er allerdings vollständig beherrscht. Löwe ist vom Streben nach unzweideutiger Bestimmtheit des Auödrucks beherrscht, Schubert aber will immer schön sein, schön selbst tm AuSdruck der höchsten Leidenschaft, Um das Gesagte zu illustriren, sang der Vortragende nun mit vollendejev Meisterschaft den Erlkönig zuerst in der LLwe'schen, dann in der Schubert'schen Composition, dann auch von Schubert noch den Wanderer" und das zweite Müllerlied und schloß mit Ut großartigen Ballade Löwe's Heinrich de? Vogler". Derartige Vortrags-Con-kerte würden, wie ich bestimmt glaube, auch in den Ver. Staaten großen Anklang finden und eS müßten n den Großstädten auch die Kräfte dafür vorhanden sein. Auch brauchte der Vortragende nicht selbst Sänger zu sein, sondern könnt? den rein musikalischen Theil des Abends von anderen Kräften ausfüllen lassen. Solche Vortragsabende eignen sich leider wohl nicht für die deutschen Gesangvereine Amerikas; es möge mir erlassen sein auszuführen, aus welchen Gründen sie für diese Vereine unpassend wänn, Aber bei dem regen und immermehr sich geltend machenden musikalischen Streben namentlich unter der angloamerikanischen Frauenwelt würde sich ein derartiger Versuch gewiß lohnen. Der österreichische Vrüsewitz. Wenn es ein Trost ist, im Unglück einen Gefährten zu haben, so haben die Deutschen jetzt diesen Trost, denn auch die österreichische Armee hat nunmehr ihre Brüsewitze. Der in Olmütz erscheinende Mährische Volksfreundveröffentlicht in einem Separatabdruck folgenden meuchlerischen Ueberfallseitens zweier Officiere auf einen Redacteur: Am 28. November kam es in dem Baum'schen Orpheum in Olmütz zu einem Rencontre zwischen dem Lieutenant Ganser und Oberlieutenant Strauß des 93. Infanterie Regiments auf der einen und dem Redacteur Meitner und dem Künstler Taciano auf der anderen Seite. Die Osfreiere hatten einen Exceß begangen und waren von den beiden Civilisten in fcharfer Weise zur Ruhe aufgefordert worden. Es fielen von beiden Seiten Beleidigungen. Anfangs erfolgte keinerlei Reaction seitens der Officiere. Erst nachdem der Mährische Volksfreund" ven Vorfall öffentlich besprochen hatte, erschienen, vier Tage nach der Beleidigung, zwei Officiere deö Regiments in derRedaction und verlangten von dem Redacteur Meitner Abbitte. . Dieser erklärte jedoch den Varlamentären.auf daö Bestimmteste, diese Abbitte nicht veröffentlichen zu wollen, p : . cr.ic.:r:i . mixi r.: jc wenn lieg oie Jocivcmälc" 8lclty . w orttJii. ic v v fslUs ,u einer Abbitte ibm und dem lr"7,.?" t..c.:n.t ijnninum ucuciiuuci ucivcuickcu. I v n-!imn h2 'itittnTrrt4tnn2 flMf I vcil, uv- .v-.r.r gehabte Besprechung lieferte ein negativeS Resultat, und Redacteur Meitner erklärte, zwei Vertreter senden zu wolitn. Dieselben, welche sur heute (Mittwoch, den 2. December) 10 Uhr Vormittags, angesagt waren, wurden jedoch nicht abgewartet, sondern Officiere zogen es vor, bereits gester? (Dienstag Abend) von ihrem Faust oder Säbelrecht Gebrauch zu machen. D!eS wollen wir,- so- fährt der Mährische Volksfreund" fort, in Folgendem wahrheitsgemäß illdstriren: Mitten unter dem Publikum, welches daS Theater verließ, befand sich Redacteur Meitner. . welcher, wie immer, seinen Weg zum Hotel Lauer einschlug. Plötzlich stürzten sich zwei Officiere. welche, von einer Equipage gedeckt, auf ihn gelauert hatten, mit gezogenen Säbeln aus ihrem Hinterhalte hervor und überfielen ihn. Re. dacteur Meitner psrnfc die ersten Säbelhiebe, welche von liflks und rechtK gleichzeitig fielen, mit seinem Mocke und entriß während dessm mit der freien . Linken dem Lieutenant Ganser eine Reitveitscke. welck? WxtUr -iTriift falls in der Linken hielt,, während , er i ä 5, Rechten focht.. UnglücklicherWelse floa die Veitscke durck den kräk. :. ' r; ; nir i . ' tlgen Riß über die Kopfe per angesamMten Menge Hinweg s daß Red. Meitner völlig wehrlos ' war. da sem Stock unterdessen durch .Säbelhiebe to. 1 zerstückelt wurde. Trotzdem setzten angreifenden Helden daö gewaltige L-efecht vnbehinyzrt fort und drana-

ren ven Angegriffenen in das Caf6 HM zurück, wbselbZt dem Vlutllbei. strömen Herr Dr. Fleischer den ersten M7nd leisdete. rtwürdlg erscheint es uns, daß wägend dieser Affäre der dienstha-

bendt Wachmann nicht anwesend war. Sonst bemüßigen sich ja unsere Pelieiorgane stets, mit möglichst großem Aufwande von Geste und Stimme die Ordnung vor dem Theater aufrecht zu erhalten. Herr Stadtsecretär Heeg, der das Theater als einer 'der letzten verließ und nur dem Schluß des Vorganges als Augenzeuge beiwohnte, gebot endlich den Angreifern mit dem Rufe Schämt Euch, einen Wehrlosen zu überfallen" ein energisches Halt! Nichtsdestoweniger hieben beide Ossiciere wie Tolle weiter auf ihr Opfer ein. und Lieutenant Ganser leistete sich noch den historischen AuZruf: Weg da, vir wissen, was wir thun." Herr Secretär Heeg ließ sich nicht einschüchtern und forderte die Officiere auf, ihm zur Polizei zu folgen. Die Verhafteten erbaten sich die Erlaubniß, ihrem bei Baum anwesenden Oberst die Meldung zu erstatten, welches ihnen nach Abnahme des Ehrenwortes gestattet wurde. Der Oberst nahm die Meldung des Vorfalles mit der Bemerkung Gut, gut,-- entgegen. Der angegriffene Redacteur dankt eö seiner mannhasten Gegenwehr, daß er blos mit fünf leichten Verletzungen am Kopfe und an belden Handen da von kommen ist. Von einem geladenen Revolver, welchen Redacteur E. Meitner bei sich trug, machte er trotz der aesckuderten cdwterm!ett emer wirksamen Gegenwehr durch einen zer brechlichen Stock wider geschliffene Säbelklingen keinen Gebrauch, da er befürchten mußte, m der Ausregung in falsckes Äiel tu treffen. Aus der stumm und starr vor Entsetzen daste Kenden Menoe waate es Niemand, dem Angegriffenen Betstand au leisten, da d:e säbelschwmgenden Helden den Em druck zweier Rasenden machten, die ge sonnm . schienen, sich auf jedes Opfer zu stürzen. Seitens der Polizei wurden die Anzeigen an daö kaiserliche und königliche. MilltarstatwnScom mando in Olmütz. an das kaiserliche und königliche erne orpscommanoo m flrakau und an daS kaiserlich - königliche Statthaltereipräsidlum in Brünn gemacht. Der ' Kriegsminister wird wegen des Vorfalles von enem Abgeordneten im ReWrathe interpellirt werden. Welche Auszeichnung für Tapferkeit und Muth den Säbelhelden verliehen weroen roiro, dicigi uvju warten." ; Dtt .Mäbriscbe Volksfreund'' endet mit den Worten: Zum Glücke wohnten dem Vorfalle in Baum's Orpyeum gerade so wie dem auf dem Oberringe ungezählte Zeugen bei. angesichts deren jede Beschönigung von irgend emer eite ' einfack lächerlich erscheint. Außerdem erklärt der Mährische Volksfreund": Von nun an werden in unserer Redaction nur Civilpersonen empfangen.' .. yz Jnlande, Den aewaltiasten Straßenverkehr unseres ganzen Landes hat die Fünfte Avenue in New Nork. Jn Minnesota gibt es eine Ackerbauschule sur Madchen, die ein Ziae ihrer Art in der aanzen Welt. 17,500,000 Pfund Hopfen sind, in diesem Jahre aus unserem Lande nach England ausgeführt wor den. Jp.E-!p5anCounty. Wash., wurde ein BergUwe xrlegt, der bei einer Länge von 10 Fuß 250 Pfund wog. In Wercer County, tty.. hat em Farmer einen Kürbis, dessen Umfang 5 Fuß 8 Zoll bctrug, und der Hz Psund wog. geerntet. JnderSouthJaibei East. Port. Me.. wurde ein Summer, der 191 Pfund wog und der hei einer Läng don 40 Zoll einen Umfang von 17 Zoll hatte, gefangen. AufdemArmenfriedhofe in Hartshorne, I. T.. ist ein gewisser Johnson, der emst Lleutenant-Gouver neue von Florida gewesen, dieser Tage veervigt worden. Der Suff war des Mannes Ruin. Jn mffnchen Gegenden von VJii)QViU sind die Preise der Pferde o gefallen; daß. ein zweijähriges Füllen von äuter Abstammuna auf öffentlicher Auction in Rich Hill nu? $23 vracyre. Eine eiaenartiae Reuerung hat ein Pastor inChapman, Kan., eingeführt. Anstatt Sonntags Abends eine Predigt zu halten, regalirt er seine ra ! i ; rr : i .f . a vicuiciiiüc rnu einigen uapucni eitles von ihm verfaßten Romans. Ueber 40.000 Stück Rind. Vieh im Werlc von einer guten Million Dollars sind in dieser Saison in den Counties Harney und Malheur, Ov., -verkauft worden; das ergibt auf i . v rat . r ven ops ver Vevonerung uoer q. Nych einerBerechnüng des Staats Veterinärarztes von Venn, sylvania gibt es jn diesem Staate 15,1 a , rf- ST m i. öivw Huyner im tzammlwerlyt von 5836,000; die jährliche Eierpro. ducjion hat einen Werth von $13,763, 600. ! . Der Fleisch-, Milch- un Ftschbedarf des Wohlthätigkeits - 2te partements der Stadt New York füi das kommende Jahr ist wie folgt be rechnet worden: 700.000 Vfund Rind. fleisch. 170.000 Schöpsenfleisch. 2500 Pfund Kalbfleisch. 36.000 PsundHüh. ner, 20.000 Pfund Truthühner, 70, 000 Pfund Fische, 30,000 Quart frische Und 23,000 Quart condensirie Milch, In seiner Wohnung - z a Hill.Top, Charles Cyunty, Md., ist Franklin A. Robey nach langer Krankbeit im Altev von 69 Jahren zestorben. Der 'Verstorbene erlangte dadurch ein gewisse Berühmtheit, daß er Johii WilkeS Booth und Harold nach der Eri msrdung des Präsidenten Lincoln von Hause des Obersten Samuel &)? xl Charles County nach dem naheliegenden Qäldchen schmuggelte, von wt aus Booth spater nach dem Potomac, Flusse eelante,' New, forcä nii

inairudct die Ermordung Lincoln's, und .die ganze Angelegenheit seiner Beihülfe zur Flucht des Mörders kam erst vor einigen Tagen zufällig an's Tageslicht. Bei der Landung des 'Dampfers Wi&had" in Baltimore, Md., wurde emer der ZwischendecksPassagiere, Max. alias Wilhelm Siedecke verhaftet, und zwar auf Ersuchen der Staatsanwaltschaft in Braunschweig. Siedecke hatte die Summe von 787 Mark 44 Pf., die er für den Händler Heinrich Wegener zu Weddel collectirt hatte, unterschlagen .und dann die Weite gesucht. Da nach dem Vertrage von 1873 Siedecke's Auslieferung wegen dieses Vergehens nicht erfolgen konnte, so wurde er unter der Pauper - Ade" zurückgehalten, um mit dem nächsten abgehenden Dampfer nach Bremen spedirt zu werden, wo die deutsche Polizei das Uebrige be sorgen wird. Einen grausigen Fund machten Joseph Schüler und Wilhelm Volz von Baltimore County. Md.. in der einsamen Gegend zwischen Stemmer's und Herring Run an der Philadelphia. Wilmington & BaltimoreBahn. Die Männer fanden ein ganz verkohltes menschliches Gerippe, welches auf einem Haufen angebrannter Eisenbahnschwellen lag. Nachdem sie Anzeige gemacht hatten, begab sich der Friedensrichter Lynch von Highlandtown in Begleitung des Polizisten

eonverger und des Constablers Cramer an Ort und Stelle. Die Untersuchuna ergab, daß die Ueberreste die eines Mannes waren und daß dieser leoenfaus ermordet und die Leiche oann, um me i&yat zu verdecken, von den Mördern verbrannt worden s,i. Wenngleich die Erfin. vung ves lenkbaren Luftschiffes immer noch ein ungelöstes Problem ist, so hat doch schon ein Genie eine lenkbar. Schnapsflasche construirt. Dieser scyiaumner, welcher hart an der Grenze von Toronto einen Svirituosen Großverschleiß betreibt, der aber vurcy Vocale Temperenz" behindert wird, hat angekündigt, daß er Spirituosm per Trolley" verkaufen werde. Er baute eine Drahtleitung über be? sagte Stadtgrenze hinaus, und wer Von den Bürgern Toronto's seinen Durst mit den Stadtgesetzen nicht in ouinon vrmgen will, der mag nun ewe entsprechende Summe Geldes in dem Trolley - Kasten deponiren, den er jenseits" vorfindet, worauf der fla. sten nach Toronto und gleich darauf mit der gewünschten Waare zurückgeschnellt wtrd. Die Erfindung macht Furore, Regelmäßige ärztli ch t unleriucyung ver Schulkinder wird jetzt in New Fork verlangt. Der Plan ,m Jmereffe der öffentlichen Gesundheitspflege ausgezeichnet.da es keinem Zweifel unterliegen kann, dak ansteckende Krankheiten vielfach durch die cvul.lmder Bevöreituna finden. Z?rei l lich ist der Kostenvunkt ein sebr Kober: ver ?chulraty von Vcew York glaubt wenigstens 150 Jnfpectoren" mit $30 Salär per Monat und einem Ober-Jnspector-mit $2500 Jahresgehalt nolylg zu haben, so daß mit allen Nebenkosten 550.000 per Jahr für den Zweck erforderlich wären.- Dennoch wird die einmal auf die Taaesordnuna gebrachte Frage schwerlich wieder verfcywmven nicht allem der Anste-ckunas-Gefabr weaen. sondern auck um der vielen jungen Aerzte halber, die gute Freunye im Stadtrathe der Mejvopole haben. zx g l u a l i q e r Sprung, der dem Vollbringer, dem Anstreicher Otto Eckburg, die Bewunderung aller Turner eindringen mun und was für ibn unter den Umständen von nock viel höherem Werthe ist ihn vom Tode, oder zum Mmoeften schweren Knochenbrüchen bewahrte, bildet gegenwärtig das Tagesgespräch in Berkeley, Cal., und giebt gerechte Veranlassung, den Segen der Turnerei" zu preisen, Eckburg vollbrachte nämlich das wunderbare Kunststück, beim Sturze von dem Dache eines Hauses semen Fall durch Schlagen von Purzelbäumen in der Luft so einzurichten, daß . er auf den Schultern dreier ihm zu Hilfe eilender Männer landete, ohne sich auch nur im Geringsten verletzt zu haben. Er hatte irr zweistöckiges Haus an der Ecke von Shattuck und Ashby Avenile in Berkeley anzustreichen und sich auf seinem Hängerüst zum Beginn der Arbeit bis unteres Dach in die Höhe gezogen, als er plötzlpich fühlte, daß an dem Gerüst etwas nachgab und in demselben Augenblick auch schon das Gleichgewicht verlor. Ein Schrei, den er deshalb ausstieß, machte hrei, unten an der Ecke des Hauses stehende Manner aufmerksam. Dieselben eilten unter das Gerüst und blieben dicht zusammengedrängt stehen, um denMann, dessen Sturz sie jeden Augenblick erwarteten, aufzufangen. Dies gab Eckbürg Muth. Er sprang beherzt in die Tiefe und landete, nachdem er sich unterwegs mehrmals überschlagen, aufrecht stehend auf den ' Schultern der ZNänner, obne sich oder diesen auch nur die geringsten Vcrfcfcunaen aujusiteen. Vom Auslande. !$n Beraerac lDep. Dordogne verwundete der InfanterieHauptmann Leduc im Militärspital den Oberlieutenant seines Regiments Lancelin durch drei- RevoZverschüsse und tödtete sich hierauf selber. DdrLakaiOxenbollaus Kopenhauen, der im Laufe von einigen Jahren üder 60.000 Kronin aus der Privatscharulle des Königs von Dänemark gestohlen hatte und dasur zu einer längeren Zuchthausstrafe verurtheilt worden war, ist vom Könige beanadigt und mit seiner Familie des andeS verwiesen worden. Vr -i w P rr ins oocyfl sttrsame Gemeindesteuer, tvie sie Wohl in keinem wetten Orte zu finden sein dürfte, soll in der Kreisstadt BeeSksw eingeführt werden Die dortige Stadtverordne-tm-Verlammluna bat nämlicb in der letzten Sitzung beschlossen, alle Veranden?, die lvr Sommerzeit . von den Hausbesiks! vor ihren Hausern aufge-

M Mden, M ß Mark NM

ucicccr, während ein weiterer Mag!stratsntrag, auch die Bänke, deren es etwa zehn iebt, mit je 1 Mark zu besteuern, nicht die Zustimmung der Stadlverordneten fand. Durch 'diese Maßnahme wird dem Stadtsäckel vor-

ausstchtlich eine Mebreinnabme von i läge und schreibe, 24 bis 30 Mark zu ' Wihn m.; 1 cn ru . i"ü"1 wn aou -piuiuu vciHCtuuc steuer-Auschlaa. wie er in Beeskow er hoben wird, braucht man sich allerdings über die Einführung dieser Steuer kaum zu wundern. DasPetersburgerGeriaz: yat Dieser Tage einen höchst ungewohnlichen Fall zu verbände! aebabt. Ein cewisserFruktow hatte seiner Frau ein Haus zum Geschenk gemacht und dafür sein ganzes Vermögen aufgewandt. Nachdem Madame Fruktow ausoentzerin geworden war, beqann sie, ihren Mann sehr schleckt zu beban deln, nahm einenGeneral in das Haus, mit dem sie ein Verhältniß anknüpfte, und verweigerte ihrem kranken Manne sogar 30 Kopeken für die Beschaffun von Medicin. Fruktow wandte sie nun an das Gericht mit der Klage, von seiner Frau weaen Undankbarkeit den Werth des Geschenkes im Betrage von 0.000 i'.bel belzutreiben. Das Gericht txUt Instanz entschied zu Gunsten des Klägers, und jetzt hat aucy vie Appellatlonsinstanz 'entschie den, daß dieses Urtheil wegen offen barer Mißachtung des Mannes- auf recht zu erhalten ist. Wann beginnt das 20. Jahrhundert? Diese Frage ist jetzt von der Pariser A.cad6mie des Sciences" formell, wenigstens für ,ranlrelcy. ent chieden worden. Ein auswärtiges Mitglied hatte der Aka demie die Frage gestellt, und nach reif licher Erwäauna bat die Akademie tnt schieden, daß das 20. Jahrhundert mit dem 1. Januar 1901 beqinne. Der Fragesteller hatte auf Ludwig XIV. Goethe. Victor, Hugo u. A. sich bezogen die der Ansicht waren, daß das Jahrhundert mit dem Nulliahre beainne Die Akademie Ist der Mlsicht. daß es em '.ulliayr gar nicht gebe, wie denn auch thatsächlich unsere Zeitrechnung nicht mit dem Jahre 0. sondern mit dem Jahre 1 begonnen habe. Die Null bezeichne nur den Zehner, der. zum Vorhergehenden gehöre. Also beginne das 20. Jahrhundert richtig mit dem 1. Januar 1901. Auf demGute des Besitzers Witt in Dunkersbaaen befindet sich ein Teich, der im Sommer von de? Konitzer Jugend zum Baden benutzt wird, ohne die Genebmiauna des Eigenthümers. Zweien jungen Mädchen, vie oavei vetrossen wurden, ließ Witt die Kleider durch Knechte fortnehmen und mutzten die Mädchen nackt nach dem Gutshos gehen, um dieselben wie der m Empfang zu nehmen. Der Gutsbesitzer drohte noch. . die nackten Mädchen mit der Veitsche durchzuvrüaeln und ließ erst auf die Bitten seiner Frau von diesem Vorhaben ab. Die Väter dev also behandelten Mädchen erstatteten Anzeige und der schneidige rj..i .rn tn. f je. tri r t i3uisoeiier gaiie neu neou seinen oel den Helfern wegen Nöthigung und Be leivigung vor der straslammer in Kornitz zu verantworten. DerStaatsanwalt beantragte aeaen Witt für dieses Bravourstück eine Gekänanikstrafe von vier Monaten. Der Gerichtshof glaubte indessen, es bei emer Geldstrafe von 150 M. belassen zu follen. Die Knechte wurden zu t 25 M. ver urtheilt. Jn Ulkebüll spielte.n viele Kinder auf dem Eise, als plötzlich die Eisdecke barst und, sieben große Kinder in die Tief: sanken. Die Dämmerung war bereits eingetreten. und kein Erwachsener befand sich in der Nähe. Die Bewohner der in der Nähe der Unglücksstätte liegenden Häufer horten die Hilferufe der Versinkenden und eilten zur Rettung herörl. Man zog vier Kinder lebendig in kurzer Zeit aus der Tiefe. Alsdann wurden zwei Schwestern, die Töchter des Gärtners Nicolaisen. wie todt an's Land aebracht. Es gelang den Bemühungen der Nachbarn, die jüngere Schwester tn'ö Leben zurückzurufen; die ältere wurde als Leiche . in's Elternhaus überführt. Außerdem fand ihren Tod das siebente Mädchen, die Tochter des Fuhrmanns Krühlmann, unter dem Eise. Die Dunkelheit verhinderte das w rn l c. "-. rrs. cy.i- r AUssmoen ver eicye. zer aier iiq bis an den Hals in die Fluth hinein, um sein Kind zu suchen und zu bergen. . ' f fl W ii allem veraeoens. rn gegen cilierm . t 1 t C I YM . . P nach! wurpe.oas isoie caocyen aui fischt - Ein blutiges Dramg hat sich in Stemamanger zugetragen. Der Rittmeister deS 11. Husaren-Regiments, Emil Petak, kehrte Abend? von der Jagd heim, nahm im Ossicierscasino . das Abendessen, wobei er angeblich mehr Wein als gewöhnlich trank, und begab sich sodann in seine in der Kaserne befindliche Wobnuna. Hier fand Petak feine Gattin mit Lieutenant Baron Korb v. Weidenheim im Gespräche und fuhr sie mit heftigen Worten an, worauf sich dieselbe in ein Nebenzimmer flüchten wollte. Vetak zog jedoch seinen Revolver und schoß seine Frau durch den opf, woraus sie zusammenstürzt?. NlS Narnn ctnrft der Gattin Petak's zu Hilfe eilte, richtet'e dieser den Revolveraeaen ibn und schoß ihn zweimal durch den Hals. Auf die Detonation stürzte Lieutenant Andor v. Bezeredy in die Wohnung deS Rittmeisters und warf sich sofortmuthig zwischen .Petak. und Lieutenant Korb. Dieser hatte inzwischen den Säbel gezogen und führte aeaen Veiak einen Hieb, welcher aber abglitt und Bezeredy am Handgelenke schwer ver wundete. hierauf schon Rittmeister Petak zum dritten Male auf Lieutenant Varon Korb, welcher, in die Brust getroffen, niederstürzte. Petak entfernte sich bierauf auö seiner Wobnung und fuhr zur Acsador Station, kon'wo it sich nach Wien begab, um sich dort W Miwärbebürde lü stellen. Negimentsarzt D5. SchülZer' nahch ! . er . tn.i.fts Im nift.nW. oii jiuu uui tu lung. Frau Peiak. sowie Lieutenant Baron Korb schweben in Todesgefahr und eine Genesung ist kaum zu erhof-

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Es ist unzweifelhaft wahr daß durch ein vernachlässiates Magenleiden Viliosilöt, begleitet ron Kopfschmerzen entsteht, eine wettere Vernachlässigung erzeugtLeöerkeiden und schließlich wird das Blut tn Mitleidenschaft

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