Indiana Tribüne, Volume 20, Number 102, Indianapolis, Marion County, 29 December 1896 — Page 1

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Office : No. 18 Gift Alabama Straße. t t - JLhrgLRf, 30. Indianapolis, Indiana, Vienstag, öen 29. Dezember 1896 No. 102 .' " " i , i T i

der Anerkennung fremder Mächte auö-

schließlich in die Hände diö Präsidenten, so wird eS doch Herrn PhelpS und Anderen, welche mit ihm derselben Meinung sind, schwer fallen, dieS zu

beweisen. Wir finden begreiflicher, aber

auch trauriger Weise bei fast Allen,,

welche jemals mit dem diplomatischen

Dienste in Verbindung standen, eine

Neigung, dem Präsidenten im Verkehr mit dem Auslande ähnliche Machtbe-

fugnisse zu ertheilen, wie sie ein Mo-

narch besitzt. Gegen eine derartige

Auslegung der Verfassung kann man

nicht kräftig genug Protestiren. Wenn

eS richtig ist, daß die Anerkennung der Cubaner einer Kriegserklärung gegen

Spanien gle'ch käme, dann sollte selbst der Versassung nach bloß der Congreß

daS Recht der Ansrkennung haben, denn die Verfassung legt daS Recht der Kriegserklärung ausdrücklich in die

Hände deS Kongresses. Aber davon abgesehen, ist eS gänzlich unrepublika-

Sin europäisches Departement. Wechsel, Creditbriefe und Poftanwei- isch in die Hände deö Präsidenten ein

sirte und westlich zog Ändere Nach

richten von Gomez sagen, daß die Spanier die Zusammevziehung von Insurgentenstreitkeäften in der Provinz Sant2 Clara nahe MatanzaS zuge-stehen.

Frenzel üroiers, No. 1 Wcst Washington Strahe, (Merchants National Bank.)

sangen auf alle Städte Europas. Schisssscheine nach und von Europa.

und Verkauf ausländischen GeldeS.

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X-MS.

Vergessen Sie nicht Ihre X-MAS Cigarren im

lLditorielles-

ausschließliches Recht zu legen, dessen

Ausübung möglicher Weise einen Krieg

im Cesolge haben kann

Wenn unter unseren Diplomaten

und sogenannten Staatsmännern wirk

lich republikanische Gesinnung herrschte,

Unter der Ueberschrift Zur dann müßten sie darauf bedacht sein.

OsfijierSehre" schreibt man aus Berlin: mcht monarchlsche Brauche nachzu

Ein blutjunger Sardelieutenant. der ahmen, sondern die Verfassung so zu

erst vor ganz kurzer Zeit auö dem Ca- deuten, daß die Machtbefugnisse der

detteneorpS nach Berlin gekommen Landesvertretung möglichst ausgedehnt, demie der Wissenschaften in Berlin

war, verliebte sich in eine Choristin die der Szecutive möglichst beschränkt ordentlicher Professor der Physiologie

eine hitRaen fhtaftri. Da Zunae I werden. lan der Univeriität Berlin und Direk-

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dumme Mädchen erwidert die Liebe ES ist seit dem mehr IS hundert- tgr deS dortigen physiologischen 3nsti

und fühlt sich wie im Paradiese. Der jährigen Bestände unsern Republik tut. Er war im Jahre 1313 in Ber-

Liebeöhandel dauert einige Zeit, da kein Fall vorgekommen, in dem eö von lin geboren.

erfährt der Papa deS Lieutenants, ein eiten deS CongresseS nothwendig

Jahre 1860 b:S 1866 war er General-

Conful in Frankreich. Nach dem Krieg wurde er vom General de Cissey, dem damaligen Kriegsminister, zum Vorsitzenden einer Commission ernannt, die sich über die Thunlichkeit unter-

richten sollte, den französischen Truppen englischen Unterricht zu geben.

wurde er zum Gesandten in

Wegen Brandstiftung..

N e w I o r k, 28. Dez. Der Brand- 1873

stiftung wurde heute Abend der reiche Griechenland ernannt. Dort verdiente Grundbesitzer und Fabrikant Isaae ee sich den Dank der Regierung für Zucker schuldig befunden, weil er sei- den dirksamen Schutz der Amerikaner nen Laden in der Division Str. in während der Krisis des JahreS 1873. B.-and gesteckt und selbst bei den Ar- frald darauf beschnitt der Congreß die

rangementS dazu geholfen hatte l Oevilligung für den Ministerresiden

ZuckerS Zugehörigkeit zu der Brand-1 ten in Athen und General Read war

stifterbande, der der zu 40 Jahren genöthigt, auS seiner Tasche zu leben, Zuchthaus vtturtheilte MorriS Schoen- da 'er die Amerikaner in Athen und

hutz angehörte, konnte nicht erwiesen! Griechenland in der Stunde der Gefahr

werden. Zucker stammte auö Rußland, nicht sitzen lassen wollte. Als Griechen

ist 49 Jahre alt und kam 1869 nach I land dann nach dem ruskisch-türkischen

Amerika, etablirte in New Jork ein Kriege den erwünschten Gebietszuwachs

Kleidergeschäft und konnte bald in! erhielt, machte ihn König Georg von

Philadelphia und Newark Zweigge- Griechenland zum Ritter deS Groß

schäfte gründen.

kreuzeS deS Erlöserordens.

OchiNS'Nachrichten.

Ausland. Professor DuboiS-Ray-m 0 n d t 0 d t.

B erlin, 28. Dez. Der berühmte deutsche Phvfioloae Professor Dr.

Emil Heinrich DuboiS-Raymonnd ist

hier gestorben. Er war Mitglied und I von Liverpool.

stetiger Sekretär der königlichen Aka- New vork: omadlc"vonLlver

Angekommen in :

L o st o n : Pavonia" von Liver-

pool.

Liverpool: Bovik" von New

Sork.

Philadelphia: Rhynland"

pool.

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Aei einem Vankell. vas

jüngst in Baltimore. Md., von den

Eold-Demokraten veranstalte: war,

tnutht Madeira aetrunken. dev aus

ostelbischer Großgrundbesitzer, von dem wurde, sein Recht der Anerkennung Der Prozeß Stambuloff.

Techtelmechtel seine, Herrn Miu,, reist fremder Nationen in Anwendung zu S 0 s i a, 28. Dez. Madame Stam- dem ?lahre 1800 stammte. Dieser

nach Berlin und droht dem Sohne, er bringen. AuS der Thatsache aber, daß buloff, die Wittwe de ermordeten Wein befand sich bis zum Jahre 1334 7 7 ' I . . . I 11 I 1. ... er XI CfC -3 c kki v

werde ihm den

er daS Be

Gardelieutenant

ner Ossizteröehre in diesem Zalle schul- Selten deS Songresses gar mcht vor- handelt wird, eine erregte Rede. Sie Philip Evan Thomas.dem ersten Prä

big sei. Zwischen Liebe und Geld- Handen i. Die Sache der Anerken- erklärte, daß die inö Gericht gebrachten sidenten der Baltimore 8: Ohw Eisen-

beute! ist sie gestellt und sie entscheidet nung der Cubaner hat ihre zwei Sei- Gefangenen unschuldig und die richtigen M,??ust. on l TYomas ging em sich natürlich für daS klingende Metall ten, aber mit oder ohne Anerkennung Mörder dem Tribunale bekannt wären. ner Tochttt Die arme Choristin wird gewimmelt, derselben wäre zu wünschen, daß der Diese Autsage erregte eine Sensation. ün na deren Tode im ahre 1886

nack deren Tode im ?kabre

0 etwas kommt ja alle Tage vor, sie Congreß einen Weg fände, sein Recht Diese Beschuldigungen der Wittwe erstand Douglas H. Thomas den Rest iCl : c . rr . sr r , I k.m (IS. IT. 0TY 1 (.(1... sl(T. I i. r ... , I , r T) tX m. W. k.,?! .

Diiiljdiiidjririjlrii.

greift in der Verzweiflung zu Gift, dazu ein für alle Mal festzustellen

iegt noch einen Tag schwerkrank dar

nieder, ohne daß der treulose Anbeter

hr Abbitte geleistet hätte und stirbt

voll Bewunderung für die glänzenden

Beweise von Ossizierdehre. So ge-

chehen acht Tage spater, nachdem de?

Kkiegöminister im Reichstag auf die OssizierSehre sein Loblied gesungen

hatte.

deS groben bulgarischen Staatsmannes, von 6 Gallonen. Wenn das Ursprung

welcher als der BiSmarck Bulgariens lich für den Wem bezahlte (Äeld beim

Inland.

bekannt war, machte auf die Zuhörer,

die auS Mitgliedern der höheren Ge-

sellschaftöklasse bestanden, einen tiefen

Sindruck Der vorstbende Richter und

Wetterbericht.

Kauf desselben in einer Sparbank deponirt worden wäre, so würde, Zins auf Zins gerechnet, der Preis pro Gal-

lone heute sich aus $1500 stellen.

I n dem ganzen Gebiet des

Okefenokee Schwamp, welcher bei ei-

ES ist weit gekommen in Deutsch-

land. Der Redakteur der ..Volks

" in Magdeburg, Karl John,

ließ in einer Nummer jenes Blattes

einen Artikel erscheinen, der über eine

Jagd in der Letzlivger Haide berichtete In dem Artikel wurden die Treibjag'

en greuliche Metzeleien u. s. w. ge-

nannt. Die Anklage bebauvtete nun.

in der Kritik der Jagd sei eine Maje-

ftatSbeleldigung enthalten, weil der

Kaiser daran Theil genommen habe,

wenn auch die Person desselben gar

nicht erwähnt sei.

Bei der Prozeßverhandlung gab der

Angeklagte an, gar nicht gewußt zu

haben, .daß der Kaiser an der Jagd

Theil genommen habe. Diese Be-

hauptung hätte der Angeklagte unmög

lich aufstellen können, wenn der Artikel nicht objectiv gegen daS Treibjagen

selbst gehalten gewesen wäre.

er Gericylöyos ram zu einem Schuldig im Sinne der Anklage und

verurtheüte John zu neun Monaten

Gefängniß. ES war angenommen, daß der Angeklagte gewußt habe, der Kai-

der StaatSanwalt waren durch den

furchtbaren Ernst der grau, welche die jem Gesammtflächenwhalt vonca. 915

Wolkige Wetter wahrscheinlich mit Methode deS Prozesse- der angeblichen K

leichten Regenschauern heute und Mitt- Mörder ihreS Gatten so gewaltig der- Charlton im Staate Georgia erstreckt woch. Höchste Temperatur innerhalb urtheilte, so entnervt, baß sie der sowie Theile der Eounties Baker und

der letzten 24 Stunden 44 Crad.I Dame, welche in tiefe Trauer gekleidet Columbia lm Staate Florida umfaßt.

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niedrigste 38 Grad. war. nickt eine ffraae stellen konnten leven im ganzen nur orei Wammen.

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nnh , h,rn,6 Y,n riehuii .in welllze zuiammen nopse zayien. iL3

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stW k! 0a9 u f X w !mam

Soll. rif. vn ..kGS SÄS

Washington, 28. Dez. DaS van welchem sie wußte, daß nichts von etwa 40 Jahren von Billy's Irland

Comite für Mittel und Wege hat heute demselben zu erwarten sei, Rache für! Besitz ergriff und dem später der Titel

damit begonnen, Fabrikanten und In- daS abscheuliche erbrechen verlangend. Sumpfkmg" velgelegt wurde. Trotz-

vem vie ees reinen eniliel auswei

4. l . m

ierelenlen uoeryaupr elegenyeil zu

geben, ihre Ansichten und Wünsche

auözusprechen. DieS wird bis zum 11 Januar sortgesetzt werden.

Vielleicht der letzte Kalis

Konstantinopel, 23. Dez.

Der russische Botschafter M. De Neli

Vermittlung.

sen können, gelten sie doch als unum-

schränkte Herren der etwa 12 Meilen großen Insel, welche von der nächsten

Ansiedlunq über 30 Meilen entfernt und nur sehr schwer zu erreichen ist.

doff. der im Einverständnib mit

d.n R,n,Ss.ntant,n KrkitnnnZ,n. Auf dieser Insel hausen die Lees, in

MW T W W Y , ;f fltPHMIWNT I . . . ro.st:-.-- oo : J n-..fj.f v. , . dem sie sich von der Jagd und etwas

rz. vit uiiuuvp, ü JtuumP osrf,,, ährtrr. Mit der Außenwelt.

Post" will aus zuverlässiger Quelle und Oesterreichs handelt, hatte am die nur nach einer äuwst beschwer!!-

die Mittheilung haben, daß zwischen! Samstag eine Audienz beim Sultan I chen Canoefahrt von langer Dauer zu

erreichen ist, kommen diese Leute nur

sehr selten in Berührung

.Ländlich, schändlich" scheint.

so weit gewisse Gegenden des gesegne

ten Zlauzras - Staates entucky m

Betracht kommen, als eine passende

4 . k c . ctr . cv I rw c w . . n. ?i. m m . .

Spanien uvo oer egieruna ver Ber.iooui amio. er ru n ae lvlo-

w V ' ( 11 "I" - r - - Staaten Unterhandlungen im Gange I mat warnte den Sultan, daß die Con

und dem Abschluß nahe seien. Dar- trolle der europäischen Mächte über die

nach wäre Spanien bereit, den Cuba-1 Finanzen deS türkischen Reiches unver

nern durch Vermittlung der Ver.imeidlich werden würden, wenn die

Staaten Konzessionen zumachen. Diese! Einnahmen an Zöllen etc, welche für! Travestie des Sprichworts ländlich.

Konzessionen sollen in einer allgemei- Bezahlung der türkischen Schulden sittlich". Zwei wohlhabende Farmernen Amnestie und in Einsetzung einer verpfändet find, anderweitig verwendet söhne auö der UmMend von Mount

besonderen Commission bestehen, welche oder berührt werden sollten. Er M ! v ä w .. r i . . . . ' .Iobn Humpyreys mit camen, waren leweillg d,e Handelsbeziehungen zwi- formirte ferner den Sultan Abdul Nalen bei der Vewerbuna um die

ser nehme Theil an der Zaad in Led. wn p amnün den Colonieen und Hamld, daß ver Zar dessen personllche Hand der schönen MinnZe Harris. rs- m i t. c l die Besteuerung derselben kontrollirt. I Sicherheit garantire und sich bemühe, welche bald mit dem Einen, bald mit

......... öWu.mm, ii. stL i' v. ..... ...i..nnitn !)sn.v. rtrtittrf ID.i.Tt

i nie üupiccisuc ves üuuQNü auyieqii wttu ''' h""1' junuf A u i iT u h ä. ' I !. N. k...k. ax(.A Abens nun gab der ffarmer John Ha-

- ä m km Kt iiuiir ii. i in i ii ii r iiiii i i r i rm t m 4 m m

der rtikel geeignet sei, Seine Ma- . ' . av . .-fl. ' 7 .7 milton eine große Ge ellschaft, zu wel

iestät" objektiv zu beleidigen, aber auü r?"u' -ullu . " B. " curvpa.iqen ch e Welt, mit Ausnahme von

subjektiv lieae die Beleidiauna dr umy, oer ameriram,kye urger, wel- caqle nolywenvig werden ,olllen. William Lowry einqeladen, war. Letz uiy vi( 4JCiciutgung V0f I r - Qst- ...i., ymm CT.-. I tn.c i.nB.!. i ? . r.f. r." jix.rj jt ...

K. yi. gy,iu s $-:; -:x- .xH" "uur vit kl'i er uzzan viuo aoer Ullie larrig lerer illzmor. ia) surqlerzill) zu ia

"kW" vfc jvntiv uujic 1 I sx,,,. v:. an.. ,,.v M.. niin: ... An irnS nT8 cVitrtnS srsf tn (Srr

..r.:s: v:. v -iivv"ö uö (ukihiiu vumuuv viiutiunit cuic viiim;uiuunu iu i -t" ' . i' augenscheinlich gegen die Person deS '7.. . " .y c ' milton'ö Saus m froblicken Reiaen

vvMn uuv VUHUUIUI Vl(9 I UIUU VllUl JUIUUJUUCU VVIS UUBUCIll - . f t v 3 CT 1

richte zu lebenslänglicher Gefäng. Controlle der Mächte. Der russische thier unier die Gesellschaft. Die schöne nißftrase verurtheilt var; dann aber Botschafter antwortete darauf, daß die Minnie. welche mit Humphrevs einen

später ein Cidilprozeß bewilligt wurde, Lage deS türkischen Reiche? den Thron feurigen Walzer tanzte, wurde vor die

Herrschers.

Darnach hat eS deutsche richterliche

Loyalität bereits so weit gebracht, kai

serliche Unfehlbarkeit alS Rechtsnorm

aufzustellen und man darf keine Hand

lung tadeln, an welcher der Kaiser theilnimmt, denn diese Theilnahme

selber macht sie tadellos.

ES giebt ja wohl noch deutsches Frei

heitSgefühl, aber bei deutschen Richtern

ist eS schwerlich zu finden.

sin wii.jenjchaftlicheZ Gutachten aus dem Hessenlande wird in dem großen Kreise der Biertrinker berechtigtes Aufsehen, vielleicht auch zahlreichen Widerspruch erregen. Anläßlich einer Erörterung über die Ge-

Währung der Erlaubniß zum Aus-

chank von Branntwein wurde vor dem

Provinzialausschuß der Provinz Ober-

Hessen die Frage entschieden, ob es ein

Bedürfniß sei, vor dem Genusse von Bier ein Gläschen Schnaps zu trinken. Auf Grund eines ausführlichen Gut-

achtens des großherzogllchen Kreisgesundheitsamtes Gießen und des Di rektors des dortigen hygienischen In-

tituts. des bekannten Professors Gass-

ty. erklärte obige Behörde etwa Fol-

gendes: Wenn es auch richtig sei, daß den gesundheitlichen Nachtheilen der in größerer Menge genossenen kalten Ge-

tränke durch den vorycrigenGenul; von

Branntwein vorgebeugt werden könne.

so erziele man aber ziemlich dieselbe

Wirkung durch einen vor dem Bier genossenen Bissen fester Speise, etwa Brot, das nöthigenfalls stets auf dem Wirthstisch zu stehen habe. Die nach-

gesuchte Erlaubniß sei daher zu versa-

gen." . . .

ElnBerorecaen, vas vor circa 4 fahren verübt wurde, ist jetzt.

dank der unermüdlichen Thätigkeit des Gendarmen Müller zu Marienhasen,

aufgeklärt worden. Damals verschwand plötzlich' der Landwirth Hermann Bogena aus Rechtsupweg. ohne daß es trotz allvNachforschungen gehingen wäre, Mr seinen Verbleib etwas zu ermitteln. Später fand man

die Leiche des Vermißten in einer rnu Wasser gefüllten Niederung in der

Nähe des Dorfes. Obgleich schon da-

mals der Verdacht geäußert wurde, daß Bogena nicht durch einen Unglücksfall zu Tode gekommen sei. so waren die angestellten Ermittelungen doch nicht derart, daß gerichtlich eingeschritten werden konnte. Nach den jetzigen Feststellungen soll die Ehefrau des Bogena in Verbindung mit einem gewissen Bußmann aus Rechtsupweg

im Verlauf emes ehelichen Streites ihrem Manne einen Schlag mit einer Zange auf den Hinterkopf versetzt haden, wodurch Bogena betäubt zusammensank. . In diesem Zustand haben die beiden Unmenschen den Verletzten in den nahen Brunnen geworfen, in welchem Bogena auch ertrank." Um das schreckliche Verbrechen zu verheimlichen. hat die Ehefrau die Leiche ihres

Mannes später aus dem Brunnen ge-

zogen und dann mit Hilfe ihres ü$e

liebten m vas ml geworfen, wo me Leiche nach einigen Wochen aufgefunden wurde. Frau Bogena ist stets über

den Tod ihres Ehemannes vor srem-

den Leuten in Thränen ausgebrochen und hat em volles Jahr Trauerklei-

dung getragen.

-InJpse(Nreis Garve-

l t a t n) wurden der Altsttzer Schulze

und dessen Frau ermordet. Der Mörder ist der Schwiegersohn der Ermor-

deten. Kossaty Frik Ebelmg aus

Truestadt (Kreis Gardelegen); er ist bald nach der That verhaftet worden, hat dieselbe eingestanden und ist in das Amtsgericht zu Gardelegen eingeliefert

worden. Der Morder hatte sich zuerst an das Bett der alten Frau begeben

und dieser den Hals durchgeschnitten. Das neben der also um's Leben Gebrachten im selben Bett liegende neunjährige Mädchen, Tochter de5 Kossä. then Stodtmeister in Mieste. verkroch sich unter der Bettdecke und sah beim

Scheine der Laterne, wie der Mörder auch über ihren Großvater herfiel und

sich mit ihm aus dem Boden herum

wälzte. Vor Schrecken fast gelähmt.

blieb das Kind unter der Bettdecke ver

borgen. Kurze Zeit nach dem Ent-

fernen des Morders hon man Feuer lärm, und man eilte zu dem brennen

den 'Hause; der Mörder hatte das Feuer angelegt, um seine schreckliche Tbat nicht zur Entdeckung kommen zu

lassen. Die freiwillige Feuerwehr war inzwischen auch herbeigeeilt und brachte

zuerst ven auf emem Stuhle sitzenden

fchwerverwundetenAltslker Schulze g'

gen seinen Willen aus dem Hause.

Ebelina hatte seine Kleidung gewech

seit, die ausgezogene wurde untersucht,

und da an derselben Blutspuren ae

funden wurden, Eb.ling verhaftet. Auf dem Wege nach dem Gefängniß aestand er seine That ein. Das Motiv

zur That des Mordes ist in dem Um

stand zu suchen, daß er an seine kürzlich durch Erhängen aus dem Leben

geschiedene Mutter 100 Thaler und an

seineSchwieqereltern 140 Thaler iah?

lich Altentheil zu zahlen hatte; schon öfter haben zwischen ihm und seinen

Schwiegereltern wegen diesbezüglicher rückständiger Zahlung Scenen stattgefunden. Man wird nunmehr auch in das Dunkel, das übe? dem durch Erhängen berbeigesührten Tod seiner Mutter schwebt. Licht zu bringen

ucyen.

welcher während mehrerer Tage ver- deS Kalifats in nahe Gefahr bringe. Brust getroffen und fiel zu Boden.

handelt wurde, ist heute formell zu Abdul Hamid antwortete daraus mit

lebenslänglicher Strafarbeit und Be- großem Nachdruck:

zahlung der Hälfte der Kosten des Ich kann vielleicht der letzte der

Prozesses verurtheilt. Er wurde nach- Kalifen sein, werde aber niemals ein

her für zahlungsunfähig erklärt. ! zweiter Khedive werden.

Nev Sork, 28. Dez. Die cuba-

nifche Junta in dieser Stadt wurde 1 G e r a l M e r e d it h R e a d. f

Wenn auch Herr PhelpS, der heute offiziell inforairt. daß General Paris, 28. Dez' General Mere-

einmal Gesandter in Berlin war, be- Max:mo Gomez in voriger Woche bei dith Nead starb hier gestern Morgen;

hauptet, die Verfassung lege daS NechtjNoroa die östliche MilitSrlinie pss-'r war im Jahre 1837 geboren. Qom

Unverzüglich wurde dem Verüber des

Attentats nachgesetzt und nachdem er gefangen war. dem Fräulein Harris vorgeführt, um auS ihrem Munde sein Urtheil in Empfang zu nehmen. Die Straf: war grausam, aber dem Atten-

täte entsprechend. Lowerys Arme wur

den an seinemOberkörper festgeschnürt,

das Stmkthier um semen Hals gebun

den und dann wurde der Missethäter in die Rächt. hmausgetrieben. Seitdem

ist Lowry spurlos verschwunden.

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