Indiana Tribüne, Volume 20, Number 101, Indianapolis, Marion County, 28 December 1896 — Page 1

$s o o Tr i sVO UN V s$ N i IV V o V w O W V Office: No. 18 Süd mabauia Strafte, ?Z?KLSS5?si 20. Indianapolis, Indiana, Montag, :en 28. Dezember 1896 v No. 101

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Inland. Wetterbericht. Wolkiges, wärmeres Wetter heute Nacht, wahrscheinlich Regen vor TageSanbruch und Regenschauer Dienstag. Höchste Temperatur innerhalb der letzten 24 Stunden 40 Grad, niedrigste 28 Grad. .Große Grubenunglück. Princeton, Ind., 27. Dez. 3n dem Bergwerk der Maule Coal Comp. fand gestern Nachmittag eine Explosion von Grubengasen statt, durch welche neun oder noch mehr Leute sofort getödtet und mehrere andere schwer derletzt wurden. Von den Letzteren wird voraussichtlich nicht einer am Leben erhalten werden können. Als vor einem Jahre die 7 Fuß mächtige Kohlenader entdeckt wurde, herrschte in der Gegend große Freude darüber, daß durch den Abbau derselden vielen Leuten Arbeitsgelegenheit gegeben würde und Niemand ahnte, daß die Mine über viele Familien Unheil bringen würde. Die Anlage deö LuftschachteS wurde erst begonnen, als die Mine bereits zum Betrieb f rtig war und die Arbeiten an dem Schacht gingen nur langsam vorwärts. ES sammelte sich häufig Grubengas an und mehrfach ereigneten sich l?zp!osionen, welche aber weniger bedenkliche stärke hatten, als die heutige, doch war ihnen bereits früher ein Menschenleben zum Opfer gefallen. Obgleich eS bekannt war, daß sich mehrfach Gase in der Grube entwickelt hatten, gingen die Leute doch, wie eS scheint, ohne an die ihnen drohende Gefahr zu denken, heute an die Arbeit. Der StaatS. Mineninspektor Fisher wird morgen hier erwartet, um eine Untersuchung anzustellen. Ein nativistischer Ssel im Richterstuhl. New Jork, 27. Dezbr. Nichter Roger Pryor, der sich schon neulich sehr mißliebig gemacht, indem er auf einen lächerlichen Vorwand hin einem Manne die Naturalisationkpapiereverweigerte, lehnte kö heute ab, der Agadath Hakehiloth, einer jüdischen Gesellschaft, die ZneorporationSpapiere zu gewähren und zwar auf den Grund hin, daß diese Gesellschaft am zweiten Sonntag im Januar jedes JahreS ihre GeneralVersammlung abhalte, waS zwar nich: direkt gegen daS Gesetz verstoße, daS er als Richter aber als unstatthaft bezeichnen müsse. Trauriges Ende. Baltimore, 27. Dez. Conrad EpperS und Robert Perrh, zwei der acht Knaben, welche vor acht Tagen von einem tollen Hunde gebissen und dann nach dem Pasteur-Jnftitut in New öork gebracht wurden, starben heute Morgen an der Tollvuth. Sie sind das zweite und das dritte Opfer des tragischen Vorkommnisses. . Diese drei Kinder wurden am Kopse und im Geficht gebissen. Die anderen, welche an den unteren Körpertheilen verletzt wurden, befinden sich, wie eS scheint, wohler. , , Schreckliche Eisenbahn katastrophe. M e m p h i S, Tenn., 27. Dezember. Von Birmingham, Ala., meldet eine Spezialdepesche: Der Passagierzug L. k N. Eisenbahn, welcher Morgen um 6 Uhr von Birmingham nach einem Punkte nahe Gurney und von dort über ein VerbindungSgeleise der Südbahn, bekannt als die Briersield, Bloeton und Birmingham Road abfährt, siel heute Morgen um 7.50 von dem mittleren Bogen einer Gerüstbrücke, welche zwischen Gurney und Bloeton über den Cahaba Fluß führt. und eö wurden an 20 Passagiere ge tödtet. Der mittlere Bogen der genannten Gerüstbrücke ist 200 Fuß hoch. Der Cahaba Fluß hat nur einen sehr nie drigen Wasserstand, die Trümmer ded ZugeS geriethen aber in Brand und die Zerstörung war vollständig. Man glaubt, daß daS Unglück durch verbrech erische Entfernung einer Schiene von der Brücke- verursacht wurde. Der Ueberlebenden sind nur sehr wenige und sind dieselben so schwer verletzt daß sie nicht im Stande sind, nähere Angaben über die Katastrophe machen zu können.

Selbstmord. C h ic a g o, 27. Dez. Der bekannte Bankier Otto Waömannödorss schoß sich heute eine Kugel durch den Kopf. Der Selbstmörder war Mitglied der

Banksirma Waömannödorff Heine mann, welche in voriger Woche in Fokge deS . Zusammenbruchs drr. National Bank of'Zllinoiö Konkurs machte. Der Schlag traf ihn ungemfinhart, und hat ihn augenscheinlich zu den? der zweifelten Schritt getrieften Imp osant es B e grä bnis. LouiSville, 27 Dez . Heute Nachmittag fand unter immenser Be theiligung daS Begräbniß deS Bankiers Herrn Joseph L. Fischer statt. Hinter der Fahne deS Liederkranz" folgten alS erste, die Abgesandten deS Indianapolis MännerchorS, darauf folgte der Liederkcanz - Mänuerchor und weitere deutsche Vereine. mm , Ausland. Frankreichs neue Geschütze. 'Berlin, 27. Dezbr. Die Neube. wafnung der. deutschen Artillerie mit SchneUfcuer-Gtschützen ist auf einmal wieder in den Vordergrund gerückt worden, nachdem man hier nicht länger daran zweifeln kann, daß Frankreich thatsächlich bereit? mit der Einsühruvg von Schnellfeuer - Geschützen für die Feld - Artillerie begonnen hat. Der Hannoverische Courier" ist in den Besitz näherer Informationen über das neue französische Feldgeschütz gelangt und schreibt darüber : DaS Geschütz hat ein Ealiber vo-l 7 Zentimeter und ist nach dem System Conet konstruirt ES feuert Schrapnells von 6$ Kilo gramm Gewicht, welche mit je 300 Kugeln geladen sind und welche in der ersten Sekunde eine Fluggeschwindigkeit von 600 Meter (also fast bat Doppelte der Geschwindigkeit deö GeschosseS deS jetzigen deutschen FeldgeschützeS) entwickeln. DaS g'sammte Geschütz hat ein Gewicht von nur 1740 Kilogramm. Zu seiner Bedienung genügen vier Mann, während zur Bedienung des jetzigen deutschen FeldgeschützeS außer dem Geschützführer sechs Mann nö hig find. Wenn einmal geladen, feuert das Geschütz in ununterbrochener Reihenfolge vierzig Schüsse ab. Wie die Hamburger Nachrichten" erfahren, hat daS in der französischen Armee in der Einführung begriffene Schnellfeuer - Geschütz den weiteren Vorzug, daß eö möglich ist, die Wirkung des EinschlagenS des Geschosses bis auf eine Distanz von 4000 Meter zu beobachten. Wie kürzlich verlautete, hat der Kriegsminister in der Budget. Commission deS Reichstages die Mittheilung gemacht, daß Frankreich bereits in der Stille mit der Neubewassnung seiner Feldartillerie begonnen habe. Nun meldet aber daS Hamburger Blatt ganz positiv, daß jedes französische ArmeeeorpS bereits mit zwei Schnellfeuer-Batterien ouSgerüstet sei und ShrapnellS von beträchtlichem Kaliber für spezielle Zwecke besitze. .,, OchisfS'Naiyrichten. Angekommen in : New S o r k : 8a Bretagne" von Hzvre; Prussia" von Hamburg; Veendam" von Rotterdam. H a v r e : La Bourgogne" von New Sork. Moville : Numidian" von Portland. allerlei. D i e Entdeckung eines fossilen Affen auf Madagaskar ist der Pariser Akademie der Wissenschaften mitgetheilt worden. Es handelt sich um den Kiefer eines echten Affen in den Aepynornis - Schichten, der von Forsyth Major, der sich auf Madagaskar mit zoologischen und paläontologischen Forschungen beschäftigt, aufgefunden worden ist. . Bis jetzt waren auf Madagaskar nur Reste von Halbäffen (Lemuren) gefunden, andere aber nie vermuthet worden, und der neue ftmid ist daber von arokem wissen schaftlichem Interesse. Die von Gaudry der Pa-lser Akademie vorgeleaten Präparate lassen erkennen, daß der sossile Affe die Größe, eines Menschen hatte und in der Gestalt seiner Zähne den Affen der alten Welt, in ihrer An, zahl dagegen denen der neuen Welt j glich. . .

f In d'em Bestreben, die zur Einrichtung eines Heizapparats in sei'.ner Kirche erförderlichen Geldmittel zu beschaffen.hat Rev. Horan in Rumford Falls. Me.. das Bibelwort Seid klug wie die Schlangen und arglos wie

die Tauben mit gutem Resultat angewandt. An einem bitterkalten Sonntage predigte er, so lange, daß der ! Schluß seiner Predigt, von obligatem fr' . . . - V - - Jayneilappern in oer ganzen liege ot gleitet war. Er, that dann, als ob er erst plotzllch der niedrigen Temperatu gewahr werde, und sagte:'Es ist in der That kalt. Ich bm aber der Äverficht, 'daß die versammelte Gemeinde mit Freuden genug 'Geld' beisteuern wird, um die Wände der Kirche tunchen und einen Ofen in diese setzen lassen zu können." Die -Mlte und die Predigt hatten einen solchen Effect, daß eine sofort veranstaltete Collecte reichlich genug ausfiel, um , die nöthige Anschaffungen machen zu' können. . Sit-de'm 1. December 1893 ist Edward L. Baker .ein Insasse des Zuchthauses von -St. Quenttn, Cal., gewesen, um ein Vergehen -zu sühnen,, an dem er, wie es-sich jetzt herausstellt, völlig unschuldig ist. Er war in Los Angeles County mit 'der Bearbeitung' einer Mim beschäftigt und .war dort mit einem Manne. Namens Hay zksammen der Fälschung angeklagt worden. ' Auf demZeugenstande schwor Hay, daß Vaker allein der Schuldige sei, und dieser wurde zu vierzehn Iahren Zuchthaus verurtheilt, während er selbst frei ausging. Vor einigen Tagen ist der Mann gestorben und auf dem Todtenbette hat er, von Gewissensbissen gequält, das Bekenntniß abgelegt, das er damals einen Meineid begangen hat und daß Baker an dem Verbrechen völlig unschuldig wär. Der Gouverneur wurde sogleich davon benachrichtigt und es verwandten sich viele 'der angesehensten Leute für den unschuldig Verurteilten, weöhalb der Gouverneur denselben begnadigt hat. Ein lustiger Krieg ist in Vrooklyn, N.'A.. zwischen der tapperen" Miliz und der Polizei aüöebrochen. Die Ursache desselben ist in der schrecklichen Vermessenheit der Gewal. tigen der Knüppelgarde zu suchen, welche sich Abzeichen, die mit denjenigen der Soldätle Aehnlichkeit besitzen, zugelegt haben. Die officicrc von der herrlichen Staatsmiliz können nicht mehr ruhig auf ihren Lorbeeren schlafen, seitdem Brooklyn's Feinste-, wenigstens die Polizeiofficiere, Tressen und Epaulettes tragen. Sie betrachten das als einen Eingriff in ihre Prärogative und schäumen vor Wuth ob der Anmaßung der Knüppelgarde. Zu verwundern ist nur, daß noch kein Unglück geschehen, und daß nicht so ein Broollyner Brüsewitz einen der sich im neuen Waffenrock wie ein Pfau spreizenden Pantata und Jnspectoren den Säbel in den Leib gestoßen hat. Vielleicht ist es nicht .geschehen, weil diesen nicht zu trauen, sintemalen sie einen Knüppel oder Revolver im Gewände fuhren. Es soll damit nicht gesagt sein, daß Brooklyn's Helden von der Miliz etwa keinen Muth haben, doch als praktische Leute wollen sie sich an die Gerichte wenden, fußend auf Paragraph 107 deS Eriminal - Gesetzbuches, wonach die Nachäfferei von Uniformen der Staatsmili mit $100 Strafe geahndet wird. Man weist darauf hin, daß den Staatsrock des Polizeichess zwei Sterne zieren, gerade wie die Brigade - General - Uniform; auf der Uniform des Hilfschefs spreizt gerade wie auf der ObristenUniform ein Adler seine Flügel, und auch die anderen Eategorien der Polizei - Officiere haben dieselben Abzeichen wie Oberstlieutenants und Eapitqne der Bürgerwehr. , In Ketlig bei Eoblenz ist ein Todtschlag verübt worden, der sich als ein außergewöhnliches Vorkonimniß darstellt. Der Thäter Namcns Georg Hartmann ist ein ganz verkrüppelter Mensch, der sich von Zeit zu Zeit ein Vergnügen daraus macht, auf der Straße sich 'hinfallen zu lassen und stch so zu stellen, als ob er sich nicht weiter fortbewegen könne. Nahmen fich mitleidige Menschen dann semer an, so ließ er sich zwar willig b'5 ?u seiner Behausung führen, dort iiücrfäuftc er aber dieselben mit Hohn und Spott und nicht selten mit unslatlqcn Schimpfworten, sodaß man schließlich die Komödie des Hinfallens nicht mehr beachtete und ihn ruhig liegen ließ. Auch neulich hatte er sich nach dem Verlassen einer Wirthschaft wieder zu Boden fallen lassen, und es gingen auch Leute vorbei, ohne ihn eines mitleidigen Wortes oder LlickeZ zu würdigen, da sie seineStreiche kann ten. Nur einer, der 21jährige Joseph Kohl, näherte sich ihm mit den Worten: Bei dieser Kälte kann man einen Menschen nicht liegen lassen, da hebt man ja selbst ein Stück Vieh auf rich tete ihn empor und geleitete ihn nach Hause.'. Der Krüppel ließ sich das auch ruhig gefallen, und es soll unterwegs kein Wort gewechselt worden sein. Vor seinem Hause angekommen zog der Krüppel ein Messer und stieß eö seinem Wohlthäter in den Hals. Letzterer lief noch etwa hundert Schritte zurück und brach dann zusammen. Da die Pulsoder getroffen war, so trat der Tod nach wenigen Minuten ein. Hartmann ist verhaftet. - . .

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10 ljjr i nrv . . . ?oki oer Vlrayenvavll zermalmt Willie MeKeever, der , siebenjährige Sohn dcö HeizerS Thomas D. McKeever wurde gestern Morgen an der English Ave. und Laurel Straße. von einem Straßenbahnwagen getödtet. Kurz vor 10 Uhr verließ der Knabe mit seiner Mutter die elterliche Wohnung in 216 Deloß Str. um in die katholische Kirche an der Dougberiy Str zu gehen. Frau MeKeever erzahlt, daß sie Beide im Begriffe waren daö Straßenbahn geleife an der English Ave zu überschreiten, als eine westwärts fahrende Car daber kam. Frau McKeever hielt ihren Zungen an der Hand bis die Car vorbei war und ließ ihn dann sehen Er wollte dann daS südlicheGeleis, kreuzen, als ihn eine ostwärts fahrende Car ergriff und tödtete. George W. Bruce, ein Angestellter der Straßenbahngesellschaft, erzählt den Hergang anders Er sagt, daß Frau McKeever und der Junge auf der Ostseite der. Liurel Straße daher kamen, daß sie an der English Avenue über die Straße gingen und daß der Junge einer westwärts fahrenden Car nachlief und dann, als er daS südliche Geleise kreuzen wollte, von der oft wärtS. fahrenden Car ergrissen wurde. AlS die Ear zum Steh eng ebra'cht wurde, befand sich der Körper des unglücklichen Knaben noch unter denRadern. .Die.'U nistehen den handelten nach ier Idee. die-Seiche -nicht. zu berühren bis der Coroncr ankam,' vaS'etwa eine Stunde dauerte. - Während dieser Zeit sammelte sich eine riesige Menschenmenge an, die den Verkehr eine ganze Stunde lang völlig unterbrach. Der Vater deS Knaben ist ein Heizer der Big Four Bahn, wurde aber vor' einigen Monaten am Bein verletzt und konnte seitdem seinem Berufe nicht nachkommen. Leichenbestatter Kregelo nahm den Leichnam in Empfang. ,, m Beinabe ertrunken. Hunderte von Schlittschuhläufern tummelten sich gestern aus der Ciöflache des Garsield Park SeeeS, vom frühen Morgen bis zum Einbruch der Dunkelheit. Ungefähr um 3 Uhr NachmittagS hätte der Sport beinahe zwei junge Menschenleben gefordet 3n der Nähe deö Steindammeö, wo daS Wasser schneller vorwartöschießt, ist die Eisdecke rauh und zugleich nur schwach Ein gutgekleideteö junges Paar lief gewissermaßen mit den Jungen um die Wette über diese Stelle, biö daS Eis brach und die Leutchen im Wasser la gen. DaS jange Mädchen hörte man einen furchtbaren Schrei auöstoßen und dann war eS unter dem Eife ver schwunden, während der junge Mann sich durcb Schwimmen über Wasser zu halten versuchte. Eine Menge Schlittschuhläufer eilten zur Hülfe herbei und zwei junge Männer, Namens Arthur Taylor und Oscar Bartel. schnallten, bei der UnglückSftätte angelangt, ihre Schlittschuhe ab und sprangen inS Wasser. Daö Wasser ist an dieser Stelle sehr tief und die jungen Leute mußten schwimmen. Taylor sah die Kleider der jungen Dame unter dem Eise und durch einen schnellen Griff hatte er dieselben gepackt, ehe die Strömung den anscheinend leblosen Körper noch weiter unter da? Eis entführt hatte. Bartel packte dann auch noch zu und die beiden brachten die junge Dame darauf sicher ans Land. Zwei Minuten später zogen sie auch noch den Mann heraus. Die junge Dame war ohnmächtig. Darauf wurden die Geretteten je in einen Wagen gepackt und nach ihren Wohnungen befördert. Die junge Dame beißt Carrie Schoettel und wohnt 485 Süd Illinois Str., der Mann Wm. Alifch und ist im GefchäftS-Departement der Sun" angestellt. Auch die beiden Retter wurden schnell in ein naheliegendes HauS gebracht, woselbst sie die Kleidung wechselten. Arthur Taylor wohnt No. Ml Ost Washington Str. und Oöcar Bartel No. 540 Ost Washington Str. Brave junge Leute ! 3n English'ö Theater findet heute und morgen Abend eine Aufsührung deS dramatifirten Daudet'schen Romans "Madame Sans Gene" statt.

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Dr. Mttes' s Aervine siegreich. SrperlZ'he geistige Erschöpfung macht ! . irästlger Thätlgkeit Raum. ' (Ht)rtt. 93). . Houck. der fähige Prediger der Qrace U. B. Kirche ju Earlisle. Penna. schreibt vom 28. September 1S95: Ich erfreute mich der besten Gesundheit biZ 1892. Zu dieser Zeit wendeten sich meine Pflichten ali Prediger und dieses unterwarf mich mehrerer heftiger Erschütterungen, welche zusammen mit Ueberarbeitung und Besorgnil meine Gesundheit und mein Nervensystem untergruben. Ich war that sachlich in solchem Zustande, dafz nur die Ansicht einer grotzen Versammlung mich ermüdete und ti bedürfte eine? oder mehrerer Tage zur Erholung. ES gereicht Dr. Miles' mir zur Freude sagen zn kön Nervine Restores Health nen. datz Tr. MileZ' Restor live Nervine und Retortive Tonic mir unbeschreib lich wohl gethan habe. Ich predigte gestern dreimal und fühle diesen Montag Morgen so frisch alS je in mei nem Leben. Dank Ihrer HeUtuittei. Dr. Miles' Remedies werden von allen Apothekern nkter gewisser Garantie verkauft. Wirkt die erste Flasche gar keine Besserung, so wird dai Geld zurück erstattet. Deutsche Buch über Herz und Nerven wird auf Verlangen frei zugeschickt. DR. MILE3 MEDICAL CO.. Elkhart, Ind. Der. Bc'uch deS CtückeS ist, w.'gen seines Werth!, freunden der Litte? tur und Geschichte zu empfehlen. DaS Stück fällt in jene Anfapgöj'ahre un sereS Jahrhunderts, in welchen der korsische Ursupator als Kaiser von Frankreich und Beherrscher fast ganz Europa? sich seine eigene neue Welt schuf.und die vorder Revolution hinweggefegte Throue.' 'nid 'Thrönchen wieder ausrichtete udfie.mit seinen Verwandten und Freunden besehte. Madame SanS rte welche als Pa riser Wäscherin ihren Surganten Lefebre heirathet. gelangt durch die Promotion ihres Gatten bis zur Würde einer Herzogin von Danzig. Diese und andere Schicksale behandelt in geschickt Weise daö Stück. Wenn ihr ein gut.ö Mittel hrben wollt Euer Blut zu reinigen. die Nerven zu starren und die (sonst! tution zu kräftigen, gebraucht Hood'S Sarfaparilla. Gebraucht uun Hood ö H o o d'S V i l l e n heilen Brechreiz, Kopfschmerzen aus dem Magen und Unberdaulichkeit. (7 Der Instand deS am Sonn abend Nacht in dem Hause No. 41 Roanake Str. von einem Neger ge ftochenen Arthur Smeeney ist ein bedeutend besser als gestern. Natüilich ist die Wunde immerhin eine noch sehr gefährliche und der Mann muß fich sehr vorsehen. Den Messerhelden hat die Polizei biö jeht noch nicht bekommen können, trotzdem mehrere Schutzleute den ganzen Tag hindurch das HauS an der Roanake Straße bewachten. Ein Neger, Namens Nelson Cantrell. No. 173 West 14 (lte S ) Straße wohnhaft, wurde im. Laufe des Nachmittags arretirt, als er in daS HauS gehen wollte. Er wurde ausgekragt, jedoch glaubt man, daß der Mann nichts mit der Stecherei zu thun hat. Zur Vorsicht hat man ibn aber festgenommen uud wegen Herumbummelnö angekreidet. Louifa Shore, die dai HauS führt, in dem Sweeney gestachen wurde, überlieferte sich heute Morgen der Polizei, wurde aber wieder gegen Bürgschaft entlassen. Der New York Store. Milkt 1853.1 Agenten vsn Buttericks Muster. Alle Reste von Calicocs, Ginghams und Percales gehen zur Hälfte des gewöhn lieben Preises. Morgen im Wtstgang. finS M SS 8945.

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